Marcus Aurelius Antoninus Elagabal 218 bis 222 n.Chr.

Silber Denar Rom Marcus Aurelius Antoninus Elagabal 218/222 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 218/222 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 20,1mm
Gewicht: 3,51g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Odysseus Numismatique, Montpellier
Referenz: RIC IV Elagabalus 73b

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste des Elagabal mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: IMP ANTONINVS AVG für Imperator Antoninus Augustus.

Elagabals ursprünglicher Name war Varius Avitus Bassianus. Als Kaiser nannte er sich Marcus Aurelius Antoninus, um wie sein angeblicher Vater Caracalla an die Antonine anzuknüpfen. Der Name Elagabal, den der von ihm verehrte Gott trug, wurde dem Kaiser erst lange nach seinem Tod beigelegt. Direkt nach der Machtübernahme im Jahr 218 n.Chr. erhielt Elagabal den Titel Augustus.

Die Porträts lassen in einzigartiger Weise den programmatischen Charakter der Bildnisstilisierung erkennen. Nachgewiesen sind aus der kurzen Regierungszeit zwei Bildnistypen, die jeweils in mehreren Exemplaren erhalten sind. Sie sind einander so unähnlich, dass unbefangene Betrachter sie nicht als Darstellungen ein und derselben Person erkennen würden. Schon immer bekannt war der charakteristische Typus, der Elagabal als jungen Mann mit vollem ovalem Gesicht, üppigen Lippen, halblangen Haarsträhnen und einem Jugendbart auf der Oberlippe und den Wangen darstellt. Er entspricht der Mehrzahl der Münzbilder Elagabals.

Erst spät erkannte man, dass auch der Typus eines Knaben mit eckigem Gesicht und kurzgeschnittenem, dickflockigem Haar, der in mehreren Exemplaren überliefert ist und deshalb einen Kaiser wiedergeben muss, Elagabal darstellt. Der Typus ist dem letzten Bildnistypus des Caracalla aus den Jahren 215-217 n.Chr. buchstäblich aus dem Gesicht geschnitten, bis hin zu den schmalen langen Augen, den prallen gespannten Gesichtsflächen, dem kurzen, dickflockigen Haar und dem leicht gebogenen Haarabschluss über der Stirn. Der Bezug wird dadurch verstärkt, dass er mit der kurzen Panzerbüste mit schräggezogenem Paludament verbunden ist, den die Werkstätten für Caracallas Bildnisse aus der Zeit seiner Alleinherrschaft erfanden und die auch für den letzten Bildnistypus Caracallas regelmäßig verwendet wurde. Für jeden erkennbar, stellten diese Bildnisse Elagabal als eine verjüngte Version des späten Caracalla, als seinen Sohn dar. Die frühesten Münzen des Elagabal bestätigen diese Deutung.

Die datierten Münzbildnisse zeigen aber auch, dass Elagabal schon kurz nach seiner Ankunft in Rom nichts mehr von dieser Stilisierung wissen wollte und ein neues Bildnis von sich machen ließ, bei dem man zumindest den Jugendbart und die vollen Lippen als persönliche Züge ansehen kann. Vielleicht sind diese Porträts ein Beleg dafür, wie schnell der junge Kaiser sich von der Bevormundung durch die Familie und die Berater frei machte.

Revers:
Zu sehen ist die nach links stehende Personifikation der Fides mit nach rechts gerichteten Kopf. In der linken Hand hält sie ein Vexillum (Stofffeldzeichen) und in der rechten Hand ein Signum (Standarte). Die Inschrift lautet: FIDES MILITVM für Fides Militum (Loyalität der Soldaten).

Fides war in der römischen Religion die Personifikation des Vertrauens, der Treue und des Eides und umfasste auch das Treueverhältnis zwischen Patron und Klient. Sie wurde auch unter dem Namen Fides Publica Populi Romani (etwa „allgemeine Vertrauenswürdigkeit des römischen Volkes“) verehrt. 

Ihr im Jahr 254 v.Chr. vom Konsul Aulus Atilius Caiatinus geweihter Tempel in Rom lag auf dem Kapitol nahe dem Jupitertempel. Hier unterzeichnete und verwahrte der römische Senat Verträge mit anderen Staaten und vertraute sie damit Fides Schutz an.

Fides wird als eine gelegentlich mit einem Olivenzweig gekrönte, einen Schleier oder Stola tragende junge Frau dargestellt. In ihren Händen hält sie Füllhorn, Schale, Ähren oder Fruchtkorb als ihre Attribute, oder auch eine militärische Standarte. Ihre Priester trugen weiße Kleidung und zeigten damit Fides Verbindung zu den höchsten Göttern des Himmels, Jupiter und Dius Fidius.

Der Überlieferung zufolge begründete Roms zweiter König Numa Pompilius jährliche Festspiele zu Ehren von Fides, und führte ein, dass die höheren Priester (die drei flamines maiores) in einem von zwei Pferden gezogenen überdachten gewölbten Wagen zum Tempel gebracht wurden. Dort sollten sie Fides Gottesdienste mit bedecktem Haupt und bis zu den Fingern eingehüllten rechten Händen leiten, und so absolute Hingabe zu Fides zeigen und Vertrauen versinnbildlichen.

Ein Signum (Plural signa) war das Feldzeichen bzw. die Standarte römischer Truppeneinheiten, insbesondere der römischen Legionen. Besonders die Standarte der Manipel wurde als signum bezeichnet. Sie hatte ursprünglich die Form einer hölzernen Hand auf einer Stange und wurde später durch eine Vexillum (Fahne) an einer Querstange ergänzt, dieses wiederum durch eine Metallplatte mit dem Namen der Einheit.

Daneben war signum die zusammenfassende Bezeichnung für alle Arten von Feldzeichen der römischen Armee, also insbesondere die Aquila (Legionsadler) und die Vexilla (Stofffeldzeichen) der Kohorten. Bei allen römischen Feldzeichen mit Ausnahme der Aquilae (Legionsadler) wurden scheibenförmige Auszeichnungen, die die jeweilige Einheit erhalten hatte, an der Stange angebracht.

Die Soldaten eines Manipels konnten sich im Gefecht um ihr Feldzeichen versammeln und verloren so nicht den Anschluss an ihre Kameraden. Für diese Aufgabe wurden nur die mutigsten Soldaten als Signifer (Standartenträger) ausgewählt, dies war somit eine besondere Auszeichnung. Von besonderer Bedeutung war das Signum für den Feldherrn, weil es bei einer offenen Feldschlacht schwierig war, die Übersicht über das Kampfgeschehen zu behalten und rechtzeitig zu erkennen, wo es Probleme gab, die das Eingreifen weiterer Truppenteile als Verstärkung erforderlich machten.

Ähnlich wie ein Banner war das Signum wohl auch eine Motivationsquelle und der Verlust ein Zeichen der Schande. Im Gefecht wurde deshalb um das Feldzeichen des Gegners erbittert gekämpft, während das eigene, um jeden Preis zu verteidigen war.

Das Vexillum (Plural vexilla) war ein Feldzeichen der römischen Armee. Als einziges der römischen Feldzeichen (signum) bestand das vexillum aus Stoff und ist daher Vorläufer heutiger Fahnen und Flaggen. Das viereckige Stück Stoff hing dabei von einem Querholz herab, das an einer Tragestange befestigt war. Das Fahnentuch war gewöhnlich rot gefärbt und zeigte zum Teil Inschriften und bildliche Darstellungen. Das vexillum wurde vom vexillarius getragen (auch vexillifer genannt). Als vexillarii wurden jedoch auch Angehörige einer vexillatio bezeichnet sowie die Veteranen, die nach Ablauf ihrer eigentlichen Dienstzeit (sub aquila) ihren Reservedienst (sub vexillo) ableisteten.

Verwendet wurde das vexillum von einer Vielzahl verschiedener Einheiten. Zum einen von der Legionskavallerie (equites legionis) und Auxiliareinheiten, zum anderen auch von temporären Abordnungen (Detachementen), die dementsprechend auch als vexillatio betitelt wurden. Vermutlich war das vexillum aber auch eines der drei Hauptfeldzeichen der ganzen Legion, neben Legionsadler (aquila) und imago. Das vexillum diente auch als Signalflagge oder wurde hochrangigen Offizieren als militärische Auszeichnung verliehen.

FIDES MILITVM spricht die Loyalität der Soldaten an – hier wurde Fides als Attribut ein Vexillum beigegeben – als Zeichen der einzelnen Kohortenabteilungen und damit der Soldaten. Auf einem anderen Denar in meiner Sammlung (FIDES EXERCITVS, RIC 70e) sehen wir Fides mit einer Aquila (Legionsadler) als abgebildetes Attribut und damit dem Symbol der ganzen Legion (Loyalität der Legion).

Hintergrund:
Unter all den römischen Kaisern war Elagabal einer der berühmtesten, oder vielmehr einer der berüchtigtsten Herrscher des römischen Imperiums. Nahezu alle antiken Quellen bezichtigten und beschuldigten den Kaiser aller erdenklichen Arten von skandalösem Fehlverhalten, Korruption, Grausamkeiten bis hin zu einer Reihe sexueller Eskapaden. Nur ganze vier Jahre schaffte es Elagabal den Purpur des Kaisers zu halten, bevor er brutal ermordet, durch die Straßen geschleift und schließlich in den Tiber geworfen wurde.

Wie der Fall des Elagabal demonstriert, ist Macht nicht gleich Unverwundbarkeit. Auch Herrscher der römischen Welt konnten schnell Opfer verärgerter Untertanen – oder mehr noch – verärgerter Militärs werden. Mit anderen Worten, um an der Macht zu bleiben, muss man überzeugen. Um zu überzeugen, muss man Rollen spielen, um zu täuschen. Das wusste schon Kaiser Augustus – der Mann, welcher in seinem Leben so viele Masken getragen hatte, verabschiedete sich laut Sueton mit den Worten „Hat das Ganze Euch gefallen, nun so klatschet Beifall unserem Spiel, und entlasst uns alle mit Dank“ aus dem Leben.

Offensichtlich spielte Elagabal seine Rolle nicht richtig oder wählte vielleicht die falsche Rolle. Es gelang ihm nicht, im Gegensatz zu Augustus, Traian und anderen geliebten Vorgängern, seine Untertanen davon zu überzeugen, dass er der beste Mann für den römischen Thron war. Welche Strategien wendete die kaiserliche Verwaltung an, um Elagabal an die römische Öffentlichkeit zu verkaufen? Und warum waren diese Strategien letztendlich erfolglos?

Nachdem Macrinus als Nachfolger des Caracalla zum Kaiser ausgerufen wurde, nahm die Geschichte des römischen Reiches am 16. Mai 218 n.Chr. eine unerwartete Wendung. Ein erst vierzehnjähriger Junge mit dem Namen Varius Avitus Bassanius wurde von seiner ehrgeizigen Großmutter Iulia Maesa und seiner leiblichen und ebenso ehrgeizigen Mutter Iulia Soaemias des Nachts in das Lager der Legio III Gallica geschmuggelt, welche in Raphanae in Syrien stationiert war. Der junge Varius wurde in Kleidern, welche Caracalla als Kind getragen hatte, den Truppen präsentiert, worauf die begeisterten Soldaten ihn im Morgengrauen zum Kaiser proklamierten.

Die Ausrufung zum Kaiser muss für Macrinus, der im etwa 150km entfernten Antiochia residierte, ein schwerer Schock gewesen sein. Macrinus beauftragte den Prätorianer Präfekten Iulianus den Aufstand niederzuschlagen, welcher dann das Lager der Aufständischen angriff. Es nutzte nichts, berichtet Cassius Dio, die Saat war gesät: „… sie trugen Avitus, den sie bereits Marcus Aurelius Antoninus nannten, auf den Wällen herum und zeigten einige Ähnlichkeiten mit Caracallus, als [er] ein Kind war, da sie eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Jungen hatten, und erklärten es gleichzeitig, dass letzterer wirklich der Sohn von Caracallus und der einzige rechtmäßige Thronfolger war. Warum tut ihr das, Kameraden, riefen sie. Warum kämpfst du so gegen den Sohn deines Wohltäters?“

Diese Passage ist aus mehreren Gründen interessant. Erstens nennen die aufständischen Soldaten Caracalla ihren „Wohltäter“ und offenbaren damit ein wichtiges Motiv für den Aufstand. Caracalla war ein ausgesprochener Militärkaiser gewesen, welcher auf den Feldzügen gegen die Germanen und Parther die meiste Zeit bei den Soldaten verbracht hatte. Außerdem hatte er den Sold der Soldaten erhöht und ihnen viele Privilegien gewährt. Macrinus hingegen hatte einen schmählichen Waffenstillstand von den Parthern erkauft, den Sold gekürzt und den Soldaten einige von den Severern gewährten Privilegien entzogen.

Zum Zweiten wurde der junge Varius den Truppen als unehelicher Sohn des Caracalla verkauft und gehörte damit zur beim Militär beliebten Dynastie der Severer, während Macrinus ein vom Senat und den Legionen wenig beliebter Usurpator war. Ob die Soldaten wirklich glaubten, dass es sich hier um des Caracallas Bastardsohn handelte oder ob sie die Geschichte nur als bequemen Vorwand für eine Rebellion betrachteten, ist am Ende irrelevant. Innerhalb weniger Wochen war Macrinus geschlagen und Elagabal hatte den Thron erobert.

Nach der ersten Euphorie und dem nachlassenden Siegestaumel der Truppen, musste aber auch etwas „Handfestes“ geboten werden, um nicht ebenso von einem anderen aufstrebenden Usurpator geschluckt zu werden. Elagabal war den Soldaten praktisch völlig unbekannt und hatte nichts zu bieten, was ihn besonders auszeichnete – außer einem falschen dynastischen Anspruch.

Die ersten von der neuen Regierung geprägten Münzen tragen den Namen Marcus Aurelius Antoninus. Mit diesem Namen betonte Elagabal nicht nur seine Abstammung von Caracalla, sondern verband sich auch mit den „guten“ Kaisern Antoninus Pius und Marcus Aurtelius. Interessant ist hier eine Inschrift zu erwähnen, welche von Veteranen der Kolonie Sitiis in Mauretanien Caesariensis errichtet wurde. Diese Weihinschrift verfolgt die Abstammung Elagabals bis zu Kaiser Nerva aus dem ersten Jahrhundert zurück. Offensichtlich waren die Veteranen stolz auf die dynastische Kontinuität zwischen dem Gründer ihrer Kolonie und dem aktuellen Kaiser.

Auch in den Bildnissen wurde versucht den Anspruch von Elagabal zu stärken. Erste frühe Porträts des jungen Herrschers weißen große Ähnlichkeiten mit dem späteren Porträt des Caracallas auf. Kopf, Stirn und Mund sind nahezu identisch. Darüber hinaus tragen beide Porträttypen einen kurzgeschorenen Militärhaarschnitt, was wiederum die Zugehörigkeit und Verbundenheit zu den Truppen zum Ausdruck bringen soll.

Viele der Münzen, die Elagabal in den Jahren 218-219 n.Chr. prägen ließ, haben militärische Themen und tragen Legenden wie MARS VICTOR, VICTORIA AVG und VICTORIA ANTONINI AVG. Ein neuer Caracalla war auferstanden, ein junger energischer Kaiser, welche den Usurpator hinweggefegt hatte und die guten Tage der Herrschaft seines vermeintlichen Vaters zurückbringen würde. 

Alle Legionen, mit ihren Offizieren und Soldaten waren sich einig in ihrer unerschütterlichen Loyalität gegenüber ihrem neuen Kaiser und Oberbefehlshaber, wie sie in den nun folgenden Prägungen mit den Münzlegenden FIDES EXERCITVS (Loyalität der Armee), FIDES MILITVM (Loyalität der Soldaten) und CONCORDIA MILITVM (Einigkeit der Soldaten) zum Ausdruck kommt.

Diese Propaganda war bitter notwendig, denn die Realität sah beileibe anders aus. Die Position des Elagabal war nach dem Sieg über Macrinus und der Machtübernahme höchst instabil. Cassius Dio beschreibt mit Verus und Maximus eine versuchte nicht erfolglreiche Revolte zweier Kommandanten der syrischen Legion. Laut antiken Quellen blieb es aber nicht bei diesem einen Versuch. Ein weiterer Zenturio versuchte die gallische Legion aufzuwiegeln, während es auch in der vierten Legion zu Unruhen kann, ebenso bei Teilen der römischen Flotte, welche in Kyzikos stationiert waren.

Botschaften, wie auf der hier vorgestellten Münze, welche die Loyalität und Einheit der Soldaten betonten, sollten daher als Wunschdenken angesehen werden, welche eine ideale Situation feierten, welche es aber real nicht gab. Die Rückseiten stellen bewusst eine falsche politisch-militärische Lage dar, um das Bild eines starken, selbstbewussten Kaisers mit unbestrittener Autorität zu vermitteln.

Quellen:
* Wikipedia: Elagabal
* Wikipedia: Fides
* Wikipedia: Signum
* Wikipedia: Aquila
* Wikipedia: Vexillum
* Wikipedia: Antoninian
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser
* Martijn Icks: From Priest to Emperor to Priest-Emperor, the failed Legitimation of Elagabalus

Obverse:
The right-facing draped bust of Elagabalus with a laurel wreath can be seen. The inscription reads: IMP ANTONINVS AVG for Imperator Antoninus Augustus.

Elagabal’s original name was Varius Avitus Bassianus. As emperor, he called himself Marcus Aurelius Antoninus, like his alleged father Caracalla, to tie in with the Antonines. The name Elagabalus, borne by the god he worshiped, was not attributed to the emperor until long after his death. Immediately after the seizure of power in 218 AD Elagabalus received the title of Augustus.

The portraits reveal the programmatic character of portrait stylization in a unique way. There are two types of portraits from the short reign, several of which have survived. They are so dissimilar that an unbiased viewer would not recognize them as depictions of one and the same person. The characteristic type depicting Elagabalus as a young man with a full, oval face, luscious lips, half-length strands of hair and a youthful beard on the upper lip and cheeks has always been known. It corresponds to the majority of the coin images of Elagabalus.

It was only later that it was recognized that the type of a boy with a square face and short, thick, flaky hair, which has survived in several copies and must therefore represent an emperor, also represents Elagabalus. The type is the last portrait type of Caracalla from the years 215-217 AD literally cut from the face, right down to the long, narrow eyes, the plump, tense facial surfaces, the short, thick, fluffy hair and the slightly curved end of the hair over the forehead. The reference is reinforced by the fact that it is linked to the short armored bust with a slanted paludament, which was invented by the workshops for Caracalla’s portraits from the time of his autocracy and which was also regularly used for the last type of portrait of Caracalla. Recognizable to all, these images portrayed Elagabalus as a rejuvenated version of the late Caracalla, as his son. The earliest coins of Elagabalus confirm this interpretation.

However, the dated coin portraits also show that shortly after his arrival in Rome, Elagabalus wanted nothing more to do with this stylization and had a new portrait made of himself, in which at least the youthful beard and the full lips can be seen as personal traits. Perhaps these portraits are evidence of how quickly the young emperor freed himself from the tutelage of his family and advisors.

Reverse:
You can see the personification of Fides standing to the left with her head turned to the right. In her left hand she holds a vexillum (material field sign) and in her right hand a signum (standard). The inscription reads: FIDES MILITVM for Fides Militum (loyalty of soldiers).

In Roman religion, Fides was the personification of trust, fidelity and oath, and also included the relationship of loyalty between patron and client. She was also venerated under the name of Fides Publica Populi Romani (roughly „general trustworthiness of the Roman people“).

Her in the year 254 BC Temple in Rome dedicated by the consul Aulus Atilius Caiatinus was on the Capitol near the Temple of Jupiter. Here the Roman Senate signed and kept treaties with other states, entrusting them to Fides protection.

Fides is represented as a young woman, sometimes crowned with an olive branch, wearing a veil or stole. In her hands she holds a cornucopia, bowl, ears of corn or fruit basket as her attributes, or even a military standard. Her priests wore white robes, showing Fide’s connection to the supreme gods of heaven, Jupiter and Dius Fidius.

According to tradition, Rome’s second king, Numa Pompilius, instituted annual festivals in honor of Fides, and instituted that the chief priests (the three flamines maiores) were brought to the temple in a covered, vaulted chariot drawn by two horses. There they were to lead Fides with their heads covered and their right hands wrapped to the fingers, showing absolute devotion to Fides and symbolizing trust.

A signum (plural signa) was the field sign or the standard of Roman military units, especially the Roman legions. Especially the standard of the maniple was called signum. Originally in the form of a wooden hand on a pole, it was later supplemented with a vexillum (flag) on a crossbar, which in turn was accompanied by a metal plate bearing the name of the unit.

In addition, signum was the comprehensive name for all types of field symbols of the Roman army, in particular the aquila (legion eagle) and the vexilla (cloth field symbol) of the cohorts. All Roman insignia, with the exception of the aquilae (legion eagle), had disk-shaped awards received by the unit in question attached to the staff.

The soldiers of a manipel could gather around their standard in battle and thus did not lose touch with their comrades. Only the bravest soldiers were selected as signifers (standard bearers) for this task, so this was a special distinction. The signum was of particular importance for the commander, because in an open field battle it was difficult to keep track of what was happening and to recognize in good time where there were problems that required the intervention of other units as reinforcements.

Similar to a banner, the signum was probably also a source of motivation and the loss a sign of shame. In combat, therefore, the enemy’s standard was fought bitterly, while one’s own had to be defended at all costs.

The vexillum (plural vexilla) was a standard of the Roman army. The vexillum was the only Roman standard (signum) made of fabric and is therefore the forerunner of today’s banners and flags. The square piece of cloth hung from a crossbar that was attached to a carrying pole. The flag cloth was usually colored red and sometimes showed inscriptions and pictorial representations. The vexillum was carried by the vexillarius (also called vexillifer). However, members of a vexillatio were also referred to as vexillarii, as well as the veterans who did their reserve service (sub vexillo) after the end of their actual service period (sub aquila).

The vexillum was used by a variety of different units. On the one hand by the legionary cavalry (equites legionis) and auxiliary units, on the other hand also by temporary delegations (detachments), which were accordingly also called vexillatio. The vexillum was probably also one of the three main field symbols of the entire legion, alongside the legionary eagle (aquila) and imago. The vexillum also served as a signal flag or was given to high-ranking officers as a military decoration.

FIDES MILITVM addresses the loyalty of the soldiers – here Fides was given a vexillum as an attribute – as a sign of the individual cohort departments and thus of the soldiers. On another denarius in my collection (FIDES EXERCITVS, RIC 70e) we see Fides with an aquila (legion eagle) as depicted attribute and thus the symbol of the whole legion (loyalty of the legion).

Background:
Of all the Roman Emperors, Elagabalus was one of the most famous, or rather one of the most notorious, rulers of the Roman Empire. Almost all ancient sources accused and accused the emperor of all kinds of scandalous misconduct, corruption, cruelty, up to a series of sexual escapades. Elagabalus only managed to hold the emperor’s purple for a full four years before he was brutally murdered, dragged through the streets, and finally thrown into the Tiber.

As the case of the Elagabalus demonstrates, power does not equal invulnerability. Even rulers of the Roman world could quickly fall prey to disgruntled subjects – or worse still, disgruntled military officials. In other words, staying in power requires persuasion. To persuade, one must play roles to deceive. Emperor Augustus already knew that – the man who had worn so many masks in his life said goodbye to Suetonius with the words „If you liked the whole thing, now applaud our game and let us all leave with thanks“.

Evidently Elagabalus did not play his role properly or perhaps chose the wrong role. He failed, unlike Augustus, Traian, and other beloved predecessors, to persuade his subjects that he was the best man for the Roman throne. What strategies did the imperial administration use to sell Elagabalus to the Roman public? And why were these strategies ultimately unsuccessful?

After Macrinus was proclaimed emperor as successor to Caracalla, the history of the Roman Empire took off on May 16, 218 AD an unexpected twist. A fourteen-year-old boy by the name of Varius Avitus Bassanius was smuggled into the camp of Legio III Gallica, stationed at Raphanae in Syria, by his ambitious grandmother Iulia Maesa and his birth mother, Iulia Soaemias, who was just as ambitious. Young Varius was presented to the troops in the clothes Caracalla had worn as a child, and at dawn the ecstatic soldiers proclaimed him Emperor.

The proclamation as emperor must have been a severe shock for Macrinus, who resided in Antioch about 150 km away. Macrinus ordered the praetorian prefect Julianus to put down the rebellion, who then attacked the rebel camp. It was of no use, reports Cassius Dio, the seed was sown: “…they carried Avitus, whom they were already calling Marcus Aurelius Antoninus, around on the ramparts, showing some resemblance to Caracallus when [he] was a child, as she had a certain resemblance to the boy, while declaring that the latter was really the son of Caracallus and the only legitimate heir to the throne. Why are you doing this, comrades, they cried. Why do you fight so against your benefactor’s son?”

This passage is interesting for several reasons. First, the insurgent soldiers call Caracalla their „benefactor,“ revealing an important motive for the uprising. Caracalla had been an outspoken military emperor, spending most of his time with the soldiers on campaigns against the Germans and Parthians. He had also increased the soldiers‘ pay and granted them many privileges. Macrinus, on the other hand, had bought an ignominious truce from the Parthians, cutting wages and depriving the soldiers of some privileges granted by the Severans.

Second, young Varius was sold to the troops as the illegitimate son of Caracalla, and thus belonged to the Severan dynasty, popular with the military, while Macrinus was a usurper, unpopular with the Senate and legions. Whether the soldiers really believed this was Caracalla’s bastard son, or whether they just saw the story as a convenient excuse for rebellion, is ultimately irrelevant. Within weeks Macrinus was defeated and Elagabalus had seized the throne.

After the initial euphoria and the dwindling triumph of victory among the troops, something „tangible“ had to be offered in order not to be swallowed up by another up-and-coming usurper as well. Virtually unknown to the soldiers, Elagabalus had nothing to offer that made him special except a false dynastic claim.

The first coins minted by the new government bear the name of Marcus Aurelius Antoninus. With this name, Elagabalus not only emphasized his descent from Caracalla, but also associated himself with the „good“ emperors Antoninus Pius and Marcus Aurtelius. It is interesting to mention here an inscription which was erected by veterans of the colony of Sitiis in Mauritania Caesariensis. This dedicatory inscription traces the lineage of Elagabalus back to the first-century Emperor Nerva. Obviously, the veterans took pride in the dynastic continuity between their colony’s founder and the current emperor.

In the portraits, too, an attempt was made to strengthen Elagabalus‘ claim. The first early portraits of the young ruler show great similarities with the later portrait of Caracallas. The head, forehead and mouth are almost identical. In addition, both types of portrait wear a short military haircut, which in turn is intended to express the affiliation and solidarity with the troops.

Many of the coins minted by Elagabalus in 218-219 AD have military themes and bear legends such as MARS VICTOR, VICTORIA AVG and VICTORIA ANTONINI AVG. A new Caracalla had risen, a young energetic emperor who had swept away the usurper and would bring back the good days of his supposed father’s rule.

All legions, with their officers and soldiers, were unanimous in their unwavering loyalty to their new Emperor and Commander-in-Chief, as reflected in the following mintings with the coin legends FIDES EXERCITVS (Loyalty of the Army), FIDES MILITVM (Loyalty of the Soldiers) and CONCORDIA MILITVM (Unity of the soldiers) is expressed.

This propaganda was sorely needed, because the reality was by no means different. The position of the Elagabalus was highly unstable after defeating Macrinus and taking power. With Verus and Maximus, Cassius Dio describes an attempted unsuccessful revolt by two commanders of the Syrian legion. According to ancient sources, however, it was not just this one attempt. Another centurion attempted to stir up the Gallic legion, while there may also be unrest in the fourth legion, as well as parts of the Roman fleet stationed at Cyzicus.

Messages, such as on the coin featured here, that emphasized the loyalty and unity of the soldiers should therefore be viewed as wishful thinking, celebrating an ideal situation that did not actually exist. The reverses deliberately depict a false political-military situation in order to convey the image of a strong, confident emperor with unquestioned authority.

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