Marcus Aurelius Severus Antoninus Caracalla 211 bis 217 n.Chr.

Silber Denar Rom Marcus Aurelius Severus Antoninus Caracalla 210/213 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 210/213 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 19,4mm
Gewicht: 3,05g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Odysseus Numismatique, Montpellier
Referenz: RIC IV Caracalla 227

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete Büste des Caracalla mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: ANTONINVS PIVS AVG BRIT für Antoninus Pius Augustus Britannicus.

Geboren als Lucius Septimius Bassianus, erhielt er von seinem Vater um das Jahr 195/196 n.Chr. den Namen Marcus Aurelius Antoninus. Damit wurde er in das Kaisergeschlecht der Antonine aufgenommen und als fiktiver Enkel des Marcus Aurelius ausgegeben. Zur gleichen Zeit wurde ihm der Titel Caesar verliehen, womit er zum künftigen Kaiser designiert wurde. Im Jahr 197, spätestens jedoch 198 n.Chr. wurde er zum Augustus erhoben und mit den kaiserlichen Vollmachten ausgestattet. 

Nach den erfolgreichen Feldzügen gegen die Parther, erhielt er gegen 199 n.Chr. den Ehrentitel „Parthicus maximus“, welcher dann ab 200 n.Chr. auch auf Münzen erscheint. Im Jahr 208 n.Chr. zog die gesamte Kaiserfamilie unter Septimius Severus nach Britannien, um militärisch gegen die Kaledonier und Mäaten weit im Norden Schottlands vorzugehen. Nach dem siegreichen Feldzug führte Caracalla ab 210 n.Chr. den Siegernamen „Britannicus maximus“, den auch sein Vater und sein Bruder annahmen.

Den Siegernamen „Germanicus maximus“ führte Caracalla seit 208 oder 213 n.Chr. Laut einer Publikation von Dr. Werner Robl, kam es bereits auf dem Weg nach Britannien im Jahr 208 n.Chr. zu einer Expedition nach Germanien. Um die sich gegenseitig verhassten Brüder Caracalla und Geta zu trennen, soll Iulia Domna ihren Sohn zur Visitationsreise an den obergermanischen und rätischen Limes geschickt haben. Es kam allerdings zu keinem Krieg, wohl aber die formale Unterwerfung des einen oder anderen Stammes unter die Herrschaft der Römer, was den jungen Caracalla zur Behauptung eines Sieges über die Germanen und zu jenem frühen Scheintitel „Germanicus maximus“ veranlasste. 

Eine zweite Erklärung bietet das Jahr 213 n.Chr. an. Im Sommer dieses Jahres war er in Germanien über den rätischen Limes gegen die Alemannen zu Felde gezogen und hatte schließlich eine erfolgreiche Schlacht mit ihnen am Mainfluss geschlagen. Sein Verhalten zum Feind war jedoch gekennzeichnet durch Verrat und Brutalität. So hatte er die alemannische Jugend aufgerufen unter seinen Fahnen mitzukämpfen und sie dann grausam ermorden lassen. Anschließende Kämpfe scheinen jedoch weniger günstig verlaufen zu sein, denn er sah sich zu Zahlungen an germanische Gruppen veranlasst. Insgesamt gesehen war sein Vorgehen aber offenbar erfolgreich, denn die Lage an der Nordgrenze blieb für zwei Jahrzehnte stabil. 

Allerdings soll Caracalla von den Arvalbrüdern in Rom, einer Priesterschaft in Staatsdiensten, bereits am 17. Mai 213 n.Chr. als „Germanicus maximus“ öffentlich ausgerufen worden sein. Das wären geschlagene drei Monate vor dem mit seinem Namen verbundenen Kampfereignis im Spätsommer desselben Jahres. Wann er den Titel inoffiziell oder offiziell getragen hatte, wird daher noch kontrovers diskutiert. Auf Münzen erscheint der Ehrentitel erstmals ab dem Jahr 213 n.Chr.

Die Beinamen Pius und Felix erscheinen zum ersten Mal offiziell am 1. April 200 n.Chr. und werden meist zwischen dem Namen Antoninus und dem Titel Augustus gestellt. Dabei fehlt der Titel Felix bis 211/212 n.Chr. öfters, so dass in der ersten Zeit Pius allein in der Titulatur vorkommt. Auf Münzprägungen erscheint Pius seit 201 n.Chr. das erste Mal, während Felix erst seit 213 n.Chr. in der Legende zu lesen ist.

Als „Princeps iuventutis“ wurde er meist nur zu Lebzeiten seines Vaters bezeichnet. Die tribunicia potestas erhielt Caracalla im Jahr 198 n.Chr. erstmalig. Das erste Amt des Consulats begleitete er im Jahr 202 n.Chr. Pater Patriae ist nachweisbar seit dem Jahr 205 n.Chr. Den Titel Imperator II erhielt er gegen 207/208 n.Chr. und dann im Jahr 213 n.Chr. als Imperator III. Den Titel „Pontifex Maximus“ trug er richtigerweise erst nach dem Tod seines Vaters Septimius Severus, aber irrtümlich oder aus Schmeichelei wurde er auch schon früher so genannt. Eigentlich war er vor dem Jahr 211 n.Chr. nur Pontifex.

Als Alleinherrscher und Kaiser führte er den Namen Marcus Aurelius Severus Antoninus. Caracalla (richtig eigentlich Caracallus) war ein Spitzname, den er vermutlich ab 208 oder 213 n.Chr. nach einem langen Kapuzenmantel erhielt und in Rom einführte. Dabei handelte es sich um eine vom Kaiser persönlich entworfene modifizierte Luxusausführung eines germanischen oder keltischen Kleidungsstücks. Ein weiterer Spitzname, den Cassius Dio überliefert, war Tarautas. Unter diesem Namen war ein kleinwüchsiger, hässlicher und brutaler Gladiator bekannt, der offenbar ähnlich wie der Kaiser aussah, zumindest nach der Ansicht von dessen Gegnern.

Von Caracalla sind vier Porträttypen bekannt. Sie unterscheiden sich so deutlich, dass ihr Einsetzen mit Hilfe der datierten Münzen genau bestimmt werden kann. Ein erster Typus entstand 196 n.Chr. Unverkennbar ist das jugendlich-lockenköpfige Porträt dem des jungen Marc Aurel nachgebildet. Der Typus entstand zur gleichen Zeit wie ein Porträttypus des Septimius Severus, dessen Gestaltung sich an den letzten Porträttypus des Marc Aurel anlehnt. Die Porträts von Vater und Sohn sollten die behauptete Abstammung aus dem Hause der Antoninen vor Augen führen, die auch in Caracallas neuem Namen zum Ausdruck kam. Von diesem Typus gab es Neuauflagen mit erwachsener werdenden Proportionen.

Im Jahr 204 n.Chr. wurden für Caracalla und Geta neue Bildnistypen geschaffen. Beide trugen nun das kurzgeschorene Haar, das in der Folge im 3. Jahrhundert n.Chr. zur führenden Frisurenmode wurde. Merkwürdigerweise sind die Typen der beiden Brüder einander so ähnlich, dass man sie nicht zuverlässig auseinanderhalten kann. Für beide gab es verschiedene Neuauflagen, die das Älterwerden durch zunehmenden Bartwuchs anzeigten. Auch die Porträts aus dem Jahr der gemeinsamen Regierung 211/12 n.Chr. entsprechen diesen Typen und zeigen beide mit kurzem Vollbart.

Mit dem Gewinn der Alleinherrschaft 212 n.Chr. gestaltete Caracalla sein Porträt völlig neu. Der Kopf ist scharf zur linken Seite gewendet, und die Stirn des massiven Gesichts so kräftig zusammengezogen, dass der Betrachter schwanken kann, ob er in eine Miene höchster Anstrengung oder höchsten Zornes blickt. Caracalla trägt in diesem Porträt eine kurze Lockenfrisur und einen kurzgelockten Bart. Zu diesem Entwurf gehörte die Erfindung eines neuen kurzen Panzerbüstentypus, in dessen straff zur Seite gezogenem Mantel sich die starke Bewegung des Kopfes spiegelt.

Für die Interpretation dieses merkwürdigen Porträts ist es wichtig zu sehen, dass der Kaiser die extreme Inszenierung seiner selbst schon nach wenigen Jahren wieder zurückgenommen hat. In einem 215 n.Chr. geschaffenen Typus wurden die Haltung des Kopfes und die Mimik des Gesichts beruhigt, und Caracalla trägt wieder das kurze Haar, das nun üblich wurde. In einem vermutlich postumen Typus wurde die heftige Mimik des Typus von 212 n.Chr. wieder aufgenommen − man wüsste gern weshalb.

Die extreme Mimik des Porträttypus von 212 n.Chr. muss auch den Zeitgenossen aufgefallen sein. Das zeigen Bemerkungen in der antiken Literatur, die diese Mimik allerdings der Person zuschreiben. Der Zeitgenosse Dio Cassius berichtet, ein Spaßmacher habe gesagt, Caracalla sehe aus, als sei er wütend, weil er sich leidenschaftlich (thymoeidesteron) zu geben pflegte (Dio 78,11). Und in der spätantiken Historia Augusta heißt es, der Kaiser sei als Kind nett gewesen, später aber sei er ‚restrictior, gravior, vultu etiam truculentior, … im Gesichtsausdruck finster‘ geworden (SHA Caracalla 2,4).

Im Hintergrund der merkwürdigen Stilisierung muss vor allem die offenbar besonders ausgeprägte Neigung Caracallas zum Heer und zum Soldatenleben gestanden haben. Er war angeblich keine gute Führungspersönlichkeit, liebte es aber, das Leben der Soldaten zu teilen und wurde dafür von ihnen geliebt. Auch der schon antike Spitzname Caracalla leitet sich von einem bestimmten Soldatenmantel her, den er gern trug. In diesem Sinne könnte der Bildnistypus Kraft, Energie und Einsatzbereitschaft ausgedrückt haben. Ein Bekenntnis zum Heer wäre 212 n.Chr. sehr passend gewesen, denn nach dem Mord an seinem Bruder soll Caracalla sich dorthin geflüchtet haben, als seine Hauptstütze. Vielfach wird außerdem von Caracallas zunehmender Schwärmerei für Alexander dem Großen berichtet. Er soll sogar Doppelhermen mit seinem Bildnis und dem des legendären Makedonen errichtet haben. Für einen Bezug auf Alexander im Porträt, wie ihn andere römische Kaiser gesucht haben, gibt es jedoch keinen Anhaltspunkt.

Revers:
Zu sehen ist die Göttin Providentia mit Szepter (oder Hasta Pura) nach links stehend und mit einem kurzen Stab in der rechten Hand auf einen Globus zeigend. Die Inschrift lautet: PROVIDENTIAE DEORVM für Providentia Deorum (Voraussicht der Götter).

Providentia war eine römische Göttin, die nur aus Inschriften oder von Münzen her in zweifacher Bedeutung bekannt ist. Sie ist die Verkörperung der über dem Kaiser waltenden göttlichen Vorsehung und der Fürsorge des Herrschers bzw. des Kaisers für Rom und für die Römer. Als Frauengestalt wurde sie auf der Rückseite römischer Münzen mit Ähren, Cornucopia (Füllhorn), Szepter oder zur Erde richtungsweisendem kurzem Stab dargestellt.

[…]Providentia durch welches Wort bald die göttliche Vorsehung bald die menschliche Vorsicht und Fürsorge bezeichnet wird, beides zum Lobe der Kaiser. Bald ist nehmlich von der Providentia Deorum in dem Sinne der Vorsehung die Rede, welche den Kaisern die Herrschaft verliehen, indem sie ihnen das Scepter oder die Weltkugel überreicht oder durch einen Adler aus der Höhe sendet, so dass man diese Idee etwa in die Kaiser von Gottes Gnaden nach unserm Sprachgebrauch übersetzen könnte. Bald ist es die Providentia Augusta oder Augustorum oder auch die einzelner Kaiser z. B. Divi Caesaris, Ti. Caesaris, Divi Titi u. A., welche durch Münzen, Inschriften und andre Denkmäler gefeiert wird, in welchen Fällen also die Fürsorge, der noch regierenden oder schon consecrirten Kaiser für Rom und die Römer durch ein weises oder strenges Regiment oder auch ganz materiell durch Zufuhr von Getreide u. dgl. zu verstehen ist.

Ludwig Preller, Römische Mythologie, Providentia

Die Hasta pura (reine Lanze), auch hasta donatica (Ehrenlanze) genannt, war eine der ersten bekannten Auszeichnungen des römischen Militärs an seine Soldaten. Es handelte sich dabei um einen Speer, anfangs vermutlich aus Holz ohne Metallspitze, den man sich ursprünglich (in der frühen und mittleren Republik) verdiente, wenn man einen Feind außerhalb des befohlenen Kampfes tötete. In der Zeit des Prinzipats konnte die Spitze der Hasta auch aus Silber oder Gold gefertigt sein, und die Auszeichnung wurde aufgrund unterschiedlicher Anlässe (nicht immer militärische) verliehen.

Schon in spätrepublikanischer Zeit wurde die Hasta pura in der Regel nur höheren Offiziersrängen (vom Primus Pilus aufwärts) verliehen. In der Zeit zuvor konnte sie auch ein einfacher Soldat erhalten. Allerdings gibt es auch Quellen, welche von einer Vergabe an Zivilisten berichten. In der Zeit seit dem Kaiser Claudius wird sie das typische Zeichen der Militärdienste leistenden Ritterschaft. Nach 217 n.Chr. verschwindet die Hasta aus den Inschriftenquellen.

Die Hasta Pura war eines der Insignien der Götter und der Kaiser und Augusta nach ihrer Apotheose, was bedeutete, dass sie zu Objekten der Anbetung geworden waren. Es findet sich oft in den Händen weiblicher Götter und Personifizierungen, insbesondere Pax.

Hintergrund:
Providentia, die vorausschauende Fürsorge gehörte, wie zum Beispiel concordia oder fides, zu den Qualitätsbegriffen eines Staatsmannes der römischen Republik (Cicero ad Q. fr. 1,1,31; rep. 6,1 2,5). Erst später jedoch in der Kaiserzeit wurde sie in Verbindung mit der Person des Kaisers als Kaisertugend im Sinne des Herrscherkultes als göttlich empfunden, personifiziert und verehrt. Frühestes Zeugnis des Providentia Kults ist der Altar der Providentiae Augusta in der Nähe der Ara Pacis Augustae. Dieser bestand sicher 19 n.Chr. evtl. schon 14 n.Chr. in Rom. Sie galt einerseits als vorausschauende Fürsorge des Kaisers über Rom und die Römer (Providentiae Augusta), andererseits als die Vorsehung der Götter über den Kaiser (Providentiae deorum).

Ein Generations- und Zeitenwechsel kündigte sich an oder war bereits vollzogen. Septimius Severus, obwohl bereits von Krankheit gezeichnet, machte sich mit der gesamten Kaiserfamilie 208 n.Chr. auf den Weg nach Britannien, damit seine Söhne die erforderlichen militärischen Erfolge feiern konnten um so den nötigen Rückhalt in Rom, aber vor allem bei den Legionen zu erhalten. Bereits 210 n.Chr. war der Kaiser nicht mehr in der Lage den Feldzug an der Spitze der Truppen zu führen, so dass sein Sohn und designierter Nachfolger Caracalla das Oberkommando übernahm und weiter in den Norden Schottlands führte. 

Am 04. Februar 211 n.Chr. starb der Kaiser in Eboracum (York), sein Sohn Caracalla wurde sein Nachfolger und die Familie kehrte nach Rom zurück. In diesem historischen Kontext steht die Prägung dieser Denare im Zeitraum 210-213 n.Chr. Die Nachfolge war mitnichten reine Formsache, die Unterstützung des Senates und der Legionen keineswegs gesichert. 

Mit dieser Prägung wird daher die göttliche Vorhersehung für den neuen Kaiser Caracalla propagandiert. Die Symbolik der Providentia, welche mit dem Stab auf die Weltkugel zeigt, soll zudem die Macht und Weisheit des Kaisers markieren, welcher von nun an die römische Welt regierte.

Aus meiner Sicht wurde dieser Denartyp nach dem Tod des Septimius Severus geprägt und nicht bereits ab 210 n.Chr. Ein weiterer Providentia Denar zu Lebzeiten des Severus aus dem Jahr 200/201 n.Chr. (RIC IV Septimius Severus 166) ehrt beide Augusti mit der Göttin und der Legende PROVID AVGG auf der Rückseite. Auf dem hier vorgestellten Denartyp jedoch hebt sich Caracalla allein hervor, so dass ich denke, dass Severus bereits verstorben war und dass es sich hier um die Propaganda des neu ernannten Kaisers handelte.

Quellen:
* Wikipedia: Septimius Severus
* Wikipedia: Caracalla
* Wikipedia: Providentia
* Wikipedia: Hasta Pura
* Der Kleine Pauly: Providentia
* Peter Robert Franke, Ilse Paar: die antiken Münzen der Sammlung Heynen
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser
* Dr. Werner Robl: Der Ehekamm auf dem Gödenacker bei Berching, Schauplatz der Caracalla-Expedition des Jahres 213 n.Chr.

Obverse:
You can see the right-facing bust of Caracalla with a laurel wreath. The inscription reads: ANTONINVS PIVS AVG BRIT for Antoninus Pius Augustus Britannicus.

Born as Lucius Septimius Bassianus, he received from his father around the year 195/196 AD the name of Marcus Aurelius Antoninus. He was thus accepted into the imperial family of the Antonines and issued as the fictitious grandson of Marcus Aurelius. At the same time he was given the title of Caesar, designating him as the future emperor. In the year 197, but no later than 198 AD he was promoted to Augustus and endowed with imperial powers.

After the successful campaigns against the Parthians, he received around 199 AD the honorary title „Parthicus maximus“, which then from 200 AD also appears on coins. In the year 208 AD moved the entire imperial family under Septimius Severus to Britain to take military action against the Caledonians and Maatians in the far north of Scotland. After the victorious campaign, Caracalla led from 210 AD the winning name „Britannicus maximus“, which his father and brother also adopted.

Caracalla used the victor’s name „Germanicus maximus“ from 208 or 213 AD. According to a publication by Dr. Werner Robl, it came on the way to Britain in 208 AD for an expedition to Germania. In order to separate the mutually hated brothers Caracalla and Geta, Iulia Domna is said to have sent her son on a visitation trip to the Upper Germanic and Rhaetian Limes. However, there was no war, but the formal submission of one or the other tribe under Roman rule, which prompted the young Caracalla to claim a victory over the Germans and to that early pseudo-title „Germanicus maximus“.

The year 213 AD offers a second explanation. at. In the summer of that year he campaigned in Germania across the Rhaetian Limes against the Alemanni and finally fought a successful battle with them on the Main River. However, his attitude towards the enemy was marked by treachery and brutality. So he called on the Alemannic youth to fight under his banner and then had them cruelly murdered. Subsequent battles, however, seem to have gone less favorably, for he felt compelled to make payments to Germanic groups. Overall, however, his approach was apparently successful, as the situation on the northern border remained stable for two decades.

Caracalla was probably by the Arvalbrothers in Rome, a priesthood in civil service, as early as May 17, 213 AD publicly proclaimed as „Germanicus maximus“. That would be a full three months before the battle event associated with his name in late summer of the same year. When he had unofficially or officially borne the title is therefore still a matter of controversy. The title first appears on coins from the year 213 AD.

The epithets Pius and Felix appear officially for the first time on April 1, 200 AD and are usually placed between the name Antoninus and the title Augustus. The title Felix is missing until 211/212 AD often, so that initially Pius appears alone in the title. Pius has appeared on coinage since 201 AD the first time, while Felix only since 213 AD can be read in the legend.

He was usually only referred to as „Princeps iuventutis“ during his father’s lifetime. Caracalla received the tribunicia potestas in 198 AD first time. He accompanied the first office of consulship in 202 AD. Pater Patriae is verifiable since the year 205 AD. He received the title Imperator II around 207/208 AD and then in 213 AD as Emperor III. He correctly bore the title „Pontifex Maximus“ only after the death of his father Septimius Severus, but he was also called that earlier, either by mistake or out of flattery. Actually he was before the year 211 AD only pontifex.

As sole ruler and emperor, he bore the name Marcus Aurelius Severus Antoninus. Caracalla (actually Caracallus) was a nickname he probably used from 208 or 213 AD received after a long hooded cloak and introduced in Rome. This was a modified luxury version of a Germanic or Celtic garment personally designed by the emperor. Another nickname given to Dio by Cassius was Tarautas. By this name was known a short, ugly, and brutal gladiator who apparently looked similar to the emperor, at least according to his opponents.

Four types of portraits of Caracalla are known. They differ so clearly that their use can be precisely determined with the help of the dated coins. A first type emerged in 196 AD. The youthful, curly-headed portrait is unmistakably based on that of the young Marc Aurel. The type was created at the same time as a portrait type of Septimius Severus, the design of which is based on the last portrait type of Marc Aurel. The portraits of father and son were intended to demonstrate the alleged descent from the house of the Antonines, which was also reflected in Caracalla’s new name. There were new editions of this type with growing proportions.

In the year 204 AD new types of portraits were created for Caracalla and Geta. Both now wore the short-cropped hair that subsequently became popular in the 3rd century AD became the leading hairstyle fashion. Oddly enough, the types of the two brothers are so similar that one cannot reliably tell them apart. There were various new editions for both, which indicated aging through increasing beard growth. The portraits from the year of the joint government 211/12 AD correspond to these types and both show a short full beard.

With the gain of sole rule in 212 AD Caracalla completely redesigned his portrait. The head is turned sharply to the left, and the forehead of the massive face is drawn together so violently that the viewer can vacillate between looking into an expression of supreme exertion or supreme anger. Caracalla wears a short curly hairstyle and a short-curled beard in this portrait. Part of this design was the invention of a new type of short armored bust, in whose cloak pulled tightly to one side the strong movement of the head is reflected.

For the interpretation of this strange portrait, it is important to see that the emperor took back the extreme staging of himself after just a few years. In a 215 AD in the type created, the pose of the head and the facial expressions were calmed, and Caracalla once again wore the short hair that was now customary. In a presumably posthumous type, the violent facial expressions of the type of 212 AD were used. resumed – one would like to know why.

The extreme facial expressions of the portrait type from 212 AD must also have caught the eye of his contemporaries. This is shown by comments in ancient literature, which, however, attribute these facial expressions to the person. The contemporary Dio Cassius reports that a jester said that Caracalla looked angry because he used to give himself passionately (thymoeidesterone) (Dio 78:11). And in the late antique Historia Augusta it says that the emperor was nice as a child, but later he became ‚restrictior, gravior, vultu etiam truculentior, … in facial expression dark‘ (SHA Caracalla 2,4).

In the background of the strange stylization, above all, must have been Caracalla’s particularly pronounced inclination towards the army and the life of a soldier. He was said not to be a good leader, but loved sharing the lives of the soldiers and was loved by them for it. The ancient nickname Caracalla also derives from a certain soldier’s coat that he liked to wear. In this sense, the portrait type could have expressed strength, energy and commitment. A commitment to the army would be 212 AD very appropriate, since after the murder of his brother, Caracalla is said to have taken refuge there as his mainstay. Caracalla’s growing infatuation with Alexander the Great is also widely reported. He is said to have erected double herms with his portrait and that of the legendary Macedonian. However, there is no evidence of a reference to Alexander in the portrait, as other Roman emperors sought.

Reverse:
The goddess Providentia is shown standing left with a scepter (or Hasta Pura) and holding a short staff in her right hand, pointing to a globe. The inscription reads: PROVIDENTIAE DEORVM for Providentia Deorum (Foresight of the Gods).

Providentia was a Roman goddess whose double meaning is known only from inscriptions or from coins. She is the embodiment of divine providence over the emperor and of the ruler’s or emperor’s care for Rome and for the Romans. As a female figure, she was depicted on the reverse of Roman coins with ears of corn, cornucopia, scepter or a short staff pointing towards the earth.

[…]Providentia, by which word now divine providence is now signified, now human prudence and care, both in praise of the emperors. Soon there is talk of the Providentia Deorum in the sense of Providence, which gave the emperors rule by handing them the scepter or the globe or by sending them an eagle from on high, so that this idea can be found in the emperors of could translate God’s Grace into our language. Soon it is the Providentia Augusta or Augustorum or also that of individual emperors, e.g. B. Divi Caesaris, Ti. Caesaris, Divi Titi, etc., which is celebrated by coins, inscriptions and other monuments, in which cases the care of the still reigning or already consecrated emperors for Rome and the Romans by a wise or strict rule or also to be understood quite materially through the supply of grain and the like.

Ludwig Preller, Roman Mythology, Providentia

The hasta pura (pure lance), also called hasta donatica (lance of honor), was one of the first known awards of the Roman military to its soldiers. It was a spear, initially probably wooden with no metal tip, that was originally earned (in the early and middle Republic) by killing an enemy outside of the commanded combat. In the time of the Principate, the tip of the hasta could also be made of silver or gold, and the award was given for different occasions (not always military ones).

Even in the late Republican period, the hasta pura was generally only awarded to higher officer ranks (from the primus pilus upwards). In the past, they could also be obtained by a simple soldier. However, there are also sources that report an award to civilians. Since the time of Emperor Claudius, it has become the typical sign of knighthood performing military service. After 217 AD the hasta disappears from the sources of inscriptions.

The Hasta Pura was one of the insignia of the gods and the Emperors and Augusta after their apotheosis, meaning they had become objects of worship. It is often found in the hands of female gods and personifications, especially Pax

Background:
Providentia, the foresighted care, belonged, like for example concordia or fides, to the quality concepts of a statesman of the Roman Republic (Cicero ad Q. fr. 1,1,31; rep. 6,1 2,5). Only later, however, in the imperial period, was it perceived as divine, personified and worshiped in connection with the person of the emperor as an imperial virtue in the sense of the ruler cult. The earliest evidence of the Providentia cult is the altar of the Providentiae Augusta near the Ara Pacis Augustae. This certainly existed in 19 AD possibly as early as 14 AD in Rome. On the one hand, it was seen as the anticipatory care of the emperor over Rome and the Romans (Providentiae Augusta), on the other hand as the providence of the gods over the emperor (Providentiae deorum).

A change of generations and times was announced or had already taken place. Septimius Severus, although already ill, set out with the entire imperial family in 208 AD on the way to Britain so that his sons could celebrate the necessary military successes in order to receive the necessary support in Rome, but above all from the legions. Already 210 AD the emperor was no longer able to lead the campaign at the head of the troops, so that his son and designated successor Caracalla took over the supreme command and led further into the north of Scotland.

On February 04, 211 AD the emperor died in Eboracum (York), his son Caracalla succeeded him and the family returned to Rome. The minting of these denarii in the period 210-213 AD is in this historical context. The successor was by no means a mere formality, and the support of the Senate and the legions was by no means assured.

With this stamp, therefore, the divine providence for the new Emperor Caracalla is propagated. The symbolism of the Providentia, which points to the globe with the staff, is also intended to mark the power and wisdom of the emperor, who from then on ruled the Roman world.

From my point of view this type of denarius was minted after the death of Septimius Severus and not already from 210 AD. Another Providentia denarius from the lifetime of Severus from the year 200/201 AD (RIC IV Septimius Severus 166) honors both Augusti with the goddess and the legend PROVID AVGG on the reverse. However, on the denarius type presented here Caracalla stands out alone, so I think that Severus was already deceased and that this was the propaganda of the newly appointed emperor.

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