Iulia Avita Mamaea bis 235 n.Chr.

AE Sesterz Rom Iulia Avita Mamaea 222 n.Chr.

Münze:
Sesterz der römischen Kaiserzeit 222 n.Chr.
Material: AE
Durchmesser: 30mm
Gewicht: 22,56g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Comptoir des Monnaies, Lille
Referenz: RIC IV Severus Alexander 694

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste der Iulia Avita Mamaea mit einem Diadem. Die Inschrift lautet: IVLIA MAMAEA AVGVSTA für Iulia Mamaea Augusta.

Seit dem Jahr 222 n.Chr. trug Iulia Mamaea den Titel Augusta. Die severische Kaiserfamilie stellte die Herrschaftslegitimation durch die weiblichen Mitglieder der Familie auf den Umschriften der Münzen heraus. Ähnliches wurde bereits bei den Kaisern der julisch-claudischen Kaiserfamilie beobachtet.

Augusta (die Erhabene) ist eine Ehrenbezeichnung, die römische Kaiser ihren Ehefrauen oder nahen weiblichen Verwandten – etwa ihren Müttern, Schwestern, Großmüttern oder Töchtern – verleihen konnten. Sie stellt bis in die Spätantike das weibliche Gegenstück zum Titel Augustus dar, der im Römischen und frühen Byzantinischen Reich einen Bestandteil der Kaisertitulatur bildete. Obwohl nicht mit bestimmten rechtlichen oder politischen Kompetenzen ausgestattet, kam der Augusta-Würde ideologisch große Bedeutung zu. Die Augustae nahmen oft eine besondere, teils sehr machtvolle Stellung am kaiserlichen Hof ein.

Erstmals bekam Livia Drusilla, die langjährige dritte Ehefrau des ersten Kaisers Augustus, durch testamentarische Verfügung des verstorbenen Princeps im Jahr 14 n.Chr. den Namen Augusta verliehen. Aus dem ehrenhalber verliehenen Cognomen Augusta entwickelte sich zunehmend ein Titel der Kaisergattin oder anderer weiblicher Verwandter, der jedoch – wie auch der Augustus-Titel – keinerlei bestimmte rechtliche Kompetenzen verlieh. Auch fortan war der Augusta-Titel bedeutsam, da er in Gestalt der Augusta als Kaiserinmutter (mater principis) eine dynastische Herrschaft legitimieren konnte. Die Verleihung erfolgte durch einen Senatsbeschluss mit Zustimmung des Kaisers, häufig auch auf dessen Betreiben. Anlässe dafür waren vor allem der Herrschaftsantritt des Kaisers, die Eheschließung oder die Geburt eines Nachkommen. Die Augusta war die erste Frau im Staat, was ihr vor allem zeremonielle Würden und Aufgaben einbrachte. Jedoch waren nicht alle Kaisergattinnen Trägerinnen des Titels. Auch konnte die Verleihung abgelehnt werden (recusatio). Ob kaiserliche Frauen diese Ehre erfuhren oder nicht, gibt aber nicht zwingend Aufschluss über ihre politische Bedeutung. Unabhängig von der Verleihung des Titels Augusta wurden im griechischsprachigen Osten des Imperium Romanum Gattinnen oder weibliche Angehörige der Kaiser häufig mit dem ins Griechische übersetzten Namen Sebaste geehrt.

Iulia Domna führte den Augusta-Titel seit Herrschaftsbeginn ihres Gatten Septimius Severus im Jahr 193 n.Chr. Zudem trug sie als zweite Kaiserin nach Faustina Minor ab 195 n.Chr. den Titel einer mater castrorum, der ihr anlässlich ihrer Anwesenheit im Militärlager verliehen und der später zu mater castrorum et senatus et patriae erweitert wurde. Beide Titel wurden fortan parallel zueinander verwendet. Bei Iulia Mamaea, der Mutter des Severus Alexander, wurde die inoffizielle Titulatur einer spanischen Inschrift zufolge zu einer „Mutter des Heerlagers, des Senats, des Vaterlands und des ganzen Menschengeschlechts“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani) gesteigert.

Septimius Severus Sohn Caracalla machte seine Frau Fulvia Plautilla zur Augusta. Nachdem ihr Vater Plautianus von Caracalla des geplanten Mordes an Septimius Severus bezichtigt und getötet worden war, verlor Plautilla jedoch ihren Titel, wurde verbannt und 211 n.Chr. schließlich ermordet. Ihr Name verfiel der damnatio memoriae. Unter den Severern kam zeitweise vor allem der Großmutter und Mutter des Kaisers die Augusta-Würde und außerordentliche politische Bedeutung zu. So führte Iulia Maesa, die Großmutter Kaiser Elagabals, den Augusta-Titel und widmete sich anstelle ihres unmündigen Enkels den Regierungsgeschäften. Elagabals Mutter und die Tochter Maesas, Iulia Soaemias, erlangte den Titel ebenso wie alle drei bezeugten Ehefrauen des Princeps, Iulia Paula, Aquilia Severa und Annia Faustina. Als Kaiserinmutter des Severus Alexander und Augusta übte Iulia Mamaea über die Volljährigkeit ihres Sohnes hinaus großen Einfluss auf die Regentschaft aus. Auch Severus Alexanders Frau Orbiana trug den Augusta-Titel. In severischer Zeit wurde außerdem der Titel sanctissima Augusta geschaffen, den Inschriften etwa für Iulia Maesa, Iulia Mamaea und Orbiana bezeugen und der sich bis zum Ende des 3. Jahrhunderts häufig findet. Zudem dokumentierten die meisten der machtbewussten Augustae des 3. Jahrhunderts ihre außerordentliche Stellung in eigenen Münzen.

Die Haarpracht und Haarmode der Severer Dynastie. Im Vergleich zu den schrillen Frisuren der flavischen und trajanischen Zeit, die keine hundert Jahre zurücklagen, wirkte das Arrangement der gebildeten syrischen Aristokratentochter Iulia Domna an der Seite des Kaisers Septimius Severus kompliziert, jedoch ein wenig statisch. Wie bei vielen ihrer Vorgängerinnen war die Art und Weise, wie die Haare getragen wurden, Teil des programmatischen kaiserlichen Gesamtkonzepts. Ging es doch darum, eine neue, dauerhafte Dynastie zu etablieren, deren Grundsatz der geregelten Verhältnisse sowohl auf familiärer als auf staatlicher Ebene gelten sollte. 

Iulia Domnas vertikal oder horizontal onduliertes Seitenhaar wurde im Bereich des Hinterkopfes von einem überdimensionalen, vertikalen Chignon überdeckt. Gelegentlich trug die Kaiserin auch einen kleineren Haarknoten im Genick, womit sie eine gewisse Solidarität mit ihrer Schwiegertochter Publia Fulvia Plautilla, ihrer Schwester sowie ihren Nichten Iulia Avita Mamaea und Iulia Soaemias Bassiana an den Tag legte. Auch die drei Schwiegertöchter eben jener Iulia Soaemias Bassiana und Gattinnen des Elagabal – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina und Iulia Cornelia Paula – bildeten dabei keine Ausnahme. Dies galt in gleicherweise für Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana als Schwiegertochter der Iulia Avita Mamaea und als Gattin an der Seite des Kaisers Severus Alexander. Allerdings zeigte sich das severische Kaiserhaus auch Experimenten gegenüber aufgeschlossen, was die Entwicklung des Scheitelzopfes enorm vorantrieb.

Revers:
Zu sehen ist Venus stehend nach rechts gerichtet. In der rechten Hand hält sie ein Szepter, in der linken Hand Cupido (Amor). Die Inschrift lautet VENERI FELICI S C für Venus (Nomen) die glückliche, glücksbringende und erfolgreiche – durch Dekret des Senates (Senatus Consulto).

Venus ist die römische Göttin der Liebe, des erotischen Verlangens und der Schönheit. Das ihr beigeordnete Tier ist der Delphin, da dieser in der Antike als Symbol für Liebe und Philanthropie galt. Die Annahme, Venus sei ursprünglich eine italische Göttin des Ackerlandes, der Gärten, des Frühlings und als solche eine Göttin von Bauern und Winzern gewesen, wird heute nicht mehr vertreten. Auch für einen frühen Kult sind keine Anzeichen zu finden. Sie hatte keinen eigenen flamen (Priester) und auch in den ältesten Kalendern wird kein Fest der Venus verzeichnet. Seit dem 4. Jahrhundert v.Chr. wurde sie des Öfteren als „Göttin der Liebe“ mit der griechischen Aphrodite gleichgesetzt, deren Kult sich als Venus Erycina von Sizilien, besonders vom Berg Eryx, nach Italien ausbreitete. Der erste archäologische Beweis war der Fund einer Darstellung zusammen mit Persephone auf einem Spiegel aus Praeneste. Sie gelangte zu besonderer Bedeutung als Göttin des latinischen Bundes und hatte als solche Heiligtümer in Lavinium und Ardea.

In Rom hatte sie in alter Zeit besondere Verehrung als Murcia, worin man später fälschlich die „Myrtenfreundin“ (Myrtea) sehen wollte, sowie als Cloacina. Als Venus Libentina oder Venus Lubentina war sie die Göttin der sinnlichen Lust. Die Leichengöttin Venus Libitina wurde mit dieser „gleichgesetzt […] wegen der Namensähnlichkeit“. In deren Tempel wurden die zur Bestattung notwendigen Utensilien aufbewahrt und die Totenlisten geführt. Parallel zur Entwicklung der Venus verlief in Kampanien die Gleichsetzung der oskischen Göttin Herentas zu Aphrodite. Der erste stadtrömische Venustempel wurde 295 v.Chr. von Quintus Fabius Maximus Gurges geweiht. 217 v.Chr., nach der Schlacht am Trasimenischen See, wurde auf Geheiß der Sibyllinischen Bücher der Venus vom Berg Eryx ein Tempel gelobt und auf dem Kapitol erbaut.

Die Sage, dass Aeneas der Sohn von ihr und Anchises sei, wurde dahingehend erweitert, dass er nach der Zerstörung der Stadt Troja in die mittelitalienische Region Latium ausgewandert sei. Nach dieser Version führte Venus zunächst ihren Sohn zusammen mit dem alten Vater Anchises sicher aus dem untergehenden Troja. Als Göttin der Liebe sorgte sie anschließend dafür, dass sich die karthagische Königin Dido in Aeneas verliebte und ihm Zuflucht gewährte. Auch in der entscheidenden Schlacht gegen Turnus griff sie auf Seiten ihres Sohnes ein und brachte diesem seinen Speer zurück. Ein Bildnis von ihr soll Aeneas mit nach Lavinium gebracht haben.

Neben den vielen Formen der Verehrung, die Venus genoss und die dem griechischen Aphroditekult entsprachen, hat sie eine besondere Bedeutung als Venus genetrix, das heißt als Stammmutter des römischen Volkes durch ihren Sohn Aeneas (Aeneadum genetrix). Speziell das Geschlecht der Iulier, das seine Abstammung von ihrem Enkel Iulus, dem Sohn des Aeneas, herleitete, verehrte sie als Stammmutter. In diesem Sinn errichtete ihr Iulius Caesar als Venus genetrix auf dem von ihm angelegten Forum 46 v.Chr. einen prächtigen Tempel, bei dem alljährlich elftägige Spiele gefeiert wurden (Veneralien). Auch Gaius Octavius, genannt Augustus, bezog sich auf sie, was dadurch deutlich wird, dass am Fuß der Panzerstatue von Primaporta, die den Princeps zeigt, ein Delphin (das der Venus zugeordnete Tier) dargestellt ist. Als Stammmutter des ganzen römischen Volkes war ihr zusammen mit Roma von Hadrian der 135 n.Chr. vollendete Doppeltempel der Venus und der Roma in der Nähe des Kolosseums (später templum Urbis Romae genannt) geweiht, von dem heute nur noch Ruinen vorhanden sind.

Venus war der 1. April heilig, an dem sie von den römischen Matronen neben der Fortuna Virilis (Göttin des Glücks der Frauen bei den Männern) und der Concordia als Venus Verticordia (Wenderin der weiblichen Herzen zu Zucht und Sitte) verehrt wurde. Von geringerer Bedeutung waren die Kulte der Venus Obsequens (der Willfährigen), der Venus Salacia (Göttin der Buhlerinnen) und anderer. Auch in Kampanien stand, wohl infolge griechischer Einflüsse, der Kult der Venus in hohem Ansehen, hier war sie zum Beispiel als Venus Fisica Stadtgöttin von Pompeji.

Auf römischen Münzen war Venus, wegen dieser engen Verbindung als Stammmutter Roms, ein beliebtes Münzmotiv.

Hintergrund:
In seiner Regierungszeit erwies sich der jugendliche Kaiser Elagabal als eigenwillig und beratungsresistent und machte sich allgemein verhasst. Dadurch entstand eine sehr gefährliche Krise, die sich 220/221 n.Chr. zuspitzte. Daher begannen Iulia Maesa und Iulia Mamaea, den Sohn Mamaeas (dem späteren Kaiser Severus Alexander) als künftigen Nachfolger seines Vetters Elagabal aufzubauen. Zwischen den beiden Rivalen und ihren Müttern entwickelte sich ein Existenzkampf, in dem Maesa auf der Seite Mamaeas stand. Meuternde Soldaten, von Mamaea gesteuert, ermordeten am 11. März 222 n.Chr. Iulia Soaemias und Elagabal.

Anfangs führten Maesa und Mamaea gemeinsam die Regentschaft. Ihr Augenmerk galt zunächst der Sympathiegewinnung im Senat, wo Elagabals als provokant empfundenes Verhalten stärkste Irritationen ausgelöst hatte. Unklar ist, ob Maesa und Mamaea harmonisch zusammenwirkten oder ob es – wie manche Forscher vermuten – einen Machtkampf zwischen einer Partei Maesas und einer Gegenpartei Mamaeas gab. Falls es zu einer Rivalität gekommen sein sollte, kann sie nicht lange gedauert haben, denn Maesa, die damals schon betagt war, ist wohl um 224/225 n.Chr. gestorben. Fortan führte die machtbewusste und durchsetzungsfähige Mamaea allein die Regierung.

Quellen:
* Wikipedia: Iulia Mamaea
* Wikipedia: Venus
* Wikipedia: Augusta
* Feminae: römische Frisuren der römischen Frauen

Obverse:
You can see the draped bust of Iulia Avita Mamaea with a diadem facing right. The inscription reads: IVLIA MAMAEA AVGVSTA for Iulia Mamaea Augusta.

Since the year 222 AD Iulia Mamaea bore the title of Augusta. The Severan imperial family emphasized the legitimation of power by the female members of the family on the inscriptions on the coins. Something similar has already been observed among the emperors of the Julio-Claudian imperial family.

Augusta (the sublime) is a title of honor that Roman emperors could bestow on their wives or close female relatives – such as their mothers, sisters, grandmothers or daughters. Until late antiquity it represented the female counterpart to the title Augustus, which was part of the imperial title in the Roman and early Byzantine Empires. Although not endowed with specific legal or political powers, the Augustan dignity was of great ideological importance. The Augustae often held a special, sometimes very powerful position at the imperial court.

For the first time, Livia Drusilla, the longtime third wife of the first Emperor Augustus, was granted a will by the deceased Princeps in 14 AD given the name Augusta. From the honorary cognomen Augusta, a title of the emperor’s wife or other female relatives increasingly developed, which, however – like the Augustus title – did not confer any specific legal powers. The Augusta title was also significant from then on, since it could legitimize dynastic rule in the form of Augusta as Empress Mother (mater principis). The award was made by a Senate decision with the consent of the emperor, often at his instigation. The main reasons for this were the emperor’s accession to power, marriage or the birth of a descendant. The Augusta was the first woman in the state, which above all brought her ceremonial dignities and duties. However, not all imperial wives were holders of the title. The award could also be rejected (recusatio). Whether imperial women received this honor or not does not necessarily provide information about their political importance. Irrespective of the granting of the title Augusta, in the Greek-speaking east of the Roman Empire, wives or female relatives of the emperors were often honored with the name Sebaste, translated into Greek.

Iulia Domna held the Augusta title from the beginning of her husband Septimius Severus‘ reign in 193 AD. In addition, she was the second empress after Faustina Minor from 195 AD the title of mater castrorum, given to her on the occasion of her presence in the military camp and later extended to mater castrorum et senatus et patriae. From then on, both titles were used in parallel. In the case of Iulia Mamaea, the mother of Severus Alexander, the unofficial title was increased according to a Spanish inscription to a „mother of the army camp, the senate, the fatherland and the entire human race“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani).

Septimius Severus son Caracalla made his wife Fulvia Plautilla Augusta. However, after her father Plautianus was accused by Caracalla of planning the murder of Septimius Severus and killed, Plautilla lost her title, was banished and in 211 AD eventually murdered. Her name fell into damnatio memoriae. At times, under the Severans, the grandmother and mother of the emperor in particular held the Augusta dignity and extraordinary political importance. Iulia Maesa, the grandmother of Emperor Elagabalus, held the Augusta title and devoted herself to government affairs in place of her underage grandson. Elagabalus’s mother and Maesa’s daughter, Iulia Soaemias, attained the title, as did all three of the princeps‘ attested wives, Iulia Paula, Aquilia Severa, and Annia Faustina. As Empress Dowager of Severus Alexander and Augusta, Iulia Mamaea exercised great influence on the regency after her son had come of age. Severus Alexander’s wife Orbiana also held the Augusta title. In the Severan period, the title sanctissima Augusta was also created, which inscriptions attest to for example for Iulia Maesa, Iulia Mamaea and Orbiana and which is frequently found up to the end of the 3rd century. In addition, most of the power-conscious Augustae of the 3rd century documented their extraordinary position in their own coins.

The head of hair and hair fashion of the Severan dynasty. Compared to the flamboyant hairstyles of the Flavian and Trajanic periods less than a hundred years ago, the arrangement of the educated Syrian aristocrat’s daughter Iulia Domna at the side of Emperor Septimius Severus seemed complicated, but a little static. As with many of her predecessors, the manner in which the hair was worn was part of the overall imperial programmatic concept. After all, it was about establishing a new, permanent dynasty, whose principle of regulated relationships should apply both to the family and to the state level.

Iulia Domna’s vertically or horizontally undulated side hair was covered by an oversized, vertical chignon at the back of the head. Occasionally, the empress also wore a smaller bun at the nape of her neck, showing a certain solidarity with her daughter-in-law Publia Fulvia Plautilla, her sister and her nieces Iulia Avita Mamaea and Iulia Soaemias Bassiana. The three daughters-in-law of the same Iulia Soaemias Bassiana and wives of Elagabalus – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina and Iulia Cornelia Paula – were no exception. The same applied to Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana as daughter-in-law of Iulia Avita Mamaea and as wife at the side of Emperor Severus Alexander. However, the Severan imperial family was also open to experiments, which gave enormous impetus to the development of the crown braid.

Reverse:
You can see Venus standing and facing right. In her right hand she holds a scepter, in her left hand Cupid (Amor). The inscription reads VENERI FELICI S C for Venus (noun) the happy, auspicious and successful – by decree of the Senate (Senatus Consulto).

Venus is the Roman goddess of love, erotic desire and beauty. Her associated animal is the dolphin, since in ancient times it was considered a symbol of love and philanthropy. The assumption that Venus was originally an Italic goddess of arable land, gardens, spring and as such a goddess of farmers and winegrowers is no longer held today. There are also no signs of an early cult. She had no flamen (priest) of her own, and even the oldest calendars do not record a festival of Venus. Since the 4th century BC. She was often equated with the Greek Aphrodite as the „goddess of love“, whose cult spread from Sicily, especially from Mount Eryx, to Italy as Venus Erycina. The first archaeological evidence was the discovery of a depiction together with Persephone on a mirror from Praeneste. She attained special prominence as the goddess of the Latin League, and as such had sanctuaries in Lavinium and Ardea.

In ancient times in Rome she had special veneration as Murcia, in which one later mistakenly wanted to see the „myrtle friend“ (Myrtea), and as Cloacina. As Venus Libentina or Venus Lubentina, she was the goddess of sensual lust. The corpse goddess Venus Libitina was „equated […] with this because of the similarity in name“. The utensils needed for burial were kept in their temple and the lists of the dead were kept. Parallel to the development of Venus, the Oscan goddess Herentas was equated with Aphrodite in Campania. The first urban Roman temple to Venus was built in 295 BC consecrated by Quintus Fabius Maximus Gurges. In 217 BC, after the Battle of Lake Trasimeno, a temple was sworn to Venus from Mount Eryx at the behest of the Sibylline Books and built on the Capitol.

The legend that Aeneas was the son of her and Anchises was expanded to mean that he emigrated to the central Italian region of Lazio after the destruction of the city of Troy. According to this version, Venus first led her son safely out of the sinking Troy together with the old father Anchises. As the goddess of love, she then made sure that the Carthaginian queen Dido fell in love with Aeneas and gave him refuge. Also in the decisive battle against Turnus she intervened on the side of her son and brought his spear back to him. Aeneas is said to have brought a portrait of her to Lavinium.

In addition to the many forms of worship that Venus enjoyed and that corresponded to the Greek cult of Aphrodite, she has a special meaning as Venus genetrix, that is, as the progenitor of the Roman people through her son Aeneas (Aeneadum genetrix). Especially the Iulier family, who traced their descent from their grandson Iulus, the son of Aeneas, revered her as their progenitor. In this sense Iulius Caesar erected her as Venus genetrix on the forum created by him in 46 BC a magnificent temple where eleven-day games were celebrated every year (venerals). She was also referred to by Gaius Octavius, called Augustus, as evidenced by the depiction of a dolphin (the animal associated with Venus) at the base of the armored statue of Primaporta depicting the princeps. As the progenitor of the entire Roman people, she, together with Roma, was inherited from Hadrian in 135 AD completed double temple dedicated to Venus and Roma near the Colosseum (later called templum Urbis Romae), of which only ruins remain today.

April 1st was holy to Venus, on which she was worshiped by the Roman matrons alongside Fortuna Virilis (goddess of women’s happiness among men) and Concordia as Venus Verticordia (turner of female hearts to discipline and morals). Of less importance were the cults of Venus Obsequens (the submissive), Venus Salacia (goddess of the wooers), and others. In Campania, too, probably as a result of Greek influences, the cult of Venus was held in high esteem. Here, for example, she was the city goddess of Pompeii as Venus Fisica.

Venus was a popular coin motif on Roman coins because of this close connection as the tribemother of Rome.

Background:
During his reign, the young Emperor Elagabalus proved to be idiosyncratic and resistant to advice and made himself generally hated. This created a very dangerous crisis that developed in 220/221 AD pointed. Hence Iulia Maesa and Iulia Mamaea began to raise up the son of Mamaea (later Emperor Severus Alexander) as the future successor of his cousin Elagabalus. A struggle for existence developed between the two rivals and their mothers, in which Maesa sided with Mamaea. Mutinous soldiers, piloted by Mamaea, murdered on March 11, 222 AD Julia Soaemias and Elagabalus.

Initially, Maesa and Mamaea ruled together. She initially focused on gaining sympathy in the Senate, where Elagabal’s behavior, which was perceived as provocative, had caused the greatest irritation. It is unclear whether Maesa and Mamaea worked together harmoniously or whether – as some researchers suspect – there was a power struggle between one side of Maesa and one of Mamaea’s opposing parties. If there was a rivalry, it couldn’t have lasted long, because Maesa, who was then already old, probably died around 224/225 AD died. From then on, the power-conscious and assertive Mamaea led the government alone.

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