Marcus Aurelius Severus Antoninus Caracalla 211 bis 217 n.Chr.

AE Bronze Stobi Marcus Aurelius Severus Antoninus Caracalla 211/217 n.Chr.

Münze:
Provinz Bronze der römischen Kaiserzeit 211/217 n.Chr.
Material: AE
Durchmesser: 24mm
Gewicht: 7,41g
Münzstätte: Stobi, Macedonia
Provenienz: Leu Numismatik, Winterthur, Ex Dr. P. Vogl Sammlung
Referenz: Varbanov GIC I 3945

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete Büste des Caracalla mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: M AVREL ANTONINVS AV für Marcus Aurelius Antoninus Augustus.

Geboren als Lucius Septimius Bassianus, erhielt er von seinem Vater um das Jahr 195/196 n.Chr. den Namen Marcus Aurelius Antoninus. Damit wurde er in das Kaisergeschlecht der Antonine aufgenommen und als fiktiver Enkel des Marcus Aurelius ausgegeben. Zur gleichen Zeit wurde ihm der Titel Caesar verliehen, womit er zum künftigen Kaiser designiert wurde. Im Jahr 197, spätestens jedoch 198 n.Chr. wurde er zum Augustus erhoben und mit den kaiserlichen Vollmachten ausgestattet. 

Nach den erfolgreichen Feldzügen gegen die Parther, erhielt er gegen 199 n.Chr. den Ehrentitel „Parthicus maximus“, welcher dann ab 200 n.Chr. auch auf Münzen erscheint. Im Jahr 208 n.Chr. zog die gesamte Kaiserfamilie unter Septimius Severus nach Britannien, um militärisch gegen die Kaledonier und Mäaten weit im Norden Schottlands vorzugehen. Nach dem siegreichen Feldzug führte Caracalla ab 210 n.Chr. den Siegernamen „Britannicus maximus“, den auch sein Vater und sein Bruder annahmen.

Den Siegernamen „Germanicus maximus“ führte Caracalla seit 208 oder 213 n.Chr. Laut einer Publikation von Dr. Werner Robl, kam es bereits auf dem Weg nach Britannien im Jahr 208 n.Chr. zu einer Expedition nach Germanien. Um die sich gegenseitig verhassten Brüder Caracalla und Geta zu trennen, soll Iulia Domna ihren Sohn zur Visitationsreise an den obergermanischen und rätischen Limes geschickt haben. Es kam allerdings zu keinem Krieg, wohl aber die formale Unterwerfung des einen oder anderen Stammes unter die Herrschaft der Römer, was den jungen Caracalla zur Behauptung eines Sieges über die Germanen und zu jenem frühen Scheintitel „Germanicus maximus“ veranlasste. 

Eine zweite Erklärung bietet das Jahr 213 n.Chr. an. Im Sommer dieses Jahres war er in Germanien über den rätischen Limes gegen die Alemannen zu Felde gezogen und hatte schließlich eine erfolgreiche Schlacht mit ihnen am Mainfluss geschlagen. Sein Verhalten zum Feind war jedoch gekennzeichnet durch Verrat und Brutalität. So hatte er die alemannische Jugend aufgerufen unter seinen Fahnen mitzukämpfen und sie dann grausam ermorden lassen. Anschließende Kämpfe scheinen jedoch weniger günstig verlaufen zu sein, denn er sah sich zu Zahlungen an germanische Gruppen veranlasst. Insgesamt gesehen war sein Vorgehen aber offenbar erfolgreich, denn die Lage an der Nordgrenze blieb für zwei Jahrzehnte stabil. 

Allerdings soll Caracalla von den Arvalbrüdern in Rom, einer Priesterschaft in Staatsdiensten, bereits am 17. Mai 213 n.Chr. als „Germanicus maximus“ öffentlich ausgerufen worden sein. Das wären geschlagene drei Monate vor dem mit seinem Namen verbundenen Kampfereignis im Spätsommer desselben Jahres. Wann er den Titel inoffiziell oder offiziell getragen hatte, wird daher noch kontrovers diskutiert. Auf Münzen erscheint der Ehrentitel erstmals ab dem Jahr 213 n.Chr.

Die Beinamen Pius und Felix erscheinen zum ersten Mal offiziell am 1. April 200 n.Chr. und werden meist zwischen dem Namen Antoninus und dem Titel Augustus gestellt. Dabei fehlt der Titel Felix bis 211/212 n.Chr. öfters, so dass in der ersten Zeit Pius allein in der Titulatur vorkommt. Auf Münzprägungen erscheint Pius seit 201 n.Chr. das erste Mal, während Felix erst seit 213 n.Chr. in der Legende zu lesen ist.

Als „Princeps iuventutis“ wurde er meist nur zu Lebzeiten seines Vaters bezeichnet. Die tribunicia potestas erhielt Caracalla im Jahr 198 n.Chr. erstmalig. Das erste Amt des Consulats begleitete er im Jahr 202 n.Chr. Pater Patriae ist nachweisbar seit dem Jahr 205 n.Chr. Den Titel Imperator II erhielt er gegen 207/208 n.Chr. und dann im Jahr 213 n.Chr. als Imperator III. Den Titel „Pontifex Maximus“ trug er richtigerweise erst nach dem Tod seines Vaters Septimius Severus, aber irrtümlich oder aus Schmeichelei wurde er auch schon früher so genannt. Eigentlich war er vor dem Jahr 211 n.Chr. nur Pontifex.

Als Alleinherrscher und Kaiser führte er den Namen Marcus Aurelius Severus Antoninus. Caracalla (richtig eigentlich Caracallus) war ein Spitzname, den er vermutlich ab 208 oder 213 n.Chr. nach einem langen Kapuzenmantel erhielt und in Rom einführte. Dabei handelte es sich um eine vom Kaiser persönlich entworfene modifizierte Luxusausführung eines germanischen oder keltischen Kleidungsstücks. Ein weiterer Spitzname, den Cassius Dio überliefert, war Tarautas. Unter diesem Namen war ein kleinwüchsiger, hässlicher und brutaler Gladiator bekannt, der offenbar ähnlich wie der Kaiser aussah, zumindest nach der Ansicht von dessen Gegnern.

Von Caracalla sind vier Porträttypen bekannt. Sie unterscheiden sich so deutlich, dass ihr Einsetzen mit Hilfe der datierten Münzen genau bestimmt werden kann. Ein erster Typus entstand 196 n.Chr. Unverkennbar ist das jugendlich-lockenköpfige Porträt dem des jungen Marc Aurel nachgebildet. Der Typus entstand zur gleichen Zeit wie ein Porträttypus des Septimius Severus, dessen Gestaltung sich an den letzten Porträttypus des Marc Aurel anlehnt. Die Porträts von Vater und Sohn sollten die behauptete Abstammung aus dem Hause der Antoninen vor Augen führen, die auch in Caracallas neuem Namen zum Ausdruck kam. Von diesem Typus gab es Neuauflagen mit erwachsener werdenden Proportionen.

Im Jahr 204 n.Chr. wurden für Caracalla und Geta neue Bildnistypen geschaffen. Beide trugen nun das kurzgeschorene Haar, das in der Folge im 3. Jahrhundert n.Chr. zur führenden Frisurenmode wurde. Merkwürdigerweise sind die Typen der beiden Brüder einander so ähnlich, dass man sie nicht zuverlässig auseinanderhalten kann. Für beide gab es verschiedene Neuauflagen, die das Älterwerden durch zunehmenden Bartwuchs anzeigten. Auch die Porträts aus dem Jahr der gemeinsamen Regierung 211/12 n.Chr. entsprechen diesen Typen und zeigen beide mit kurzem Vollbart.

Mit dem Gewinn der Alleinherrschaft 212 n.Chr. gestaltete Caracalla sein Porträt völlig neu. Der Kopf ist scharf zur linken Seite gewendet, und die Stirn des massiven Gesichts so kräftig zusammengezogen, dass der Betrachter schwanken kann, ob er in eine Miene höchster Anstrengung oder höchsten Zornes blickt. Caracalla trägt in diesem Porträt eine kurze Lockenfrisur und einen kurzgelockten Bart. Zu diesem Entwurf gehörte die Erfindung eines neuen kurzen Panzerbüstentypus, in dessen straff zur Seite gezogenem Mantel sich die starke Bewegung des Kopfes spiegelt.

Für die Interpretation dieses merkwürdigen Porträts ist es wichtig zu sehen, dass der Kaiser die extreme Inszenierung seiner selbst schon nach wenigen Jahren wieder zurückgenommen hat. In einem 215 n.Chr. geschaffenen Typus wurden die Haltung des Kopfes und die Mimik des Gesichts beruhigt, und Caracalla trägt wieder das kurze Haar, das nun üblich wurde. In einem vermutlich postumen Typus wurde die heftige Mimik des Typus von 212 n.Chr. wieder aufgenommen − man wüsste gern weshalb.

Die extreme Mimik des Porträttypus von 212 n.Chr. muss auch den Zeitgenossen aufgefallen sein. Das zeigen Bemerkungen in der antiken Literatur, die diese Mimik allerdings der Person zuschreiben. Der Zeitgenosse Dio Cassius berichtet, ein Spaßmacher habe gesagt, Caracalla sehe aus, als sei er wütend, weil er sich leidenschaftlich (thymoeidesteron) zu geben pflegte (Dio 78,11). Und in der spätantiken Historia Augusta heißt es, der Kaiser sei als Kind nett gewesen, später aber sei er ‚restrictior, gravior, vultu etiam truculentior, … im Gesichtsausdruck finster‘ geworden (SHA Caracalla 2,4).

Im Hintergrund der merkwürdigen Stilisierung muss vor allem die offenbar besonders ausgeprägte Neigung Caracallas zum Heer und zum Soldatenleben gestanden haben. Er war angeblich keine gute Führungspersönlichkeit, liebte es aber, das Leben der Soldaten zu teilen und wurde dafür von ihnen geliebt. Auch der schon antike Spitzname Caracalla leitet sich von einem bestimmten Soldatenmantel her, den er gern trug. In diesem Sinne könnte der Bildnistypus Kraft, Energie und Einsatzbereitschaft ausgedrückt haben. Ein Bekenntnis zum Heer wäre 212 n.Chr. sehr passend gewesen, denn nach dem Mord an seinem Bruder soll Caracalla sich dorthin geflüchtet haben, als seine Hauptstütze. Vielfach wird außerdem von Caracallas zunehmender Schwärmerei für Alexander dem Großen berichtet. Er soll sogar Doppelhermen mit seinem Bildnis und dem des legendären Makedonen errichtet haben. Für einen Bezug auf Alexander im Porträt, wie ihn andere römische Kaiser gesucht haben, gibt es jedoch keinen Anhaltspunkt.

Revers:
Zu sehen ist eine nach links schreitende Victoria. Hält in der rechten hand einen Siegeskranz und über der linken Schulter einen Palmwedel. Die Inschrift lautet: MVNI STO für Municipium Stobensium.

Victoria ist die vergöttlichte Personifikation des Sieges in der römischen Mythologie, Schutzgöttin des römischen Kaisers und jungfräuliche Hüterin des Reiches. Sie ist die Entsprechung der griechischen Göttin Nike. Dargestellt wurde sie häufig fliegend und mit einem Lorbeerkranz als Siegessymbol in der Rechten. In der römischen Geschichte wurden der Victoria angeblich bereits früh Opfer dargebracht, dem antiken Schriftsteller Dionysios von Halikarnassos zufolge schon zu Zeiten des mythischen Königs Euandros, doch ist dies als Erfindung der jüngeren Annalistik zu werten. 

Ihr Tempel in Rom wurde 294 v.Chr. – laut den Fasti Praenestini am 1. August – durch Lucius Postumius Megellus anlässlich des Dritten Samnitenkrieges geweiht. Während der Römischen Bürgerkriege, besonders durch Sulla und Gaius Iulius Caesar, erlangte die Göttin schließlich eine große Bedeutung für die ideologische Stilisierung der jeweiligen Machthaber. 

Kaiser Augustus – und seine Nachfolger während der Prinzipatszeit – nutzten sie und ihre bildlichen Darstellungen gezielt zur eigenen Herrschafts- und Machtdarstellung, beispielsweise durch den 29 v.Chr. errichteten Victoriaaltar sowie zahlreiche Victoriastatuen. Mit dem Aufstieg des Christentums und dem Niedergang der römischen Religion in der Spätantike endete auch die politische Rolle der Victoria. In der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts kam im Streit um den Victoriaaltar schließlich die Auseinandersetzung zwischen „Heiden“ und Christen zu einem Höhepunkt.

Municipium (Plural: municipia) bezeichnete in der römischen Republik ursprünglich eine von Rom abhängige Stadt Latiums und später Italiens, deren Bürger gegenüber Rom die gleichen Pflichten übernehmen (lateinisch: munera capere) mussten wie die römischen Bürger. In der Regel handelte es sich bei einem municipium also um einen Ort, der sich den Römern hatte unterwerfen müssen – zu teilweise durchaus unterschiedlichen Bedingungen. Wohl seit dem Latinerkrieg 338 v.Chr. hatten Bürger von municipia cum suffragio alle Rechte eines römischen Bürgers. Erstes municipium dieser Art soll Tusculum gewesen sein. Später kamen unter anderem Aricia, Lanuvium und Nomentum hinzu.

Die Einwohner eines municipium (auch civitas) sine suffragio galten demgegenüber lange Zeit nicht als vollwertige römische Bürger. Zwar mussten sie im römischen Heer dienen und Steuern bezahlen, besaßen jedoch kein Stimm- und Wahlrecht in der römischen Gesamtgemeinde und waren auch nicht in die Tribus eingetragen. Einige dieser Städte besaßen innere Selbstverwaltung. Das älteste dieser municipia soll Caere gewesen sein, nach dem die Liste der nicht stimmberechtigten Römer tabulae Caeritium hieß. Weitere Städte dieser Rechtsform waren etwa Capua, Cumae, Casilinum und Atellae.

Andere municipia ohne Stimmrecht waren auch intern nicht autonom, sondern standen unter der Kontrolle eines aus Rom entsandten Präfekten. Zu ihnen gehörten zunächst (Ende des 4. Jahrhunderts v.Chr.) Fundi, Formiae und Arpinum, später kamen weitere praefecturae hinzu. Viele civitates sine suffragio erhielten im Laufe der Zeit das volle römische Bürgerrecht (Fundi, Formiae und Arpinum 188 v.Chr.). Die Lex Iulia municipalis und die Lex Plautia Papiria während des Bundesgenossenkriegs 90 und 89 v.Chr. erhoben alle Landstädte Italiens zum municipium mit vollem Bürgerrecht, so dass seitdem das Wort generell „italische Landstadt“ bedeutete.

In der Kaiserzeit, beginnend bereits mit Gaius Iulius Caesar, erhielten auch Städte in den Provinzen außerhalb Italiens (allerdings fast nur im Westen des Reiches) das Recht eines municipium. Im 1. und 2. Jahrhundert gab es auch municipia Latina, deren Einwohner das gegenüber dem römischen weniger umfassende latinische Recht besaßen. Seit dem Jahr 212 n.Chr. (Caracalla, Constitutio Antoniniana) besaßen dann alle Städte des Reiches mindestens den Rang eines municipium (wobei sich die Unterschiede zur Stellung als colonia nicht immer genau bestimmen lassen).

Hintergrund:
Stobi war der Hauptort der antiken Landschaft Paionien, wurde später von den Makedonen erobert und kam zusammen mit Makedonien im 2. Jahrhundert v.Chr. unter die Herrschaft der Römer. Stobi lag an der Mündung des Flusses Erigon in den Vardar an der Hauptstraße, die die mittlere Donau mit der Küste der Ägäis verband. Die Ruinen von Stobi sind heute die bedeutendsten antiken Überreste auf dem Gebiet der Republik Mazedonien.

Nach dem Sieg der Römer über Makedonien 167 v.Chr. wurde 148 v.Chr. die römische Provinz Macedonia gebildet, zu der Stobi gehörte. In der Verwaltungsorganisation der Römer spielte die Stadt keine Rolle. In der Stadt kreuzten sich jedoch mehreren Römerstraßen, Abzweigungen der Via Egnatia und der Via Militaris. Die Stadt entwickelte sie sich gut und die Bevölkerung wuchs stark an, wie sich an der mehrfachen Erweiterung des bebauten Areals erkennen lässt. 69 n.Chr. erhielt die Stadt den Status eines Municipiums. Aus dieser Zeit sind einige Münzprägungen des municipium Stobensium bekannt.

Nach der Verwaltungsreform Kaiser Diokletians wurde Stobi Hauptstadt der Provinz Macedonia salutaris, die im Wesentlichen das alte Paionien umfasste. Im Jahr 325 n.Chr. nahm Budius als Bischof von Stobi am Konzil von Nicäa teil. Kaiser Theodosius I. hielt sich 388 n.Chr. einige Monate in Stobi auf. In der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts begann der Niedergang der Stadt. Im Jahr 479 n.Chr. wurde sie von den Ostgoten unter Theoderich eingenommen und geplündert. Im Jahr 518 n.Chr. wurde Stobi von einem starken Erdbeben verwüstet. Nach den Einfällen der Awaren und Slawen 30 Jahre später wurde Stobi schließlich aufgegeben.

Quellen:
* Wikipedia: Caracalla
* Wikipedia: Municipium
* Wikipedia: Victoria
* Wikipedia: Stobi, Makedonien
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser
* Dr. Werner Robl: Der Ehekamm auf dem Gödenacker bei Berching, Schauplatz der Caracalla-Expedition des Jahres 213 n.Chr.

Obverse:
You can see the right-facing bust of Caracalla with a laurel wreath. The inscription reads: M AVREL ANTONINVS AV for Marcus Aurelius Antoninus Augustus.

Born as Lucius Septimius Bassianus, he received from his father around the year 195/196 AD the name of Marcus Aurelius Antoninus. He was thus accepted into the imperial family of the Antonines and issued as the fictitious grandson of Marcus Aurelius. At the same time he was given the title of Caesar, designating him as the future emperor. In the year 197, but no later than 198 AD he was promoted to Augustus and endowed with imperial powers.

After the successful campaigns against the Parthians, he received around 199 AD the honorary title „Parthicus maximus“, which then from 200 AD also appears on coins. In the year 208 AD moved the entire imperial family under Septimius Severus to Britain to take military action against the Caledonians and Maatians in the far north of Scotland. After the victorious campaign, Caracalla led from 210 AD the winning name „Britannicus maximus“, which his father and brother also adopted.

Caracalla used the victor’s name „Germanicus maximus“ from 208 or 213 AD. According to a publication by Dr. Werner Robl, it came on the way to Britain in 208 AD for an expedition to Germania. In order to separate the mutually hated brothers Caracalla and Geta, Iulia Domna is said to have sent her son on a visitation trip to the Upper Germanic and Rhaetian Limes. However, there was no war, but the formal submission of one or the other tribe under Roman rule, which prompted the young Caracalla to claim a victory over the Germans and to that early pseudo-title „Germanicus maximus“.

The year 213 AD offers a second explanation. at. In the summer of that year he campaigned in Germania across the Rhaetian Limes against the Alemanni and finally fought a successful battle with them on the Main River. However, his attitude towards the enemy was marked by treachery and brutality. So he called on the Alemannic youth to fight under his banner and then had them cruelly murdered. Subsequent battles, however, seem to have gone less favorably, for he felt compelled to make payments to Germanic groups. Overall, however, his approach was apparently successful, as the situation on the northern border remained stable for two decades.

Caracalla was probably by the Arvalbrothers in Rome, a priesthood in civil service, as early as May 17, 213 AD publicly proclaimed as „Germanicus maximus“. That would be a full three months before the battle event associated with his name in late summer of the same year. When he had unofficially or officially borne the title is therefore still a matter of controversy. The title first appears on coins from the year 213 AD.

The epithets Pius and Felix appear officially for the first time on April 1, 200 AD and are usually placed between the name Antoninus and the title Augustus. The title Felix is missing until 211/212 AD often, so that initially Pius appears alone in the title. Pius has appeared on coinage since 201 AD the first time, while Felix only since 213 AD can be read in the legend.

He was usually only referred to as „Princeps iuventutis“ during his father’s lifetime. Caracalla received the tribunicia potestas in 198 AD first time. He accompanied the first office of consulship in 202 AD. Pater Patriae is verifiable since the year 205 AD. He received the title Imperator II around 207/208 AD and then in 213 AD as Emperor III. He correctly bore the title „Pontifex Maximus“ only after the death of his father Septimius Severus, but he was also called that earlier, either by mistake or out of flattery. Actually he was before the year 211 AD only pontifex.

As sole ruler and emperor, he bore the name Marcus Aurelius Severus Antoninus. Caracalla (actually Caracallus) was a nickname he probably used from 208 or 213 AD received after a long hooded cloak and introduced in Rome. This was a modified luxury version of a Germanic or Celtic garment personally designed by the emperor. Another nickname given to Dio by Cassius was Tarautas. By this name was known a short, ugly, and brutal gladiator who apparently looked similar to the emperor, at least according to his opponents.

Four types of portraits of Caracalla are known. They differ so clearly that their use can be precisely determined with the help of the dated coins. A first type emerged in 196 AD. The youthful, curly-headed portrait is unmistakably based on that of the young Marc Aurel. The type was created at the same time as a portrait type of Septimius Severus, the design of which is based on the last portrait type of Marc Aurel. The portraits of father and son were intended to demonstrate the alleged descent from the house of the Antonines, which was also reflected in Caracalla’s new name. There were new editions of this type with growing proportions.

In the year 204 AD new types of portraits were created for Caracalla and Geta. Both now wore the short-cropped hair that subsequently became popular in the 3rd century AD became the leading hairstyle fashion. Oddly enough, the types of the two brothers are so similar that one cannot reliably tell them apart. There were various new editions for both, which indicated aging through increasing beard growth. The portraits from the year of the joint government 211/12 AD correspond to these types and both show a short full beard.

With the gain of sole rule in 212 AD Caracalla completely redesigned his portrait. The head is turned sharply to the left, and the forehead of the massive face is drawn together so violently that the viewer can vacillate between looking into an expression of supreme exertion or supreme anger. Caracalla wears a short curly hairstyle and a short-curled beard in this portrait. Part of this design was the invention of a new type of short armored bust, in whose cloak pulled tightly to one side the strong movement of the head is reflected.

For the interpretation of this strange portrait, it is important to see that the emperor took back the extreme staging of himself after just a few years. In a 215 AD in the type created, the pose of the head and the facial expressions were calmed, and Caracalla once again wore the short hair that was now customary. In a presumably posthumous type, the violent facial expressions of the type of 212 AD were used. resumed – one would like to know why.

The extreme facial expressions of the portrait type from 212 AD must also have caught the eye of his contemporaries. This is shown by comments in ancient literature, which, however, attribute these facial expressions to the person. The contemporary Dio Cassius reports that a jester said that Caracalla looked angry because he used to give himself passionately (thymoeidesterone) (Dio 78:11). And in the late antique Historia Augusta it says that the emperor was nice as a child, but later he became ‚restrictior, gravior, vultu etiam truculentior, … in facial expression dark‘ (SHA Caracalla 2,4).

In the background of the strange stylization, above all, must have been Caracalla’s particularly pronounced inclination towards the army and the life of a soldier. He was said not to be a good leader, but loved sharing the lives of the soldiers and was loved by them for it. The ancient nickname Caracalla also derives from a certain soldier’s coat that he liked to wear. In this sense, the portrait type could have expressed strength, energy and commitment. A commitment to the army would be 212 AD very appropriate, since after the murder of his brother, Caracalla is said to have taken refuge there as his mainstay. Caracalla’s growing infatuation with Alexander the Great is also widely reported. He is said to have erected double herms with his portrait and that of the legendary Macedonian. However, there is no evidence of a reference to Alexander in the portrait, as other Roman emperors sought.

Reverse:
You can see Victoria walking to the left. Holds a laurel wreath in his right hand and a palm frond over his left shoulder. The inscription reads: MVNI STO for Municipium Stobensium.

Victoria is the deified personification of victory in Roman mythology, patron goddess of the Roman emperor and virgin guardian of the empire. She is the equivalent of the Greek goddess Nike. She was often depicted in flight and holding a laurel wreath in her right hand as a symbol of victory. In Roman history, sacrifices were said to have been made to Victoria early on, the ancient writer Dionysios of Halicarnassus assumed this was already the case at the time of the mythical king Euandros, but this can be seen as an invention of younger annalists.

Her temple in Rome was built in 294 BC – according to the Fasti Praenestini on August 1st – consecrated by Lucius Postumius Megellus on the occasion of the Third Samnite War. During the Roman civil wars, especially by Sulla and Gaius Iulius Caesar, the goddess finally gained great importance for the ideological stylization of the respective rulers.

Emperor Augustus – and his successors during the time of the Principate – used them and their pictorial representations specifically for their own representation of rule and power, for example through the 29 BC. Erected Victoria altar and numerous Victoria statues. With the rise of Christianity and the decline of Roman religion in late antiquity, Victoria’s political role also came to an end. In the second half of the 4th century, the controversy over the Victoria altar finally reached a climax between „pagans“ and Christians.

In the Roman Republic, municipium (plural: municipia) originally referred to a city in Latium and later in Italy that was dependent on Rome, and whose citizens had to assume the same duties towards Rome (Latin: munera capere) as Roman citizens. As a rule, a municipium was a place that had had to submit to the Romans – sometimes on very different terms. Probably since the Latin War 338 BC citizens of municipia cum suffragio had all the rights of a Roman citizen. The first municipium of this kind is said to have been Tusculum. Later, Aricia, Lanuvium and Nomentum, among others, were added.

In contrast, the inhabitants of a municipium (also civitas) sine suffragio were not considered full-fledged Roman citizens for a long time. Although they had to serve in the Roman army and pay taxes, they did not have the right to vote in the Roman community and were not registered in the tribes. Some of these cities possessed internal self-government. The oldest of these municipia is said to have been Caere, after which the list of non-voting Romans was called tabulae Caeritium. Other cities with this legal form were Capua, Cumae, Casilinum and Atellae.

Other non-voting municipia were not autonomous internally either, but were under the control of a prefect sent from Rome. They initially included (at the end of the 4th century BC) Fundi, Formiae and Arpinum, later other praefecturae were added. Many civitates sine suffragio received full Roman citizenship over time (Fundi, Formiae and Arpinum 188 BC). The Lex Iulia municipalis and the Lex Plautia Papiria during the Social War of 90 and 89 BC elevated all country towns in Italy to municipium with full citizenship, so that since then the word has generally meant “Italian country town”.

In the imperial period, starting with Gaius Iulius Caesar, cities in the provinces outside of Italy (although almost only in the west of the empire) also received the right of a municipium. In the 1st and 2nd centuries there were also municipia Latina, whose inhabitants had Latin law, which was less comprehensive than that of Roman law. Since the year 212 AD (Caracalla, Constitutio Antoniniana) all cities of the empire then had at least the rank of municipium (although the differences to the position as colonia cannot always be precisely determined).

Background:
Stobi was the capital of the ancient landscape of Paionia, was later conquered by the Macedonians and came together with Macedonia in the 2nd century BC under the rule of the Romans. Stobi lay at the confluence of the Erigon and Vardar rivers on the main road connecting the middle Danube with the Aegean coast. The ruins of Stobi are the most important ancient remains on the territory of the Republic of Macedonia today.

After the Roman victory over Macedonia in 167 BC was 148 BC formed the Roman province of Macedonia, to which Stobi belonged. The city played no role in the administrative organization of the Romans. However, several Roman roads, branches of the Via Egnatia and the Via Militaris crossed in the city. The city developed well and the population grew rapidly, as can be seen from the multiple expansion of the built-up area. 69 AD The city received the status of a municipium. Some coins of the municipium Stobensium are known from this period.

After the administrative reform of Emperor Diocletian, Stobi became the capital of the province of Macedonia salutaris, which essentially included ancient Paionia. In the year 325 AD Budius took part in the Council of Nicaea as bishop of Stobi. Emperor Theodosius I. held 388 AD a few months in Stobi. The city began to decline in the second half of the 5th century. In the year 479 AD it was taken and plundered by the Ostrogoths under Theodoric. In the year 518 AD Stobi was devastated by a strong earthquake. After the incursions of Avars and Slavs 30 years later, Stobi was finally abandoned.

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