Iulia Domna bis 217 n.Chr.

Silber Denar Rom Iulia Domna 203 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 203 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 18mm
Gewicht: 3,44g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Gorny & Mosch, München
Referenz: RIC IV Septimius Severus 574

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste der Iulia Domna. Die Inschrift lautet: IVLIA AVGVSTA für Iulia Augusta.

Ihr Ehemann und Kaiser Septimius Severus wurde bereits im April 193 n.Chr. von seinen Truppen als Augustus ausgerufen. Iulia Domna erhielt den Titel erst nach dem Sieg des Severus über Didius Iulianus im Herbst des gleichen Jahres. Nach Langfords These wollte Severus nicht zu viel Aufmerksamkeit auf seine Frau lenken, um sein Vorhaben einer Dynastiegründung vor dem Senat zu verschleiern. Denn wegen der anderen Kaiser war Severus Machtstellung anfangs noch prekär, weshalb er die Unterstützung des Senats dringend benötigte. Erst nachdem sein letzter Konkurrent, Clodius Albinus, besiegt war, konzentrierte sich Severus darauf, seine Herrschaft zu festigen. Langfords Erklärung wird dadurch gestützt, dass im selben Jahr, in dem Albinus getötet wurde, die ersten Münzprägungen mit der Legende IVLIA DOMNA AVG erschienen.

Eine weitere Besonderheit war die veränderte Legendentitulatur ab dem Jahr 196 n.Chr. Während Iulia Domna bis zu diesem Jahr als IVLIA DOMNA AVG bezeichnet wurde, veränderte sich ihre Legende ab 196 n.Chr. zu IVLIA AVGVSTA. Dies wird begründet mit der Ernennung Caracallas als Caesar und Thronfolger im Jahr 196 n.Chr. Die Person der Kaiserin trat hinter ihre Funktion als Frau des Kaisers und Mutter des Thronfolgers zurück. Nach dem Tod des Septimius Severus 211 n.Chr. übernahm Iulia Domna wieder vermehrt Regierungsaufgaben ihres Sohnes Caracalla statt und vollzog abermals eine Wandlung von der Mutter hin zur Kaisermutter. Erneut wechselte die Legendeninschrift und Titulatur von AVGVSTA zu AVG.

Augusta (die Erhabene) ist eine Ehrenbezeichnung, die römische Kaiser ihren Ehefrauen oder nahen weiblichen Verwandten – etwa ihren Müttern, Schwestern, Großmüttern oder Töchtern – verleihen konnten. Sie stellt bis in die Spätantike das weibliche Gegenstück zum Titel Augustus dar, der im Römischen und frühen Byzantinischen Reich einen Bestandteil der Kaisertitulatur bildete. Obwohl nicht mit bestimmten rechtlichen oder politischen Kompetenzen ausgestattet, kam der Augusta-Würde ideologisch große Bedeutung zu. Die Augustae nahmen oft eine besondere, teils sehr machtvolle Stellung am kaiserlichen Hof ein.

Erstmals bekam Livia Drusilla, die langjährige dritte Ehefrau des ersten Kaisers Augustus, durch testamentarische Verfügung des verstorbenen Princeps im Jahr 14 n.Chr. den Namen Augusta verliehen. Aus dem ehrenhalber verliehenen Cognomen Augusta entwickelte sich zunehmend ein Titel der Kaisergattin oder anderer weiblicher Verwandter, der jedoch – wie auch der Augustus-Titel – keinerlei bestimmte rechtliche Kompetenzen verlieh. Auch fortan war der Augusta-Titel bedeutsam, da er in Gestalt der Augusta als Kaiserinmutter (mater principis) eine dynastische Herrschaft legitimieren konnte. Die Verleihung erfolgte durch einen Senatsbeschluss mit Zustimmung des Kaisers, häufig auch auf dessen Betreiben. Anlässe dafür waren vor allem der Herrschaftsantritt des Kaisers, die Eheschließung oder die Geburt eines Nachkommen. Die Augusta war die erste Frau im Staat, was ihr vor allem zeremonielle Würden und Aufgaben einbrachte. Jedoch waren nicht alle Kaisergattinnen Trägerinnen des Titels. Auch konnte die Verleihung abgelehnt werden (recusatio). Ob kaiserliche Frauen diese Ehre erfuhren oder nicht, gibt aber nicht zwingend Aufschluss über ihre politische Bedeutung. Unabhängig von der Verleihung des Titels Augusta wurden im griechischsprachigen Osten des Imperium Romanum Gattinnen oder weibliche Angehörige der Kaiser häufig mit dem ins Griechische übersetzten Namen Sebaste geehrt.

Iulia Domna führte den Augusta-Titel seit Herrschaftsbeginn ihres Gatten Septimius Severus im Jahr 193 n.Chr. Zudem trug sie als zweite Kaiserin nach Faustina Minor ab 195 n.Chr. den Titel einer mater castrorum, der ihr anlässlich ihrer Anwesenheit im Militärlager verliehen und der später zu mater castrorum et senatus et patriae erweitert wurde. Beide Titel wurden fortan parallel zueinander verwendet. Bei Iulia Mamaea, der Mutter des Severus Alexander, wurde die inoffizielle Titulatur einer spanischen Inschrift zufolge zu einer „Mutter des Heerlagers, des Senats, des Vaterlands und des ganzen Menschengeschlechts“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani) gesteigert.

Septimius Severus Sohn Caracalla machte seine Frau Fulvia Plautilla zur Augusta. Nachdem ihr Vater Plautianus von Caracalla des geplanten Mordes an Septimius Severus bezichtigt und getötet worden war, verlor Plautilla jedoch ihren Titel, wurde verbannt und 211 n.Chr. schließlich ermordet. Ihr Name verfiel der damnatio memoriae. Unter den Severern kam zeitweise vor allem der Großmutter und Mutter des Kaisers die Augusta-Würde und außerordentliche politische Bedeutung zu. So führte Iulia Maesa, die Großmutter Kaiser Elagabals, den Augusta-Titel und widmete sich anstelle ihres unmündigen Enkels den Regierungsgeschäften. Elagabals Mutter und die Tochter Maesas, Iulia Soaemias, erlangte den Titel ebenso wie alle drei bezeugten Ehefrauen des Princeps, Iulia Paula, Aquilia Severa und Annia Faustina. Als Kaiserinmutter des Severus Alexander und Augusta übte Iulia Mamaea über die Volljährigkeit ihres Sohnes hinaus großen Einfluss auf die Regentschaft aus. Auch Severus Alexanders Frau Orbiana trug den Augusta-Titel. In severischer Zeit wurde außerdem der Titel sanctissima Augusta geschaffen, den Inschriften etwa für Iulia Maesa, Iulia Mamaea und Orbiana bezeugen und der sich bis zum Ende des 3. Jahrhunderts häufig findet. Zudem dokumentierten die meisten der machtbewussten Augustae des 3. Jahrhunderts ihre außerordentliche Stellung in eigenen Münzen.

Die Haarpracht und Haarmode der Severer Dynastie. Im Vergleich zu den schrillen Frisuren der flavischen und trajanischen Zeit, die keine hundert Jahre zurücklagen, wirkte das Arrangement der gebildeten syrischen Aristokratentochter Iulia Domna an der Seite des Kaisers Septimius Severus kompliziert, jedoch ein wenig statisch. Wie bei vielen ihrer Vorgängerinnen war die Art und Weise, wie die Haare getragen wurden, Teil des programmatischen kaiserlichen Gesamtkonzepts. Ging es doch darum, eine neue, dauerhafte Dynastie zu etablieren, deren Grundsatz der geregelten Verhältnisse sowohl auf familiärer als auf staatlicher Ebene gelten sollte. 

Iulia Domnas vertikal oder horizontal onduliertes Seitenhaar wurde im Bereich des Hinterkopfes von einem überdimensionalen, vertikalen Chignon überdeckt. Gelegentlich trug die Kaiserin auch einen kleineren Haarknoten im Genick, womit sie eine gewisse Solidarität mit ihrer Schwiegertochter Publia Fulvia Plautilla, ihrer Schwester sowie ihren Nichten Iulia Avita Mamaea und Iulia Soaemias Bassiana an den Tag legte. Auch die drei Schwiegertöchter eben jener Iulia Soaemias Bassiana und Gattinnen des Elagabal – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina und Iulia Cornelia Paula – bildeten dabei keine Ausnahme. 

Dies galt in gleicherweise für Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana als Schwiegertochter der Iulia Avita Mamaea und als Gattin an der Seite des Kaisers Severus Alexander. Allerdings zeigte sich das severische Kaiserhaus auch Experimenten gegenüber aufgeschlossen, was die Entwicklung des Scheitelzopfes enorm vorantrieb.

Die rundplastischen Bildnisse zeigen die Kaiserin mit einem kleinen, kugeligen Kopf, einem rundlichen Gesicht mit weichen Zügen und zartem Teint, breitem Mund mit schmalen Lippen und großen Augen, die von markanten Brauenbögen überspannt werden. Bildnisse der Iulia Domna wurden etwa ein Vierteljahrhun­dert lang angefertigt, in der Regierungszeit ihres Mannes und Sohnes und kurz nach ihrem Tode. Alle vor ca. 205 n.Chr. entstandenen Portraits gehören dem ersten Typus an („Typus Gabii“), der zu Beginn der Herrschaft des Severus kreiert wurde. Um 205 n.Chr. wurde der zweite Typus („Typus Leptis“) eingeführt, der allmählich die frühere Bildnisfassung verdrängte.

Ein Alterungsprozess ist den Bildern der Kaiserin nur sehr eingeschränkt anzusehen. Die Münzen mit dem ersten Portraittypus zeigen Iulia betont jugendlich. Auf den späteren Münzen sind die physiognomischen Merkmale der Kaiserin (die buschigen Brauenbögen, die leicht gebogene Nase, das spitze Kinn) markanter wiedergegeben. Lediglich die nach ihrem Tode geprägten Münzen zeigen die Kaiserin mit eingefallenen Zügen.

Die beste Vorstellung davon, wie die Kaiserin gesehen werden sollte, geben die in Rom herausgegebenen Münzen. Für Iulia Domna wurden mehr Münztypen entworfen als für jede andere Kaiserin. Die Thematik der Reversbilder schließt an die aus der Zeit der Antoninen an. Münzen mit dem Brustbild der Kaiserin auf der Vorderseite zeigen auf der Rückseite Figuren der Göttinnen Venus, Ceres, Juno, Diana, Vesta, Roma, Kybele und Isis oder zahlreicher Personifikationen, von denen die meisten Glück und Wohlstand oder verbindliche Verhaltensnormen thematisieren: Fortuna (Glück), Felicitas (Glückseligkeit), Hilaritas (Fröhlichkeit), Fecunditas (Fruchtbarkeit), Pietas (Frömmigkeit), Concordia (Eintracht), Pudicitia (angemessenes Verhalten) und andere mehr. Von den Göttinnen wird Venus am variantenreichsten dargestellt. Beischriften bezeichnen sie als Venus Victrix (Siegerin), Genetrix (Stammmutter) und Felix (die Glückbringende).

Durch die Verbindung der Bilder von Vorder-­ und Rückseite wird eine reziproke Beziehung hergestellt: Die Rückseitenbilder machen Aussagen über die Qualitäten und die Stellung der Kaiserin, rühmen sie, visualisieren Wünsche, Hoffnungen und Erwartungen.

Revers:
Zu sehen ist die Personifikation der Pietas nach links gerichtet stehend. Die Hände erhoben in Orantenhaltung (Gebetshaltung), rechts von ihr ist ein Altar. Die Inschrift lautet: PIETAS PVBLICA für Pietas Publica (Pietas des Volkes).

Unter Pietas verstand man in der Antike das pflichtgerechte Verhalten gegenüber den Göttern und den Menschen. Bereits in republikanischer Zeit wurde der religiöse Begriff durch religio (Frömmigkeit, Verehrung, Religion) ergänzt bzw. ersetzt, sodass er vor allem im menschlichen Zusammenleben zunehmend an Bedeutung gewann. Dabei sind hervorzuheben die Pflichterfüllung gegenüber Eltern, Geschwistern und Verwandte, sowie Verstorbene, aber auch für das Vaterland. Derart als urrömische Tugend angesehen erfolgte rasch ihrer kultischen Personifikation ähnlich der Fides oder des Virtus und auch als Argument der politischen Rhetorik trat sie immer mehr hervor. Besonders hervorgehoben wurde die Pietas des Aeneas bei seiner Flucht aus dem brennenden Troja, da er seinen lahmen Vater auf den Schultern forttrug.

Die Weihe eines eigenen Tempels am forum holitorium (Gemüsemarkt) in Rom erfolgte 181/180 v.Chr. durch Manius Acilius Glabrio auf Basis einer Legende, wonach dort eine Tochter ihren eingekerkerten Vater (oder Mutter) mit ihrer eigenen Milch am Leben erhalten hätte. Als diese Tat bekannt wurde, ließ man den Gefangenen frei und gab beiden lebenslänglichen Unterhalt auf Staatskosten.

Eng verknüpft mit der Pietas ist das Wort pius (fromm, gütig, gerecht, liebevoll), das seit dieser Zeit vermehrt als cognomen (Sippenname) auftritt. Bekanntestes Beispiel hierfür ist der Kaiser Antoninus Pius. Ergänzend häufig finden sich deshalb auch Münzen mit einer Darstellung der Pietas oder des ihr zugeordneten Storches, der seine Eltern im Alter ernährt. Mit Augustus nahmen sich auch die römischen Kaiser des Begriffs als Pietas Augusta im Sinne einer kaiserlichen Grundtugend an, wo hierbei wieder beide Aspekte, das Menschliche und die Religion bedeutend waren.

Hintergrund:
Pietas im traditionellen lateinischen Gebrauch drückte eine komplexe, hoch geschätzte römische Tugend aus. Ein Mann oder eine Frau mit Pietas respektierte seine Verantwortung gegenüber anderen Menschen, Göttern und Wesenheiten (wie dem Staat) und verstand seinen Platz in der Gesellschaft in Bezug auf andere. Die Pietas Publica drückt die Attribute tugendhaft, pflichtbewusst, loyal, patriotisch und religiös gegenüber dem Volk aus.

Dieser Denar aus dem Jahr 203 n.Chr. ist im historischen Kontext eben mit dieser Pietas Publica sehr interessant. Dazu muss man die Hintergründe etwas beleuchten.

Gaius Fulvius Plautianus war ein römischer Prätorianerpräfekt zur Zeit des Kaisers Septimius Severus. Durch das Vertrauen des Kaisers erlangte er eine außergewöhnliche Machtstellung. Den Höhepunkt seiner Macht erreichte Plautian, als infolge seines großen Einflusses auf den Kaiser seine Tochter Fulvia Plautilla mit Caracalla, dem älteren der beiden Kaisersöhne, verlobt und im Jahr 202 n.Chr. vermählt wurde, obwohl Caracalla, der Plautian als Rivalen betrachtete und hasste, dies nicht wollte.

Aber nicht nur Caracalla hatte persönliche Differenzen zu seiner zukünftigen Frau und dem Schwiegervater. Auch die Kaiserin, Iulia Domna, war mit ihm verfeindet. Plautian konnte ihren Einfluss am Hof und gegenüber dem Kaiser massiv zurückdrängen. Er behandelte sie respektlos, sammelte angebliches Belastungsmaterial, mit dem er ihr einen unanständigen Lebenswandel nachweisen wollte, und intrigierte beim Kaiser gegen sie. Dadurch wurde sie in die Defensive gedrängt und sah sich zeitweilig zu einer zurückgezogenen Lebensweise gezwungen. Unter diesem historischen Hintergrund muss man den 203 n.Chr. geprägten Denar mit Iulia Domna und der abgebildeten Personifikation der Pietas einordnen.

Caracalla machte mit Hilfe seines ehemaligen Erziehers Euodus allerdings dem Machtstreben des Plautianus ein jähes Ende. Es gelang ihm seinen Vater Septimius Severus davon zu überzeugen, dass Plautianus ein Mordkomplott auf den Kaiser plane. Darauf wurde Plautian am 22. Januar 205 n.Chr. in den Palast zitiert, wo er in Anwesenheit des Kaisers auf Befehl Caracallas getötet wurde, ohne sich zuvor verteidigen zu können. Die Leiche wurde vom Kaiserpalast herunter auf die Straße geworfen und erst später auf Befehl des Kaisers bestattet.

Quellen:
* Wikipedia: Iulia Domna
* Wikipedia: Plautian
* Wikipedia: Augusta
* imperium-romanum.com: Pietas
* Numiswiki: Pietas Publica
* Feminae: römische Frisuren der römischen Frauen
* Peter Robert Franke, Ilse Paar: die antiken Münzen der Sammlung Heynen
* Marion Meyer: Braut des besten Mannes, Mutter des besten Kindes, assyrische Göttin der Liebe, nie untergehender Mond
* Sarah Meinzer: Die Glorifizierung von Julia Domnas Mutterschaft zugunsten der Herrschaftsprogrammatik von Septimius Severus

Obverse:
You can see the draped bust of Iulia Domna facing right. The inscription reads: IVLIA AVGVSTA for Iulia Augusta.

Her husband and emperor Septimius Severus was already in April 193 AD proclaimed by his troops as Augustus. Iulia Domna received the title only after Severus defeated Didius Iulianus in the autumn of the same year. According to Langford’s thesis, Severus didn’t want to draw too much attention to his wife in order to obscure his plan to found a dynasty in front of the Senate. Because of the other emperors, Severus‘ position of power was initially precarious, which is why he urgently needed the support of the Senate. Only after his last competitor, Clodius Albinus, was defeated did Severus focus on consolidating his rule. Langford’s explanation is supported by the fact that the first coins bearing the legend IVLIA DOMNA AVG appeared in the same year that Albinus was killed.

Another special feature was the changed legend title from 196 AD. While Iulia Domna was referred to as IVLIA DOMNA AVG up to this year, her legend changed from 196 AD to IVLIA AVGVSTA. This is justified by the appointment of Caracalla as Caesar and heir to the throne in 196 AD. The person of the empress took a back seat to her function as wife of the emperor and mother of the heir to the throne. After the death of Septimius Severus in 211 AD Iulia Domna took over more of her son Caracalla’s government duties and once again completed a transformation from mother to emperor mother. Again the legend inscription and title changed from AVGVSTA to AVG.

Augusta (the sublime) is a title of honor that Roman emperors could bestow on their wives or close female relatives – such as their mothers, sisters, grandmothers or daughters. Until late antiquity it represented the female counterpart to the title Augustus, which was part of the imperial title in the Roman and early Byzantine Empires. Although not endowed with specific legal or political powers, the Augustan dignity was of great ideological importance. The Augustae often held a special, sometimes very powerful position at the imperial court.

For the first time, Livia Drusilla, the longtime third wife of the first Emperor Augustus, was granted a will by the deceased Princeps in 14 AD given the name Augusta. From the honorary cognomen Augusta, a title of the emperor’s wife or other female relatives increasingly developed, which, however – like the Augustus title – did not confer any specific legal powers. The Augusta title was also significant from then on, since it could legitimize dynastic rule in the form of Augusta as Empress Mother (mater principis). The award was made by a Senate decision with the consent of the emperor, often at his instigation. The main reasons for this were the emperor’s accession to power, marriage or the birth of a descendant. The Augusta was the first woman in the state, which above all brought her ceremonial dignities and duties. However, not all imperial wives were holders of the title. The award could also be rejected (recusatio). Whether imperial women received this honor or not does not necessarily provide information about their political importance. Irrespective of the granting of the title Augusta, in the Greek-speaking east of the Roman Empire, wives or female relatives of the emperors were often honored with the name Sebaste, translated into Greek.

Iulia Domna held the Augusta title from the beginning of her husband Septimius Severus‘ reign in 193 AD. In addition, she was the second empress after Faustina Minor from 195 AD the title of mater castrorum, given to her on the occasion of her presence in the military camp and later extended to mater castrorum et senatus et patriae. From then on, both titles were used in parallel. In the case of Iulia Mamaea, the mother of Severus Alexander, the unofficial title was increased according to a Spanish inscription to a „mother of the army camp, the senate, the fatherland and the entire human race“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani).

Septimius Severus son Caracalla made his wife Fulvia Plautilla Augusta. However, after her father Plautianus was accused by Caracalla of planning the murder of Septimius Severus and killed, Plautilla lost her title, was banished and in 211 AD eventually murdered. Her name fell into damnatio memoriae. At times, under the Severans, the grandmother and mother of the emperor in particular held the Augusta dignity and extraordinary political importance. Iulia Maesa, the grandmother of Emperor Elagabalus, held the Augusta title and devoted herself to government affairs in place of her underage grandson. Elagabalus’s mother and Maesa’s daughter, Iulia Soaemias, attained the title, as did all three of the princeps‘ attested wives, Iulia Paula, Aquilia Severa, and Annia Faustina. As Empress Dowager of Severus Alexander and Augusta, Iulia Mamaea exercised great influence on the regency after her son had come of age. Severus Alexander’s wife Orbiana also held the Augusta title. In the Severan period, the title sanctissima Augusta was also created, which inscriptions attest to for example for Iulia Maesa, Iulia Mamaea and Orbiana and which is frequently found up to the end of the 3rd century. In addition, most of the power-conscious Augustae of the 3rd century documented their extraordinary position in their own coins.

The head of hair and hair fashion of the Severan dynasty. Compared to the flamboyant hairstyles of the Flavian and Trajanic periods, less than a hundred years ago, the arrangement of the educated Syrian aristocrat’s daughter Iulia Domna at the side of Emperor Septimius Severus seemed complicated, if a little static. As with many of her predecessors, the manner in which the hair was worn was part of the overall imperial programmatic concept. After all, it was about establishing a new, permanent dynasty, whose principle of regulated relationships should apply both to the family and to the state level.

Iulia Domna’s vertically or horizontally undulated side hair was covered by an oversized, vertical chignon at the back of the head. Occasionally, the empress also wore a smaller bun at the nape of her neck, showing a certain solidarity with her daughter-in-law Publia Fulvia Plautilla, her sister and her nieces Iulia Avita Mamaea and Iulia Soaemias Bassiana. The three daughters-in-law of the same Iulia Soaemias Bassiana and wives of Elagabalus – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina and Iulia Cornelia Paula – were no exception.

The same applied to Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana as daughter-in-law of Iulia Avita Mamaea and as wife at the side of Emperor Severus Alexander. However, the Severan imperial family was also open to experiments, which gave enormous impetus to the development of the crown braid.

The three-dimensional portraits show the empress with a small, spherical head, a round face with soft features and a delicate complexion, a wide mouth with narrow lips and large eyes that are spanned by distinctive arched brows. Images of Iulia Domna were made for about a quarter of a century, during the reigns of her husband and son and shortly after her death. All before about 205 AD the resulting portraits belong to the first type („Typus Gabii“), which was created at the beginning of the reign of Severus. Around 205 AD the second type („Typus Leptis“) was introduced, which gradually displaced the earlier version of the portrait.

An aging process can only be seen to a very limited extent in the pictures of the empress. The coins with the first portrait type show Iulia as a youthful figure. On the later coins, the physiognomic features of the empress (the bushy arched brows, the slightly curved nose, the pointed chin) are more prominently reproduced. Only the coins minted after her death show the empress with sunken features.

The coins issued in Rome give the best idea of ​​how the empress should be seen. More coin types were designed for Iulia Domna than for any other empress. The theme of the reverse pictures follows on from the time of the Antonines. Coins with the bust of the empress on the obverse show figures of the goddesses Venus, Ceres, Juno, Diana, Vesta, Roma, Cybele and Isis or numerous personifications on the reverse, most of which deal with happiness and prosperity or binding norms of behavior: Fortuna (happiness ), Felicitas (Bliss), Hilaritas (Cheerfulness), Fecunditas (Fertility), Pietas (Piety), Concordia (Harmony), Pudicitia (Appropriate Conduct) and others. Of the goddesses, Venus is represented with the most variety. Inscriptions refer to her as Venus Victrix (winner), Genetrix (progenitor) and Felix (the lucky one).

By connecting the images of the front and back, a reciprocal relationship is created: the back images make statements about the qualities and position of the empress, praise her, visualize desires, hopes and expectations.

Reverse:
You can see the personification of Pietas standing to the left. Hands raised in orante (prayer) posture, to her right is an altar. The inscription reads: PIETAS PVBLICA for Pietas Publica (Pietas of the People).

In ancient times, Pietas was understood as the dutiful behavior towards the gods and the people. Already in the Republican period, the religious term was supplemented or replaced by religio (piety, worship, religion), so that it became increasingly important, especially in human coexistence. The fulfillment of duties towards parents, siblings and relatives, as well as the deceased, but also for the fatherland should be emphasized. Viewed as a primeval Roman virtue, it quickly became a cultic personification similar to Fides or Virtus, and it also increasingly emerged as an argument in political rhetoric. The Pietas of Aeneas was particularly emphasized during his escape from burning Troy, as he carried away his lame father on his shoulders.

The consecration of a separate temple at the forum holitorium (vegetable market) in Rome took place in 181/180 BC by Manius Acilius Glabrio on the basis of a legend according to which a daughter there kept her imprisoned father (or mother) alive with her own milk. When this act became known, the prisoner was released and both were given lifelong maintenance at state expense.

Closely linked to the Pietas is the word pius (pious, kind, just, loving), which since then has increasingly appeared as a cognomen (family name). The best-known example of this is the Emperor Antoninus Pius. Coins with a depiction of the Pietas or the stork assigned to her, who feeds his parents in old age, are therefore also frequently found. With Augustus, the Roman emperors also adopted the term as Pietas Augusta in the sense of a basic imperial virtue, where both aspects, the human and the religious, were important.

Background:
Pietas in traditional Latin usage expressed a complex, highly valued Roman virtue. A man or woman with pietas respected his responsibilities to other people, gods and entities (such as the state) and understood his place in society in relation to others. The Pietas Publica expresses the attributes virtuous, dutiful, loyal, patriotic and religious to the people.

This denarius from 203 AD is very interesting in the historical context with this Pietas Publica. To do this, you have to illuminate the backgrounds a bit.

Gaius Fulvius Plautianus was a Roman praetorian prefect at the time of Emperor Septimius Severus. Through the trust of the emperor, he attained an extraordinary position of power. Plautian reached the peak of his power when, as a result of his great influence on the emperor, his daughter Fulvia Plautilla became engaged to Caracalla, the elder of the two emperor’s sons, and in 202 AD was married, although Caracalla, who regarded and hated Plautian as a rival, did not want this.

But not only Caracalla had personal differences with his future wife and father-in-law. The empress, Iulia Domna, was also an enemy of him. Plautian was able to massively reduce their influence at court and towards the emperor. He treated her disrespectfully, collected alleged incriminating evidence with which he wanted to prove her an indecent lifestyle, and plotted against her with the emperor. This put her on the defensive and forced her to live a solitary life at times. With this historical background, one has to add the 203 AD. embossed denarius with Iulia Domna and the depicted personification of Pietas.

However, with the help of his former tutor Euodus, Caracalla put an abrupt end to Plautianus‘ striving for power. He managed to convince his father Septimius Severus that Plautianus was plotting to assassinate the emperor. Then Plautian was killed on January 22, 205 AD summoned to the palace, where he was killed in the presence of the emperor on the orders of Caracalla, without first being able to defend himself. The corpse was thrown from the imperial palace onto the street and buried later on the emperor’s orders.

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