Iulia Domna bis 217 n.Chr.

Silber Denar Rom Iulia Domna 214 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 214 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 19mm
Gewicht: 3,37g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Künker Poinsignon Numismatique, Strassbourg
Referenz: RIC IV Caracalla 373a

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste der Iulia Domna. Die Inschrift lautet: IVLIA PIA FELIX AVG für Iulia Pia Felix Augusta.

Ihr Ehemann und Kaiser Septimius Severus wurde bereits im April 193 n.Chr. von seinen Truppen als Augustus ausgerufen. Iulia Domna erhielt den Titel erst nach dem Sieg des Severus über Didius Iulianus im Herbst des gleichen Jahres. Nach Langfords These wollte Severus nicht zu viel Aufmerksamkeit auf seine Frau lenken, um sein Vorhaben einer Dynastiegründung vor dem Senat zu verschleiern. Denn wegen der anderen Kaiser war Severus Machtstellung anfangs noch prekär, weshalb er die Unterstützung des Senats dringend benötigte. Erst nachdem sein letzter Konkurrent, Clodius Albinus, besiegt war, konzentrierte sich Severus darauf, seine Herrschaft zu festigen. Langfords Erklärung wird dadurch gestützt, dass im selben Jahr, in dem Albinus getötet wurde, die ersten Münzprägungen mit der Legende IVLIA DOMNA AVG erschienen.

Eine weitere Besonderheit war die veränderte Legendentitulatur ab dem Jahr 196 n.Chr. Während Iulia Domna bis zu diesem Jahr als IVLIA DOMNA AVG bezeichnet wurde, veränderte sich ihre Legende ab 196 n.Chr. zu IVLIA AVGVSTA. Dies wird begründet mit der Ernennung Caracallas als Caesar und Thronfolger im Jahr 196 n.Chr. Die Person der Kaiserin trat hinter ihre Funktion als Frau des Kaisers und Mutter des Thronfolgers zurück. Nach dem Tod des Septimius Severus 211 n.Chr. übernahm Iulia Domna wieder vermehrt Regierungsaufgaben ihres Sohnes Caracalla statt und vollzog abermals eine Wandlung von der Mutter hin zur Kaisermutter. Erneut wechselte die Legendeninschrift und Titulatur von AVGVSTA zu AVG.

Augusta (die Erhabene) ist eine Ehrenbezeichnung, die römische Kaiser ihren Ehefrauen oder nahen weiblichen Verwandten – etwa ihren Müttern, Schwestern, Großmüttern oder Töchtern – verleihen konnten. Sie stellt bis in die Spätantike das weibliche Gegenstück zum Titel Augustus dar, der im Römischen und frühen Byzantinischen Reich einen Bestandteil der Kaisertitulatur bildete. Obwohl nicht mit bestimmten rechtlichen oder politischen Kompetenzen ausgestattet, kam der Augusta-Würde ideologisch große Bedeutung zu. Die Augustae nahmen oft eine besondere, teils sehr machtvolle Stellung am kaiserlichen Hof ein.

Erstmals bekam Livia Drusilla, die langjährige dritte Ehefrau des ersten Kaisers Augustus, durch testamentarische Verfügung des verstorbenen Princeps im Jahr 14 n.Chr. den Namen Augusta verliehen. Aus dem ehrenhalber verliehenen Cognomen Augusta entwickelte sich zunehmend ein Titel der Kaisergattin oder anderer weiblicher Verwandter, der jedoch – wie auch der Augustus-Titel – keinerlei bestimmte rechtliche Kompetenzen verlieh. Auch fortan war der Augusta-Titel bedeutsam, da er in Gestalt der Augusta als Kaiserinmutter (mater principis) eine dynastische Herrschaft legitimieren konnte. Die Verleihung erfolgte durch einen Senatsbeschluss mit Zustimmung des Kaisers, häufig auch auf dessen Betreiben. Anlässe dafür waren vor allem der Herrschaftsantritt des Kaisers, die Eheschließung oder die Geburt eines Nachkommen. Die Augusta war die erste Frau im Staat, was ihr vor allem zeremonielle Würden und Aufgaben einbrachte. Jedoch waren nicht alle Kaisergattinnen Trägerinnen des Titels. Auch konnte die Verleihung abgelehnt werden (recusatio). Ob kaiserliche Frauen diese Ehre erfuhren oder nicht, gibt aber nicht zwingend Aufschluss über ihre politische Bedeutung. Unabhängig von der Verleihung des Titels Augusta wurden im griechischsprachigen Osten des Imperium Romanum Gattinnen oder weibliche Angehörige der Kaiser häufig mit dem ins Griechische übersetzten Namen Sebaste geehrt.

Iulia Domna führte den Augusta-Titel seit Herrschaftsbeginn ihres Gatten Septimius Severus im Jahr 193 n.Chr. Zudem trug sie als zweite Kaiserin nach Faustina Minor ab 195 n.Chr. den Titel einer mater castrorum, der ihr anlässlich ihrer Anwesenheit im Militärlager verliehen und der später zu mater castrorum et senatus et patriae erweitert wurde. Beide Titel wurden fortan parallel zueinander verwendet. Bei Iulia Mamaea, der Mutter des Severus Alexander, wurde die inoffizielle Titulatur einer spanischen Inschrift zufolge zu einer „Mutter des Heerlagers, des Senats, des Vaterlands und des ganzen Menschengeschlechts“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani) gesteigert.

Septimius Severus Sohn Caracalla machte seine Frau Fulvia Plautilla zur Augusta. Nachdem ihr Vater Plautianus von Caracalla des geplanten Mordes an Septimius Severus bezichtigt und getötet worden war, verlor Plautilla jedoch ihren Titel, wurde verbannt und 211 n.Chr. schließlich ermordet. Ihr Name verfiel der damnatio memoriae. Unter den Severern kam zeitweise vor allem der Großmutter und Mutter des Kaisers die Augusta-Würde und außerordentliche politische Bedeutung zu. So führte Iulia Maesa, die Großmutter Kaiser Elagabals, den Augusta-Titel und widmete sich anstelle ihres unmündigen Enkels den Regierungsgeschäften. Elagabals Mutter und die Tochter Maesas, Iulia Soaemias, erlangte den Titel ebenso wie alle drei bezeugten Ehefrauen des Princeps, Iulia Paula, Aquilia Severa und Annia Faustina. Als Kaiserinmutter des Severus Alexander und Augusta übte Iulia Mamaea über die Volljährigkeit ihres Sohnes hinaus großen Einfluss auf die Regentschaft aus. Auch Severus Alexanders Frau Orbiana trug den Augusta-Titel. In severischer Zeit wurde außerdem der Titel sanctissima Augusta geschaffen, den Inschriften etwa für Iulia Maesa, Iulia Mamaea und Orbiana bezeugen und der sich bis zum Ende des 3. Jahrhunderts häufig findet. Zudem dokumentierten die meisten der machtbewussten Augustae des 3. Jahrhunderts ihre außerordentliche Stellung in eigenen Münzen.

Pia ist die weibliche Form für Pius und steht für die Fromme (Gottesfürchtige), Tugendhafte, Rechtschaffene sowie pflichtbewusst, gewissenhaft und treu. Felix bedeutet „vom Glück begünstigt“, „glücklich“, „erfolgreich“, oder „der Glückliche“.

Die Haarpracht und Haarmode der Severer Dynastie. Im Vergleich zu den schrillen Frisuren der flavischen und trajanischen Zeit, die keine hundert Jahre zurücklagen, wirkte das Arrangement der gebildeten syrischen Aristokratentochter Iulia Domna an der Seite des Kaisers Septimius Severus kompliziert, jedoch ein wenig statisch. Wie bei vielen ihrer Vorgängerinnen war die Art und Weise, wie die Haare getragen wurden, Teil des programmatischen kaiserlichen Gesamtkonzepts. Ging es doch darum, eine neue, dauerhafte Dynastie zu etablieren, deren Grundsatz der geregelten Verhältnisse sowohl auf familiärer als auf staatlicher Ebene gelten sollte. 

Iulia Domnas vertikal oder horizontal onduliertes Seitenhaar wurde im Bereich des Hinterkopfes von einem überdimensionalen, vertikalen Chignon überdeckt. Gelegentlich trug die Kaiserin auch einen kleineren Haarknoten im Genick, womit sie eine gewisse Solidarität mit ihrer Schwiegertochter Publia Fulvia Plautilla, ihrer Schwester sowie ihren Nichten Iulia Avita Mamaea und Iulia Soaemias Bassiana an den Tag legte. Auch die drei Schwiegertöchter eben jener Iulia Soaemias Bassiana und Gattinnen des Elagabal – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina und Iulia Cornelia Paula – bildeten dabei keine Ausnahme. 

Dies galt in gleicherweise für Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana als Schwiegertochter der Iulia Avita Mamaea und als Gattin an der Seite des Kaisers Severus Alexander. Allerdings zeigte sich das severische Kaiserhaus auch Experimenten gegenüber aufgeschlossen, was die Entwicklung des Scheitelzopfes enorm vorantrieb.

Die rundplastischen Bildnisse zeigen die Kaiserin mit einem kleinen, kugeligen Kopf, einem rundlichen Gesicht mit weichen Zügen und zartem Teint, breitem Mund mit schmalen Lippen und großen Augen, die von markanten Brauenbögen überspannt werden. Bildnisse der Iulia Domna wurden etwa ein Vierteljahrhun­dert lang angefertigt, in der Regierungszeit ihres Mannes und Sohnes und kurz nach ihrem Tode. Alle vor ca. 205 n.Chr. entstandenen Portraits gehören dem ersten Typus an („Typus Gabii“), der zu Beginn der Herrschaft des Severus kreiert wurde. Um 205 n.Chr. wurde der zweite Typus („Typus Leptis“) eingeführt, der allmählich die frühere Bildnisfassung verdrängte.

Ein Alterungsprozess ist den Bildern der Kaiserin nur sehr eingeschränkt anzusehen. Die Münzen mit dem ersten Portraittypus zeigen Iulia betont jugendlich. Auf den späteren Münzen sind die physiognomischen Merkmale der Kaiserin (die buschigen Brauenbögen, die leicht gebogene Nase, das spitze Kinn) markanter wiedergegeben. Lediglich die nach ihrem Tode geprägten Münzen zeigen die Kaiserin mit eingefallenen Zügen.

Die beste Vorstellung davon, wie die Kaiserin gesehen werden sollte, geben die in Rom herausgegebenen Münzen. Für Iulia Domna wurden mehr Münztypen entworfen als für jede andere Kaiserin. Die Thematik der Reversbilder schließt an die aus der Zeit der Antoninen an. Münzen mit dem Brustbild der Kaiserin auf der Vorderseite zeigen auf der Rückseite Figuren der Göttinnen Venus, Ceres, Juno, Diana, Vesta, Roma, Kybele und Isis oder zahlreicher Personifikationen, von denen die meisten Glück und Wohlstand oder verbindliche Verhaltensnormen thematisieren: Fortuna (Glück), Felicitas (Glückseligkeit), Hilaritas (Fröhlichkeit), Fecunditas (Fruchtbarkeit), Pietas (Frömmigkeit), Concordia (Eintracht), Pudicitia (angemessenes Verhalten) und andere mehr. Von den Göttinnen wird Venus am variantenreichsten dargestellt. Beischriften bezeichnen sie als Venus Victrix (Siegerin), Genetrix (Stammmutter) und Felix (die Glückbringende).

Durch die Verbindung der Bilder von Vorder-­ und Rückseite wird eine reziproke Beziehung hergestellt: Die Rückseitenbilder machen Aussagen über die Qualitäten und die Stellung der Kaiserin, rühmen sie, visualisieren Wünsche, Hoffnungen und Erwartungen.

Revers:
Zu sehen ist die Göttin Diana nach links stehend. Sie trägt eine Fackel in beiden Händen. Die Inschrift lautet DIANA LVCIFERA für Diana Lucifera.

Diana ist in der römischen Mythologie die Göttin der Jagd, des Mondes und der Geburt, Beschützerin der Frauen und Mädchen. Ihr entspricht die Artemis in der griechischen Mythologie. Als Varianten ihres Namens erscheinen auch Iana, Deana und Diviana. Abgeleitet wird der Name vom lateinischen dius („taghell“, „leuchtend“) und einer entsprechenden indogermanischen Wurzel dei- mit der Bedeutung „glänzen“, „schimmern“, „scheinen“, von der sich auch Götterbezeichnungen wie griechisch Dios für Zeus und lateinisch Deus („Gott“) herleiten lassen. Dementsprechend wird Diana nicht als eine ursprüngliche Mondgöttin angesehen, sondern als „die Leuchtende“, die dann als Gegenpart zur Sonnengottheit Apollo/Sol zur Mondgottheit neben Luna, der eigentlichen Mondgöttin, wird.

Diana ist ursprünglich eine italische Gottheit. Ihr bedeutendstes Heiligtum (Dianium) befand sich in den Albaner Bergen bei Aricia am Nemisee, dem speculum Dianae, dem „Spiegel der Diana“. Die Diana Nemorensis wurde dort zusammen mit Egeria und Virbius, zwei untergeordneten Gottheiten, verehrt. Das Heiligtum war gut besucht. Daher die zahlreichen Bettler, die Martial mehrfach erwähnt, die sich dort beim clivus Virbi versammelten. Es war auch so gut ausgestattet, dass Oktavian sich vom Tempel in Nemi ein Darlehen nahm.

Hauptheiligtum der Diana in Rom war ihr Tempel auf dem Aventin, der nach der Überlieferung von Servius Tullius gegründet worden war. Noch zur Zeit des Dionysios von Halikarnassos war die auf einer bronzenen Säule aufgezeichnete Stiftungsurkunde erhalten. Das Heiligtum wird darin als „Dianatempel des Latinerbundes“ bezeichnet. Das Stiftungsfest an den Kalenden des Sextilis (1. August) stimmt mit dem des Heiligtums von Nemi überein. An diesem Tag war ein Festtag der römischen Sklaven (servorum dies) und die römischen Frauen wuschen und pflegten ihr Haar besonders. Dann zogen sie fackeltragend in einer Prozession zum Hain der Göttin von Nemi.

Ein Tempel der Diana-Artemis wurde von Marcus Aemilius Lepidus in einer Schlacht gegen die Ligurer 187 v.Chr. gelobt und acht Jahre später am Circus Flaminius geweiht. Dieser Tempel wurde von Oktavian nach dem Sieg über Sextus Pompeius in der Seeschlacht von Naulochoi 36 v.Chr. restauriert. Gleichzeitig restaurierte Lucius Cornificius den Dianatempel auf dem Aventin, der daher Tempel der Diana Cornificiana genannt wurde. Augustus weihte 28 v.Chr. seinen Apollotempel auf dem Palatin auch der Diana Victrix (der „sieghaften Diana“), die Säkularfeiern des Jahres 17 v.Chr. wurden unter den Schirm der Geschwister Apoll und Diana gestellt und in der Kaiserzeit gab es Widmungen für Diana Augusta (die „erhabene/kaiserliche Diana“). So war Diana schließlich völlig in den Rahmen kaiserlicher Propaganda integriert.

Ursprünglich scheint Diana hauptsächlich eine Helferin der Frauen bei der Niederkunft gewesen zu sein. Als eine Göttin des „Draußen“ bewahrte sie die Frauen vor dessen Gefahren, also vor allem vor dämonischen Anfechtungen während der Geburt. Ihre Rolle als Helferin bei der Geburt drückte sich auch in ihrem Beinamen Lucina aus, den sie mit Juno, der anderen Geburtshelferin teilte: sie war diejenige, die das Kind ans Licht brachte, es das „Licht der Welt“ erblicken ließ. Ihre Bedeutung als Göttin der Frauen und Geburtshelferin (obstetrix) wird belegt durch zahlreiche sich auf Geburt und Fruchtbarkeit beziehende Votivgaben, die man in Nemi gefunden hat, z. B. Vulven, Phalli, Mütter mit Säuglingen etc.

Dargestellt wird sie oft als jugendliche Jägerin mit Köcher und Bogen, Jagdstiefeln oder mit einer Fackel.

In der römischen Mythologie wurde Lucifer als poetische Bezeichnung für den Morgenstern, also den Planeten Venus verwendet. Es handelt sich hierbei um die wörtliche Übersetzung der griechischen Ausdrücke Phosphoros (Lichtbringer) bzw. Eosphoros (Bringer der Morgenröte), die etwa in Homers Odyssee oder Hesiods Theogonie auftauchten. Lucifer wird auch mit der Göttin Venus in Verbindung gebracht.

Hintergrund:
Der Kultus der Diana Lucifera, lateinische Göttin des Lichtes oder auch Bringerin des Lichts, wurde an Artemis (der griechischen Jagdgöttin) und Selene (der griechischen Mondgöttin), angeglichen und auch mit der Mondgöttin Luna assimiliert. Ihre Rolle als Mondgöttin und Symbol der Mondphasen, wie sie auf den einfachen Menschen angewendet wird, wird von der homerischen Hymne abgedeckt. Die spezifische Genealogie von Artemis und Selene wird in Hesiods „Pseudo Apollodorus“ verdeutlicht.

Genealogisch ist sie damit die Tochter der Titanen und eine der drei primären Gottheiten, die mit den Mondphasen verbunden sind, insbesondere Helios/Apollo. So wie Apollo den Sonnenwagen fährt, fuhr Selene den Mondwagen. Dies ist wahrscheinlich die Wurzel für die Darstellung der Fackel. Allerdings könnte es hier auch eine Verbindung zu Artemis Phosphoros geben, welche mit ihrem Licht der Fackel den Menschen das Licht bringt.

Das Epitheton Lucifera wird aber noch von anderen Lichtgottheiten getragen, z.B. von Luna. Es gibt eine Reihe von Gottheiten, welche Fackeln tragen und griechisch als Dadophoroi (Fackelträger) bezeichnet werden.

Die Führung der profanen Regierungsgeschäfte überließ Caracalla, der ganz im soldatischen Leben aufging, seiner klugen und ehrgeizigen Mutter Iulia Domna und überschüttete sie mit Ehrungen, wozu auch zahlreiche qualitätsvolle Medaillons und Münzprägungen – wie dieser Münztyp – gehörten.

Quellen:
* Wikipedia: Iulia Domna
* Wikipedia: Diana
* Wikipedia: Lucifer
* Wikipedia: Augusta
* Feminae: römische Frisuren der römischen Frauen
* Peter Robert Franke, Ilse Paar: die antiken Münzen der Sammlung Heynen
* Marion Meyer: Braut des besten Mannes, Mutter des besten Kindes, assyrische Göttin der Liebe, nie untergehender Mond
* Sarah Meinzer: Die Glorifizierung von Julia Domnas Mutterschaft zugunsten der Herrschaftsprogrammatik von Septimius Severus

Obverse:
You can see the draped bust of Iulia Domna facing right. The inscription reads: IVLIA PIA FELIX AVG for Iulia Pia Felix Augusta.

Her husband and emperor Septimius Severus was already in April 193 AD proclaimed by his troops as Augustus. Iulia Domna received the title only after Severus defeated Didius Iulianus in the autumn of the same year. According to Langford’s thesis, Severus didn’t want to draw too much attention to his wife in order to obscure his plan to found a dynasty in front of the Senate. Because of the other emperors, Severus‘ position of power was initially precarious, which is why he urgently needed the support of the Senate. Only after his last competitor, Clodius Albinus, was defeated did Severus focus on consolidating his rule. Langford’s explanation is supported by the fact that the first coins bearing the legend IVLIA DOMNA AVG appeared in the same year that Albinus was killed.

Another special feature was the changed legend title from 196 AD. While Iulia Domna was referred to as IVLIA DOMNA AVG up to this year, her legend changed from 196 AD to IVLIA AVGVSTA. This is justified by the appointment of Caracalla as Caesar and heir to the throne in 196 AD. The person of the empress took a back seat to her function as wife of the emperor and mother of the heir to the throne. After the death of Septimius Severus in 211 AD Iulia Domna took over more of her son Caracalla’s government duties and once again completed a transformation from mother to emperor mother. Again the legend inscription and title changed from AVGVSTA to AVG.

Augusta (the sublime) is a title of honor that Roman emperors could bestow on their wives or close female relatives – such as their mothers, sisters, grandmothers or daughters. Until late antiquity it represented the female counterpart to the title Augustus, which was part of the imperial title in the Roman and early Byzantine Empires. Although not endowed with specific legal or political powers, the Augustan dignity was of great ideological importance. The Augustae often held a special, sometimes very powerful position at the imperial court.

For the first time, Livia Drusilla, the longtime third wife of the first Emperor Augustus, was granted a will by the deceased Princeps in 14 AD given the name Augusta. From the honorary cognomen Augusta, a title of the emperor’s wife or other female relatives increasingly developed, which, however – like the Augustus title – did not confer any specific legal powers. The Augusta title was also significant from then on, since it could legitimize dynastic rule in the form of Augusta as Empress Mother (mater principis). The award was made by a Senate decision with the consent of the emperor, often at his instigation. The main reasons for this were the emperor’s accession to power, marriage or the birth of a descendant. The Augusta was the first woman in the state, which above all brought her ceremonial dignities and duties. However, not all imperial wives were holders of the title. The award could also be rejected (recusatio). Whether imperial women received this honor or not does not necessarily provide information about their political importance. Irrespective of the granting of the title Augusta, in the Greek-speaking east of the Roman Empire, wives or female relatives of the emperors were often honored with the name Sebaste, translated into Greek.

Iulia Domna held the Augusta title from the beginning of her husband Septimius Severus‘ reign in 193 AD. In addition, she was the second empress after Faustina Minor from 195 AD the title of mater castrorum, given to her on the occasion of her presence in the military camp and later extended to mater castrorum et senatus et patriae. From then on, both titles were used in parallel. In the case of Iulia Mamaea, the mother of Severus Alexander, the unofficial title was increased according to a Spanish inscription to a „mother of the army camp, the senate, the fatherland and the entire human race“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani).

Septimius Severus son Caracalla made his wife Fulvia Plautilla Augusta. However, after her father Plautianus was accused by Caracalla of planning the murder of Septimius Severus and killed, Plautilla lost her title, was banished and in 211 AD eventually murdered. Her name fell into damnatio memoriae. At times, under the Severans, the grandmother and mother of the emperor in particular held the Augusta dignity and extraordinary political importance. Iulia Maesa, the grandmother of Emperor Elagabalus, held the Augusta title and devoted herself to government affairs in place of her underage grandson. Elagabalus’s mother and Maesa’s daughter, Iulia Soaemias, attained the title, as did all three of the princeps‘ attested wives, Iulia Paula, Aquilia Severa, and Annia Faustina. As Empress Dowager of Severus Alexander and Augusta, Iulia Mamaea exercised great influence on the regency after her son had come of age. Severus Alexander’s wife Orbiana also held the Augusta title. In the Severan period, the title sanctissima Augusta was also created, which inscriptions attest to for example for Iulia Maesa, Iulia Mamaea and Orbiana and which is frequently found up to the end of the 3rd century. In addition, most of the power-conscious Augustae of the 3rd century documented their extraordinary position in their own coins.

Pia is the female form of Pius and stands for the pious (God-fearing), virtuous, righteous as well as dutiful, conscientious and faithful. Felix means „fortunate“, „lucky“, „successful“, or „the lucky one“.

The head of hair and hair fashion of the Severan dynasty. Compared to the flamboyant hairstyles of the Flavian and Trajanic periods, less than a hundred years ago, the arrangement of the educated Syrian aristocrat’s daughter Iulia Domna at the side of Emperor Septimius Severus seemed complicated, if a little static. As with many of her predecessors, the manner in which the hair was worn was part of the overall imperial programmatic concept. After all, it was about establishing a new, permanent dynasty, whose principle of regulated relationships should apply both to the family and to the state level.

Iulia Domna’s vertically or horizontally undulated side hair was covered by an oversized, vertical chignon at the back of the head. Occasionally, the empress also wore a smaller bun at the nape of her neck, showing a certain solidarity with her daughter-in-law Publia Fulvia Plautilla, her sister and her nieces Iulia Avita Mamaea and Iulia Soaemias Bassiana. The three daughters-in-law of the same Iulia Soaemias Bassiana and wives of Elagabalus – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina and Iulia Cornelia Paula – were no exception.

The same applied to Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana as daughter-in-law of Iulia Avita Mamaea and as wife at the side of Emperor Severus Alexander. However, the Severan imperial family was also open to experiments, which gave enormous impetus to the development of the crown braid.

The three-dimensional portraits show the empress with a small, spherical head, a round face with soft features and a delicate complexion, a wide mouth with narrow lips and large eyes that are spanned by distinctive arched brows. Images of Iulia Domna were made for about a quarter of a century, during the reigns of her husband and son and shortly after her death. All before about 205 AD the resulting portraits belong to the first type („Typus Gabii“), which was created at the beginning of the reign of Severus. Around 205 AD the second type („Typus Leptis“) was introduced, which gradually displaced the earlier version of the portrait.

An aging process can only be seen to a very limited extent in the pictures of the empress. The coins with the first portrait type show Iulia as a youthful figure. On the later coins, the physiognomic features of the empress (the bushy arched brows, the slightly curved nose, the pointed chin) are more prominently reproduced. Only the coins minted after her death show the empress with sunken features.

The coins issued in Rome give the best idea of ​​how the empress should be seen. More coin types were designed for Iulia Domna than for any other empress. The theme of the reverse pictures follows on from the time of the Antonines. Coins with the bust of the empress on the obverse show figures of the goddesses Venus, Ceres, Juno, Diana, Vesta, Roma, Cybele and Isis or numerous personifications on the reverse, most of which deal with happiness and prosperity or binding norms of behavior: Fortuna (happiness ), Felicitas (Bliss), Hilaritas (Cheerfulness), Fecunditas (Fertility), Pietas (Piety), Concordia (Harmony), Pudicitia (Appropriate Conduct) and others. Of the goddesses, Venus is represented with the most variety. Inscriptions refer to her as Venus Victrix (winner), Genetrix (progenitor) and Felix (the lucky one).

By connecting the images of the front and back, a reciprocal relationship is created: the back images make statements about the qualities and position of the empress, praise her, visualize desires, hopes and expectations.

Reverse:
The goddess Diana can be seen standing to the left. She carries a torch in both hands. The inscription reads DIANA LVCIFERA for Diana Lucifera.

In Roman mythology, Diana is the goddess of the hunt, the moon and childbirth, protector of women and girls. It corresponds to Artemis in Greek mythology. Iana, Deana, and Diviana also appear as variants of her name. The name is derived from the Latin dius („bright as day“, „shining“) and a corresponding Indo-European root dei- meaning „shine“, „shine“, „shine“, from which gods‘ names such as Greek Dios for Zeus and Latin Deus („God“) can be derived. Accordingly, Diana is not regarded as an original moon goddess, but as “the shining one”, who then becomes the moon goddess alongside Luna, the actual moon goddess, as a counterpart to the sun goddess Apollo/Sol.

Diana is originally an Italic deity. Her most important sanctuary (Dianium) was in the Alban Hills near Aricia on Lake Nemi, the speculum Dianae, the „mirror of Diana“. The Diana Nemorensis was worshiped there along with Egeria and Virbius, two subordinate deities. The sanctuary was well attended. Hence the numerous beggars, which Martial mentions several times, who gathered there at the clivus Virbi. It was also so well furnished that Octavian borrowed it from the temple at Nemi.

Diana’s main sanctuary in Rome was her temple on the Aventine, which, according to tradition, was founded by Servius Tullius. At the time of Dionysius of Halicarnassus, the deed of foundation written on a bronze pillar was preserved. The sanctuary is referred to therein as the „Temple of Diana of the Latin Union“. The Feast of the Foundation on the Calends of Sextilis (August 1st) coincides with that of the Sanctuary of Nemi. This day was a feast day for the Roman slaves (servorum dies) and the Roman women washed and groomed their hair in a special way. Then, carrying torches, they went in procession to the grove of the goddess of Nemi.

A temple of Diana-Artemis was built by Marcus Aemilius Lepidus in a battle against the Ligurians in 187 BC praised and consecrated eight years later at the Circus Flaminius. This temple was built by Octavian after defeating Sextus Pompey in the naval battle of Naulochoi in 36 BC restored. At the same time, Lucius Cornificius restored the Temple of Diana on the Aventine, which was therefore called the Temple of Diana Cornificiana. Augustus dedicated 28 BC his Temple of Apollo on the Palatine also of Diana Victrix (the „victorious Diana“), the secular celebrations of the year 17 BC were placed under the umbrella of the siblings Apollo and Diana and in Imperial times there were dedications to Diana Augusta (the „Exalted/Imperial Diana“). Thus Diana was finally fully integrated into the framework of imperial propaganda.

Originally, Diana seems to have been mainly a helper of women in childbirth. As a goddess of the „outside“ she protected women from its dangers, i.e. above all from demonic temptations during childbirth. Her role as a birth attendant was also expressed in her nickname Lucina, which she shared with Juno, the other midwife: she was the one who brought the child to light, who let it „see the light of the world“. Her importance as goddess of women and midwife (obstetrix) is evidenced by numerous votive offerings related to birth and fertility found at Nemi, e.g. B. vulvae, phalli, mothers with infants etc.

She is often depicted as a youthful hunter with a quiver and bow, hunting boots or with a torch.

In Roman mythology, Lucifer was used as a poetic term for the morning star, i.e. the planet Venus. This is the literal translation of the Greek expressions Phosphoros (Bringer of Light) and Eosphoros (Bringer of Dawn), which appeared in Homer’s Odyssey or Hesiod’s Theogony. Lucifer is also associated with the goddess Venus.

Background:
The cult of Diana Lucifera, Latin goddess of light or bringer of light, was adapted to Artemis (the Greek goddess of the hunt) and Selene (the Greek goddess of the moon), and also assimilated with the moon goddess Luna. Her role as moon goddess and symbol of the phases of the moon as applied to the common man is covered by the Homeric hymn. The specific genealogy of Artemis and Selene is made clear in Hesiod’s Pseudo Apollodorus.

Genealogically she is the daughter of the Titans and one of the three primary deities associated with the phases of the moon, specifically Helios/Apollo. Just as Apollo drove the sun chariot, Selene drove the moon chariot. This is probably the root of the representation of the torch. However, there could also be a connection to Artemis Phosphoros, who brings light to people with her light from the torch.

The epithet Lucifera is also borne by other light deities, e.g. by Luna. There are a number of deities who carry torches and are referred to in Greek as Dadophoroi (torch bearers).

Caracalla, who was completely immersed in military life, left the management of the profane affairs of government to his clever and ambitious mother Iulia Domna and showered her with honors, including numerous high-quality medallions and coinage – such as this type of coin.

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