Marcus Opellius Severus Macrinus 217 bis 218 n.Chr.

AE Bronze Nicopolis ad Istrum Marcus Opellius Severus Macrinus 217/218 n.Chr.

Münze:
Provinz Bronze der römischen Kaiserzeit 217/218 n.Chr.
Unter dem consularischen Legat Marcus Statius Longinus
Material: AE
Durchmesser: 26mm
Gewicht: 11,02g
Münzstätte: Ulpia Nicopolis ad Istrum, Moesia Inferior
Provenienz: Savoca Numismatik, München
Referenz: Varbanov GIC I 3435, AMNG 1735

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete kürassierte Büste des Macrinus mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: ΑΥΤ Κ Μ ΟΠΕΛΛΙ ΣΕΥ ΜΑΚΡΕΙΝΟΣ.

Die Inschrift kann wie folgt übersetzt werden:
ΑΥΤ = AVT = Autokrator = Imperator
Κ = Kaisar = Caesar
Μ = Markos = Marcus
ΟΠΕΛΛΙ = OPELLI = Opellius
ΣΕΥ = SEV = SEVEROS = Severus
ΜΑΚΡΕΙΝΟΣ = MAKREINOS = Macrinus
Imperator Caesar Marcus Opellius Severus Macrinus

Durch Vergleich mit den verschiedenen Porträttypen auf Münzen wird klar, dass die Unterschiede chronologisch zu verstehen sind. In der kurzen Regierungszeit des Macrinus wurden in Rom und in Münzstätten des Ostens mehrere aufeinanderfolgende Münzemissionen herausgegeben. Sie beginnen mit kurzbärtigen Bildnissen und enden über Zwischenstufen mit langbärtigen. Macrinus hat also in dem Jahr seiner Regierung seinen Bart wachsen lassen und dem so große Bedeutung beigemessen, dass die römischen Porträtwerkstätten mehrmals Auftrag erhielten, jeweils neue Prototypen für das Porträt des Kaisers zu schaffen.

Das hängt offenbar mit den Legitimationsstrategien des Macrinus zusammen, die ihn als legitimen Nachfolger der Severer und indirekt der Antoninen erscheinen lassen wollten. Macrinus nahm deshalb für sich den Namen Severus an und gab seinem Sohn Diadumenianus den renommierten Namen der Antonine. Und durch die Barttracht sollte er auch nach außen als Nachfolger der Antoninen und des Severius erscheinen. Genau dies berichtet als Zeitgenosse der Historiker Herodian (V 2, 3.4): „und (anstatt zu handeln) er vertrödelte seine Zeit in Antiochia, indem er seinen Bart wachsen ließ, mehr als nötig allein einherging und leise sprach, wenn ihm jemand begegnete − und strebte nach all dem offensichtlich als Verhaltensweisen des Marcus.“

Mit dieser Arbeit am Image und den drei Bildnisfassungen, die in nur einem Jahr von Antiochia aus in Rom in Auftrag gegeben wurden, ist das Macrinusporträt eines der interessantesten Beispiele für die antike kaiserliche Bildnispolitik.

Revers:
Zu sehen ist ein frontal stehender Apollo, den Kopf nach links gerichtet. Er hält in der rechten Hand einen Lorbeerzweig, in der anderen Hand einen Bogen. Die Inschrift lautet: YΠ CTA ΛONΓINOY NIKOΠOΛITΩN ΠPOC I.

Die Inschrift kann wie folgt übersetzt werden:
YΠ = VP = Hypatevontos = als er als consularischer Legat diente
CTA = CTA[TIOY] = STA = STATIOU = Statius
ΛONΓINOY = LONGINOU = Longinus
NIKOΠOΛITΩN = NIKOPOLITON = der Einwohner von Nikopolis
ΠPOC I = ΠΡΟC Ι[CΤΡΟΝ] = PROS ISTRON = ad Istrum
(Unter dem) consularischen Legat Marcus Statius Longinus (und) der Einwohner von Nikopolis ad Istrum

Marcus Statius Longinus war von 217 bis 218 n.Chr. konsularischer Legat von Moesia Inferior, so dass die Münze gut in diesem Zeitraum datiert werden kann. Hier handelte es sich um den Statthalter des Kaisers, welcher an der Spitze einer Provinz stand und der Oberbefehlshaber über die dort stationierten Legionen war. Der Titel dieses Statthalters lautete legatus Augusti pro praetore. Dabei gab es allerdings Unterschiede. Standen in der Provinz zwei oder mehr Legionen, musste der Legat das Konsular Amt innegehabt haben. Sein Titel wurde im Griechischen als Hypateuon (von Hypatos = Consul) übersetzt. Dies wäre im Deutschen der consularische Legat. Stand in der Provinz nur eine Legion, konnte als Ausnahme auch jemand zum kaiserlichen Legaten ernannt werden, der noch nicht Konsul gewesen war. sondern nur Praetor. Dessen Titel wurde im Griechischen als Hegemon übersetzt. Im Deutschen wäre es dann der prätorische Legat.

Auf der hier vorgestellten Münze könnte es sich um Apollo Parnopios, den Gott als „Abwender einer Heuschreckenplage“, handeln. Die Münzbilder römischer Zeit mit Apollo Parnopius (u.a. London BMC 748) zeigen nahezu übereinstimmend die stehende Apollofigur ihren Fuß der Spielbeinseite höher als den rechten Standbeinfuß, in ihrer linken Hand in Ruhehaltung den Bogen und Pfeile, in der rechten waagerecht vorgestreckten Hand horizontal einen verzweigten belaubten botanisch nicht einwandfrei erkennbaren Ast (Lorbeerzweig?).

Zwei weitere Beispiele sind die Statuen des sogenannten Kasseler Apollon und des Apollon im Belvedere. Der Kasseler Apollon ist die namengebende römische Kopie einer klassisch-griechischen Statue vermutlich des Bildhauers Phidias in der Kasseler Antikensammlung auf Schloss Wilhelmshöhe. Die weiße Marmorstatue wurde im 2. Jahrhundert n.Chr. von einem unbekannten römischen Bildhauer als Kopie eines verlorenen griechischen Bronzeoriginals angefertigt. Es sind 26 weitere Kopien, meist des Kopfes, bekannt, von denen der Kasseler Apollon am vollständigsten erhalten ist. Die große Anzahl der Kopien, zu denen noch Darstellungen auf Münzen und Gemmen kommen, deutet darauf, dass das Original eine berühmte Statue war. Pausanias überliefert, dass auf der Akropolis in Athen eine Apollonstatue des Bildhauers Phidias stand, die den Gott als Abwender einer Heuschreckenplage (Parnopios) darstellte. Da die erhaltenen Kopien stilistisch große Ähnlichkeiten zu den von Phidias stammenden Figuren des Parthenonfrieses auf der Akropolis aufweisen, liegt es nahe, das Vorbild des Kasseler Apollons mit der Statue des Phidias zu identifizieren.

Beim sogenannten Apollon im Belvedere handelt es sich um eine Statue, welche im 15. Jahrhundert in der näche von Rom gefunden wurde und bereits unter Papst Julius II (1503-1513) in den Vatikan gelangte. Die am Original heute entfernten Ergänzungen sind am Abguss noch zu sehen, nämlich der rechte Unterarm mit Hand und die linke Hand. Diese hielt den Bogen, die Rechte einen mit Binden umwundenen Lorbeerzweig, von dem sich an der Statuenstütze, einem Baumstumpf, Reste erhalten haben. Der Gott trägt einen Schultermantel und Sandalen. Der Mantel ist teilweise um den linken Arm gewickelt. Ein quer über die Brust laufender Riemen hält im Rücken einen offenen, mit Pfeilen gefüllten Köcher. Apollon schreitet voran, wendet aber den Kopf zurück, der Blick ist auf ein fernes Ziel gerichtet.

Apollon ist in der griechischen und römischen Mythologie der Gott des Lichts, der Heilung, des Frühlings, der sittlichen Reinheit und Mäßigung sowie der Weissagung und der Künste, insbesondere der Musik, der Dichtkunst und des Gesangs. Außerdem ist er ein Gott der Heilkunst und der Bogenschützen. Als im kleinasiatischen Didyma gezeugter Sohn des Göttervaters Zeus und der Göttin Leto (lateinisch Latona) gehörte er wie seine erstgeborene Zwillingsschwester Artemis (lateinisch Diana) zu den Olympischen Göttern, den zwölf Hauptgöttern des griechischen Pantheons. Das Heiligtum in Delphi, die bedeutendste Orakelstätte der Antike, war ihm geweiht.

Der Ursprung des Apollon-Kults wird in Kleinasien vermutet. Die Etymologie des Namens Apollon ist ungeklärt. Möglicherweise bedeutete er auf griechisch „Verkünder“, „Zerstörer“ bzw. „Vernichter“ oder aber „Unheilabwehrer“. Homer nannte ihn in der Ilias auch Smintheus (d. h.: „Rattenvertilger“) und „der fernhin Treffende“. Als Phoibos Apollon („der Leuchtende“, latinisiert: Phoebus) wurde er auch mit dem Sonnengott Helios gleichgesetzt. Weitere Namen waren Boëdromios, „der unter Schlachtruf helfend Herbeieilende“, und Loxias.

Als Beschützer der Künste und der Musik stand Apollon den neun Musen vor und war zugleich ein Sühnegott. Auch wurde er als Apollon Epikurios, als Gott der Heilkunst angesehen und bewahrte als solcher die Bewohner von Phigaleia vor einer Pestepidemie, die ihm aus Dank den Apollontempel bei Bassae errichteten. Aber auch in anderen Bereichen des Lebens spielte er eine Rolle: Er brachte Krankheit, Tod und Vernichtung und schickte die Pest im Trojanischen Krieg ins Lager der Griechen. Gleichzeitig bewirkte er Rettung vor Gefahren, z. B. in der Funktion des Apollon Smintheus, des „Vernichters der Mäuse“, oder des Apollon Lykeios als Beschützer der Herden vor den Wölfen. Als Heilgott waren mit ihm die Weissagung und die Orakelstätten verbunden. Durch den Tod Pythons gelangte Apollon an dessen seherische Fähigkeiten und wurde auch Apollon Pythios genannt, zu seinen Ehren wurden die Pythischen Spiele gefeiert.

Er konnte die Gabe der Weissagung an Sterbliche, wie an Kassandra, die Tochter des Priamos, verleihen. Im Trojanischen Krieg stand er auf Seiten der Trojaner und griff durch gezielte Bogenschüsse in die Kämpfe ein. Als Rächer sandte er mit seinen Pfeilen die Pest in das Lager der Griechen, weil sie die Tochter eines Apollonpriesters gefangen genommen und versklavt hatten. Abgesehen von für die Figur typischen Berichten wie dem musischen Wettkampf mit dem Hirtengott Pan tritt Apollon in auffällig vielen Geschichten, die von ihm erzählt werden, als Rächer oder Töter auf. So tötete er die Niobiden und den Riesen Tityos, der seine Mutter vergewaltigen wollte; er tötete (und häutete) den Satyr Marsyas, weil der sich nachsagen ließ, schönere Musik zu machen als der Gott. Orestes befahl er, dessen eigene Mutter Klytaimnestra zu töten, um den Mord an dessen Vater Agamemnon zu rächen. Die Erinnyen, die das nicht duldeten, schlugen Orest darauf mit Wahnsinn, Apollon verteidigte ihn aber erfolgreich vor dem Areopag in Athen gegen sie und Klytaimnestras Geist.

Apollos silberner Pfeil und Bogen repräsentiert seine Niederlage gegen das Monster Python (oder Phython). Python war eine Schlange, die in der Nähe von Delphi lebte und als Mittelpunkt der Erde galt. In einem Rausch der Eifersucht über Zeus Untreue mit Leda schickte Hera Python, um Leto zu vertreiben. Zu dieser Zeit war Leto mit den Zwillingen Apollo und Artemis schwanger, und ihre Geburt verzögerte sich. Als Apollo erwachsen war, schoss er mit Pfeilen auf die Python und übernahm Delphi als seinen eigenen Schrein. Das Pfeil- und Bogensymbol bezieht sich , wie im vorherigen Abschnitt bereits erwähnt, auch auf Apollo als den Gott der Pest, der während des Trojanischen Krieges Pestpfeile auf den Feind schoss.

Der Lorbeerzweig war eigentlich etwas, das Apollo als Zeichen seiner Liebe zum Halbgott Daphne trug. Leider wurde Daphne von der Göttin Eros verflucht, um einen Hass auf Liebe und Lust zu haben. Es war ein Racheakt gegen Apollo, der behauptete, er sei ein besserer Bogenschütze als Eros. Schließlich, nachdem Daphne von Apollos Jagd müde geworden war, bat sie ihren Vater, den Flussgott Peneus, um Hilfe. Er verwandelte Daphne in einen Lorbeerbaum, um der Liebe von Apollo zu entkommen.

Der Lorbeerkranz, den Apollo trägt, ist ein Symbol für Sieg und Ehre, das in der griechischen Zeit verwendet wurde, um die Sieger bei sportlichen Wettkämpfen, einschließlich der Olympischen Spiele, zu identifizieren. Apollos Kranz kombiniert den Lorbeer für Daphne, die koronale Wirkung der Sonnenstrahlen und die Schönheit und Kraft junger, bartloser, athletischer Männer.

Behrendt Pick schreibt zu diesem Münzentyp des Macrinus aus Nicopolis „Der Gegenstand in der vorgestellten Rückseite des Gottes ist sicher ein Lorbeerzweig. In dieser Weise scheint Apollo aber sonst nirgends dargestellt zu sein.“

Hintergrund:
Nicopolis ad Istrum (vollständig Ulpia Nicopolis ad Istrum) war eine antike römische und frühbyzantinische Stadt in der römischen Provinz Thracia, später Moesia inferior (Niedermösien), die von Kaiser Trajan im Jahr 102 n.Chr. gegründet wurde. Die Stadt erreichte ihre Blütezeit während der Herrschaft der Kaiser Trajan, Hadrian, während der Herrschaft der Antoninischen Dynastie und der Dynastie der Severer.

In der Antike gab es mehrere Städte mit dem Namen Nikopolis (Nike = Sieg und Polis = Stadt). Der Name Nicopolis ad Istrum bedeutet „Stadt des Sieges an der Donau“. Ister ist der alte Name für den Unterlauf der Donau. Allerdings liegt die Stadt nur an einem Nebenfluss der Donau (Jantra), etwa 30 km südlich der Donau. Es ist aber möglich, dass zum Zeitpunkt ihrer Gründung ihr ausgedehntes Territorium bis zur Donau reichte.

Offiziell hatte der Name der Stadt den Vorsatz Ulpia, der von Trajans Gentilnamen Ulpius abgeleitet ist. Anfangs hieß die Stadt Nicopolis ad H(a)emum, wie Claudius Ptolemäus in seiner Geographike Hyphegesis aus dem Jahr 150 n.Chr. schrieb. Hemus oder Haemus war der lateinische Name für das Balkangebirge. Später wurde dann aber der Zusatz ad Istrum populärer. Ein weiters Synonym ist Nicopolis ad Iatrum (Nikopilis an der Jantra), wovon auch der Name des Titularbistums Nicopolis ad Iaterum abgeleitet ist. Auch unter dem Namen Nicopolis ad Danubium urbs wurde die Stadt erwähnt.

Die Stadt wurde vom Rat der Archonten verwaltet. Die beiden wichtigsten Verwaltungsorgane waren die Ratsversammlung (Bule) und die Volksversammlung (Demos). Es gab auch einen Ältestenrat (Gerusia). Eine Gruppe von Priestern war für den Kult des jeweils herrschenden römischen Kaisers und der Hauptgötter zuständig: Zeus, Hera, Athene, Herakles, Apollonias, Mithras, Kybele, Asklepios und Andere. Bekannt ist die Statue des Äskulaps. Sie wurde 1985 gestohlen, konnte jedoch beim Versuch, sie zu verkaufen, sichergestellt werden. Die Statue des Äskulaps steht heute im historischen Museum in Weliko Tarnowo. Für die Verehrung des Thrakischen Reiters (ein thrakischer Gott) gibt es fast überall in der Stadt und der Umgebung Belege.

Nicopolis ad Istrum war eine der größten Handelsplätze in Moesia inferior. Auf den dort geprägten Bronzemünzen sind Götter, Festungsmauern, öffentliche und religiöse Gebäude abgebildet. Die Beschriftung auf den Münzen ist griechisch, da die Amtssprache in der Stadt Griechisch war.

Quellen:
* Wikipedia: Macrinus
* Wikipedia: Nicopolis ad Istrum
* Wikipedia: Apollo
* Wikipedia: Kasseler Apollon
* Wikipedia: Apollon im Belvedere
* Wikipedia: Liste der Statthalter von Niedermösien
* Wikipedia: Behrendt Pick, deutscher Numismatiker
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser

Obverse:
You can see the right-facing cuirassed bust of Macrinus with a laurel wreath. The inscription reads: ΑΥΤ Κ Μ ΟΠΕΛΛΙ ΣΕΥ ΜΑΚΡΕΙΝΟΣ.

The inscription can be translated as follows:
ΑΥΤ = AVT = Autocrator = Emperor
Κ = Caesar = Caesar
Μ = Markos = Marcus
ΟΠΕΛΛΙ = OPELLI = Opellius
ΣΕΥ = SEV = SEVEROS = Severus
ΜΑΚΡΕΙΝΟΣ = MACREINOS = Macrinus
Emperor Caesar Marcus Opellius Severus Macrinus

A comparison with the different portrait types on coins makes it clear that the differences are to be understood chronologically. During the short reign of Macrinus, several successive issues of coins were issued in Rome and in the mints of the East. They begin with short-bearded portraits and, through intermediate stages, end with long-bearded ones. Macrinus grew his beard during the year of his reign and attached such importance to it that the Roman portrait workshops were commissioned several times to create new prototypes for the portrait of the emperor.

This obviously has to do with Macrinus‘ strategies of legitimation, which wanted to make him appear as the legitimate successor of the Severi and indirectly the Antonines. Macrinus therefore took the name Severus for himself and gave his son Diadumenianus the prestigious name of Antonine. And because of the beard he was supposed to appear to the outside world as a successor to the Antonines and Severius. This is exactly what the contemporary historian Herodian reports (V 2, 3.4): “and (instead of acting) he frittered away his time in Antioch, growing his beard, walking about alone more than necessary, and speaking softly when anyone met him − and aspired to all of these evidently as Marcuse’s manners.“

With this work on the image and the three versions of the portrait commissioned from Antioch in Rome in just one year, the Macrinus portrait is one of the most interesting examples of ancient imperial portrait politics.

Reverse:
You can see Apollo standing frontally, his head turned to the left. He holds a laurel branch in his right hand and a bow in his other hand. The inscription reads: YΠ CTA ΛONΓINOY NIKOΠOΛITΩN ΠPOC I.

The inscription can be translated as follows:
YΠ = VP = Hypatevontos = when he served as consular legate
CTA = CTA[TIOY] = STA = STATIOU = Statius
ΛONΓINOY = LONGINOU = Longinus
NIKOΠOΛITΩN = NIKOPOLITON = the inhabitant of Nicopolis
ΠPOC I = ΠΡΟC Ι[CΤΡΟΝ] = PROS ISTRON = ad Istrum
(Under the) consular legate Marcus Statius Longinus (and) the inhabitants of Nicopolis ad Istrum

Marcus Statius Longinus was from 217 to 218 AD consular legate of Moesia Inferior, so the coin can be well dated in this period. Here it was about the governor of the emperor, who stood at the head of a province and was the supreme commander over the legions stationed there. The title of this governor was legatus Augusti pro praetore. However, there were differences. If there were two or more legions in the province, the legate must have held the consular office. His title was translated into Greek as Hypateuon (from Hypatos = Consul). In German, this would be the consular legate. As an exception, if there was only one legion in the province, someone who had not yet been a consul could be appointed imperial legate. but only praetor. Its title was translated into Greek as Hegemon. In German it would then be the praetorian legate.

The coin presented here could be Apollo Parnopios, the god as “averting a plague of locusts”. The coin images of Roman times with Apollo Parnopius (e.g. London BMC 748) show the standing Apollo figure with the foot on the free leg higher than the right foot, the bow and arrows in the left hand at rest, and a branched leafy one in the right horizontally outstretched hand botanically not clearly recognizable branch (laurel branch?).

Two other examples are the statues of the so-called Kasseler Apollon and Apollon in the Belvedere. The Kassel Apollo is the eponymous Roman copy of a classical Greek statue, probably by the sculptor Phidias in the Kassel Collection of Antiquities at Wilhelmshöhe Castle. The white marble statue was built in the 2nd century AD. made by an unknown Roman sculptor as a copy of a lost Greek bronze original. There are 26 other known copies, mostly of the head, of which the Kassel Apollo is the most complete. The large number of copies, in addition to depictions on coins and cameos, indicates that the original was a famous statue. Pausanias reports that on the Acropolis in Athens there was a statue of Apollo by the sculptor Phidias, which represented the god as averting a plague of locusts (Parnopios). Since the surviving copies show stylistically great similarities to the figures of the Parthenon frieze on the Acropolis by Phidias, it seems reasonable to identify the model of the Kassel Apollo with the statue of Phidias.

The so-called Apollo in the Belvedere is a statue that was found near Rome in the 15th century and was brought to the Vatican under Pope Julius II (1503-1513). The additions removed from the original today can still be seen on the cast, namely the right forearm with hand and the left hand. She held the bow, her right hand a laurel branch wrapped in bandages, remains of which have survived on the statue’s support, a tree stump. The god wears a shoulder cloak and sandals. The cloak is partially wrapped around the left arm. A strap running across the chest holds an open quiver filled with arrows in the back. Apollo strides forward, but turns his head back, his eyes fixed on a distant goal.

In Greek and Roman mythology, Apollo is the god of light, healing, spring, moral purity and moderation, as well as divination and the arts, especially music, poetry and song. He is also a god of healing and archery. As the son of the father of the gods Zeus and the goddess Leto (Latin Latona), conceived in Didyma in Asia Minor, he belonged, like his first-born twin sister Artemis (Latin Diana), to the Olympian gods, the twelve main gods of the Greek pantheon. The sanctuary in Delphi, the most important oracle site in antiquity, was dedicated to him.

The origin of the Apollo cult is believed to be in Asia Minor. The etymology of the name Apollon is unclear. Possibly it meant „herald“, „destroyer“ or „destroyer“ or „evil ward“ in Greek. In the Iliad, Homer also called him Smintheus (i.e. “the rat eater”) and “the one who meets far away”. As Phoibos Apollon („the shining one“, Latinized: Phoebus) he was also equated with the sun god Helios. Other names were Boëdromios, „the one who hastened to the battle cry,“ and Loxias.

As protector of the arts and music, Apollo presided over the nine muses and was also a god of atonement. He was also regarded as Apollon Epikurios, the god of healing, and as such saved the inhabitants of Phigaleia from a plague epidemic, who built the Temple of Apollo near Bassae out of gratitude to him. But he also played a role in other areas of life: he brought illness, death and destruction and sent the plague into the Greek camp during the Trojan War. At the same time he caused rescue from dangers, e.g. B. in the function of Apollon Smintheus, the „destroyer of mice“, or Apollon Lykeios as protector of the herds from the wolves. As a healing god, prophecy and oracle sites were associated with him. Through the death of Python, Apollon gained his visionary abilities and was also called Apollon Pythios, in his honor the Pythian Games were celebrated.

He could bestow the gift of divination on mortals, such as Cassandra, daughter of Priam. In the Trojan War he was on the side of the Trojans and intervened in the battles with well-aimed bow shots. As avenger, he sent his arrows the plague into the camp of the Greeks for capturing and enslaving the daughter of a priest of Apollo. Apart from reports typical of the character, such as the musical competition with the shepherd god Pan, Apollo appears as an avenger or killer in a striking number of stories told about him. So he killed the Niobids and the giant Tityos, who wanted to rape his mother; he killed (and skinned) the satyr Marsyas, because he was said to make more beautiful music than the god. He ordered Orestes to kill his own mother Clytemnestra to avenge the murder of his father Agamemnon. The Erinnyes, who would not tolerate this, then drove Orestes mad, but Apollo successfully defended him before the Areopagus in Athens against them and Clytemnestra’s spirit.

Apollo’s silver bow and arrow represents his defeat by the monster Python (or Phython). Python was a snake that lived near Delphi and was believed to be the center of the earth. In a frenzy of jealousy over Zeus‘ infidelity with Leda, Hera sent Python to drive Leto away. At the time, Leto was pregnant with twins, Apollo and Artemis, and their birth was delayed. When Apollo grew up, he shot arrows at the python and adopted Delphi as his own shrine. The bow and arrow symbol, as mentioned in the previous section, also refers to Apollo as the god of plague, who shot arrows of plague at the enemy during the Trojan War.

The laurel branch was actually something Apollo wore as a token of his love for the demigod Daphne. Unfortunately, Daphne was cursed by the goddess Eros to have a hatred of love and lust. It was an act of revenge against Apollo, who claimed he was a better archer than Eros. Finally, after growing weary from Apollo’s hunt, Daphne asked her father, the river god Peneus, for help. He turned Daphne into a laurel tree to escape the love of Apollo.

The laurel wreath worn by Apollo is a symbol of victory and honor, used in Greek times to identify victors in athletic competitions, including the Olympic Games. Apollo’s wreath combines the laurels for Daphne, the coronal effect of the sun’s rays, and the beauty and vigor of young, beardless, athletic men.

Regarding this coin type of Macrinus from Nicopolis, Behrendt Pick writes “The object on the reverse side of the god is certainly a laurel branch. But Apollo seems nowhere else to be depicted in this way.”

Background:
Nicopolis ad Istrum (fully Ulpia Nicopolis ad Istrum) was an ancient Roman and early Byzantine city in the Roman province of Thracia, later Moesia inferior (Lower Moesia), conquered by Emperor Trajan in 102 AD founded. The city reached its heyday during the reigns of Emperors Trajan, Hadrian, during the reigns of the Antonine dynasty and the Severan dynasty.

In ancient times there were several cities with the name Nicopolis (Nike = victory and Polis = city). The name Nicopolis ad Istrum means „City of Victory on the Danube“. Ister is the old name for the lower reaches of the Danube. However, the city is only on a tributary of the Danube (Jantra), about 30 km south of the Danube. However, it is possible that at the time of its founding, its extensive territory reached as far as the Danube.

Officially, the city’s name had the prefix Ulpia, derived from Trajan’s gentile name Ulpius. Initially the city was called Nicopolis ad H(a)emum, as Claudius Ptolemy wrote in his Geographical Hyphegesis of 150 AD wrote. Hemus or Haemus was the Latin name for the Balkan mountains. Later, however, the addition ad istrum became more popular. Another synonym is Nicopolis ad Iatrum (Nikopilis on the Jantra), from which the name of the titular diocese of Nicopolis ad Iaterum is derived. The city was also mentioned under the name Nicopolis ad Danubium urbs.

The city was administered by the Council of Archons. The two most important administrative organs were the Council (Bule) and the People’s Assembly (Demos). There was also a Council of Elders (Gerusia). A group of priests was responsible for the cult of the reigning Roman emperor and the main gods: Zeus, Hera, Athena, Herakles, Apollonias, Mithras, Cybele, Asklepios and others. The statue of Aesculapius is well known. It was stolen in 1985 but was recovered when trying to sell it. The statue of Aesculapius is now in the historical museum in Veliko Tarnovo. Evidence of the worship of the Thracian Horseman (a Thracian god) can be found almost everywhere in and around the city.

Nicopolis ad Istrum was one of the largest trading centers in Moesia inferior. The bronze coins minted there depict gods, fortress walls, public and religious buildings. The inscription on the coins is Greek since the official language in the city was Greek.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.