Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana bis 227 n.Chr.

Silber Denar Rom Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana 225/227 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 225/227 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 19mm
Gewicht: 3,08g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Leu Numismatik, Winterthur
Referenz: RIC IV Severus Alexander 319

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste der Orbiana mit Diadem. Die Inschrift lautet: SALL BARBIA ORBIANA AVG für Sallustia Barbia Orbiana Augusta.

Orbiana erhielt im Zuge der Eheschließung im Jahr 225 n.Chr. mit Severus Alexander Titel und Würde einer Augusta. Allerdings musste sie den Platz bereits 227 n.Chr. wieder räumen, wohl auf Betreiben der Iulia Mamaea. Die Ehe blieb, vielleicht aufgrund der kurzen Dauer, kinderlos.

Augusta (die Erhabene) ist eine Ehrenbezeichnung, die römische Kaiser ihren Ehefrauen oder nahen weiblichen Verwandten – etwa ihren Müttern, Schwestern, Großmüttern oder Töchtern – verleihen konnten. Sie stellt bis in die Spätantike das weibliche Gegenstück zum Titel Augustus dar, der im Römischen und frühen Byzantinischen Reich einen Bestandteil der Kaisertitulatur bildete. Obwohl nicht mit bestimmten rechtlichen oder politischen Kompetenzen ausgestattet, kam der Augusta-Würde ideologisch große Bedeutung zu. Die Augustae nahmen oft eine besondere, teils sehr machtvolle Stellung am kaiserlichen Hof ein.

Erstmals bekam Livia Drusilla, die langjährige dritte Ehefrau des ersten Kaisers Augustus, durch testamentarische Verfügung des verstorbenen Princeps im Jahr 14 n.Chr. den Namen Augusta verliehen. Aus dem ehrenhalber verliehenen Cognomen Augusta entwickelte sich zunehmend ein Titel der Kaisergattin oder anderer weiblicher Verwandter, der jedoch – wie auch der Augustus-Titel – keinerlei bestimmte rechtliche Kompetenzen verlieh. Auch fortan war der Augusta-Titel bedeutsam, da er in Gestalt der Augusta als Kaiserinmutter (mater principis) eine dynastische Herrschaft legitimieren konnte. Die Verleihung erfolgte durch einen Senatsbeschluss mit Zustimmung des Kaisers, häufig auch auf dessen Betreiben. Anlässe dafür waren vor allem der Herrschaftsantritt des Kaisers, die Eheschließung oder die Geburt eines Nachkommen. Die Augusta war die erste Frau im Staat, was ihr vor allem zeremonielle Würden und Aufgaben einbrachte. Jedoch waren nicht alle Kaisergattinnen Trägerinnen des Titels. Auch konnte die Verleihung abgelehnt werden (recusatio). Ob kaiserliche Frauen diese Ehre erfuhren oder nicht, gibt aber nicht zwingend Aufschluss über ihre politische Bedeutung. Unabhängig von der Verleihung des Titels Augusta wurden im griechischsprachigen Osten des Imperium Romanum Gattinnen oder weibliche Angehörige der Kaiser häufig mit dem ins Griechische übersetzten Namen Sebaste geehrt.

Iulia Domna führte den Augusta-Titel seit Herrschaftsbeginn ihres Gatten Septimius Severus im Jahr 193 n.Chr. Zudem trug sie als zweite Kaiserin nach Faustina Minor ab 195 n.Chr. den Titel einer mater castrorum, der ihr anlässlich ihrer Anwesenheit im Militärlager verliehen und der später zu mater castrorum et senatus et patriae erweitert wurde. Beide Titel wurden fortan parallel zueinander verwendet. Bei Iulia Mamaea, der Mutter des Severus Alexander, wurde die inoffizielle Titulatur einer spanischen Inschrift zufolge zu einer „Mutter des Heerlagers, des Senats, des Vaterlands und des ganzen Menschengeschlechts“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani) gesteigert.

Septimius Severus Sohn Caracalla machte seine Frau Fulvia Plautilla zur Augusta. Nachdem ihr Vater Plautianus von Caracalla des geplanten Mordes an Septimius Severus bezichtigt und getötet worden war, verlor Plautilla jedoch ihren Titel, wurde verbannt und 211 n.Chr. schließlich ermordet. Ihr Name verfiel der damnatio memoriae. Unter den Severern kam zeitweise vor allem der Großmutter und Mutter des Kaisers die Augusta-Würde und außerordentliche politische Bedeutung zu. So führte Iulia Maesa, die Großmutter Kaiser Elagabals, den Augusta-Titel und widmete sich anstelle ihres unmündigen Enkels den Regierungsgeschäften. Elagabals Mutter und die Tochter Maesas, Iulia Soaemias, erlangte den Titel ebenso wie alle drei bezeugten Ehefrauen des Princeps, Iulia Paula, Aquilia Severa und Annia Faustina. Als Kaiserinmutter des Severus Alexander und Augusta übte Iulia Mamaea über die Volljährigkeit ihres Sohnes hinaus großen Einfluss auf die Regentschaft aus. Auch Severus Alexanders Frau Orbiana trug den Augusta-Titel. In severischer Zeit wurde außerdem der Titel sanctissima Augusta geschaffen, den Inschriften etwa für Iulia Maesa, Iulia Mamaea und Orbiana bezeugen und der sich bis zum Ende des 3. Jahrhunderts häufig findet. Zudem dokumentierten die meisten der machtbewussten Augustae des 3. Jahrhunderts ihre außerordentliche Stellung in eigenen Münzen.

Die Haarpracht und Haarmode der Severer Dynastie. Im Vergleich zu den schrillen Frisuren der flavischen und trajanischen Zeit, die keine hundert Jahre zurücklagen, wirkte das Arrangement der gebildeten syrischen Aristokratentochter Iulia Domna an der Seite des Kaisers Septimius Severus kompliziert, jedoch ein wenig statisch. Wie bei vielen ihrer Vorgängerinnen war die Art und Weise, wie die Haare getragen wurden, Teil des programmatischen kaiserlichen Gesamtkonzepts. Ging es doch darum, eine neue, dauerhafte Dynastie zu etablieren, deren Grundsatz der geregelten Verhältnisse sowohl auf familiärer als auf staatlicher Ebene gelten sollte. 

Iulia Domnas vertikal oder horizontal onduliertes Seitenhaar wurde im Bereich des Hinterkopfes von einem überdimensionalen, vertikalen Chignon überdeckt. Gelegentlich trug die Kaiserin auch einen kleineren Haarknoten im Genick, womit sie eine gewisse Solidarität mit ihrer Schwiegertochter Publia Fulvia Plautilla, ihrer Schwester sowie ihren Nichten Iulia Avita Mamaea und Iulia Soaemias Bassiana an den Tag legte. Auch die drei Schwiegertöchter eben jener Iulia Soaemias Bassiana und Gattinnen des Elagabal – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina und Iulia Cornelia Paula – bildeten dabei keine Ausnahme. Dies galt in gleicherweise für Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana als Schwiegertochter der Iulia Avita Mamaea und als Gattin an der Seite des Kaisers Severus Alexander. Allerdings zeigte sich das severische Kaiserhaus auch Experimenten gegenüber aufgeschlossen, was die Entwicklung des Scheitelzopfes enorm vorantrieb.

Revers:
Zu sehen ist die Personifikation Concordia nach links sitzend. In ihrer rechten Hand hält sie eine Patera (Trankopferschale), in der linken Hand eine doppelte Cornucopiae (Füllhorn). Die Inschrift lautet: CONCORDIA AVGG für Concordia Augustii (Concordia duorum augustorum – Harmonie des Kaisers und der Kaiserin).

Concordia ist die Personifikation der Eintracht in der römischen Mythologie (entspricht der Homonoia in der griechischen Mythologie). Der römischen Vorstellung nach fördert und erhält sie die Eintracht und die Einheit der Bürger Roms. Dargestellt wurde sie mit den Attributen Füllhorn, Opferschale und ineinander geschlungenen Händen.

Concordia ist einer der von den Römern personifizierten altrömischen Tugendbegriffen, wie auch Fides (Treue), Spes (Hoffnung), Pudicitia (Keuschheit), Iustitia (Gerechtigkeit), Virtus (Tugend), Pax (Frieden), Libertas (Freiheit), Honos (Ehre) oder Felicitas (Glück). Ursprünglich wurden die altrömischen Gottheiten nicht in Bildern oder Statuen verehrt. Erst von den Griechen und Etruskern wurde die Vorstellung einer Götterwelt in Menschengestalt übernommen.

Der Concordia war ein Tempel im Nordwesten des Forum Romanum in Rom geweiht, der sich am Fuße des Kapitols befand. Jedes Jahr am 16. Januar wurde ihr zu Ehren in einem Fest an die Einweihung des Tempels erinnert, der anlässlich der Versöhnung zwischen Plebejern und Patriziern nach dem Ende der Ständekämpfe im Jahre 367 v.Chr. errichtet wurde.

Hintergrund:
Nichts wäre dringender von Nöten gewesen, als die auf der Rückseite dieser Münze propagandierten Concordia und damit Eintracht innerhalb der Kaiserfamilie. Das Umfeld hätte nicht schwieriger sein können. Direkt nach der Machtübernahme des Severus Alexander übernahm Iulia Mamaea die Regierungsgeschäfte im Auftrag ihres zu diesem Zeitpunkt noch zu jungen Sohnes. Doch auch als der Kaiser das junge Mannesalter erreicht hatte, konnte die starke und machthungrige Mutter nicht von ihrer Stellung abrücken. Sie übte aktiven Einfluss auf ihren Sohn und Kaiser aus, begleitete ihn zu den Feldzügen und machte keinen Hehl aus ihrer beanspruchten Führungsposition. Dieser starken Kaisermutter stand aus Sicht der Zeitgenossen ein schwächlicher Kaiser und Sohn gegenüber, der sich nicht wirklich gegenüber seiner Mutter durchsetzen konnte. 

So war es auch Iulia Mamaea welche für ihren Sohn eine Ehe mit Orbiana arrangierte. Ihre Familie entstammte aus einem vornehmen, aber politisch unbedeutenden Senatorengeschlecht. Vermutlich hat gerade diese Verbindung vornehmer Herkunft mit politischer Bedeutungslosigkeit den Vater der Braut, Sallustius, für die Rolle des Schwiegervaters des Kaisers prädestiniert. Orbiana erhielt nach der Heirat den Titel Augusta. Trotz der Volljährigkeit und Heirat ihres Sohnes, übte Mamaea dennoch weiterhin faktisch die Macht aus.

Allerdings schienen sich die Dinge nicht so zu entwickeln, wie von Iulia Mamaea geplant. Öfters sollen sich die Schwiegertochter und Kaisermutter uneins gewesen sein. Auch der Schwiegervater Seius Sallustius gab sich wohl mit seiner stillen Rolle nicht zufrieden. Ob Sallustius wirklich die Ermordung des Severus Alexander plante oder ob es sich hier nur um Machtkämpfe zwischen ihm und Mamaea handelte, welche ihre Machtposition und Einfluss auf den jungen Kaiser gefährdet sah, lässt sich heute nicht genau sagen. Es kam zum Zerwürfnis, Sallustius versuchte in der wohl ausweglosen Situation die wankelmütigen Prätorianer gegen Mamaea aufzuwiegeln, verlor aber nicht nur den Konflikt, sondern auch 227 n.Chr. dabei auch seinen Kopf. 

Iulia Mamaea nutzte die Lage um sich auch der Schwiegertochter zu entledigen. Laut historischen Quellen, welche aber in der aktuellen Forschung umstritten sind, soll sich ihr Sohn Severus Alexander gegen eine Trennung von seiner Frau gewehrt haben, konnte sich aber nicht gegen seine Mutter durchsetzen. Die Ehe wurde im selben Jahr geschieden und Orbiana musste nach Africa in die Verbannung gehen. Eventuell da sie aus dieser Region stammte. Über ihr weiteres Schicksal ist danach nichts mehr weiter bekannt. 

Nach dieser Erfahrung ließ Mamaea eine weitere Heirat ihres Sohnes nicht mehr zu. Offenbar sah sie in jeder Verschwägerin des Kaiserhauses mit einer fremden Sippe eine mögliche erneute Bedrohung ihrer Macht. Aus Angst vor diesem Risiko setzte sie aber den Fortbestand der Dynastie aufs Spiel. Am Ende dürfte dies auch einer der Gründe gewesen sein, der zu fehlendem Rückhalt, dem Scheitern und letztendlich zur Ermordung der Kaiserfamilie geführt haben. 

In diesem historischen Kontext dürfte Concordia blind auf beiden Augen gewesen sein. Die beteiligten Personen im Kreise der Königsfamilie mögen nach außen Eintracht propagandiert haben – wie auf diesem Münztyp dargestellt – gelebt wurde sie nicht. Dies dürfte sicher auch zu großem Teil an der Kaisermutter Iulia Mamaea gelegen haben, welche ihre vorhandene Macht anscheinend nur schwer teilen oder abgeben konnte bzw. wollte.

Quellen:
* Wikipedia: Orbiana
* Wikipedia: Severus Alexander
* Wikipedia: Iulia Mamaea
* Wikipedia: Concordia
* Wikipedia: Augusta
* NumisWiki: Concordia duorum augustorum
* Historia Augusta: Severus Alexander
* Feminae: römische Frisuren der römischen Frauen

Obverse:
You can see the draped bust of Orbiana facing right, wearing a diadem. The inscription reads: SALL BARBIA ORBIANA AVG for Sallustia Barbia Orbiana Augusta.

Orbiana received in the course of marriage in 225 AD with Severus Alexander the title and dignity of an Augusta. However, she had to take the place as early as 227 AD clear again, probably at the instigation of Iulia Mamaea. The marriage remained childless, perhaps due to its short duration.

Augusta (the sublime) is a title of honor that Roman emperors could bestow on their wives or close female relatives – such as their mothers, sisters, grandmothers or daughters. Until late antiquity it represented the female counterpart to the title Augustus, which was part of the imperial title in the Roman and early Byzantine Empires. Although not endowed with specific legal or political powers, the Augustan dignity was of great ideological importance. The Augustae often held a special, sometimes very powerful position at the imperial court.

For the first time, Livia Drusilla, the longtime third wife of the first Emperor Augustus, was granted a will by the deceased Princeps in 14 AD given the name Augusta. From the honorary cognomen Augusta, a title of the emperor’s wife or other female relatives increasingly developed, which, however – like the Augustus title – did not confer any specific legal powers. The Augusta title was also significant from then on, since it could legitimize dynastic rule in the form of Augusta as Empress Mother (mater principis). The award was made by a Senate decision with the consent of the emperor, often at his instigation. The main reasons for this were the emperor’s accession to power, marriage or the birth of a descendant. The Augusta was the first woman in the state, which above all brought her ceremonial dignities and duties. However, not all imperial wives were holders of the title. The award could also be rejected (recusatio). Whether imperial women received this honor or not does not necessarily provide information about their political importance. Irrespective of the granting of the title Augusta, in the Greek-speaking east of the Roman Empire, wives or female relatives of the emperors were often honored with the name Sebaste, translated into Greek.

Iulia Domna held the Augusta title from the beginning of her husband Septimius Severus‘ reign in 193 AD. In addition, she was the second empress after Faustina Minor from 195 AD the title of mater castrorum, given to her on the occasion of her presence in the military camp and later extended to mater castrorum et senatus et patriae. From then on, both titles were used in parallel. In the case of Iulia Mamaea, the mother of Severus Alexander, the unofficial title was increased according to a Spanish inscription to a „mother of the army camp, the senate, the fatherland and the entire human race“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani).

Septimius Severus son Caracalla made his wife Fulvia Plautilla Augusta. However, after her father Plautianus was accused by Caracalla of planning the murder of Septimius Severus and killed, Plautilla lost her title, was banished and in 211 AD eventually murdered. Her name fell into damnatio memoriae. At times, under the Severans, the grandmother and mother of the emperor in particular held the Augusta dignity and extraordinary political importance. Iulia Maesa, the grandmother of Emperor Elagabalus, held the Augusta title and devoted herself to government affairs in place of her underage grandson. Elagabalus’s mother and Maesa’s daughter, Iulia Soaemias, attained the title, as did all three of the princeps‘ attested wives, Iulia Paula, Aquilia Severa, and Annia Faustina. As Empress Dowager of Severus Alexander and Augusta, Iulia Mamaea exercised great influence on the regency after her son had come of age. Severus Alexander’s wife Orbiana also held the Augusta title. In the Severan period, the title sanctissima Augusta was also created, which inscriptions attest to for example for Iulia Maesa, Iulia Mamaea and Orbiana and which is frequently found up to the end of the 3rd century. In addition, most of the power-conscious Augustae of the 3rd century documented their extraordinary position in their own coins.

The head of hair and hair fashion of the Severan dynasty. Compared to the flamboyant hairstyles of the Flavian and Trajanic periods, less than a hundred years ago, the arrangement of the educated Syrian aristocrat’s daughter Iulia Domna at the side of Emperor Septimius Severus seemed complicated, if a little static. As with many of her predecessors, the manner in which the hair was worn was part of the overall imperial programmatic concept. After all, it was about establishing a new, permanent dynasty, whose principle of regulated relationships should apply both to the family and to the state level.

Iulia Domna’s vertically or horizontally undulated side hair was covered by an oversized, vertical chignon at the back of the head. Occasionally, the empress also wore a smaller bun at the nape of her neck, showing a certain solidarity with her daughter-in-law Publia Fulvia Plautilla, her sister and her nieces Iulia Avita Mamaea and Iulia Soaemias Bassiana. The three daughters-in-law of the same Iulia Soaemias Bassiana and wives of Elagabalus – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina and Iulia Cornelia Paula – were no exception. The same applied to Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana as daughter-in-law of Iulia Avita Mamaea and as wife at the side of Emperor Severus Alexander. However, the Severan imperial family was also open to experiments, which gave enormous impetus to the development of the crown braid.

Reverse:
You can see the personification of Concordia seated to the left. In her right hand she holds a patera (libation bowl), in her left hand a double cornucopiae. The inscription reads: CONCORDIA AVGG for Concordia Augustii (Concordia duorum augustorum – harmony of the emperor and the empress).

Concordia is the personification of harmony in Roman mythology (equivalent to Homonoia in Greek mythology). According to the Roman idea, it promotes and maintains the concord and unity of the citizens of Rome. She was depicted with the attributes cornucopia, sacrificial bowl and clasped hands.

Concordia is one of the ancient Roman virtues personified by the Romans, along with Fides (loyalty), Spes (hope), Pudicitia (chastity), Iustitia (justice), Virtus (virtue), Pax (peace), Libertas (liberty), Honos ( honor) or Felicitas (happiness). Originally, the ancient Roman deities were not worshiped in images or statues. The idea of ​​a world of gods in human form was first adopted by the Greeks and Etruscans.

A temple dedicated to Concordia was located north-west of the Roman Forum in Rome, at the foot of the Capitoline Hill. Every year on January 16, a festival was held in her honor to commemorate the dedication of the temple, which took place on the occasion of the reconciliation between plebeians and patricians after the end of the wars between the estates in 367 BC was built.

Background:
Nothing would have been more urgent than the Concordia propagated on the reverse of this coin and thus unity within the imperial family. The environment couldn’t have been more difficult. Immediately after Severus Alexander came to power, Iulia Mamaea took over the affairs of state on behalf of her son, who was still too young at the time. But even when the emperor had reached young manhood, the strong and power-hungry mother could not give up her position. She exercised active influence over her son and emperor, accompanying him on campaigns and making no secret of her claimed leadership position. From the point of view of the contemporaries, this strong emperor mother was opposed to a weak emperor and son who could not really assert himself against his mother.

So it was Iulia Mamaea who arranged for her son to marry Orbiana. Her family came from a noble but politically insignificant family of senators. Presumably this combination of noble origins and political insignificance made the bride’s father, Sallustius, predestined for the role of the emperor’s father-in-law. Orbiana received the title Augusta after marriage. Despite her son’s coming of age and marriage, Mamaea continued to exercise effective power.

However, things did not seem to be going as Iulia Mamaea had planned. The daughter-in-law and the mother-in-law are said to have often disagreed. Even the father-in-law Seius Sallustius was probably not satisfied with his silent role. Whether Sallustius really planned the assassination of Severus Alexander or whether this was just a matter of power struggles between him and Mamaea, who saw their position of power and influence on the young emperor endangered, cannot be said with certainty today. It came to a rift, Sallustius tried in the probably hopeless situation to incite the fickle Praetorians against Mamaea, but not only lost the conflict, but also in 227 AD including his head.

Iulia Mamaea used the situation to get rid of her daughter-in-law as well. According to historical sources, which are disputed in current research, her son Severus Alexander is said to have resisted separation from his wife, but was unable to assert himself against his mother. The marriage was divorced in the same year and Orbiana had to go into exile in Africa. Possibly because she came from this region. Nothing more is known about her fate after that.

After this experience, Mamaea would not allow her son to marry again. Apparently she saw a possible renewed threat to her power in every sister-in-law of the imperial house with a foreign clan. Fearing this risk, however, she jeopardized the continued existence of the dynasty. In the end, this may have been one of the reasons that led to the lack of support, the failure and ultimately the murder of the imperial family.

In this historical context, Concordia may have been blind in both eyes. The people involved in the circle of the royal family may have propagated unity to the outside world – as depicted on this type of coin – it was not lived. This is probably also due to a large extent to the emperor’s mother Iulia Mamaea, who apparently found it difficult or difficult to share or give up her existing power.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.