Iulia Avita Mamaea bis 235 n.Chr.

Silber Denar Rom Iulia Avita Mamaea 228 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 228 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 21mm
Gewicht: 2,91g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Gorny & Mosch, München
Referenz: RIC IV Severus Alexander 335

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste der Iulia Avita Mamaea mit einem Diadem. Die Inschrift lautet: IVLIA MAMAEA AVG für Iulia Mamaea Augusta.

Seit dem Jahr 222 n.Chr. trug Iulia Mamaea den Titel Augusta. Die severische Kaiserfamilie stellte die Herrschaftslegitimation durch die weiblichen Mitglieder der Familie auf den Umschriften der Münzen heraus. Ähnliches wurde bereits bei den Kaisern der julisch-claudischen Kaiserfamilie beobachtet.

Augusta (die Erhabene) ist eine Ehrenbezeichnung, die römische Kaiser ihren Ehefrauen oder nahen weiblichen Verwandten – etwa ihren Müttern, Schwestern, Großmüttern oder Töchtern – verleihen konnten. Sie stellt bis in die Spätantike das weibliche Gegenstück zum Titel Augustus dar, der im Römischen und frühen Byzantinischen Reich einen Bestandteil der Kaisertitulatur bildete. Obwohl nicht mit bestimmten rechtlichen oder politischen Kompetenzen ausgestattet, kam der Augusta-Würde ideologisch große Bedeutung zu. Die Augustae nahmen oft eine besondere, teils sehr machtvolle Stellung am kaiserlichen Hof ein.

Erstmals bekam Livia Drusilla, die langjährige dritte Ehefrau des ersten Kaisers Augustus, durch testamentarische Verfügung des verstorbenen Princeps im Jahr 14 n.Chr. den Namen Augusta verliehen. Aus dem ehrenhalber verliehenen Cognomen Augusta entwickelte sich zunehmend ein Titel der Kaisergattin oder anderer weiblicher Verwandter, der jedoch – wie auch der Augustus-Titel – keinerlei bestimmte rechtliche Kompetenzen verlieh. Auch fortan war der Augusta-Titel bedeutsam, da er in Gestalt der Augusta als Kaiserinmutter (mater principis) eine dynastische Herrschaft legitimieren konnte. Die Verleihung erfolgte durch einen Senatsbeschluss mit Zustimmung des Kaisers, häufig auch auf dessen Betreiben. Anlässe dafür waren vor allem der Herrschaftsantritt des Kaisers, die Eheschließung oder die Geburt eines Nachkommen. Die Augusta war die erste Frau im Staat, was ihr vor allem zeremonielle Würden und Aufgaben einbrachte. Jedoch waren nicht alle Kaisergattinnen Trägerinnen des Titels. Auch konnte die Verleihung abgelehnt werden (recusatio). Ob kaiserliche Frauen diese Ehre erfuhren oder nicht, gibt aber nicht zwingend Aufschluss über ihre politische Bedeutung. Unabhängig von der Verleihung des Titels Augusta wurden im griechischsprachigen Osten des Imperium Romanum Gattinnen oder weibliche Angehörige der Kaiser häufig mit dem ins Griechische übersetzten Namen Sebaste geehrt.

Iulia Domna führte den Augusta-Titel seit Herrschaftsbeginn ihres Gatten Septimius Severus im Jahr 193 n.Chr. Zudem trug sie als zweite Kaiserin nach Faustina Minor ab 195 n.Chr. den Titel einer mater castrorum, der ihr anlässlich ihrer Anwesenheit im Militärlager verliehen und der später zu mater castrorum et senatus et patriae erweitert wurde. Beide Titel wurden fortan parallel zueinander verwendet. Bei Iulia Mamaea, der Mutter des Severus Alexander, wurde die inoffizielle Titulatur einer spanischen Inschrift zufolge zu einer „Mutter des Heerlagers, des Senats, des Vaterlands und des ganzen Menschengeschlechts“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani) gesteigert.

Septimius Severus Sohn Caracalla machte seine Frau Fulvia Plautilla zur Augusta. Nachdem ihr Vater Plautianus von Caracalla des geplanten Mordes an Septimius Severus bezichtigt und getötet worden war, verlor Plautilla jedoch ihren Titel, wurde verbannt und 211 n.Chr. schließlich ermordet. Ihr Name verfiel der damnatio memoriae. Unter den Severern kam zeitweise vor allem der Großmutter und Mutter des Kaisers die Augusta-Würde und außerordentliche politische Bedeutung zu. So führte Iulia Maesa, die Großmutter Kaiser Elagabals, den Augusta-Titel und widmete sich anstelle ihres unmündigen Enkels den Regierungsgeschäften. Elagabals Mutter und die Tochter Maesas, Iulia Soaemias, erlangte den Titel ebenso wie alle drei bezeugten Ehefrauen des Princeps, Iulia Paula, Aquilia Severa und Annia Faustina. Als Kaiserinmutter des Severus Alexander und Augusta übte Iulia Mamaea über die Volljährigkeit ihres Sohnes hinaus großen Einfluss auf die Regentschaft aus. Auch Severus Alexanders Frau Orbiana trug den Augusta-Titel. In severischer Zeit wurde außerdem der Titel sanctissima Augusta geschaffen, den Inschriften etwa für Iulia Maesa, Iulia Mamaea und Orbiana bezeugen und der sich bis zum Ende des 3. Jahrhunderts häufig findet. Zudem dokumentierten die meisten der machtbewussten Augustae des 3. Jahrhunderts ihre außerordentliche Stellung in eigenen Münzen.

Die Haarpracht und Haarmode der Severer Dynastie. Im Vergleich zu den schrillen Frisuren der flavischen und trajanischen Zeit, die keine hundert Jahre zurücklagen, wirkte das Arrangement der gebildeten syrischen Aristokratentochter Iulia Domna an der Seite des Kaisers Septimius Severus kompliziert, jedoch ein wenig statisch. Wie bei vielen ihrer Vorgängerinnen war die Art und Weise, wie die Haare getragen wurden, Teil des programmatischen kaiserlichen Gesamtkonzepts. Ging es doch darum, eine neue, dauerhafte Dynastie zu etablieren, deren Grundsatz der geregelten Verhältnisse sowohl auf familiärer als auf staatlicher Ebene gelten sollte. 

Iulia Domnas vertikal oder horizontal onduliertes Seitenhaar wurde im Bereich des Hinterkopfes von einem überdimensionalen, vertikalen Chignon überdeckt. Gelegentlich trug die Kaiserin auch einen kleineren Haarknoten im Genick, womit sie eine gewisse Solidarität mit ihrer Schwiegertochter Publia Fulvia Plautilla, ihrer Schwester sowie ihren Nichten Iulia Avita Mamaea und Iulia Soaemias Bassiana an den Tag legte. Auch die drei Schwiegertöchter eben jener Iulia Soaemias Bassiana und Gattinnen des Elagabal – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina und Iulia Cornelia Paula – bildeten dabei keine Ausnahme. Dies galt in gleicherweise für Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana als Schwiegertochter der Iulia Avita Mamaea und als Gattin an der Seite des Kaisers Severus Alexander. Allerdings zeigte sich das severische Kaiserhaus auch Experimenten gegenüber aufgeschlossen, was die Entwicklung des Scheitelzopfes enorm vorantrieb.

Revers:
Zu sehen ist die Personifikation Felicitas von vorne stehend, die Beine gekreuzt, den Kopf nach links gewandt. In der rechten Hand einen Caduceus (Hermesstab) haltend, während sie sich mit dem linken Arm auf einer Säule abstützt. Die Inschrift lautet: FELICITAS PVBLICA für Felicitas Publica (Glück der Öffentlichkeit).

Felicitas (lateinisch „Glückseligkeit“) ist in der römischen Mythologie die Personifikation des Glücks, der Glückseligkeit und der Fruchtbarkeit. Dargestellt wird sie als Matrone mit einem Füllhorn, sowie mit einem Caduceus, auf dem Kopf trägt sie manchmal ein Fruchtmaß. In der alten römischen Kultur galt Felicitas als ein Zustand göttlich inspirierter Produktivität, Seligkeit oder Glückes. Felicitas konnte sowohl die Fruchtbarkeit einer Frau als auch das Glück eines Feldherrn umfassen. Felicitas war gleichzeitig ein göttliches Geschenk, eine Eigenschaft, die in einem Individuum residierte und eine ansteckende Fähigkeit, produktive Bedingungen außerhalb von sich selbst zu schaffen. Sie war eine Form von „charismatischer Autorität“. Die Fähigkeit, Felicitas zu fördern, wurde zum Beweis ihrer Existenz und der göttlichen Gunst ihres Förderers.

Cicero listet Felicitas als eine der vier Tugenden des beispielhaften Feldherrn auf, zusammen mit Kenntnissen der Militärwissenschaft (Scientia rei Militaris), Virtus (sowohl Tapferkeit als auch Tugend) und Auctoritas (Autorität). Virtus war eine regelmäßige Ergänzung zu Felicitas, von der nicht angenommen wurde, dass sie an diejenigen gebunden ist, welcher sich als unwürdig herausstellte. Cicero schrieb Felicitas besonders Pompeius Magnus zu und unterschied diese Felicitas sogar von dem göttlichen Glück erfolgreicher Generäle wie Fabius Maximus, Marcellus, Scipio dem Jüngeren und Marius. Die Phrasen (sententiae) des Publilius Syrus hängen oft mit göttlichen Eigenschaften zusammen, einschließlich der Felicitas: „Die Felicitas des Volkes ist mächtig, wenn sie barmherzig ist“ (potens misericors publica est Felicitas).

Der Kult der Felicitas wird erstmals mitte des 2. Jahrhunderts v.Chr. erwähnt, als ihr von Lucius Licinius Lucullus ein Tempel, aus der Beute seiner Spanien Feldzüge 151/150 v.Chr. gebaut und geweiht wurde. Der Tempel der Felicitas diente in seiner Sekundärfunktion als Kunstmuseum, wie viele andere Tempel auch. Er enthielt mehrere von Mummius geplünderte Statuen aus Griechenland, darunter auch Werke des Praxiteles, Statuengruppen, Musen und eine Venus. Cicero empfahl einen Tempelbesuch für Bürger, welche sich für Kunst interessierten, aber nicht über die Mittel verfügten diese käuflich zu erwerben. Iulius Caesars Wagen soll, während seinem Triumphzug 46 v.Chr. einen Achsbruch direkt vor dem Tempel erlitten haben. Leider brannte der Tempel der Felicitas während der Regierungszeit des Claudius nieder, wurde aber nicht wieder aufgebaut. Die Kunstwerke konnten anscheinend gerettet und in Sicherheit gebracht werden. Der Tempel befand sich im Velabrum an der Vicus Tuscus zum Campus Martius.

Sulla identifizierte sich so eng mit Felicitcas, dass er das Agnomen Felix annahm. Seine Herrschaft als Diktator resultierte aus einem Bürgerkrieg und beispielloser militärischer Gewalt in der Stadt Rom selbst. Aber er legitimierte seine Autorität, indem er behauptete, dass die bloße Tatsache seines Sieges ein Beweis dafür war, dass er „felix“ war und die göttliche Gunst der Götter genoss. Er ließ Felicitas keinen Tempel weihen, ehrte sie aber mit Spielen (ludi) an den Kalenden des Novembers, den „Sulla-Sieges-Spielen“, welche später von Ovid als einen der jemals verschwenderischen Festtage angeprangert wurden. Der spätere Kaiser Commodus nahm felix 185 n.Chr. erstmals in die offizielle kaiserliche Titulatur auf.

Eine weitere Kultstätte für Felicitas in Rom war von Iulius Caesar geplant und möglicherweise vor seinem Tod begonnen worden. Die Arbeiten am Tempel wurden von Lepidus an der Stelle der Curia Hostilia abgeschlossen, die von Sulla restauriert, im Jahr 52 v.Chr. durch einen Brand zerstört und 44 v.Chr. von Cäsar abgerissen worden waren. Dieser Tempel scheint zur Zeit Hadrians nicht mehr existiert zu haben. Sein Standort liegt wahrscheinlich unter der Kirche Santi Luca e Martina. Moderne Forschungen gehen davon aus, dass ein ionisches Kapitell und eine aufgedeckte Tuffsteinwand Überreste dieses Tempels sind.

Felicitas wurde während der republikanischen Ära bei zwei offiziellen Festen der römischen Staatsreligion am 1. Juli, in Verbindung mit Iuno und am 9. Oktober als Fausta Felicitas, in Verbindung mit dem Genius Publicus und Venus Victrix, geehrt. Dabei erhielt Felicitas auf dem kapitolinischen Hügel ein Opfer. Diese Auspizien fanden wahrscheinlich an einem Altar oder einem kleinen Schrein (Aedicula) statt, nicht aber an einem separaten Tempelbezirk. Das römisches Zwölferkolleg der Priester (fratres arvales) schrieb eine Kuh als Opfergabe vor. Ein Kalender von Cumae berichtet, dass am 16. April ein Supplicatio (Tag des öffentlichen Gebets) für die „Felicitas des Imperiums“ zu Ehren gefeiert wurde, an dem Tag, als Augustus zum ersten Mal zum Imperator ernannt wurde.

Auf römischen Münzen erscheint Felicitas während der Kaiserzeit mit ihren Hauptattributen dem Caduceus und dem Füllhorn. Das früheste bekannte Beispiel ist Felicitas Publica auf einem unter Galba ausgestellten Dupondius. Felicitas Temporum (Glückliche Zeiten), welche eine Ideologie des Goldenen Zeitalters des Wohlstandes widerspiegelte, gehörte zu den Tugenden, die während der Regierungszeit von Traian und Antoninus Pius verwendet wurden. Septimius Severus, dessen Regierungszeit der außerordentlich kurzen Amtszeit von Pertinax und den unbefriedigenden Bedingungen unter Commodus folgte, drückte seine Bemühungen zur Wiederherstellung der Pax Romana mit Münzen aus, welche unter anderem mit Felicitas Temporum und Felicitas Saeculi (Zeitalter des Glücks und Wohlstandes) geprägt wurden. Einige der Münzen verbanden diese Parolen auch mit den Bildnissen der Frauen und Kinder der Kaiserfamilie.

Hintergrund:
Auf dem hier vorgestellten Denar sehen wir Felicitas als „öffentliche Personifikation“. Felicitas erscheint jedoch auf Münzen mit mehreren Beinamen, die sich auf entsprechenden Aspekten ihrer göttlichen Kraft konzentrieren, welche da wären:

  • Felicitas Augusta, die Göttin in ihrer Verbindung mit dem Kaiser, der Kaiserfamilie und dem damit verbundenen kaiserlichen Kult.
  • Felicitas Deorum, als Zeichen des universellen Friedens und der Fülle aller Dinge.
  • Felicitas Fausta (begünstigt, glücklich), eine am 9. Oktober in Zusammenarbeit mit Venus Victrix und dem Genius Populi Romani kultivierte Staatsgottheit.
  • Felicitas Perpetua, die Göttin als Garant für das ewig währende Glück.
  • Felicitas Publica, die „öffentliche“ Felicitas, bedeutend für den Aspekt der göttlichen Kraft, welche sich mit der öffentlichen Sache (res publica), dem Imperium oder mit dem römischen Volk (populus romanus) befasste.
  • Felicitas Saeculi, die „Felicitas des Zeitalters“, als Ausdruck eines glücklichen Zeitalters.
  • Felicitas Temporum, die „Felicitas der Zeit“, bedeutend für den Aspekt der Felicitas unter den gegenwärtigen Umständen.

Für die antike Nachwelt wurde der Name Elagabal zum Symbol für Lasterhaftigkeit und Dekadenz der römischen Kaiserzeit sowie verhängnisvolle orientalische Kultureinflüsse. Ein schwerer Konflikt zwischen konservativem Römertum und der syrischen religiösen Tradition, die der jugendliche Kaiser in Rom einführen wollte, überschattete seine kurze Regierungszeit. Meuternde Soldaten, die von Iulia Mamaea gesteuert wurden, ermordeten den Kaiser Elagabal am 11. März 222 n.Chr. Ihr dreizehnjähriger Sohn Alexander übernahm problemlos die Kaiserwürde. 

Iulia Mamaea ließ den jungen Kaiser Severus Alexander sorgfältig erziehen, überließ ihm aber keine Entscheidungsbefugnisse. Ein gutes Verhältnis zum Senat war ihr wichtig. Sie pflegte demonstrativ traditionelle römische Tugenden und Werte. Eigenwillige Maßnahmen Elagabals, die in der konservativen Führungsschicht Anstoß erregt hatten, wurden rückgängig gemacht. Der neue, senatsfreundliche Kurs bedeutete eine Abkehr von der Politik der früheren Severer, deren Verhältnis zum Senat gespannt gewesen war. Das Mamaeas Kooperationsbereitschaft im Senat Anklang fand, zeigt ein von Johannes Zonaras überliefertes Fragment aus dem Geschichtswerk des Senators Cassius Dio. Dort heißt es, Mamaea habe ihrem Sohn kluge Berater besorgt und unter den Senatoren die besten Ratgeber ausgewählt. Zu diesen Männern gehörte übrigens Cassius Dio auch selbst.

In diesem historischen Kontext steht die Prägung dieses Denars. Auf der Rückseite ist die Personifikation der Felicitas in ihrer Rolle als „Felicitas Publica“ dargestellt. Sie ist damit die Verkörperung des Glückes für die öffentliche Sache und den Bürgern Roms. Der in der rechten Hand abgebildete Caduceus steht für einen erfolgreichen Handel und damit als ein Sinnbild des öffentlichen Wohlstandes.

In der Regierungszeit des Elagabal vernachlässigte dieser aufs sträflichste die Interessen des Imperiums und seiner Untertanen. Für ihn war die ganze, wenn auch kurze, Regierungszeit nur auf seine Selbstinszenierung ausgelegt. Nichts war also dringlicher als die Bürger und führenden Männer Roms darauf hinzuweisen, dass nun mit Iulia Mamaea und Severus Alexander ein Regierungswechsel stattgefunden hatte, welcher nunmehr wieder die Interessen der Öffentlichkeit als wichtigste Aufgabe ansah und sich in deren Dienst stellte.

Quellen:
* Wikipedia: Iulia Mamaea
* Wikipedia: Felicitas
* Wikibrief: Felicitas
* Wikipedia: Augusta
* NumisWiki: Beinamen der Felicitas
* Feminae: römische Frisuren der römischen Frauen

Obverse:
You can see the draped bust of Iulia Avita Mamaea with a diadem facing right. The inscription reads: IVLIA MAMAEA AVG for Iulia Mamaea Augusta.

Since the year 222 AD Iulia Mamaea bore the title of Augusta. The Severan imperial family emphasized the legitimation of power by the female members of the family on the inscriptions on the coins. Something similar has already been observed among the emperors of the Julio-Claudian imperial family.

Augusta (the sublime) is a title of honor that Roman emperors could bestow on their wives or close female relatives – such as their mothers, sisters, grandmothers or daughters. Until late antiquity it represented the female counterpart to the title Augustus, which was part of the imperial title in the Roman and early Byzantine Empires. Although not endowed with specific legal or political powers, the Augustan dignity was of great ideological importance. The Augustae often held a special, sometimes very powerful position at the imperial court.

For the first time, Livia Drusilla, the longtime third wife of the first Emperor Augustus, was granted a will by the deceased Princeps in 14 AD given the name Augusta. From the honorary cognomen Augusta, a title of the emperor’s wife or other female relatives increasingly developed, which, however – like the Augustus title – did not confer any specific legal powers. The Augusta title was also significant from then on, since it could legitimize dynastic rule in the form of Augusta as Empress Mother (mater principis). The award was made by a Senate decision with the consent of the emperor, often at his instigation. The main reasons for this were the emperor’s accession to power, marriage or the birth of a descendant. The Augusta was the first woman in the state, which above all brought her ceremonial dignities and duties. However, not all imperial wives were holders of the title. The award could also be rejected (recusatio). Whether imperial women received this honor or not does not necessarily provide information about their political importance. Irrespective of the granting of the title Augusta, in the Greek-speaking east of the Roman Empire, wives or female relatives of the emperors were often honored with the name Sebaste, translated into Greek.

Iulia Domna held the Augusta title from the beginning of her husband Septimius Severus‘ reign in 193 AD. In addition, she was the second empress after Faustina Minor from 195 AD the title of mater castrorum, given to her on the occasion of her presence in the military camp and later extended to mater castrorum et senatus et patriae. From then on, both titles were used in parallel. In the case of Iulia Mamaea, the mother of Severus Alexander, the unofficial title was increased according to a Spanish inscription to a „mother of the army camp, the senate, the fatherland and the entire human race“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani).

Septimius Severus son Caracalla made his wife Fulvia Plautilla Augusta. However, after her father Plautianus was accused by Caracalla of planning the murder of Septimius Severus and killed, Plautilla lost her title, was banished and in 211 AD eventually murdered. Her name fell into damnatio memoriae. At times, under the Severans, the grandmother and mother of the emperor in particular held the Augusta dignity and extraordinary political importance. Iulia Maesa, the grandmother of Emperor Elagabalus, held the Augusta title and devoted herself to government affairs in place of her underage grandson. Elagabalus’s mother and Maesa’s daughter, Iulia Soaemias, attained the title, as did all three of the princeps‘ attested wives, Iulia Paula, Aquilia Severa, and Annia Faustina. As Empress Dowager of Severus Alexander and Augusta, Iulia Mamaea exercised great influence on the regency after her son had come of age. Severus Alexander’s wife Orbiana also held the Augusta title. In the Severan period, the title sanctissima Augusta was also created, which inscriptions attest to for example for Iulia Maesa, Iulia Mamaea and Orbiana and which is frequently found up to the end of the 3rd century. In addition, most of the power-conscious Augustae of the 3rd century documented their extraordinary position in their own coins.

The head of hair and hair fashion of the Severan dynasty. Compared to the flamboyant hairstyles of the Flavian and Trajanic periods less than a hundred years ago, the arrangement of the educated Syrian aristocrat’s daughter Iulia Domna at the side of Emperor Septimius Severus seemed complicated, but a little static. As with many of her predecessors, the manner in which the hair was worn was part of the overall imperial programmatic concept. After all, it was about establishing a new, permanent dynasty, whose principle of regulated relationships should apply both to the family and to the state level.

Iulia Domna’s vertically or horizontally undulated side hair was covered by an oversized, vertical chignon at the back of the head. Occasionally, the empress also wore a smaller bun at the nape of her neck, showing a certain solidarity with her daughter-in-law Publia Fulvia Plautilla, her sister and her nieces Iulia Avita Mamaea and Iulia Soaemias Bassiana. The three daughters-in-law of the same Iulia Soaemias Bassiana and wives of Elagabalus – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina and Iulia Cornelia Paula – were no exception. The same applied to Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana as daughter-in-law of Iulia Avita Mamaea and as wife at the side of Emperor Severus Alexander. However, the Severan imperial family was also open to experiments, which gave enormous impetus to the development of the crown braid.

Reverse:
You can see the personification of Felicitas standing in front, legs crossed, head turned to the left. Holding a caduceus (caduceus) in her right hand while leaning on a column with her left arm. The inscription reads: FELICITAS PVBLICA for Felicitas Publica (happiness of the public).

Felicitas (Latin for „bliss“) is the personification of luck, happiness and fertility in Roman mythology. She is depicted as a matron with a cornucopia and a caduceus, sometimes wearing a fruit measure on her head. In ancient Roman culture, felicitas was considered a state of divinely inspired productivity, bliss, or happiness. Felicitas could encompass both a woman’s fertility and a general’s fortune. Felicitas was at once a divine gift, a quality residing in an individual and an infectious ability to create productive conditions outside of oneself. It was a form of „charismatic authority“. The ability to sponsor Felicitas became proof of her existence and the divine favor of her sponsor.

Cicero lists felicitas as one of the four virtues of the exemplary general, along with knowledge of military science (scientia rei militaris), virtus (both bravery and virtue), and auctoritas (authority). Virtus was a regular complement to Felicitas, not believed to be bound to those who proved unworthy. Cicero attributed Felicitas specifically to Pompeius Magnus, even distinguishing this Felicitas from the divine good fortune of successful generals such as Fabius Maximus, Marcellus, Scipio the Younger, and Marius. The phrases (sententiae) of Publilius Syrus are often related to divine attributes, including the Felicitas: „The Felicitas of the people is mighty when she is merciful“ (potens misericors publica est Felicitas).

The cult of Felicitas is first mentioned in the middle of the 2nd century BC. Mentioned when you had a temple from Lucius Licinius Lucullus, from the spoils of his campaigns in Spain in 151/150 BC was built and dedicated. The Temple of Felicitas served in its secondary function as an art museum, like many other temples. It contained several statues from Greece plundered by Mummius, including works by Praxiteles, statuary groups, muses and a Venus. Cicero recommended temple visits for citizens who were interested in art but did not have the means to purchase it. Iulius Caesar’s chariot is said to have been used during his triumphal procession in 46 BC suffered a broken axle right in front of the temple. Unfortunately, during the reign of Claudius, the Temple of Felicitas burned down but was not rebuilt. The works of art could apparently be saved and brought to safety. The temple was located in the Velabrum on the Vicus Tuscus to the Campus Martius.

Sulla identified so closely with Felicitcas that he adopted the anomen Felix. His rule as dictator resulted from a civil war and unprecedented military violence in the city of Rome itself. But he legitimized his authority by claiming that the mere fact of his victory was proof that he was „felix“ and the divine favor of the gods enjoyed. He did not dedicate a temple to Felicitas, but honored her with plays (ludi) on the kalends of November, the „Sulla-Sieges-Spiele“, which were later denounced by Ovid as one of the ever lavish festivals. The later emperor Commodus took felix in 185 AD for the first time in the official imperial title.

Another place of worship for Felicitas in Rome had been planned by Iulius Caesar and possibly begun before his death. The work on the temple was completed by Lepidus on the site of the Curia Hostilia restored by Sulla, in 52 BC destroyed by fire and 44 BC had been torn down by Caesar. This temple appears to have ceased to exist in Hadrian’s time. Its location is probably under the Church of Santi Luca e Martina. Modern research suggests that an Ionic capital and an uncovered tufa wall are remains of this temple.

Felicitas was honored during the republican era at two official festivals of the Roman state religion on July 1st, associated with Iuno, and October 9th as Fausta Felicitas, associated with the Genius Publicus and Venus Victrix. Felicitas received a sacrifice on the Capitoline Hill. These auspices probably took place at an altar or a small shrine (aedicula), but not at a separate temple precinct. The Roman college of twelve priests (fratres arvales) prescribed a cow as an offering. A Cumaean calendar records that a supplicatio (day of public prayer) was celebrated for the „Felicitas of the Empire“ in honor of April 16, the day Augustus was first proclaimed emperor.

Felicitas appears on Roman coins during the imperial period with her main attributes the caduceus and the cornucopia. The earliest known example is Felicitas Publica on a Dupondius issued under Galba. Felicitas Temporum (Happy Times), reflecting an ideology of the Golden Age of Prosperity, was among the virtues used during the reigns of Traian and Antoninus Pius. Septimius Severus, whose reign followed the exceedingly short tenure of Pertinax and the unsatisfactory conditions under Commodus, expressed his efforts to restore the Pax Romana with coins minted among others with Felicitas Temporum and Felicitas Saeculi (Age of Fortune and Prosperity). Some of the coins also associated these slogans with the portraits of the wives and children of the imperial family.

Background:
On the denarius presented here we see Felicitas as a „public personification“. However, Felicitas appears on coins with several epithets focusing on respective aspects of her divine power, which are:

  • Felicitas Augusta, the goddess in her connection with the emperor, the imperial family and the imperial cult associated with it.
  • Felicitas Deorum, as a sign of universal peace and the fullness of all things.
  • Felicitas Fausta (favoured, happy), a state deity cultivated on October 9 in association with Venus Victrix and the Genius Populi Romani.
  • Felicitas Perpetua, the goddess who guarantees eternal happiness.
  • Felicitas Publica, the „public“ Felicitas, signifying the aspect of divine power dealing with the public cause (res publica), the empire, or with the Roman people (populus romanus).
  • Felicitas Saeculi, the „Felicitas of the age“, as an expression of a happy age.
  • Felicitas Temporum, the „Felicitas of the time“, significant for the aspect of Felicitas under the present circumstances.

For posterity in antiquity, the name Elagabalus became a symbol of the vice and decadence of the Roman Empire as well as fatal oriental cultural influences. A serious conflict between conservative Romanism and the Syrian religious tradition, which the young emperor wanted to introduce in Rome, overshadowed his short reign. Mutinous soldiers, piloted by Iulia Mamaea, assassinated Emperor Elagabalus on March 11, 222 AD. Her thirteen-year-old son Alexander took over the imperial dignity without any problems.

Iulia Mamaea carefully educated the young Emperor Severus Alexander, but gave him no decision-making powers. A good relationship with the Senate was important to her. She demonstratively cultivated traditional Roman virtues and values. Unconventional measures by Elagabalus, which had caused offense in the conservative leadership, were reversed. The new, Senate-friendly course marked a departure from the policies of the earlier Severans, whose relations with the Senate had been strained. A fragment from the history of Senator Cassius Dio, handed down by Johannes Zonaras, shows that Mamaea’s willingness to cooperate was well received in the Senate. There it is said that Mamaea provided her son with wise advisers and selected the best advisers from among the senators. Incidentally, one of these men was Cassius Dio himself.

This denarius is minted in this historical context. On the reverse is the personification of Felicitas in her role as „Felicitas Publica“. She is thus the embodiment of happiness for the public cause and the citizens of Rome. The caduceus depicted in the right hand stands for successful trade and thus as a symbol of public prosperity.

During the reign of Elagabalus, the latter neglected the interests of the empire and its subjects in the most criminal way. For him, the entire reign, albeit a short one, was designed solely for his self-portrayal. Nothing was more urgent than to point out to the citizens and leading men of Rome that with Iulia Mamaea and Severus Alexander a change of government had taken place, which now again regarded the interests of the public as the most important task and placed itself in their service.

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