Lucius Septimius Severus Pertinax 193 bis 211 n.Chr.

Silber Denar Rom Lucius Septimius Severus Pertinax 211 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 211 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 18mm
Gewicht: 3,13g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Palaio Dr. Gernot Heinrich, Bad Reichenhall, Ex Naumann Sammlung
Referenz: RIC IV Caracalla 191c

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete Büste des Septimius Severus. Die Inschrift lautet: DIVO SEVERO PIO für Divo Severo Pio (dem vergöttlichten Severus, dem Frommen).

Pius bedeutet der Fromme (Gottesfürchtige), Tugendhafte, Rechtschaffene sowie pflichtbewusst, gewissenhaft und treu. Divus (lateinisch für „der Göttliche“ bzw. „göttlich“ im Gegensatz zu deus „Gott“) ist ein Beiname der antiken römischen Kaiser und ihrer Angehörigen, der ihnen nach dem Tod verliehen werden konnte.

Von Septimius Severus sind vier Bildnistypen überliefert. In der Gestaltung der beiden ersten ist eine klare Programmatik zu erkennen, anders als bei den beiden folgenden. Der erste Typus ist bis ins Jahr 196 n.Chr. gültig. Septimius Severus ist hier mit kräftig-gedrungenem Gesicht, leichten Gesichtsfalten und kürzerem, durch Bohrungen aufgelockertem Haar und Bart wiedergegeben. In seinem Erscheinungsbild ist er kaum von dem hier auf Clodius Albinus bezogenen Bildnis zu unterscheiden. Sicher war die Ähnlichkeit beabsichtigt und die Bildaussage dieselbe. Zugleich wurde die allzu enge Anlehnung an die überfeinerte Tradition der Antoninen gemieden, wie sie Didius Julianus vertreten hatte.

Dann aber, in der schwelenden Auseinandersetzung mit Clodius Albinus und den damit einhergehenden Legitimationsproblemen, suchte Severus symbolisch den Rückhalt im antoninischen Kaiserhaus. Seit 195 n.Chr. propagierte er seine Abstammung von den Antoninen bzw. seine Adoption in dieses Kaiserhaus. Haar und Bart sind bei diesem Typus wesentlich üppiger und länger als vorher. Das Haar wölbt sich an den Schläfen in großen Schwüngen nach außen, nur in der Mitte sitzen einige kleine kurze Locken. Alle Falten sind aus dem Gesicht getilgt. Bis auf die kurzen Locken in der Stirnmitte sind damit die charakteristischen Züge des letzten Typus des Marc Aurel wiederholt. Auf den Münzen ist der Typenwandel im Jahr 196/197 n.Chr. zu beobachten.

Ein neuer Bildnistypus des Kaisers, der nur wenige Jahre später entstand, ist aus dem Typus des Jahres 196/197 n.Chr. entwickelt, mit einer auffallenden Veränderung. An die Stelle der kurzen Löckchen in der Stirnmitte treten vier lang herabhängende Locken. Diese können gewellt sein, es können aber auch richtige Korkenzieherlocken sein. Dieser Typus ist seit ca. 200 n.Chr. auf Münzen gut erkennbar. Die Forschung hat in den Stirnlocken lange eine Nachahmung der Stirnlocken des graeco-ägyptischen Gottes Sarapis sehen wollen. Deshalb wird der Typus gern als „Sarapistypus“ bezeichnet. Septimius soll den Gott auf einer Reise nach Ägypten in den Jahren um 200 n.Chr. besonders schätzen gelernt haben, sein Sohn Caracalla hat ihm später in Rom einen aufwendigen Tempel errichtet. Doch ist diese Vermutung inzwischen mit guten Gründen in Frage gestellt und vorgeschlagen worden, in der Frisur eine auch sonst verbreitete Modefrisur zu sehen.

In einem späteren Typus, der auf dem nach 204 n.Chr. zu datierenden Ehrenbogen für Septimius Severus in seiner Heimat Leptis Magna erscheint, hat Septimius Severus einen längeren, aber weniger voluminösen Bart und sehr kurz geschnittenes Haar, das zungenförmig ins Gesicht gekämmt ist und dem Kopf eng anliegt. Nach den retardierenden Rückgriffen auf die antoninische Tradition scheint Severus sich damit der schon lange beliebten und programmatisch von seinen Söhnen getragenen Kurzhaarmode der Zeit anzunähern.

Revers:
Zu sehen ist ein Adler, auf einem Globus sitzend, den Kopf nach links gerichtet. Die Inschrift lautet: CONSECRATIO für Consecratio (öffentlicher Akt der Weihe).

Konsekration (von lateinisch consecrare: weihen, heiligen) ist in der römischen Antike die Übertragung einer Person oder Sache in den sakralen Bereich. Die Staatsreligion im antiken Rom kannte den Vorgang der Konsekration insbesondere, wenn es um die Apotheose der römischen Kaiser ging. Apotheose bezeichnet ursprünglich die Vergöttlichung, das heißt die Erhebung eines Menschen zu einem Gott oder Halbgott, wird aber auch nur zur Beschreibung einer Verherrlichung oder Verklärung verwendet. Seit Kaiser Augustus seinen Adoptivvater postum unter die Götter erheben ließ, wurde es im Römischen Reich bald gängiger Brauch, dass Kaiser ihre Vorgänger, sofern sie diese für legitim hielten, vom Senat zum divus erheben ließen.

Apotheose bezeichnet ursprünglich die Vergöttlichung, das heißt die Erhebung eines Menschen zu einem Gott oder Halbgott, wird aber auch nur zur Beschreibung einer Verherrlichung oder Verklärung verwendet. Der Gedanke einer Apotheose hat seinen Ursprung im ägyptischen und griechischen Altertum in einer Zeit, als teils geglaubt wurde, dass „große Persönlichkeiten“ zu Göttern würden und wie diese verehrt wurden. Hinter der Divinisierung zu Lebzeiten steckte mitunter der Gedanke, dass sich eine lebende Gottheit stärker um das Wohlergehen eines Volkes oder einer Gemeinschaft kümmert als ein einfacher Herrscher. Teils waren die Zusammenhänge aber auch sehr viel komplexer. Seit Kaiser Augustus seinen Adoptivvater postum unter die Götter erheben ließ, wurde es im Römischen Reich bald gängiger Brauch, dass Kaiser ihre Vorgänger, sofern sie diese für legitim hielten, vom Senat zum divus erheben ließen. Selbst nach der Christianisierung des Reiches blieb es bis ins frühe 6. Jahrhundert üblich, einen als rechtmäßig geltenden verstorbenen Herrscher als divus zu bezeichnen, auch wenn eine formale Apotheose seit dem späten 4. Jahrhundert nicht mehr vorkam.

Der Adler war als „König der Vögel“, bald auch „König der Lüfte“ und Bote der höchsten Götter, schon im Alten Orient das Symbol der Könige, besonders der Achaimeniden, deren Stammvater von einem Adler aufgezogen worden sein soll. Als Sinnbild der Herrschaftsmacht löste der Adler dabei den im ägyptischen und persischen Kulturraum verbreiteten Geier als herrschaftliches Symbol und Wappentier ab. Nach Aristoteles ließ der Adler seine Jungen ins Sonnenlicht blicken, um ihre Legitimität zu prüfen. Der Greifvogel, so lag nahe, konnte folglich auch dem Menschen unzugängliche Himmelsregionen durchmessen. So war der erste sumerische König Etana gemäß dem Gilgamesch-Epos vielfach mit dem Adlermotiv und insbesondere mit jenem der Himmelfahrt auf einem Adler verbunden. Diese Sagenmotive wurden später auf andere Herrscherhäuser übertragen. Der Adler wurde folglich zum Sinnbild für den Aufstieg in den Himmel und speziell die Apotheose großer Menschen und Herrscher (vgl. der römische Divus-Titel), wobei er für die Überwindung des Irdischen sowie die Unsterblichkeit und Erlösung der Seele stehen konnte.

In Europa wurde der Adler als königliches Münz- und Wappenzeichen durch Alexander den Großen eingeführt und ging dann auf die Reiche seiner Diadochen über. Octavian brachte ihn aus Ägypten als kaiserliches Wappen nach Rom. Bei der Verbrennung der Leiche eines Kaisers auf dem Marsfeld im Rahmen seiner Konsekration ließ man einen Adler gen Himmel steigen. Dieser Brauch soll auf eine Beobachtung bei der Einäscherung des Augustus zurückgehen. Angeblich habe man einen Adler aus der Flamme des Scheiterhaufens gen Himmel fliegen sehen. Ein Beispiel der römischen Ikonographie findet sich auf der Antoninus-Pius-Säule aus dem Jahr 106 n.Chr. In seiner Traumdeutung aus dem zweiten Jahrhundert berichtet Artemidor von Daldis vom Symbolgehalt des Adlers, der sich wiederum auf die Begriffsfelder Macht, Reichtum und Ruhm bezieht:

Auf einem Adler zu reiten, weissagt Kaisern, Reichen und Mächtigen den Tod; denn nach einem alten Brauch stellen Maler und bildende Künstler solche Persönlichkeiten nach ihrem Ableben auf Adlern reitend dar und verherrlichen sie durch solche Bildwerke. Armen dagegen bedeutet es Segen; sie werden durch reiche Gönner einen starken Auftrieb und keine geringe Unterstützung erhalten, und zwar meist durch Reisen ins Ausland. […] Träumt eine Frau, sie gebäre einen Adler, so wird sie einem Sohn das Leben schenken, der, wenn er arm ist, Soldat werden und es bis zum Heerführer bringen wird; denn jedem Heer geht ein Adler voran; gehört er dem Mittelstand an, wird er Athlet werden und sich einen Namen machen; ist er reich, wird er über viele herrschen oder gar Kaiser werden.

Artemidor von Daldis, Oneirokritika II, 20

Hintergrund:
Diese Münzprägung steht im historischen Kontext der Konsekration des Septimius Severus. Der Kaiser starb am 04. Februar 211 n.Chr. in Eboracum (York), nach Annahme mehrerer antiker Autoren (Cassius Dio, Herodian) mit mehr oder weniger Zutun seines Sohnes Caracalla. Severus wurde bekleidet mit seiner Militärrüstung an Ort und Stelle verbrannt und seine Asche in eine Urne mit lila Steinen aufbewahrt. Unklar ist, ob Severus vor Ort eingeäschert und eine leere Urne nach Rom transportiert wurde oder ob seine Asche sich wirklich in dem Gefäß befand.

Die Kaiserfamilie machte sich mit Iulia Domna, Caracalla und Geta auf den Rückweg nach Rom. Die Prozession wurde in den Städten der Provinz mit den entsprechenden Ehrerbietungen bedacht. In der Hauptstadt angekommen schlossen sich auf dem Weg zum Grabmal der Antoninen die Konsuln des Jahres, sowie weitere Würdenträger an. Die sterblichen Überreste des Septimius Severus wurden sodann nach den Feierlichkeiten im Mausoleum Hadriani beigesetzt.

Im römischen Kaiserkult bedeutete eine Divinisierung, dass der Verstorbene in den antiken Götterhimmel aufgenommen wurde. Der hierfür erforderliche Senatsbeschluss wurde durch den öffentlichen Akt der Weihe (lateinisch: consecratio) im Staatsbegräbnis bekräftigt. Die Umschrift CONSECRATIO erscheint auch am häufigsten als Umschrift der Rückseiten der Konsekrationsmünzen.

Dieser Divinisierung lag der Glauben an die Himmelfahrt des Kaisers zugrunde. Hierbei fuhr der Kaiser entweder auf einem geflügelten Viergespann gen Himmel oder wurde durch den Herrn des Zeitalters in Gestalt eines geflügelten Götterjungen geleitet. Römische Münzen, die an eine consecratio erinnern, führen auf der Portraitseite den Beinamen „Divus“ bzw. für die Kaiserinnen „Diva“. Auf den Rückseiten dieser Konsekrationsmünzen werden für den Divus häufig Adler oder vierstufige Scheiterhaufen abgebildet. Konsekrationsmünzen mit einer Diva zeigen auf der Rückseite auch andere Motive wie zum Beispiel einen Pfau. Sich um die Divinisierung eines verdienten verstorbenen Vorgängers zu kümmern, gehörte zu den Pietas seines Nachfolgers und diente dabei auch seinem eigenen Ansehen. Als (Adoptiv-) Sohn eines Divus stärkte der Nachfolger seine Legitimation darüber hinaus nun auch durch den Hinweis auf eine göttliche Abstammung.

Die auch Apotheose genannte Zeremonie fand erstmals bei Gaius Iulius Caesar statt, welcher zu Divus Iulius wurde. Sein Adoptivsohn Octavianus, der spätere Augustus, wurde bereits zu Lebzeiten als Divi filius (deutsch: „Sohn des Vergöttlichten“) und nach seinem Tode als Divus Augustus verehrt. Jeder divus erhielt mindestens bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts ein eigenes Priesterkollegium, das für seinen Kult zuständig war.

Im Laufe der Zeit wurde es üblich, divus dem Namen jedes verstorbenen Kaisers beizufügen, der im Nachhinein als rechtmäßiger Herrscher anerkannt wurde. Dieser Brauch blieb auch dann noch bestehen, als man aufgrund der Christianisierung des Imperiums im späteren 4. Jahrhundert damit aufhörte, verstorbene Kaiser formal zu divinisieren. Der letzte Augustus, für den nach seinem Tod die Bezeichnung als divus bezeugt ist, war der 518 n.Chr. verstorbene Anastasius.

Quellen:
* Wikipedia: Septimius Severus
* Wikipedia: Konsekration
* Wikipedia: Apotheose
* Wikipedia: Pius
* Wikipedia: Divus
* Wikipedia: Adler Wappentier
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser

Obverse:
The right bust of Septimius Severus can be seen. The inscription reads: DIVO SEVERO PIO for Divo Severo Pio (the deified Severus, the pious).

Pius means the pious (God-fearing), virtuous, righteous as well as dutiful, conscientious and faithful. Divus (Latin for „the divine“ or „divine“ as opposed to deus „god“) is an epithet of the ancient Roman emperors and their families, which could be bestowed on them after death.

Four types of portraits of Septimius Severus have survived. A clear program can be seen in the design of the first two, in contrast to the two following. The first type is up to the year 196 AD valid. Septimius Severus is shown here with a strong, stocky face, slight facial wrinkles and shorter hair and beard loosened up by drilling. In his appearance he can hardly be distinguished from the portrait related here to Clodius Albinus. Surely the resemblance was intentional and the message of the picture was the same. At the same time, the all too close adherence to the overly refined tradition of the Antonines, as advocated by Didius Julianus, was avoided.

But then, in the smoldering dispute with Clodius Albinus and the problems of legitimacy that went with it, Severus symbolically sought support in the Antonine imperial house. Since 195 AD he propagated his descent from the Antonines and his adoption into this imperial house. The hair and beard of this type are much more luxuriant and longer than before. The hair curves outwards at the temples in large curves, only a few small, short curls sit in the middle. All wrinkles are erased from the face. With the exception of the short curls in the middle of the forehead, the characteristic traits of the last type of Marc Aurel are repeated. The type change in the year 196/197 AD is shown on the coins. to observe.

A new type of portrait of the emperor, which was created only a few years later, is derived from the type of the year 196/197 AD developed, with one striking change. The short curls in the middle of the forehead are replaced by four long, hanging curls. These can be wavy, but they can also be real corkscrew curls. This type has been around since about 200 AD easily recognizable on coins. Scholars have long wanted to see the forelocks as an imitation of the forelocks of the Graeco-Egyptian god Sarapis. That is why the type is often referred to as the „Sarapis type“. Septimius is said to have met the god on a trip to Egypt around 200 AD especially appreciated, his son Caracalla later erected an elaborate temple for him in Rome. In the meantime, however, this assumption has been questioned with good reason and it has been suggested that the hairstyle be seen as a fashionable hairstyle that is also widespread elsewhere.

In a later type, based on the after 204 AD when the Arch of Honor for Septimius Severus to be dated appears in his native Leptis Magna, Septimius Severus has a longer but less voluminous beard and hair that is cropped very short and combed over his face in a tongue-like manner, lying close to his head. After the retarding recourse to the Antonine tradition, Severus seems to be approaching the long-popular short-haired fashion worn programmatically by his sons at the time.

Reverse:
An eagle is shown seated on a globe, its head turned to the left. The inscription reads: CONSECRATIO for Consecratio (public act of consecration).

In Roman antiquity, consecration (from the Latin consecrare: to consecrate, sanctify) is the transfer of a person or thing to the sacred area. The state religion in ancient Rome was particularly familiar with the process of consecration when it came to the apotheosis of the Roman emperors. Apotheosis originally referred to the deification, that is, the elevation of a person to a god or demigod, but is also only used to describe a glorification or transfiguration. Ever since Emperor Augustus had his adoptive father posthumously raised to the ranks of the gods, it soon became common practice in the Roman Empire for emperors to have their predecessors elevated to divus by the Senate, provided they considered them legitimate.

Apotheosis originally referred to the deification, that is, the elevation of a person to a god or demigod, but is also only used to describe a glorification or transfiguration. The idea of ​​an apotheosis has its origins in Egyptian and Greek antiquity, at a time when it was believed that „great persons“ became gods and were worshiped as such. Sometimes the idea behind divinization during one’s lifetime was that a living deity cared more about the well-being of a people or a community than a simple ruler. In some cases, however, the connections were also much more complex. Ever since Emperor Augustus had his adoptive father posthumously elevated to the ranks of the gods, it soon became common practice in the Roman Empire for emperors to have their predecessors elevated to divus by the Senate, provided they considered them legitimate. Even after the Christianization of the empire, it remained customary to refer to a legitimately deceased ruler as a divus until the early sixth century, although a formal apotheosis did not occur since the late fourth century.

The eagle, as the „king of birds“, soon also „king of the air“ and messenger of the highest gods, was already the symbol of kings in the ancient Near East, especially of the Achaemenids, whose progenitor is said to have been raised by an eagle. As a symbol of sovereign power, the eagle replaced the vulture, which was widespread in Egyptian and Persian cultures, as a sovereign symbol and heraldic animal. According to Aristotle, the eagle made its cubs look into the sunlight to test their legitimacy. The bird of prey, so it was obvious, could also measure regions of the sky inaccessible to humans. According to the Epic of Gilgamesh, the first Sumerian king Etana was often associated with the eagle motif and in particular with that of the ascension on an eagle. These legendary motifs were later transferred to other ruling houses. The eagle consequently became a symbol for the ascent into heaven and especially the apotheosis of great people and rulers (cf. the Roman divus title), whereby it could stand for the overcoming of the earthly as well as the immortality and redemption of the soul.

In Europe, the eagle was introduced as a royal mint and heraldic symbol by Alexander the Great and then passed to the kingdoms of his Diadochi. Octavian brought it to Rome from Egypt as the imperial coat of arms. During the cremation of an emperor’s corpse on the Field of Mars as part of his consecration, an eagle was soared into the sky. This custom is said to go back to an observation made at the cremation of Augustus. It is said that an eagle was seen flying out of the flames of the pyre into the sky. An example of Roman iconography can be found on the Antoninus Pius column from 106 AD. In his dream interpretation from the second century, Artemidor von Daldis reports on the symbolic content of the eagle, which in turn refers to the conceptual fields of power, wealth and fame:

Riding an eagle foretells death to emperors, the rich and powerful; for according to an old custom painters and visual artists depict such personalities after their death riding on eagles and glorify them through such pictorial works. Poor people, on the other hand, are blessed; they will receive a strong boost and no small support from wealthy patrons, mostly through travel abroad. […] Dreaming a woman, she gives birth to an eagle, she will give life to a son, who, if he is poor, will become a soldier and bring it up to the commander; for every army is preceded by an eagle; if he is middle class, he will become an athlete and make a name for himself; if he is rich, he will rule over many or even become emperor.

Artemidor of Daldis, Oneirokritika II, 20

Background:
This coinage is in the historical context of the consecration of Septimius Severus. The emperor died on February 4th, 211 AD. in Eboracum (York), according to the assumption of several ancient authors (Cassius Dio, Herodian) with more or less the help of his son Caracalla. Clad in his military armor, Severus was cremated on the spot and his ashes placed in an urn of purple stones. It is unclear whether Severus was cremated on site and an empty urn was transported to Rome, or whether his ashes were actually in the jar.

The imperial family made their way back to Rome with Iulia Domna, Caracalla and Geta. The procession was honored with the appropriate obeisances in the towns of the province. Arrived in the capital, the consuls of the year and other dignitaries joined on the way to the tomb of the Antonines. The remains of Septimius Severus were then buried in Hadriani’s mausoleum after the ceremonies.

In the Roman imperial cult, divinization meant that the deceased was accepted into the ancient heaven of gods. The Senate resolution required for this was confirmed by the public act of consecration (Latin: consecratio) at the state funeral. The inscription CONSECRATIO also appears most frequently as an inscription on the reverse of the consecration coins.

This divinization was based on the belief in the ascension of the emperor. The emperor either rode up to heaven on a winged four-horse chariot or was led by the lord of the age in the form of a winged god boy. Roman coins reminiscent of a consecratio bear the nickname „Divus“ on the portrait side or „Diva“ for the empresses. Eagles or four-tiered pyres are often depicted on the reverse of these consecration coins for the Divus. Consecration coins with a diva also show other motifs such as a peacock on the reverse. Taking care of the divinization of a deserving deceased predecessor was part of the pietas of his successor and also served his own reputation. As the (adoptive) son of a Divus, the successor also strengthened his legitimacy by pointing to divine descent.

The ceremony, also called apotheosis, first took place with Gaius Iulius Caesar, who became Divus Iulius. His adoptive son Octavianus, later Augustus, was worshiped as Divi filius (German: „son of the deified“) during his lifetime and as Divus Augustus after his death. At least until the middle of the 3rd century, each divus had its own college of priests responsible for its cult.

Over time, it became customary to add divus to the name of any deceased emperor who was subsequently recognized as the rightful ruler. This custom continued even after the formal divinization of deceased emperors ceased in the later fourth century due to the Christianization of the Empire. The last Augustus for whom the designation divus is attested after his death was AD 518 late Anastasius.

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