Iulia Domna bis 217 n.Chr.

Silber Denar Rom Iulia Domna 193/196 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 193/196 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 19mm
Gewicht: 3,53g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Roma Numismatic, London, Ex Private Sammlung England
Referenz: RIC IV Septimius Severus 536 var. (Rom, Gewandzipfel rechts)

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste der Iulia Domna. Die Inschrift lautet: IVLIA DOMNA AVG für Iulia Domna Augusta.

Ihr Ehemann und Kaiser Septimius Severus wurde bereits im April 193 n.Chr. von seinen Truppen als Augustus ausgerufen. Iulia Domna erhielt den Titel erst nach dem Sieg des Severus über Didius Iulianus im Herbst des gleichen Jahres. Nach Langfords These wollte Severus nicht zu viel Aufmerksamkeit auf seine Frau lenken, um sein Vorhaben einer Dynastiegründung vor dem Senat zu verschleiern. Denn wegen der anderen Kaiser war Severus Machtstellung anfangs noch prekär, weshalb er die Unterstützung des Senats dringend benötigte. Erst nachdem sein letzter Konkurrent, Clodius Albinus, besiegt war, konzentrierte sich Severus darauf, seine Herrschaft zu festigen. Langfords Erklärung wird dadurch gestützt, dass im selben Jahr, in dem Albinus getötet wurde, die ersten Münzprägungen mit der Legende IVLIA DOMNA AVG erschienen.

Eine weitere Besonderheit war die veränderte Legendentitulatur ab dem Jahr 196 n.Chr. Während Iulia Domna bis zu diesem Jahr als IVLIA DOMNA AVG bezeichnet wurde, veränderte sich ihre Legende ab 196 n.Chr. zu IVLIA AVGVSTA. Dies wird begründet mit der Ernennung Caracallas als Caesar und Thronfolger im Jahr 196 n.Chr. Die Person der Kaiserin trat hinter ihre Funktion als Frau des Kaisers und Mutter des Thronfolgers zurück. Nach dem Tod des Septimius Severus 211 n.Chr. übernahm Iulia Domna wieder vermehrt Regierungsaufgaben ihres Sohnes Caracalla statt und vollzog abermals eine Wandlung von der Mutter hin zur Kaisermutter. Erneut wechselte die Legendeninschrift und Titulatur von AVGVSTA zu AVG.

Augusta (die Erhabene) ist eine Ehrenbezeichnung, die römische Kaiser ihren Ehefrauen oder nahen weiblichen Verwandten – etwa ihren Müttern, Schwestern, Großmüttern oder Töchtern – verleihen konnten. Sie stellt bis in die Spätantike das weibliche Gegenstück zum Titel Augustus dar, der im Römischen und frühen Byzantinischen Reich einen Bestandteil der Kaisertitulatur bildete. Obwohl nicht mit bestimmten rechtlichen oder politischen Kompetenzen ausgestattet, kam der Augusta-Würde ideologisch große Bedeutung zu. Die Augustae nahmen oft eine besondere, teils sehr machtvolle Stellung am kaiserlichen Hof ein.

Erstmals bekam Livia Drusilla, die langjährige dritte Ehefrau des ersten Kaisers Augustus, durch testamentarische Verfügung des verstorbenen Princeps im Jahr 14 n.Chr. den Namen Augusta verliehen. Aus dem ehrenhalber verliehenen Cognomen Augusta entwickelte sich zunehmend ein Titel der Kaisergattin oder anderer weiblicher Verwandter, der jedoch – wie auch der Augustus-Titel – keinerlei bestimmte rechtliche Kompetenzen verlieh. Auch fortan war der Augusta-Titel bedeutsam, da er in Gestalt der Augusta als Kaiserinmutter (mater principis) eine dynastische Herrschaft legitimieren konnte. Die Verleihung erfolgte durch einen Senatsbeschluss mit Zustimmung des Kaisers, häufig auch auf dessen Betreiben. Anlässe dafür waren vor allem der Herrschaftsantritt des Kaisers, die Eheschließung oder die Geburt eines Nachkommen. Die Augusta war die erste Frau im Staat, was ihr vor allem zeremonielle Würden und Aufgaben einbrachte. Jedoch waren nicht alle Kaisergattinnen Trägerinnen des Titels. Auch konnte die Verleihung abgelehnt werden (recusatio). Ob kaiserliche Frauen diese Ehre erfuhren oder nicht, gibt aber nicht zwingend Aufschluss über ihre politische Bedeutung. Unabhängig von der Verleihung des Titels Augusta wurden im griechischsprachigen Osten des Imperium Romanum Gattinnen oder weibliche Angehörige der Kaiser häufig mit dem ins Griechische übersetzten Namen Sebaste geehrt.

Iulia Domna führte den Augusta-Titel seit Herrschaftsbeginn ihres Gatten Septimius Severus im Jahr 193 n.Chr. Zudem trug sie als zweite Kaiserin nach Faustina Minor ab 195 n.Chr. den Titel einer mater castrorum, der ihr anlässlich ihrer Anwesenheit im Militärlager verliehen und der später zu mater castrorum et senatus et patriae erweitert wurde. Beide Titel wurden fortan parallel zueinander verwendet. Bei Iulia Mamaea, der Mutter des Severus Alexander, wurde die inoffizielle Titulatur einer spanischen Inschrift zufolge zu einer „Mutter des Heerlagers, des Senats, des Vaterlands und des ganzen Menschengeschlechts“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani) gesteigert.

Septimius Severus Sohn Caracalla machte seine Frau Fulvia Plautilla zur Augusta. Nachdem ihr Vater Plautianus von Caracalla des geplanten Mordes an Septimius Severus bezichtigt und getötet worden war, verlor Plautilla jedoch ihren Titel, wurde verbannt und 211 n.Chr. schließlich ermordet. Ihr Name verfiel der damnatio memoriae. Unter den Severern kam zeitweise vor allem der Großmutter und Mutter des Kaisers die Augusta-Würde und außerordentliche politische Bedeutung zu. So führte Iulia Maesa, die Großmutter Kaiser Elagabals, den Augusta-Titel und widmete sich anstelle ihres unmündigen Enkels den Regierungsgeschäften. Elagabals Mutter und die Tochter Maesas, Iulia Soaemias, erlangte den Titel ebenso wie alle drei bezeugten Ehefrauen des Princeps, Iulia Paula, Aquilia Severa und Annia Faustina. Als Kaiserinmutter des Severus Alexander und Augusta übte Iulia Mamaea über die Volljährigkeit ihres Sohnes hinaus großen Einfluss auf die Regentschaft aus. Auch Severus Alexanders Frau Orbiana trug den Augusta-Titel. In severischer Zeit wurde außerdem der Titel sanctissima Augusta geschaffen, den Inschriften etwa für Iulia Maesa, Iulia Mamaea und Orbiana bezeugen und der sich bis zum Ende des 3. Jahrhunderts häufig findet. Zudem dokumentierten die meisten der machtbewussten Augustae des 3. Jahrhunderts ihre außerordentliche Stellung in eigenen Münzen.

Die Haarpracht und Haarmode der Severer Dynastie. Im Vergleich zu den schrillen Frisuren der flavischen und trajanischen Zeit, die keine hundert Jahre zurücklagen, wirkte das Arrangement der gebildeten syrischen Aristokratentochter Iulia Domna an der Seite des Kaisers Septimius Severus kompliziert, jedoch ein wenig statisch. Wie bei vielen ihrer Vorgängerinnen war die Art und Weise, wie die Haare getragen wurden, Teil des programmatischen kaiserlichen Gesamtkonzepts. Ging es doch darum, eine neue, dauerhafte Dynastie zu etablieren, deren Grundsatz der geregelten Verhältnisse sowohl auf familiärer als auf staatlicher Ebene gelten sollte. 

Iulia Domnas vertikal oder horizontal onduliertes Seitenhaar wurde im Bereich des Hinterkopfes von einem überdimensionalen, vertikalen Chignon überdeckt. Gelegentlich trug die Kaiserin auch einen kleineren Haarknoten im Genick, womit sie eine gewisse Solidarität mit ihrer Schwiegertochter Publia Fulvia Plautilla, ihrer Schwester sowie ihren Nichten Iulia Avita Mamaea und Iulia Soaemias Bassiana an den Tag legte. Auch die drei Schwiegertöchter eben jener Iulia Soaemias Bassiana und Gattinnen des Elagabal – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina und Iulia Cornelia Paula – bildeten dabei keine Ausnahme. 

Dies galt in gleicherweise für Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana als Schwiegertochter der Iulia Avita Mamaea und als Gattin an der Seite des Kaisers Severus Alexander. Allerdings zeigte sich das severische Kaiserhaus auch Experimenten gegenüber aufgeschlossen, was die Entwicklung des Scheitelzopfes enorm vorantrieb.

Die rundplastischen Bildnisse zeigen die Kaiserin mit einem kleinen, kugeligen Kopf, einem rundlichen Gesicht mit weichen Zügen und zartem Teint, breitem Mund mit schmalen Lippen und großen Augen, die von markanten Brauenbögen überspannt werden. Bildnisse der Iulia Domna wurden etwa ein Vierteljahrhun­dert lang angefertigt, in der Regierungszeit ihres Mannes und Sohnes und kurz nach ihrem Tode. Alle vor ca. 205 n.Chr. entstandenen Portraits gehören dem ersten Typus an („Typus Gabii“), der zu Beginn der Herrschaft des Severus kreiert wurde. Um 205 n.Chr. wurde der zweite Typus („Typus Leptis“) eingeführt, der allmählich die frühere Bildnisfassung verdrängte.

Ein Alterungsprozess ist den Bildern der Kaiserin nur sehr eingeschränkt anzusehen. Die Münzen mit dem ersten Portraittypus zeigen Iulia betont jugendlich. Auf den späteren Münzen sind die physiognomischen Merkmale der Kaiserin (die buschigen Brauenbögen, die leicht gebogene Nase, das spitze Kinn) markanter wiedergegeben. Lediglich die nach ihrem Tode geprägten Münzen zeigen die Kaiserin mit eingefallenen Zügen.

Die beste Vorstellung davon, wie die Kaiserin gesehen werden sollte, geben die in Rom herausgegebenen Münzen. Für Iulia Domna wurden mehr Münztypen entworfen als für jede andere Kaiserin. Die Thematik der Reversbilder schließt an die aus der Zeit der Antoninen an. Münzen mit dem Brustbild der Kaiserin auf der Vorderseite zeigen auf der Rückseite Figuren der Göttinnen Venus, Ceres, Juno, Diana, Vesta, Roma, Kybele und Isis oder zahlreicher Personifikationen, von denen die meisten Glück und Wohlstand oder verbindliche Verhaltensnormen thematisieren: Fortuna (Glück), Felicitas (Glückseligkeit), Hilaritas (Fröhlichkeit), Fecunditas (Fruchtbarkeit), Pietas (Frömmigkeit), Concordia (Eintracht), Pudicitia (angemessenes Verhalten) und andere mehr. Von den Göttinnen wird Venus am variantenreichsten dargestellt. Beischriften bezeichnen sie als Venus Victrix (Siegerin), Genetrix (Stammmutter) und Felix (die Glückbringende).

Durch die Verbindung der Bilder von Vorder-­ und Rückseite wird eine reziproke Beziehung hergestellt: Die Rückseitenbilder machen Aussagen über die Qualitäten und die Stellung der Kaiserin, rühmen sie, visualisieren Wünsche, Hoffnungen und Erwartungen.

Revers:
Zu sehen ist die Göttin Venus, stehend mit dem Rücken zum Betrachter, den Kopf nach rechts gedreht. Nackt, bedeckt nur mit einem Umhang, welcher unterhalb der Hüften in Falten liegt. Mit dem linken Ellenbogen stützt sie sich auf einer Säule ab, während sie in der Hand einen Palmzweig hält, in der rechten ausgestreckten Handfläche liegt ein Apfel. Die Inschrift lautet: VENERI VICTR für Veneri Victrici (für Venus, die siegreiche).

Die Annahme, Venus sei ursprünglich eine italische Göttin des Ackerlandes, der Gärten, des Frühlings und als solche eine Göttin von Bauern und Winzern gewesen, wird heute nicht mehr vertreten. Auch für einen frühen Kult sind keine Anzeichen zu finden. Sie hatte keinen eigenen flamen (Priester) und auch in den ältesten Kalendern wird kein Fest der Venus verzeichnet. Seit dem 4. Jahrhundert v.Chr. wurde sie des Öfteren als „Göttin der Liebe“ mit der griechischen Aphrodite gleichgesetzt, deren Kult sich als Venus Erycina von Sizilien, besonders vom Berg Eryx, nach Italien ausbreitete. Der erste archäologische Beweis war der Fund einer Darstellung zusammen mit Persephone auf einem Spiegel aus Praeneste. Sie gelangte zu besonderer Bedeutung als Göttin des latinischen Bundes und hatte als solche Heiligtümer in Lavinium und Ardea.

In Rom hatte sie in alter Zeit besondere Verehrung als Murcia, worin man später fälschlich die „Myrtenfreundin“ (Myrtea) sehen wollte, sowie als Cloacina. Als Venus Libentina oder Venus Lubentina war sie die Göttin der sinnlichen Lust. Die Leichengöttin Venus Libitina wurde mit dieser gleichgesetzt wegen der Namensähnlichkeit. In deren Tempel wurden die zur Bestattung notwendigen Utensilien aufbewahrt und die Totenlisten geführt. Parallel zur Entwicklung der Venus verlief in Kampanien die Gleichsetzung der oskischen Göttin Herentas zu Aphrodite. Der erste stadtrömische Venustempel wurde 295 v.Chr. von Quintus Fabius Maximus Gurges geweiht. Im Jahr 217 v.Chr. nach der Schlacht am Trasimenischen See wurde auf Geheiß der Sibyllinischen Bücher der Venus vom Berg Eryx ein Tempel gelobt und auf dem Kapitol erbaut.

Die Sage, dass Aeneas der Sohn von ihr und Anchises sei, wurde dahingehend erweitert, dass er nach der Zerstörung der Stadt Troja in die mittelitalienische Region Latium ausgewandert sei. Nach dieser Version führte Venus zunächst ihren Sohn zusammen mit dem alten Vater Anchises sicher aus dem untergehenden Troja. Als Göttin der Liebe sorgte sie anschließend dafür, dass sich die karthagische Königin Dido in Aeneas verliebte und ihm Zuflucht gewährte. Auch in der entscheidenden Schlacht gegen Turnus griff sie auf Seiten ihres Sohnes ein und brachte diesem seinen Speer zurück. Ein Bildnis von ihr soll Aeneas mit nach Lavinium gebracht haben.

Neben den vielen Formen der Verehrung, die Venus genoss und die dem griechischen Aphroditekult entsprachen, hat sie eine besondere Bedeutung als Venus genetrix, das heißt als Stammmutter des römischen Volkes durch ihren Sohn Aeneas (Aeneadum genetrix). Speziell das Geschlecht der Iulier, das seine Abstammung von ihrem Enkel Iulus, dem Sohn des Aeneas, herleitete, verehrte sie als Stammmutter. In diesem Sinn errichtete ihr Iulius Caesar als Venus genetrix auf dem von ihm angelegten Forum 46 v.Chr. einen prächtigen Tempel, bei dem alljährlich elftägige Spiele gefeiert wurden (Veneralien). Auch Gaius Octavius, genannt Augustus, bezog sich auf sie, was dadurch deutlich wird, dass am Fuß der Panzerstatue von Primaporta, die den Princeps zeigt, ein Delphin (das der Venus zugeordnete Tier) dargestellt ist. Als Stammmutter des ganzen römischen Volkes war ihr zusammen mit Roma von Hadrian der 135 n.Chr. vollendete Doppeltempel der Venus und der Roma in der Nähe des Kolosseums (später templum Urbis Romae genannt) geweiht, von dem heute nur noch Ruinen vorhanden sind.

Bekannt ist die über 2 Meter hohe Venus Felix Statue, welche in der Nähe der Basilika des Heiligen Kreuzes in Jerusalem in Rom entdeckt wurde und sich jetzt im Innenhof des Achtecks ​​im Pio-Clementino-Museum im Vatikan befindet. Sie repräsentiert die Göttin Venus in Begleitung ihres Sohnes Cupid. Laut der Inschrift auf dem Sockel ist die Statue von Sallustia, einer römischen Matrone und ihrem Sohn Helpidius der Venus Felix gewidmet. Es wird angenommen, dass die Skulptur eine römische Marmorkopie von etwa 180-200 n.Chr. aus einem griechischen Original von Praxiteles, der Aphrodite von Cnidus, ist. Das Gesicht der Venus repräsentiert entweder Kaiserin Orbiana, Frau des Kaisers Severus Alexander, oder Faustina die Jüngere.

Die Venus Victrix ist im alten Rom die Form der Göttin Venus als Siegerin oder „als die-Sieg-bringende“. Besonders Pompeius Magnus feierte seine Militärischen Erfolge zu ihren Ehren. Inspiriert wurde dies wohl durch die bewaffnete Aphrodite (nikephoros, die den Sieg trägt), welche in bestimmten östlichen Regionen des antiken Griechenlands die Akropolis beschützte. In Rom wurde die siegreiche Venus vor allem im dritten Jahrhundert v.Chr. in den Kriegen gegen Karthago vermehrt angerufen. Das Heiligtum der Venus Victrix stand auf dem Kapitol, welches wahrscheinlich im Krieg gegen die Samniter entstanden ist. Ihre Festtage waren der 12. August und 09. Oktober, wobei am letzteren Datum ein jährliches Opfer gebracht wurde. Gleichzeitig wurde an diesen Tagen auch Victoria gehuldigt, welche die Römer eng mit Venus Victrix verbanden.

Hintergrund:
Venus ist eine der Schlüsselgöttinnen in der römischen Gründungsmythologie und daher eine der berühmtesten Göttinnen des römischen Pantheons, bekannt für ihre Anmut und Schönheit. Ihr Konterfei wurde unzählige Male in einer Vielzahl von verschiedenen Medien nachgebildet. Sie wurde auf viele Arten auf Münzen dargestellt und wurde durch die Inschriften mehrere verschiedene Namen genannt: Venus Genetrix, Venus Felix und Venus Victrix. Es gibt eine häufige Überschneidung zwischen den Attributen von Venus Genetrix und Felix, da sie das gemeinsame Bild der Göttin teilen, die einen Apfel hält. Darstellungen der Gottheit, die ein Kind hält oder sich selbst enthüllt, sind jedoch einzigartig für Venus Genetrix. Bilder von Vögeln sind jedoch nicht auf Münzen mit anderen Beinamen als Venus Felix zu sehen. Venus Victrix ist der einzige Aspekt der Göttin, welcher mit Mars auf Münzprägung gezeigt wird, obwohl dies nur selten vorkommt. Der Apfel auf dieser Münze ist wahrscheinlich ein Symbol des mythologischen Urteils von Paris, das den Römern als Erinnerung an die trojanischen Wurzeln dienen könnte, die sie mit der Göttin verbinden.

Die Thematik der Reversbilder unter der Severischen Kaiserdynastie schließt an die aus der Zeit der Antoninen an. Münzen mit dem Brustbild der Kaiserin Iulia Domna auf der Vorderseite zeigen auf der Rückseite Figuren der Göttinnen Venus, Ceres, Juno, Diana, Vesta, Roma, Kybele und Isis oder zahlreicher Personifikationen, von denen die meisten Glück und Wohlstand oder verbindliche Verhaltensnormen thematisieren. Von den Göttinnen wird Venus dabei am variantenreichsten dargestellt. Sechs Bildentwürfe zeigen sie stehend, drei sitzend. Legenden bezeichnen sie als Venus Victrix (Siegerin), Genetrix (Stammmutter) und Felix (die Glückbringende). Durch die Verbindung der Bilder von Vorder- und Rückseite wird eine reziproke Beziehung hergestellt: Die Rückseitenbilder machen Aussagen über die Qualitäten und die Stellung der Kaiserin, rühmen sie, visualisieren Wünsche, Hoffnungen und Erwartungen.

Die Kaiserin ist so schön wie Venus und Erzeugerin von Nachwuchs wie die Göttin. Die Kaiserin – das Kaiserhaus – sorgt für reiche Ernte und damit für Wohlstand, für siegreiche Unternehmungen, für den rechten Umgang mit den Gottheiten und garantiert damit das vielbeschworene Glück. In ihrer Schlüsselrolle als Frau des Kaisers und Mutter der Thronfolger beglaubigte Iulia Domna die – auf Münzen mit entsprechenden Legenden propagierte – Vision von der ewigen Eintracht und der Ewigkeit der Herrschaft der Familie. Sie war „Kaiser­, Stamm­ und Landesmutter“ (so treffend Alexandridis).

Die halbnackte Venus ist wohl tatsächlich einer der ersten Ausgaben für die Kaiserin, wenn nicht sogar die früheste überhaupt. Datieren kann man die Ausgaben auf die Jahre 193/196 n.Chr. Der Typ ist für alle Münzstätten bekannt, welche für Iulia Domna Silber prägten: Rom, Alexandria, Emesa und Laodicea ad Mare. Vielleicht kann man sogar so weit gehen und sagen, dass dieser Typ von der stadtrömischen Münze aus in die Provinzen „importiert“ wurde, wo teilweise immer noch Reversstempel früherer Herrscher, wie z.B. die von Pescennius Niger verwendet wurden.

Schaut man sich die Venus genauer an, fällt das Gewand auf, bzw. dessen „Zipfel“. Mal hängen sie links neben der Säule herab, mal findet man sie rechts zwischen Gewand und Palmzweig. Schon Doug Smith hatte versucht, dort eine Art der Gesetzmäßigkeit zu entdecken. Allerdings kann man folgendes sagen: Gepräge aus östlichen Münzstätten tragen immer beide „Zipfel“. Nur aus der stadtrömischen Münze gibt es alle Varianten, wobei hier eigentümlicherweise die Version mit beiden „Gewandzipfel“ die seltenste ist. Ebenso selten ist die Variante mit dem „Säulenzipfel“. Wildwinds führt sogar ein Exemplar auf, bei dem diese „Zipfel“ gänzlich fehlen.

Quellen:
* Wikipedia: Iulia Domna
* Wikipedia: Venus
* Wikipedia: Augusta
* Sonja Hommen: Iulia Domna, Pietas
* Feminae: römische Frisuren der römischen Frauen
* Numismatikforum.de: emig1, Julchen und die Venus, Teil II
* Peter Robert Franke, Ilse Paar: die antiken Münzen der Sammlung Heynen
* Marion Meyer: Braut des besten Mannes, Mutter des besten Kindes, assyrische Göttin der Liebe, nie untergehender Mond
* Sarah Meinzer: Die Glorifizierung von Julia Domnas Mutterschaft zugunsten der Herrschaftsprogrammatik von Septimius Severus

Obverse:
You can see the draped bust of Iulia Domna facing right. The inscription reads: IVLIA DOMNA AVG for Iulia Domna Augusta.

Her husband and emperor Septimius Severus was already in April 193 AD proclaimed by his troops as Augustus. Iulia Domna received the title only after Severus defeated Didius Iulianus in the autumn of the same year. According to Langford’s thesis, Severus didn’t want to draw too much attention to his wife in order to obscure his plan to found a dynasty in front of the Senate. Because of the other emperors, Severus‘ position of power was initially precarious, which is why he urgently needed the support of the Senate. Only after his last competitor, Clodius Albinus, was defeated did Severus focus on consolidating his rule. Langford’s explanation is supported by the fact that the first coins bearing the legend IVLIA DOMNA AVG appeared in the same year that Albinus was killed.

Another special feature was the changed legend title from 196 AD. While Iulia Domna was referred to as IVLIA DOMNA AVG up to this year, her legend changed from 196 AD to IVLIA AVGVSTA. This is justified by the appointment of Caracalla as Caesar and heir to the throne in 196 AD. The person of the empress took a back seat to her function as wife of the emperor and mother of the heir to the throne. After the death of Septimius Severus in 211 AD Iulia Domna took over more of her son Caracalla’s government duties and once again completed a transformation from mother to emperor mother. Again the legend inscription and title changed from AVGVSTA to AVG.

Augusta (the sublime) is a title of honor that Roman emperors could bestow on their wives or close female relatives – such as their mothers, sisters, grandmothers or daughters. Until late antiquity it represented the female counterpart to the title Augustus, which was part of the imperial title in the Roman and early Byzantine Empires. Although not endowed with specific legal or political powers, the Augustan dignity was of great ideological importance. The Augustae often held a special, sometimes very powerful position at the imperial court.

For the first time, Livia Drusilla, the longtime third wife of the first Emperor Augustus, was granted a will by the deceased Princeps in 14 AD given the name Augusta. From the honorary cognomen Augusta, a title of the emperor’s wife or other female relatives increasingly developed, which, however – like the Augustus title – did not confer any specific legal powers. The Augusta title was also significant from then on, since it could legitimize dynastic rule in the form of Augusta as Empress Mother (mater principis). The award was made by a Senate decision with the consent of the emperor, often at his instigation. The main reasons for this were the emperor’s accession to power, marriage or the birth of a descendant. The Augusta was the first woman in the state, which above all brought her ceremonial dignities and duties. However, not all imperial wives were holders of the title. The award could also be rejected (recusatio). Whether imperial women received this honor or not does not necessarily provide information about their political importance. Irrespective of the granting of the title Augusta, in the Greek-speaking east of the Roman Empire, wives or female relatives of the emperors were often honored with the name Sebaste, translated into Greek.

Iulia Domna held the Augusta title from the beginning of her husband Septimius Severus‘ reign in 193 AD. In addition, she was the second empress after Faustina Minor from 195 AD the title of mater castrorum, given to her on the occasion of her presence in the military camp and later extended to mater castrorum et senatus et patriae. From then on, both titles were used in parallel. In the case of Iulia Mamaea, the mother of Severus Alexander, the unofficial title was increased according to a Spanish inscription to a „mother of the army camp, the senate, the fatherland and the entire human race“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani).

Septimius Severus son Caracalla made his wife Fulvia Plautilla Augusta. However, after her father Plautianus was accused by Caracalla of planning the murder of Septimius Severus and killed, Plautilla lost her title, was banished and in 211 AD eventually murdered. Her name fell into damnatio memoriae. At times, under the Severans, the grandmother and mother of the emperor in particular held the Augusta dignity and extraordinary political importance. Iulia Maesa, the grandmother of Emperor Elagabalus, held the Augusta title and devoted herself to government affairs in place of her underage grandson. Elagabalus’s mother and Maesa’s daughter, Iulia Soaemias, attained the title, as did all three of the princeps‘ attested wives, Iulia Paula, Aquilia Severa, and Annia Faustina. As Empress Dowager of Severus Alexander and Augusta, Iulia Mamaea exercised great influence on the regency after her son had come of age. Severus Alexander’s wife Orbiana also held the Augusta title. In the Severan period, the title sanctissima Augusta was also created, which inscriptions attest to for example for Iulia Maesa, Iulia Mamaea and Orbiana and which is frequently found up to the end of the 3rd century. In addition, most of the power-conscious Augustae of the 3rd century documented their extraordinary position in their own coins.

The head of hair and hair fashion of the Severan dynasty. Compared to the flamboyant hairstyles of the Flavian and Trajanic periods, less than a hundred years ago, the arrangement of the educated Syrian aristocrat’s daughter Iulia Domna at the side of Emperor Septimius Severus seemed complicated, if a little static. As with many of her predecessors, the manner in which the hair was worn was part of the overall imperial programmatic concept. After all, it was about establishing a new, permanent dynasty, whose principle of regulated relationships should apply both to the family and to the state level.

Iulia Domna’s vertically or horizontally undulated side hair was covered by an oversized, vertical chignon at the back of the head. Occasionally, the empress also wore a smaller bun at the nape of her neck, showing a certain solidarity with her daughter-in-law Publia Fulvia Plautilla, her sister and her nieces Iulia Avita Mamaea and Iulia Soaemias Bassiana. The three daughters-in-law of the same Iulia Soaemias Bassiana and wives of Elagabalus – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina and Iulia Cornelia Paula – were no exception.

The same applied to Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana as daughter-in-law of Iulia Avita Mamaea and as wife at the side of Emperor Severus Alexander. However, the Severan imperial family was also open to experiments, which gave enormous impetus to the development of the crown braid.

The three-dimensional portraits show the empress with a small, spherical head, a round face with soft features and a delicate complexion, a wide mouth with narrow lips and large eyes that are spanned by distinctive arched brows. Images of Iulia Domna were made for about a quarter of a century, during the reigns of her husband and son and shortly after her death. All before about 205 AD the resulting portraits belong to the first type („Typus Gabii“), which was created at the beginning of the reign of Severus. Around 205 AD the second type („Typus Leptis“) was introduced, which gradually displaced the earlier version of the portrait.

An aging process can only be seen to a very limited extent in the pictures of the empress. The coins with the first portrait type show Iulia as a youthful figure. On the later coins, the physiognomic features of the empress (the bushy arched brows, the slightly curved nose, the pointed chin) are more prominently reproduced. Only the coins minted after her death show the empress with sunken features.

The coins issued in Rome give the best idea of ​​how the empress should be seen. More coin types were designed for Iulia Domna than for any other empress. The theme of the reverse pictures follows on from the time of the Antonines. Coins with the bust of the empress on the obverse show figures of the goddesses Venus, Ceres, Juno, Diana, Vesta, Roma, Cybele and Isis or numerous personifications on the reverse, most of which deal with happiness and prosperity or binding norms of behavior: Fortuna (happiness ), Felicitas (Bliss), Hilaritas (Cheerfulness), Fecunditas (Fertility), Pietas (Piety), Concordia (Harmony), Pudicitia (Appropriate Conduct) and others. Of the goddesses, Venus is represented with the most variety. Inscriptions refer to her as Venus Victrix (winner), Genetrix (progenitor) and Felix (the lucky one).

By connecting the images of the front and back, a reciprocal relationship is created: the back images make statements about the qualities and position of the empress, praise her, visualize desires, hopes and expectations.

Reverse:
The goddess Venus can be seen standing with her back to the viewer and her head turned to the right. Naked, covered only by a cloak which folds below the hips. She is leaning on a pillar with her left elbow, holding a palm branch in her hand and holding an apple in her outstretched right palm. The inscription reads: VENERI VICTR for Veneri Victrici (for Venus, the victorious).

The assumption that Venus was originally an Italic goddess of arable land, gardens, spring and as such a goddess of farmers and winegrowers is no longer held today. There are also no signs of an early cult. She had no flamen (priest) of her own, and even the oldest calendars do not record a festival of Venus. Since the 4th century BC she was often equated with the Greek Aphrodite as the „goddess of love“, whose cult spread from Sicily, especially from Mount Eryx, to Italy as Venus Erycina. The first archaeological evidence was the discovery of a depiction together with Persephone on a mirror from Praeneste. She attained special prominence as the goddess of the Latin League, and as such had sanctuaries in Lavinium and Ardea.

In ancient times in Rome she had special veneration as Murcia, in which one later mistakenly wanted to see the „myrtle friend“ (Myrtea), and as Cloacina. As Venus Libentina or Venus Lubentina, she was the goddess of sensual lust. The corpse goddess Venus Libitina was equated with this because of the similarity in name. The utensils needed for burial were kept in their temple and the lists of the dead were kept. Parallel to the development of Venus, the Oscan goddess Herentas was equated with Aphrodite in Campania. The first urban Roman temple to Venus was built in 295 BC consecrated by Quintus Fabius Maximus Gurges. In the year 217 BC after the Battle of Lake Trasimeno, at the behest of the Sibylline Books of Venus, a temple was sworn to by Mount Eryx and built on the Capitol.

The legend that Aeneas was the son of her and Anchises was expanded to mean that he emigrated to the central Italian region of Lazio after the destruction of the city of Troy. According to this version, Venus first led her son safely out of the sinking Troy together with the old father Anchises. As the goddess of love, she then made sure that the Carthaginian queen Dido fell in love with Aeneas and gave him refuge. Also in the decisive battle against Turnus she intervened on the side of her son and brought his spear back to him. Aeneas is said to have brought a portrait of her to Lavinium.

In addition to the many forms of worship that Venus enjoyed and that corresponded to the Greek cult of Aphrodite, she has a special meaning as Venus genetrix, that is, as the progenitor of the Roman people through her son Aeneas (Aeneadum genetrix). Especially the Iulier family, who traced their descent from their grandson Iulus, the son of Aeneas, revered her as their progenitor. In this sense Iulius Caesar erected her as Venus genetrix on the forum created by him in 46 BC a magnificent temple where eleven-day games were celebrated every year (venerals). She was also referred to by Gaius Octavius, called Augustus, as evidenced by the depiction of a dolphin (the animal associated with Venus) at the base of the armored statue of Primaporta depicting the princeps. As the progenitor of the entire Roman people, she, together with Roma, was inherited from Hadrian in 135 AD completed double temple dedicated to Venus and Roma near the Colosseum (later called templum Urbis Romae), of which only ruins remain today.

Well known is the Venus Felix statue, over 2 meters high, which was discovered near the Basilica of the Holy Cross in Jerusalem in Rome and is now in the courtyard of the octagon in the Pio Clementino Museum in the Vatican. She represents the goddess Venus accompanied by her son Cupid. According to the inscription on the base, the statue of Sallustia, a Roman matron, and her son Helpidius is dedicated to Venus Felix. The sculpture is believed to be a Roman marble copy from about 180-200 AD from a Greek original by Praxiteles, the Aphrodite of Cnidus. The face of Venus represents either Empress Orbiana, wife of Emperor Severus Alexander, or Faustina the Younger.

In ancient Rome, Venus Victrix is ​​the form of the goddess Venus as victor or „as the one who brings victory“. Especially Pompeius Magnus celebrated his military successes in their honor. This was probably inspired by the armed Aphrodite (nikephoros carrying victory) who protected the Acropolis in certain eastern regions of ancient Greece. In Rome, the victorious Venus was mainly in the third century BC increasingly invoked in the wars against Carthage. The sanctuary of Venus Victrix stood on the Capitol, which was probably built during the war against the Samnites. Her feast days were August 12 and October 9, with an annual sacrifice being made on the latter date. At the same time, homage was also paid to Victoria, who closely connected the Romans with Venus Victrix.

Background:
Venus is one of the key goddesses in Roman founding mythology and therefore one of the most famous goddesses of the Roman pantheon, known for her grace and beauty. Her likeness has been recreated countless times in a variety of different media. She has been depicted on coins in many ways and has been called several different names by the inscriptions: Venus Genetrix, Venus Felix, and Venus Victrix. There is a frequent overlap between the attributes of Venus Genetrix and Felix as they share the common image of the goddess holding an apple. However, depictions of the deity holding a child or revealing himself are unique to Venus Genetrix. However, images of birds do not appear on coins with epithets other than Venus Felix. Venus Victrix is ​​the only aspect of the goddess shown with Mars on coinage, although this is rare. The apple on this coin is likely a symbol of the mythological judgment of Paris, which could serve as a reminder to the Romans of the Trojan roots linking them to the goddess.

The theme of the reverse pictures under the Severan imperial dynasty follows on from the time of the Antonines. Coins with the bust of Empress Iulia Domna on the obverse show figures of the goddesses Venus, Ceres, Juno, Diana, Vesta, Roma, Cybele and Isis or numerous personifications on the reverse, most of which deal with happiness and prosperity or binding norms of behavior. Of the goddesses, Venus is represented with the most variety. Six sketches show her standing, three sitting. Legends refer to her as Venus Victrix (victor), Genetrix (progenitor) and Felix (the lucky one). By connecting the images of the front and back, a reciprocal relationship is created: the back images make statements about the qualities and position of the empress, praise her, visualize desires, hopes and expectations.

The empress is as beautiful as Venus and progenitor as the goddess. The empress – the imperial family – ensures a rich harvest and thus prosperity, victorious undertakings, correct dealings with the deities and thus guarantees the much-vaunted happiness. In her key role as the emperor’s wife and mother of the heirs to the throne, Iulia Domna authenticated the vision of eternal harmony and eternity of family rule – propagated on coins with corresponding legends. She was „emperor, tribe and mother of the country“ (aptly Alexandridis).

The half-naked Venus is indeed one of the first editions for the empress, if not the earliest. The editions can be dated to the years 193/196 AD. The type is known for all mints that minted silver for Iulia Domna: Rome, Alexandria, Emesa and Laodicea ad Mare. Perhaps one can even go so far as to say that this type was “imported” from the Roman city mint into the provinces, where the reverse stamps of earlier rulers, such as those of Pescennius Niger, were sometimes still used.

If you take a closer look at Venus, you will notice the robe or its „tail“. Sometimes they hang down to the left of the column, sometimes they can be found on the right between the robe and the palm branch. Doug Smith had already tried to discover a kind of regularity there. However, one can say the following: Strikes from eastern mints always have both “tips”. All variants only exist from the Roman city coin, with the version with both “garment flaps” being the rarest, strangely enough. The variant with the “pillar tip” is just as rare. Wildwinds even lists a specimen in which these „tails“ are entirely absent.

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