Marcus Aurelius Severus Alexander 222 bis 235 n.Chr.

Silber Denar Rom Marcus Aurelius Severus Alexander 231 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 231 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 19mm
Gewicht: 3,18g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Numidas Numismatic, Wien
Referenz: RIC IV Severus Alexander 109c

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste des Severus Alexander mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: IMP ALEXANDER PIVS AVG für Imperator Alexander Pius Augustus.

Severus Alexanders ursprünglicher Name war Bassianus Alexianus. Ab Juni 221 n.Chr. nannte er sich Marcus Aurelius Alexander, als Kaiser trug er den Namen Marcus Aurelius Severus Alexander. Meuternde Soldaten, die von seiner Mutter Iulia Mamaea gesteuert wurden, ermordeten Elagabal am 11. März 222 n.Chr. Der dreizehnjährige Alexander übernahm problemlos die Kaiserwürde. Am 13. März wurde er vom Heer zum Kaiser ausgerufen, am folgenden Tag verlieh ihm der Senat den Titel Augustus. Als Grundlage seiner Zugehörigkeit zum Kaisergeschlecht der Aurelier betrachtete er fortan nicht mehr die Adoption durch Elagabal, sondern seine fiktive Abstammung von Caracalla. Auf Inschriften wurde er als Sohn des „göttlichen Antoninus“ (Caracalla) bezeichnet. Außerdem nahm er den an Septimius Severus erinnernden Namen Severus an.

Die Porträts des Alexander Severus sind vergleichsweise zahlreich überliefert. Sie gehören alle einem Grundtypus an. Für ihn typisch sind ein jugendliches Gesicht ohne Mimik und eine Kurzhaarfrisur aus feinen „Federchen“ (sogenannte a-penna-Technik), die bei den handwerklich anspruchsvollen Exemplaren immer in derselben Form „gekämmt“ ist. Die Federchen teilen sich an der linken Stirnecke, werden an der linken Schläfe zurückgestrichen und laufen über der Stirnmitte mit konvexer Kontur zur rechten Seite. An der rechten Stirnecke machen sie einen kleinen Gegenschwung, biegen nach vorn und werden in der unteren Schläfenzone nach hinten gestrichen. Auffallend sind bei allen Porträts die vollen, schön geschwungenen Lippen.

Die Proportionen der Köpfe variieren und zeichnen damit das Erwachenwerden des Kaisers vom 13jährigen Knaben bis zum 26jährigen jungen Mann nach. Entsprechend nimmt der Bartwuchs zu. Das kindliche Porträt auf einer Togabüste in Rom (Kapitolinische Museen) stellt die früheste Version dar. Der Kopf in Berlin ist deutlich größer und gibt den Heranwachsenden mit einem Bartanflug auf der Oberlippe wieder. Der leicht überlebensgroße Kopf in Paris zeigt den jungen Erwachsenen mit einem Bart, der ganz um das Kinn herumläuft, sowie mit einem Bärtchen auf der Oberlippe. Die Kinderporträts wurden zuweilen auf den 20 Jahre später lebenden Sohn des Philippus Arabs, Philippus Minor bezogen. Doch die feinen Divergenzen in den Physiognomien und die stilistischen Unterschiede in der Haarwiedergabe − die für die zwanziger Jahre typischen „Federchen“ bei Alexander Severus und die einfache Pickung des Haares bei Philipus Minor − bestätigen die Deutung der Kinderbildnisse vom Typus Kapitol als solche des Alexander Severus. Ob dieser Typus anlässlich der Adoption des Alexander Severus durch Elegabal (221 n.Chr.) oder anlässlich seines Regierungsantritts (222 n.Chr.) geschaffen wurde, lässt sich nicht entscheiden.

Lange galten die glatten wohlgeformten Züge des Alexander Severus als klassizistisch und die wirklichkeitsnahen der Soldatenkaiser als realistisch. Deshalb sah man im 3. Jahrhundert n.Chr. unterschiedliche Stilrichtungen mit divergierenden inhaltlichen Hintergründen am Werke. Doch sind die Bildnisse des Alexander Severus einfach solche eines jungen Kaisers. Die zahlreichen Thronfolgerbildnisse der Folgezeit wurden durchaus ähnlich stilisiert. Die Bildnisse junger Männer folgten ganz offensichtlich einem anderen Modell als die Bildnisse altgedienter Militärführer, aus deren Reihen die meisten Kaiser des 3. Jahrhunderts n.Chr. stammten. Ein Bronzekopf unbekannter Herkunft in Bochum gibt den Typus des Alexander Severus so vereinfacht wieder, dass man an der Benennung zweifeln könnte. Doch die deutliche Überlebensgröße spricht in dieser Zeit für ein Kaiserporträt. Die Spuren heftiger willentlicher Zerstörung, die dieses Porträt aufweist, sind sichtbarer Ausdruck von memoria damnata am Bildnis eines gewaltsam gestürzten Kaisers.

Die Münztypen unter Severus Alexander sind weitgehend konservativ. Der Kaiser selbst nannte sich gelegentlich auf Münzen „Restitutor Monetae“. Prägungen von Buntmetallmünzen erlebten eine kleine Renaissance, den unter Caracalla und anfänglich unter Elagabal geprägten Antoninian ließ er gar nicht mehr ausgeben. Auch sonst war Severus Alexander mit seiner Mutter Iulia Mamae reichlich bemüht nach den katastrophalen Jahren unter Elagabal, wieder so etwas wie eine römisch traditionelle Rückbesinnung und dadurch eine Beruhigung der Stimmung beim römischen Volk und dem Adel herbeizuführen.

Revers:
Zu sehen ist der Gott Sol, stehend, nackt bis auf einen Umhang über der Schulter. Den Kopf mit Strahlenkrone nach links gerichtet, die ausgestreckte rechte Hand erhoben und in der linken Hand einen Globus haltend. Die Inschrift lautet: P M TR P X COS III P P für Pontifex Maximus Tribunitia Potestas (zum zehnten Male) Consul (zum dritten Male) Pater Patriae.

Sol (lateinisch Sonne) ist der Sonnengott der antiken römischen Mythologie. Bekannt ist er vor allem in seiner seit dem 2. Jh. n.Chr. gebräuchlichen Erscheinungsform als Sol invictus (lateinisch unbesiegter Sonnengott). Sol entspricht zwar dem griechischen Helios, mit dem er auch ikonographisch Übereinstimmungen zeigt, aber er wurde nicht aus der griechischen Religion übernommen, sondern ist einheimischen Ursprungs.

In Rom bestand schon in republikanischer Zeit ein anscheinend sehr alter Sonnenkult, der angeblich auf die Zeit der Stadtgründung durch Romulus zurückging und von dem sagenhaften Sabinerkönig Titus Tatius eingeführt worden war. Der altrömische Sonnengott wurde Sol Indiges (einheimischer Sol) genannt und zusammen mit der Mondgottheit Luna verehrt. Die beiden waren eng verbunden und hatten im Circus Maximus einen gemeinsamen Tempel, wo ihr gemeinsamer Festtag am 28. August begangen wurde. Daneben hatte Sol Indiges einen eigenen Tempel auf dem Quirinal, wo ihm am 8. und 9. August gehuldigt wurde. Er gehörte seiner Beliebtheit nach zu den Gottheiten geringeren Ranges. In Göttermythen kommt Sol nicht vor. Auch Helios tritt in der griechischen Mythologie nicht als Persönlichkeit hervor. Erst seit der Endphase der römischen Republik nahm die Popularität des Sonnengottes zu. Rainer Albert vermutet, dass Marcus Antonius den Solkult auf einer seiner Münzen propagierte und damit auf den von ihm beherrschten Osten verwies, wo der Solkult im Gegensatz zu Rom bereits verbreitet war.

Die Sonne bringt mit ihrem Licht alles an den Tag, und so bleibt dem Sonnengott nichts verborgen. Helios ist „allerschauend“, daher allwissend und Zeuge von Freveltaten. Diese Eigenschaft zeichnete auch Sol aus, und so erhielt er im 1. Jahrhundert n.Chr. eine neue und sehr wichtige Aufgabe, nämlich den Kaiser vor Gefahren zu schützen. Die Aufdeckung der Pisonischen Verschwörung gegen Kaiser Nero wurde auf die Hilfe des Sol zurückgeführt, der dafür ein besonderes Dankopfer erhielt. Kaiser Vespasian weihte dem Gott 75 n.Chr. eine riesige Statue. So entwickelte sich Sol zum Schutzgott der Herrscher. Unter Trajan und Hadrian erschien er auf Kaisermünzen. Die Bezeichnung Sol invictus ist für ihn inschriftlich erstmals 158 n.Chr. auf einem Altar bezeugt (Soli invicto deo). Ab dem 2. Jahrhundert kam sie als Beiname des Mithras – Sol invictus Mithras – vor.

Unter den Kaisern aus der Dynastie der Severer nahm die Verehrung des Sol invictus zu. Septimius Severus ließ sich und seine Frau auf Münzen mit den Attributen von Sonne (Strahlenkrone) und Mond (Mondsichel) darstellen und verwendete auch für seine beiden Söhne Caracalla und Geta, deren Herrschaftsnachfolge er plante, Sonnensymbolik. Die Assoziation mit der Sonne zielte vor allem auf den Aspekt der Ewigkeit (aeternitas) des Gestirns ab – so dauerhaft wie die Sonne sollte die Herrschaft der Kaiserfamilie sein. Die Severer betonten mit Sol damit die Programmatik der Dauerhaftigkeit. Durch das dargestellte Motiv der Übergabe des Globus, wird Sol zudem zum Garanten der Weltherrschaft.

Der Pontifex maximus war der Ranghöchste im Priesterkollegium der pontifices im Römischen Reich. Seit dem 3. Jahrhundert v.Chr. wurde sein Amt durch die Wahl in einer speziellen Volksversammlung vergeben. Der Pontifex maximus hatte offenbar die Oberaufsicht über alle sakralen Angelegenheiten in Rom, insbesondere über die Priesterinnen der Vesta. Laut Cicero führte der Pontifex maximus einst auch die annales maximi, in denen wichtige religiöse und politische Ereignisse nach Jahren geordnet gelistet worden seien.

Die letzten Pontifices maximi zur Zeit der Römischen Republik waren Gaius Iulius Caesar und Marcus Aemilius Lepidus. Nach Lepidus Tod wurde 12 v.Chr. Caesars Adoptivsohn Augustus neuer Pontifex maximus, und fortan hatten alle römischen Kaiser diese Funktion inne. Im Falle eines Mehrkaisertums kennzeichnete sie den ranghöchsten Herrscher, bis das Oberpontifikat 238 n.Chr. unter Pupienus und Balbinus erstmals geteilt wurde. Laut Alan Cameron war der Pontifex maximus vor Augustus zwar einer der angesehensten Priester Roms, aber erst in der Kaiserzeit sei er zum obersten Aufseher der römischen Kulte geworden, da der Inhaber des Amtes als Kaiser zugleich stets auch der mächtigste Mann im Reich war.

Die Tribunizische Gewalt (lateinisch tribunicia potestas) bezeichnet die Amts- und Gewaltbefugnisse der Volkstribunen im antiken Rom. Im Zuge der Gründung des Prinzipats durch den ersten römischen Kaiser Augustus kam es zu einer Trennung von Amt und Amtsgewalt des Volkstribunen. Die Verleihung der tribunicia potestas an Augustus ist aufgrund der Quellenlage unklar und umstritten. Im Jahr 36 v.Chr. erhielt er die tribunizische Gewalt, so die sacrosanctitas, das ius subselli und das ius auxilii. Im Jahr 30 v.Chr. wurde letzteres über das Stadtgebiet Roms bis zum ersten Meilenstein ausgeweitet. Ab dem Jahr 23 v.Chr. konnte der princeps über die tribunicia potestas annua et perpetua verfügen und damit im gesamten Reichsgebiet des römischen Imperiums ständig ausüben. Seitdem war die Amtsgewalt der Tribunen Bestandteil der kaiserlichen Macht, was sich auch an der Zählung der Kaiserjahre nach der tribunicia potestas zeigte. Das Amt selbst und den Titel übernahm der Patrizier Augustus nicht, desgleichen seine Nachfolger. Der princeps genoss mithin die Rechte des Volkstribuns, ohne auch den Pflichten und Beschränkungen des Amtes unterworfen zu sein.

Auch für Augustus Nachfolger gehörte die tribunicia potestas fortan über Jahrhunderte zum Kernbereich ihrer kaiserlichen Macht. Die tribunizische Amtsgewalt stattete sie formal mit den Mitteln aus, die römische Innenpolitik scheinbar im Einklang mit den Gesetzen zu kontrollieren. Um die Fiktion der Annuität zu wahren, wurde die Vollmacht jährlich (allerdings automatisch) erneuert – oft wie beim regulären Tribunat am 10. Dezember, so dass man die Angaben TRI POT, TR P o. ä. auf Münzen und in Inschriften zur Datierung verwenden kann. Im Laufe des 4. Jahrhunderts hörten die Kaiser auf, sich auf die tribunicia potestas zu beziehen, da generell die Anknüpfung an Regeln der alten res publica in der Spätantike stark an Bedeutung verloren hatte.

Der Titel pater patriae wurde vom Senat verliehen. Bereits Marcus Furius Camillus und Quintus Fabius Maximus Cunctator wurden aufgrund ihrer Verdienste als parentes bezeichnet. Marius und Sulla erhielten ebenfalls den Titel parens bzw. pater ob cives servatos („Vater aufgrund der Rettung der Bürgerschaft“). Der Redner und Politiker Marcus Tullius Cicero wurde für die Aufdeckung der Verschwörung des Catilina während seines Konsulats im Jahr 63 v.Chr. mit diesem Titel geehrt.

Die nächsten Titelträger waren Gaius Iulius Caesar und Augustus, dem der Titel vom Senat, den Equites und dem römischen Volk verliehen wurde. Da der Titel pater patriae für die Legitimität des Herrschers nicht wesentlich war – anders als die Titel Imperator, Caesar, Augustus, Pontifex maximus oder die Tribunicia potestas – wurde er nicht Bestandteil der kaiserlichen Ehren. Erst seit der Verleihung an Pertinax 193 n.Chr. zählte er zur festen kaiserlichen Titulatur. Ebenso resultierte aus dem Titel keinerlei juristische Macht, vielmehr war die Verleihung ein Zeichen der Würde wie auch eine Verdeutlichung der Pflichten des Trägers gegenüber der Bürgerschaft. Wie der Pater familias einer Familie vorstand, war auch der Geehrte mit dem Schutz des Staates betraut. Dasselbe gilt für die weibliche Form. Der Titel einer mater patriae ist, nach Ansätzen bei Livia, zum ersten Mal bei Julia Domna belegt.

Der Senat verlieh den Titel zahlreichen römischen Kaisern, oft erst nach vielen Jahren der Herrschaft, manchmal aber auch bald nach Regierungsantritt, wenn der neue Kaiser die besondere Achtung des Senats genoss (wie etwa Nerva). Folglich trugen viele der kurzlebigen Herrscher diesen Titel nicht. Die Verleihung war an die Zustimmung des zu Ehrenden gebunden, der den Titel auch ablehnen konnte. So ließ sich Kaiser Tiberius den Ehrentitel nicht verleihen; auch Nero schlug das erste Angebot im ersten Jahr seiner Herrschaft aufgrund seiner Jugend aus. Als letzter Kaiser bezeichnete sich Anastasius I. in einem Brief aus dem Jahr 516 n.Chr. an den römischen Senat als pater patriae.

Hintergrund:
Die Denare des Severus Alexander zeigen die seit Langen üblichen Bilder, die von den Tugenden des Kaisers künden: Götter wie Pax, Libertas und Virtus zeigen seinen vornehmen Charakter, während Mars, Fides und Victoria von seiner militärischen Stärke sprechen. Dafür deuten die häufigen Darstellungen des Sonnengotts Sol daraufhin, dass der Kaiser wohl ein Anhänger des Mithras war, als dessen römische Entsprechung Sol galt. Religiöse Bestimmungen, welche unter Elagabal galten, ebenso wie die Erhebung des „Sol Elagabal“ zum Staatsgott, wurden von Severus Alexander wieder aufgehoben. Der heilige Stein von Emesa wurde schlicht wieder nach Syria zurück verfrachtet und das Heiligtum des Sol wieder zu einem römischen Heiligtum umfunktioniert.

Auch die Feldzüge gegen die Perser und später gegen die Germanen fanden ihren Niederschlag in den Münzprägungen des Severus Alexander. Im Jahr 230 n.Chr. überschritt ein persisches Heer den Euphrat und besetzte Mesopotamien. Seine Reiter gelangten weit bis nach Syrien und Kappadokien vor. Durch den daraus resultierenden Perserkrieg und der bedingten Entblößung der Rhein- und Donaugrenze hatten 233/234 n.Chr. Germanen größere Beutezüge unternommen und einige Befestigungsanlagen zerstört.

So wurden im Jahr 231 n.Chr. nach Alexanders Aufbruch in den Osten, für den Kaiser neue oder angepasste Rückseitentypen in der Münzprägung eingeführt. Sol stand nunmehr nicht mehr bewegungslos abgebildet wie in den Jahren zuvor, sondern wurde aktiv schreitend in Bewegung dargestellt, wie auch dann bei Iuppiter und Mars. Beide letztgenannten Götter erschienen durch Iuppiter Propugnator und Mars Ultor als militärischer, während mit Providentia, Annona und Spes der zivile Aspekt hervorgehoben wurde. Offensichtlich spielten dabei Sol, Iuppiter (der Verteidiger und Beschützer), sowie Mars (der Rächer) auf die kriegerischen Auseinandersetzungen gegen die Perser und Germanen an. Ausgaben von Providentia, Annona und Spes wiederum auf die Vor- und Fürsorge des Kaisers gegenüber dem römischen Volk in seiner Abwesenheit von Rom.

Quellen:
* Wikipedia: Severus Alexander
* Wikipedia: Sol
* Wikipedia: Pontifex Maximus
* Wikipedia: Tribunizische Gewalt
* Wikipedia: Pater Patriae
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser
* Peter Robert Franke, Ilse Paar: die antiken Münzen der Sammlung Heynen

Obverse:
You can see the draped bust of Severus Alexander facing right, wearing a laurel wreath. The inscription reads: IMP ALEXANDER PIVS AVG für Imperator Alexander Pius Augustus

Severus Alexander’s original name was Bassianus Alexianus. From June 221 AD he called himself Marcus Aurelius Alexander, and as emperor he bore the name Marcus Aurelius Severus Alexander. Mutinous soldiers, piloted by his mother Iulia Mamaea, murdered Elagabalus on March 11, 222 AD. Thirteen-year-old Alexander easily assumed the imperial dignity. On March 13, he was proclaimed emperor by the army, and the following day the Senate bestowed the title of Augustus on him. From then on, he no longer considered the adoption by Elagabalus to be the basis of his affiliation with the imperial family of the Aurelier, but his fictitious descent from Caracalla. On inscriptions he was referred to as the son of the „divine Antoninus“ (Caracalla). He also took the name Severus, reminiscent of Septimius Severus.

The portraits of Alexander Severus are comparatively numerous. They all belong to one basic type. A youthful face without facial expressions and a short hairstyle made of fine „feathers“ (so-called a-penna technique), which is always „combed“ in the same form in the technically demanding specimens, are typical of him. The feathers divide at the left corner of the forehead, are brushed back at the left temple and run across the middle of the forehead with a convex contour to the right side. At the right corner of the forehead they make a small counter swing, bend forward and are stroked backwards in the lower temple zone. The full, beautifully curved lips are striking in all the portraits.

The proportions of the heads vary and thus depict the emperor’s awakening from a 13-year-old boy to a 26-year-old young man. The beard growth increases accordingly. The childlike portrait on a toga bust in Rome (Capitoline Museums) represents the earliest version. The head in Berlin is significantly larger and shows the adolescent with a touch of beard on the upper lip. The slightly larger-than-life head in Paris shows the young adult with a beard that runs all the way around the chin and a little beard on the upper lip. The children’s portraits were sometimes related to Philippus Arab’s son, Philippus Minor, who lived 20 years later. However, the subtle divergences in the physiognomies and the stylistic differences in the rendering of the hair – the „little feathers“ typical of the twenties in Alexander Severus and the simple plucking of the hair in Philipus Minor – confirm the interpretation of the Capitol-type children’s portraits as those of Alexander Severus . Whether this type was created on the occasion of the adoption of Alexander Severus by Elegabalus (221 AD) or on the occasion of his accession to power (222 AD) cannot be determined.

For a long time, the smooth, well-formed features of Alexander Severus were considered classicistic and the realistic ones of the soldier emperors were considered realistic. Therefore one saw in the 3rd century AD different styles with diverging content backgrounds at work. But the portraits of Alexander Severus are simply those of a young emperor. The numerous portraits of heirs to the throne that followed were stylized in a similar way. The portraits of young men evidently followed a different model from the portraits of veteran military leaders, from whom most emperors of the third century AD were drawn. came from. A bronze head of unknown origin in Bochum reproduces the type of Alexander Severus in such a simplified way that one could doubt the naming. But the clear larger than life size speaks for an imperial portrait at this time. The traces of violent deliberate destruction that this portrait shows are visible expressions of memoria damnata in the portrait of a violently overthrown emperor.

The coin types under Severus Alexander are largely conservative. The emperor himself occasionally called himself „Restitutor Monetae“ on coins. Minting of non-ferrous metal coins experienced a small renaissance, the Antoninianus minted under Caracalla and initially under Elagabalus was no longer issued. After the catastrophic years under Elagabalus, Severus Alexander and his mother Iulia Mamae made every effort to bring about something resembling a traditional Roman return, thereby calming the mood of the Roman people and the nobility.

Reverse:
The god Sol is shown, standing, naked except for a cloak over his shoulder. Crowned head turned to the left, right hand outstretched, holding a globe in the left hand. The inscription reads: P M TR P X COS III P P for Pontifex Maximus Tribunitia Potestas (for the tenth time) Consul (for the third time) Pater Patriae.

Sol (Latin sun) is the sun god of ancient Roman mythology. He is best known for his since the 2nd century AD usual manifestation as Sol invictus (Latin undefeated sun god). Although Sol corresponds to the Greek Helios, with which he also shows similarities iconographically, he was not adopted from the Greek religion, but is of native origin.

In Rome there was already an apparently very old sun cult in the republican period, which allegedly went back to the time when the city was founded by Romulus and had been introduced by the legendary Sabine king Titus Tatius. The ancient Roman sun god was called Sol Indiges (native Sol) and worshiped together with the moon deity Luna. The two were closely connected and shared a temple in the Circus Maximus, where their common feast day was celebrated on August 28th. In addition, Sol Indiges had his own temple on the Quirinal, where homage was paid to him on August 8th and 9th. In terms of popularity, he belonged to the lower-ranking deities. Sol does not appear in god myths. Nor does Helios appear as a personality in Greek mythology. Only since the final phase of the Roman Republic did the popularity of the sun god increase. Rainer Albert suspects that Marcus Antonius propagated the cult of the sol on one of his coins, thereby referring to the East he ruled, where, in contrast to Rome, the cult of the sol was already widespread.

The sun brings everything to light with its light, and so nothing remains hidden from the sun god. Helios is „all-seeing“, therefore omniscient and a witness to crimes. Sol was also characterized by this quality, and so he received in the 1st century AD a new and very important task, namely to protect the Emperor from danger. The uncovering of the Pisonian conspiracy against Emperor Nero was attributed to the help of Sol, who received a special thank offering for it. Emperor Vespasian dedicated the god 75 AD a huge statue. So Sol developed into the patron god of rulers. It appeared on imperial coins under Trajan and Hadrian. The term Sol invictus is written for him for the first time in 158 AD witnessed on an altar (Soli invicto deo). From the 2nd century it appeared as the nickname of Mithras – Sol invictus Mithras.

Worship of Sol invictus increased under the emperors of the Severan dynasty. Septimius Severus had himself and his wife depicted on coins with the attributes of the sun (crown of rays) and moon (crescent moon) and also used solar symbolism for his two sons Caracalla and Geta, whose successor he was planning to rule. The association with the sun was primarily aimed at the aspect of eternity (aeternitas) of the celestial body – the reign of the imperial family was to be as permanent as the sun. With Sol, the Severans emphasized the program of durability. Through the depicted motif of handing over the globe, Sol also becomes the guarantor of world domination.

The pontifex maximus was the highest-ranking priest in the college of pontifices in the Roman Empire. Since the 3rd century BC his office was assigned by election in a special popular assembly. The pontifex maximus apparently had supreme authority over all sacred affairs in Rome, especially the priestesses of Vesta. According to Cicero, the pontifex maximus once also kept the annales maximi, in which important religious and political events were listed by year.

The last pontifices maximi at the time of the Roman Republic were Gaius Iulius Caesar and Marcus Aemilius Lepidus. After Lepidus‘ death in 12 BC Caesar’s adopted son Augustus was the new pontifex maximus, and all Roman emperors henceforth held this position. In the case of multiple empires, it marked the highest-ranking ruler until the supreme pontificate in 238 AD was first divided under Pupienus and Balbinus. According to Alan Cameron, the pontifex maximus was one of the most respected priests in Rome before Augustus, but it was not until the imperial period that he became the chief overseer of Roman cults, since the holder of the office of emperor was always the most powerful man in the empire.

The tribunician power (Latin tribunicia potestas) refers to the official and violent powers of the tribunes in ancient Rome. In the course of the founding of the principate by the first Roman emperor Augustus, the office and official powers of the tribune were separated. The award of the tribunicia potestas to Augustus is unclear and controversial due to the sources. In the year 36 BC he received the tribunician power, so the sacrosanctitas, the ius subselli and the ius auxilii. In the year 30 BC the latter was extended over the urban area of ​​Rome to the first milestone. From the year 23 BC the princeps could dispose of the tribunicia potestas annua et perpetua and thus constantly exercise it throughout the entire territory of the Roman Empire. Since then, the official power of the tribunes was part of the imperial power, which was also reflected in the counting of the imperial years after the tribunicia potestas. The patrician Augustus did not take over the office itself and the title, neither did his successors. The princeps thus enjoyed the rights of the tribune of the people without being subject to the duties and restrictions of the office.

For the successors of Augustus, too, the tribunicia potestas was part of the core of their imperial power for centuries to come. The tribunician authority formally endowed them with the means to control Roman domestic politics, seemingly in accordance with the law. In order to preserve the fiction of the annuity, the power of attorney was renewed annually (albeit automatically) – often as with the regular tribunate on December 10th, so that the indications TRI POT, TR P or similar on coins and in inscriptions are used for dating can. In the course of the 4th century, the emperors ceased to refer to the tribunicia potestas, since in general the connection to the rules of the old res publica had lost much of its importance in late antiquity.

The title of pater patriae was conferred by the Senate. Already Marcus Furius Camillus and Quintus Fabius Maximus Cunctator were called parentes because of their merits. Marius and Sulla also received the title parens or pater ob cives servatos (‚Father due to the salvation of the citizenry‘). The orator and politician Marcus Tullius Cicero was credited with exposing the conspiracy of Catiline during his consulship in 63 BC honored with this title.

The next title holders were Gaius Iulius Caesar and Augustus, to whom the title was bestowed by the Senate, the Equites and the Roman people. Because the title pater patriae was not essential to the ruler’s legitimacy—unlike the titles imperator, caesar, augustus, pontifex maximus, or the tribunicia potestas—it did not become part of the imperial honors. It was only after it was awarded to Pertinax in 193 AD that it became part of the permanent imperial title. Likewise, no legal power resulted from the title, rather the award was a sign of dignity as well as a clarification of the duties of the bearer towards the citizenry. Just as the pater familias presided over a family, the honoree was entrusted with the protection of the state. The same applies to the feminine form. The title of a mater patriae, after beginnings with Livia, is documented for the first time by Julia Domna.

The Senate bestowed the title on numerous Roman emperors, often only after many years of rule, but sometimes soon after assuming power if the new emperor enjoyed the special respect of the Senate (such as Nerva). Consequently, many of the short-lived rulers did not hold that title. The award was subject to the consent of the honoree, who could also refuse the title. Emperor Tiberius did not allow himself to be given the honorary title; Nero also rejected the first offer in the first year of his rule because of his youth. Anastasius I described himself as the last emperor in a letter from the year 516 AD to the Roman Senate as pater patriae.

Background:
The denarii of Severus Alexander show the long-established imagery that speaks of the virtues of the emperor: gods like Pax, Libertas and Virtus show his noble character, while Mars, Fides and Victoria speak of his military strength. On the other hand, the frequent depictions of the sun god Sol indicate that the emperor was probably a follower of Mithras, whose Roman counterpart Sol was considered to be. Religious regulations, which were valid under Elagabalus, as well as the elevation of „Sol Elagabalus“ to the state god, were repealed by Severus Alexander. The sacred stone of Emesa was simply shipped back to Syria and the sanctuary of Sol was converted back into a Roman sanctuary.

The campaigns against the Persians and later against the Germans were also reflected in the coinage of Severus Alexander. In the year 230 AD a Persian army crossed the Euphrates and occupied Mesopotamia. His horsemen advanced as far as Syria and Cappadocia. Due to the resulting Persian War and the conditional denudation of the Rhine and Danube borders, 233/234 AD had Germans made larger raids and destroyed some fortifications.

So in the year 231 AD after Alexander’s departure for the east, new or adapted reverse side types were introduced in coinage for the emperor. Sol was no longer shown standing motionless as in previous years, but was shown actively walking in motion, as was the case with Iuppiter and Mars. Both of the latter gods appeared as a military aspect with Iuppiter Propugnator and Mars Ultor, while the civil aspect was emphasized with Providentia, Annona and Spes. Apparently Sol, Iuppiter (the defender and protector) and Mars (the avenger) alluded to the military conflicts against the Persians and Germans. Issues of Providentia, Annona and Spes turn to the emperor’s foresight and care for the Roman people in his absence from Rome.

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