Lucius Septimius Severus Pertinax 193 bis 211 n.Chr.

Silber Denar Laodicea Lucius Septimius Severus Pertinax 198/202 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 198/202 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 18mm
Gewicht: 2,81g
Münzstätte: Laodicea ad Mare, Syria
Provenienz: Pavlou Numismatist, London
Referenz: RIC IV Septimius Severus 501

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete Büste des Septimius Severus mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: L SEPT SEV AVG IMP XI PART MAX für Lucius Septimius Severus Augustus Imperator (zum elften Male) Parthicus Maximus.

Nach der Ermordung von Commodus Nachfolger Pertinax in Rom am 28. März 193 n.Chr. nutzte Lucius Septimius Severus die sich bietende Chance und ließ sich zwischen dem 09. und 15. April 193 n.Chr. von den pannonischen Truppen in Carnuntum zum Kaiser und damit zum Augustus ausrufen. Wahrscheinlich spielte die stationierte Legio XIV gemina eine besondere Rolle, da Severus allein für diese Legion zur Ehre auch Goldmünzen schlagen ließ. Wie bereits erwähnt, soll die Ausrufung zum Kaiser zwischen dem 09. Und 15. April erfolgt sein. Letzteres Datum könnte einen abergläubischen oder auch religiösen Hintergrund haben. So soll er die drei Tage von seinem Geburtstag (11. April) an bis zur Proklamation im Glauben an die glückbringende Wirkung der Dreizahl gewartet haben.

Seit dem Jahr 195 n.Chr. nannte sich Septimius Severus in der offiziellen Titulatur der Militärdiplome, in der Mehrzahl der Inschriften und Münzen, in dem er nicht aus bloßer Eitelkeit, sondern zur Einführung der göttlichen Verehrung des Kaiserhauses im Staate seine Adoption durch Marcus Aurelius offiziell verkündete: imperatoris Caesaris divi Marcus Antonini Pii Sarmatici Germanici filius, divi Commodi frater, divi Antonini Pii nepos, divi Hadriani pronepos, divi Traiani Parthici abnepos, divi Nervae adnepos Lucius Septimius Severus Pius Pertinax Augustus. Vor dem Jahr 195 n.Chr. fehlen die Bezeichnungen Pius und Pertinax ausnahmslos in der Titulatur.

Anfang 194 n.Chr. besiegte Septimius Severus seinen Rivalen Pescennius Niger bei Kyzikos, dann entscheidend am 31. März bei Issos. Anschließend verlor dieser auf der Flucht zu den Parthern seinen Kopf und damit sein Leben. Nun konnte sich Severus weiter dem Osten zuwenden. Im Jahr 195 n.Chr. (vor dem 28. August) erfolgte die dreimalige Annahme des Imperatorentitels durch die Siege über Osroene, Arabien und Adiabene. Der römische Senat zeichnete daraufhin Severus durch die Ehrennamen Adiabenicus, Arabicus und Parthicus aus, welche sich auf zahlreichen Münzen und Inschriften in den verschiedensten Kombinationen, wie PART ARAB und PART ADIAB, finden lassen. Die Verleihung des Titels Parthicus ist jedoch insofern merkwürdig, da doch Severus gar keinen Zug gegen die Parther unternommen hatte, und nur so zu verstehen ist, dass die Adiabener und mesopotamischen Araber Vasallen der Parther gewesen sind.

Im Herbst 197 n.Chr. unternahm der Kaiser seinen zweiten Feldzug gegen die Parther und Mesopotamien. Dabei eroberte er unter anderem Babylon, Seleukeia und Ktesiphon. Mit der Belagerung von Hatra scheiterte Septimius Severus jedoch zweimal, so dass später Friedensbedingungen ausgehandelt werden mussten. Durch den insgesamt erfolgreichen Feldzug nahm Septimius Severus Anfang des Jahres 198 n.Chr. den Beinamen „Parthicus Maximus“ an, welcher auch auf Münzen mit der Titulatur „PART MAX“ geprägt wurde. Diesen Titel hatte vor ihm nur Traian getragen, an dessen militärische Erfolge und Größe Septimius erinnern und somit für sich propagandieren wollte.

Im selben Jahr erhielt Septimius die elfte Akklamation zum Imperator durch den siegreichen Abschluss des Parther Feldzuges. Als Imperator bezeichnete man in der Römischen Republik ursprünglich den Träger einer militärischen Gewalt (imperium). Ab dem späten 3. Jahrhundert v.Chr. (Scipio Africanus) aber wurde die Bezeichnung zunehmend speziell für einen militärischen Kommandeur verwendet, den seine Soldaten nach einem Sieg zum Imperator ausgerufen hatten (Akklamation). Bei einem militärischen Erfolg ihrer Legionen erhielten die Kaiser, auch wenn sie persönlich nicht beteiligt waren, weiterhin die imperatorische Akklamation, die mit ihrer Zählung ebenfalls in der Titulatur erschien.

Den Titel Pius findet man, wie bei seinem Sohn Caracalla, das erste Mal 201 n.Chr. auf den Münzen des Septimius Severus. Der Titel Felix erscheint zwar offiziell, wie zum Beispiel auf dem berühmten Triumphbogen des Septimius Severus, auf Münzen sucht man ihn jedoch vergebens. Einer seiner letzten Ehrentitel erhielt der Kaiser neben Caracalla und seinem zweiten Sohn Geta im Jahr 210 n.Chr. durch die erfolgreichen Feldzüge in Britannien gegen die Kaledonier und Mäaten. Der vergebene Ehrentitel Britannicus findet sich ab diesem Zeitpunkt bis zum Ende der Münzprägung für Septimius Severus auf einigen Münzen mit der Legendeninschrift BRIT wieder.

Von Septimius Severus sind vier Bildnistypen überliefert. In der Gestaltung der beiden ersten ist eine klare Programmatik zu erkennen, anders als bei den beiden folgenden. Der erste Typus ist bis ins Jahr 196 n.Chr. gültig. Septimius Severus ist hier mit kräftig-gedrungenem Gesicht, leichten Gesichtsfalten und kürzerem, durch Bohrungen aufgelockertem Haar und Bart wiedergegeben. In seinem Erscheinungsbild ist er kaum von dem hier auf Clodius Albinus bezogenen Bildnis zu unterscheiden. Sicher war die Ähnlichkeit beabsichtigt und die Bildaussage dieselbe. Zugleich wurde die allzu enge Anlehnung an die überfeinerte Tradition der Antoninen gemieden, wie sie Didius Julianus vertreten hatte.

Dann aber, in der schwelenden Auseinandersetzung mit Clodius Albinus und den damit einhergehenden Legitimationsproblemen, suchte Severus symbolisch den Rückhalt im antoninischen Kaiserhaus. Seit 195 n.Chr. propagierte er seine Abstammung von den Antoninen bzw. seine Adoption in dieses Kaiserhaus. Haar und Bart sind bei diesem Typus wesentlich üppiger und länger als vorher. Das Haar wölbt sich an den Schläfen in großen Schwüngen nach außen, nur in der Mitte sitzen einige kleine kurze Locken. Alle Falten sind aus dem Gesicht getilgt. Bis auf die kurzen Locken in der Stirnmitte sind damit die charakteristischen Züge des letzten Typus des Marc Aurel wiederholt. Auf den Münzen ist der Typenwandel im Jahr 196/197 n.Chr. zu beobachten.

Ein neuer Bildnistypus des Kaisers, der nur wenige Jahre später entstand, ist aus dem Typus des Jahres 196/197 n.Chr. entwickelt, mit einer auffallenden Veränderung. An die Stelle der kurzen Löckchen in der Stirnmitte treten vier lang herabhängende Locken. Diese können gewellt sein, es können aber auch richtige Korkenzieherlocken sein. Dieser Typus ist seit ca. 200 n.Chr. auf Münzen gut erkennbar. Die Forschung hat in den Stirnlocken lange eine Nachahmung der Stirnlocken des graeco-ägyptischen Gottes Sarapis sehen wollen. Deshalb wird der Typus gern als „Sarapistypus“ bezeichnet. Septimius soll den Gott auf einer Reise nach Ägypten in den Jahren um 200 n.Chr. besonders schätzen gelernt haben, sein Sohn Caracalla hat ihm später in Rom einen aufwendigen Tempel errichtet. Doch ist diese Vermutung inzwischen mit guten Gründen in Frage gestellt und vorgeschlagen worden, in der Frisur eine auch sonst verbreitete Modefrisur zu sehen.

In einem späteren Typus, der auf dem nach 204 n.Chr. zu datierenden Ehrenbogen für Septimius Severus in seiner Heimat Leptis Magna erscheint, hat Septimius Severus einen längeren, aber weniger voluminösen Bart und sehr kurz geschnittenes Haar, das zungenförmig ins Gesicht gekämmt ist und dem Kopf eng anliegt. Nach den retardierenden Rückgriffen auf die antoninische Tradition scheint Severus sich damit der schon lange beliebten und programmatisch von seinen Söhnen getragenen Kurzhaarmode der Zeit anzunähern.

Revers:
Zu sehen ist die nach links stehende Personifikation der Annona. Der rechte Fuß ist auf einem Schiffsbug abgestützt, in der linken Hand hält sie ein Cornucopia (Füllhorn) und in der rechten Hand Kornähren. Die Inschrift lautet: ANNONAE AVGG für Annonae Augustorum (die Getreideversorgung der Kaiser).

Annona stellte die römische Personifikation des segenspendenden Jahresertrages bei Lebensmitteln, allen voran des Getreides, dar. Der Name leitet sich von lat. annus (Jahr) her und meint damit den jährlichen Ertrag nicht nur direkt von Feldfrüchten (Getreide), sondern auch von Veredelungen (z.B. Wein) oder tierischen Produkten (etwa Milch). Im weiteren beinhaltete annona auch die über das Meer erfolgten Getreidelieferungen (speziell nach Rom, aber auch an andere Städte) und ganz im Sinne einer entwickelten Wirtschaft den gerechten Marktpreis. Dieser bedurfte abgesehen vom Mechanismus von Angebot und Nachfrage einer besonderen cura (Fürsorge) der Regierenden (in der Republik der Aedilen, später der Kaiser), damit die Grundversorgung gewährleistet blieb. In der Spätantike erlangte neben der annona civica (Getreideversorgung der Städte und Provinzen) auch die annona militaris an Bedeutung, bei der es um die Naturalversorgung der Armee und der Beamten ging.

Als Personifikation erschien sie gerne auf Münzen von Nero bis Carus, in der eine ausreichende Versorgung der stadtrömischen Bevölkerung mit Lebensmittel eben eine der wichtigsten Aufgaben der Kaiser war. Demzufolge eignete sie sich besonders für Propagandazwecke auf Münzen. In religiösem Handeln wandte man sich an Annona um reichen Ertrag, den sicheren Transport der Ernte und den erwähnten gerechten Preis.

Von der Gestalt her dachte man sich Annona als weibliche Person mit langem Kleid, jedoch mit entblößtem rechtem Arm und Schulter. In ihrer rechten Hand hielt sie ein Ährenbündel, in ihrer Linken ein Füllhorn. Hinzu konnten noch ein modius (Getreidemessscheffel), Fruchtkorb (wenn es nicht vordergründig um Getreide ging), Anker, Rammsporn oder Steuerruder (diese drei zur Repräsentation der transmarinen Verschiffung) treten. Um die Herkunft der Nahrungsmittel zu verdeutlichen, gab man Annona die Personifikation des jeweiligen Landes bei (z.B. Africa oder Aegyptus). Aus der Zeit des Kaisers Hadrianus ist als Attribut noch ein Kornspeicher mit der Aufschrift ANNONA bekannt geworden.

Die Attribute stellen eine Vermengung jener der Ceres als Göttin des Landbaues und der Fortuna als für Transporte zuständige Gottheit dar. Eine Kultnähe bestand zudem zu Mercurius, dem Gott des Handels und damit der Warenanlieferung. So erwähnt der Historiker Livius, dass der die Weihe des Merkurtempels vollzog, auch der Getreideversorgung vorstehen sollte.

Ikonografisch ist Annona von den Göttinnen Ceres oder Abundantia nur schwer zu unterscheiden, mit denen sie Attribute wie Kornähre oder Füllhorn teilt. Die hier geprägte Legendeninschrift ANNONAE AVGG vereinfacht die Identifikation natürlich. Auf diesem Denar stützt Annona zusätzlich den rechten Fuß auf einem Schiffsbug ab. Dies ist ein Verweis darauf, dass die Hauptstadt des Römischen Reiches zu dieser Zeit längst nicht mehr in der Lage war, sich allein aus dem unmittelbaren Umland zu versorgen, sondern auf Getreidelieferungen angewiesen blieb, die mit Schiffen aus den Provinzen des südlichen Mittelmeerraums nach Rom eingeführt wurden.

Annona symbolisierte neben Reichtum und Überfluss des Römischen Reiches vor allem die Fähigkeit des Herrschers, sein Volk zu versorgen. So wurde sie in der Propaganda fast aller Kaiser verwendet und, wie auf diesem Denar, mit dem Zusatz AVGG versehen, um zu unterstreichen, wem die Getreideversorgung zu verdanken war. In diesem Fall dem Kaiser Septimius Severus und seinem Sohn und Mitkaiser Caracalla.

Hintergrund:
Cura Annonae war der Begriff, der im alten Rom zu Ehren der Annona verwendet wurde, um den Import und die Verteilung von Getreide an die Bewohner der Stadt Rom zu beschreiben. Rom importierte den größten Teil des von seiner Bevölkerung konsumierten Getreides, das im zweiten Jahrhundert n.Chr. auf eine Million Menschen geschätzt wurde. Etwa 200.000 der ärmeren Einwohner der Stadt Rom erhielten von der Regierung eine Verteilung subventioniertes oder freies Getreide und später Brot zur Verfügung – ein frühes und langlebiges Beispiel für ein soziales Sicherheitsnetz.

Eine regelmäßige und vorhersehbare Versorgung mit Getreide und Getreide war Teil der Strategie der römischen Führung, die Ruhe einer unruhigen Stadtbevölkerung aufrechtzuerhalten, indem sie mit dem versorgt wurde, was der Dichter Decimus Iunius Iuvenalis sarkastisch „Panem et circenses“ nannte. Im Jahr 22 n.Chr. sagte der Kaiser Tiberius, dass die Cura Annonae, wenn sie vernachlässigt würde, „der völlige Ruin des Staates“ wäre.

Die wichtigsten Getreidequellen, hauptsächlich Hartweizen, waren Ägypten, Nordafrica und Sizilien. Die Logistik, um das Getreide auf dem Seeweg von diesen Orten nach Rom zu transportieren, erforderte viele hundert Schiffe, von denen einige sehr groß waren. Zudem erforderte es ein umfangreiches System, um das Getreide zu sammeln und innerhalb Roms selbst wiederum zu verteilen. Die archäologischen Aufzeichnungen des Getreidehandels sind aufgrund der Verderblichkeit des Getreides, die den Archäologen den Nachweis erschwert hat, spärlich.

Gegen 200 v.Chr. wurde das meiste Getreide von Sizilien und Sardinien nach Rom verschifft. Im ersten Jahrhundert v.Chr. waren die drei Hauptweizenquellen Sardinien, Sizilien und Nordafrica. Mit der Eingliederung Ägyptens in das Römische Reich und der Herrschaft des Kaisers Augustus wurde Ägypten zur Hauptversorgungsquelle für Rom. In den 70er Jahren n.Chr. behauptete der Historiker Flavius Iosephus, Africa habe Rom acht Monate im Jahr und Ägypten nur vier Monate lang ernährt. Obwohl diese Aussage Getreidelieferungen aus Sizilien ignorieren und die Bedeutung Africas überschätzen mag, gibt es unter Historikern kaum Zweifel, dass Africa und Ägypten die wichtigsten Getreidequellen für Rom waren. Um sicherzustellen, dass die Getreideversorgung für Rom angemessen ist, ließ Gracchus im zweiten Jahrhundert v.Chr. rund 6.000 Kolonisten in der Nähe von Karthago nieder und gab ihnen jeweils etwa 25 Hektar für den Getreideanbau.

Die Schifffahrtswege, die Rom mit seinen Getreideversorgungszentren verbanden, hatten strategische Bedeutung. Wer auch immer die Getreideversorgung kontrollierte, hatte ein wichtiges Maß an Kontrolle über die Stadt Rom. Die Lieferung von Getreide nach Rom war für die Römer eine wichtige Schifffahrts- und Verwaltungsaufgabe. Es war nicht möglich, Roms Bedürfnisse per Landtransport zu decken. Es sei „billiger, Getreide auf dem Seeweg von einem Ende des Mittelmeers zum anderen zu transportieren, als es etwa 75 Meilen auf dem Landweg zu befördern.“ (Rickman). Daher war eine große Flotte seetüchtiger Getreideschiffe erforderlich, um Getreide aus dem relativ nahe gelegenen Sizilien und Sardinien, dem weiter entfernten Nordafrica und dem viel weiter entfernten Ägypten zu bringen.

Hunderte oder gar tausende Schiffe waren erforderlich, um Getreide nach Rom zu transportieren. Die Regierung von Rom ermutigte den Bau großer Schiffe für den Getreidetransport. Einige hatten eine Kapazität von 50.000 Modi (350 Tonnen) oder sogar mehr. Schiffe mit viel größerer Kapazität werden bei Lucian und in der Apostelgeschichte erwähnt. Der Getreidetransport war mit besonderen Problemen verbunden. Das Getreide muss kühl und trocken gehalten werden, um das Keimen und den Befall von Schädlingen und Schimmelpilzen zu verhindern und um zu verhindern, dass es sich im Laderaum des Schiffes hin und her bewegt, was die Seetüchtigkeit des Transportschiffs beeinträchtigen könnte. Nasses Getreide konnte das Schiff versenken, indem es die Planken des Rumpfes ausdehnte und spaltete. Lucian beschrieb ein sehr großes Getreideschiff, das im Hafen von Piräus Zuflucht gesucht hatte. Die Isis war rund 55 Meter lang, vom Deck bis zum Boden des Frachtraums waren es 13 Meter. Casson errechnete eine Ladekapazität von etwa 1200 bis 1300 Tonnen Getreide – eine Schätzung, die allerdings nicht durch archäologische Funde verifiziert wurde. Die Getreideschiffe wurden ausschließlich von Segeln angetrieben und nicht wie römische Kriegsschiffe von Rudererbänken. Die am Getreidehandel beteiligten Schiffe befanden sich in Privatbesitz. Die römische Regierung stellte Subventionen und Steuerausschlüsse zur Verfügung, um den Schiffbau und den Getreidehandel zu fördern. Sie ging auch das Risiko der jeweiligen Schifffahrt ein, indem sie den Schiffseignern eine Form der Versicherung anbot.

Die Stadt Rom wuchs in den Jahrhunderten der Römischen Republik und des Römischen Reiches schnell und erreichte im zweiten Jahrhundert n.Chr. eine Bevölkerung von fast einer Million. Die Bevölkerung der Stadt überstieg dabei die Kapazität der nahen gelegenen ländlichen Gebiete hinaus, so dass der Nahrungsmittelbedarf der Stadt so hieraus nicht mehr zu decken war. Neben der Notwendigkeit kommerzieller Getreideimporte nach Rom wurde freies oder subventioniertes Getreide zu einem großen Prozentsatz der römischen Bevölkerung verteilt. Die Verteilung im frühen Römischen Reich macht schätzungsweise 15 bis 33 Prozent des gesamten in Rom importierten und konsumierten Getreides aus.

In den frühen Jahrhunderten der Republik intervenierte die römische Regierung sporadisch, um freies oder subventioniertes Getreide an ihre Bevölkerung zu verteilen. Die regelmäßige Verteilung begann 123 v.Chr. mit einem von Gaius Gracchus vorgeschlagenen und von der römischen Volksversammlung genehmigten Getreidegesetz. Erwachsene männliche Staatsbürger (älter 14 Jahre) aus Rom waren berechtigt monatlich bis zu 5 modii (etwa 33kg) Getreide zu einem Preis unter dem Marktpreis zu kaufen. Ungefähr 40.000 erwachsene Männer waren zu dieser Zeit für das Getreide berechtigt. In den Jahren 62 und 58 v.Chr. wurde die Zahl, der für Getreide in Frage kommenden Römer erhöht und das Getreide für die Empfänger frei. Die Zahl derer, die freies oder subventioniertes Getreide erhielten, stieg auf geschätzte 320.000, bevor sie von Iulius Caesar auf 150.000 reduziert und von Augustus auf 200.000 festgelegt wurde, eine Zahl, die bis zum Ende des Weströmischen Reiches mehr oder weniger stabil blieb.

Im 3. Jahrhundert n.Chr. wurde die Getreidespende durch Brot ersetzt, wahrscheinlich während der Regierungszeit von Septimius Severus. Severus begann auch, die Bewohner Roms mit Olivenöl zu versorgen. Später befahl Kaiser Aurelian die Verteilung von Wein und Schweinefleisch. Die Verteilung von Brot, Olivenöl, Wein und Schweinefleisch hielten offenbar bis zum Ende des Weströmischen Reiches im Jahr 476 n.Chr. an, obwohl der Bevölkerungsrückgang der Stadt Rom den Bedarf an Nahrungsmitteln verringerte.

Zu Brot gemachtes Getreide war bei weitem das wichtigste Element in der römischen Ernährung. Mehrere Wissenschaftler haben versucht, die Gesamtmenge an Getreide zu berechnen, die zur Versorgung der Stadt Rom benötigt wurde. Rickman schätzte, dass Rom pro Jahr etwa 40 Millionen modii (200.000 Tonnen) Getreide brauchte, um die Bevölkerung zu ernähren. Erdkamp schätzte die benötigte Menge auf mindestens 150.000 Tonnen und rechnete damit, dass jeder Einwohner der Stadt 200 Kilogramm Getreide pro Jahr konsumierte. Die bei der Berechnung dieser Schätzungen angenommene Gesamtbevölkerung Roms lag zwischen 750.000 und einer Million Menschen. David Mattingly und Gregory Aldrete schätzten die Menge an importiertem Getreide auf 237.000 Tonnen für 1 Million Einwohner. Diese Getreidemenge würde täglich knapp über 2.000 Kalorien pro Person liefern, ohne andere Lebensmittel wie Fleisch, Meeresfrüchte, Obst, Hülsenfrüchte, Gemüse und Milchprodukte mit einzurechnen. Die Historia Augusta gibt an, dass Septimius Severus 27 Millionen modii in Rom lagern ließ, genug für 800.000 Einwohner für 225 Kilogramm Brot pro Person und Jahr.

Die Prägungen Laodiceas sind oft schwer zuweisbar, da es mehrere Städte dieses Namens gab. Im 2. Jahrtausend v.Chr. gab es an der Stelle von Laodicea ad Mare die kleine Siedlung Ramatha, die zum Einflussbereich von Ugarit gehörte. Alexander der Große zog nach seinem Sieg über die Perser in der Schlacht bei Issos 333 v.Chr. durch den Ort. Erst nach seinem Tod 323 v.Chr. als Syrien an die Seleukiden gefallen war, gründete Seleukos I. um 300 v.Chr. eine Stadt, die er nach seiner Mutter Laodike benannte. Zusammen mit Antiochia, Apameia und Seleukia bildete Laodicea eine Tetrapolis. Diese Stadtanlagen besaßen eine ähnliche Gliederung in rechtwinklige, etwa 120 mal 57 Meter große Häuserblocks (insulae) und bildeten die Grundlage für die Hellenisierung des syrischen Kleinasiens. Der Hafen wurde seit der frührömischen Kaiserzeit benutzt. Im heutigen Latakia stehen als einzige antike Baureste noch ein vom römischen Kaiser Septimius Severus an einer Straßenkreuzung errichteter Tetrapylon und vier Säulen eines Bacchustempels. Das Gerüst der antiken Stadt bildete der von Norden nach Süden verlaufende Cardo, eine seiner drei kreuzenden Querachsen führte zum Tetrapylon, eine andere verband den Hafen mit der Zitadelle.

Laodicea ad Mare leistete Im Kampf des Septimius Severus gegen seinen Rivalen Pescennius Niger ersterem bereits früh die Gefolgschaft. Dies führte dazu, dass Niger erbost maurische Reiterschwadronen gegen Laodicea und Tyrus, welches dem Severus ebenso treu ergeben war, schickte, in denen sie ein großes Blutbad anrichteten (Herod. III 3, 3-6). Nach seinem Sieg über Niger unterstützte Severus die treu ergebenen Städte, so auch Laodicea. In der Stadt wurden umfangreiche Baumaßnahmen für den Wiederaufbau durchgeführt und Geldmittel zur Verfügung gestellt. Laodicea erhielt außerdem das Ius Italicum und den ehrenden Beinamen „Septimia“. 

Das Ius Italicum war ein Gesetz im Römischen Imperium, dass es den Kaisern erlaubte, Städten außerhalb Italiens die gesetzliche Fiktion zu gewähren, dass diese sich auf italienischem Boden befanden. Dies bedeutete, dass die Stadt nach römischem anstatt nach lokalem Recht regiert wurde und damit ein höheres Maß an Autonomie in ihren Beziehungen zu Provinzgouverneuren genoss. Zudem erhielten die in der Stadt geborenen Menschen automatisch die römische Staatsbürgerschaft. Als Bürger Roms konnten die Menschen Immobilien kaufen und verkaufen, waren von der Grundsteuer und der Wahlsteuer befreit und hatten nach römischem Recht Anspruch auf Schutz. Das Ius Italicum war die höchste Freiheit, welche eine Gemeinde oder Provinz erhalten konnte, und galt als sehr günstig.

Der Beginn der Ausmünzung in Laodicea beginnt wohl im Jahre 195 n.Chr. mit Prägungen für Septimius Severus und Julia Domna. Später folgten dann solche für Caracalla, Plautilla und Geta, bis schließlich im Jahre 202 n.Chr. die Denarprägung endete. Laodicea-Münzen werden traditionell in zwei Gruppen unterteilt. Der „Old Style“ und „New Style“ Typus. Die Old Style-Münzen ähneln denen, welche der Münzstätte Emesa zugeschrieben werden, und verwenden eine Reihe von umgekehrten Typen, welche sich von denen unterscheiden, die in Rom verwendet wurden. Old Style Münztypen sind nur auf IMP II und IMP VIII datiert. Während der Herstellung von Münzen aus der IMP VIII Serie fand eine Änderung statt, bei der in Laodicea die New Style-Münzen mit dem gleichen Typus produziert wurden wie in Rom. Die häufigsten Münzen sind vom New-Style Typus mit der IMP XI Datierung. Selten sind vor allem Exemplare, bei denen das Porträt nach links zeigt.

Quellen:
* Wikipedia: Septimius Severus
* Wikipedia: Cura Annonae
* Sonja Hommen: Annona
* Wikipedia: Laodikeia, Latakia
* Imperium-Romanum.com: Annona
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser

Obverse:
You can see the right-facing bust of Septimius Severus with a laurel wreath. The inscription reads: L SEPT SEV AVG IMP XI PART MAX for Lucius Septimius Severus Augustus Imperator (for the eleventh time) Parthicus Maximus.

After the assassination of Commodus‘ successor Pertinax in Rome on March 28, 193 AD Lucius Septimius Severus took advantage of the opportunity and settled between April 9th ​​and 15th, 193 AD proclaimed emperor and thus Augustus by the Pannonian troops in Carnuntum. The stationed Legio XIV gemina probably played a special role, since Severus had gold coins struck for this legion alone in honor of it. As already mentioned, the proclamation as emperor is said to have taken place between April 9th ​​and 15th. The latter date could have a superstitious or religious background. He is said to have waited the three days from his birthday (April 11) until the proclamation, believing in the auspicious effect of the number three.

Since the year 195 AD Septimius Severus called himself in the official title of the military diplomas, in the majority of the inscriptions and coins, in which he officially announced his adoption by Marcus Aurelius not out of mere vanity, but to introduce the divine worship of the imperial house in the state: imperatoris Caesaris divi Marcus Antonini Pii Sarmatici Germanici filius, divi Commodi frater, divi Antonini Pii nepos, divi Hadriani pronepos, divi Traiani Parthici abnepos, divi Nervae adnepos Lucius Septimius Severus Pius Pertinax Augustus. Before the year 195 AD the designations Pius and Pertinax are missing without exception in the title.

Early 194 AD Septimius Severus defeated his rival Pescennius Niger at Cyzicus, then decisively at Issus on March 31. He then lost his head and with it his life while fleeing to the Parthians. Now Severus could turn further east. In the year 195 AD (Before August 28th) the title of Emperor was accepted three times by the victories over Osroene, Arabia and Adiabene. The Roman Senate then awarded Severus the honorary names Adiabenicus, Arabicus and Parthicus, which can be found on numerous coins and inscriptions in various combinations, such as PART ARAB and PART ADIAB. The granting of the title Parthicus is strange, however, since Severus had not taken any action against the Parthians, and the only way to understand it is that the Adiabenians and Mesopotamian Arabs were vassals of the Parthians.

In the fall of 197 AD the emperor undertook his second campaign against the Parthians and Mesopotamia. Among other things, he conquered Babylon, Seleucia and Ctesiphon. However, with the siege of Hatra, Septimius Severus failed twice, so that later peace terms had to be negotiated. Due to the overall successful campaign, Septimius Severus took early 198 AD the nickname „Parthicus Maximus“, which was also embossed on coins with the title „PART MAX“. Only Traian had borne this title before him, whose military successes and greatness Septimius wanted to commemorate and thus propagate for himself.

In the same year, Septimius received his eleventh acclamation as emperor by victoriously completing the Parthian campaign. In the Roman Republic, the term imperator originally referred to the bearer of military power (imperium). From the late 3rd century BC. (Scipio Africanus) but the term was increasingly used specifically for a military commander whom his soldiers had proclaimed imperator (acclamation) after victory. In the case of a military success of their legions, the emperors, even if they were not personally involved, continued to receive the imperial acclamation, which also appeared with their count in the titulature.

As with his son Caracalla, the title Pius is found for the first time in 201 AD on the coins of Septimius Severus. Although the title Felix appears officially, for example on the famous triumphal arch of Septimius Severus, one looks in vain for it on coins. The emperor received one of his last honorary titles alongside Caracalla and his second son Geta in 210 AD by the successful campaigns in Britain against the Caledonians and Maatians. From this point in time until the end of coinage for Septimius Severus, the honorary title Britannicus can be found on some coins with the legend inscription BRIT.

Four types of portraits of Septimius Severus have survived. A clear program can be seen in the design of the first two, in contrast to the two following. The first type is up to the year 196 AD valid. Septimius Severus is shown here with a strong, stocky face, slight facial wrinkles and shorter hair and beard loosened up by drilling. In his appearance he can hardly be distinguished from the portrait related here to Clodius Albinus. Surely the resemblance was intentional and the message of the picture was the same. At the same time, the all too close adherence to the overly refined tradition of the Antonines, as advocated by Didius Julianus, was avoided.

But then, in the smoldering dispute with Clodius Albinus and the problems of legitimacy that went with it, Severus symbolically sought support in the Antonine imperial house. Since 195 AD he propagated his descent from the Antonines and his adoption into this imperial house. The hair and beard of this type are much more luxuriant and longer than before. The hair curves outwards at the temples in large curves, only a few small, short curls sit in the middle. All wrinkles are erased from the face. With the exception of the short curls in the middle of the forehead, the characteristic traits of the last type of Marc Aurel are repeated. The type change in the year 196/197 AD is shown on the coins. to observe.

A new type of portrait of the emperor, which was created only a few years later, is derived from the type of the year 196/197 AD developed, with one striking change. The short curls in the middle of the forehead are replaced by four long, hanging curls. These can be wavy, but they can also be real corkscrew curls. This type has been around since about 200 AD easily recognizable on coins. Scholars have long wanted to see the forelocks as an imitation of the forelocks of the Graeco-Egyptian god Sarapis. That is why the type is often referred to as the „Sarapis type“. Septimius is said to have met the god on a trip to Egypt around 200 AD especially appreciated, his son Caracalla later erected an elaborate temple for him in Rome. In the meantime, however, this assumption has been questioned with good reason and it has been suggested that the hairstyle be seen as a fashionable hairstyle that is also widespread elsewhere.

In a later type, based on the after 204 AD when the Arch of Honor for Septimius Severus to be dated appears in his native Leptis Magna, Septimius Severus has a longer but less voluminous beard and hair that is cropped very short and combed over his face in a tongue-like manner, lying close to his head. After the retarding recourse to the Antonine tradition, Severus seems to be approaching the long-popular short-haired fashion worn programmatically by his sons at the time.

Reverse:
The personification of Annona standing to the left can be seen. The right foot is supported on a ship bow, in the left hand she holds a cornucopia and in the right hand ears of grain. The inscription reads: ANNONAE AVGG for Annonae Augustorum (the grain supply of the emperors).

Annona represented the Roman personification of the blessing-giving annual yield of foodstuffs, first and foremost of grain. The name derives from Latin annus (year) and thus means the annual yield not only directly from crops (grain), but also from refined products (e.g. wine) or animal products (such as milk). Furthermore, annona also included the grain deliveries made by sea (especially to Rome, but also to other cities) and, in the spirit of a developed economy, the fair market price. This required, apart from the mechanism of supply and demand, a special cura (care) of the rulers (in the Republic of the Aediles, later the emperors), so that the basic supply was guaranteed. In late antiquity, in addition to the annona civica (grain supply for the cities and provinces), the annona militaris also gained importance, which was concerned with the supply in kind of the army and officials.

As a personification it appeared gladly on coins from Nero to Carus, in which a sufficient supply of the city Roman population with food was evenly one of the most important tasks of the emperors. Consequently, she was particularly suitable for propaganda purposes on coins. In religious actions, people turned to Annona for rich yield, safe transport of the harvest and the mentioned fair price.

From the figure one thought Annona as a female person with long dress, however, with bare right arm and shoulder. In her right hand she held a bundle of ears, in her left a cornucopia. In addition, a modius (grain measuring shovel), fruit basket (if it was not primarily about grain), anchor, ram spur or rudder (these three to represent the transmarine shipping) could appear. In order to clarify the origin of the food, one gave Annona the personification of the respective country (e.g. Africa or Aegyptus). From the time of the emperor Hadrianus a granary with the inscription ANNONA has become known as an attribute.

The attributes are a mixture of those of Ceres as goddess of agriculture and Fortuna as deity responsible for transportation. There was also a cult proximity to Mercurius, the god of trade and thus of the delivery of goods. Thus, the historian Livius mentions that the one who consecrated the temple of Mercury should also preside over the supply of grain.

Iconographically, Annona is difficult to distinguish from the goddesses Ceres or Abundantia, with whom she shares attributes such as an ear of corn or a cornucopia. The legend inscription ANNONAE AVGG minted here simplifies the identification, of course. On this denarius, Annona additionally rests her right foot on a ship’s prow. This is a reference to the fact that the capital of the Roman Empire had long since ceased to be able to supply itself from the immediate surrounding countryside alone, but remained dependent on grain supplies imported to Rome by ships from the provinces of the southern Mediterranean.

Annona symbolized not only the wealth and abundance of the Roman Empire, but above all the ability of the ruler to provide for his people. Thus, it was used in the propaganda of almost all emperors and, as on this denarius, was given the suffix AVGG to emphasize to whom the grain supply was due. In this case, the emperor Septimius Severus and his son and co-emperor Caracalla.

Background:
Cura Annonae was the term used in ancient Rome in honor of the Annona to describe the importation and distribution of grain to the residents of the city of Rome. Rome imported most of the grain consumed by its people by the second century AD estimated at a million people. About 200,000 of the poorer residents of the city of Rome received a government distribution of subsidized or free grain and later bread—an early and long-lasting example of a social safety net.

A regular and predictable supply of grain and grain was part of the Roman leadership’s strategy for maintaining the calm of a troubled urban populace by providing them with what the poet Decimus Junius Iuvenalis sarcastically called „Panem et circenses“. In the year 22 AD the Emperor Tiberius said that the Cura Annonae, if neglected, would be „the utter ruin of the state“.

The most important grain sources, mainly durum wheat, were Egypt, North Africa and Sicily. The logistics of transporting the grain by sea from these places to Rome required many hundreds of ships, some of which were very large. It also required an extensive system to collect and redistribute the grain within Rome itself. The archaeological record of the grain trade is sparse due to the grain’s perishable nature, which has made it difficult for archaeologists to prove it.

Around 200 BC most grain was shipped from Sicily and Sardinia to Rome. In the first century BC the three main sources of wheat were Sardinia, Sicily and North Africa. With the incorporation of Egypt into the Roman Empire and the reign of Emperor Augustus, Egypt became the main source of supplies for Rome. In the 70s AD the historian Flavius Iosephus claimed that Africa fed Rome for eight months a year and Egypt for only four months. Although this statement may ignore grain shipments from Sicily and overestimate the importance of Africa, there is little doubt among historians that Africa and Egypt were the most important sources of grain for Rome. In order to ensure that Rome’s grain supply was adequate, Gracchus in the second century BC settled around 6,000 colonists near Carthage and gave them about 25 hectares each for cultivating grain.

The shipping lanes connecting Rome to its grain supply centers were of strategic importance. Whoever controlled the grain supply had an important measure of control over the city of Rome. Delivering grain to Rome was an important shipping and administrative task for the Romans. It was not possible to meet Rome’s needs by land transport. It is „cheaper to ship grain from one end of the Mediterranean to the other by sea than to ship it about 75 miles by land“ (Rickman). Hence, a large fleet of seaworthy grain ships was required to bring grain from relatively nearby Sicily and Sardinia, more distant North Africa, and much more distant Egypt.

Hundreds or even thousands of ships were needed to transport grain to Rome. The government of Rome encouraged the construction of large ships to transport grain. Some had a capacity of 50,000 modi (350 tons) or even more. Ships of much larger capacity are mentioned in Lucian and in Acts of Apostles. Grain transport presented special problems. Grain must be kept cool and dry to prevent germination and attack by pests and mold and to prevent it from moving about in the ship’s hold, which could affect the seaworthiness of the transport ship. Wet grain could sink the ship by stretching and splitting the planks of the hull. Lucian described a very large grain ship that had taken refuge in the port of Piraeus. The Isis was around 55 meters long, from the deck to the floor of the cargo hold was 13 meters. Casson calculated a loading capacity of about 1200 to 1300 tons of grain – an estimate that has not been verified by archaeological finds. Grain ships were propelled exclusively by sails and not by rowers like Roman warships. The ships involved in the grain trade were privately owned. The Roman government provided subsidies and tax exemptions to encourage shipbuilding and the grain trade. It also took on the risk of each shipping industry by offering some form of insurance to shipowners.

The city of Rome grew rapidly during the centuries of the Roman Republic and Roman Empire, reaching its peak in the second century AD a population of almost a million. The city’s population exceeded the capacity of the nearby rural areas, making it unable to meet the city’s food needs. In addition to requiring commercial grain imports into Rome, free or subsidized grain was distributed to a large percentage of the Roman population. The distribution in the early Roman Empire accounts for an estimated 15 to 33 percent of all grain imported and consumed in Rome.

During the early centuries of the Republic, the Roman government intervened sporadically to distribute free or subsidized grain to its people. Regular distribution began in 123 BC with a grain law proposed by Gaius Gracchus and approved by the Roman popular assembly. Adult male citizens (aged 14 or older) of Rome were entitled to purchase up to 5 modii (about 33kg) of grain per month at below market prices. About 40,000 adult males were entitled to the grain at that time. In the years 62 and 58 BC the number of Romans eligible for grain was increased and the grain was made free for the recipients. The number receiving free or subsidized grain rose to an estimated 320,000 before being reduced to 150,000 by Iulius Caesar and fixed at 200,000 by Augustus, a number that remained more or less stable until the end of the Western Roman Empire.

In the 3rd century AD grain donation was replaced by bread, probably during the reign of Septimius Severus. Severus also began providing olive oil to the residents of Rome. Later, Emperor Aurelian ordered the distribution of wine and pork. The distribution of bread, olive oil, wine, and pork apparently continued until the end of the Western Roman Empire in AD 476 although the depopulation of the city of Rome reduced the need for food.

Grain made into bread was by far the most important element in the Roman diet. Several scholars have attempted to calculate the total amount of grain needed to supply the city of Rome. Rickman estimated that Rome needed about 40 million modii (200,000 tons) of grain per year to feed the population. Erdkamp estimated the amount needed to be at least 150,000 tons and calculated that each inhabitant of the town consumed 200 kilograms of grain per year. The total population of Rome assumed in calculating these estimates ranged from 750,000 to a million people. David Mattingly and Gregory Aldrete estimated the amount of grain imported at 237,000 tons for 1 million inhabitants. This amount of grain would provide just over 2,000 calories per person per day, not counting other foods like meat, seafood, fruits, legumes, vegetables, and dairy. The Historia Augusta states that Septimius Severus had 27 million modii stored in Rome, enough for 800,000 inhabitants for 225 kilograms of bread per person per year.

The coins of Laodicea are often difficult to assign, as there were several cities with that name. In the 2nd millennium BC on the place of Laodicea ad Mare there was the small settlement of Ramatha, which belonged to the Ugarit sphere of influence. Alexander the Great, after defeating the Persians at the Battle of Issus in 333 BC through the place. Only after his death in 323 BC when Syria fell to the Seleucids, Seleukos I founded around 300 BC a city he named Laodice after his mother. Together with Antioch, Apamea and Seleucia, Laodicea formed a tetrapolis. These towns were similarly structured into rectangular blocks (insulae) measuring approximately 120 by 57 meters and formed the basis for the Hellenization of Syrian Asia Minor. The port has been in use since the early Roman Empire. The only ancient building remains in today’s Latakia are a tetrapylon erected by the Roman Emperor Septimius Severus at a crossroads and four columns of a Bacchus temple. The skeleton of the ancient city was formed by the Cardo, running from north to south. One of its three crossing transverse axes led to the tetrapylon, another connected the port with the citadel.

Laodicea ad Mare made early allegiance to the former in the battle of Septimius Severus against his rival Pescennius Niger. This led to Niger sending angry squadrons of Moorish cavalry against Laodicea and Tyre, which was just as loyal to Severus, in which they caused a great bloodbath (Herod. III 3, 3-6). After his victory over Niger, Severus supported the loyal cities, including Laodicea. Extensive reconstruction work was carried out in the city and funds were made available. Laodicea also received the Ius Italicum and the honorific nickname „Septimia“.

The Ius Italicum was a law of the Roman Empire that allowed emperors to grant cities outside Italy the legal fiction that they were on Italian soil. This meant that the city was governed under Roman rather than local law, and thus enjoyed a greater degree of autonomy in its relations with provincial governors. In addition, people born in the city automatically received Roman citizenship. As citizens of Rome, people could buy and sell property, were exempt from property taxes and poll taxes, and were entitled to protections under Roman law. The Ius Italicum was the highest liberty a municipality or province could obtain and was considered very favorable.

The beginning of the coinage in Laodicea begins probably in the year 195 AD with embossing for Septimius Severus and Julia Domna. Later such followed for Caracalla, Plautilla and Geta, until finally in the year 202 AD denarius coinage ended. Laodicean coins are traditionally divided into two groups. The „Old Style“ and „New Style“ types. The Old Style coins are similar to those attributed to the Emesa mint and use a number of reverse types that differ from those used in Rome. Old Style coin types are only dated to IMP II and IMP VIII. During the production of coins from the IMP VIII series, a change took place where in Laodicea the New Style coins were produced with the same type as in Rome. The most common coins are of the New-Style type with the IMP XI dating. Specimens in which the portrait points to the left are particularly rare.

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