Marcus Aurelius Antoninus Elagabal 218 bis 222 n.Chr.

Silber Antoninian Rom Marcus Aurelius Antoninus Elagabal 218/222 n.Chr.

Münze:
Antoninian der römischen Kaiserzeit 218/219 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 22,7mm
Gewicht: 4,98g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Odysseus Numismatique, Montpellier
Referenz: RIC IV Elagabalus 120e

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste des Elagabal mit Strahlenkrone. Die Inschrift lautet: IMP CAES ANTONINVS AVG für Imperator Caesar Antoninus Augustus.

Elagabals ursprünglicher Name war Varius Avitus Bassianus. Als Kaiser nannte er sich Marcus Aurelius Antoninus, um wie sein angeblicher Vater Caracalla an die Antonine anzuknüpfen. Der Name Elagabal, den der von ihm verehrte Gott trug, wurde dem Kaiser erst lange nach seinem Tod beigelegt. Direkt nach der Machtübernahme im Jahr 218 n.Chr. erhielt Elagabal den Titel Augustus.

Die Porträts lassen in einzigartiger Weise den programmatischen Charakter der Bildnisstilisierung erkennen. Nachgewiesen sind aus der kurzen Regierungszeit zwei Bildnistypen, die jeweils in mehreren Exemplaren erhalten sind. Sie sind einander so unähnlich, dass unbefangene Betrachter sie nicht als Darstellungen ein und derselben Person erkennen würden. Schon immer bekannt war der charakteristische Typus, der Elagabal als jungen Mann mit vollem ovalem Gesicht, üppigen Lippen, halblangen Haarsträhnen und einem Jugendbart auf der Oberlippe und den Wangen darstellt. Er entspricht der Mehrzahl der Münzbilder Elagabals.

Erst spät erkannte man, dass auch der Typus eines Knaben mit eckigem Gesicht und kurzgeschnittenem, dickflockigem Haar, der in mehreren Exemplaren überliefert ist und deshalb einen Kaiser wiedergeben muss, Elagabal darstellt. Der Typus ist dem letzten Bildnistypus des Caracalla aus den Jahren 215-217 n.Chr. buchstäblich aus dem Gesicht geschnitten, bis hin zu den schmalen langen Augen, den prallen gespannten Gesichtsflächen, dem kurzen, dickflockigen Haar und dem leicht gebogenen Haarabschluss über der Stirn. Der Bezug wird dadurch verstärkt, dass er mit der kurzen Panzerbüste mit schräggezogenem Paludament verbunden ist, den die Werkstätten für Caracallas Bildnisse aus der Zeit seiner Alleinherrschaft erfanden und die auch für den letzten Bildnistypus Caracallas regelmäßig verwendet wurde. Für jeden erkennbar, stellten diese Bildnisse Elagabal als eine verjüngte Version des späten Caracalla, als seinen Sohn dar. Die frühesten Münzen des Elagabal bestätigen diese Deutung.

Die datierten Münzbildnisse zeigen aber auch, dass Elagabal schon kurz nach seiner Ankunft in Rom nichts mehr von dieser Stilisierung wissen wollte und ein neues Bildnis von sich machen ließ, bei dem man zumindest den Jugendbart und die vollen Lippen als persönliche Züge ansehen kann. Vielleicht sind diese Porträts ein Beleg dafür, wie schnell der junge Kaiser sich von der Bevormundung durch die Familie und die Berater frei machte.

Der Antoninian war eine antike römische Silbermünze, die unter Kaiser Caracalla um 214/215 n.Chr. als offizielles Zahlungsmittel eingeführt wurde. Der antike Name der Münze ist nicht überliefert. Die Bezeichnung Antoninian leitet sich vom eigentlichen Namen Caracallas, Marcus Aurelius Antoninus, ab und wurde erst im Mittelalter eingeführt. Nach neueren Forschungen soll der antike Name des Antoninian Bicharactus gewesen sein. Der Antoninian hatte eine Wertigkeit von nominal zwei Denaren und zu Beginn der Prägungen ein Gewicht von etwa 5 Gramm. Nach dem Silberfeingehalt berechnet, entsprach er von Anfang an jedoch nur dem 1,5-fachen Wert eines Denars. Im Lauf der Zeit reduzierten sich Gewicht und Silbergehalt immer weiter, so dass er gegen Ende des Jahrhunderts faktisch nur noch eine winzige Bronzemünze ohne nennenswerten Silbergehalt war. Hatte ein Antoninian um 238 n.Chr. im Schnitt noch einen Silbergehalt von etwa 40 Prozent, so waren es um 270 n.Chr. bereits weniger als 3 Prozent.

Die Ausgabe des Antoninian wurde von Caracalla begonnen, unter Macrinus fortgeführt und unter Elagabal im Frühjahr 219 n.Chr. eingestellt. Sein Nachfolger Severus Alexander verzichtete gar bewusst auf die Prägung von Antoniniani Münzen. Erst unter Balbinus und Pupienus wurde die Ausgabe dieses Nominales wieder aufgenommen – unter Gordianus III. dann gar wieder in größerem Umfang. Es gibt keine historischen Aussagen oder Belege, wieso Caracalla den Antoninian eingeführt hatte, wohl aber historische Indizien und Erklärungsversuche. Bereits zu Beginn der Severer-Dynastie unter der Herrschaft des Septimius Severus hatte der Metallwert des Denars seinen bisherigen Tiefststand erreicht. Geld war jedoch für die vielen Kriege des Severus, den Sold an die Legionen und für die Finanzierung der prächtigen Bauten dringend nötig. Und nichts ist schlimmer als unzufriedene Soldaten, welche ihre Entlohnung in fortschreitend wertloserem Metall erhielten. Dadurch schien die Voraussetzung für eine tiefgreifende Umgestaltung der Silberprägung geschaffen zu sein, womit Caracalla ein doppelter Schachzug gelang.

Der Antoninian hatte zur Ausgabe nominal den doppelten Wert eines Denars. Kostete den römischen Staat in der Herstellung durch sein Gewicht und Silbergehalt aber nur das 1,5-fache eines Denars. Dies bedeutete eine deutliche Steigerung des Prägegewinns. Caracalla soll zudem die Steuern in Denaren eingetrieben und damit dann neues Geld in Form von minderwertigen Antoniniani ausgegeben haben. Durch diesen Mechanismus konnte der Staat einen beträchtlichen Gewinn erzielen, der über die normalen Steuereinnahmen hinausging. Ein letzter wichtiger Punkt war das bereits erwähnte Militär. Der Sold des römischen Militärs wurde in Denaren ausgezahlt. In den ersten Regierungsjahren des Caracalla erhöhte sich zudem der Sold zeitweise um 50%. Eine Lösung wachsende Ausgaben des Militärs zu schmälern ist, dass das Silber mit Buntmetallen gestreckt wird. Der Effekt für das Streckens des Denars – und somit dessen Abwertung – würde dann aber zu einer Inflation führen und den Spareffekt wieder aufheben. Die Lösung lag aus Sicht Caracallas auch hier im „Doppeldenar“ dem Antoninian. Erforderte eine jährliche Soldzahlung in severischen Denaren die Ummünzung von 3,4 Pfund Silber pro Legionär, brauchte man bei einer Auszahlung in Antoniniani nur noch 2,4 Pfund Silber. Die Überbewertung des Antoninian gegenüber dem Denar erlaubte Caracalla, den erhöhten Sold dauerhaft zu garantieren und dabei eine beachtliche Menge an Silber einzusparen.

Mit demselben Silberanteil wie der Denar wog der Antoninian jedoch nur anderthalb Denare und genoss deshalb einen um 25% überbewerteten Nennwert gegenüber dem Denar. Diese Diskrepanz blieb den historischen Zeitgenossen wohl nicht verborgen und nicht nur Cassius Dio allein könnte Caracalla der Geldmanipulation beschuldigt haben. Da der Antoninian mehr Schein als Sein war, dürfte er im Volk und vor allem im Handel recht unbeliebt gewesen sein, vor allem auch außerhalb der stadtrömischen Grenzen in den Provinzen auf wenig Akzeptanz und Gegenliebe gestoßen sein. So endete unter Elagabal im Frühjahr 219 n.Chr. die Prägung von Antoniniani. Allerdings fehlen dazu historische Belege, wieso die Ausgabe beendet wurde – man kann hier nur Vermutungen aufstellen. Aus meiner Sicht kommen mehrere Gründe in Frage. Zum einem verschlechterte sich der reale Kaufwert des Antoninian mangels Akzeptanz weiter und näherte sich dem Denar. War in der Prägung für den Staat aber immer noch teurer als der einfache Denar. Der Antoninian wurde vielleicht schlichtweg zu teuer für den römischen Staat. Zudem bestand die Gefahr bei der Kaufkraft Annäherung an den Denar, dass er diesen „mit runter in die Inflation riss“. So war also nach der Machtübernahme des Elagabal eine weitere dringende Reform des Münzwesens angebracht.

Nun ist aber Elagabal nicht als Reform-Kaiser in die Geschichte eingegangen. Er zog 219 n.Chr. in Rom ein, verwandelte den Palast in einen Tempel und Freudenhaus und konzentrierte sich allein darauf seinen Gott als neue Staatsreligion einzuführen. Elagabal führte keine größeren Feldzüge, erließ keine bedeutenden Gesetze oder Reformen – sein Leben war eine einzige Orgie. Die Regierungsgewalt hatte de facto mehr oder weniger seine Mutter bzw. die Großmutter. Aus meiner Sicht gut möglich, dass verantwortliche Beamte und die severischen Damen die drohende finanzielle Sprengkraft des Antoninian kommen sahen. Vielleicht spielte auch die Unzufriedenheit der Bürger, Händler und Soldaten eine Rolle, die nicht mit einer überbewerteten Münze handeln bzw. bezahlt werden wollten – so dass erst einmal die Prägung dieses Nominales ausgesetzt wurde. Vielleicht baute man auch darauf, dass der Kaiser sich besann und die nötigen Reformen zu einer späteren Zeit würde schon anpacken. Aus diesem Grund gibt es vielleicht auch keine historischen Belege über das vorläufige Ende des Antoninian unter Elagabal, da man davon ausgegangen war, dass es sich hier bis zu den nötigen finanziellen Neuordnungen nur um eine kurzzeitige Unterbrechung handeln würde.

Diese Überlegung wird durch die offizielle Proklamation seines Nachfolgers Severus Alexander aus meiner Sicht unterstützt. Er wiederum verkündete, historisch belegt, offiziell das Aus des Antoninian. Daher gehe ich davon aus, dass der Prägestopp unter Elagabal keine bewusste endgültige Entscheidung war. Severus Alexander kehrte unter dem Einfluss seiner Mutter Iulia Mamaea zu einer konservativen Haltung zurück, die sich parallel zu strengen Sparmaßnahmen finanzpolitisch am augusteischen Münzsystem orientierte. Einmalig im römischen Münzwesen sind der Titel und die Darstellung des Severus Alexander als Restitutor Monetae (Wiederhersteller der Münze). Dies belegt aus meiner Sicht, dass die Reformen dringend notwendig und auch dringend anstanden – und Severus Alexander damit deutlich propagandierte „seht her, im Gegensatz zu meinem Vorgänger, habe ich mich diesem Problem angenommen“. Erst ab 238 n.Chr. wurde unter Balbinus und Pupienus wieder die Prägung des Antoninian aufgenommen.

Denar und Antoninian lassen sich äußerlich recht gut unterscheiden. Während beim Denar die Büsten des Kaisers oder der Kaiserin barhäuptig (bei den männlichen Büsten oft mit Lorbeerkranz, die Damen nur mit Diadem) dargestellt sind, ist beim Antoninian der Herrscher mit einer Strahlenkrone auf dem Kopf und der weibliche Part mit Stephane und einer Mondsichel unterhalb der Büste abgebildet. Dies soll eine von Caracalla gewollte Assoziation zu den Himmelsgöttern Sol und Luna herstellen.

Revers:
Zu sehen ist der behelmte, nach rechts schreitende Kriegsgott Mars, nackt bis auf einen wehenden Umhang. In der linken Hand hält er ein über die Schulter getragenes Tropaeum, in der rechten Hand einen langen Speer. Die Inschrift lautet: MARS VICTOR für Mars victor (dem siegreichen Mars).

Mars war einer der zentralen Götter in der antiken italischen Religion, vor allem in Rom. Er wurde später als Kriegsgott mit dem griechischen Ares gleichgesetzt, unterschied sich von diesem aber durch seine größere Bedeutung und die lebhaftere kultische Verehrung; er ist neben Iuppiter der wichtigste römische Gott. Die Namen „Ares“ und „Mars“ könnten auch etymologisch verwandt sein. Außer in Rom wurde Mars an zahlreichen Orten Italiens verehrt. Das Volk der Marser leitete von ihm sogar seinen Namen ab. In Rom bildete Mars zusammen mit Iuppiter und Quirinus eine Götterdreiheit. In der Gründungslegende Roms ist Mars der Vater der Zwillinge Romulus und Remus und somit Stammvater der Römer. Der Monat März, bei den Römern ursprünglich der erste Monat des Jahres, war dem Mars geweiht.

Unter griechischem Einfluss wurden auch mythologische Erzählungen über den Gott analog zu Ares konstruiert. Demnach sei er Sohn der Iuno gewesen; sie sei an einer Orchidee vorbeigegangen, die verblühte, und war mit Mars schwanger. Wie Ares galt Mars als Gott des Krieges, aber gewisse Einzelheiten in seinem Kult deuten auch darauf, dass er als Agrargottheit mit dem Gedeihen der Vegetation verbunden wurde. Priester des Mars in Rom war der Flamen Martialis. Außerdem führten die Salii Palatini Kulthandlungen für ihn durch. Beim Fest des Mars (wie auch des Quirinus) zog die Tanzpriesterschaft in alter Kriegsbekleidung singend und tanzend durch Rom. Ursprünglich wurde Mars außerhalb der Stadt auf dem nach ihm benannten Marsfeld (Campus Martius) verehrt, bis Augustus einen Tempel des Mars Ultor (der „Rächer“, nämlich an den Mördern Caesars) auf seinem Forum errichten ließ.

Im März und im Oktober fanden Mars zu Ehren Prozessionen auf dem Marsfeld statt. Spiele zu seinen Ehren gab es am 12. Mai und am 1. August. Geopfert wurden ihm am 15. Oktober Pferde, bei den Suovetaurilia auch Rinder. Dem zweiten König von Rom, Numa Pompilius, soll Mars persönlich erschienen sein. Als in die Schlacht Ziehender führte Mars den Beinamen Gradivus. Der zweite römische Kriegsgott, Quirinus, galt später mitunter nur als andere Erscheinungsform des Mars. Das Attribut des Mars ist die Lanze, gezeigt wird er auch mit Helm und Schild sowie Schwert. Dem Mars heilig waren Wolf, Stier, Pferd, Greifvögel, Geier, Hahn und Specht sowie das Gras.

Der Begriff Tropaion bezeichnete ursprünglich ein Symbol, das an genau der Stelle aufgestellt wurde, an der die Feinde sich vom Schlachtfeld abgewandt und die Flucht ergriffen hatten. Es bestand aus einem meist hölzernen Pfahl oder Gerüst, an dem Waffen und Rüstung der Unterlegenen in der Weise befestigt wurden, in der sie bei einem Hopliten (Fußsoldaten) positioniert waren. Das Tropaion hatte also eine anthropomorphe Erscheinung. Vermutlich gingen mit der Aufstellung einer solchen „militärischen Vogelscheuche“ auch noch diverse religiöse Riten einher, zum Beispiel die Weihung an eine bestimmte Gottheit.

Zu einem Tropaion gehörten Helm, Schild, Schwert oder Lanze und manchmal die Oberbekleidung des gegnerischen Kämpfers. Zugleich kommen der mit zwei symmetrisch angeordneten Schilden ausgestattete sowie der entwaffnete, nur mit Helm und Rüstung bewehrte Typus hinzu. In römischer Zeit wird dieser Spielraum noch einmal erweitert und es entsteht der so genannte „überladene Typus“, an dessen Armen und Füßen Waffen und Rüstwerk aufgehäuft sind. Durch den Kontext wurde dieses allgemeine Machtsymbol mit einer expliziteren Bedeutung belegt. Häufig wurden gefesselte Barbaren am Fuße des Tropaion abgebildet, deren Physiognomie und Kleidung den speziellen Anlass für die Darstellung vermittelten. Das Tropaion war zu einem Sinnbild römischen Herrscherdenkens geworden und wurde selbst dann noch auf Münzen geprägt, als das Imperium im Niedergang begriffen war.

Hintergrund:
Die Rückseite dieses Antoninian steht eigentlich konträr zur militärischen Historie des Elegabal. Der siegreiche Mars schreitet hier nach rechts und symbolisiert damit eigentlich den Aufbruch für einen siegreichen und damit erfolgreichen kommenden Feldzug. Dies ist insofern merkwürdig, als dass unter Elegabal nach seinem Sieg über Macrinus keine weiteren belegten kriegerischen Auseinandersetzungen bekannt sind (Kienast, 2004). Lediglich einige wenige kleinere Soldatenaufstände zu Beginn seiner Herrschaft sind bekannt. Dennoch ließ Elagabal den Kriegsgott Mars auf seine Münzen prägen. Vor allem bei Provinzmünzen gab es einen starken Anstieg an geprägten Aresmünzen (Sandra Matthies, Die Ikonographie alexandrinischer Münzbilder in der Epoche der severischen Kaiser 193-235 n.Chr.).

Handelt der hier abgebildete nach rechts schreitende Mars doch vom siegreichen vergangenen Feldzug gegen Macrinus und seinen Anhängern? Soll der hier abgebildete Kriegsgott ein Versprechen auf die Zukunft abbilden, siegreich auch bei nötigen kommenden Schlachten zu sein? Die auf einem Weihaltar in Novae verewigten Inschrift „Mars Victor leg(ionis) I Ital(icae) Antoninianae“ ist der Gott als Beschützer dieser Legion und als Widmung für das Wohl des Kaisers Elagabal nachgewiesen. Gut möglich, dass in den ersten Prägejahren der Regierungszeit sich der junge Kaiser sich stark an das Militär binden musste, um seine Machtbasis zu festigen. Da unter Elagabal die Prägung des Antoninian im Frühjahr 219 n.Chr. eingestellt wurde, muss dieser Münzentyp aus den ersten beiden Jahren seiner Regierungszeit stammen. Der Rückhalt der Legionen spielte noch eine große Rolle und Elagabal gab sich noch betont traditionell was die römischen Staats-Gottheiten betrafen.

Quellen:
* Wikipedia: Elagabal
* Wikipedia: Mars
* Wikipedia: Tropaion
* Wikipedia: Antoninian
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser
* Manfred Oppermann: Der Kult des Ares-Mars während der Römerzeit im Ostbaltikum
* Sandra Matthies: Die Ikonographie alexandrinischer Münzbilder in der Epoche der severischen Kaiser 193-235 n.Chr.
* Jérémie Chameroy: Münzprägung und Geldmanipulationen unter der severischen Dynastie
* M. Brunner/S. Rutishauser, Universität Bern, Institut für Archäologische Wissenschaften: Pecunia Olet! Münzgewichte der römischen Kaiserzeit

Obverse:
Visible is the draped bust of Elagabalus, facing right, with a radiant crown. The inscription reads: IMP CAES ANTONINVS AVG for Imperator Caesar Antoninus Augustus.

Elagabal’s original name was Varius Avitus Bassianus. As emperor, he called himself Marcus Aurelius Antoninus, like his alleged father Caracalla, to tie in with the Antonines. The name Elagabalus, borne by the god he worshiped, was not attributed to the emperor until long after his death. Immediately after the seizure of power in 218 AD Elagabalus received the title of Augustus.

The portraits reveal the programmatic character of portrait stylization in a unique way. There are two types of portraits from the short reign, several of which have survived. They are so dissimilar that an unbiased viewer would not recognize them as depictions of one and the same person. The characteristic type depicting Elagabalus as a young man with a full, oval face, luscious lips, half-length strands of hair and a youthful beard on the upper lip and cheeks has always been known. It corresponds to the majority of the coin images of Elagabalus.

It was only later that it was recognized that the type of a boy with a square face and short, thick, flaky hair, which has survived in several copies and must therefore represent an emperor, also represents Elagabalus. The type is the last portrait type of Caracalla from the years 215-217 AD literally cut from the face, right down to the long, narrow eyes, the plump, tense facial surfaces, the short, thick, fluffy hair and the slightly curved end of the hair over the forehead. The reference is reinforced by the fact that it is linked to the short armored bust with a slanted paludament, which was invented by the workshops for Caracalla’s portraits from the time of his autocracy and which was also regularly used for the last type of portrait of Caracalla. Recognizable to all, these images portrayed Elagabalus as a rejuvenated version of the late Caracalla, as his son. The earliest coins of Elagabalus confirm this interpretation.

However, the dated coin portraits also show that shortly after his arrival in Rome, Elagabalus wanted nothing more to do with this stylization and had a new portrait made of himself, in which at least the youthful beard and the full lips can be seen as personal traits. Perhaps these portraits are evidence of how quickly the young emperor freed himself from the tutelage of his family and advisors.

The Antoninianus was an ancient Roman silver coin minted under Emperor Caracalla around 214/215 AD introduced as official means of payment. The ancient name of the coin is not known. The term Antoninian is derived from Caracalla’s actual name, Marcus Aurelius Antoninus, and was first introduced in the Middle Ages. According to recent research, the ancient name of the Antoninian should have been Bicharactus. The antoninian had a nominal value of two denarii and at the beginning of the coinage a weight of about 5 grams. Calculated according to the silver fineness, however, from the beginning it was only 1.5 times the value of a denarius. Over time, the weight and silver content continued to decrease, so that by the end of the century it was effectively just a tiny bronze coin with no silver content worth mentioning. Had an Antoninianus around 238 AD an average silver content of about 40 percent, it was around 270 AD already less than 3 percent.

The edition of the Antoninianus was begun by Caracalla, continued under Macrinus, and continued under Elagabalus in the spring of 219 AD set. His successor Severus Alexander deliberately avoided minting Antoniniani coins. Only under Balbinus and Pupienus was the issue of this denomination resumed – under Gordianus III. then again on a larger scale. There are no historical statements or evidence as to why Caracalla introduced the Antoninianus, but there are historical indications and attempts at explanation. Already at the beginning of the Severan dynasty under the reign of Septimius Severus, the metal value of the denarius had reached its all-time low. However, money was urgently needed for Severus‘ many wars, to pay the legions and to finance the magnificent buildings. And nothing is worse than disaffected soldiers getting their rewards in progressively worthless metal. This seemed to set the stage for a radical transformation of silver coinage, with Caracalla making a double move.

The nominal value of the antoninianus was twice the value of a denarius when it was issued. Due to its weight and silver content, it only cost the Roman state 1.5 times a denarius to produce. This meant a significant increase in minting profit. Caracalla is also said to have collected taxes in denarii and then spent new money in the form of inferior antoniniani. Through this mechanism, the state was able to make a substantial profit in excess of normal tax revenue. A last important point was the already mentioned military. The Roman military was paid in denarii. In the first years of Caracalla’s reign, the pay increased by 50% at times. One solution to curbing growing military spending is to dilute the silver with non-ferrous metals. However, the effect of stretching the denar – and thus its devaluation – would then lead to inflation and reverse the savings effect. From Caracalla’s point of view, the solution lay in the „double denarius“ of the Antoninianus. If an annual payment in Severan denarii required the conversion of 3.4 pounds of silver per legionnaire, a payment in Antoniniani required only 2.4 pounds of silver. The overvaluation of the antoninianus compared to the denarius allowed Caracalla to permanently guarantee the increased pay while saving a considerable amount of silver.

However, with the same silver content as the denarius, the antoninian weighed only one and a half denarii and therefore enjoyed a 25% overvalued face value compared to the denarius. This discrepancy probably did not go unnoticed by the historical contemporaries and not only Cassius Dio alone could have accused Caracalla of money manipulation. Since the Antoninianus was more appearance than reality, it must have been very unpopular among the people and especially in trade, and above all it met with little acceptance and love in the provinces outside the city-Roman borders. Thus ended under Elagabalus in the spring of 219 AD the minting of Antoniniani. However, there is no historical evidence as to why the edition was ended – one can only make assumptions here. In my view there are several possible reasons. For one, the real purchase value of the antoninian continued to deteriorate due to a lack of acceptance and approached the denarius. However, it was still more expensive than the plain denarius when minted for the state. Perhaps the Antoninianus simply became too expensive for the Roman state. In addition, there was a risk that when the purchasing power was approaching the denarius, it would “tear it down with inflation”. So after the Elagabalus came to power, another urgent reform of coinage was in order.

However, Elagabalus did not go down in history as a reforming emperor. He moved in 219 AD entered Rome, turned the palace into a temple and brothel and concentrated solely on introducing his god as the new state religion. Elagabalus conducted no major campaigns, enacted no significant laws or reforms – his life was one big orgy. In fact, the power to govern was more or less held by his mother or grandmother. From my point of view, it is quite possible that the responsible officials and the Severan ladies saw the imminent financial explosive power of the Antoninianus coming. Perhaps the dissatisfaction of the citizens, traders and soldiers who did not want to trade or be paid with an overvalued coin also played a role – so that the minting of this denomination was suspended for the time being. Perhaps one also counted on the fact that the emperor would remember and tackle the necessary reforms at a later date. For this reason there is perhaps no historical evidence of the provisional end of the Antoninianus under Elagabalus, since it was assumed that this would only be a brief interruption until the necessary financial reorganization.

In my view, this reasoning is supported by the official proclamation of his successor, Severus Alexander. He, in turn, officially announced the end of the Antoninianus, historically documented. Therefore, I assume that the cessation of minting under Elagabalus was not a conscious final decision. Under the influence of his mother Iulia Mamaea, Severus Alexander returned to a conservative attitude, which, in parallel with strict austerity measures, was financially based on the Augustan monetary system. The title and the depiction of Severus Alexander as Restitutor Monetae (restorer of the coin) are unique in Roman coinage. From my point of view, this proves that the reforms are urgently needed and urgently needed – and Severus Alexander clearly propagated „look here, in contrast to my predecessor, I have taken care of this problem“. Only from 238 AD the minting of the Antoninianus was resumed under Balbinus and Pupienus.

Denarius and Antoninianus can be distinguished quite well from the outside. While the denarius shows the busts of the emperor or empress bareheaded (male busts often with a laurel wreath, the ladies only with diadems), the Antoninianus shows the ruler with a radiant crown on his head and the female part with Stephane and a crescent moon below the bust depicted. This is intended to create an association with the sky gods Sol and Luna, intended by Caracalla.

Reverse:
You can see the helmeted Mars, god of war, striding to the right, naked except for a billowing cloak. In his left hand he holds a tropaeum carried over his shoulder, in his right hand a long spear. The inscription reads: MARS VICTOR for Mars victor (the victorious Mars).

Mars was one of the central gods in ancient Italic religion, especially in Rome. He was later equated with the Greek Ares as a god of war, but differed from this in his greater importance and the more lively cult worship; he is the most important Roman god next to Iuppiter. The names „Ares“ and „Mars“ could also be etymologically related. Besides Rome, Mars was worshiped in numerous places in Italy. The people of Mars even derived their name from him. In Rome, Mars formed a trinity of gods together with Iuppiter and Quirinus. In the founding legend of Rome, Mars is the father of the twins Romulus and Remus and thus the progenitor of the Romans. The month of March, originally the first month of the year for the Romans, was dedicated to Mars.

Under Greek influence, mythological narratives about the god analogous to Ares were constructed. Accordingly, he was the son of Iuno; she passed an orchid that was fading and was pregnant with Mars. Like Ares, Mars was considered the god of war, but certain details in his cult also indicate that he was an agricultural deity associated with the thriving of vegetation. The Flamen Martialis was the priest of Mars in Rome. In addition, the Salii Palatini performed cultic acts for him. At the festival of Mars (as well as of Quirinus) the dancing priesthood in old war garb went singing and dancing through Rome. Originally, Mars was worshiped outside the city on the Field of Mars (Campus Martius) named after him, until Augustus had a temple of Mars Ultor (the „avenger“, namely on the murderers of Caesar) built on his forum.

In March and October, processions were held in honor of Mars on the Field of Mars. Games in his honor were held on May 12th and August 1st. Horses were sacrificed to him on October 15, as were cattle among the Suovetaurilia. Mars is said to have appeared in person to the second king of Rome, Numa Pompilius. Mars was nicknamed Gradivus when he went into battle. The second Roman god of war, Quirinus, was later sometimes only regarded as a different manifestation of Mars. The attribute of Mars is the spear, he is also shown with a helmet and shield as well as a sword. The wolf, bull, horse, birds of prey, vulture, rooster and woodpecker as well as grass were sacred to Mars.

The term tropaion originally referred to a symbol placed at the very spot where enemies turned from the battlefield and fled. It consisted of a pole or scaffold, usually wooden, to which the weapons and armor of the defeated were attached in the manner in which they would be positioned with a hoplite (foot soldier). The Tropaion thus had an anthropomorphic appearance. The erection of such a “military scarecrow” was probably accompanied by various religious rites, such as consecration to a specific deity.

A tropaion included a helmet, shield, sword or spear, and sometimes the outer clothing of the opposing combatant. At the same time, there are the types equipped with two symmetrically arranged shields and the disarmed type armed only with a helmet and armour. In Roman times, this scope was expanded again and the so-called „overloaded type“ emerged, with weapons and armor piled up on their arms and feet. The context has given this general symbol of power a more explicit meaning. Bound barbarians were often depicted at the foot of the Tropaion, whose physiognomy and clothing conveyed the special occasion for the depiction. The tropaion had become a symbol of Roman rulership and was still minted on coins even when the empire was in decline.

Background:
The reverse of this Antoninianus is actually contrary to the military history of the Elegabalus. The victorious Mars is stepping to the right here and actually symbolizes the start of a victorious and thus successful upcoming campaign. This is strange insofar as there are no further known armed conflicts under Elegabal after his victory over Macrinus (Kienast, 2004). Only a few minor uprisings of soldiers at the beginning of his reign are known. Nevertheless, Elagabalus had Mars, the god of war, embossed on his coins. Especially in the case of provincial coins, there was a sharp increase in Ares coins minted (Sandra Matthies, The iconography of Alexandrian coin images in the epoch of the Severan emperors 193-235 AD).

Is Mars, shown here, striding to the right, about the victorious past campaign against Macrinus and his followers? Is the god of war depicted here supposed to represent a promise for the future, to be victorious even in necessary battles to come? The inscription „Mars Victor leg(ionis) I Ital(icae) Antoninianae“ immortalized on a dedication altar in Novae shows the god as the protector of this legion and as a dedication to the welfare of the emperor Elagabalus. It is quite possible that in the first formative years of the reign, the young emperor had to tie himself closely to the military in order to consolidate his power base. Since under Elagabalus the minting of the Antoninianus in the spring of 219 AD was discontinued, this type of coin must date from the first two years of his reign. The support of the legions still played a major role and Elagabalus was still very traditional as far as the Roman state deities were concerned.

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