Publius Septimius Geta 197 bis 211 n.Chr.

Silber Denar Rom Publius Septimius Geta 200/202 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 200/202 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 20mm
Gewicht: 3,40g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Private Sammlung, Deutschland
Referenz: RIC IV Geta 18

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste des Geta. Die Inschrift lautet: P SEPT GETA CAES PONT für Publius Septimius Geta Caesar Pontifex.

Vielleicht schon Mitte 195 n.Chr. (spätestens 196 n.Chr.) wurde Getas Bruder Caracalla der Titel Caesar verliehen, womit er zum künftigen Kaiser designiert wurde. Eine entsprechende Rangerhöhung Getas blieb zunächst aus. Im Jahr 197 n.Chr. (spätestens 198 n.Chr.) erhielt Geta die Titel Caesar und Princeps iuventutis. Wohl gleichzeitig wurde Caracalla zum Augustus, das heißt zum nominellen Mitregenten des Vaters und dem amtierenden Kaisers Septimius Severus erhoben. Damit wurde wiederum Caracallas Vorrang festgeschrieben. Im Jahr 199 n.Chr. bekam Geta dann Amt und Titel des Pontifex verliehen. Im Jahr 209 n.Chr. erhielt Geta die Würde eines Augustus, womit seine bisherige rangmäßige Benachteiligung gegenüber seinem Bruder endete. Nach dem erfolgreichen Britannien Feldzug 210 n.Chr. nahmen sowohl Septimius Severus, als auch Caracalla und Geta den Siegernamen Britannicus maximus an.

Da Geta 10 Jahre lang als Prinz und Caesar am kaiserlichen Hof lebte, überwiegen die Portraitdarstellungen, die ihn als Jüngling zeigen. Etwa um das Jahr 204 n.Chr. wurden für Caracalla und Geta neue Bildnistypen geschaffen. Beide trugen nun das kurzgeschorene Haar, das in der Folge im 3. Jahrhundert n.Chr. zur führenden Frisurenmode wurde. Merkwürdigerweise sind die Typen der beiden Brüder einander so ähnlich, dass man sie nicht zuverlässig auseinanderhalten kann. Die Prägungen für Geta ähneln in Schnitt und Ausführungen daher stark den Münzen des Caracalla. Für beide gab es verschiedene Neuauflagen, die das Älterwerden durch zunehmenden Bartwuchs anzeigten.

Doch in den letzten Lebensmonaten des Geta vollzog sich im Porträtbild ein radikaler Wechsel. Er versuchte sich immer mehr optisch von seinem Bruder zu differenzieren und propagandierte damit auch ein politisches Statement. Die Münzbilder ähneln nun in der letzten Phase immer mehr dem Bildnis seines verstorbenen Vaters Septimius Severus. Ahnte Geta schon die Terrorherrschaft seines Bruders kommen und wollte sich als Alternative zur vorherigen Regierungszeit des Septimius Severus anbieten?

Der Pontifex war im römischen Reich ein sakraler Beamter (ungenau als Priester bezeichnet). Die Pontifices waren in einem Gremium, dem Collegium pontificum zusammengefasst. Das Pontifikalkollegium war diejenige Behörde, die für die Wahrnehmung aller Zeremonien und Opfer nach dem patrius ritus zuständig war. Ihnen fielen alle Aufgaben des regelmäßigen staatlichen Gottesdienstes zu, die nicht anderweitig besonders geordnet waren. Der Vorsteher des Kollegiums war der Pontifex Maximus.

Die Aufgabe der Pontifices bestand vor allem in der Überwachung aller religiösen Vorschriften. Sie waren zunächst angeblich – laut sehr viel späterer Überlieferung – buchstäblich als Brückenbauer, die die erste Tiberbrücke unterhielten (den pons sulicius), zugleich für den Kontakt mit dem Flussgott Tiber zuständig, was ihrer Bedeutung als Berater in allen rechtlichen – und damit religiösen – Handlungen versinnbildlicht. Sicher ist, dass sie nach Ansicht der Römer die geheimnisvolle Welt der Götter kannten und daher die Menschen in allen religiösen Fragen – wozu gerade das Recht gehörte – beraten konnten. Die Beratung erfolgte unentgeltlich. Aufgrund ihrer sakralen Stellung beherrschten die pontifices die Regeln für den Verkehr Roms mit den Göttern (ius sacrum) wie auch des Verkehrs der Römer untereinander (ius).

Sie legten daher die Gerichtstage fest, kannten die Klageformeln des altrömischen Prozesses und die Formeln für den Abschluss von Rechtsgeschäften. Nach der Auffassung der römischen Frühzeit kam es nämlich wie beim Gebet auch in Rechtsdingen auf den Gebrauch der richtigen Wörter an. Die Gebets- und Rechtsformeln (fasti) waren nach der damaligen Vorstellung Zauberformeln. Die fasti wurden im Archiv des Kollegiums aufbewahrt und waren geheim. Die pontifices hatten also in Rechtsdingen zunächst eine Monopolstellung, die sie jedoch verloren, als die fasti veröffentlicht wurden. Damit wurden Rechtspflege und Rechtswissenschaft verweltlicht. Die Entwendung soll um 300 v.Chr. geschehen sein. Sie wird dem Schreiber Gnaeus Flavius zugeschrieben. Nach ihm wird sie auch ius Flavianum genannt.

Revers:
Zu sehen ist Geta in Militärkleidung nach links stehend. In der rechten Hand hält er einen Zweig, in der linken Hand einen Speer. Dahinter ist ein Tropaeum (Siegestrophäe) abgebildet. Die Inschrift lautet: PRINC IVVENTVTIS für Princeps Iuventutis (der Erste der Jugend).

Als princeps iuventutis („Erster der Jugend“) oder seltener princeps iuventum wurden während der römischen Kaiserzeit die designierten Nachfolger des princeps bezeichnet.

Der Ausdruck erscheint erstmals in der späten Republik. So nannte Marcus Tullius Cicero den von ihm geschätzten Cato den Jüngeren so, und Titus Livius kennt ihn als Bezeichnung jugendlicher Reiter bzw. führender junger Männer aus Gemeinden ohne römisches Bürgerrecht. Als regelrechter und exklusiver Titel wurde er aber erst nach der Errichtung des Principats durch Augustus eingeführt. Dieser organisierte die ritterlichen Jungmannschaften (und teils die mündigen jugendlichen Angehörigen der Nobilität) als iuventus und ließ seine Enkel und präsumtiven Nachfolger Gaius und Lucius Caesar 5 bzw. 2 v.Chr. zu principes iuventutis erklären. Dies wurde auch in einer umfangreichen Münzserie propagiert, die die beiden mit Ehrenschilden und Speeren zeigte.

Mit dem Rang eines princeps iuventutis scheinen dabei kaum konkrete Vollmachten verbunden gewesen zu sein, dennoch wurden unter anderem auch Germanicus, Tiberius Gemellus, Nero, Domitian und Commodus durch diesen Titel besonders hervorgehoben.

Dieser Brauch wurde auch beibehalten, als es seit 68 n.Chr. üblich wurde, den präsumtiven Nachfolger – das römische Kaisertum war formal nicht erblich – zum Unterkaiser (Caesar) oder sogar Mitherrscher (Augustus) zu erheben. Seit Septimius Severus verschwand dabei die Beziehung des princeps iuventutis zu den Rittern (equites). Während der Reichskrise des 3. Jahrhunderts verliehen viele Soldatenkaiser den Titel fast regelmäßig an Verwandte, die zu jung schienen, um bereits mit kaiserlichen Vollmachten ausgestattet zu werden. Im 4. Jahrhundert geriet der Titel dann allerdings langsam außer Gebrauch, zuletzt ist er für Valentinian II. bezeugt.

Der Begriff Tropaion bezeichnete ursprünglich ein Symbol, das an genau der Stelle aufgestellt wurde, an der die Feinde sich vom Schlachtfeld abgewandt und die Flucht ergriffen hatten. Es bestand aus einem meist hölzernen Pfahl oder Gerüst, an dem Waffen und Rüstung der Unterlegenen in der Weise befestigt wurden, in der sie bei einem Hopliten (Fußsoldaten) positioniert waren. Das Tropaion hatte also eine anthropomorphe Erscheinung. Vermutlich gingen mit der Aufstellung einer solchen „militärischen Vogelscheuche“ auch noch diverse religiöse Riten einher, zum Beispiel die Weihung an eine bestimmte Gottheit.

Zu einem Tropaion gehörten Helm, Schild, Schwert oder Lanze und manchmal die Oberbekleidung des gegnerischen Kämpfers. Zugleich kommen der mit zwei symmetrisch angeordneten Schilden ausgestattete sowie der entwaffnete, nur mit Helm und Rüstung bewehrte Typus hinzu. In römischer Zeit wird dieser Spielraum noch einmal erweitert und es entsteht der so genannte „überladene Typus“, an dessen Armen und Füßen Waffen und Rüstwerk aufgehäuft sind. Durch den Kontext wurde dieses allgemeine Machtsymbol mit einer expliziteren Bedeutung belegt. Häufig wurden gefesselte Barbaren am Fuße des Tropaion abgebildet, deren Physiognomie und Kleidung den speziellen Anlass für die Darstellung vermittelten. Das Tropaion war zu einem Sinnbild römischen Herrscherdenkens geworden und wurde selbst dann noch auf Münzen geprägt, als das Imperium im Niedergang begriffen war.

Hintergrund:
Geta stand bereits in jungen Jahren immer im Schatten seines älteren Bruders Caracalla. Sein Bruder wurde stets bevorzugt. Im Jahr 195 oder 196 n.Chr. erhielt Caracalla den Titel Caesar, sein Bruder ging dabei leer aus. Als Geta dann im Jahr im Jahr 197 bzw. 198 n.Chr. zum Caesar erhoben wurde, bekam sein Bruder den Titel Augustus und wurde damit Mitregent seines Vaters Septimius Severus.

Eine weitere Zurückstellung Getas zeigte sich bei den angenommenen Adoptivnamen. Septimius Severus gab sich ab Frühjahr 195 n.Chr. zum Zweck der Legitimierung seiner Herrschaft als Adoptivsohn des 180 n.Chr. gestorbenen Kaisers Mark Aurel aus. Mit dieser Fiktion wollte er sich in die Tradition der Adoptivkaiser stellen. Daher erhielt auch Caracalla als fiktiver Enkel Mark Aurels den Namen dieses beliebten Herrschers: Er hieß fortan Marcus Aurelius Antoninus, wurde also wie sein Vater als Angehöriger von Mark Aurels Familie, des Kaisergeschlechts der Antonine, betrachtet. Geta hingegen wurde nicht umbenannt, also nicht fiktiv in das Geschlecht der Antonine aufgenommen.

Bei den Namen gibt es eine Merkwürdigkeit, deren genauen Umstände es mir bis heute nicht gelungen ist zu klären. Geboren wurde er als Publius Severus Geta. Um das Jahr 198 n.Chr. erscheint dann auf stadtrömischen Münzprägungen die Legende Lucius Septimius Geta, auf einigen Provinzbronzen sogar Lucius Publius Septimius Geta. Hier könnte es sich um einen Namenszusatz in Beziehung zu Lucius Verus (dem Mitkaiser des Marc Aurel) oder zu Commodus (Lucius Aurelius Commodus) handeln. Doch bereits im Jahr 200 n.Chr. zwei Jahre später, existieren nur noch stadtrömische Prägungen mit der Legende Publius Severus Geta – Lucius wird bis zu seinem Lebensende als Teil der Inschriften nie wieder auftauchen.

So oder so stand Geta zeitlebens in direktem Konflikt mit seinem älteren Bruder und scheint seine Position innerhalb der Familie nie wirklich gefunden zu haben. Geta wurde überschüttet mit Titeln, wie Caesar, Pontifex, erster der Jugend und viele anderen Ehrungen, welche allerdings nur hübscher Tand waren. Aktiv konnte er kaum im Imperium mitwirken noch hatte er wirkliche Machtbefugnisse. Das letzte Wort hatte immer sein Vater oder sein Bruder Caracalla. 

Quellen:
* Wikipedia: Geta
* Wikipedia: Pontifex
* Wikipedia: Princeps iuventutis
* Peter Robert Franke, Ilse Paar: die antiken Münzen der Sammlung Heynen
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser

Obverse:
The draped bust of Geta facing right can be seen. The inscription reads: P SEPT GETA CAES PONT for Publius Septimius Geta Caesar Pontifex.

Perhaps already in the middle of 195 AD (at the latest in 196 AD) Geta’s brother Caracalla was given the title Caesar, which designated him as the future emperor. A corresponding elevation of Geta’s rank did not take place at first. In the year 197 AD (at the latest 198 AD) Geta received the titles Caesar and Princeps iuventutis. Probably at the same time Caracalla was elevated to Augustus, i.e. to the nominal co-ruler of his father and the reigning emperor Septimius Severus. This in turn established Caracalla’s primacy. Then in 199 AD Geta was given the office and title of pontifex. In 209 AD Geta received the dignity of Augustus, which ended his previous rank disadvantage compared to his brother. After the successful Britannia campaign in 210 AD, Septimius Severus, Caracalla and Geta all took the victorious name Britannicus maximus.

Since Geta lived for 10 years as a prince and Caesar at the imperial court, the portraits that show him as a youth predominate. Around the year 204 AD new types of portraits were created for Caracalla and Geta. Both now wore the short-cropped hair that subsequently became popular in the 3rd century AD became the leading hairstyle fashion. Oddly enough, the types of the two brothers are so similar that one cannot reliably tell them apart. The strikes for Geta are therefore very similar in cut and design to the coins of Caracalla. There were various new editions for both, which indicated aging through increasing beard growth.

However, in the last months of Geta’s life, a radical change took place in portraiture. He tried more and more to differentiate himself visually from his brother and thus also propagated a political statement. In the last phase, the coin images now resemble more and more the portrait of his deceased father Septimius Severus. Did Geta already suspect his brother’s reign of terror and wanted to offer himself as an alternative to the previous reign of Septimius Severus?

The pontifex was a sacred official (inaccurately called a priest) in the Roman Empire. The pontifices were grouped together in a body, the Collegium pontificum. The pontifical college was the authority responsible for administering all ceremonies and sacrifices according to the patrius rite. They were responsible for all the tasks of regular state worship that were not otherwise specifically arranged. The head of the college was the Pontifex Maximus.

The main task of the pontifices was to monitor all religious regulations. They were initially – according to much later tradition – literally as bridge builders who maintained the first Tiber bridge (the pons sulicius), at the same time responsible for contact with the river god Tiber, which is their importance as advisors in all legal – and thus religious – actions symbolized. What is certain is that, according to the Romans, they knew the mysterious world of the gods and were therefore able to advise people on all religious questions, which included the law. The advice was free of charge. Due to their sacred position, the pontifices ruled the rules for Rome’s dealings with the gods (ius sacrum) as well as the dealings between the Romans themselves (ius).

They therefore determined the court days, knew the formulas of complaint of the ancient Roman process and the formulas for the conclusion of legal transactions. According to the view of the early Roman period, as in prayer, the use of the right words was also important in legal matters. According to the ideas of the time, the prayer and legal formulas (fasti) were magic formulas. The fasti were kept in the college archives and were secret. The pontifices initially had a monopoly in legal matters, which they lost when the fasti were published. The administration of justice and jurisprudence were thus secularized. The theft is said to have occurred around 300 BC to have happened. It is attributed to the scribe Gnaeus Flavius. She is also called ius Flavianum after him.

Reverse:
Geta is seen standing left in military garb. He holds a twig in his right hand and a spear in his left. Behind it is a tropaeum (victory trophy). The inscription reads: PRINC IVVENTVTIS for Princeps Iuventutis (the first of youth).

During the Roman Empire, the designated successors of the princeps were referred to as princeps iuventutis (“first of youth”) or more rarely princeps iuventum.

The phrase first appears in the late Republic. That is what Marcus Tullius Cicero called Cato the Younger, whom he admired, and Titus Livius knows it as a designation for young horsemen or leading young men from communities without Roman citizenship. However, it was not introduced as a proper and exclusive title until after Augustus had established the Principate. This organized the young knights (and some of the responsible young members of the nobility) as iuventus and let his grandsons and presumptive successors Gaius and Lucius Caesar 5 and 2 BC to declare principes iuventutis. This was also propagated in an extensive series of coins showing the two with shields of honor and spears.

The rank of princeps iuventutis does not seem to have been associated with any specific powers, but Germanicus, Tiberius Gemellus, Nero, Domitian and Commodus were also particularly emphasized by this title.

This custom was maintained even when it was practiced since AD 68. It became customary to elevate the presumptive successor – the Roman empire was not formally hereditary – to the status of sub-emperor (Caesar) or even co-ruler (Augustus). Since Septimius Severus the relation of the princeps iuventutis to the knights (equites) disappeared. During the imperial crisis of the 3rd century, many soldier emperors almost regularly bestowed the title on relatives who seemed too young to already be endowed with imperial powers. In the 4th century, however, the title slowly fell out of use, most recently it is attested for Valentinian II.

The term tropaion originally referred to a symbol placed at the very spot where enemies turned from the battlefield and fled. It consisted of a pole or scaffold, usually wooden, to which the weapons and armor of the defeated were attached in the manner in which they would be positioned with a hoplite (foot soldier). The Tropaion thus had an anthropomorphic appearance. The erection of such a “military scarecrow” was probably accompanied by various religious rites, such as consecration to a specific deity.

A tropaion included a helmet, shield, sword or spear, and sometimes the outer clothing of the opposing combatant. At the same time, there are the types equipped with two symmetrically arranged shields and the disarmed type armed only with a helmet and armour. In Roman times, this scope was expanded again and the so-called „overloaded type“ emerged, with weapons and armor piled up on their arms and feet. The context has given this general symbol of power a more explicit meaning. Bound barbarians were often depicted at the foot of the Tropaion, whose physiognomy and clothing conveyed the special occasion for the depiction. The tropaion had become a symbol of Roman rulership and was still minted on coins even when the empire was in decline.

Background:
From a young age, Geta was always overshadowed by his older brother Caracalla. His brother was always preferred. In the year 195 or 196 AD Caracalla received the title of Caesar, his brother got nothing. When Geta then in the year 197 or 198 AD was raised to Caesar, his brother received the title of Augustus and thus became co-regent of his father Septimius Severus.

A further deferral of Geta was shown in the adopted adoptive names. Septimius Severus surrendered from the spring of 195 AD for the purpose of legitimizing his rule as an adopted son of 180 AD deceased Emperor Mark Aurel. With this fiction he wanted to place himself in the tradition of the adoptive emperors. This is why Caracalla, as Mark Aurel’s fictitious grandson, was given the name of this popular ruler: From then on he was called Marcus Aurelius Antoninus, so like his father he was considered a member of Mark Aurel’s family, the imperial family of the Antonines. Geta, on the other hand, was not renamed, i.e. not fictitiously included in the family of the Antonines.

There is an oddity about the names, the exact circumstances of which I have not been able to clarify to this day. He was born Publius Severus Geta. Around the year 198 AD then the legend Lucius Septimius Geta appears on Roman city coins, and even Lucius Publius Septimius Geta on some provincial bronzes. This could be a suffix related to Lucius Verus (the co-emperor of Marc Aurel) or to Commodus (Lucius Aurelius Commodus). But already in the year 200 AD two years later, only Roman coins with the legend Publius Severus Geta still exist – Lucius will never appear again as part of the inscriptions until the end of his life.

Either way, Geta was in direct conflict with his older brother throughout his life and never seems to have really found his position within the family. Geta was showered with titles such as Caesar, Pontifex, First of Youth, and many other honors, which, however, were only pretty baubles. He could hardly participate actively in the Empire, nor did he have any real powers. His father or his brother Caracalla always had the last word.

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