Marcus Opellius Severus Macrinus 217 bis 218 n.Chr.

Silber Denar Rom Marcus Opellius Severus Macrinus 217 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 217 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 20mm
Gewicht: 2,94g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Soler y Llach, Barcelona, Ex Scipio Sammlung
Referenz: RIC IV Macrinus 22a

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste des Macrinus mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: IMP C M OPEL SEV MACRINVS AVG für Imperator Caesar Marcus Opellius Severus Macrinus Augustus.

Durch Vergleich mit den verschiedenen Porträttypen auf Münzen wird klar, dass die Unterschiede chronologisch zu verstehen sind. In der kurzen Regierungszeit des Macrinus wurden in Rom und in Münzstätten des Ostens mehrere aufeinanderfolgende Münzemissionen herausgegeben. Sie beginnen mit kurzbärtigen Bildnissen und enden über Zwischenstufen mit langbärtigen. Macrinus hat also in dem Jahr seiner Regierung seinen Bart wachsen lassen und dem so große Bedeutung beigemessen, dass die römischen Porträtwerkstätten mehrmals Auftrag erhielten, jeweils neue Prototypen für das Porträt des Kaisers zu schaffen.

Das hängt offenbar mit den Legitimationsstrategien des Macrinus zusammen, die ihn als legitimen Nachfolger der Severer und indirekt der Antoninen erscheinen lassen wollten. Macrinus nahm deshalb für sich den Namen Severus an und gab seinem Sohn Diadumenianus den renommierten Namen der Antonine. Und durch die Barttracht sollte er auch nach außen als Nachfolger der Antoninen und des Severius erscheinen. Genau dies berichtet als Zeitgenosse der Historiker Herodian (V 2, 3.4): „und (anstatt zu handeln) er vertrödelte seine Zeit in Antiochia, indem er seinen Bart wachsen ließ, mehr als nötig allein einherging und leise sprach, wenn ihm jemand begegnete − und strebte nach all dem offensichtlich als Verhaltensweisen des Marcus.“

Mit dieser Arbeit am Image und den drei Bildnisfassungen, die in nur einem Jahr von Antiochia aus in Rom in Auftrag gegeben wurden, ist das Macrinusporträt eines der interessantesten Beispiele für die antike kaiserliche Bildnispolitik.

Revers:
Zu sehen ist die Personifikation der Fides nach vorne stehend, den Kopf nach rechts gerichtet. In der rechten und linken Hand jeweils ein Signum (Standarte) haltend, den rechten Fuß auf einem Helm ruhend. Die Inschrift lautet: PONTIF MAX TR P COS P P für Pontifex Maximus Tribunitia Potestas Consul Pater Patriae.

Fides (Vertrauen, Treue, Glaube) war in der römischen Religion die Personifikation des Vertrauens, der Treue und des Eides. Sie wurde auch unter dem Namen Fides Publica Populi Romani (etwa allgemeine Vertrauenswürdigkeit des römischen Volkes) verehrt. Ihr 254 v.Chr. vom Konsul Aulus Atilius Caiatinus geweihter Tempel in Rom lag auf dem Kapitol nahe dem Iuppitertempel. Hier unterzeichnete und verwahrte der römische Senat Verträge mit anderen Staaten und vertraute sie damit Fides Schutz an. Fides wird als eine – gelegentlich mit einem Olivenzweig gekrönte –, einen Schleier oder Stola tragende junge Frau dargestellt. In ihren Händen hält sie Füllhorn, Schale, Ähren oder Fruchtkorb als ihre Attribute, oder auch eine militärische Standarte. Ihre Priester trugen weiße Kleidung und zeigten damit Fides Verbindung zu den höchsten Göttern des Himmels, Iuppiter und Dius Fidius. Der Überlieferung zufolge begründete Roms zweiter König Numa Pompilius jährliche Festspiele zu Ehren von Fides, und führte ein, dass die höheren Priester (die drei flamines maiores) in einem von zwei Pferden gezogenen überdachten gewölbten Wagen zum Tempel gebracht wurden. Dort sollten sie Fides Gottesdienste mit bedecktem Haupt und bis zu den Fingern eingehüllten rechten Händen leiten, und so absolute Hingabe zu Fides zeigen und Vertrauen versinnbildlichen.

Ein Signum (Plural signa) war das Feldzeichen bzw. die Standarte römischer Truppeneinheiten, insbesondere der römischen Legionen. Besonders die Standarte der Manipel wurde als signum bezeichnet. Sie hatte ursprünglich die Form einer hölzernen Hand auf einer Stange und wurde später durch eine Vexillum (Fahne) an einer Querstange ergänzt, dieses wiederum durch eine Metallplatte mit dem Namen der Einheit.

Daneben war signum die zusammenfassende Bezeichnung für alle Arten von Feldzeichen der römischen Armee, also insbesondere die Aquila (Legionsadler) und die Vexilla (Stofffeldzeichen) der Kohorten. Bei allen römischen Feldzeichen mit Ausnahme der Aquilae (Legionsadler) wurden scheibenförmige Auszeichnungen, die die jeweilige Einheit erhalten hatte, an der Stange angebracht.

Die Soldaten eines Manipels konnten sich im Gefecht um ihr Feldzeichen versammeln und verloren so nicht den Anschluss an ihre Kameraden. Für diese Aufgabe wurden nur die mutigsten Soldaten als Signifer (Standartenträger) ausgewählt, dies war somit eine besondere Auszeichnung. Von besonderer Bedeutung war das Signum für den Feldherrn, weil es bei einer offenen Feldschlacht schwierig war, die Übersicht über das Kampfgeschehen zu behalten und rechtzeitig zu erkennen, wo es Probleme gab, die das Eingreifen weiterer Truppenteile als Verstärkung erforderlich machten.

Ähnlich wie ein Banner war das Signum wohl auch eine Motivationsquelle und der Verlust ein Zeichen der Schande. Im Gefecht wurde deshalb um das Feldzeichen des Gegners erbittert gekämpft, während das eigene, um jeden Preis zu verteidigen war.

Der Pontifex maximus war der Ranghöchste im Priesterkollegium der pontifices im Römischen Reich. Seit dem 3. Jahrhundert v.Chr. wurde sein Amt durch die Wahl in einer speziellen Volksversammlung vergeben. Der Pontifex maximus hatte offenbar die Oberaufsicht über alle sakralen Angelegenheiten in Rom, insbesondere über die Priesterinnen der Vesta. Laut Cicero führte der Pontifex maximus einst auch die annales maximi, in denen wichtige religiöse und politische Ereignisse nach Jahren geordnet gelistet worden seien.

Die letzten Pontifices maximi zur Zeit der Römischen Republik waren Gaius Iulius Caesar und Marcus Aemilius Lepidus. Nach Lepidus Tod wurde 12 v.Chr. Caesars Adoptivsohn Augustus neuer Pontifex maximus, und fortan hatten alle römischen Kaiser diese Funktion inne. Im Falle eines Mehrkaisertums kennzeichnete sie den ranghöchsten Herrscher, bis das Oberpontifikat 238 n.Chr. unter Pupienus und Balbinus erstmals geteilt wurde. Laut Alan Cameron war der Pontifex maximus vor Augustus zwar einer der angesehensten Priester Roms, aber erst in der Kaiserzeit sei er zum obersten Aufseher der römischen Kulte geworden, da der Inhaber des Amtes als Kaiser zugleich stets auch der mächtigste Mann im Reich war.

Die Tribunizische Gewalt (lateinisch tribunicia potestas) bezeichnet die Amts- und Gewaltbefugnisse der Volkstribunen im antiken Rom. Im Zuge der Gründung des Prinzipats durch den ersten römischen Kaiser Augustus kam es zu einer Trennung von Amt und Amtsgewalt des Volkstribunen. Die Verleihung der tribunicia potestas an Augustus ist aufgrund der Quellenlage unklar und umstritten. Im Jahr 36 v.Chr. erhielt er die tribunizische Gewalt, so die sacrosanctitas, das ius subselli und das ius auxilii. Im Jahr 30 v.Chr. wurde letzteres über das Stadtgebiet Roms bis zum ersten Meilenstein ausgeweitet. Ab dem Jahr 23 v.Chr. konnte der princeps über die tribunicia potestas annua et perpetua verfügen und damit im gesamten Reichsgebiet des römischen Imperiums ständig ausüben. Seitdem war die Amtsgewalt der Tribunen Bestandteil der kaiserlichen Macht, was sich auch an der Zählung der Kaiserjahre nach der tribunicia potestas zeigte. Das Amt selbst und den Titel übernahm der Patrizier Augustus nicht, desgleichen seine Nachfolger. Der princeps genoss mithin die Rechte des Volkstribuns, ohne auch den Pflichten und Beschränkungen des Amtes unterworfen zu sein.

Auch für Augustus Nachfolger gehörte die tribunicia potestas fortan über Jahrhunderte zum Kernbereich ihrer kaiserlichen Macht. Die tribunizische Amtsgewalt stattete sie formal mit den Mitteln aus, die römische Innenpolitik scheinbar im Einklang mit den Gesetzen zu kontrollieren. Um die Fiktion der Annuität zu wahren, wurde die Vollmacht jährlich (allerdings automatisch) erneuert – oft wie beim regulären Tribunat am 10. Dezember, so dass man die Angaben TRI POT, TR P o. ä. auf Münzen und in Inschriften zur Datierung verwenden kann. Im Laufe des 4. Jahrhunderts hörten die Kaiser auf, sich auf die tribunicia potestas zu beziehen, da generell die Anknüpfung an Regeln der alten res publica in der Spätantike stark an Bedeutung verloren hatte.

Der Titel pater patriae wurde vom Senat verliehen. Bereits Marcus Furius Camillus und Quintus Fabius Maximus Cunctator wurden aufgrund ihrer Verdienste als parentes bezeichnet. Marius und Sulla erhielten ebenfalls den Titel parens bzw. pater ob cives servatos („Vater aufgrund der Rettung der Bürgerschaft“). Der Redner und Politiker Marcus Tullius Cicero wurde für die Aufdeckung der Verschwörung des Catilina während seines Konsulats im Jahr 63 v.Chr. mit diesem Titel geehrt.

Die nächsten Titelträger waren Gaius Iulius Caesar und Augustus, dem der Titel vom Senat, den Equites und dem römischen Volk verliehen wurde. Da der Titel pater patriae für die Legitimität des Herrschers nicht wesentlich war – anders als die Titel Imperator, Caesar, Augustus, Pontifex maximus oder die Tribunicia potestas – wurde er nicht Bestandteil der kaiserlichen Ehren. Erst seit der Verleihung an Pertinax 193 n.Chr. zählte er zur festen kaiserlichen Titulatur. Ebenso resultierte aus dem Titel keinerlei juristische Macht, vielmehr war die Verleihung ein Zeichen der Würde wie auch eine Verdeutlichung der Pflichten des Trägers gegenüber der Bürgerschaft. Wie der Pater familias einer Familie vorstand, war auch der Geehrte mit dem Schutz des Staates betraut. Dasselbe gilt für die weibliche Form. Der Titel einer mater patriae ist, nach Ansätzen bei Livia, zum ersten Mal bei Julia Domna belegt.

Der Senat verlieh den Titel zahlreichen römischen Kaisern, oft erst nach vielen Jahren der Herrschaft, manchmal aber auch bald nach Regierungsantritt, wenn der neue Kaiser die besondere Achtung des Senats genoss (wie etwa Nerva). Folglich trugen viele der kurzlebigen Herrscher diesen Titel nicht. Die Verleihung war an die Zustimmung des zu Ehrenden gebunden, der den Titel auch ablehnen konnte. So ließ sich Kaiser Tiberius den Ehrentitel nicht verleihen; auch Nero schlug das erste Angebot im ersten Jahr seiner Herrschaft aufgrund seiner Jugend aus. Als letzter Kaiser bezeichnete sich Anastasius I. in einem Brief aus dem Jahr 516 n.Chr. an den römischen Senat als pater patriae.

Hintergrund:
Das früheste Bild der Fides erscheint auf Münzen der unteritalischen Stadt Lokri, aus der ersten Hälfte des 3 Jahrhunderts v.Chr. – eine stehende weibliche Figur mit der Beischrift ΠIΣTIΣ bekrönt eine bewaffnete Frau mit der Beischrift ΡΩMA. Die stehende Figur ist sicherlich als Personifikation der fides der Römer gegenüber fremden Städten und Völker zu verstehen (K.Latte). Die einzigen republikanischen Münzbilder der Fides, sind die Prägungen des Aulus Licinius Nerva von 47 v.Chr. Erst rund hundert Jahre später taucht Fides wieder in der römischen Münzprägung in den Bürgerkriegs Wirren der Jahre 68 und 69 n.Chr. wieder auf. Hier wird sie vor allem als militärisches Symbol von den verschiedenen Parteien auf ihre Münzen gesetzt, wie man an den Legendeninschriften FIDES EXERCITVVM, FIDES MILITVM und FIDES PRAETORIANORVM gut erkennen kann. Unter den Flaviern nimmt Fides dann eine wichtige Stelle ein. Hier wird vor allem die FIDES PVBLICA, aber auch erneut die FIDES EXERCITVVM beschworen. Seit Antoninus Pius beschränken sich die Legenden fast ausschließlich auf den militärischen Aspekt. Neben den entsprechenden Inschriften werden nun auch militärische Feldzeichen als Attribute in der Darstellung beigegeben.

Als Gardepräfekt hatte der aus kleinen Verhältnissen stammende Macrinus das höchste Amt der ritterlichen Karriere erreicht. Nachdem er bei Caracalla in Ungnade gefallen war, gelang es ihm die Gunst der Stunde zu nutzen und Caracalla beim Besuch des Mondtemples von Carrhae durch seine Handlanger töten zu lassen. Er hatte sich die Unzufriedenheit einer kleinen Gruppe um den Kaiser zu nutzen gemacht. Seine direkte Beteiligung musste Macrinus jedoch verheimlichen, da Caracalla immer noch bei der Mehrheit der Soldaten beliebt war.

Erst Tage später nach der Ermordung Caracallas wagte er es, sich von den Soldaten, als verbliebener ranghöchster Befehlshaber, zum Kaiser ausrufen zu lassen. Seine Wahl wurde vom Senat mehr oder weniger gebilligt. Iulia Domna, die Mutter Caracallas, verbannte er mit ihren Angehörigen ins heimische Emesa. Unter ihrem Gefolge befand sich auch ihre Schwester Iulia Maesa, welche sofort nach Ankunft den Widerstand gegen Macrinus zu organisieren begann. Unter anderem, indem sie ihren Sohn Varius Avitus Bassianus, den späteren Kaiser Elagabal, als Sohn des Caracalla ausgab.

Die Machtbasis des Macrinus war also sehr dünn. Die Zuwendung der Legionen war ihm nicht sicher, der Senat nicht geschlossen auf seiner Seite und in Emesa organisierten die verbliebenen Familienmitglieder der Severer den Widerstand. Nichts lag also für Macinus näher als auf seinen Münzen die Personfikation der Fides zu propagandieren mit ihren Attributen Vertrauen, Glaube und Treue. Das Vertrauen auf den neuen Kaiser, aber vor allem auch der Treue zu Macrinus. Hier auf diesem Denartyp hat Fides nicht Füllhorn oder Ähren, hier sehen wir die Personifikation mit militärischen Komponenten. Macrinus beschwört die Legionen auf ihr Vertrauen zum Kaiser und vor allem zu ihrem Eid – und damit Verpflichtung – ihm gegenüber. 

Quellen:
* Wikipedia: Macrinus
* Wikipedia: Fides
* Wikipedia: Signum
* Peter Robert Franke, Ilse Paar: die antiken Münzen der Sammlung Heynen
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser
* Christoph Reusser: Der Fidestempel auf dem Kapitol in Rom und seine Ausstattung

Obverse:
You can see the draped bust of Macrinus with laurel wreath facing right. The inscription reads: IMP C M OPEL SEV MACRINVS AVG for Imperator Caesar Marcus Opellius Severus Macrinus Augustus.

A comparison with the different portrait types on coins makes it clear that the differences are to be understood chronologically. During the short reign of Macrinus, several successive issues of coins were issued in Rome and in the mints of the East. They begin with short-bearded portraits and, through intermediate stages, end with long-bearded ones. Macrinus grew his beard during the year of his reign and attached such importance to it that the Roman portrait workshops were commissioned several times to create new prototypes for the portrait of the emperor.

This obviously has to do with Macrinus‘ strategies of legitimation, which wanted to make him appear as the legitimate successor of the Severi and indirectly the Antonines. Macrinus therefore took the name Severus for himself and gave his son Diadumenianus the prestigious name of Antonine. And because of the beard he was supposed to appear to the outside world as a successor to the Antonines and Severius. This is exactly what the contemporary historian Herodian reports (V 2, 3.4): “and (instead of acting) he frittered away his time in Antioch, growing his beard, walking about alone more than necessary, and speaking softly when anyone met him − and aspired to all of these evidently as Marcuse’s manners.“

With this work on the image and the three versions of the portrait commissioned from Antioch in Rome in just one year, the Macrinus portrait is one of the most interesting examples of ancient imperial portrait politics.

Reverse:
You can see the personification of Fides standing in front, her head turned to the right. Holding a signum (standard) in each of the right and left hands, the right foot resting on a helmet. The inscription reads: PONTIF MAX TR P COS P P for Pontifex Maximus Tribunitia Potestas Consul Pater Patriae.

Fides (trust, fidelity, faith) was the personification of trust, fidelity and oath in Roman religion. She was also venerated under the name Fides Publica Populi Romani (roughly the general trustworthiness of the Roman people). Her 254 BC Temple in Rome dedicated by the consul Aulus Atilius Caiatinus was on the Capitol near the Temple of Iuppiter. Here the Roman Senate signed and kept treaties with other states, entrusting them to Fides protection. Fides is depicted as a young woman wearing a veil or stole, sometimes crowned with an olive branch. In her hands she holds a cornucopia, bowl, ears of corn or fruit basket as her attributes, or even a military standard. Her priests wore white robes, showing Fide’s connection to the supreme gods of heaven, Iuppiter and Dius Fidius. According to tradition, Rome’s second king, Numa Pompilius, instituted annual festivals in honor of Fides, and instituted that the chief priests (the three flamines maiores) were brought to the temple in a covered, vaulted chariot drawn by two horses. There they were to lead Fides with their heads covered and their right hands wrapped to the fingers, showing absolute devotion to Fides and symbolizing trust.

A signum (plural signa) was the field sign or the standard of Roman military units, especially the Roman legions. Especially the standard of the maniple was called signum. Originally in the form of a wooden hand on a pole, it was later supplemented with a vexillum (flag) on a crossbar, which in turn was accompanied by a metal plate bearing the name of the unit.

In addition, signum was the comprehensive name for all types of field symbols of the Roman army, in particular the aquila (legion eagle) and the vexilla (cloth field symbol) of the cohorts. All Roman insignia, with the exception of the aquilae (legion eagle), had disk-shaped awards received by the unit in question attached to the staff.

The soldiers of a manipel could gather around their standard in battle and thus did not lose touch with their comrades. Only the bravest soldiers were selected as signifers (standard bearers) for this task, so this was a special distinction. The signum was of particular importance for the commander, because in an open field battle it was difficult to keep track of what was happening and to recognize in good time where there were problems that required the intervention of other units as reinforcements.

Similar to a banner, the signum was probably also a source of motivation and the loss a sign of shame. In combat, therefore, the enemy’s standard was fought bitterly, while one’s own had to be defended at all costs.

The pontifex maximus was the highest-ranking priest in the college of pontifices in the Roman Empire. Since the 3rd century BC his office was assigned by election in a special popular assembly. The pontifex maximus apparently had supreme authority over all sacred affairs in Rome, especially the priestesses of Vesta. According to Cicero, the pontifex maximus once also kept the annales maximi, in which important religious and political events were listed by year.

The last pontifices maximi at the time of the Roman Republic were Gaius Iulius Caesar and Marcus Aemilius Lepidus. After Lepidus‘ death in 12 BC Caesar’s adopted son Augustus was the new pontifex maximus, and all Roman emperors henceforth held this position. In the case of multiple empires, it marked the highest-ranking ruler until the supreme pontificate in 238 AD was first divided under Pupienus and Balbinus. According to Alan Cameron, the pontifex maximus was one of the most respected priests in Rome before Augustus, but it was not until the imperial period that he became the chief overseer of Roman cults, since the holder of the office of emperor was always the most powerful man in the empire.

The tribunician power (Latin tribunicia potestas) refers to the official and violent powers of the tribunes in ancient Rome. In the course of the founding of the principate by the first Roman emperor Augustus, the office and official powers of the tribune were separated. The award of the tribunicia potestas to Augustus is unclear and controversial due to the sources. In the year 36 BC he received the tribunician power, so the sacrosanctitas, the ius subselli and the ius auxilii. In the year 30 BC the latter was extended over the urban area of ​​Rome to the first milestone. From the year 23 BC the princeps could dispose of the tribunicia potestas annua et perpetua and thus constantly exercise it throughout the entire territory of the Roman Empire. Since then, the official power of the tribunes was part of the imperial power, which was also reflected in the counting of the imperial years after the tribunicia potestas. The patrician Augustus did not take over the office itself and the title, neither did his successors. The princeps thus enjoyed the rights of the tribune of the people without being subject to the duties and restrictions of the office.

For the successors of Augustus, too, the tribunicia potestas was part of the core of their imperial power for centuries to come. The tribunician authority formally endowed them with the means to control Roman domestic politics, seemingly in accordance with the law. In order to preserve the fiction of the annuity, the power of attorney was renewed annually (albeit automatically) – often as with the regular tribunate on December 10th, so that the indications TRI POT, TR P or similar on coins and in inscriptions are used for dating can. In the course of the 4th century, the emperors ceased to refer to the tribunicia potestas, since in general the connection to the rules of the old res publica had lost much of its importance in late antiquity.

The title of pater patriae was conferred by the Senate. Already Marcus Furius Camillus and Quintus Fabius Maximus Cunctator were called parentes because of their merits. Marius and Sulla also received the title parens or pater ob cives servatos (‚Father due to the salvation of the citizenry‘). The orator and politician Marcus Tullius Cicero was credited with exposing the conspiracy of Catiline during his consulship in 63 BC honored with this title.

The next title holders were Gaius Iulius Caesar and Augustus, to whom the title was bestowed by the Senate, the Equites and the Roman people. Because the title pater patriae was not essential to the ruler’s legitimacy—unlike the titles imperator, caesar, augustus, pontifex maximus, or the tribunicia potestas—it did not become part of the imperial honors. It was only after it was awarded to Pertinax in 193 AD that it became part of the permanent imperial title. Likewise, no legal power resulted from the title, rather the award was a sign of dignity as well as a clarification of the duties of the bearer towards the citizenry. Just as the pater familias presided over a family, the honoree was entrusted with the protection of the state. The same applies to the feminine form. The title of a mater patriae, after beginnings with Livia, is documented for the first time by Julia Domna.

The Senate bestowed the title on numerous Roman emperors, often only after many years of rule, but sometimes soon after assuming power if the new emperor enjoyed the special respect of the Senate (such as Nerva). Consequently, many of the short-lived rulers did not hold that title. The award was subject to the consent of the honoree, who could also refuse the title. Emperor Tiberius did not allow himself to be given the honorary title; Nero also rejected the first offer in the first year of his rule because of his youth. Anastasius I described himself as the last emperor in a letter from the year 516 AD to the Roman Senate as pater patriae.

Background:
The earliest image of Fides appears on coins from the southern Italian city of Lokri, from the first half of the 3rd century BC – a standing female figure inscribed ΠIΣTIΣ crowns an armed woman inscribed ΡΩMA. The standing figure is certainly to be understood as a personification of the fides of the Romans towards foreign cities and peoples (K.Latte). The only republican coin images of Fides are the coins of Aulus Licinius Nerva from 47 BC. Only about a hundred years later, Fides appears again in Roman coinage during the civil war turmoil of the years 68 and 69 AD up again. Here it is used primarily as a military symbol by the various parties on their coins, as can be clearly seen from the legend inscriptions FIDES EXERCITVVM, FIDES MILITVM and FIDES PRAETORIANORVM. Fides then occupies an important place among the Flavians. Here, above all, the FIDES PVBLICA, but also the FIDES EXERCITVVM is conjured up again. Since Antoninus Pius, the legends are almost exclusively limited to the military aspect. In addition to the corresponding inscriptions, military field symbols are now also included as attributes in the depiction.

As prefect of the guard, Macrinus, who came from a humble background, had attained the highest office in the knightly career. After falling out of favor with Caracalla, he seized the opportunity and had Carrhae’s henchmen kill Caracalla while visiting the Temple of the Moon. He had made the dissatisfaction of a small group to take advantage of the Emperor. However, Macrinus had to keep his direct involvement a secret, as Caracalla was still popular with the majority of the soldiers.

Only days later, after the assassination of Caracalla, did he dare to be proclaimed emperor by the soldiers as the remaining senior commander. His choice was more or less approved by the Senate. Iulia Domna, Caracalla’s mother, he banished with her family to Emesa. Among her entourage was her sister Iulia Maesa, who began to organize resistance against Macrinus as soon as she arrived. Among other things, by presenting her son Varius Avitus Bassianus, later Emperor Elagabalus, as the son of Caracalla.

So the power base of the Macrinus was very thin. He was not sure of the support of the legions, the Senate was not unanimously on his side and in Emesa the remaining Severan family members organized the resistance. So nothing was more natural for Macinus than to propagate the personification of Fides on his coins with her attributes of trust, faith and loyalty. Trust in the new emperor, but above all loyalty to Macrinus. Here on this type of denarius Fides does not have a cornucopia or ears of corn, here we see the personification with military components. Macrinus summons the legions to their trust in the emperor and above all to their oath – and thus obligation – to him.

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