Lucius Septimius Severus Pertinax 193 bis 211 n.Chr.

Silber Denar Laodicea Lucius Septimius Severus Pertinax 198/202 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 198/202 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 19mm
Gewicht: 3,37g
Münzstätte: Laodicea ad Mare, Syria
Provenienz: Aureo & Calico, Barcelona
Referenz: RIC IV Septimius Severus 511a

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete Büste des Septimius Severus mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: L SEPT SEV AVG IMP XI PART MAX für Lucius Septimius Severus Augustus Imperator (zum elften Male) Parthicus Maximus.

Nach der Ermordung von Commodus Nachfolger Pertinax in Rom am 28. März 193 n.Chr. nutzte Lucius Septimius Severus die sich bietende Chance und ließ sich zwischen dem 09. und 15. April 193 n.Chr. von den pannonischen Truppen in Carnuntum zum Kaiser und damit zum Augustus ausrufen. Wahrscheinlich spielte die stationierte Legio XIV gemina eine besondere Rolle, da Severus allein für diese Legion zur Ehre auch Goldmünzen schlagen ließ. Wie bereits erwähnt, soll die Ausrufung zum Kaiser zwischen dem 09. Und 15. April erfolgt sein. Letzteres Datum könnte einen abergläubischen oder auch religiösen Hintergrund haben. So soll er die drei Tage von seinem Geburtstag (11. April) an bis zur Proklamation im Glauben an die glückbringende Wirkung der Dreizahl gewartet haben.

Seit dem Jahr 195 n.Chr. nannte sich Septimius Severus in der offiziellen Titulatur der Militärdiplome, in der Mehrzahl der Inschriften und Münzen, in dem er nicht aus bloßer Eitelkeit, sondern zur Einführung der göttlichen Verehrung des Kaiserhauses im Staate seine Adoption durch Marcus Aurelius offiziell verkündete: imperatoris Caesaris divi Marcus Antonini Pii Sarmatici Germanici filius, divi Commodi frater, divi Antonini Pii nepos, divi Hadriani pronepos, divi Traiani Parthici abnepos, divi Nervae adnepos Lucius Septimius Severus Pius Pertinax Augustus. Vor dem Jahr 195 n.Chr. fehlen die Bezeichnungen Pius und Pertinax ausnahmslos in der Titulatur.

Anfang 194 n.Chr. besiegte Septimius Severus seinen Rivalen Pescennius Niger bei Kyzikos, dann entscheidend am 31. März bei Issos. Anschließend verlor dieser auf der Flucht zu den Parthern seinen Kopf und damit sein Leben. Nun konnte sich Severus weiter dem Osten zuwenden. Im Jahr 195 n.Chr. (vor dem 28. August) erfolgte die dreimalige Annahme des Imperatorentitels durch die Siege über Osroene, Arabien und Adiabene. Der römische Senat zeichnete daraufhin Severus durch die Ehrennamen Adiabenicus, Arabicus und Parthicus aus, welche sich auf zahlreichen Münzen und Inschriften in den verschiedensten Kombinationen, wie PART ARAB und PART ADIAB, finden lassen. Die Verleihung des Titels Parthicus ist jedoch insofern merkwürdig, da doch Severus gar keinen Zug gegen die Parther unternommen hatte, und nur so zu verstehen ist, dass die Adiabener und mesopotamischen Araber Vasallen der Parther gewesen sind.

Im Herbst 197 n.Chr. unternahm der Kaiser seinen zweiten Feldzug gegen die Parther und Mesopotamien. Dabei eroberte er unter anderem Babylon, Seleukeia und Ktesiphon. Mit der Belagerung von Hatra scheiterte Septimius Severus jedoch zweimal, so dass später Friedensbedingungen ausgehandelt werden mussten. Durch den insgesamt erfolgreichen Feldzug nahm Septimius Severus Anfang des Jahres 198 n.Chr. den Beinamen „Parthicus Maximus“ an, welcher auch auf Münzen mit der Titulatur „PART MAX“ geprägt wurde. Diesen Titel hatte vor ihm nur Traian getragen, an dessen militärische Erfolge und Größe Septimius erinnern und somit für sich propagandieren wollte.

Im selben Jahr erhielt Septimius die elfte Akklamation zum Imperator durch den siegreichen Abschluss des Parther Feldzuges. Als Imperator bezeichnete man in der Römischen Republik ursprünglich den Träger einer militärischen Gewalt (imperium). Ab dem späten 3. Jahrhundert v.Chr. (Scipio Africanus) aber wurde die Bezeichnung zunehmend speziell für einen militärischen Kommandeur verwendet, den seine Soldaten nach einem Sieg zum Imperator ausgerufen hatten (Akklamation). Bei einem militärischen Erfolg ihrer Legionen erhielten die Kaiser, auch wenn sie persönlich nicht beteiligt waren, weiterhin die imperatorische Akklamation, die mit ihrer Zählung ebenfalls in der Titulatur erschien.

Den Titel Pius findet man, wie bei seinem Sohn Caracalla, das erste Mal 201 n.Chr. auf den Münzen des Septimius Severus. Der Titel Felix erscheint zwar offiziell, wie zum Beispiel auf dem berühmten Triumphbogen des Septimius Severus, auf Münzen sucht man ihn jedoch vergebens. Einer seiner letzten Ehrentitel erhielt der Kaiser neben Caracalla und seinem zweiten Sohn Geta im Jahr 210 n.Chr. durch die erfolgreichen Feldzüge in Britannien gegen die Kaledonier und Mäaten. Der vergebene Ehrentitel Britannicus findet sich ab diesem Zeitpunkt bis zum Ende der Münzprägung für Septimius Severus auf einigen Münzen mit der Legendeninschrift BRIT wieder.

Von Septimius Severus sind vier Bildnistypen überliefert. In der Gestaltung der beiden ersten ist eine klare Programmatik zu erkennen, anders als bei den beiden folgenden. Der erste Typus ist bis ins Jahr 196 n.Chr. gültig. Septimius Severus ist hier mit kräftig-gedrungenem Gesicht, leichten Gesichtsfalten und kürzerem, durch Bohrungen aufgelockertem Haar und Bart wiedergegeben. In seinem Erscheinungsbild ist er kaum von dem hier auf Clodius Albinus bezogenen Bildnis zu unterscheiden. Sicher war die Ähnlichkeit beabsichtigt und die Bildaussage dieselbe. Zugleich wurde die allzu enge Anlehnung an die überfeinerte Tradition der Antoninen gemieden, wie sie Didius Julianus vertreten hatte.

Dann aber, in der schwelenden Auseinandersetzung mit Clodius Albinus und den damit einhergehenden Legitimationsproblemen, suchte Severus symbolisch den Rückhalt im antoninischen Kaiserhaus. Seit 195 n.Chr. propagierte er seine Abstammung von den Antoninen bzw. seine Adoption in dieses Kaiserhaus. Haar und Bart sind bei diesem Typus wesentlich üppiger und länger als vorher. Das Haar wölbt sich an den Schläfen in großen Schwüngen nach außen, nur in der Mitte sitzen einige kleine kurze Locken. Alle Falten sind aus dem Gesicht getilgt. Bis auf die kurzen Locken in der Stirnmitte sind damit die charakteristischen Züge des letzten Typus des Marc Aurel wiederholt. Auf den Münzen ist der Typenwandel im Jahr 196/197 n.Chr. zu beobachten.

Ein neuer Bildnistypus des Kaisers, der nur wenige Jahre später entstand, ist aus dem Typus des Jahres 196/197 n.Chr. entwickelt, mit einer auffallenden Veränderung. An die Stelle der kurzen Löckchen in der Stirnmitte treten vier lang herabhängende Locken. Diese können gewellt sein, es können aber auch richtige Korkenzieherlocken sein. Dieser Typus ist seit ca. 200 n.Chr. auf Münzen gut erkennbar. Die Forschung hat in den Stirnlocken lange eine Nachahmung der Stirnlocken des graeco-ägyptischen Gottes Sarapis sehen wollen. Deshalb wird der Typus gern als „Sarapistypus“ bezeichnet. Septimius soll den Gott auf einer Reise nach Ägypten in den Jahren um 200 n.Chr. besonders schätzen gelernt haben, sein Sohn Caracalla hat ihm später in Rom einen aufwendigen Tempel errichtet. Doch ist diese Vermutung inzwischen mit guten Gründen in Frage gestellt und vorgeschlagen worden, in der Frisur eine auch sonst verbreitete Modefrisur zu sehen.

In einem späteren Typus, der auf dem nach 204 n.Chr. zu datierenden Ehrenbogen für Septimius Severus in seiner Heimat Leptis Magna erscheint, hat Septimius Severus einen längeren, aber weniger voluminösen Bart und sehr kurz geschnittenes Haar, das zungenförmig ins Gesicht gekämmt ist und dem Kopf eng anliegt. Nach den retardierenden Rückgriffen auf die antoninische Tradition scheint Severus sich damit der schon lange beliebten und programmatisch von seinen Söhnen getragenen Kurzhaarmode der Zeit anzunähern.

Revers:
Zu sehen ist die nach links stehende Personifikation Fides, welche in der rechten vorgestreckten Hand einen Früchtekorb, in der linken Hand Kornähren hält. Die Inschrift lautet: P MAX TR P VIII COS II P P für Pontifex Maximus Tribunitia Potestas (zum achten Male) Consul (zum zweiten Male) Pater Patriae.‎

Fides (Vertrauen, Treue, Glaube) war in der römischen Religion die Personifikation des Vertrauens, der Treue und des Eides. Sie wurde auch unter dem Namen Fides Publica Populi Romani (etwa allgemeine Vertrauenswürdigkeit des römischen Volkes) verehrt. Ihr 254 v.Chr. vom Konsul Aulus Atilius Caiatinus geweihter Tempel in Rom lag auf dem Kapitol nahe dem Iuppitertempel. Hier unterzeichnete und verwahrte der römische Senat Verträge mit anderen Staaten und vertraute sie damit Fides Schutz an. Fides wird als eine – gelegentlich mit einem Olivenzweig gekrönte –, einen Schleier oder Stola tragende junge Frau dargestellt. In ihren Händen hält sie Füllhorn, Schale, Ähren oder Fruchtkorb als ihre Attribute, oder auch eine militärische Standarte. Ihre Priester trugen weiße Kleidung und zeigten damit Fides Verbindung zu den höchsten Göttern des Himmels, Iuppiter und Dius Fidius. Der Überlieferung zufolge begründete Roms zweiter König Numa Pompilius jährliche Festspiele zu Ehren von Fides, und führte ein, dass die höheren Priester (die drei flamines maiores) in einem von zwei Pferden gezogenen überdachten gewölbten Wagen zum Tempel gebracht wurden. Dort sollten sie Fides Gottesdienste mit bedecktem Haupt und bis zu den Fingern eingehüllten rechten Händen leiten, und so absolute Hingabe zu Fides zeigen und Vertrauen versinnbildlichen.

Der Pontifex maximus war der Ranghöchste im Priesterkollegium der pontifices im Römischen Reich. Seit dem 3. Jahrhundert v.Chr. wurde sein Amt durch die Wahl in einer speziellen Volksversammlung vergeben. Der Pontifex maximus hatte offenbar die Oberaufsicht über alle sakralen Angelegenheiten in Rom, insbesondere über die Priesterinnen der Vesta. Laut Cicero führte der Pontifex maximus einst auch die annales maximi, in denen wichtige religiöse und politische Ereignisse nach Jahren geordnet gelistet worden seien.

Die letzten Pontifices maximi zur Zeit der Römischen Republik waren Gaius Iulius Caesar und Marcus Aemilius Lepidus. Nach Lepidus Tod wurde 12 v.Chr. Caesars Adoptivsohn Augustus neuer Pontifex maximus, und fortan hatten alle römischen Kaiser diese Funktion inne. Im Falle eines Mehrkaisertums kennzeichnete sie den ranghöchsten Herrscher, bis das Oberpontifikat 238 n.Chr. unter Pupienus und Balbinus erstmals geteilt wurde. Laut Alan Cameron war der Pontifex maximus vor Augustus zwar einer der angesehensten Priester Roms, aber erst in der Kaiserzeit sei er zum obersten Aufseher der römischen Kulte geworden, da der Inhaber des Amtes als Kaiser zugleich stets auch der mächtigste Mann im Reich war.

Die Tribunizische Gewalt (lateinisch tribunicia potestas) bezeichnet die Amts- und Gewaltbefugnisse der Volkstribunen im antiken Rom. Im Zuge der Gründung des Prinzipats durch den ersten römischen Kaiser Augustus kam es zu einer Trennung von Amt und Amtsgewalt des Volkstribunen. Die Verleihung der tribunicia potestas an Augustus ist aufgrund der Quellenlage unklar und umstritten. Im Jahr 36 v.Chr. erhielt er die tribunizische Gewalt, so die sacrosanctitas, das ius subselli und das ius auxilii. Im Jahr 30 v.Chr. wurde letzteres über das Stadtgebiet Roms bis zum ersten Meilenstein ausgeweitet. Ab dem Jahr 23 v.Chr. konnte der princeps über die tribunicia potestas annua et perpetua verfügen und damit im gesamten Reichsgebiet des römischen Imperiums ständig ausüben. Seitdem war die Amtsgewalt der Tribunen Bestandteil der kaiserlichen Macht, was sich auch an der Zählung der Kaiserjahre nach der tribunicia potestas zeigte. Das Amt selbst und den Titel übernahm der Patrizier Augustus nicht, desgleichen seine Nachfolger. Der princeps genoss mithin die Rechte des Volkstribuns, ohne auch den Pflichten und Beschränkungen des Amtes unterworfen zu sein.

Auch für Augustus Nachfolger gehörte die tribunicia potestas fortan über Jahrhunderte zum Kernbereich ihrer kaiserlichen Macht. Die tribunizische Amtsgewalt stattete sie formal mit den Mitteln aus, die römische Innenpolitik scheinbar im Einklang mit den Gesetzen zu kontrollieren. Um die Fiktion der Annuität zu wahren, wurde die Vollmacht jährlich (allerdings automatisch) erneuert – oft wie beim regulären Tribunat am 10. Dezember, so dass man die Angaben TRI POT, TR P o. ä. auf Münzen und in Inschriften zur Datierung verwenden kann. Im Laufe des 4. Jahrhunderts hörten die Kaiser auf, sich auf die tribunicia potestas zu beziehen, da generell die Anknüpfung an Regeln der alten res publica in der Spätantike stark an Bedeutung verloren hatte.

Der Titel pater patriae wurde vom Senat verliehen. Bereits Marcus Furius Camillus und Quintus Fabius Maximus Cunctator wurden aufgrund ihrer Verdienste als parentes bezeichnet. Marius und Sulla erhielten ebenfalls den Titel parens bzw. pater ob cives servatos („Vater aufgrund der Rettung der Bürgerschaft“). Der Redner und Politiker Marcus Tullius Cicero wurde für die Aufdeckung der Verschwörung des Catilina während seines Konsulats im Jahr 63 v.Chr. mit diesem Titel geehrt.

Die nächsten Titelträger waren Gaius Iulius Caesar und Augustus, dem der Titel vom Senat, den Equites und dem römischen Volk verliehen wurde. Da der Titel pater patriae für die Legitimität des Herrschers nicht wesentlich war – anders als die Titel Imperator, Caesar, Augustus, Pontifex maximus oder die Tribunicia potestas – wurde er nicht Bestandteil der kaiserlichen Ehren. Erst seit der Verleihung an Pertinax 193 n.Chr. zählte er zur festen kaiserlichen Titulatur. Ebenso resultierte aus dem Titel keinerlei juristische Macht, vielmehr war die Verleihung ein Zeichen der Würde wie auch eine Verdeutlichung der Pflichten des Trägers gegenüber der Bürgerschaft. Wie der Pater familias einer Familie vorstand, war auch der Geehrte mit dem Schutz des Staates betraut. Dasselbe gilt für die weibliche Form. Der Titel einer mater patriae ist, nach Ansätzen bei Livia, zum ersten Mal bei Julia Domna belegt.

Der Senat verlieh den Titel zahlreichen römischen Kaisern, oft erst nach vielen Jahren der Herrschaft, manchmal aber auch bald nach Regierungsantritt, wenn der neue Kaiser die besondere Achtung des Senats genoss (wie etwa Nerva). Folglich trugen viele der kurzlebigen Herrscher diesen Titel nicht. Die Verleihung war an die Zustimmung des zu Ehrenden gebunden, der den Titel auch ablehnen konnte. So ließ sich Kaiser Tiberius den Ehrentitel nicht verleihen; auch Nero schlug das erste Angebot im ersten Jahr seiner Herrschaft aufgrund seiner Jugend aus. Als letzter Kaiser bezeichnete sich Anastasius I. in einem Brief aus dem Jahr 516 n.Chr. an den römischen Senat als pater patriae.

Hintergrund:
Das früheste Bild der Fides erscheint auf Münzen der unteritalischen Stadt Lokri, aus der ersten Hälfte des 3 Jahrhunderts v.Chr. – eine stehende weibliche Figur mit der Beischrift ΠIΣTIΣ bekrönt eine bewaffnete Frau mit der Beischrift ΡΩMA. Die stehende Figur ist sicherlich als Personifikation der fides der Römer gegenüber fremden Städten und Völker zu verstehen (K.Latte). Die einzigen republikanischen Münzbilder der Fides, sind die Prägungen des Aulus Licinius Nerva von 47 v.Chr. Erst rund hundert Jahre später taucht Fides wieder in der römischen Münzprägung in den Bürgerkriegs Wirren der Jahre 68 und 69 n.Chr. wieder auf. Hier wird sie vor allem als militärisches Symbol von den verschiedenen Parteien auf ihre Münzen gesetzt, wie man an den Legendeninschriften FIDES EXERCITVVM, FIDES MILITVM und FIDES PRAETORIANORVM gut erkennen kann. Unter den Flaviern nimmt Fides dann eine wichtige Stelle ein. Hier wird vor allem die FIDES PVBLICA, aber auch erneut die FIDES EXERCITVVM beschworen. Seit Antoninus Pius beschränken sich die Legenden fast ausschließlich auf den militärischen Aspekt. Neben den entsprechenden Inschriften werden nun auch militärische Feldzeichen als Attribute in der Darstellung beigegeben.

Die Fides publica, also die zivile Fides, welche mit der Fides populi Romani des kapitolinischen Tempels gleichgesetzt werden kann, wird nach Hadrian, bei dem der militärische Aspekt der Göttin noch im Hintergrund steht, nur noch von Septimius Severus und Caracalla auf Münzen gesetzt. Auch auf dem hier vorgestellten Denar aus Laodicea ist eine zivile Fides abgebildet. Sie könnte einerseits für die Treue und Vertrauen des Kaisers zu seinem Volk – und andersherum – stehen, für ein gemeinsames Wohlergehen. Eine weitere Theorie ist jedoch ein Zusammenhang mit einer möglichen Restaurierung des Fides Tempel durch Septimius Severus und seinem Sohn Caracalla, welche in den Jahren 197/198 n.Chr. erfolgt sein soll.

Die Prägungen Laodiceas sind oft schwer zuweisbar, da es mehrere Städte dieses Namens gab. Im 2. Jahrtausend v.Chr. gab es an der Stelle von Laodicea ad Mare die kleine Siedlung Ramatha, die zum Einflussbereich von Ugarit gehörte. Alexander der Große zog nach seinem Sieg über die Perser in der Schlacht bei Issos 333 v.Chr. durch den Ort. Erst nach seinem Tod 323 v.Chr. als Syrien an die Seleukiden gefallen war, gründete Seleukos I. um 300 v.Chr. eine Stadt, die er nach seiner Mutter Laodike benannte. Zusammen mit Antiochia, Apameia und Seleukia bildete Laodicea eine Tetrapolis. Diese Stadtanlagen besaßen eine ähnliche Gliederung in rechtwinklige, etwa 120 mal 57 Meter große Häuserblocks (insulae) und bildeten die Grundlage für die Hellenisierung des syrischen Kleinasiens. Der Hafen wurde seit der frührömischen Kaiserzeit benutzt. Im heutigen Latakia stehen als einzige antike Baureste noch ein vom römischen Kaiser Septimius Severus an einer Straßenkreuzung errichteter Tetrapylon und vier Säulen eines Bacchustempels. Das Gerüst der antiken Stadt bildete der von Norden nach Süden verlaufende Cardo, eine seiner drei kreuzenden Querachsen führte zum Tetrapylon, eine andere verband den Hafen mit der Zitadelle.

Laodicea ad Mare leistete Im Kampf des Septimius Severus gegen seinen Rivalen Pescennius Niger ersterem bereits früh die Gefolgschaft. Dies führte dazu, dass Niger erbost maurische Reiterschwadronen gegen Laodicea und Tyrus, welches dem Severus ebenso treu ergeben war, schickte, in denen sie ein großes Blutbad anrichteten (Herod. III 3, 3-6). Nach seinem Sieg über Niger unterstützte Severus die treu ergebenen Städte, so auch Laodicea. In der Stadt wurden umfangreiche Baumaßnahmen für den Wiederaufbau durchgeführt und Geldmittel zur Verfügung gestellt. Laodicea erhielt außerdem das Ius Italicum und den ehrenden Beinamen „Septimia“. 

Das Ius Italicum war ein Gesetz im Römischen Imperium, dass es den Kaisern erlaubte, Städten außerhalb Italiens die gesetzliche Fiktion zu gewähren, dass diese sich auf italienischem Boden befanden. Dies bedeutete, dass die Stadt nach römischem anstatt nach lokalem Recht regiert wurde und damit ein höheres Maß an Autonomie in ihren Beziehungen zu Provinzgouverneuren genoss. Zudem erhielten die in der Stadt geborenen Menschen automatisch die römische Staatsbürgerschaft. Als Bürger Roms konnten die Menschen Immobilien kaufen und verkaufen, waren von der Grundsteuer und der Wahlsteuer befreit und hatten nach römischem Recht Anspruch auf Schutz. Das Ius Italicum war die höchste Freiheit, welche eine Gemeinde oder Provinz erhalten konnte, und galt als sehr günstig.

Der Beginn der Ausmünzung in Laodicea beginnt wohl im Jahre 195 n.Chr. mit Prägungen für Septimius Severus und Julia Domna. Später folgten dann solche für Caracalla, Plautilla und Geta, bis schließlich im Jahre 202 n.Chr. die Denarprägung endete. Laodicea-Münzen werden traditionell in zwei Gruppen unterteilt. Der „Old Style“ und „New Style“ Typus. Die Old Style-Münzen ähneln denen, welche der Münzstätte Emesa zugeschrieben werden, und verwenden eine Reihe von umgekehrten Typen, welche sich von denen unterscheiden, die in Rom verwendet wurden. Old Style Münztypen sind nur auf IMP II und IMP VIII datiert. Während der Herstellung von Münzen aus der IMP VIII Serie fand eine Änderung statt, bei der in Laodicea die New Style-Münzen mit dem gleichen Typus produziert wurden wie in Rom. Die häufigsten Münzen sind vom New-Style Typus mit der IMP XI Datierung. Selten sind vor allem Exemplare, bei denen das Porträt nach links zeigt.

Quellen:
* Wikipedia: Septimius Severus
* Wikipedia: Fides
* Wikipedia: Pontifex Maximus
* Wikipedia: Tribunizische Gewalt
* Wikipedia: Pater Patriae
* Wikipedia: Laodikeia, Latakia
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser
* Christoph Reusser: Der Fidestempel auf dem Kapitol in Rom und seine Ausstattung

Obverse:
You can see the right-facing bust of Septimius Severus with a laurel wreath. The inscription reads: L SEPT SEV AVG IMP XI PART MAX for Lucius Septimius Severus Augustus Imperator (for the eleventh time) Parthicus Maximus.

After the assassination of Commodus‘ successor Pertinax in Rome on March 28, 193 AD Lucius Septimius Severus took advantage of the opportunity and settled between April 9th ​​and 15th, 193 AD proclaimed emperor and thus Augustus by the Pannonian troops in Carnuntum. The stationed Legio XIV gemina probably played a special role, since Severus had gold coins struck for this legion alone in honor of it. As already mentioned, the proclamation as emperor is said to have taken place between April 9th ​​and 15th. The latter date could have a superstitious or religious background. He is said to have waited the three days from his birthday (April 11) until the proclamation, believing in the auspicious effect of the number three.

Since the year 195 AD Septimius Severus called himself in the official title of the military diplomas, in the majority of the inscriptions and coins, in which he officially announced his adoption by Marcus Aurelius not out of mere vanity, but to introduce the divine worship of the imperial house in the state: imperatoris Caesaris divi Marcus Antonini Pii Sarmatici Germanici filius, divi Commodi frater, divi Antonini Pii nepos, divi Hadriani pronepos, divi Traiani Parthici abnepos, divi Nervae adnepos Lucius Septimius Severus Pius Pertinax Augustus. Before the year 195 AD the designations Pius and Pertinax are missing without exception in the title.

Early 194 AD Septimius Severus defeated his rival Pescennius Niger at Cyzicus, then decisively at Issus on March 31. He then lost his head and with it his life while fleeing to the Parthians. Now Severus could turn further east. In the year 195 AD (Before August 28th) the title of Emperor was accepted three times by the victories over Osroene, Arabia and Adiabene. The Roman Senate then awarded Severus the honorary names Adiabenicus, Arabicus and Parthicus, which can be found on numerous coins and inscriptions in various combinations, such as PART ARAB and PART ADIAB. The granting of the title Parthicus is strange, however, since Severus had not taken any action against the Parthians, and the only way to understand it is that the Adiabenians and Mesopotamian Arabs were vassals of the Parthians.

In the fall of 197 AD the emperor undertook his second campaign against the Parthians and Mesopotamia. Among other things, he conquered Babylon, Seleucia and Ctesiphon. However, with the siege of Hatra, Septimius Severus failed twice, so that later peace terms had to be negotiated. Due to the overall successful campaign, Septimius Severus took early 198 AD the nickname „Parthicus Maximus“, which was also embossed on coins with the title „PART MAX“. Only Traian had borne this title before him, whose military successes and greatness Septimius wanted to commemorate and thus propagate for himself.

In the same year, Septimius received his eleventh acclamation as emperor by victoriously completing the Parthian campaign. In the Roman Republic, the term imperator originally referred to the bearer of military power (imperium). From the late 3rd century BC. (Scipio Africanus) but the term was increasingly used specifically for a military commander whom his soldiers had proclaimed imperator (acclamation) after victory. In the case of a military success of their legions, the emperors, even if they were not personally involved, continued to receive the imperial acclamation, which also appeared with their count in the titulature.

As with his son Caracalla, the title Pius is found for the first time in 201 AD on the coins of Septimius Severus. Although the title Felix appears officially, for example on the famous triumphal arch of Septimius Severus, one looks in vain for it on coins. The emperor received one of his last honorary titles alongside Caracalla and his second son Geta in 210 AD by the successful campaigns in Britain against the Caledonians and Maatians. From this point in time until the end of coinage for Septimius Severus, the honorary title Britannicus can be found on some coins with the legend inscription BRIT.

Four types of portraits of Septimius Severus have survived. A clear program can be seen in the design of the first two, in contrast to the two following. The first type is up to the year 196 AD valid. Septimius Severus is shown here with a strong, stocky face, slight facial wrinkles and shorter hair and beard loosened up by drilling. In his appearance he can hardly be distinguished from the portrait related here to Clodius Albinus. Surely the resemblance was intentional and the message of the picture was the same. At the same time, the all too close adherence to the overly refined tradition of the Antonines, as advocated by Didius Julianus, was avoided.

But then, in the smoldering dispute with Clodius Albinus and the problems of legitimacy that went with it, Severus symbolically sought support in the Antonine imperial house. Since 195 AD he propagated his descent from the Antonines and his adoption into this imperial house. The hair and beard of this type are much more luxuriant and longer than before. The hair curves outwards at the temples in large curves, only a few small, short curls sit in the middle. All wrinkles are erased from the face. With the exception of the short curls in the middle of the forehead, the characteristic traits of the last type of Marc Aurel are repeated. The type change in the year 196/197 AD is shown on the coins. to observe.

A new type of portrait of the emperor, which was created only a few years later, is derived from the type of the year 196/197 AD developed, with one striking change. The short curls in the middle of the forehead are replaced by four long, hanging curls. These can be wavy, but they can also be real corkscrew curls. This type has been around since about 200 AD easily recognizable on coins. Scholars have long wanted to see the forelocks as an imitation of the forelocks of the Graeco-Egyptian god Sarapis. That is why the type is often referred to as the „Sarapis type“. Septimius is said to have met the god on a trip to Egypt around 200 AD especially appreciated, his son Caracalla later erected an elaborate temple for him in Rome. In the meantime, however, this assumption has been questioned with good reason and it has been suggested that the hairstyle be seen as a fashionable hairstyle that is also widespread elsewhere.

In a later type, based on the after 204 AD when the Arch of Honor for Septimius Severus to be dated appears in his native Leptis Magna, Septimius Severus has a longer but less voluminous beard and hair that is cropped very short and combed over his face in a tongue-like manner, lying close to his head. After the retarding recourse to the Antonine tradition, Severus seems to be approaching the long-popular short-haired fashion worn programmatically by his sons at the time.

Reverse:
You can see the personification of Fides standing to the left, holding a fruit basket in the outstretched right hand and ears of corn in the left hand. The inscription reads: P MAX TR P VIII COS II P P for Pontifex Maximus Tribunitia Potestas (for the eighth time) Consul (for the second time) Pater Patriae.‎

Fides (trust, fidelity, faith) was the personification of trust, fidelity and oath in Roman religion. She was also venerated under the name Fides Publica Populi Romani (roughly the general trustworthiness of the Roman people). Her 254 BC Temple in Rome dedicated by the consul Aulus Atilius Caiatinus was on the Capitol near the Temple of Iuppiter. Here the Roman Senate signed and kept treaties with other states, entrusting them to Fides protection. Fides is depicted as a young woman wearing a veil or stole, sometimes crowned with an olive branch. In her hands she holds a cornucopia, bowl, ears of corn or fruit basket as her attributes, or even a military standard. Her priests wore white robes, showing Fide’s connection to the supreme gods of heaven, Iuppiter and Dius Fidius. According to tradition, Rome’s second king, Numa Pompilius, instituted annual festivals in honor of Fides, and instituted that the chief priests (the three flamines maiores) were brought to the temple in a covered, vaulted chariot drawn by two horses. There they were to lead Fides with their heads covered and their right hands wrapped to the fingers, showing absolute devotion to Fides and symbolizing trust.

The pontifex maximus was the highest-ranking priest in the college of pontifices in the Roman Empire. Since the 3rd century BC his office was assigned by election in a special popular assembly. The pontifex maximus apparently had supreme authority over all sacred affairs in Rome, especially the priestesses of Vesta. According to Cicero, the pontifex maximus once also kept the annales maximi, in which important religious and political events were listed by year.

The last pontifices maximi at the time of the Roman Republic were Gaius Iulius Caesar and Marcus Aemilius Lepidus. After Lepidus‘ death in 12 BC Caesar’s adopted son Augustus was the new pontifex maximus, and all Roman emperors henceforth held this position. In the case of multiple empires, it marked the highest-ranking ruler until the supreme pontificate in 238 AD was first divided under Pupienus and Balbinus. According to Alan Cameron, the pontifex maximus was one of the most respected priests in Rome before Augustus, but it was not until the imperial period that he became the chief overseer of Roman cults, since the holder of the office of emperor was always the most powerful man in the empire.

The tribunician power (Latin tribunicia potestas) refers to the official and violent powers of the tribunes in ancient Rome. In the course of the founding of the principate by the first Roman emperor Augustus, the office and official powers of the tribune were separated. The award of the tribunicia potestas to Augustus is unclear and controversial due to the sources. In the year 36 BC he received the tribunician power, so the sacrosanctitas, the ius subselli and the ius auxilii. In the year 30 BC the latter was extended over the urban area of ​​Rome to the first milestone. From the year 23 BC the princeps could dispose of the tribunicia potestas annua et perpetua and thus constantly exercise it throughout the entire territory of the Roman Empire. Since then, the official power of the tribunes was part of the imperial power, which was also reflected in the counting of the imperial years after the tribunicia potestas. The patrician Augustus did not take over the office itself and the title, neither did his successors. The princeps thus enjoyed the rights of the tribune of the people without being subject to the duties and restrictions of the office.

For the successors of Augustus, too, the tribunicia potestas was part of the core of their imperial power for centuries to come. The tribunician authority formally endowed them with the means to control Roman domestic politics, seemingly in accordance with the law. In order to preserve the fiction of the annuity, the power of attorney was renewed annually (albeit automatically) – often as with the regular tribunate on December 10th, so that the indications TRI POT, TR P or similar on coins and in inscriptions are used for dating can. In the course of the 4th century, the emperors ceased to refer to the tribunicia potestas, since in general the connection to the rules of the old res publica had lost much of its importance in late antiquity.

The title of pater patriae was conferred by the Senate. Already Marcus Furius Camillus and Quintus Fabius Maximus Cunctator were called parentes because of their merits. Marius and Sulla also received the title parens or pater ob cives servatos (‚Father due to the salvation of the citizenry‘). The orator and politician Marcus Tullius Cicero was credited with exposing the conspiracy of Catiline during his consulship in 63 BC honored with this title.

The next title holders were Gaius Iulius Caesar and Augustus, to whom the title was bestowed by the Senate, the Equites and the Roman people. Because the title pater patriae was not essential to the ruler’s legitimacy—unlike the titles imperator, caesar, augustus, pontifex maximus, or the tribunicia potestas—it did not become part of the imperial honors. It was only after it was awarded to Pertinax in 193 AD that it became part of the permanent imperial title. Likewise, no legal power resulted from the title, rather the award was a sign of dignity as well as a clarification of the duties of the bearer towards the citizenry. Just as the pater familias presided over a family, the honoree was entrusted with the protection of the state. The same applies to the feminine form. The title of a mater patriae, after beginnings with Livia, is documented for the first time by Julia Domna.

The Senate bestowed the title on numerous Roman emperors, often only after many years of rule, but sometimes soon after assuming power if the new emperor enjoyed the special respect of the Senate (such as Nerva). Consequently, many of the short-lived rulers did not hold that title. The award was subject to the consent of the honoree, who could also refuse the title. Emperor Tiberius did not allow himself to be given the honorary title; Nero also rejected the first offer in the first year of his rule because of his youth. Anastasius I described himself as the last emperor in a letter from the year 516 AD to the Roman Senate as pater patriae.

Background:
The earliest image of Fides appears on coins from the southern Italian city of Lokri, from the first half of the 3rd century BC – a standing female figure inscribed ΠIΣTIΣ crowns an armed woman inscribed ΡΩMA. The standing figure is certainly to be understood as a personification of the fides of the Romans towards foreign cities and peoples (K.Latte). The only republican coin images of Fides are the coins of Aulus Licinius Nerva from 47 BC. Only about a hundred years later, Fides appears again in Roman coinage during the civil war turmoil of the years 68 and 69 AD up again. Here it is used primarily as a military symbol by the various parties on their coins, as can be clearly seen from the legend inscriptions FIDES EXERCITVVM, FIDES MILITVM and FIDES PRAETORIANORVM. Fides then occupies an important place among the Flavians. Here, above all, the FIDES PVBLICA, but also the FIDES EXERCITVVM is conjured up again. Since Antoninus Pius, the legends are almost exclusively limited to the military aspect. In addition to the corresponding inscriptions, military field symbols are now also included as attributes in the depiction.

The Fides publica, i.e. the civil Fides, which can be equated with the Fides populi Romani of the Capitoline Temple, is only set on coins by Septimius Severus and Caracalla after Hadrian, in whom the military aspect of the goddess is still in the background. A civil fides is also depicted on the denarius from Laodicea presented here. On the one hand, it could stand for the emperor’s loyalty and trust in his people – and vice versa – for a common well-being. However, another theory is a connection with a possible restoration of the Fides Temple by Septimius Severus and his son Caracalla, which was carried out in the years 197/198 AD should have taken place.

The coins of Laodicea are often difficult to assign, as there were several cities with that name. In the 2nd millennium BC on the place of Laodicea ad Mare there was the small settlement of Ramatha, which belonged to the Ugarit sphere of influence. Alexander the Great, after defeating the Persians at the Battle of Issus in 333 BC through the place. Only after his death in 323 BC when Syria fell to the Seleucids, Seleukos I founded around 300 BC a city he named Laodice after his mother. Together with Antioch, Apamea and Seleucia, Laodicea formed a tetrapolis. These towns were similarly structured into rectangular blocks (insulae) measuring approximately 120 by 57 meters and formed the basis for the Hellenization of Syrian Asia Minor. The port has been in use since the early Roman Empire. The only ancient building remains in today’s Latakia are a tetrapylon erected by the Roman Emperor Septimius Severus at a crossroads and four columns of a Bacchus temple. The skeleton of the ancient city was formed by the Cardo, running from north to south. One of its three crossing transverse axes led to the tetrapylon, another connected the port with the citadel.

Laodicea ad Mare made early allegiance to the former in the battle of Septimius Severus against his rival Pescennius Niger. This led to Niger sending angry squadrons of Moorish cavalry against Laodicea and Tyre, which was just as loyal to Severus, in which they caused a great bloodbath (Herod. III 3, 3-6). After his victory over Niger, Severus supported the loyal cities, including Laodicea. Extensive reconstruction work was carried out in the city and funds were made available. Laodicea also received the Ius Italicum and the honorific nickname „Septimia“.

The Ius Italicum was a law of the Roman Empire that allowed emperors to grant cities outside Italy the legal fiction that they were on Italian soil. This meant that the city was governed under Roman rather than local law, and thus enjoyed a greater degree of autonomy in its relations with provincial governors. In addition, people born in the city automatically received Roman citizenship. As citizens of Rome, people could buy and sell property, were exempt from property taxes and poll taxes, and were entitled to protections under Roman law. The Ius Italicum was the highest liberty a municipality or province could obtain and was considered very favorable.

The beginning of the coinage in Laodicea begins probably in the year 195 AD with embossing for Septimius Severus and Julia Domna. Later such followed for Caracalla, Plautilla and Geta, until finally in the year 202 AD denarius coinage ended. Laodicean coins are traditionally divided into two groups. The „Old Style“ and „New Style“ types. The Old Style coins are similar to those attributed to the Emesa mint and use a number of reverse types that differ from those used in Rome. Old Style coin types are only dated to IMP II and IMP VIII. During the production of coins from the IMP VIII series, a change took place where in Laodicea the New Style coins were produced with the same type as in Rome. The most common coins are of the New-Style type with the IMP XI dating. Specimens in which the portrait points to the left are particularly rare.

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