Lucius Septimius Severus Pertinax 193 bis 211 n.Chr.

Silber Denar Rom Lucius Septimius Severus Pertinax 202/210 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 202/210 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 18mm
Gewicht: 3,37g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Roma Numismatic, London, Ex Private Sammlung England
Referenz: RIC IV Septimius Severus 265

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete Büste des Septimius Severus mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: SEVERVS PIVS AVG für Severus Pius Augustus.

Nach der Ermordung von Commodus Nachfolger Pertinax in Rom am 28. März 193 n.Chr. nutzte Lucius Septimius Severus die sich bietende Chance und ließ sich zwischen dem 09. und 15. April 193 n.Chr. von den pannonischen Truppen in Carnuntum zum Kaiser und damit zum Augustus ausrufen. Wahrscheinlich spielte die stationierte Legio XIV gemina eine besondere Rolle, da Severus allein für diese Legion zur Ehre auch Goldmünzen schlagen ließ. Wie bereits erwähnt, soll die Ausrufung zum Kaiser zwischen dem 09. Und 15. April erfolgt sein. Letzteres Datum könnte einen abergläubischen oder auch religiösen Hintergrund haben. So soll er die drei Tage von seinem Geburtstag (11. April) an bis zur Proklamation im Glauben an die glückbringende Wirkung der Dreizahl gewartet haben.

Seit dem Jahr 195 n.Chr. nannte sich Septimius Severus in der offiziellen Titulatur der Militärdiplome, in der Mehrzahl der Inschriften und Münzen, in dem er nicht aus bloßer Eitelkeit, sondern zur Einführung der göttlichen Verehrung des Kaiserhauses im Staate seine Adoption durch Marcus Aurelius offiziell verkündete: imperatoris Caesaris divi Marcus Antonini Pii Sarmatici Germanici filius, divi Commodi frater, divi Antonini Pii nepos, divi Hadriani pronepos, divi Traiani Parthici abnepos, divi Nervae adnepos Lucius Septimius Severus Pius Pertinax Augustus. Vor dem Jahr 195 n.Chr. fehlen die Bezeichnungen Pius und Pertinax ausnahmslos in der Titulatur.

Anfang 194 n.Chr. besiegte Septimius Severus seinen Rivalen Pescennius Niger bei Kyzikos, dann entscheidend am 31. März bei Issos. Anschließend verlor dieser auf der Flucht zu den Parthern seinen Kopf und damit sein Leben. Nun konnte sich Severus weiter dem Osten zuwenden. Im Jahr 195 n.Chr. (vor dem 28. August) erfolgte die dreimalige Annahme des Imperatorentitels durch die Siege über Osroene, Arabien und Adiabene. Der römische Senat zeichnete daraufhin Severus durch die Ehrennamen Adiabenicus, Arabicus und Parthicus aus, welche sich auf zahlreichen Münzen und Inschriften in den verschiedensten Kombinationen, wie PART ARAB und PART ADIAB, finden lassen. Die Verleihung des Titels Parthicus ist jedoch insofern merkwürdig, da doch Severus gar keinen Zug gegen die Parther unternommen hatte, und nur so zu verstehen ist, dass die Adiabener und mesopotamischen Araber Vasallen der Parther gewesen sind.

Im Herbst 197 n.Chr. unternahm der Kaiser seinen zweiten Feldzug gegen die Parther und Mesopotamien. Dabei eroberte er unter anderem Babylon, Seleukeia und Ktesiphon. Mit der Belagerung von Hatra scheiterte Septimius Severus jedoch zweimal, so dass später Friedensbedingungen ausgehandelt werden mussten. Durch den insgesamt erfolgreichen Feldzug nahm Septimius Severus Anfang des Jahres 198 n.Chr. den Beinamen „Parthicus Maximus“ an, welcher auch auf Münzen mit der Titulatur „PART MAX“ geprägt wurde. Diesen Titel hatte vor ihm nur Traian getragen, an dessen militärische Erfolge und Größe Septimius erinnern und somit für sich propagandieren wollte.

Den Titel Pius findet man, wie bei seinem Sohn Caracalla, das erste Mal 201 n.Chr. auf den Münzen des Septimius Severus. Der Titel Felix erscheint zwar offiziell, wie zum Beispiel auf dem berühmten Triumphbogen des Septimius Severus, auf Münzen sucht man ihn jedoch vergebens. Einer seiner letzten Ehrentitel erhielt der Kaiser neben Caracalla und seinem zweiten Sohn Geta im Jahr 210 n.Chr. durch die erfolgreichen Feldzüge in Britannien gegen die Kaledonier und Mäaten. Der vergebene Ehrentitel Britannicus findet sich ab diesem Zeitpunkt bis zum Ende der Münzprägung für Septimius Severus auf einigen Münzen mit der Legendeninschrift BRIT wieder.

Von Septimius Severus sind vier Bildnistypen überliefert. In der Gestaltung der beiden ersten ist eine klare Programmatik zu erkennen, anders als bei den beiden folgenden. Der erste Typus ist bis ins Jahr 196 n.Chr. gültig. Septimius Severus ist hier mit kräftig-gedrungenem Gesicht, leichten Gesichtsfalten und kürzerem, durch Bohrungen aufgelockertem Haar und Bart wiedergegeben. In seinem Erscheinungsbild ist er kaum von dem hier auf Clodius Albinus bezogenen Bildnis zu unterscheiden. Sicher war die Ähnlichkeit beabsichtigt und die Bildaussage dieselbe. Zugleich wurde die allzu enge Anlehnung an die überfeinerte Tradition der Antoninen gemieden, wie sie Didius Julianus vertreten hatte.

Dann aber, in der schwelenden Auseinandersetzung mit Clodius Albinus und den damit einhergehenden Legitimationsproblemen, suchte Severus symbolisch den Rückhalt im antoninischen Kaiserhaus. Seit 195 n.Chr. propagierte er seine Abstammung von den Antoninen bzw. seine Adoption in dieses Kaiserhaus. Haar und Bart sind bei diesem Typus wesentlich üppiger und länger als vorher. Das Haar wölbt sich an den Schläfen in großen Schwüngen nach außen, nur in der Mitte sitzen einige kleine kurze Locken. Alle Falten sind aus dem Gesicht getilgt. Bis auf die kurzen Locken in der Stirnmitte sind damit die charakteristischen Züge des letzten Typus des Marc Aurel wiederholt. Auf den Münzen ist der Typenwandel im Jahr 196/197 n.Chr. zu beobachten.

Ein neuer Bildnistypus des Kaisers, der nur wenige Jahre später entstand, ist aus dem Typus des Jahres 196/197 n.Chr. entwickelt, mit einer auffallenden Veränderung. An die Stelle der kurzen Löckchen in der Stirnmitte treten vier lang herabhängende Locken. Diese können gewellt sein, es können aber auch richtige Korkenzieherlocken sein. Dieser Typus ist seit ca. 200 n.Chr. auf Münzen gut erkennbar. Die Forschung hat in den Stirnlocken lange eine Nachahmung der Stirnlocken des graeco-ägyptischen Gottes Sarapis sehen wollen. Deshalb wird der Typus gern als „Sarapistypus“ bezeichnet. Septimius soll den Gott auf einer Reise nach Ägypten in den Jahren um 200 n.Chr. besonders schätzen gelernt haben, sein Sohn Caracalla hat ihm später in Rom einen aufwendigen Tempel errichtet. Doch ist diese Vermutung inzwischen mit guten Gründen in Frage gestellt und vorgeschlagen worden, in der Frisur eine auch sonst verbreitete Modefrisur zu sehen.

In einem späteren Typus, der auf dem nach 204 n.Chr. zu datierenden Ehrenbogen für Septimius Severus in seiner Heimat Leptis Magna erscheint, hat Septimius Severus einen längeren, aber weniger voluminösen Bart und sehr kurz geschnittenes Haar, das zungenförmig ins Gesicht gekämmt ist und dem Kopf eng anliegt. Nach den retardierenden Rückgriffen auf die antoninische Tradition scheint Severus sich damit der schon lange beliebten und programmatisch von seinen Söhnen getragenen Kurzhaarmode der Zeit anzunähern.

Revers:
Zu sehen ist der nach links stehende, verschleierte, mit einer Toga bekleidete Kaiser Septimius Severus. Er hält in der der rechten ausgestreckten Hand einen Olivenzweig, in der linken Hand eine Schriftrolle. Die Inschrift lautet: FVNDATOR PACIS für Fundator pacis (Gründer des Friedens).

Im antiken Griechenland und Rom gehörte ein Kranz aus Ölzweigen oder ein Lorbeerkranz zu den höchsten Auszeichnungen eines um das Vaterland verdienten Bürgers. Zudem war dies der höchste Siegespreis bei den Olympischen Spielen. Der Ölzweig hatte eine Funktion als Zeichen des Friedens. Besiegte, die um Frieden baten, trugen Ölzweige in den Händen. Als Symbol des Friedens kündigte in der griechischen Mythologie, der von Boten überbrachte Olivenzweig den Waffenstilstand an.

„Wegen sein ständiges Grün sein, seines Sprießens und seiner Fruchtbarkeit wird der Ölbaum gern als Vergleich herangezogen und gepriesen (Ps. 52,10; 128,3; Jer. 11,16; Sir. 24,19: 50,11). Der Ölzweig ist ein Symbol des Heils und des Friedens. Die Taube Noahs bringt ein Öl Blatt in die Arche als Zeichen neu erstehenden Lebens (1. Mose 8,11). Dem landenden Demetrius wird als Huldigungsgeschenk ein Ölzweig zum Ausdrucke des Friedens und der Unterwerfung überreicht (2. Makk. 14,4)“, Biblisch-Theologisches Handwörterbuch.

Toga-Figurendarstellungen mit einem über den Kopf gezogenen Togateil (capite velato) sind als Opfernde nach römischem Ritus zu verstehen. Oftmals hatten sie Opferschalen in der Hand, oder wie auf dem hier vorgestellten Denar abgebildet, andere sakrale Objekte. Diese Haltung verwies auf die zentrale Tugend der pietas, verstanden als Erfüllung der Pflichten gegenüber den Göttern zur Sicherung von deren Wohlwollen. Die Schriftrolle steht wiederum für die administrative Verwaltung des Staates und damit für den zivilen Aspekt. Durch diese Kombination der Symbolik ergibt sich aus der Handlung des Friedensstifters eine Symbiose auf der religiösen und zivilen Ebene des Kaisers.

Hintergrund:
Septimius Severus war bei der Stadtbevölkerung Roms durchaus beliebt, obwohl oder gerade wegen seiner (ordnenden) Strenge, nach der sich die Bürger nach den zuletzt unruhigen Zeiten sehnten. Septimius hielt formell an der Prinzipatsideologie fest, der zufolge er kein Monarch, sondern lediglich ein Beschützer der Republik sei. Als Begriff ist der Prinzipat herzuleiten von lateinisch princeps (der Erste) und dies auch wieder in einem doppelten Sinn. Der princeps stand sowohl für den ersten Bürger (princeps civitatis) als auch für den angesehensten unter den Senatoren (princeps senatus), dem als Erstem unter Gleichen (primus inter pares) in allen wichtigen Beschlussfragen auch das Recht der ersten Rede eingeräumt wurde.

Die Herrschaft des Septimius Severus hat sich trotz mancher Schrecken für den Senat und die Christen zunächst stabilisierend auf das Reich ausgewirkt. Er sicherte die Grenzen. Die Provinzen und die Wirtschaft profitierten anfangs von der Ruhe im Reich, wenngleich vor allem die Städte unter den erhöhten Steuern stöhnten und sich Anzeichen für eine ökonomische Krise mehrten. Nach erfolgreichen Kämpfen gegen seine politischen Gegner, dem siegreichen Feldzug gegen die Parther und der Stabilisierung seiner Macht, wandte sich Septimius Severus den inneren Angelegenheiten zu. Er ließ das Räuberwesen in Italien bekämpfen, verteilte kostenloses Olivenöl an viele Einwohner, wandte sich demonstrativ gegen Korruption und initiierte ein umfangreiches Bauprogramm, von dem die Bevölkerung Roms beträchtlich profitierte.

Durch all diese Erfolge wurde Septimius Severus wiederholt als „fundator pacis“, als „propagator imperii“, als „pacator orbis“ und als „restitutor urbis“ gerühmt. Zeugnisse dieser Ehrungen sind auf Dokumenten und Inschriften, aber auch durch Münzprägungen, wie auf diesem hier vorgestellten Denar, überliefert. Die Ehrung „fundator pacis“ wurde ihm wahrscheinlich direkt nach seinen Expeditionen und Siegen gegen die Parther zuteil. Im Sinne des dynastischen Gedankens „teilte“ Septimius Severus diese Schmeichelei mit seiner Frau Iulia Domna („Mater Castrorum“) und seinem Sohn Caracalla (ebenso „fundator pacis“) auf deren Prägungen.

Quellen:
* Wikipedia: Septimius Severus
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser

Obverse:
You can see the right-facing bust of Septimius Severus with a laurel wreath. The inscription reads: SEVERVS PIVS AVG for Severus Pius Augustus.

After the assassination of Commodus‘ successor Pertinax in Rome on March 28, 193 AD Lucius Septimius Severus took advantage of the opportunity and settled between April 9th ​​and 15th, 193 AD proclaimed emperor and thus Augustus by the Pannonian troops in Carnuntum. The stationed Legio XIV gemina probably played a special role, since Severus had gold coins struck for this legion alone in honor of it. As already mentioned, the proclamation as emperor is said to have taken place between April 9th ​​and 15th. The latter date could have a superstitious or religious background. He is said to have waited the three days from his birthday (April 11) until the proclamation, believing in the auspicious effect of the number three.

Since the year 195 AD Septimius Severus called himself in the official title of the military diplomas, in the majority of the inscriptions and coins, in which he officially announced his adoption by Marcus Aurelius not out of mere vanity, but to introduce the divine worship of the imperial house in the state: imperatoris Caesaris divi Marcus Antonini Pii Sarmatici Germanici filius, divi Commodi frater, divi Antonini Pii nepos, divi Hadriani pronepos, divi Traiani Parthici abnepos, divi Nervae adnepos Lucius Septimius Severus Pius Pertinax Augustus. Before the year 195 AD the designations Pius and Pertinax are missing without exception in the title.

Early 194 AD Septimius Severus defeated his rival Pescennius Niger at Cyzicus, then decisively at Issus on March 31. He then lost his head and with it his life while fleeing to the Parthians. Now Severus could turn further east. In the year 195 AD (Before August 28th) the title of Emperor was accepted three times by the victories over Osroene, Arabia and Adiabene. The Roman Senate then awarded Severus the honorary names Adiabenicus, Arabicus and Parthicus, which can be found on numerous coins and inscriptions in various combinations, such as PART ARAB and PART ADIAB. The granting of the title Parthicus is strange, however, since Severus had not taken any action against the Parthians, and the only way to understand it is that the Adiabenians and Mesopotamian Arabs were vassals of the Parthians.

In the fall of 197 AD the emperor undertook his second campaign against the Parthians and Mesopotamia. Among other things, he conquered Babylon, Seleucia and Ctesiphon. However, with the siege of Hatra, Septimius Severus failed twice, so that later peace terms had to be negotiated. Due to the overall successful campaign, Septimius Severus took early 198 AD the nickname „Parthicus Maximus“, which was also embossed on coins with the title „PART MAX“. Only Traian had borne this title before him, whose military successes and greatness Septimius wanted to commemorate and thus propagate for himself.

As with his son Caracalla, the title Pius is found for the first time in 201 AD on the coins of Septimius Severus. Although the title Felix appears officially, for example on the famous triumphal arch of Septimius Severus, one looks in vain for it on coins. The emperor received one of his last honorary titles alongside Caracalla and his second son Geta in 210 AD by the successful campaigns in Britain against the Caledonians and Maatians. From this point in time until the end of coinage for Septimius Severus, the honorary title Britannicus can be found on some coins with the legend inscription BRIT.

Four types of portraits of Septimius Severus have survived. A clear program can be seen in the design of the first two, in contrast to the two following. The first type is up to the year 196 AD valid. Septimius Severus is shown here with a strong, stocky face, slight facial wrinkles and shorter hair and beard loosened up by drilling. In his appearance he can hardly be distinguished from the portrait related here to Clodius Albinus. Surely the resemblance was intentional and the message of the picture was the same. At the same time, the all too close adherence to the overly refined tradition of the Antonines, as advocated by Didius Julianus, was avoided.

But then, in the smoldering dispute with Clodius Albinus and the problems of legitimacy that went with it, Severus symbolically sought support in the Antonine imperial house. Since 195 AD he propagated his descent from the Antonines and his adoption into this imperial house. The hair and beard of this type are much more luxuriant and longer than before. The hair curves outwards at the temples in large curves, only a few small, short curls sit in the middle. All wrinkles are erased from the face. With the exception of the short curls in the middle of the forehead, the characteristic traits of the last type of Marc Aurel are repeated. The type change in the year 196/197 AD is shown on the coins. to observe.

A new type of portrait of the emperor, which was created only a few years later, is derived from the type of the year 196/197 AD developed, with one striking change. The short curls in the middle of the forehead are replaced by four long, hanging curls. These can be wavy, but they can also be real corkscrew curls. This type has been around since about 200 AD easily recognizable on coins. Scholars have long wanted to see the forelocks as an imitation of the forelocks of the Graeco-Egyptian god Sarapis. That is why the type is often referred to as the „Sarapis type“. Septimius is said to have met the god on a trip to Egypt around 200 AD especially appreciated, his son Caracalla later erected an elaborate temple for him in Rome. In the meantime, however, this assumption has been questioned with good reason and it has been suggested that the hairstyle be seen as a fashionable hairstyle that is also widespread elsewhere.

In a later type, based on the after 204 AD when the Arch of Honor for Septimius Severus to be dated appears in his native Leptis Magna, Septimius Severus has a longer but less voluminous beard and hair that is cropped very short and combed over his face in a tongue-like manner, lying close to his head. After the retarding recourse to the Antonine tradition, Severus seems to be approaching the long-popular short-haired fashion worn programmatically by his sons at the time.

Reverse:
The figure shows Emperor Septimius Severus, standing to the left, veiled and wearing a toga. He holds an olive branch in his outstretched right hand and a scroll in his left hand. The inscription reads: FVNDATOR PACIS for Fundator pacis (founder of peace).

In ancient Greece and Rome, a wreath of olive branches or a laurel wreath was one of the highest awards given to a citizen who had served the fatherland. In addition, this was the highest prize at the Olympic Games. The olive branch served as a symbol of peace. Defeated ones who asked for peace carried olive branches in their hands. As a symbol of peace, in Greek mythology, the olive branch brought by messengers announced the armistice.

“The olive tree is often compared and extolled because of its constant greenness, sprouting, and fruitfulness (Ps. 52:10; 128:3; Jer. 11:16; Sir. 24:19: 50:11). The olive branch is a symbol of salvation and peace. Noah’s dove brings an oil leaf into the ark as a sign of new life (Genesis 8:11). An olive branch is presented to the landing Demetrius as a gift of homage as an expression of peace and submission (2 Macc. 14:4)”, Biblisch-Theologisches Handbuch.

Toga figures with a part of the toga pulled over the head (capite velato) are to be understood as sacrificial victims according to the Roman rite. They often held sacrificial bowls in their hands, or other sacred objects, as shown on the denarius presented here. This attitude pointed to the central virtue of pietas, understood as fulfilling one’s duties towards the gods to ensure their goodwill. The scroll in turn stands for the administrative administration of the state and thus for the civil aspect. Through this combination of symbolism, the action of the peacemaker results in a symbiosis on the religious and civil levels of the emperor.

Background:
Septimius Severus was quite popular with the city population of Rome, although or precisely because of his (ordering) strictness, which the citizens longed for after the recent troubled times. Septimius formally adhered to the principate ideology, according to which he was not a monarch but merely a protector of the republic. As a term, the principate can be derived from the Latin princeps (the first) and this again in a double sense. The princeps stood for the first citizen (princeps civitatis) as well as for the most respected among the senators (princeps senatus), who, as the first among equals (primus inter pares), was also granted the right to speak first in all important decision-making matters.

Despite some horrors for the Senate and the Christians, the rule of Septimius Severus initially had a stabilizing effect on the empire. He secured the borders. The provinces and the economy initially benefited from the calm in the empire, although the cities in particular groaned under the increased taxes and there were increasing signs of an economic crisis. After successfully fighting his political opponents, winning the campaign against the Parthians and stabilizing his power, Septimius Severus turned to internal affairs. He had the robbers in Italy fought, distributed free olive oil to many residents, turned demonstratively against corruption and initiated an extensive building program from which the population of Rome benefited considerably.

Through all these successes, Septimius Severus was repeatedly praised as „fundator pacis“, „propagator imperii“, „pacator orbis“ and „restitutor urbis“. Evidence of these honors is handed down on documents and inscriptions, but also through coinage, such as on this denarius presented here. The honor „fundator pacis“ was probably given to him directly after his expeditions and victories against the Parthians. In the spirit of dynastic thought, Septimius Severus „shared“ this flattery with his wife Iulia Domna („Mater Castrorum“) and his son Caracalla (also „fundator pacis“) on their coinage.

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