Marcus Aurelius Antoninus Elagabal 218 bis 222 n.Chr.

Silber Denar Rom Marcus Aurelius Antoninus Elagabal 221 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 221 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 19mm
Gewicht: 3,15g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Jesus Vico, Madrid
Referenz: RIC IV Elagabalus 40a

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste des Elagabal mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: IMP ANTONINVS PIVS AVG für Imperator Antoninus Pius Augustus.

Elagabals ursprünglicher Name war Varius Avitus Bassianus. Als Kaiser nannte er sich Marcus Aurelius Antoninus, um wie sein angeblicher Vater Caracalla an die Antonine anzuknüpfen. Der Name Elagabal, den der von ihm verehrte Gott trug, wurde dem Kaiser erst lange nach seinem Tod beigelegt. Direkt nach der Machtübernahme im Jahr 218 n.Chr. erhielt Elagabal den Titel Augustus.

Die Porträts lassen in einzigartiger Weise den programmatischen Charakter der Bildnisstilisierung erkennen. Nachgewiesen sind aus der kurzen Regierungszeit zwei Bildnistypen, die jeweils in mehreren Exemplaren erhalten sind. Sie sind einander so unähnlich, dass unbefangene Betrachter sie nicht als Darstellungen ein und derselben Person erkennen würden. Schon immer bekannt war der charakteristische Typus, der Elagabal als jungen Mann mit vollem ovalem Gesicht, üppigen Lippen, halblangen Haarsträhnen und einem Jugendbart auf der Oberlippe und den Wangen darstellt. Er entspricht der Mehrzahl der Münzbilder Elagabals.

Erst spät erkannte man, dass auch der Typus eines Knaben mit eckigem Gesicht und kurzgeschnittenem, dickflockigem Haar, der in mehreren Exemplaren überliefert ist und deshalb einen Kaiser wiedergeben muss, Elagabal darstellt. Der Typus ist dem letzten Bildnistypus des Caracalla aus den Jahren 215-217 n.Chr. buchstäblich aus dem Gesicht geschnitten, bis hin zu den schmalen langen Augen, den prallen gespannten Gesichtsflächen, dem kurzen, dickflockigen Haar und dem leicht gebogenen Haarabschluss über der Stirn. Der Bezug wird dadurch verstärkt, dass er mit der kurzen Panzerbüste mit schräggezogenem Paludament verbunden ist, den die Werkstätten für Caracallas Bildnisse aus der Zeit seiner Alleinherrschaft erfanden und die auch für den letzten Bildnistypus Caracallas regelmäßig verwendet wurde. Für jeden erkennbar, stellten diese Bildnisse Elagabal als eine verjüngte Version des späten Caracalla, als seinen Sohn dar. Die frühesten Münzen des Elagabal bestätigen diese Deutung.

Die datierten Münzbildnisse zeigen aber auch, dass Elagabal schon kurz nach seiner Ankunft in Rom nichts mehr von dieser Stilisierung wissen wollte und ein neues Bildnis von sich machen ließ, bei dem man zumindest den Jugendbart und die vollen Lippen als persönliche Züge ansehen kann. Vielleicht sind diese Porträts ein Beleg dafür, wie schnell der junge Kaiser sich von der Bevormundung durch die Familie und die Berater frei machte.

Revers:
Zu sehen ist der Sonnengott Sol mit Mantel über der linken Schulter nach links schreitend. Er hebt die rechte Hand und hält in der Linken eine Peitsche. Im Feld ist ein Stern abgebildet. Die Inschrift lautet: P M TR P IIII COS III P P für Pontifex Maximus Tribunitia Potestas (zum vierten Male) Consul (zum dritten Male) Pater Patriae.

Sol (Sonne) ist der Sonnengott der antiken römischen Mythologie. Bekannt ist er vor allem in seiner seit dem 2. Jahrhundert n.Chr. gebräuchlichen Erscheinungsform als Sol invictus (unbesiegter Sonnengott, oft weniger treffend übersetzt als unbesiegbarer Sonnengott). Sol entspricht zwar dem griechischen Helios, mit dem er auch ikonographisch Übereinstimmungen zeigt, aber er wurde nicht aus der griechischen Religion übernommen, sondern ist einheimischen Ursprungs.

In Rom bestand schon in republikanischer Zeit ein anscheinend sehr alter Sonnenkult, der angeblich auf die Zeit der Stadtgründung durch Romulus zurückging und von dem sagenhaften Sabinerkönig Titus Tatius eingeführt worden war. Der altrömische Sonnengott wurde Sol Indiges (einheimischer Sol) genannt und zusammen mit der Mondgottheit Luna verehrt. Die beiden waren eng verbunden und hatten im Circus Maximus einen gemeinsamen Tempel, wo ihr gemeinsamer Festtag am 28. August begangen wurde. Daneben hatte Sol Indiges einen eigenen Tempel auf dem Quirinal, wo ihm am 8. und 9. August gehuldigt wurde. Er gehörte seiner Beliebtheit nach zu den Gottheiten geringeren Ranges. In Göttermythen kommt Sol nicht vor. Auch Helios tritt in der griechischen Mythologie nicht als Persönlichkeit hervor. Erst seit der Endphase der römischen Republik nahm die Popularität des Sonnengottes zu. Rainer Albert vermutet, dass Marcus Antonius den Solkult auf einer seiner Münzen propagierte und damit auf den von ihm beherrschten Osten verwies, wo der Solkult im Gegensatz zu Rom bereits verbreitet war.

Die Sonne bringt mit ihrem Licht alles an den Tag, und so bleibt dem Sonnengott nichts verborgen. Helios ist „allerschauend“, daher allwissend und Zeuge von Freveltaten. Diese Eigenschaft zeichnete auch Sol aus, und so erhielt er im 1. Jahrhundert n.Chr. eine neue und sehr wichtige Aufgabe, nämlich den Kaiser vor Gefahren zu schützen. Die Aufdeckung der Pisonischen Verschwörung gegen Kaiser Nero wurde auf die Hilfe des Sol zurückgeführt, der dafür ein besonderes Dankopfer erhielt. Kaiser Vespasian weihte dem Gott 75 n.Chr. eine riesige Statue. So entwickelte sich Sol zum Schutzgott der Herrscher. Unter Trajan und Hadrian erschien er auf Kaisermünzen. Die Bezeichnung Sol invictus ist für ihn inschriftlich erstmals 158 n.Chr. auf einem Altar bezeugt (Soli invicto deo). Ab dem 2. Jahrhundert kam sie als Beiname des Mithras – Sol invictus Mithras – vor.

Der Pontifex maximus war der Ranghöchste im Priesterkollegium der pontifices im Römischen Reich. Seit dem 3. Jahrhundert v.Chr. wurde sein Amt durch die Wahl in einer speziellen Volksversammlung vergeben. Der Pontifex maximus hatte offenbar die Oberaufsicht über alle sakralen Angelegenheiten in Rom, insbesondere über die Priesterinnen der Vesta. Laut Cicero führte der Pontifex maximus einst auch die annales maximi, in denen wichtige religiöse und politische Ereignisse nach Jahren geordnet gelistet worden seien.

Die letzten Pontifices maximi zur Zeit der Römischen Republik waren Gaius Iulius Caesar und Marcus Aemilius Lepidus. Nach Lepidus Tod wurde 12 v.Chr. Caesars Adoptivsohn Augustus neuer Pontifex maximus, und fortan hatten alle römischen Kaiser diese Funktion inne. Im Falle eines Mehrkaisertums kennzeichnete sie den ranghöchsten Herrscher, bis das Oberpontifikat 238 n.Chr. unter Pupienus und Balbinus erstmals geteilt wurde. Laut Alan Cameron war der Pontifex maximus vor Augustus zwar einer der angesehensten Priester Roms, aber erst in der Kaiserzeit sei er zum obersten Aufseher der römischen Kulte geworden, da der Inhaber des Amtes als Kaiser zugleich stets auch der mächtigste Mann im Reich war.

Die Tribunizische Gewalt (lateinisch tribunicia potestas) bezeichnet die Amts- und Gewaltbefugnisse der Volkstribunen im antiken Rom. Im Zuge der Gründung des Prinzipats durch den ersten römischen Kaiser Augustus kam es zu einer Trennung von Amt und Amtsgewalt des Volkstribunen. Die Verleihung der tribunicia potestas an Augustus ist aufgrund der Quellenlage unklar und umstritten. Im Jahr 36 v.Chr. erhielt er die tribunizische Gewalt, so die sacrosanctitas, das ius subselli und das ius auxilii. Im Jahr 30 v.Chr. wurde letzteres über das Stadtgebiet Roms bis zum ersten Meilenstein ausgeweitet. Ab dem Jahr 23 v.Chr. konnte der princeps über die tribunicia potestas annua et perpetua verfügen und damit im gesamten Reichsgebiet des römischen Imperiums ständig ausüben. Seitdem war die Amtsgewalt der Tribunen Bestandteil der kaiserlichen Macht, was sich auch an der Zählung der Kaiserjahre nach der tribunicia potestas zeigte. Das Amt selbst und den Titel übernahm der Patrizier Augustus nicht, desgleichen seine Nachfolger. Der princeps genoss mithin die Rechte des Volkstribuns, ohne auch den Pflichten und Beschränkungen des Amtes unterworfen zu sein.

Auch für Augustus Nachfolger gehörte die tribunicia potestas fortan über Jahrhunderte zum Kernbereich ihrer kaiserlichen Macht. Die tribunizische Amtsgewalt stattete sie formal mit den Mitteln aus, die römische Innenpolitik scheinbar im Einklang mit den Gesetzen zu kontrollieren. Um die Fiktion der Annuität zu wahren, wurde die Vollmacht jährlich (allerdings automatisch) erneuert – oft wie beim regulären Tribunat am 10. Dezember, so dass man die Angaben TRI POT, TR P o. ä. auf Münzen und in Inschriften zur Datierung verwenden kann. Im Laufe des 4. Jahrhunderts hörten die Kaiser auf, sich auf die tribunicia potestas zu beziehen, da generell die Anknüpfung an Regeln der alten res publica in der Spätantike stark an Bedeutung verloren hatte.

Der Titel pater patriae wurde vom Senat verliehen. Bereits Marcus Furius Camillus und Quintus Fabius Maximus Cunctator wurden aufgrund ihrer Verdienste als parentes bezeichnet. Marius und Sulla erhielten ebenfalls den Titel parens bzw. pater ob cives servatos („Vater aufgrund der Rettung der Bürgerschaft“). Der Redner und Politiker Marcus Tullius Cicero wurde für die Aufdeckung der Verschwörung des Catilina während seines Konsulats im Jahr 63 v.Chr. mit diesem Titel geehrt.

Die nächsten Titelträger waren Gaius Iulius Caesar und Augustus, dem der Titel vom Senat, den Equites und dem römischen Volk verliehen wurde. Da der Titel pater patriae für die Legitimität des Herrschers nicht wesentlich war – anders als die Titel Imperator, Caesar, Augustus, Pontifex maximus oder die Tribunicia potestas – wurde er nicht Bestandteil der kaiserlichen Ehren. Erst seit der Verleihung an Pertinax 193 n.Chr. zählte er zur festen kaiserlichen Titulatur. Ebenso resultierte aus dem Titel keinerlei juristische Macht, vielmehr war die Verleihung ein Zeichen der Würde wie auch eine Verdeutlichung der Pflichten des Trägers gegenüber der Bürgerschaft. Wie der Pater familias einer Familie vorstand, war auch der Geehrte mit dem Schutz des Staates betraut. Dasselbe gilt für die weibliche Form. Der Titel einer mater patriae ist, nach Ansätzen bei Livia, zum ersten Mal bei Julia Domna belegt.

Der Senat verlieh den Titel zahlreichen römischen Kaisern, oft erst nach vielen Jahren der Herrschaft, manchmal aber auch bald nach Regierungsantritt, wenn der neue Kaiser die besondere Achtung des Senats genoss (wie etwa Nerva). Folglich trugen viele der kurzlebigen Herrscher diesen Titel nicht. Die Verleihung war an die Zustimmung des zu Ehrenden gebunden, der den Titel auch ablehnen konnte. So ließ sich Kaiser Tiberius den Ehrentitel nicht verleihen; auch Nero schlug das erste Angebot im ersten Jahr seiner Herrschaft aufgrund seiner Jugend aus. Als letzter Kaiser bezeichnete sich Anastasius I. in einem Brief aus dem Jahr 516 n.Chr. an den römischen Senat als pater patriae.

Hintergrund:
Unabhängig vom römischen Sol und griechischen Helios gab es in Syrien in der Stadt Emesa einen uralten einheimischen Kult des Sonnengotts Elagabal, dem die örtliche Bevölkerung anscheinend leidenschaftlich ergeben war. Die Kaiserin Iulia Domna, die Gemahlin des Kaisers Septimius Severus und Mutter seines Nachfolgers Caracalla, war Tochter eines Elagabal-Priesters von Emesa. Unter den Kaisern aus der Dynastie der Severer nahm die Verehrung des Sol invictus zu. Septimius Severus ließ sich und seine Frau auf Münzen mit den Attributen von Sonne (Strahlenkrone) und Mond (Mondsichel) darstellen und verwendete auch für seine beiden Söhne Caracalla und Geta, deren Herrschaftsnachfolge er plante, Sonnensymbolik. Die Assoziation mit der Sonne zielte vor allem auf den Aspekt der Ewigkeit (aeternitas) des Gestirns ab. So dauerhaft wie die Sonne sollte die Herrschaft der Kaiserfamilie sein.

Iulia Domnas Großneffe Kaiser Elagabal war Elagabal-Priester und führte den Elagabal-Kult in Rom als Staatsreligion ein. So kam es vorübergehend zu einer Vermischung mit dem bereits bestehenden Kult des Sol invictus (die Bezeichnung Invictus Sol Elagabalus ist inschriftlich bezeugt). Dem heiligen Stein, den der Gott vom Himmel herabgesandt haben sollte, ließ man einen großen Tempel in Rom errichten, das Elagaballium. Viele Römer lehnten jedoch den syrischen Kult ab, und mit der Ermordung Kaiser Elagabals 222 n.Chr. verschwand er in dieser Form aus Rom. Der Stein wurde wieder in den Elagabal-Tempel von Emesa gebracht. Der einheimische Sol-Kult blieb hingegen bestehen.

Zeitweilig bestand in der Forschung die Ansicht, Sol invictus sei im Gegensatz zu Sol Indiges eine aus dem Orient eingeführte Gottheit und seinem Ursprung nach mit Elagabal gleichzusetzen. Später ist man aber aus guten Gründen zur heute herrschenden Überzeugung gelangt, dass auch Sol invictus der alte römische Sol ist. Der Elagabal-Kult zeigt besondere markante Merkmale, die als unrömisch empfunden wurden und mit Sol nichts zu tun haben. Eine gewisse Vermischung von Sol und Elagabal wurde wohl nur von Elagabal-Anhängern betrieben, ein bleibender Einfluss ist nicht erkennbar. Ein Unterschied besteht auch darin, dass der Elagabal-Kult sich nicht mit dem Kaiserkult vermischte, was beim Sol-Kult der Fall war. Schon Caracalla wurde inschriftlich als Sol invictus imperator bezeichnet. Kaiser Elagabal hingegen nannte sich selbst nie Elagabal, diesen Namen erhielt er von Gegnern erst nach seinem Tod. In Syrien geriet der Gott Elagabal nicht in Vergessenheit. Der dortige Thronprätendent Uranius Antoninus setzte 254 n.Chr. das Bild des heiligen Steins auf seine Münzen.

Quellen:
* Wikipedia: Elagabal
* Wikipedia: Sol
* Wikipedia: Pontifex Maximus
* Wikipedia: Tribunizische Gewalt
* Wikipedia: Pater Patriae
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser

Obverse:
The right-facing draped bust of Elagabalus with a laurel wreath can be seen. The inscription reads: IMP ANTONINVS PIVS AVG for Imperator Antoninus Pius Augustus.

Elagabal’s original name was Varius Avitus Bassianus. As emperor, he called himself Marcus Aurelius Antoninus, like his alleged father Caracalla, to tie in with the Antonines. The name Elagabalus, borne by the god he worshiped, was not attributed to the emperor until long after his death. Immediately after the seizure of power in 218 AD Elagabalus received the title of Augustus.

The portraits reveal the programmatic character of portrait stylization in a unique way. There are two types of portraits from the short reign, several of which have survived. They are so dissimilar that an unbiased viewer would not recognize them as depictions of one and the same person. The characteristic type depicting Elagabalus as a young man with a full, oval face, luscious lips, half-length strands of hair and a youthful beard on the upper lip and cheeks has always been known. It corresponds to the majority of the coin images of Elagabalus.

It was only later that it was recognized that the type of a boy with a square face and short, thick, flaky hair, which has survived in several copies and must therefore represent an emperor, also represents Elagabalus. The type is the last portrait type of Caracalla from the years 215-217 AD literally cut from the face, right down to the long, narrow eyes, the plump, tense facial surfaces, the short, thick, fluffy hair and the slightly curved end of the hair over the forehead. The reference is reinforced by the fact that it is linked to the short armored bust with a slanted paludament, which was invented by the workshops for Caracalla’s portraits from the time of his autocracy and which was also regularly used for the last type of portrait of Caracalla. Recognizable to all, these images portrayed Elagabalus as a rejuvenated version of the late Caracalla, as his son. The earliest coins of Elagabalus confirm this interpretation.

However, the dated coin portraits also show that shortly after his arrival in Rome, Elagabalus wanted nothing more to do with this stylization and had a new portrait made of himself, in which at least the youthful beard and the full lips can be seen as personal traits. Perhaps these portraits are evidence of how quickly the young emperor freed himself from the tutelage of his family and advisors.

Reverse:
You can see the sun god Sol walking to the left with a cloak over his left shoulder. He raises his right hand and holds a whip in his left. A star is depicted in the field. The inscription reads: P M TR P IIII COS III P P for Pontifex Maximus Tribunitia Potestas (for the fourth time) Consul (for the third time) Pater Patriae.

Sol (Sun) is the sun god of ancient Roman mythology. He is best known for his since the 2nd century AD usual manifestation as Sol invictus (undefeated sun god, often less aptly translated as invincible sun god). Although Sol corresponds to the Greek Helios, with which he also shows similarities iconographically, he was not adopted from the Greek religion, but is of native origin.

In Rome there was already an apparently very old sun cult in the republican period, which allegedly went back to the time when the city was founded by Romulus and had been introduced by the legendary Sabine king Titus Tatius. The ancient Roman sun god was called Sol Indiges (native Sol) and worshiped together with the moon deity Luna. The two were closely connected and shared a temple in the Circus Maximus, where their common feast day was celebrated on August 28th. In addition, Sol Indiges had his own temple on the Quirinal, where homage was paid to him on August 8th and 9th. In terms of popularity, he belonged to the lower-ranking deities. Sol does not appear in god myths. Nor does Helios appear as a personality in Greek mythology. Only since the final phase of the Roman Republic did the popularity of the sun god increase. Rainer Albert suspects that Marcus Antonius propagated the cult of the sol on one of his coins, thereby referring to the East he ruled, where, in contrast to Rome, the cult of the sol was already widespread.

The sun brings everything to light with its light, and so nothing remains hidden from the sun god. Helios is „all-seeing“, therefore omniscient and a witness to crimes. Sol was also characterized by this quality, and so he received in the 1st century AD a new and very important task, namely to protect the Emperor from danger. The uncovering of the Pisonian conspiracy against Emperor Nero was attributed to the help of Sol, who received a special thank offering for it. Emperor Vespasian dedicated the god 75 AD a huge statue. So Sol developed into the patron god of rulers. It appeared on imperial coins under Trajan and Hadrian. The term Sol invictus is written for him for the first time in 158 AD witnessed on an altar (Soli invicto deo). From the 2nd century it appeared as the nickname of Mithras – Sol invictus Mithras.

The pontifex maximus was the highest-ranking priest in the college of pontifices in the Roman Empire. Since the 3rd century BC his office was assigned by election in a special popular assembly. The pontifex maximus apparently had supreme authority over all sacred affairs in Rome, especially the priestesses of Vesta. According to Cicero, the pontifex maximus once also kept the annales maximi, in which important religious and political events were listed by year.

The last pontifices maximi at the time of the Roman Republic were Gaius Iulius Caesar and Marcus Aemilius Lepidus. After Lepidus‘ death in 12 BC Caesar’s adopted son Augustus was the new pontifex maximus, and all Roman emperors henceforth held this position. In the case of multiple empires, it marked the highest-ranking ruler until the supreme pontificate in 238 AD was first divided under Pupienus and Balbinus. According to Alan Cameron, the pontifex maximus was one of the most respected priests in Rome before Augustus, but it was not until the imperial period that he became the chief overseer of Roman cults, since the holder of the office of emperor was always the most powerful man in the empire.

The tribunician power (Latin tribunicia potestas) refers to the official and violent powers of the tribunes in ancient Rome. In the course of the founding of the principate by the first Roman emperor Augustus, the office and official powers of the tribune were separated. The award of the tribunicia potestas to Augustus is unclear and controversial due to the sources. In the year 36 BC he received the tribunician power, so the sacrosanctitas, the ius subselli and the ius auxilii. In the year 30 BC the latter was extended over the urban area of ​​Rome to the first milestone. From the year 23 BC the princeps could dispose of the tribunicia potestas annua et perpetua and thus constantly exercise it throughout the entire territory of the Roman Empire. Since then, the official power of the tribunes was part of the imperial power, which was also reflected in the counting of the imperial years after the tribunicia potestas. The patrician Augustus did not take over the office itself and the title, neither did his successors. The princeps thus enjoyed the rights of the tribune of the people without being subject to the duties and restrictions of the office.

For the successors of Augustus, too, the tribunicia potestas was part of the core of their imperial power for centuries to come. The tribunician authority formally endowed them with the means to control Roman domestic politics, seemingly in accordance with the law. In order to preserve the fiction of the annuity, the power of attorney was renewed annually (albeit automatically) – often as with the regular tribunate on December 10th, so that the indications TRI POT, TR P or similar on coins and in inscriptions are used for dating can. In the course of the 4th century, the emperors ceased to refer to the tribunicia potestas, since in general the connection to the rules of the old res publica had lost much of its importance in late antiquity.

The title of pater patriae was conferred by the Senate. Already Marcus Furius Camillus and Quintus Fabius Maximus Cunctator were called parentes because of their merits. Marius and Sulla also received the title parens or pater ob cives servatos (‚Father due to the salvation of the citizenry‘). The orator and politician Marcus Tullius Cicero was credited with exposing the conspiracy of Catiline during his consulship in 63 BC honored with this title.

The next title holders were Gaius Iulius Caesar and Augustus, to whom the title was bestowed by the Senate, the Equites and the Roman people. Because the title pater patriae was not essential to the ruler’s legitimacy—unlike the titles imperator, caesar, augustus, pontifex maximus, or the tribunicia potestas—it did not become part of the imperial honors. It was only after it was awarded to Pertinax in 193 AD that it became part of the permanent imperial title. Likewise, no legal power resulted from the title, rather the award was a sign of dignity as well as a clarification of the duties of the bearer towards the citizenry. Just as the pater familias presided over a family, the honoree was entrusted with the protection of the state. The same applies to the feminine form. The title of a mater patriae, after beginnings with Livia, is documented for the first time by Julia Domna.

The Senate bestowed the title on numerous Roman emperors, often only after many years of rule, but sometimes soon after assuming power if the new emperor enjoyed the special respect of the Senate (such as Nerva). Consequently, many of the short-lived rulers did not hold that title. The award was subject to the consent of the honoree, who could also refuse the title. Emperor Tiberius did not allow himself to be given the honorary title; Nero also rejected the first offer in the first year of his rule because of his youth. Anastasius I described himself as the last emperor in a letter from the year 516 AD to the Roman Senate as pater patriae.

Background:
Independent of the Roman Sol and Greek Helios, there was an ancient native cult of the sun god Elagabalus in Syria in the city of Emesa, to which the local population seemed to be passionately devoted. Empress Iulia Domna, wife of Emperor Septimius Severus and mother of his successor Caracalla, was the daughter of an Elagabalian priest of Emesa. Worship of Sol invictus increased under the emperors of the Severan dynasty. Septimius Severus had himself and his wife depicted on coins with the attributes of the sun (crown of rays) and moon (crescent moon) and also used solar symbolism for his two sons Caracalla and Geta, whose successor he was planning to rule. The association with the sun aimed primarily at the aspect of eternity (aeternitas) of the celestial body. The reign of the imperial family was to be as enduring as the sun.

Iulia Domna’s grandnephew, Emperor Elagabalus, was an Elagabalus priest and introduced the Elagabalus cult into Rome as the state religion. So it came temporarily to a mixing with the already existing cult of Sol invictus (the term Invictus Sol Elagabalus is attested in inscriptions). A great temple was built in Rome, the Elagaballium, for the sacred stone that the god is said to have sent down from heaven. However, many Romans rejected the Syrian cult, and with the assassination of Emperor Elagabalus in 222 AD he disappeared from Rome in this form. The stone was returned to the Elagabalus Temple of Emesa. The local Sol cult, however, survived.

For a time there was the view in research that Sol invictus, in contrast to Sol Indiges, was a deity imported from the Orient and whose origin could be equated with Elagabalus. But later, for good reasons, one came to the conviction that prevails today that Sol invictus is also the old Roman Sol. The Elagabalus cult shows particularly distinctive features that were felt to be un-Roman and have nothing to do with Sol. A certain mixing of Sol and Elagabalus was probably only operated by Elagabalus followers, a lasting influence is not recognizable. Another difference is that the cult of Elagabalus did not mix with the cult of the Emperor, which was the case with the cult of Sol. Caracalla was already referred to in inscriptions as Sol invictus imperator. Emperor Elagabalus, on the other hand, never called himself Elagabalus, he received this name from opponents only after his death. In Syria, the god Elagabalus was not forgotten. The pretender to the throne there, Uranius Antoninus, sat in 254 AD the image of the sacred stone on his coins.

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