Marcus Aurelius Severus Antoninus Caracalla 211 bis 217 n.Chr.

AE Bronze Parium Marcus Aurelius Severus Antoninus Caracalla 211/217 n.Chr.

Münze:
Provinz Bronze der römischen Kaiserzeit 211/217 n.Chr.
Material: AE
Durchmesser: 25mm
Gewicht: 7,88g
Münzstätte: Parium Mysia, Asia Minor
Provenienz: Goltbeeck Collectibles, Wezep Niederlande, ex Naumann Sammlung (2017)
Referenz: SNG Copenhagen 294, BMC 108var.

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte, kürasierte Büste des Caracalla mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: ANTONINVS PIVS AV für Antoninus Pius Augustus.

Geboren als Lucius Septimius Bassianus, erhielt er von seinem Vater um das Jahr 195/196 n.Chr. den Namen Marcus Aurelius Antoninus. Damit wurde er in das Kaisergeschlecht der Antonine aufgenommen und als fiktiver Enkel des Marcus Aurelius ausgegeben. Zur gleichen Zeit wurde ihm der Titel Caesar verliehen, womit er zum künftigen Kaiser designiert wurde. Im Jahr 197, spätestens jedoch 198 n.Chr. wurde er zum Augustus erhoben und mit den kaiserlichen Vollmachten ausgestattet. 

Nach den erfolgreichen Feldzügen gegen die Parther, erhielt er gegen 199 n.Chr. den Ehrentitel „Parthicus maximus“, welcher dann ab 200 n.Chr. auch auf Münzen erscheint. Im Jahr 208 n.Chr. zog die gesamte Kaiserfamilie unter Septimius Severus nach Britannien, um militärisch gegen die Kaledonier und Mäaten weit im Norden Schottlands vorzugehen. Nach dem siegreichen Feldzug führte Caracalla ab 210 n.Chr. den Siegernamen „Britannicus maximus“, den auch sein Vater und sein Bruder annahmen.

Den Siegernamen „Germanicus maximus“ führte Caracalla seit 208 oder 213 n.Chr. Laut einer Publikation von Dr. Werner Robl, kam es bereits auf dem Weg nach Britannien im Jahr 208 n.Chr. zu einer Expedition nach Germanien. Um die sich gegenseitig verhassten Brüder Caracalla und Geta zu trennen, soll Iulia Domna ihren Sohn zur Visitationsreise an den obergermanischen und rätischen Limes geschickt haben. Es kam allerdings zu keinem Krieg, wohl aber die formale Unterwerfung des einen oder anderen Stammes unter die Herrschaft der Römer, was den jungen Caracalla zur Behauptung eines Sieges über die Germanen und zu jenem frühen Scheintitel „Germanicus maximus“ veranlasste. 

Eine zweite Erklärung bietet das Jahr 213 n.Chr. an. Im Sommer dieses Jahres war er in Germanien über den rätischen Limes gegen die Alemannen zu Felde gezogen und hatte schließlich eine erfolgreiche Schlacht mit ihnen am Mainfluss geschlagen. Sein Verhalten zum Feind war jedoch gekennzeichnet durch Verrat und Brutalität. So hatte er die alemannische Jugend aufgerufen unter seinen Fahnen mitzukämpfen und sie dann grausam ermorden lassen. Anschließende Kämpfe scheinen jedoch weniger günstig verlaufen zu sein, denn er sah sich zu Zahlungen an germanische Gruppen veranlasst. Insgesamt gesehen war sein Vorgehen aber offenbar erfolgreich, denn die Lage an der Nordgrenze blieb für zwei Jahrzehnte stabil. 

Allerdings soll Caracalla von den Arvalbrüdern in Rom, einer Priesterschaft in Staatsdiensten, bereits am 17. Mai 213 n.Chr. als „Germanicus maximus“ öffentlich ausgerufen worden sein. Das wären geschlagene drei Monate vor dem mit seinem Namen verbundenen Kampfereignis im Spätsommer desselben Jahres. Wann er den Titel inoffiziell oder offiziell getragen hatte, wird daher noch kontrovers diskutiert. Auf Münzen erscheint der Ehrentitel erstmals ab dem Jahr 213 n.Chr.

Die Beinamen Pius und Felix erscheinen zum ersten Mal offiziell am 1. April 200 n.Chr. und werden meist zwischen dem Namen Antoninus und dem Titel Augustus gestellt. Dabei fehlt der Titel Felix bis 211/212 n.Chr. öfters, so dass in der ersten Zeit Pius allein in der Titulatur vorkommt. Auf Münzprägungen erscheint Pius seit 201 n.Chr. das erste Mal, während Felix erst seit 213 n.Chr. in der Legende zu lesen ist.

Als „Princeps iuventutis“ wurde er meist nur zu Lebzeiten seines Vaters bezeichnet. Die tribunicia potestas erhielt Caracalla im Jahr 198 n.Chr. erstmalig. Das erste Amt des Consulats begleitete er im Jahr 202 n.Chr. Pater Patriae ist nachweisbar seit dem Jahr 205 n.Chr. Den Titel Imperator II erhielt er gegen 207/208 n.Chr. und dann im Jahr 213 n.Chr. als Imperator III. Den Titel „Pontifex Maximus“ trug er richtigerweise erst nach dem Tod seines Vaters Septimius Severus, aber irrtümlich oder aus Schmeichelei wurde er auch schon früher so genannt. Eigentlich war er vor dem Jahr 211 n.Chr. nur Pontifex.

Als Alleinherrscher und Kaiser führte er den Namen Marcus Aurelius Severus Antoninus. Caracalla (richtig eigentlich Caracallus) war ein Spitzname, den er vermutlich ab 208 oder 213 n.Chr. nach einem langen Kapuzenmantel erhielt und in Rom einführte. Dabei handelte es sich um eine vom Kaiser persönlich entworfene modifizierte Luxusausführung eines germanischen oder keltischen Kleidungsstücks. Ein weiterer Spitzname, den Cassius Dio überliefert, war Tarautas. Unter diesem Namen war ein kleinwüchsiger, hässlicher und brutaler Gladiator bekannt, der offenbar ähnlich wie der Kaiser aussah, zumindest nach der Ansicht von dessen Gegnern.

Von Caracalla sind vier Porträttypen bekannt. Sie unterscheiden sich so deutlich, dass ihr Einsetzen mit Hilfe der datierten Münzen genau bestimmt werden kann. Ein erster Typus entstand 196 n.Chr. Unverkennbar ist das jugendlich-lockenköpfige Porträt dem des jungen Marc Aurel nachgebildet. Der Typus entstand zur gleichen Zeit wie ein Porträttypus des Septimius Severus, dessen Gestaltung sich an den letzten Porträttypus des Marc Aurel anlehnt. Die Porträts von Vater und Sohn sollten die behauptete Abstammung aus dem Hause der Antoninen vor Augen führen, die auch in Caracallas neuem Namen zum Ausdruck kam. Von diesem Typus gab es Neuauflagen mit erwachsener werdenden Proportionen.

Im Jahr 204 n.Chr. wurden für Caracalla und Geta neue Bildnistypen geschaffen. Beide trugen nun das kurzgeschorene Haar, das in der Folge im 3. Jahrhundert n.Chr. zur führenden Frisurenmode wurde. Merkwürdigerweise sind die Typen der beiden Brüder einander so ähnlich, dass man sie nicht zuverlässig auseinanderhalten kann. Für beide gab es verschiedene Neuauflagen, die das Älterwerden durch zunehmenden Bartwuchs anzeigten. Auch die Porträts aus dem Jahr der gemeinsamen Regierung 211/12 n.Chr. entsprechen diesen Typen und zeigen beide mit kurzem Vollbart.

Mit dem Gewinn der Alleinherrschaft 212 n.Chr. gestaltete Caracalla sein Porträt völlig neu. Der Kopf ist scharf zur linken Seite gewendet, und die Stirn des massiven Gesichts so kräftig zusammengezogen, dass der Betrachter schwanken kann, ob er in eine Miene höchster Anstrengung oder höchsten Zornes blickt. Caracalla trägt in diesem Porträt eine kurze Lockenfrisur und einen kurzgelockten Bart. Zu diesem Entwurf gehörte die Erfindung eines neuen kurzen Panzerbüstentypus, in dessen straff zur Seite gezogenem Mantel sich die starke Bewegung des Kopfes spiegelt.

Für die Interpretation dieses merkwürdigen Porträts ist es wichtig zu sehen, dass der Kaiser die extreme Inszenierung seiner selbst schon nach wenigen Jahren wieder zurückgenommen hat. In einem 215 n.Chr. geschaffenen Typus wurden die Haltung des Kopfes und die Mimik des Gesichts beruhigt, und Caracalla trägt wieder das kurze Haar, das nun üblich wurde. In einem vermutlich postumen Typus wurde die heftige Mimik des Typus von 212 n.Chr. wieder aufgenommen − man wüsste gern weshalb.

Die extreme Mimik des Porträttypus von 212 n.Chr. muss auch den Zeitgenossen aufgefallen sein. Das zeigen Bemerkungen in der antiken Literatur, die diese Mimik allerdings der Person zuschreiben. Der Zeitgenosse Dio Cassius berichtet, ein Spaßmacher habe gesagt, Caracalla sehe aus, als sei er wütend, weil er sich leidenschaftlich (thymoeidesteron) zu geben pflegte (Dio 78,11). Und in der spätantiken Historia Augusta heißt es, der Kaiser sei als Kind nett gewesen, später aber sei er ‚restrictior, gravior, vultu etiam truculentior, … im Gesichtsausdruck finster‘ geworden (SHA Caracalla 2,4).

Im Hintergrund der merkwürdigen Stilisierung muss vor allem die offenbar besonders ausgeprägte Neigung Caracallas zum Heer und zum Soldatenleben gestanden haben. Er war angeblich keine gute Führungspersönlichkeit, liebte es aber, das Leben der Soldaten zu teilen und wurde dafür von ihnen geliebt. Auch der schon antike Spitzname Caracalla leitet sich von einem bestimmten Soldatenmantel her, den er gern trug. In diesem Sinne könnte der Bildnistypus Kraft, Energie und Einsatzbereitschaft ausgedrückt haben. Ein Bekenntnis zum Heer wäre 212 n.Chr. sehr passend gewesen, denn nach dem Mord an seinem Bruder soll Caracalla sich dorthin geflüchtet haben, als seine Hauptstütze. Vielfach wird außerdem von Caracallas zunehmender Schwärmerei für Alexander dem Großen berichtet. Er soll sogar Doppelhermen mit seinem Bildnis und dem des legendären Makedonen errichtet haben. Für einen Bezug auf Alexander im Porträt, wie ihn andere römische Kaiser gesucht haben, gibt es jedoch keinen Anhaltspunkt.

Revers:
Zu sehen ist ein nach links stehender Genius, welcher mit ausgestreckter rechter Hand eine Patera (Opferschale) über einen mit Girlanden beleuchteten Altar hält. In der linken Armbeuge ist ein Cornucopia (Füllhorn) abgebildet. Die Inschrift lautet: C G I H PA für Colonia Gemella Iulia Hadriana Parium.

Das Römische Volk verehrte neben Gottheiten wie beispielsweise Iuppiter, Minerva und Merkur auch Genien, kleine persönliche Schutzgeister, die von der Geburt bis zum Tod den Menschen begleiteten. Der Genius eines Menschen war allgegenwärtig – ähnlich wie ein Schutzengel. Der gutmütige Genius war für positive Ereignisse im Leben eines Menschen verantwortlich und brachte Glück und Erfolg mit sich. Dem gegenüber bescherte der bösartige Genius dem Menschen Verderben und Unglück und brachte ihn auf Abwege. Im Allgemeinen waren es Schutzgeister, die den Menschen auf der rauen Lebensbahn geleiteten, ihn behüteten und rettend durch Drangsale und Gefahren führten. Die Genien der römischen Frauen hießen Iunonen, die Slaven schwuren bei dem Genius ihrer Herren, die Sklavinnen bei dem ihrer Gebieterin. Dem guten, weißen Genius stand ein böser, der schwarze Genius gegenüber, welchem der kleingläubige Mensch das Missgeschick, welches ihn betroffen, und das häufig aus seiner eigenen, kurzsichtigen Handlungsweise hervorging, gern und um einen Trost oder eine Selbstentschuldigung zu finden, beimaß. Der Glaube an Genien entstand aus der Ahnung einer allwaltenden, helfenden und strafenden Gottheit, die menschliche Fantasie suchte diese Ahnung zu personifizieren. War Jemand von den Pfaden der Tugend gewichen, hatte er das Selbstvertrauen, das richtige Ziel verloren, so sagte man: sein guter Genius ist von ihm gewichen.

Der Genius war in der römischen Religion der persönliche Schutzgeist eines Mannes und Ausdruck seiner Persönlichkeit, seiner Schicksalsbestimmung und insbesondere seiner Zeugungskraft. Mit dem Tod des Mannes erlosch der Genius. Ursprünglich waren die Genien Ahnengeister, die über ihre Nachkommen wachten. Aus diesen entwickelten sich persönliche Schutzgeister, denen man opferte und von denen man sich Hilfe und Inspiration in schwierigen Lebenssituationen erhoffte. Das Fest des Genius war der Geburtstag des Trägers. Da der Genius als eine Art Wirkungsprinzip aufgefasst wurde, konnten auch andere Kollektive wie Truppenteile, Kollegien oder selbst der Senat, aber auch Orte (Genius loci) wie Provinzen, Städte, Märkte und Theater einen Genius haben. Von da bis zum übergreifenden Genius Roms (Genius urbis Romae bzw. Genius populi Romani) ist nur ein Schritt. Im Kaiserkult schließlich wurde der Genius Augusti verehrt.

Dargestellt wurde der Genius meist bärtig (in späterer Zeit auch als Knabe), mit freiem Oberkörper, Füllhorn und meist einer Opferschale.

Hintergrund:
Eine mögliche Interpretation der Rückseitendarstellung mit dem abgebildeten Genius – und damit einem Schutzgeist – ist die Assoziation zu Caracalla oder generell zur Gens der Severer im Bezug auf einem möglichen Kaiserkult. Aus dem griechischsprachigen Osten sind mehrere Inschriften erhalten, die Mitglieder des Kaiserhauses direkt als „Gottheit“ ansprechen. Aus dem Stadtgebiet des phrygischen Kibyra stammen zum Beispiel mehrere Meilensteine, auf denen Septimius Severus, Caracalla, Geta und Iulia Domna als „theoi epiphanestatoi“ bezeichnet werden. Caracalla wird auf zwei Inschriften aus Dakibyza in Bythnien und Minoa auf Amorgos als „theos“ bezeichnet. In der Inschrift aus Dakibyza wird gar von einem errichteten Altar für diesen „theos“ berichtet. Der genius des Kaisers wird in mehreren Inschriften aus Germania Superior, Pannonia Inferior und Mauretania genannt.

In der Forschung wird die ikonographische Angleichung des kaiserlichen Genius an Caracalla diskutiert. So nennt Achim Lichtenberger in seinem Werk einige Objekte, die einen Rückschluss auf Caracalla durchaus denkbar erscheinen lassen. In diesem Fall wäre der hier auf der Rückseite dargestellte Genius Caracalla selbst oder zumindest die Gens der Severer – dem Kaiserhaus an sich – und der daraus resultierenden Symbolik eines Schutzgottes (genius) und der göttlichen Wirkkraft (numen) des Kaisers. Gerade in den weiter entfernten Provinzen und Städten dürfte die Anrufung solcher kaiserlichen Schutzgeister und Schutzmächte ein besonderes Anliegen gewesen sein.

Parium (griechisch Parion) ist eine antike griechische Stadt in Mysien an der südlichen Küste des Hellesponts (Dardanellen) in der Nähe des heutigen türkischen Ortes Kemer. Parium, zwischen Lampsakos und Priapos in der Nähe des Kaps von Tersana-Bounou gelegen, wurde wohl von Pariern um 709 v.Chr. gegründet, daher der Name. Als große Küstenstadt mit zwei Häfen in der Römerzeit hatte Parium im Laufe der Geschichte intensive Beziehungen zu Thrakien und Anatolien. Es gehörte zum Delisch-Attischen Seebund, in hellenistischer Zeit zum Einflussbereich des Lysimachos, später zum Reich der Attaliden von Pergamon. In römischer Zeit wurde Parium unter Augustus zur Colonia Pariana Iulia Augusta ernannt. In römischer Zeit war Parium eine Kolonie in der Provinz Asien. Nachdem diese Provinz im 4. Jahrhundert n.Chr. geteilt wurde, befand sie sich in der Provinz Hellespontus. Die antike Münzprägung von Parium ist reichlich vorhanden und zeugt von seiner großen Produktion und fortschrittlichen Münzstätte.

Unter Kaiser Hadrian erhielt Parium den Beinamen Hadriana. In seiner Regierungszeit wurde die Kolonie neu gegründet, zudem soll die Stadt beträchtliche finanzielle Mittel für den Bau von Gebäuden vom Kaiser erhalten haben. Als Dank nahm man den erwähnten Beinamen des Kaisers an, so dass die Stadt nun den Namen „Colonia Gemella Iulia Hadriana Pariana“ trug. Den Beinamen „Gemella“ trug die Stadt bereits zur Gründung als Colonia unter Kaiser Augustus. Diesen Titel erhielt sie als sogenannte Zwillingskolonie. Augustus erhob Parium und seine Nachbarstadt Lampsacus (Lampsakos) gleichzeitig zur römischen Colonia.

Quellen:
* Wikipedia: Caracalla
* Wikipedia: Parion
* Wikipedia: Genius
* Zeno.org: Genien
* Wikipedia: Genius Augusti
* Achim Lichtenberger: Severus Pius Augustus
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser
* Dr. Werner Robl: Der Ehekamm auf dem Gödenacker bei Berching, Schauplatz der Caracalla-Expedition des Jahres 213 n.Chr.

Obverse:
You can see the draped, cuirassed bust of Caracalla with a laurel wreath facing right. The inscription reads: ANTONINVS PIVS AV for Antoninus Pius Augustus.

Born as Lucius Septimius Bassianus, he received from his father around the year 195/196 AD the name of Marcus Aurelius Antoninus. He was thus accepted into the imperial family of the Antonines and issued as the fictitious grandson of Marcus Aurelius. At the same time he was given the title of Caesar, designating him as the future emperor. In the year 197, but no later than 198 AD he was promoted to Augustus and endowed with imperial powers.

After the successful campaigns against the Parthians, he received around 199 AD the honorary title „Parthicus maximus“, which then from 200 AD also appears on coins. In the year 208 AD moved the entire imperial family under Septimius Severus to Britain to take military action against the Caledonians and Maatians in the far north of Scotland. After the victorious campaign, Caracalla led from 210 AD the winning name „Britannicus maximus“, which his father and brother also adopted.

Caracalla used the victor’s name „Germanicus maximus“ from 208 or 213 AD. According to a publication by Dr. Werner Robl, it came on the way to Britain in 208 AD for an expedition to Germania. In order to separate the mutually hated brothers Caracalla and Geta, Iulia Domna is said to have sent her son on a visitation trip to the Upper Germanic and Rhaetian Limes. However, there was no war, but the formal submission of one or the other tribe under Roman rule, which prompted the young Caracalla to claim a victory over the Germans and to that early pseudo-title „Germanicus maximus“.

The year 213 AD offers a second explanation. at. In the summer of that year he campaigned in Germania across the Rhaetian Limes against the Alemanni and finally fought a successful battle with them on the Main River. However, his attitude towards the enemy was marked by treachery and brutality. So he called on the Alemannic youth to fight under his banner and then had them cruelly murdered. Subsequent battles, however, seem to have gone less favorably, for he felt compelled to make payments to Germanic groups. Overall, however, his approach was apparently successful, as the situation on the northern border remained stable for two decades.

Caracalla was probably by the Arvalbrothers in Rome, a priesthood in civil service, as early as May 17, 213 AD publicly proclaimed as „Germanicus maximus“. That would be a full three months before the battle event associated with his name in late summer of the same year. When he had unofficially or officially borne the title is therefore still a matter of controversy. The title first appears on coins from the year 213 AD.

The epithets Pius and Felix appear officially for the first time on April 1, 200 AD and are usually placed between the name Antoninus and the title Augustus. The title Felix is missing until 211/212 AD often, so that initially Pius appears alone in the title. Pius has appeared on coinage since 201 AD the first time, while Felix only since 213 AD can be read in the legend.

He was usually only referred to as „Princeps iuventutis“ during his father’s lifetime. Caracalla received the tribunicia potestas in 198 AD first time. He accompanied the first office of consulship in 202 AD. Pater Patriae is verifiable since the year 205 AD. He received the title Imperator II around 207/208 AD and then in 213 AD as Emperor III. He correctly bore the title „Pontifex Maximus“ only after the death of his father Septimius Severus, but he was also called that earlier, either by mistake or out of flattery. Actually he was before the year 211 AD only pontifex.

As sole ruler and emperor, he bore the name Marcus Aurelius Severus Antoninus. Caracalla (actually Caracallus) was a nickname he probably used from 208 or 213 AD received after a long hooded cloak and introduced in Rome. This was a modified luxury version of a Germanic or Celtic garment personally designed by the emperor. Another nickname given to Dio by Cassius was Tarautas. By this name was known a short, ugly, and brutal gladiator who apparently looked similar to the emperor, at least according to his opponents.

Four types of portraits of Caracalla are known. They differ so clearly that their use can be precisely determined with the help of the dated coins. A first type emerged in 196 AD. The youthful, curly-headed portrait is unmistakably based on that of the young Marc Aurel. The type was created at the same time as a portrait type of Septimius Severus, the design of which is based on the last portrait type of Marc Aurel. The portraits of father and son were intended to demonstrate the alleged descent from the house of the Antonines, which was also reflected in Caracalla’s new name. There were new editions of this type with growing proportions.

In the year 204 AD new types of portraits were created for Caracalla and Geta. Both now wore the short-cropped hair that subsequently became popular in the 3rd century AD became the leading hairstyle fashion. Oddly enough, the types of the two brothers are so similar that one cannot reliably tell them apart. There were various new editions for both, which indicated aging through increasing beard growth. The portraits from the year of the joint government 211/12 AD correspond to these types and both show a short full beard.

With the gain of sole rule in 212 AD Caracalla completely redesigned his portrait. The head is turned sharply to the left, and the forehead of the massive face is drawn together so violently that the viewer can vacillate between looking into an expression of supreme exertion or supreme anger. Caracalla wears a short curly hairstyle and a short-curled beard in this portrait. Part of this design was the invention of a new type of short armored bust, in whose cloak pulled tightly to one side the strong movement of the head is reflected.

For the interpretation of this strange portrait, it is important to see that the emperor took back the extreme staging of himself after just a few years. In a 215 AD in the type created, the pose of the head and the facial expressions were calmed, and Caracalla once again wore the short hair that was now customary. In a presumably posthumous type, the violent facial expressions of the type of 212 AD were used. resumed – one would like to know why.

The extreme facial expressions of the portrait type from 212 AD must also have caught the eye of his contemporaries. This is shown by comments in ancient literature, which, however, attribute these facial expressions to the person. The contemporary Dio Cassius reports that a jester said that Caracalla looked angry because he used to give himself passionately (thymoeidesterone) (Dio 78:11). And in the late antique Historia Augusta it says that the emperor was nice as a child, but later he became ‚restrictior, gravior, vultu etiam truculentior, … in facial expression dark‘ (SHA Caracalla 2,4).

In the background of the strange stylization, above all, must have been Caracalla’s particularly pronounced inclination towards the army and the life of a soldier. He was said not to be a good leader, but loved sharing the lives of the soldiers and was loved by them for it. The ancient nickname Caracalla also derives from a certain soldier’s coat that he liked to wear. In this sense, the portrait type could have expressed strength, energy and commitment. A commitment to the army would be 212 AD very appropriate, since after the murder of his brother, Caracalla is said to have taken refuge there as his mainstay. Caracalla’s growing infatuation with Alexander the Great is also widely reported. He is said to have erected double herms with his portrait and that of the legendary Macedonian. However, there is no evidence of a reference to Alexander in the portrait, as other Roman emperors sought.

Reverse:
You can see a genius standing to the left, holding a patera (sacrificial bowl) with his outstretched right hand over an altar lit with garlands. A cornucopia (cornucopia) is depicted in the crook of the left arm. The inscription reads: C G I H PA for Colonia Gemella Iulia Hadriana Parium.

In addition to deities such as Iuppiter, Minerva and Mercury, the Roman people also worshiped genii, small personal guardian spirits who accompanied people from birth to death. A man’s genius was omnipresent – much like a guardian angel. Good-natured genius was responsible for positive events in a person’s life, bringing luck and success. On the other hand, the malicious genius brought man ruin and misfortune and led him astray. In general, it was guardian spirits that guided people on the rough path of life, protected them and led them through tribulations and dangers to save them. The geniuses of Roman women were called Iunoni, the Slavs swore by the genius of their masters, and the female slaves by that of their mistress. The good, white genius was opposed to a bad, black genius, to whom the man of little faith gladly ascribed the misfortune that befell him, which often arose from his own short-sighted actions, and in order to find some consolation or self-excusation. The belief in genii arose from the notion of an all-ruling, helping and punishing deity, and human imagination sought to personify this notion. If someone has strayed from the path of virtue, if he has lost self-confidence, if he has lost the right aim, it is said: his good genius has departed from him.

In the Roman religion, the genius was the personal protective spirit of a man and an expression of his personality, his destiny and in particular his procreative power. With the death of the man, the genius died out. Originally, the genii were ancestral spirits who watched over their descendants. From these, personal protective spirits developed, to which sacrifices were made and from which one hoped to get help and inspiration in difficult life situations. The festival of genius was the bearer’s birthday. Since the genius was understood as a kind of operating principle, other collectives such as military units, colleges or even the senate, but also places (genius loci) such as provinces, cities, markets and theaters could have a genius. From there to the overarching genius of Rome (Genius urbis Romae or Genius populi Romani) is only one step. Finally, the Genius Augusti was worshiped in the imperial cult.

The genius was usually depicted bearded (later also as a boy), with a shirtless upper body, a cornucopia and usually a sacrificial bowl.

Background:
A possible interpretation of the reverse representation with the depicted genius – and thus a protective spirit – is the association with Caracalla or generally with the Severan gens in relation to a possible imperial cult. Several inscriptions have survived from the Greek-speaking East that directly address members of the imperial house as „deity“. From the urban area of ​​Phrygian Kibyra, for example, come several milestones on which Septimius Severus, Caracalla, Geta and Iulia Domna are referred to as „theoi epiphanestatoi“. Caracalla is referred to as „theos“ on two inscriptions from Dakibyza in Bythnia and Minoa on Amorgos. The inscription from Dakibyza even reports of an erected altar for this „theos“. The emperor’s genius is mentioned in several inscriptions from Germania Superior, Pannonia Inferior and Mauretania.

In research, the iconographic alignment of the imperial genius with Caracalla is discussed. Achim Lichtenberger names some objects in his work that make it possible to draw conclusions about Caracalla. In this case, the genius depicted here on the reverse would be Caracalla himself or at least the gens of the Severi – the imperial house itself – and the resulting symbolism of a protective god (genius) and the divine potency (numen) of the emperor. Invoking such imperial guardian spirits and powers may have been of particular concern in the more distant provinces and cities.

Parium (Greek Parion) is an ancient Greek city in Mysia on the southern coast of the Hellespont (Dardanelles) near modern-day Kemer in Turkey. Parium, located between Lampsacus and Priapus near the cape of Tersana-Bounou, was probably built by Parians around 709 BC founded, hence the name. A large coastal city with two ports in Roman times, Parium has had close ties with Thrace and Anatolia throughout history. It belonged to the Delian-Attic sea alliance, in the Hellenistic period under the influence of Lysimachus, later to the kingdom of the Attalids of Pergamon. In Roman times, under Augustus, Parium was named Colonia Pariana Iulia Augusta. In Roman times, Parium was a colony in the province of Asia. After this province in the 4th century AD was divided, it was in the province of Hellespontus. The ancient coinage of Parium is plentiful and attests to its large production and advanced mint.

Under Emperor Hadrian, Parium received the nickname Hadriana. The colony was re-established during his reign, and the city is said to have received considerable financial resources from the emperor for the construction of buildings. As a sign of gratitude, the aforementioned nickname of the emperor was accepted, so that the city now bore the name „Colonia Gemella Iulia Hadriana Pariana“. The city already bore the nickname „Gemella“ when it was founded as Colonia under Emperor Augustus. It received this title as a so-called twin colony. Augustus made Parium and its neighboring city of Lampsacus (Lampsakos) a Roman colonia at the same time.

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