Marcus Aurelius Severus Antoninus Caracalla 211 bis 217 n.Chr.

Silber Denar Rom Marcus Aurelius Severus Antoninus Caracalla 215 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 215 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 19mm
Gewicht: 3,22g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Palaio Dr. Gernot Heinrich, Bad Reichenhall
Referenz: RIC IV Caracalla 251

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete Büste des Caracalla mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: ANTONINVS PIVS AVG GERM für Antoninus Pius Augustus Germanicus.

Geboren als Lucius Septimius Bassianus, erhielt er von seinem Vater um das Jahr 195/196 n.Chr. den Namen Marcus Aurelius Antoninus. Damit wurde er in das Kaisergeschlecht der Antonine aufgenommen und als fiktiver Enkel des Marcus Aurelius ausgegeben. Zur gleichen Zeit wurde ihm der Titel Caesar verliehen, womit er zum künftigen Kaiser designiert wurde. Im Jahr 197, spätestens jedoch 198 n.Chr. wurde er zum Augustus erhoben und mit den kaiserlichen Vollmachten ausgestattet. 

Nach den erfolgreichen Feldzügen gegen die Parther, erhielt er gegen 199 n.Chr. den Ehrentitel „Parthicus maximus“, welcher dann ab 200 n.Chr. auch auf Münzen erscheint. Im Jahr 208 n.Chr. zog die gesamte Kaiserfamilie unter Septimius Severus nach Britannien, um militärisch gegen die Kaledonier und Mäaten weit im Norden Schottlands vorzugehen. Nach dem siegreichen Feldzug führte Caracalla ab 210 n.Chr. den Siegernamen „Britannicus maximus“, den auch sein Vater und sein Bruder annahmen.

Den Siegernamen „Germanicus maximus“ führte Caracalla seit 208 oder 213 n.Chr. Laut einer Publikation von Dr. Werner Robl, kam es bereits auf dem Weg nach Britannien im Jahr 208 n.Chr. zu einer Expedition nach Germanien. Um die sich gegenseitig verhassten Brüder Caracalla und Geta zu trennen, soll Iulia Domna ihren Sohn zur Visitationsreise an den obergermanischen und rätischen Limes geschickt haben. Es kam allerdings zu keinem Krieg, wohl aber die formale Unterwerfung des einen oder anderen Stammes unter die Herrschaft der Römer, was den jungen Caracalla zur Behauptung eines Sieges über die Germanen und zu jenem frühen Scheintitel „Germanicus maximus“ veranlasste. 

Eine zweite Erklärung bietet das Jahr 213 n.Chr. an. Im Sommer dieses Jahres war er in Germanien über den rätischen Limes gegen die Alemannen zu Felde gezogen und hatte schließlich eine erfolgreiche Schlacht mit ihnen am Mainfluss geschlagen. Sein Verhalten zum Feind war jedoch gekennzeichnet durch Verrat und Brutalität. So hatte er die alemannische Jugend aufgerufen unter seinen Fahnen mitzukämpfen und sie dann grausam ermorden lassen. Anschließende Kämpfe scheinen jedoch weniger günstig verlaufen zu sein, denn er sah sich zu Zahlungen an germanische Gruppen veranlasst. Insgesamt gesehen war sein Vorgehen aber offenbar erfolgreich, denn die Lage an der Nordgrenze blieb für zwei Jahrzehnte stabil. 

Allerdings soll Caracalla von den Arvalbrüdern in Rom, einer Priesterschaft in Staatsdiensten, bereits am 17. Mai 213 n.Chr. als „Germanicus maximus“ öffentlich ausgerufen worden sein. Das wären geschlagene drei Monate vor dem mit seinem Namen verbundenen Kampfereignis im Spätsommer desselben Jahres. Wann er den Titel inoffiziell oder offiziell getragen hatte, wird daher noch kontrovers diskutiert. Auf Münzen erscheint der Ehrentitel erstmals ab dem Jahr 213 n.Chr.

Die Beinamen Pius und Felix erscheinen zum ersten Mal offiziell am 1. April 200 n.Chr. und werden meist zwischen dem Namen Antoninus und dem Titel Augustus gestellt. Dabei fehlt der Titel Felix bis 211/212 n.Chr. öfters, so dass in der ersten Zeit Pius allein in der Titulatur vorkommt. Auf Münzprägungen erscheint Pius seit 201 n.Chr. das erste Mal, während Felix erst seit 213 n.Chr. in der Legende zu lesen ist.

Als „Princeps iuventutis“ wurde er meist nur zu Lebzeiten seines Vaters bezeichnet. Die tribunicia potestas erhielt Caracalla im Jahr 198 n.Chr. erstmalig. Das erste Amt des Consulats begleitete er im Jahr 202 n.Chr. Pater Patriae ist nachweisbar seit dem Jahr 205 n.Chr. Den Titel Imperator II erhielt er gegen 207/208 n.Chr. und dann im Jahr 213 n.Chr. als Imperator III. Den Titel „Pontifex Maximus“ trug er richtigerweise erst nach dem Tod seines Vaters Septimius Severus, aber irrtümlich oder aus Schmeichelei wurde er auch schon früher so genannt. Eigentlich war er vor dem Jahr 211 n.Chr. nur Pontifex.

Als Alleinherrscher und Kaiser führte er den Namen Marcus Aurelius Severus Antoninus. Caracalla (richtig eigentlich Caracallus) war ein Spitzname, den er vermutlich ab 208 oder 213 n.Chr. nach einem langen Kapuzenmantel erhielt und in Rom einführte. Dabei handelte es sich um eine vom Kaiser persönlich entworfene modifizierte Luxusausführung eines germanischen oder keltischen Kleidungsstücks. Ein weiterer Spitzname, den Cassius Dio überliefert, war Tarautas. Unter diesem Namen war ein kleinwüchsiger, hässlicher und brutaler Gladiator bekannt, der offenbar ähnlich wie der Kaiser aussah, zumindest nach der Ansicht von dessen Gegnern.

Von Caracalla sind vier Porträttypen bekannt. Sie unterscheiden sich so deutlich, dass ihr Einsetzen mit Hilfe der datierten Münzen genau bestimmt werden kann. Ein erster Typus entstand 196 n.Chr. Unverkennbar ist das jugendlich-lockenköpfige Porträt dem des jungen Marc Aurel nachgebildet. Der Typus entstand zur gleichen Zeit wie ein Porträttypus des Septimius Severus, dessen Gestaltung sich an den letzten Porträttypus des Marc Aurel anlehnt. Die Porträts von Vater und Sohn sollten die behauptete Abstammung aus dem Hause der Antoninen vor Augen führen, die auch in Caracallas neuem Namen zum Ausdruck kam. Von diesem Typus gab es Neuauflagen mit erwachsener werdenden Proportionen.

Im Jahr 204 n.Chr. wurden für Caracalla und Geta neue Bildnistypen geschaffen. Beide trugen nun das kurzgeschorene Haar, das in der Folge im 3. Jahrhundert n.Chr. zur führenden Frisurenmode wurde. Merkwürdigerweise sind die Typen der beiden Brüder einander so ähnlich, dass man sie nicht zuverlässig auseinanderhalten kann. Für beide gab es verschiedene Neuauflagen, die das Älterwerden durch zunehmenden Bartwuchs anzeigten. Auch die Porträts aus dem Jahr der gemeinsamen Regierung 211/12 n.Chr. entsprechen diesen Typen und zeigen beide mit kurzem Vollbart.

Mit dem Gewinn der Alleinherrschaft 212 n.Chr. gestaltete Caracalla sein Porträt völlig neu. Der Kopf ist scharf zur linken Seite gewendet, und die Stirn des massiven Gesichts so kräftig zusammengezogen, dass der Betrachter schwanken kann, ob er in eine Miene höchster Anstrengung oder höchsten Zornes blickt. Caracalla trägt in diesem Porträt eine kurze Lockenfrisur und einen kurzgelockten Bart. Zu diesem Entwurf gehörte die Erfindung eines neuen kurzen Panzerbüstentypus, in dessen straff zur Seite gezogenem Mantel sich die starke Bewegung des Kopfes spiegelt.

Für die Interpretation dieses merkwürdigen Porträts ist es wichtig zu sehen, dass der Kaiser die extreme Inszenierung seiner selbst schon nach wenigen Jahren wieder zurückgenommen hat. In einem 215 n.Chr. geschaffenen Typus wurden die Haltung des Kopfes und die Mimik des Gesichts beruhigt, und Caracalla trägt wieder das kurze Haar, das nun üblich wurde. In einem vermutlich postumen Typus wurde die heftige Mimik des Typus von 212 n.Chr. wieder aufgenommen − man wüsste gern weshalb.

Die extreme Mimik des Porträttypus von 212 n.Chr. muss auch den Zeitgenossen aufgefallen sein. Das zeigen Bemerkungen in der antiken Literatur, die diese Mimik allerdings der Person zuschreiben. Der Zeitgenosse Dio Cassius berichtet, ein Spaßmacher habe gesagt, Caracalla sehe aus, als sei er wütend, weil er sich leidenschaftlich (thymoeidesteron) zu geben pflegte (Dio 78,11). Und in der spätantiken Historia Augusta heißt es, der Kaiser sei als Kind nett gewesen, später aber sei er ‚restrictior, gravior, vultu etiam truculentior, … im Gesichtsausdruck finster‘ geworden (SHA Caracalla 2,4).

Im Hintergrund der merkwürdigen Stilisierung muss vor allem die offenbar besonders ausgeprägte Neigung Caracallas zum Heer und zum Soldatenleben gestanden haben. Er war angeblich keine gute Führungspersönlichkeit, liebte es aber, das Leben der Soldaten zu teilen und wurde dafür von ihnen geliebt. Auch der schon antike Spitzname Caracalla leitet sich von einem bestimmten Soldatenmantel her, den er gern trug. In diesem Sinne könnte der Bildnistypus Kraft, Energie und Einsatzbereitschaft ausgedrückt haben. Ein Bekenntnis zum Heer wäre 212 n.Chr. sehr passend gewesen, denn nach dem Mord an seinem Bruder soll Caracalla sich dorthin geflüchtet haben, als seine Hauptstütze. Vielfach wird außerdem von Caracallas zunehmender Schwärmerei für Alexander dem Großen berichtet. Er soll sogar Doppelhermen mit seinem Bildnis und dem des legendären Makedonen errichtet haben. Für einen Bezug auf Alexander im Porträt, wie ihn andere römische Kaiser gesucht haben, gibt es jedoch keinen Anhaltspunkt.

Revers:
Zu sehen ist der Gott Aeskulap frontal stehend, den Kopf nach links gerichtet, in der rechten Hand hält er einen Stab mit einer Schlange. Am Boden ist der sogenannten Omphalos (eiförmiger Stein) abgebildet. Die Inschrift lautet: P M TR P XVIII COS IIII P P für Pontifex Maximus Tribunitia Potestas (zum achtzehnten Male) Consul (zum vierten Male) Pater Patriae.

Asklepios (lateinisch Aesculapius) ist in der griechischen und römischen Mythologie der Gott der Heilkunst. Die Schlange, welche sich in den meisten Darstellungen um den Äskulapstab windet, weist ihn den chthonischen oder Erdgottheiten zu. Nach homerischer Tradition war Asklepios ein Heros und Arzt in Thessalien, der nach dem Tod seine Verehrung als Gott der Medizin erfuhr.

Asklepios gilt als Sohn des Apollon und der Koronis, der Tochter des Königs Phlegyas. Als Koronis bereits von dem Gott Apollon schwanger war, ließ sie sich mit Ischys, einem Sterblichen, ein. Zur Strafe wurde sie von Apollons Zwillingsschwester Artemis oder von Apollon selbst getötet. Als ihre Leiche auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, näherte sich Hermes und schnitt den ungeborenen Äskulap aus ihrem Mutterschoß. Apollon brachte ihn zum heilkundigen Kentauren Cheiron, der das Kind aufnahm und in der Heilkunst unterwies, welche er einst selbst von Apollon gelernt hatte.

Mit diesem mythologischen Ursprung wird Asklepios als unvergleichlicher Meister der ärztlichen Heilkunst, einschließlich der Tiermedizin, gesehen. Mit Hilfe magisch heilsamer Kräfte des Blutes der Gorgone Medusa, welches ihm Athene brachte, sei es ihm sogar gelungen, einen Toten wieder zum Leben zu erwecken. Des Weiteren wird Asklepios auch in der Ilias erwähnt, wo Homer in ihm einen „unvergleichbaren Arzt“ sieht, dessen Sohn Machaon seinen Dienst vor den Toren des umkämpften Trojas verrichtet. Mit seiner Frau Epione hatte er noch einen weiteren Sohn (Podaleirios) und fünf Töchter (Panakeia, Hygieia, Akeso, Iaso und Aigle). Seine Tochter Hygieia gilt als Personifikation der Gesundheit. Seine zweite Tochter Panakeia gilt als Personifizierung des Heilens durch Heilpflanzen.

Asklepios soll die Chirurgie und die Medizin (sowie die darin eingeschlossene Kräuterkunde) beherrscht haben. Die Heilbehandlung im Asklepios-Kult, dessen Zentrum das Heiligtum in Epidauros in der Argolis war, bestand oft darin, dass der Kranke im meist außerhalb der Stadt gelegenen Tempel des Asklepios schlief. Im Traum erschien ihm dann der Arzt und gab dem Patienten Diäten oder andere Kuren auf. Es heißt sogar, er hätte es einem glatzköpfigen Mann ermöglicht, sich an einem neuen Haarwuchs zu erfreuen. Auch soll er in Epidauros eine erblindete Frau (Ambrosia aus Athen) mit einem operativen Eingriff am Auge geheilt haben.

Mit der Wiedererweckung eines Toten hatte Asklepios wohl seine Befugnisse überschritten, jedenfalls beschwerte sich Hades energisch bei seinem Bruder Zeus über ihn. Auch letzterer fürchtete nun ob des Erfolges des Heilkünstlers, dass bald kein Mensch mehr sterben würde. Er schleuderte daraufhin einen Blitz auf Asklepios und tötete diesen. Dessen Vater Apollon zürnte darüber und tötete alle Kyklopen, die die Blitze für Zeus schmiedeten. Die Strafe, die Zeus Apollon hierfür auferlegte, besagte, dass dieser nun ein großes Jahr lang, das heißt für eine neunjährigen Periode oder Ennaeteris, die Rinder des Admetos hüten müsse. Nach seinem Tod wurde Asklepios bzw. Aesculapius unter die Götter aufgenommen.

Asklepios wird meist als ein bärtiger, ernster Mann, der mit Lorbeer verziert ist und sich auf einen Stab stützt, abgebildet. Dieser Stab, der von einer Schlange (Natter), in deren Form er sich einst verwandelte, um im Jahr 293 v.Chr. eine nach Titus Livius seit etwa 290 v.Chr. bestehende Seuche bzw. schwere Epidemie in Rom zu beenden, umschlungen wird, der sogenannte Asklepiosstab, wurde zum Symbol der Heilkunde. Der Hahn, die Eule, die Schlange und die Zypresse waren ihm heilig. Dargestellt wurde Asklepios auf Statuen, Reliefs, Gefäßen und Münzrückseiten, letztere vor allem auf den Bronzemünzen in den kleinasiatischen römischen Provinzen.

Der Pontifex maximus war der Ranghöchste im Priesterkollegium der pontifices im Römischen Reich. Seit dem 3. Jahrhundert v.Chr. wurde sein Amt durch die Wahl in einer speziellen Volksversammlung vergeben. Der Pontifex maximus hatte offenbar die Oberaufsicht über alle sakralen Angelegenheiten in Rom, insbesondere über die Priesterinnen der Vesta. Laut Cicero führte der Pontifex maximus einst auch die annales maximi, in denen wichtige religiöse und politische Ereignisse nach Jahren geordnet gelistet worden seien.

Die letzten Pontifices maximi zur Zeit der Römischen Republik waren Gaius Iulius Caesar und Marcus Aemilius Lepidus. Nach Lepidus Tod wurde 12 v.Chr. Caesars Adoptivsohn Augustus neuer Pontifex maximus, und fortan hatten alle römischen Kaiser diese Funktion inne. Im Falle eines Mehrkaisertums kennzeichnete sie den ranghöchsten Herrscher, bis das Oberpontifikat 238 n.Chr. unter Pupienus und Balbinus erstmals geteilt wurde. Laut Alan Cameron war der Pontifex maximus vor Augustus zwar einer der angesehensten Priester Roms, aber erst in der Kaiserzeit sei er zum obersten Aufseher der römischen Kulte geworden, da der Inhaber des Amtes als Kaiser zugleich stets auch der mächtigste Mann im Reich war.

Die Tribunizische Gewalt (lateinisch tribunicia potestas) bezeichnet die Amts- und Gewaltbefugnisse der Volkstribunen im antiken Rom. Im Zuge der Gründung des Prinzipats durch den ersten römischen Kaiser Augustus kam es zu einer Trennung von Amt und Amtsgewalt des Volkstribunen. Die Verleihung der tribunicia potestas an Augustus ist aufgrund der Quellenlage unklar und umstritten. Im Jahr 36 v.Chr. erhielt er die tribunizische Gewalt, so die sacrosanctitas, das ius subselli und das ius auxilii. Im Jahr 30 v.Chr. wurde letzteres über das Stadtgebiet Roms bis zum ersten Meilenstein ausgeweitet. Ab dem Jahr 23 v.Chr. konnte der princeps über die tribunicia potestas annua et perpetua verfügen und damit im gesamten Reichsgebiet des römischen Imperiums ständig ausüben. Seitdem war die Amtsgewalt der Tribunen Bestandteil der kaiserlichen Macht, was sich auch an der Zählung der Kaiserjahre nach der tribunicia potestas zeigte. Das Amt selbst und den Titel übernahm der Patrizier Augustus nicht, desgleichen seine Nachfolger. Der princeps genoss mithin die Rechte des Volkstribuns, ohne auch den Pflichten und Beschränkungen des Amtes unterworfen zu sein.

Auch für Augustus Nachfolger gehörte die tribunicia potestas fortan über Jahrhunderte zum Kernbereich ihrer kaiserlichen Macht. Die tribunizische Amtsgewalt stattete sie formal mit den Mitteln aus, die römische Innenpolitik scheinbar im Einklang mit den Gesetzen zu kontrollieren. Um die Fiktion der Annuität zu wahren, wurde die Vollmacht jährlich (allerdings automatisch) erneuert – oft wie beim regulären Tribunat am 10. Dezember, so dass man die Angaben TRI POT, TR P o. ä. auf Münzen und in Inschriften zur Datierung verwenden kann. Im Laufe des 4. Jahrhunderts hörten die Kaiser auf, sich auf die tribunicia potestas zu beziehen, da generell die Anknüpfung an Regeln der alten res publica in der Spätantike stark an Bedeutung verloren hatte.

Der Titel pater patriae wurde vom Senat verliehen. Bereits Marcus Furius Camillus und Quintus Fabius Maximus Cunctator wurden aufgrund ihrer Verdienste als parentes bezeichnet. Marius und Sulla erhielten ebenfalls den Titel parens bzw. pater ob cives servatos („Vater aufgrund der Rettung der Bürgerschaft“). Der Redner und Politiker Marcus Tullius Cicero wurde für die Aufdeckung der Verschwörung des Catilina während seines Konsulats im Jahr 63 v.Chr. mit diesem Titel geehrt.

Die nächsten Titelträger waren Gaius Iulius Caesar und Augustus, dem der Titel vom Senat, den Equites und dem römischen Volk verliehen wurde. Da der Titel pater patriae für die Legitimität des Herrschers nicht wesentlich war – anders als die Titel Imperator, Caesar, Augustus, Pontifex maximus oder die Tribunicia potestas – wurde er nicht Bestandteil der kaiserlichen Ehren. Erst seit der Verleihung an Pertinax 193 n.Chr. zählte er zur festen kaiserlichen Titulatur. Ebenso resultierte aus dem Titel keinerlei juristische Macht, vielmehr war die Verleihung ein Zeichen der Würde wie auch eine Verdeutlichung der Pflichten des Trägers gegenüber der Bürgerschaft. Wie der Pater familias einer Familie vorstand, war auch der Geehrte mit dem Schutz des Staates betraut. Dasselbe gilt für die weibliche Form. Der Titel einer mater patriae ist, nach Ansätzen bei Livia, zum ersten Mal bei Julia Domna belegt.

Der Senat verlieh den Titel zahlreichen römischen Kaisern, oft erst nach vielen Jahren der Herrschaft, manchmal aber auch bald nach Regierungsantritt, wenn der neue Kaiser die besondere Achtung des Senats genoss (wie etwa Nerva). Folglich trugen viele der kurzlebigen Herrscher diesen Titel nicht. Die Verleihung war an die Zustimmung des zu Ehrenden gebunden, der den Titel auch ablehnen konnte. So ließ sich Kaiser Tiberius den Ehrentitel nicht verleihen; auch Nero schlug das erste Angebot im ersten Jahr seiner Herrschaft aufgrund seiner Jugend aus. Als letzter Kaiser bezeichnete sich Anastasius I. in einem Brief aus dem Jahr 516 n.Chr. an den römischen Senat als pater patriae.

Hintergrund:
Caracallas Verhältnis zur Religion war, wie Cassius Dio berichtet, vor allem von seinem Bedürfnis bestimmt, von den Göttern Heilung von seinen Krankheiten zu erlangen – mehrmals erkrankte er zu Lebzeiten schwer. Zu diesem Zweck soll er allen bedeutenderen Gottheiten Opfer und Weihegaben dargebracht und eifrig gebetet haben. Zu den Göttern, von denen er Hilfe erhoffte, gehörten der griechische Heilungsgott Asklepios, der ägyptische Serapis und Apollon, der mit dem keltischen Heilungsgott Grannus identifiziert und als Apollo Grannus verehrt wurde. 

Wahrscheinlich besuchte der Kaiser den Apollo-Grannus-Tempel in Faimingen, dass damals Phoebiana hieß und zur Provinz Raetia gehörte. Als gesichert gilt, dass Caracalla die Stadt Pergamon besuchte, wo er sich im Tempel des Aesculapius Heilung erhoffte. Im Jahr 214 n.Chr. nach seinem kräftezehrenden Germanienfeldzug, ließ sich der Kaiser im dortigen Asklepios-Heiligtum kurieren, renovierte zum Dank für seine Heilung den Tempel des Gottes und ließ in Rom Münzen mit seinem Abbild ausgeben.

Pergamon war es auch, welcher Caracalla das Recht erteilte einen dritten Neokorietempel zu weihen, in dem die griechischen Bewohner der Provinz Asia Asklepios und Caracalla kultisch verehren konnten. Caracalla wurde hierbei zum „Mitgott“ (Syntheos) des Asklepios. Hierfür wurde sicherlich kein neuer Tempel erbaut, sondern die Statue des Caracalla gesellte man dem wichtigsten Kultbild des Asklepios in Pergamon bei.

Der grausame Brudermord belastete Caracalla sein Leben lang. Er hatte furchtbare Alpträume und litt wohl unter psychosomatischen Beschwerden. Einen kranken Kaiser aber, das konnte sich Rom zu Beginn des kriselnden 3. Jahrhunderts nicht leisten. So suchte der Kaiser nach Heilung bei den Besuchen der Heiligtümer der Heilgötter. Zwar war die Behandlung von Wunden und alltäglichen körperlichen Beschwerden in der römischen Zeit weit entwickelt, aber es gab dennoch immer noch unzählige Krankheiten, bei denen die Ärzte ihren Patienten keine wirksame Kur verschreiben konnten. Diese Kranken flüchteten sich in die heiligen Haine und Tempel von Aesculap, Apollon oder Amphiareios. 

Dort verkündeten ihnen die Priester, dass Krankheit daraus resultieren könne, dass der Mensch nicht im Einklang mit dem göttlichen Recht gelebt habe, dass die Götter das Leiden geschickt hätten, um ihnen dies mitzuteilen. Es ginge nun darum wieder als Mensch die Eintracht mit den Göttern und der Welt herzustellen. Im Heilschlaf traten die Kranken in Verbindung mit dem Überirdischen und im Traum wurden ihnen Mittel und Wege zur Linderung gewiesen. 

Caracalla muss einen befreienden Traum in Pergamon gehabt haben. Es ist nicht bekannt, wie ihm die dortigen Priester halfen seinen Frieden mit den Göttern und seinem Seelenheil zu machen. Jedenfalls blieb der Kaiser dem Gott Asklepios zeit seines Lebens dankbar. Abgesehen von den großen Spenden an die Tempelpriester und die Privilegien für Pergamon und sein Heiligtum, wie schon zuvor erwähnt, ehrte er den Gott, indem er ihn in einer großen und ausgedehnten Münzemission im ganzen Reich bekannt machte – und zwar in genau der Art und Darstellung, wie er in Pergamon verehrt wurde.

Tatsächlich soll auf den Prägungen ganz eindeutig Asklepios aus Pergamon zu erkennen sein, da dieser Gott nur dort mit einem sogenannten Omphalos (einem eiförmigen Stein) dargestellt wurde, wie er auch auf diesem Denartyp rechts im Reversbild dargestellt wird. Interessant ist hierbei, dass diese Darstellungsweise offenbar von der lokalen Münzprägung Pergamons abgeleitet wurde, wohingegen es normalerweise umgekehrt die Stadt Rom war, welche die Vorlagen für die Münzmotive der von ihren abhängigen Gebieten lieferte.

Es existiert eine zeitgleiche Sesterz Prägung aus dem Jahr 215 n.Chr. (RIC IV Caracalla 538a), welcher auf der Rückseite den Bezug zum Asklepios Kult aus Pergamon noch deutlicher untermauert. Hier ist neben dem Omphalos auch noch sein Sohn Telesphoros dargestellt – was auf dem Denar aus Platzgründen wohl nicht mehr möglich war. 

Quellen:
* Wikipedia: Caracalla
* Wikipedia: Aeskulap
* Wikipedia: Pontifex Maximus
* Wikipedia: Tribunizische Gewalt
* Wikipedia: Pater Patriae
* Sonja Hommen: Caracalla und Aeskulap
* Münzenwoche: Teil 16, der Brudermord des Caracalla
* Peter Robert Franke, Ilse Paar: die antiken Münzen der Sammlung Heynen
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser
* Dr. Werner Robl: Der Ehekamm auf dem Gödenacker bei Berching, Schauplatz der Caracalla-Expedition des Jahres 213 n.Chr.

Obverse:
You can see the right-facing bust of Caracalla with a laurel wreath. The inscription reads: ANTONINVS PIVS AVG GERM for Antoninus Pius Augustus Germanicus.

Born as Lucius Septimius Bassianus, he received from his father around the year 195/196 AD the name of Marcus Aurelius Antoninus. He was thus accepted into the imperial family of the Antonines and issued as the fictitious grandson of Marcus Aurelius. At the same time he was given the title of Caesar, designating him as the future emperor. In the year 197, but no later than 198 AD he was promoted to Augustus and endowed with imperial powers.

After the successful campaigns against the Parthians, he received around 199 AD the honorary title „Parthicus maximus“, which then from 200 AD also appears on coins. In the year 208 AD moved the entire imperial family under Septimius Severus to Britain to take military action against the Caledonians and Maatians in the far north of Scotland. After the victorious campaign, Caracalla led from 210 AD the winning name „Britannicus maximus“, which his father and brother also adopted.

Caracalla used the victor’s name „Germanicus maximus“ from 208 or 213 AD. According to a publication by Dr. Werner Robl, it came on the way to Britain in 208 AD for an expedition to Germania. In order to separate the mutually hated brothers Caracalla and Geta, Iulia Domna is said to have sent her son on a visitation trip to the Upper Germanic and Rhaetian Limes. However, there was no war, but the formal submission of one or the other tribe under Roman rule, which prompted the young Caracalla to claim a victory over the Germans and to that early pseudo-title „Germanicus maximus“.

The year 213 AD offers a second explanation. at. In the summer of that year he campaigned in Germania across the Rhaetian Limes against the Alemanni and finally fought a successful battle with them on the Main River. However, his attitude towards the enemy was marked by treachery and brutality. So he called on the Alemannic youth to fight under his banner and then had them cruelly murdered. Subsequent battles, however, seem to have gone less favorably, for he felt compelled to make payments to Germanic groups. Overall, however, his approach was apparently successful, as the situation on the northern border remained stable for two decades.

Caracalla was probably by the Arvalbrothers in Rome, a priesthood in civil service, as early as May 17, 213 AD publicly proclaimed as „Germanicus maximus“. That would be a full three months before the battle event associated with his name in late summer of the same year. When he had unofficially or officially borne the title is therefore still a matter of controversy. The title first appears on coins from the year 213 AD.

The epithets Pius and Felix appear officially for the first time on April 1, 200 AD and are usually placed between the name Antoninus and the title Augustus. The title Felix is missing until 211/212 AD often, so that initially Pius appears alone in the title. Pius has appeared on coinage since 201 AD the first time, while Felix only since 213 AD can be read in the legend.

He was usually only referred to as „Princeps iuventutis“ during his father’s lifetime. Caracalla received the tribunicia potestas in 198 AD first time. He accompanied the first office of consulship in 202 AD. Pater Patriae is verifiable since the year 205 AD. He received the title Imperator II around 207/208 AD and then in 213 AD as Emperor III. He correctly bore the title „Pontifex Maximus“ only after the death of his father Septimius Severus, but he was also called that earlier, either by mistake or out of flattery. Actually he was before the year 211 AD only pontifex.

As sole ruler and emperor, he bore the name Marcus Aurelius Severus Antoninus. Caracalla (actually Caracallus) was a nickname he probably used from 208 or 213 AD received after a long hooded cloak and introduced in Rome. This was a modified luxury version of a Germanic or Celtic garment personally designed by the emperor. Another nickname given to Dio by Cassius was Tarautas. By this name was known a short, ugly, and brutal gladiator who apparently looked similar to the emperor, at least according to his opponents.

Four types of portraits of Caracalla are known. They differ so clearly that their use can be precisely determined with the help of the dated coins. A first type emerged in 196 AD. The youthful, curly-headed portrait is unmistakably based on that of the young Marc Aurel. The type was created at the same time as a portrait type of Septimius Severus, the design of which is based on the last portrait type of Marc Aurel. The portraits of father and son were intended to demonstrate the alleged descent from the house of the Antonines, which was also reflected in Caracalla’s new name. There were new editions of this type with growing proportions.

In the year 204 AD new types of portraits were created for Caracalla and Geta. Both now wore the short-cropped hair that subsequently became popular in the 3rd century AD became the leading hairstyle fashion. Oddly enough, the types of the two brothers are so similar that one cannot reliably tell them apart. There were various new editions for both, which indicated aging through increasing beard growth. The portraits from the year of the joint government 211/12 AD correspond to these types and both show a short full beard.

With the gain of sole rule in 212 AD Caracalla completely redesigned his portrait. The head is turned sharply to the left, and the forehead of the massive face is drawn together so violently that the viewer can vacillate between looking into an expression of supreme exertion or supreme anger. Caracalla wears a short curly hairstyle and a short-curled beard in this portrait. Part of this design was the invention of a new type of short armored bust, in whose cloak pulled tightly to one side the strong movement of the head is reflected.

For the interpretation of this strange portrait, it is important to see that the emperor took back the extreme staging of himself after just a few years. In a 215 AD in the type created, the pose of the head and the facial expressions were calmed, and Caracalla once again wore the short hair that was now customary. In a presumably posthumous type, the violent facial expressions of the type of 212 AD were used. resumed – one would like to know why.

The extreme facial expressions of the portrait type from 212 AD must also have caught the eye of his contemporaries. This is shown by comments in ancient literature, which, however, attribute these facial expressions to the person. The contemporary Dio Cassius reports that a jester said that Caracalla looked angry because he used to give himself passionately (thymoeidesterone) (Dio 78:11). And in the late antique Historia Augusta it says that the emperor was nice as a child, but later he became ‚restrictior, gravior, vultu etiam truculentior, … in facial expression dark‘ (SHA Caracalla 2,4).

In the background of the strange stylization, above all, must have been Caracalla’s particularly pronounced inclination towards the army and the life of a soldier. He was said not to be a good leader, but loved sharing the lives of the soldiers and was loved by them for it. The ancient nickname Caracalla also derives from a certain soldier’s coat that he liked to wear. In this sense, the portrait type could have expressed strength, energy and commitment. A commitment to the army would be 212 AD very appropriate, since after the murder of his brother, Caracalla is said to have taken refuge there as his mainstay. Caracalla’s growing infatuation with Alexander the Great is also widely reported. He is said to have erected double herms with his portrait and that of the legendary Macedonian. However, there is no evidence of a reference to Alexander in the portrait, as other Roman emperors sought.

Reverse:
You can see the god Aeskulap standing facing, his head turned to the left, in his right hand he is holding a staff with a snake. The so-called omphalos (egg-shaped stone) is depicted on the floor. The inscription reads: P M TR P XVIII COS IIII P P for Pontifex Maximus Tribunitia Potestas (for the eighteenth time) Consul (for the fourth time) Pater Patriae.

Asklepios (Latin Aesculapius) is the god of medicine in Greek and Roman mythology. The serpent coiling around the staff of Asculapius in most depictions assigns it to the chthonic or earth deities. According to Homeric tradition, Asclepius was a hero and physician in Thessaly who, after death, was worshiped as the god of medicine.

Asklepios is said to be the son of Apollo and Koronis, daughter of King Phlegyas. When Coronis was already pregnant by the god Apollo, she became involved with Ischys, a mortal. As punishment, she was killed by Apollo’s twin sister Artemis or by Apollo himself. As her corpse was being burned at the stake, Hermes approached and cut the unborn Aesculapius from her womb. Apollon brought him to the centaur Chiron, who knew how to heal, who took the child in and instructed him in the art of healing, which he himself had once learned from Apollon.

With this mythological origin, Asklepios is seen as an incomparable master of medical healing, including veterinary medicine. With the help of the magical healing powers of the blood of the Gorgon Medusa, which Athena brought him, he even managed to bring a dead person back to life. Furthermore, Asklepios is also mentioned in the Iliad, where Homer sees him as an „incomparable doctor“ whose son Machaon performs his duties at the gates of the embattled Troy. With his wife Epione he had another son (Podaleirios) and five daughters (Panakeia, Hygieia, Akeso, Iaso and Aigle). His daughter Hygieia is considered the personification of health. His second daughter Panakeia is considered the personification of healing through medicinal plants.

Asklepios is said to have mastered surgery and medicine (as well as the herbalism included therein). The healing treatment in the Asklepios cult, the center of which was the sanctuary in Epidauros in Argolis, often consisted in the patient sleeping in the temple of Asklepios, which was usually located outside the city. The doctor then appeared to him in the dream and gave the patient diets or other cures. It is even said to have enabled a bald man to enjoy a new growth of hair. He is also said to have healed a blind woman (Ambrosia from Athens) in Epidauros with an eye surgery.

With the resurrection of a dead Asklepios had probably exceeded his powers, in any case Hades complained energetically to his brother Zeus about him. The latter too now feared the success of the healer that soon no one would die anymore. He then threw a bolt of lightning at Asklepios and killed him. His father Apollo was angry about this and killed all the Cyclopes who forged the lightning bolts for Zeus. The penalty Zeus imposed on Apollo for this was that he must tend Admetus‘ oxen for a great year, that is, for a period of nine years, or ennaeteris. After his death, Asklepios or Aesculapius was accepted among the gods.

Asklepios is usually depicted as a bearded, serious man, adorned with laurels, leaning on a staff. This staff, derived from a serpent (asp) that it once transformed into, was found around 293 BC one after Titus Livius since about 290 BC to end the existing plague or severe epidemic in Rome, the so-called Rod of Asclepius became a symbol of medicine. The rooster, the owl, the snake and the cypress were sacred to him. Asclepius was depicted on statues, reliefs, vessels and the reverse of coins, the latter primarily on the bronze coins in the Roman provinces of Asia Minor.

The pontifex maximus was the highest-ranking priest in the college of pontifices in the Roman Empire. Since the 3rd century BC his office was assigned by election in a special popular assembly. The pontifex maximus apparently had supreme authority over all sacred affairs in Rome, especially the priestesses of Vesta. According to Cicero, the pontifex maximus once also kept the annales maximi, in which important religious and political events were listed by year.

The last pontifices maximi at the time of the Roman Republic were Gaius Iulius Caesar and Marcus Aemilius Lepidus. After Lepidus‘ death in 12 BC Caesar’s adopted son Augustus was the new pontifex maximus, and all Roman emperors henceforth held this position. In the case of multiple empires, it marked the highest-ranking ruler until the supreme pontificate in 238 AD was first divided under Pupienus and Balbinus. According to Alan Cameron, the pontifex maximus was one of the most respected priests in Rome before Augustus, but it was not until the imperial period that he became the chief overseer of Roman cults, since the holder of the office of emperor was always the most powerful man in the empire.

The tribunician power (Latin tribunicia potestas) refers to the official and violent powers of the tribunes in ancient Rome. In the course of the founding of the principate by the first Roman emperor Augustus, the office and official powers of the tribune were separated. The award of the tribunicia potestas to Augustus is unclear and controversial due to the sources. In the year 36 BC he received the tribunician power, so the sacrosanctitas, the ius subselli and the ius auxilii. In the year 30 BC the latter was extended over the urban area of ​​Rome to the first milestone. From the year 23 BC the princeps could dispose of the tribunicia potestas annua et perpetua and thus constantly exercise it throughout the entire territory of the Roman Empire. Since then, the official power of the tribunes was part of the imperial power, which was also reflected in the counting of the imperial years after the tribunicia potestas. The patrician Augustus did not take over the office itself and the title, neither did his successors. The princeps thus enjoyed the rights of the tribune of the people without being subject to the duties and restrictions of the office.

For the successors of Augustus, too, the tribunicia potestas was part of the core of their imperial power for centuries to come. The tribunician authority formally endowed them with the means to control Roman domestic politics, seemingly in accordance with the law. In order to preserve the fiction of the annuity, the power of attorney was renewed annually (albeit automatically) – often as with the regular tribunate on December 10th, so that the indications TRI POT, TR P or similar on coins and in inscriptions are used for dating can. In the course of the 4th century, the emperors ceased to refer to the tribunicia potestas, since in general the connection to the rules of the old res publica had lost much of its importance in late antiquity.

The title of pater patriae was conferred by the Senate. Already Marcus Furius Camillus and Quintus Fabius Maximus Cunctator were called parentes because of their merits. Marius and Sulla also received the title parens or pater ob cives servatos (‚Father due to the salvation of the citizenry‘). The orator and politician Marcus Tullius Cicero was credited with exposing the conspiracy of Catiline during his consulship in 63 BC honored with this title.

The next title holders were Gaius Iulius Caesar and Augustus, to whom the title was bestowed by the Senate, the Equites and the Roman people. Because the title pater patriae was not essential to the ruler’s legitimacy—unlike the titles imperator, caesar, augustus, pontifex maximus, or the tribunicia potestas—it did not become part of the imperial honors. It was only after it was awarded to Pertinax in 193 AD that it became part of the permanent imperial title. Likewise, no legal power resulted from the title, rather the award was a sign of dignity as well as a clarification of the duties of the bearer towards the citizenry. Just as the pater familias presided over a family, the honoree was entrusted with the protection of the state. The same applies to the feminine form. The title of a mater patriae, after beginnings with Livia, is documented for the first time by Julia Domna.

The Senate bestowed the title on numerous Roman emperors, often only after many years of rule, but sometimes soon after assuming power if the new emperor enjoyed the special respect of the Senate (such as Nerva). Consequently, many of the short-lived rulers did not hold that title. The award was subject to the consent of the honoree, who could also refuse the title. Emperor Tiberius did not allow himself to be given the honorary title; Nero also rejected the first offer in the first year of his rule because of his youth. Anastasius I described himself as the last emperor in a letter from the year 516 AD to the Roman Senate as pater patriae.

Background:
As Cassius Dio reports, Caracalla’s relationship to religion was primarily determined by his need to obtain healing from the gods for his illnesses – he became seriously ill several times in his lifetime. To this end he is said to have made sacrifices and offerings to all the major deities and prayed fervently. Among the gods he hoped would help were the Greek god of healing Asclepius, the Egyptian Serapis, and Apollon, who was identified with the Celtic god of healing Grannus and worshiped as Apollo Grannus.

The emperor probably visited the Apollo Grannus temple in Faimingen, which was then called Phoebiana and belonged to the province of Raetia. It is certain that Caracalla visited the city of Pergamon, where he hoped to be cured in the temple of Aesculapius. In the year 214 AD after his exhausting Germania campaign, the emperor had himself cured in the local Asklepios sanctuary, renovated the temple of the god in gratitude for his healing and had coins with his image issued in Rome.

It was also Pergamon that gave Caracalla the right to consecrate a third Neocorian temple in which the Greek inhabitants of the province of Asia could worship Asclepius and Caracalla. Caracalla became the „fellow god“ (Syntheos) of Asklepios. Certainly no new temple was built for this, but the statue of Caracalla was added to the most important cult image of Asclepius in Pergamon.

The cruel fratricide burdened Caracalla throughout his life. He had terrible nightmares and probably suffered from psychosomatic complaints. But Rome could not afford a sick emperor at the beginning of the crisis-ridden 3rd century. So the emperor sought healing by visiting the shrines of the healing gods. Although the treatment of wounds and everyday physical ailments was well developed in Roman times, there were still countless diseases for which doctors could not prescribe an effective cure for their patients. These sick people took refuge in the sacred groves and temples of Aesculapius, Apollon or Amphiareios.

There the priests announced to them that sickness could result from man not living in accordance with divine law, that the gods had sent suffering to tell them this. It would now be a matter of reestablishing harmony with the gods and the world as a human being. In the healing sleep, the sick came into contact with the supernatural and in the dream they were shown ways and means of relief.

Caracalla must have had a liberating dream in Pergamon. It is not known how the priests there helped him to make his peace with the gods and his salvation. In any case, the emperor remained grateful to the god Asklepios throughout his life. Apart from the large donations to the temple priests and the privileges to Pergamon and its sanctuary, as mentioned before, he honored the god by making him known throughout the empire in a large and extensive coin issue – in exactly the manner and representation , as he was worshiped in Pergamum.

In fact, Asclepius from Pergamon is said to be clearly recognizable on the embossing, since this god was only depicted there with a so-called omphalos (an egg-shaped stone), as is also depicted on this denarius type on the right in the reverse image. It is interesting that this mode of representation was apparently derived from the local coinage of Pergamum, whereas it was usually the city of Rome that provided the templates for the coin motifs of the areas dependent on it.

There is a contemporaneous sestertius from the year 215 AD (RIC IV Caracalla 538a), which substantiates the reference to the Asklepios cult from Pergamon even more clearly on the reverse. In addition to the omphalos, his son Telesphoros is also shown here – which was probably no longer possible on the denarius for reasons of space.

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