Publia Fulvia Plautilla bis 211 n.Chr.

Silber Denar Rom Publia Fulvia Plautilla 202/205 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 202/205 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 20mm
Gewicht: 3,58g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Kölner Münzkabinett, Köln
Referenz: RIC IV Caracalla 369

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste der Fulvia Plautilla. Die Inschrift lautet: PLAVTILLA AVGVSTA für Plautilla Augusta.

Im April 202 n.Chr. ließ der amtierende Kaiser seinen Sohn Caracalla, wohl gegen seinen Willen, mit Fulvia Plautilla, der Tochter des ehrgeizigen Gaius Fulvius Plautianus, verheiraten. Dabei erhielt Plautilla den Titel Augusta.

Augusta (die Erhabene) ist eine Ehrenbezeichnung, die römische Kaiser ihren Ehefrauen oder nahen weiblichen Verwandten – etwa ihren Müttern, Schwestern, Großmüttern oder Töchtern – verleihen konnten. Sie stellt bis in die Spätantike das weibliche Gegenstück zum Titel Augustus dar, der im Römischen und frühen Byzantinischen Reich einen Bestandteil der Kaisertitulatur bildete. Obwohl nicht mit bestimmten rechtlichen oder politischen Kompetenzen ausgestattet, kam der Augusta-Würde ideologisch große Bedeutung zu. Die Augustae nahmen oft eine besondere, teils sehr machtvolle Stellung am kaiserlichen Hof ein.

Erstmals bekam Livia Drusilla, die langjährige dritte Ehefrau des ersten Kaisers Augustus, durch testamentarische Verfügung des verstorbenen Princeps im Jahr 14 n.Chr. den Namen Augusta verliehen. Aus dem ehrenhalber verliehenen Cognomen Augusta entwickelte sich zunehmend ein Titel der Kaisergattin oder anderer weiblicher Verwandter, der jedoch – wie auch der Augustus-Titel – keinerlei bestimmte rechtliche Kompetenzen verlieh. Auch fortan war der Augusta-Titel bedeutsam, da er in Gestalt der Augusta als Kaiserinmutter (mater principis) eine dynastische Herrschaft legitimieren konnte. Die Verleihung erfolgte durch einen Senatsbeschluss mit Zustimmung des Kaisers, häufig auch auf dessen Betreiben. Anlässe dafür waren vor allem der Herrschaftsantritt des Kaisers, die Eheschließung oder die Geburt eines Nachkommen. Die Augusta war die erste Frau im Staat, was ihr vor allem zeremonielle Würden und Aufgaben einbrachte. Jedoch waren nicht alle Kaisergattinnen Trägerinnen des Titels. Auch konnte die Verleihung abgelehnt werden (recusatio). Ob kaiserliche Frauen diese Ehre erfuhren oder nicht, gibt aber nicht zwingend Aufschluss über ihre politische Bedeutung. Unabhängig von der Verleihung des Titels Augusta wurden im griechischsprachigen Osten des Imperium Romanum Gattinnen oder weibliche Angehörige der Kaiser häufig mit dem ins Griechische übersetzten Namen Sebaste geehrt.

Iulia Domna führte den Augusta-Titel seit Herrschaftsbeginn ihres Gatten Septimius Severus im Jahr 193 n.Chr. Zudem trug sie als zweite Kaiserin nach Faustina Minor ab 195 n.Chr. den Titel einer mater castrorum, der ihr anlässlich ihrer Anwesenheit im Militärlager verliehen und der später zu mater castrorum et senatus et patriae erweitert wurde. Beide Titel wurden fortan parallel zueinander verwendet. Bei Iulia Mamaea, der Mutter des Severus Alexander, wurde die inoffizielle Titulatur einer spanischen Inschrift zufolge zu einer „Mutter des Heerlagers, des Senats, des Vaterlands und des ganzen Menschengeschlechts“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani) gesteigert.

Septimius Severus Sohn Caracalla machte seine Frau Fulvia Plautilla zur Augusta. Nachdem ihr Vater Plautianus von Caracalla des geplanten Mordes an Septimius Severus bezichtigt und getötet worden war, verlor Plautilla jedoch ihren Titel, wurde verbannt und 211 n.Chr. schließlich ermordet. Ihr Name verfiel der damnatio memoriae. Unter den Severern kam zeitweise vor allem der Großmutter und Mutter des Kaisers die Augusta-Würde und außerordentliche politische Bedeutung zu. So führte Iulia Maesa, die Großmutter Kaiser Elagabals, den Augusta-Titel und widmete sich anstelle ihres unmündigen Enkels den Regierungsgeschäften. Elagabals Mutter und die Tochter Maesas, Iulia Soaemias, erlangte den Titel ebenso wie alle drei bezeugten Ehefrauen des Princeps, Iulia Paula, Aquilia Severa und Annia Faustina. Als Kaiserinmutter des Severus Alexander und Augusta übte Iulia Mamaea über die Volljährigkeit ihres Sohnes hinaus großen Einfluss auf die Regentschaft aus. Auch Severus Alexanders Frau Orbiana trug den Augusta-Titel. In severischer Zeit wurde außerdem der Titel sanctissima Augusta geschaffen, den Inschriften etwa für Iulia Maesa, Iulia Mamaea und Orbiana bezeugen und der sich bis zum Ende des 3. Jahrhunderts häufig findet. Zudem dokumentierten die meisten der machtbewussten Augustae des 3. Jahrhunderts ihre außerordentliche Stellung in eigenen Münzen.

Die Haarpracht und Haarmode der Severer Dynastie. Im Vergleich zu den schrillen Frisuren der flavischen und trajanischen Zeit, die keine hundert Jahre zurücklagen, wirkte das Arrangement der gebildeten syrischen Aristokratentochter Iulia Domna an der Seite des Kaisers Septimius Severus kompliziert, jedoch ein wenig statisch. Wie bei vielen ihrer Vorgängerinnen war die Art und Weise, wie die Haare getragen wurden, Teil des programmatischen kaiserlichen Gesamtkonzepts. Ging es doch darum, eine neue, dauerhafte Dynastie zu etablieren, deren Grundsatz der geregelten Verhältnisse sowohl auf familiärer als auf staatlicher Ebene gelten sollte. 

Iulia Domnas vertikal oder horizontal onduliertes Seitenhaar wurde im Bereich des Hinterkopfes von einem überdimensionalen, vertikalen Chignon überdeckt. Gelegentlich trug die Kaiserin auch einen kleineren Haarknoten im Genick, womit sie eine gewisse Solidarität mit ihrer Schwiegertochter Publia Fulvia Plautilla, ihrer Schwester sowie ihren Nichten Iulia Avita Mamaea und Iulia Soaemias Bassiana an den Tag legte. Auch die drei Schwiegertöchter eben jener Iulia Soaemias Bassiana und Gattinnen des Elagabal – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina und Iulia Cornelia Paula – bildeten dabei keine Ausnahme. Dies galt in gleicherweise für Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana als Schwiegertochter der Iulia Avita Mamaea und als Gattin an der Seite des Kaisers Severus Alexander. Allerdings zeigte sich das severische Kaiserhaus auch Experimenten gegenüber aufgeschlossen, was die Entwicklung des Scheitelzopfes enorm vorantrieb.

Bei Plautilla sind vor allem zwei Frisurentypen zu erkennen. Einmal die sogenannte Melonenfrisur, wahrscheinlich eine für die Göttin Artemis erfundene Mode, welche von Mädchen und jungen Frauen bis ins 3. Jahrhundert n.Chr. getragen wurde. Dieser Frisuren Typus stand als Sinnbild für Unschuld, Unberührtheit und Liebreiz. Hierzu würde auch die Assoziation zum Aspekt der Jungfräulichkeit der Artemis passen, welche sie mit größter Hartnäckigkeit bewahrt und verteidigt. Bei Plautilla waren die Haare dabei zentral gescheitelt und die sogenannten Melonenrippen wurden am Hinterkopf zusammengezogen und zu einem Brötchen gedreht. Ein späterer Typus ist die sogenannte Nestfrisur, bei der das Haar gewellt in den Nacken fällt, bedeckt und die Pietas einer Matrone zum Ausdruck bringen soll. Der freie weibliche Nacken war durchaus erotisch besetzt und hatte daher bei einer erwachsenen und vor allem verheirateten Frau bedeckt zu sein. Plautilla soll auch eine spätere Mode eingeführt haben, den sogenannten Totenkopfzopf, bei dem einzelne Zöpfe zu einem breiten Haarband zusammengezogen werden, das über ihren Nacken gefaltet und dann bis zum Nacken gezogen wird – dieser Stil ist auch auf Münzen der Kaiserinnen Otacilia und Etruscilla zu sehen.

Revers:
Zu sehen ist die Göttin Venus nach links stehend. In der rechten Hand hält sie einen Apfel. In der linken Hand hält sie einen Palmzweig, während sie sich mit dem Ellenbogen auf einen Schild stützt. Zu ihren Füßen steht ein behelmter Cupido (Armor). Die Inschrift lautet: VENVS VICTRIX für Venus Victrix (die siegreiche bzw. siegbringende Venus).

Die Annahme, Venus sei ursprünglich eine italische Göttin des Ackerlandes, der Gärten, des Frühlings und als solche eine Göttin von Bauern und Winzern gewesen, wird heute nicht mehr vertreten. Auch für einen frühen Kult sind keine Anzeichen zu finden. Sie hatte keinen eigenen flamen (Priester) und auch in den ältesten Kalendern wird kein Fest der Venus verzeichnet. Seit dem 4. Jahrhundert v.Chr. wurde sie des Öfteren als „Göttin der Liebe“ mit der griechischen Aphrodite gleichgesetzt, deren Kult sich als Venus Erycina von Sizilien, besonders vom Berg Eryx, nach Italien ausbreitete. Der erste archäologische Beweis war der Fund einer Darstellung zusammen mit Persephone auf einem Spiegel aus Praeneste. Sie gelangte zu besonderer Bedeutung als Göttin des latinischen Bundes und hatte als solche Heiligtümer in Lavinium und Ardea.

In Rom hatte sie in alter Zeit besondere Verehrung als Murcia, worin man später fälschlich die „Myrtenfreundin“ (Myrtea) sehen wollte, sowie als Cloacina. Als Venus Libentina oder Venus Lubentina war sie die Göttin der sinnlichen Lust. Die Leichengöttin Venus Libitina wurde mit dieser gleichgesetzt wegen der Namensähnlichkeit. In deren Tempel wurden die zur Bestattung notwendigen Utensilien aufbewahrt und die Totenlisten geführt. Parallel zur Entwicklung der Venus verlief in Kampanien die Gleichsetzung der oskischen Göttin Herentas zu Aphrodite. Der erste stadtrömische Venustempel wurde 295 v.Chr. von Quintus Fabius Maximus Gurges geweiht. Im Jahr 217 v.Chr. nach der Schlacht am Trasimenischen See wurde auf Geheiß der Sibyllinischen Bücher der Venus vom Berg Eryx ein Tempel gelobt und auf dem Kapitol erbaut.

Die Sage, dass Aeneas der Sohn von ihr und Anchises sei, wurde dahingehend erweitert, dass er nach der Zerstörung der Stadt Troja in die mittelitalienische Region Latium ausgewandert sei. Nach dieser Version führte Venus zunächst ihren Sohn zusammen mit dem alten Vater Anchises sicher aus dem untergehenden Troja. Als Göttin der Liebe sorgte sie anschließend dafür, dass sich die karthagische Königin Dido in Aeneas verliebte und ihm Zuflucht gewährte. Auch in der entscheidenden Schlacht gegen Turnus griff sie auf Seiten ihres Sohnes ein und brachte diesem seinen Speer zurück. Ein Bildnis von ihr soll Aeneas mit nach Lavinium gebracht haben.

Neben den vielen Formen der Verehrung, die Venus genoss und die dem griechischen Aphroditekult entsprachen, hat sie eine besondere Bedeutung als Venus genetrix, das heißt als Stammmutter des römischen Volkes durch ihren Sohn Aeneas (Aeneadum genetrix). Speziell das Geschlecht der Iulier, das seine Abstammung von ihrem Enkel Iulus, dem Sohn des Aeneas, herleitete, verehrte sie als Stammmutter. In diesem Sinn errichtete ihr Iulius Caesar als Venus genetrix auf dem von ihm angelegten Forum 46 v.Chr. einen prächtigen Tempel, bei dem alljährlich elftägige Spiele gefeiert wurden (Veneralien). Auch Gaius Octavius, genannt Augustus, bezog sich auf sie, was dadurch deutlich wird, dass am Fuß der Panzerstatue von Primaporta, die den Princeps zeigt, ein Delphin (das der Venus zugeordnete Tier) dargestellt ist. Als Stammmutter des ganzen römischen Volkes war ihr zusammen mit Roma von Hadrian der 135 n.Chr. vollendete Doppeltempel der Venus und der Roma in der Nähe des Kolosseums (später templum Urbis Romae genannt) geweiht, von dem heute nur noch Ruinen vorhanden sind.

Hintergrund:
Die Venus Victrix ist im alten Rom die Form der Göttin Venus als Siegerin oder „als die-Sieg-bringende“. Besonders Pompeius Magnus feierte seine Militärischen Erfolge zu ihren Ehren. Inspiriert wurde dies wohl durch die bewaffnete Aphrodite (nikephoros, die den Sieg trägt), welche in bestimmten östlichen Regionen des antiken Griechenlands die Akropolis beschützte. In Rom wurde die siegreiche Venus vor allem im dritten Jahrhundert v.Chr. in den Kriegen gegen Karthago vermehrt angerufen. 

Iulius Caesar führte die Abstammung seiner Familie und damit auch seine eigene von der Venus ab (Venus Genitrix). Pompeius als sein Widersacher seinerseits identifizierte sein ruhmreiches Schicksal mit der Venus Victrix um damit auch den Schutz der Venus in der geheimen Rivalität zu beanspruchen. Nach seinem Sieg im Krieg gegen Mithridates 55 v.Chr. feierte Pompeius seinen Triumph „de orbi universo“ (über die ganze Welt) und ließ einen Tempel für die siegreiche Venus erbauen, welcher leider nicht mehr erhalten ist.

Das Heiligtum der Venus Victrix stand auf dem Kapitol, welches wahrscheinlich im Krieg gegen die Samniter entstanden ist. Ihre Festtage waren der 12. August und 09. Oktober, wobei am letzteren Datum ein jährliches Opfer gebracht wurde. Gleichzeitig wurde an diesen Tagen auch Victoria gehuldigt, welche die Römer eng mit Venus Victrix verbanden.

Auf dem Münzbild der Fulvia Plautilla handelt es sich allerdings sicher nicht um die „militärische“ Venus Victrix. In meiner Sammlung befindet sich ein Antoninian des Caracalla mit der siegreichen bzw. siegbringenden Göttin (RIC IV Caracalla 311b) – hier wird die militärische Komponente durch das Attribut einer Victoriola hervorgehoben. Auf dem Denar der Plautilla sehen wir die Venus Victrix mit einem Cupido (Armor). 

Die siegreiche oder siegbringende Venus Victrix ist hier als ein Sieg der „Liebe“ zwischen den vermählten Plautilla und Caracalla zu deuten. Wenn man so möchte: auf dass der Pfeil des Amors die beiden Eheleute treffe und eine fruchtbare Verbindung daraus hervor gehen möge. Immerhin war sie die Göttin der Liebe, Schönheit, Sexualität und Fruchtbarkeit. Diese Propaganda sollte sicherlich auch das Volk beruhigen, denn das Caracalla mit der Heirat Plautillas nicht einverstanden war, dürfte sich auch bei den Bürgern Roms herumgesprochen haben. 

Leider hatte Venus und Armor wohl beide Augen zu, denn die Eheverbindung wurde bereits 205 n.Chr. wieder aufgelöst, nachdem Caracalla mit Hilfe seines ehemaligen Erziehers Euodus eine Intrige gegen ihren Vater Plautianus anzettelte. Dieser wurde schließlich im Januar des Jahres getötet und Plautilla dabei mit ihrem Bruder auf die Insel Lipari verbannt. Keine sechs Jahre später, nun Kaiser von Rom, erinnerte sich Caracalla an seine ehemalige Ehefrau und ließ sie 211 n.Chr. im Exil töten.

Quellen:
* Wikipedia: Fulvia Plautilla
* Wikipedia: Caracalla
* Wikipedia: Venus
* Wikipedia: Augusta
* Wikipedia: Gaius Fulvius Plautianus
* Ludwig Preller: Römische Mythologie, Venus Victrix
* Feminae: römische Frisuren der römischen Frauen
* Peter Robert Franke, Ilse Paar: die antiken Münzen der Sammlung Heynen

Obverse:
Visible is the draped bust of Fulvia Plautilla facing right. The inscription reads: PLAVTILLA AVGVSTA for Plautilla Augusta.

In April 202 AD the reigning emperor had his son Caracalla, probably against his will, married to Fulvia Plautilla, the daughter of the ambitious Gaius Fulvius Plautianus. Plautilla received the title of Augusta.

Augusta (the sublime) is a title of honor that Roman emperors could bestow on their wives or close female relatives – such as their mothers, sisters, grandmothers or daughters. Until late antiquity it represented the female counterpart to the title Augustus, which was part of the imperial title in the Roman and early Byzantine Empires. Although not endowed with specific legal or political powers, the Augustan dignity was of great ideological importance. The Augustae often held a special, sometimes very powerful position at the imperial court.

For the first time, Livia Drusilla, the longtime third wife of the first Emperor Augustus, was granted a will by the deceased Princeps in 14 AD given the name Augusta. From the honorary cognomen Augusta, a title of the emperor’s wife or other female relatives increasingly developed, which, however – like the Augustus title – did not confer any specific legal powers. The Augusta title was also significant from then on, since it could legitimize dynastic rule in the form of Augusta as Empress Mother (mater principis). The award was made by a Senate decision with the consent of the emperor, often at his instigation. The main reasons for this were the emperor’s accession to power, marriage or the birth of a descendant. The Augusta was the first woman in the state, which above all brought her ceremonial dignities and duties. However, not all imperial wives were holders of the title. The award could also be rejected (recusatio). Whether imperial women received this honor or not does not necessarily provide information about their political importance. Irrespective of the granting of the title Augusta, in the Greek-speaking east of the Roman Empire, wives or female relatives of the emperors were often honored with the name Sebaste, translated into Greek.

Iulia Domna held the Augusta title from the beginning of her husband Septimius Severus‘ reign in 193 AD. In addition, she was the second empress after Faustina Minor from 195 AD the title of mater castrorum, given to her on the occasion of her presence in the military camp and later extended to mater castrorum et senatus et patriae. From then on, both titles were used in parallel. In the case of Iulia Mamaea, the mother of Severus Alexander, the unofficial title was increased according to a Spanish inscription to a „mother of the army camp, the senate, the fatherland and the entire human race“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani).

Septimius Severus son Caracalla made his wife Fulvia Plautilla Augusta. However, after her father Plautianus was accused by Caracalla of planning the murder of Septimius Severus and killed, Plautilla lost her title, was banished and in 211 AD eventually murdered. Her name fell into damnatio memoriae. At times, under the Severans, the grandmother and mother of the emperor in particular held the Augusta dignity and extraordinary political importance. Iulia Maesa, the grandmother of Emperor Elagabalus, held the Augusta title and devoted herself to government affairs in place of her underage grandson. Elagabalus’s mother and Maesa’s daughter, Iulia Soaemias, attained the title, as did all three of the princeps‘ attested wives, Iulia Paula, Aquilia Severa, and Annia Faustina. As Empress Dowager of Severus Alexander and Augusta, Iulia Mamaea exercised great influence on the regency after her son had come of age. Severus Alexander’s wife Orbiana also held the Augusta title. In the Severan period, the title sanctissima Augusta was also created, which inscriptions attest to for example for Iulia Maesa, Iulia Mamaea and Orbiana and which is frequently found up to the end of the 3rd century. In addition, most of the power-conscious Augustae of the 3rd century documented their extraordinary position in their own coins.

The head of hair and hair fashion of the Severan dynasty. Compared to the flamboyant hairstyles of the Flavian and Trajanic periods, less than a hundred years ago, the arrangement of the educated Syrian aristocrat’s daughter Iulia Domna at the side of Emperor Septimius Severus seemed complicated, if a little static. As with many of her predecessors, the manner in which the hair was worn was part of the overall imperial programmatic concept. After all, it was about establishing a new, permanent dynasty, whose principle of regulated relationships should apply both to the family and to the state level.

Iulia Domna’s vertically or horizontally undulated side hair was covered by an oversized, vertical chignon at the back of the head. Occasionally, the empress also wore a smaller bun at the nape of her neck, showing a certain solidarity with her daughter-in-law Publia Fulvia Plautilla, her sister and her nieces Iulia Avita Mamaea and Iulia Soaemias Bassiana. The three daughters-in-law of the same Iulia Soaemias Bassiana and wives of Elagabalus – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina and Iulia Cornelia Paula – were no exception. The same applied to Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana as daughter-in-law of Iulia Avita Mamaea and as wife at the side of Emperor Severus Alexander. However, the Severan imperial family was also open to experiments, which gave enormous impetus to the development of the crown braid.

At Plautilla, two hairstyle types can be recognized in particular. First the so-called melon hairstyle, probably a fashion invented for the goddess Artemis, which was worn by girls and young women up to the 3rd century AD was carried. This hairstyle type was a symbol of innocence, virginity and charm. The association with the aspect of Artemis‘ virginity, which she preserves and defends with the greatest stubbornness, would also fit in with this. Plautilla’s hair was parted centrally and the so-called melon ribs were pulled together at the back of the head and twisted into a bun. A later type is the so-called nest hairstyle, in which the wavy hair falls on the nape of the neck, covered and intended to express the pietas of a matron. The free female neck was definitely erotically occupied and therefore had to be covered in a grown-up and, above all, married woman. Plautilla is also said to have introduced a later fashion, the so-called skull braid, in which individual braids are gathered into a wide band of hair that is folded over her nape and then pulled down to the nape of her neck – this style is also seen on coins of Empresses Otacilia and Etruscilla.

Reverse:
The goddess Venus can be seen standing to the left. In her right hand she holds an apple. In her left hand she holds a palm branch while leaning on a shield with her elbow. At her feet stands a helmeted Cupid (Armor). The inscription reads: VENVS VICTRIX for Venus Victrix (the victorious Venus).

The assumption that Venus was originally an Italic goddess of arable land, gardens, spring and as such a goddess of farmers and winegrowers is no longer held today. There are also no signs of an early cult. She had no flamen (priest) of her own, and even the oldest calendars do not record a festival of Venus. Since the 4th century BC she was often equated with the Greek Aphrodite as the „goddess of love“, whose cult spread from Sicily, especially from Mount Eryx, to Italy as Venus Erycina. The first archaeological evidence was the discovery of a depiction together with Persephone on a mirror from Praeneste. She attained special prominence as the goddess of the Latin League, and as such had sanctuaries in Lavinium and Ardea.

In ancient times in Rome she had special veneration as Murcia, in which one later mistakenly wanted to see the „myrtle friend“ (Myrtea), and as Cloacina. As Venus Libentina or Venus Lubentina, she was the goddess of sensual lust. The corpse goddess Venus Libitina was equated with this because of the similarity in name. The utensils needed for burial were kept in their temple and the lists of the dead were kept. Parallel to the development of Venus, the Oscan goddess Herentas was equated with Aphrodite in Campania. The first urban Roman temple to Venus was built in 295 BC consecrated by Quintus Fabius Maximus Gurges. In the year 217 BC after the Battle of Lake Trasimeno, at the behest of the Sibylline Books of Venus, a temple was sworn to by Mount Eryx and built on the Capitol.

The legend that Aeneas was the son of her and Anchises was expanded to mean that he emigrated to the central Italian region of Lazio after the destruction of the city of Troy. According to this version, Venus first led her son safely out of the sinking Troy together with the old father Anchises. As the goddess of love, she then made sure that the Carthaginian queen Dido fell in love with Aeneas and gave him refuge. Also in the decisive battle against Turnus she intervened on the side of her son and brought his spear back to him. Aeneas is said to have brought a portrait of her to Lavinium.

In addition to the many forms of worship that Venus enjoyed and that corresponded to the Greek cult of Aphrodite, she has a special meaning as Venus genetrix, that is, as the progenitor of the Roman people through her son Aeneas (Aeneadum genetrix). Especially the Iulier family, who traced their descent from their grandson Iulus, the son of Aeneas, revered her as their progenitor. In this sense Iulius Caesar erected her as Venus genetrix on the forum created by him in 46 BC a magnificent temple where eleven-day games were celebrated every year (venerals). She was also referred to by Gaius Octavius, called Augustus, as evidenced by the depiction of a dolphin (the animal associated with Venus) at the base of the armored statue of Primaporta depicting the princeps. As the progenitor of the entire Roman people, she, together with Roma, was inherited from Hadrian in 135 AD completed double temple dedicated to Venus and Roma near the Colosseum (later called templum Urbis Romae), of which only ruins remain today.

Background:
In ancient Rome, Venus Victrix is ​​the form of the goddess Venus as victor or „as the one who brings victory“. Especially Pompeius Magnus celebrated his military successes in their honor. This was probably inspired by the armed Aphrodite (nikephoros carrying victory) who protected the Acropolis in certain eastern regions of ancient Greece. In Rome, the victorious Venus was mainly in the third century BC increasingly invoked in the wars against Carthage.

Iulius Caesar traced the descent of his family and thus his own from Venus (Venus Genitrix). Pompey, as his adversary, identified his glorious destiny with Venus Victrix in order to claim Venus‘ protection in the secret rivalry. After his victory in the war against Mithridates in 55 BC Pompeius celebrated his triumph „de orbi universo“ (over the whole world) and had a temple built for the victorious Venus, which unfortunately has not been preserved.

The sanctuary of Venus Victrix stood on the Capitol, which was probably built during the war against the Samnites. Her feast days were August 12 and October 9, with an annual sacrifice being made on the latter date. At the same time, homage was also paid to Victoria, who closely connected the Romans with Venus Victrix.

However, the coin image of Fulvia Plautilla is certainly not the “military” Venus Victrix. In my collection there is an Antoninian of Caracalla with the victorious or victorious goddess (RIC IV Caracalla 311b) – here the military component is emphasized by the attribute of a Victoriola. On the denarius of Plautilla we see Venus Victrix with a Cupid (Armor).

The victorious or victorious Venus Victrix is ​​to be interpreted here as a victory of „love“ between the married Plautilla and Caracalla. If you like: may the arrow of Cupid hit the two spouses and a fruitful connection may result. After all, she was the goddess of love, beauty, sexuality and fertility. This propaganda was certainly intended to reassure the people, because word of Caracalla’s disagreement with Plauilla’s marriage should have gotten around to the citizens of Rome as well.

Unfortunately, Venus and Armor probably had both eyes shut, because the marriage was already 205 AD dissolved again after Caracalla, with the help of his former tutor Euodus, instigated an intrigue against her father Plautianus. He was finally killed in January of that year and Plautilla was banished to the island of Lipari with her brother. Less than six years later, now Emperor of Rome, Caracalla remembered his former wife and had her married in 211 AD kill in exile.

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