Iulia Avita Mamaea bis 235 n.Chr.

Silber Denar Rom Iulia Avita Mamaea 225/235 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 225/235 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 19mm
Gewicht: 2,71g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Soler y Llach, Barcelona
Referenz: RIC IV Severus Alexander 343

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste der Iulia Avita Mamaea mit einem Diadem. Die Inschrift lautet: IVLIA MAMAEA AVG für Iulia Mamaea Augusta.

Seit dem Jahr 222 n.Chr. trug Iulia Mamaea den Titel Augusta. Die severische Kaiserfamilie stellte die Herrschaftslegitimation durch die weiblichen Mitglieder der Familie auf den Umschriften der Münzen heraus. Ähnliches wurde bereits bei den Kaisern der julisch-claudischen Kaiserfamilie beobachtet.

Augusta (die Erhabene) ist eine Ehrenbezeichnung, die römische Kaiser ihren Ehefrauen oder nahen weiblichen Verwandten – etwa ihren Müttern, Schwestern, Großmüttern oder Töchtern – verleihen konnten. Sie stellt bis in die Spätantike das weibliche Gegenstück zum Titel Augustus dar, der im Römischen und frühen Byzantinischen Reich einen Bestandteil der Kaisertitulatur bildete. Obwohl nicht mit bestimmten rechtlichen oder politischen Kompetenzen ausgestattet, kam der Augusta-Würde ideologisch große Bedeutung zu. Die Augustae nahmen oft eine besondere, teils sehr machtvolle Stellung am kaiserlichen Hof ein.

Erstmals bekam Livia Drusilla, die langjährige dritte Ehefrau des ersten Kaisers Augustus, durch testamentarische Verfügung des verstorbenen Princeps im Jahr 14 n.Chr. den Namen Augusta verliehen. Aus dem ehrenhalber verliehenen Cognomen Augusta entwickelte sich zunehmend ein Titel der Kaisergattin oder anderer weiblicher Verwandter, der jedoch – wie auch der Augustus-Titel – keinerlei bestimmte rechtliche Kompetenzen verlieh. Auch fortan war der Augusta-Titel bedeutsam, da er in Gestalt der Augusta als Kaiserinmutter (mater principis) eine dynastische Herrschaft legitimieren konnte. Die Verleihung erfolgte durch einen Senatsbeschluss mit Zustimmung des Kaisers, häufig auch auf dessen Betreiben. Anlässe dafür waren vor allem der Herrschaftsantritt des Kaisers, die Eheschließung oder die Geburt eines Nachkommen. Die Augusta war die erste Frau im Staat, was ihr vor allem zeremonielle Würden und Aufgaben einbrachte. Jedoch waren nicht alle Kaisergattinnen Trägerinnen des Titels. Auch konnte die Verleihung abgelehnt werden (recusatio). Ob kaiserliche Frauen diese Ehre erfuhren oder nicht, gibt aber nicht zwingend Aufschluss über ihre politische Bedeutung. Unabhängig von der Verleihung des Titels Augusta wurden im griechischsprachigen Osten des Imperium Romanum Gattinnen oder weibliche Angehörige der Kaiser häufig mit dem ins Griechische übersetzten Namen Sebaste geehrt.

Iulia Domna führte den Augusta-Titel seit Herrschaftsbeginn ihres Gatten Septimius Severus im Jahr 193 n.Chr. Zudem trug sie als zweite Kaiserin nach Faustina Minor ab 195 n.Chr. den Titel einer mater castrorum, der ihr anlässlich ihrer Anwesenheit im Militärlager verliehen und der später zu mater castrorum et senatus et patriae erweitert wurde. Beide Titel wurden fortan parallel zueinander verwendet. Bei Iulia Mamaea, der Mutter des Severus Alexander, wurde die inoffizielle Titulatur einer spanischen Inschrift zufolge zu einer „Mutter des Heerlagers, des Senats, des Vaterlands und des ganzen Menschengeschlechts“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani) gesteigert.

Septimius Severus Sohn Caracalla machte seine Frau Fulvia Plautilla zur Augusta. Nachdem ihr Vater Plautianus von Caracalla des geplanten Mordes an Septimius Severus bezichtigt und getötet worden war, verlor Plautilla jedoch ihren Titel, wurde verbannt und 211 n.Chr. schließlich ermordet. Ihr Name verfiel der damnatio memoriae. Unter den Severern kam zeitweise vor allem der Großmutter und Mutter des Kaisers die Augusta-Würde und außerordentliche politische Bedeutung zu. So führte Iulia Maesa, die Großmutter Kaiser Elagabals, den Augusta-Titel und widmete sich anstelle ihres unmündigen Enkels den Regierungsgeschäften. Elagabals Mutter und die Tochter Maesas, Iulia Soaemias, erlangte den Titel ebenso wie alle drei bezeugten Ehefrauen des Princeps, Iulia Paula, Aquilia Severa und Annia Faustina. Als Kaiserinmutter des Severus Alexander und Augusta übte Iulia Mamaea über die Volljährigkeit ihres Sohnes hinaus großen Einfluss auf die Regentschaft aus. Auch Severus Alexanders Frau Orbiana trug den Augusta-Titel. In severischer Zeit wurde außerdem der Titel sanctissima Augusta geschaffen, den Inschriften etwa für Iulia Maesa, Iulia Mamaea und Orbiana bezeugen und der sich bis zum Ende des 3. Jahrhunderts häufig findet. Zudem dokumentierten die meisten der machtbewussten Augustae des 3. Jahrhunderts ihre außerordentliche Stellung in eigenen Münzen.

Die Haarpracht und Haarmode der Severer Dynastie. Im Vergleich zu den schrillen Frisuren der flavischen und trajanischen Zeit, die keine hundert Jahre zurücklagen, wirkte das Arrangement der gebildeten syrischen Aristokratentochter Iulia Domna an der Seite des Kaisers Septimius Severus kompliziert, jedoch ein wenig statisch. Wie bei vielen ihrer Vorgängerinnen war die Art und Weise, wie die Haare getragen wurden, Teil des programmatischen kaiserlichen Gesamtkonzepts. Ging es doch darum, eine neue, dauerhafte Dynastie zu etablieren, deren Grundsatz der geregelten Verhältnisse sowohl auf familiärer als auf staatlicher Ebene gelten sollte. 

Iulia Domnas vertikal oder horizontal onduliertes Seitenhaar wurde im Bereich des Hinterkopfes von einem überdimensionalen, vertikalen Chignon überdeckt. Gelegentlich trug die Kaiserin auch einen kleineren Haarknoten im Genick, womit sie eine gewisse Solidarität mit ihrer Schwiegertochter Publia Fulvia Plautilla, ihrer Schwester sowie ihren Nichten Iulia Avita Mamaea und Iulia Soaemias Bassiana an den Tag legte. Auch die drei Schwiegertöchter eben jener Iulia Soaemias Bassiana und Gattinnen des Elagabal – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina und Iulia Cornelia Paula – bildeten dabei keine Ausnahme. Dies galt in gleicherweise für Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana als Schwiegertochter der Iulia Avita Mamaea und als Gattin an der Seite des Kaisers Severus Alexander. Allerdings zeigte sich das severische Kaiserhaus auch Experimenten gegenüber aufgeschlossen, was die Entwicklung des Scheitelzopfes enorm vorantrieb.

Revers:
Zu sehen ist die verschleierte, nach links stehende Göttin Iuno. In der rechten Hand hält sie eine Patera (Trankopferschale) und in der linken Hand ein Szepter. Zu ihren Füßen vor ihr ist ein Pfau abgebildet. Die Inschrift lautet: IVNO CONSERVATRIX für Iuno Conservatrix (Iuno die Beschützerin, Bewahrerin).

Iuno ist eine altitalische, insbesondere römische Göttin. Sie galt als Göttin der Geburt, der Ehe und Fürsorge. Der Monatsname Juni leitet sich von Iuno her. Nachdem sie mit der griechischen Göttin Hera gleichgesetzt worden war und deren Rolle beziehungsweise deren Funktion innehatte, wurde sie Gattin Iuppiters und somit Königin der Göttinnen. Die Gleichsetzung geschah vermutlich unter etruskischem Einfluss. Bei den Etruskern wurde Iuno unter dem Namen Uni verehrt. Ihre Eltern waren Saturnus und Ops.

Laut Varro wurde der Kult der Iuno Lucina, der Göttin der Geburt, vom sabinischen König Titus Tatius eingeführt. Iuno war die Schirmherrin der Stadt Rom, wurde auf dem Kapitol verehrt, was auch im Rahmen der Kapitolinischen Trias geschah. Ihr Feiertag waren die Matronalia oder feriae Matronales (von lateinisch matrona, „würdevolle verheiratete Frau“) am 1. März. Ihr heiliges Tier war die Gans, weshalb bei ihrem Tempel auf dem Kapitol Gänse gehalten wurden. Als diese die Bürger Roms vor angreifenden Feinden durch lautes Geschnatter warnten, schrieb man die Warnung Iuno zu und gab ihr den Beinamen Moneta, die Warnerin bzw. Mahnerin. Gleichzeitig war sie noch die Schutzpatronin der frühen städtischen Münzstätte in Rom, da diese auf dem Kapitol in einem zum Iuno-Tempel gehörenden Gebäude angeblich um 289 v.Chr. eingerichtet war.

Außerhalb Roms gab es bedeutende Iuno-Kulte u. a. in Teanum Sidicinum, Aesernia, Lanuvium, Gabii, Veii und Perusia. Die sabinische Göttin Iuno Curitis wurde als Iuno Quiritis auch nach Rom übertragen. Häufig wird sie ikonografisch mit Isis gleichgesetzt. Iuno wurde auch der persönliche Schutzgeist einer Frau genannt. Sie war das weibliche Gegenstück zum männlichen Genius. In dieser Funktion konnte sie gelegentlich auch als Schutzgöttin einer Prostituierten fungieren. Auf römischen Münzen wird sie von einem Pfau begleitet, trägt ein (Lang-)Szepter und die Patera (Opferschale).

Hintergrund:
Da man glaubte, dass jeder Mann einen schützenden Schutzgeist hatte, der ein Genie genannt wurde, hatte jede Frau einen, der Iuno genannt wurde. Diese Schutzgeister (im Plural, Iunones) könnten ursprünglich die Phantome der Vorfahren gewesen sein, von denen man glaubte, dass sie über ihre Nachkommen wachten und sie beschützten. Sie wurden normalerweise als Schlangen dargestellt (wahrscheinlich bezogen sie sich auf den chthonic oder unterirdischen Aspekt der Toten) und erhielten Opfergaben am Geburtstag der Person am Haushaltsaltar. Wie Iuppiter zuletzt vorzugsweise für einen Schutzgott der Kaiser galt, so Iuno der Kaiserinnen, welche als Conservatrix oft angerufen wurde.

Der jugendliche Kaiser Elagabal als erwies sich in seiner Regierungszeit alsbald eigenwillig und beratungsresistent und machte sich allgemein verhasst. Dadurch entstand eine sehr gefährliche Krise, welche sich 220/221 n.Chr. zuspitzte. Daher begannen Iulia Maesa und ihre Tochter Iulia Mamaea, den Sohn Mamaeas als künftigen Nachfolger seines Vetters Elagabal aufzubauen. Da der neue Hoffnungsträger ebenso wie Elagabal als unehelicher Sohn Caracallas galt, war er in den Augen der dynastisch denkenden Soldaten, die Caracalla verehrten, für die Kaiserwürde qualifiziert. 

Am 26. Juni 221 n.Chr. adoptierte Elagabal seinen Vetter, dessen Anspruch auf die Nachfolge mit der Verleihung des Caesar-Titels anerkannt wurde. Zugleich änderte der neue Caesar seinen Namen, er nannte sich fortan Alexander. Als Elagabal die Gefahr, die ihm von seinem Vetter drohte, erkannte, versuchte er wiederholt ihn umzubringen. Zwischen den beiden Rivalen und ihren Müttern entwickelte sich ein offener Machtkampf, in dem Maesa auf der Seite Mamaeas stand.

Der Ausgang war ungewiss, denn die beiden Prätorianerpräfekten hielten bis zum Schluss zu Elagabal. Am 11. März 222 n.Chr. kam es dann zu gewalttätigen Tumulten. Angestachelt von Iuliua Mamaea erschlugen meuternde Soldaten den Kaiser Elagabal und seine Mutter Iulia Soaemias. Ihre Leichen wurden geköpft, entkleidet und durch Rom geschleift. Die Leiche der Iulia Soaemias ließ man nach Cassius Dios Darstellung an einem unbekannten Ort liegen, nach Herodians Bericht wurde sie in die Abwasserkanäle geworfen, die in den Tiber flossen.

Die auf der Rückseite dieses Denars abgebildete Iuno Conservatrix soll in diesem historischen Kontext stehen. Iulia Mamaea hatte die tödliche Unsicherheit des Umsturzes 222 n.Chr. unbeschadet überstanden. Mehr noch – die Gefahr gegen das Severische Kaiserhaus, welches durch Elegabal drohte unterzugehen, konnte durch die Initiative der Mamaea abgewendet werden. Ihre Schutzgöttin und Bewahrerin hielt ihre schützende Hand über Mamaea und den Fortbestand der Familiendynastie – und wird mit dieser Darstellung geehrt. 

Quellen:
* Wikipedia: Iulia Mamaea
* Wikipedia: Severus Alexander
* Wikipedia: Elagabal
* Wikipedia: Iuno
* Wikipedia: Augusta
* Feminae: römische Frisuren der römischen Frauen

Obverse:
You can see the draped bust of Iulia Avita Mamaea with a diadem facing right. The inscription reads: IVLIA MAMAEA AVG for Iulia Mamaea Augusta.

Since the year 222 AD Iulia Mamaea bore the title of Augusta. The Severan imperial family emphasized the legitimation of power by the female members of the family on the inscriptions on the coins. Something similar has already been observed among the emperors of the Julio-Claudian imperial family.

Augusta (the sublime) is a title of honor that Roman emperors could bestow on their wives or close female relatives – such as their mothers, sisters, grandmothers or daughters. Until late antiquity it represented the female counterpart to the title Augustus, which was part of the imperial title in the Roman and early Byzantine Empires. Although not endowed with specific legal or political powers, the Augustan dignity was of great ideological importance. The Augustae often held a special, sometimes very powerful position at the imperial court.

For the first time, Livia Drusilla, the longtime third wife of the first Emperor Augustus, was granted a will by the deceased Princeps in 14 AD given the name Augusta. From the honorary cognomen Augusta, a title of the emperor’s wife or other female relatives increasingly developed, which, however – like the Augustus title – did not confer any specific legal powers. The Augusta title was also significant from then on, since it could legitimize dynastic rule in the form of Augusta as Empress Mother (mater principis). The award was made by a Senate decision with the consent of the emperor, often at his instigation. The main reasons for this were the emperor’s accession to power, marriage or the birth of a descendant. The Augusta was the first woman in the state, which above all brought her ceremonial dignities and duties. However, not all imperial wives were holders of the title. The award could also be rejected (recusatio). Whether imperial women received this honor or not does not necessarily provide information about their political importance. Irrespective of the granting of the title Augusta, in the Greek-speaking east of the Roman Empire, wives or female relatives of the emperors were often honored with the name Sebaste, translated into Greek.

Iulia Domna held the Augusta title from the beginning of her husband Septimius Severus‘ reign in 193 AD. In addition, she was the second empress after Faustina Minor from 195 AD the title of mater castrorum, given to her on the occasion of her presence in the military camp and later extended to mater castrorum et senatus et patriae. From then on, both titles were used in parallel. In the case of Iulia Mamaea, the mother of Severus Alexander, the unofficial title was increased according to a Spanish inscription to a „mother of the army camp, the senate, the fatherland and the entire human race“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani).

Septimius Severus son Caracalla made his wife Fulvia Plautilla Augusta. However, after her father Plautianus was accused by Caracalla of planning the murder of Septimius Severus and killed, Plautilla lost her title, was banished and in 211 AD eventually murdered. Her name fell into damnatio memoriae. At times, under the Severans, the grandmother and mother of the emperor in particular held the Augusta dignity and extraordinary political importance. Iulia Maesa, the grandmother of Emperor Elagabalus, held the Augusta title and devoted herself to government affairs in place of her underage grandson. Elagabalus’s mother and Maesa’s daughter, Iulia Soaemias, attained the title, as did all three of the princeps‘ attested wives, Iulia Paula, Aquilia Severa, and Annia Faustina. As Empress Dowager of Severus Alexander and Augusta, Iulia Mamaea exercised great influence on the regency after her son had come of age. Severus Alexander’s wife Orbiana also held the Augusta title. In the Severan period, the title sanctissima Augusta was also created, which inscriptions attest to for example for Iulia Maesa, Iulia Mamaea and Orbiana and which is frequently found up to the end of the 3rd century. In addition, most of the power-conscious Augustae of the 3rd century documented their extraordinary position in their own coins.

The head of hair and hair fashion of the Severan dynasty. Compared to the flamboyant hairstyles of the Flavian and Trajanic periods less than a hundred years ago, the arrangement of the educated Syrian aristocrat’s daughter Iulia Domna at the side of Emperor Septimius Severus seemed complicated, but a little static. As with many of her predecessors, the manner in which the hair was worn was part of the overall imperial programmatic concept. After all, it was about establishing a new, permanent dynasty, whose principle of regulated relationships should apply both to the family and to the state level.

Iulia Domna’s vertically or horizontally undulated side hair was covered by an oversized, vertical chignon at the back of the head. Occasionally, the empress also wore a smaller bun at the nape of her neck, showing a certain solidarity with her daughter-in-law Publia Fulvia Plautilla, her sister and her nieces Iulia Avita Mamaea and Iulia Soaemias Bassiana. The three daughters-in-law of the same Iulia Soaemias Bassiana and wives of Elagabalus – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina and Iulia Cornelia Paula – were no exception. The same applied to Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana as daughter-in-law of Iulia Avita Mamaea and as wife at the side of Emperor Severus Alexander. However, the Severan imperial family was also open to experiments, which gave enormous impetus to the development of the crown braid.

Reverse:
You can see the veiled goddess Iuno standing to the left. She holds a patera (libation bowl) in her right hand and a scepter in her left hand. A peacock is depicted at her feet in front of her. The inscription reads: IVNO CONSERVATRIX for Iuno Conservatrix (Iuno the protector, keeper).

Iuno is an ancient Italian, especially Roman goddess. She was considered the goddess of childbirth, marriage and care. The month name June derives from Iuno. After being equated with the Greek goddess Hera and holding her role or function, she became Jupiter’s wife and thus queen of the goddesses. The equation probably happened under Etruscan influence. Iuno was worshiped by the Etruscans under the name Uni. Her parents were Saturnus and Ops.

According to Varro, the cult of Iuno Lucina, the goddess of childbirth, was introduced by the Sabine king Titus Tatius. Iuno was the patron saint of the city of Rome, was worshiped on the Capitol, which also happened as part of the Capitoline Triad. Her holiday was the Matronalia or feriae Matronales (from Latin matrona, „dignified married woman“) on March 1st. Her sacred animal was the goose, which is why geese were kept near her temple on the Capitol. When they warned the citizens of Rome of attacking enemies with loud chatter, the warning was attributed to Iuno and she was nicknamed Moneta, the warner or admonisher. At the same time, she was the patron saint of the early municipal mint in Rome, since it is said to have been built on the Capitol in a building belonging to the Temple of Iuno around 289 BC was set up.

Outside of Rome there were important Iuno cults, e.g. in Teanum Sidicinum, Aesernia, Lanuvium, Gabii, Veii and Perusia. The Sabine goddess Iuno Curitis was also transmitted to Rome as Iuno Quiritis. She is often equated iconographically with Isis. Iuno was also called a woman’s personal guardian spirit. She was the female counterpart of the male genius. In this capacity, she could occasionally act as the tutelary goddess of a prostitute. On Roman coins she is accompanied by a peacock, carries a (long) scepter and the patera (sacrificial bowl).

Background:
Since it was believed that every man had a protective guardian spirit called a Genie, every woman had one called Iuno. These guardian spirits (in the plural, Iunones) may originally have been the phantoms of the ancestors, believed to watch over and protect their descendants. They were usually represented as serpents (probably referring to the chthonic or subterranean aspect of the dead) and received offerings on the person’s birthday at the household altar. Just as Iuppiter was last regarded primarily as a tutelary god of emperors, so Iuno of the empresses, who was often invoked as a conservatrix.

The young emperor Elagabalus soon proved to be idiosyncratic and resistant to advice during his reign and made himself generally hated. This created a very dangerous crisis, which developed in 220/221 AD pointed. Therefore Iulia Maesa and her daughter Iulia Mamaea began to build up the son of Mamaea as the future successor of his cousin Elagabalus. Since the new beacon of hope, like Elagabalus, was considered an illegitimate son of Caracalla, he was qualified for the throne in the eyes of the dynastic soldiers who worshiped Caracalla.

On June 26, 221 AD Elagabalus adopted his cousin, whose claim to the succession was recognized with the award of the title of Caesar. At the same time, the new Caesar changed his name to Alexander. Realizing the danger his cousin threatened, Elagabalus repeatedly tried to kill him. An open power struggle developed between the two rivals and their mothers, with Maesa siding with Mamaea.

The outcome was uncertain, because the two praetorian prefects held to Elagabalus until the end. On March 11, 222 AD then violent riots broke out. Instigated by Iuliua Mamaea, mutinous soldiers slew Emperor Elagabalus and his mother Iulia Soaemias. Their bodies were beheaded, stripped, and dragged through Rome. The corpse of Iulia Soaemias was left in an unknown place according to Cassius Dio, but according to Herodian it was thrown into the sewers that flowed into the Tiber.

The Iuno Conservatrix depicted on the reverse of this denarius is intended to stand in this historical context. Julia Mamaea had faced the deadly uncertainty of the 222 AD upheaval. survived unscathed. Even more – the danger against the Severan imperial house, which threatened to perish due to Elegabal, could be averted through the initiative of the Mamaea. Her tutelary goddess and preserver held her protective hand over Mamaea and the continued existence of the family dynasty – and is honored with this depiction.

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