Lucius Septimius Severus Pertinax 193 bis 211 n.Chr.

Silber Denar Rom Lucius Septimius Severus Pertinax 210/211 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 210/211 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 18mm
Gewicht: 3,11g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Silicua Subastas, Sarria
Referenz: RIC IV Septimius Severus 264a

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete Büste des Septimius Severus mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: SEVERVS PIVS AVG für Severus Pius Augustus.

Nach der Ermordung von Commodus Nachfolger Pertinax in Rom am 28. März 193 n.Chr. nutzte Lucius Septimius Severus die sich bietende Chance und ließ sich zwischen dem 09. und 15. April 193 n.Chr. von den pannonischen Truppen in Carnuntum zum Kaiser und damit zum Augustus ausrufen. Wahrscheinlich spielte die stationierte Legio XIV gemina eine besondere Rolle, da Severus allein für diese Legion zur Ehre auch Goldmünzen schlagen ließ. Wie bereits erwähnt, soll die Ausrufung zum Kaiser zwischen dem 09. Und 15. April erfolgt sein. Letzteres Datum könnte einen abergläubischen oder auch religiösen Hintergrund haben. So soll er die drei Tage von seinem Geburtstag (11. April) an bis zur Proklamation im Glauben an die glückbringende Wirkung der Dreizahl gewartet haben.

Seit dem Jahr 195 n.Chr. nannte sich Septimius Severus in der offiziellen Titulatur der Militärdiplome, in der Mehrzahl der Inschriften und Münzen, in dem er nicht aus bloßer Eitelkeit, sondern zur Einführung der göttlichen Verehrung des Kaiserhauses im Staate seine Adoption durch Marcus Aurelius offiziell verkündete: imperatoris Caesaris divi Marcus Antonini Pii Sarmatici Germanici filius, divi Commodi frater, divi Antonini Pii nepos, divi Hadriani pronepos, divi Traiani Parthici abnepos, divi Nervae adnepos Lucius Septimius Severus Pius Pertinax Augustus. Vor dem Jahr 195 n.Chr. fehlen die Bezeichnungen Pius und Pertinax ausnahmslos in der Titulatur.

Anfang 194 n.Chr. besiegte Septimius Severus seinen Rivalen Pescennius Niger bei Kyzikos, dann entscheidend am 31. März bei Issos. Anschließend verlor dieser auf der Flucht zu den Parthern seinen Kopf und damit sein Leben. Nun konnte sich Severus weiter dem Osten zuwenden. Im Jahr 195 n.Chr. (vor dem 28. August) erfolgte die dreimalige Annahme des Imperatorentitels durch die Siege über Osroene, Arabien und Adiabene. Der römische Senat zeichnete daraufhin Severus durch die Ehrennamen Adiabenicus, Arabicus und Parthicus aus, welche sich auf zahlreichen Münzen und Inschriften in den verschiedensten Kombinationen, wie PART ARAB und PART ADIAB, finden lassen. Die Verleihung des Titels Parthicus ist jedoch insofern merkwürdig, da doch Severus gar keinen Zug gegen die Parther unternommen hatte, und nur so zu verstehen ist, dass die Adiabener und mesopotamischen Araber Vasallen der Parther gewesen sind.

Im Herbst 197 n.Chr. unternahm der Kaiser seinen zweiten Feldzug gegen die Parther und Mesopotamien. Dabei eroberte er unter anderem Babylon, Seleukeia und Ktesiphon. Mit der Belagerung von Hatra scheiterte Septimius Severus jedoch zweimal, so dass später Friedensbedingungen ausgehandelt werden mussten. Durch den insgesamt erfolgreichen Feldzug nahm Septimius Severus Anfang des Jahres 198 n.Chr. den Beinamen „Parthicus Maximus“ an, welcher auch auf Münzen mit der Titulatur „PART MAX“ geprägt wurde. Diesen Titel hatte vor ihm nur Traian getragen, an dessen militärische Erfolge und Größe Septimius erinnern und somit für sich propagandieren wollte.

Den Titel Pius findet man, wie bei seinem Sohn Caracalla, das erste Mal 201 n.Chr. auf den Münzen des Septimius Severus. Der Titel Felix erscheint zwar offiziell, wie zum Beispiel auf dem berühmten Triumphbogen des Septimius Severus, auf Münzen sucht man ihn jedoch vergebens. Einer seiner letzten Ehrentitel erhielt der Kaiser neben Caracalla und seinem zweiten Sohn Geta im Jahr 210 n.Chr. durch die erfolgreichen Feldzüge in Britannien gegen die Kaledonier und Mäaten. Der vergebene Ehrentitel Britannicus findet sich ab diesem Zeitpunkt bis zum Ende der Münzprägung für Septimius Severus auf einigen Münzen mit der Legendeninschrift BRIT wieder.

Von Septimius Severus sind vier Bildnistypen überliefert. In der Gestaltung der beiden ersten ist eine klare Programmatik zu erkennen, anders als bei den beiden folgenden. Der erste Typus ist bis ins Jahr 196 n.Chr. gültig. Septimius Severus ist hier mit kräftig-gedrungenem Gesicht, leichten Gesichtsfalten und kürzerem, durch Bohrungen aufgelockertem Haar und Bart wiedergegeben. In seinem Erscheinungsbild ist er kaum von dem hier auf Clodius Albinus bezogenen Bildnis zu unterscheiden. Sicher war die Ähnlichkeit beabsichtigt und die Bildaussage dieselbe. Zugleich wurde die allzu enge Anlehnung an die überfeinerte Tradition der Antoninen gemieden, wie sie Didius Julianus vertreten hatte.

Dann aber, in der schwelenden Auseinandersetzung mit Clodius Albinus und den damit einhergehenden Legitimationsproblemen, suchte Severus symbolisch den Rückhalt im antoninischen Kaiserhaus. Seit 195 n.Chr. propagierte er seine Abstammung von den Antoninen bzw. seine Adoption in dieses Kaiserhaus. Haar und Bart sind bei diesem Typus wesentlich üppiger und länger als vorher. Das Haar wölbt sich an den Schläfen in großen Schwüngen nach außen, nur in der Mitte sitzen einige kleine kurze Locken. Alle Falten sind aus dem Gesicht getilgt. Bis auf die kurzen Locken in der Stirnmitte sind damit die charakteristischen Züge des letzten Typus des Marc Aurel wiederholt. Auf den Münzen ist der Typenwandel im Jahr 196/197 n.Chr. zu beobachten.

Ein neuer Bildnistypus des Kaisers, der nur wenige Jahre später entstand, ist aus dem Typus des Jahres 196/197 n.Chr. entwickelt, mit einer auffallenden Veränderung. An die Stelle der kurzen Löckchen in der Stirnmitte treten vier lang herabhängende Locken. Diese können gewellt sein, es können aber auch richtige Korkenzieherlocken sein. Dieser Typus ist seit ca. 200 n.Chr. auf Münzen gut erkennbar. Die Forschung hat in den Stirnlocken lange eine Nachahmung der Stirnlocken des graeco-ägyptischen Gottes Sarapis sehen wollen. Deshalb wird der Typus gern als „Sarapistypus“ bezeichnet. Septimius soll den Gott auf einer Reise nach Ägypten in den Jahren um 200 n.Chr. besonders schätzen gelernt haben, sein Sohn Caracalla hat ihm später in Rom einen aufwendigen Tempel errichtet. Doch ist diese Vermutung inzwischen mit guten Gründen in Frage gestellt und vorgeschlagen worden, in der Frisur eine auch sonst verbreitete Modefrisur zu sehen.

In einem späteren Typus, der auf dem nach 204 n.Chr. zu datierenden Ehrenbogen für Septimius Severus in seiner Heimat Leptis Magna erscheint, hat Septimius Severus einen längeren, aber weniger voluminösen Bart und sehr kurz geschnittenes Haar, das zungenförmig ins Gesicht gekämmt ist und dem Kopf eng anliegt. Nach den retardierenden Rückgriffen auf die antoninische Tradition scheint Severus sich damit der schon lange beliebten und programmatisch von seinen Söhnen getragenen Kurzhaarmode der Zeit anzunähern.

Revers:
Zu sehen ist die Schicksalsgöttin Fortuna Redux nach links sitzend mit ihren Attributen Steuerruder, Globus und Cornucopia (Füllhorn). Die Inschrift lautet: FORTVNA REDVX für Fortuna Redux.

Fortuna Redux war im römischen Reich eine Form der Göttin Fortuna, welche eine sichere Rückkehr beaufsichtigte, wie zum Beispiel von einer langen oder gefährlichen Reise. Ihre Attribute waren Fortunas typisches Füllhorn, wobei ihre spezifische Funktion durch ein Ruder oder Steuerruder, manchmal in Verbindung mit einem Globus, dargestellt wird. Der Kult von Fortuna Redux wurde 19 v.Chr. in die römische Religion eingeführt und schuf am 12. Oktober einen neuen Feiertag, welcher ursprünglich die Rückkehr von Augustus aus Kleinasien nach Rom im Jahr 19 v.Chr. markierte. Von dieser Zeit an erhielt Fortuna Redux jährliche Opfer von den Pontifices und Vestalinnen an einem ihr gewidmeten Altar (Ara Fortunae Reducis). Nach dem Tod des Augustus war der Feiertag als Augustalia bekannt und eine wichtige Institution religiöser Feierlichkeiten, die den kaiserlichen Kult betrafen.

Der Altar von Fortuna Redux befand sich wahrscheinlich neben dem Tempel des Honos und Virtus (Aedes Honoris et Virtutis) in der Nähe der Porta Capena. Der Altar ist auf mehreren Münzen abgebildet und scheint „relativ bescheiden“ gewesen zu sein. Domitian baute im Jahr 93 n.Chr. einen Tempel für die Göttin nach seiner triumphalen Rückkehr aus dem Krieg in Germanien. Der Tempel stand höchstwahrscheinlich am Hang des Kapitolinischen Hügels mit Blick auf die Porta Triumphalis. Er wurde auf einem Relief identifiziert, die eine Ankunftszeremonie auf dem Marc-Aurel-Bogen darstellt. Münzen zeigen an, dass im Tempel eine Kultstatue der Fortuna Redux mit ihren Attributen Ruder und Füllhorn stand.

Hintergrund:
Begab sich der Kaiser auf Feldzüge oder größere Reisen außerhalb Roms, so wurde Fortuna Redux angerufen als Vorsorge und Schutzgöttin der sicheren Heim- und Rückkehr in die Stadt. Dieses Ereignis bestätigte zudem Rom als Zentrum der kaiserlichen Macht. Fortuna Redux war eine sehr häufige Manifestation von Fortuna, welche auf kaiserlichen Münzprägungen abgebildet wurde. Zum Beispiel erinnerte die Münzprägung mit Fortuna Redux im Jahr 211 n.Chr. an die Rückkehr von Caracalla und Geta aus Britannia.

In der OCRE Online RIC Referenz wird der Prägezeitraum zwischen 202 und 210 n.Chr. angegeben. Anderorts findet man eindeutigere Datierungen entweder von 202/203 n. Chr. oder von 210/211 n.Chr. – ich tendiere eher zu letzterem Zeitraum.

Im ersteren Fall würde sich die Prägung dieser Denare auf eine bereits erfolgte glückliche Heimkehr der Kaiserfamilie handeln. Nach den erfolgreichen Feldzügen gegen die Parther und der Niederschlagung von Aufständen in Ägypten, kehrte die Kaiserfamilie im Herbst 202 n.Chr. nach langer Abwesenheit nach Rom zurück. In diesem Fall würde die bereits erfolgte wohlbehaltene Rückkehr des Herrschers gefeiert werden.

Aus meiner Sicht wahrscheinlicher ist jedoch eine Prägung um 210/211 n.Chr. – welche die Hoffnung einer wohlbehaltenen Rückkehr des Kaisers aus dem Britannien Feldzug zum Ausdruck bringen sollte und die Schutzgöttin als Beistand anrief. Im Jahr 208 n.Chr. begab sich Septimius Severus, bereits gesundheitlich angeschlagen, mit seinen Söhnen in den Norden. Ein Jahr später fand der eigentliche Kampf im Norden Britanniens statt, den Septimius als gichtkranker Mann nur in einer Sänfte mitmachen konnte.

Aus meiner Sicht spricht für die spätere Datierung des Denars auch ein geprägter Sesterz mit ikonografisch gleicher Rückseite (RIC IV Septimius Severus 810) und der Legende FORT RED P M TR P XIX COS III P P, welche den Sesterz eindeutig auf das Jahr 211 n.Chr. festlegen lässt. Der Wunsch nach einer glücklichen Heimkehr sollte sich jedoch nicht erfüllen, denn Septimius Severus starb am 04.02.211 n.Chr. in Eburacum (York). Einem Gerücht zufolge, hatte Caracalla die Ärzte und Diener veranlasst, das Leben seines Vaters abzukürzen. 

Quellen:
* Wikipedia: Septimius Severus
* Wikipedia: Fortuna Redux
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser

Obverse:
You can see the right-facing bust of Septimius Severus with a laurel wreath. The inscription reads: SEVERVS PIVS AVG for Severus Pius Augustus.

After the assassination of Commodus‘ successor Pertinax in Rome on March 28, 193 AD Lucius Septimius Severus took advantage of the opportunity and settled between April 9th ​​and 15th, 193 AD proclaimed emperor and thus Augustus by the Pannonian troops in Carnuntum. The stationed Legio XIV gemina probably played a special role, since Severus had gold coins struck for this legion alone in honor of it. As already mentioned, the proclamation as emperor is said to have taken place between April 9th ​​and 15th. The latter date could have a superstitious or religious background. He is said to have waited the three days from his birthday (April 11) until the proclamation, believing in the auspicious effect of the number three.

Since the year 195 AD Septimius Severus called himself in the official title of the military diplomas, in the majority of the inscriptions and coins, in which he officially announced his adoption by Marcus Aurelius not out of mere vanity, but to introduce the divine worship of the imperial house in the state: imperatoris Caesaris divi Marcus Antonini Pii Sarmatici Germanici filius, divi Commodi frater, divi Antonini Pii nepos, divi Hadriani pronepos, divi Traiani Parthici abnepos, divi Nervae adnepos Lucius Septimius Severus Pius Pertinax Augustus. Before the year 195 AD the designations Pius and Pertinax are missing without exception in the title.

Early 194 AD Septimius Severus defeated his rival Pescennius Niger at Cyzicus, then decisively at Issus on March 31. He then lost his head and with it his life while fleeing to the Parthians. Now Severus could turn further east. In the year 195 AD (Before August 28th) the title of Emperor was accepted three times by the victories over Osroene, Arabia and Adiabene. The Roman Senate then awarded Severus the honorary names Adiabenicus, Arabicus and Parthicus, which can be found on numerous coins and inscriptions in various combinations, such as PART ARAB and PART ADIAB. The granting of the title Parthicus is strange, however, since Severus had not taken any action against the Parthians, and the only way to understand it is that the Adiabenians and Mesopotamian Arabs were vassals of the Parthians.

In the fall of 197 AD the emperor undertook his second campaign against the Parthians and Mesopotamia. Among other things, he conquered Babylon, Seleucia and Ctesiphon. However, with the siege of Hatra, Septimius Severus failed twice, so that later peace terms had to be negotiated. Due to the overall successful campaign, Septimius Severus took early 198 AD the nickname „Parthicus Maximus“, which was also embossed on coins with the title „PART MAX“. Only Traian had borne this title before him, whose military successes and greatness Septimius wanted to commemorate and thus propagate for himself.

As with his son Caracalla, the title Pius is found for the first time in 201 AD on the coins of Septimius Severus. Although the title Felix appears officially, for example on the famous triumphal arch of Septimius Severus, one looks in vain for it on coins. The emperor received one of his last honorary titles alongside Caracalla and his second son Geta in 210 AD by the successful campaigns in Britain against the Caledonians and Maatians. From this point in time until the end of coinage for Septimius Severus, the honorary title Britannicus can be found on some coins with the legend inscription BRIT.

Four types of portraits of Septimius Severus have survived. A clear program can be seen in the design of the first two, in contrast to the two following. The first type is up to the year 196 AD valid. Septimius Severus is shown here with a strong, stocky face, slight facial wrinkles and shorter hair and beard loosened up by drilling. In his appearance he can hardly be distinguished from the portrait related here to Clodius Albinus. Surely the resemblance was intentional and the message of the picture was the same. At the same time, the all too close adherence to the overly refined tradition of the Antonines, as advocated by Didius Julianus, was avoided.

But then, in the smoldering dispute with Clodius Albinus and the problems of legitimacy that went with it, Severus symbolically sought support in the Antonine imperial house. Since 195 AD he propagated his descent from the Antonines and his adoption into this imperial house. The hair and beard of this type are much more luxuriant and longer than before. The hair curves outwards at the temples in large curves, only a few small, short curls sit in the middle. All wrinkles are erased from the face. With the exception of the short curls in the middle of the forehead, the characteristic traits of the last type of Marc Aurel are repeated. The type change in the year 196/197 AD is shown on the coins. to observe.

A new type of portrait of the emperor, which was created only a few years later, is derived from the type of the year 196/197 AD developed, with one striking change. The short curls in the middle of the forehead are replaced by four long, hanging curls. These can be wavy, but they can also be real corkscrew curls. This type has been around since about 200 AD easily recognizable on coins. Scholars have long wanted to see the forelocks as an imitation of the forelocks of the Graeco-Egyptian god Sarapis. That is why the type is often referred to as the „Sarapis type“. Septimius is said to have met the god on a trip to Egypt around 200 AD especially appreciated, his son Caracalla later erected an elaborate temple for him in Rome. In the meantime, however, this assumption has been questioned with good reason and it has been suggested that the hairstyle be seen as a fashionable hairstyle that is also widespread elsewhere.

In a later type, based on the after 204 AD when the Arch of Honor for Septimius Severus to be dated appears in his native Leptis Magna, Septimius Severus has a longer but less voluminous beard and hair that is cropped very short and combed over his face in a tongue-like manner, lying close to his head. After the retarding recourse to the Antonine tradition, Severus seems to be approaching the long-popular short-haired fashion worn programmatically by his sons at the time.

Reverse:
You can see the goddess of fate Fortuna Redux seated to the left with her attributes rudder, globe and cornucopia. The inscription reads: FORTVNA REDVX for Fortuna Redux.

Fortuna Redux was a form of the goddess Fortuna in the Roman Empire who oversaw a safe return, such as from a long or perilous journey. Her attributes were Fortuna’s typical cornucopia, her specific function being represented by a rudder, sometimes in conjunction with a globe. The cult of Fortuna Redux was founded in 19 BC introduced into the Roman religion and created a new holiday on October 12, which originally marked the return of Augustus to Rome from Asia Minor in 19 BC marked. From this time on, Fortuna Redux received annual sacrifices from the Pontifices and Vestals at an altar dedicated to her (Ara Fortunae Reducis). After the death of Augustus, the holiday was known as Augustalia and was an important institution of religious celebrations affecting imperial cult.

The altar of Fortuna Redux was probably next to the Temple of Honos and Virtus (Aedes Honoris et Virtutis), near the Porta Capena. The altar is depicted on several coins and appears to have been „relatively modest“. Domitian built in 93 AD a temple for the goddess after his triumphant return from the war in Germania. The temple most likely stood on the slope of the Capitoline Hill overlooking the Porta Triumphalis. He was identified on a relief depicting an arrival ceremony at the Arch of Marc Aurel. Coins indicate that in the temple stood a cult statue of Fortuna Redux with her attributes of oar and cornucopia.

Background:
If the emperor went on campaigns or longer journeys outside of Rome, Fortuna Redux was invoked as a provident and protective goddess for safe home and return to the city. This event also confirmed Rome as the center of imperial power. Fortuna Redux was a very common manifestation of Fortuna depicted on imperial coinage. For example, coinage with Fortuna Redux in AD 211 commemorated of the return of Caracalla and Geta from Britannia.

The OCRE Online RIC Reference puts the minting period between 202 and 210 AD specified. Elsewhere one finds unequivocal dates of either 202/203 AD or 210/211 AD. I’m leaning towards the latter period.

In the first case, the minting of these denarii would refer to the successful return of the imperial family. After the successful campaigns against the Parthians and the suppression of uprisings in Egypt, the imperial family returned in the autumn of 202 AD returned to Rome after a long absence. In this case, the safe return of the ruler, which has already taken place, would be celebrated.

From my point of view, however, a minting around 210/211 AD is more likely. – which should express the hope of a safe return of the emperor from the Britannia campaign and invoked the tutelary goddess for assistance. In the year 208 AD Septimius Severus, already in poor health, went north with his sons. A year later, the actual battle took place in northern Britain, which Septimius, as a gouty man, could only take part in in a sedan chair.

From my point of view, an embossed sestertius with the same iconographic reverse (RIC IV Septimius Severus 810) and the legend FORT RED P M TR P XIX COS III P P, which clearly dates the sestertius to the year 211 AD, also speaks for the later dating of the denarius. can be determined. However, the wish for a happy return home was not to be fulfilled, because Septimius Severus died on February 4th, 211 AD in Eburacum (York). According to a rumor, Caracalla had caused the doctors and servants to cut short his father’s life.

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