Publia Fulvia Plautilla bis 211 n.Chr.

Silber Denar Rom Publia Fulvia Plautilla 202/205 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 202/205 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 18mm
Gewicht: 3,35g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Roma Numismatic, London, Ex Z.P. Sammlung Österreich
Referenz: RIC IV Caracalla 367

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste der Fulvia Plautilla. Die Inschrift lautet: PLAVTILLA AVGVSTA für Plautilla Augusta.

Im April 202 n.Chr. ließ der amtierende Kaiser seinen Sohn Caracalla, wohl gegen seinen Willen, mit Fulvia Plautilla, der Tochter des ehrgeizigen Gaius Fulvius Plautianus, verheiraten. Dabei erhielt Plautilla den Titel Augusta.

Augusta (die Erhabene) ist eine Ehrenbezeichnung, die römische Kaiser ihren Ehefrauen oder nahen weiblichen Verwandten – etwa ihren Müttern, Schwestern, Großmüttern oder Töchtern – verleihen konnten. Sie stellt bis in die Spätantike das weibliche Gegenstück zum Titel Augustus dar, der im Römischen und frühen Byzantinischen Reich einen Bestandteil der Kaisertitulatur bildete. Obwohl nicht mit bestimmten rechtlichen oder politischen Kompetenzen ausgestattet, kam der Augusta-Würde ideologisch große Bedeutung zu. Die Augustae nahmen oft eine besondere, teils sehr machtvolle Stellung am kaiserlichen Hof ein.

Erstmals bekam Livia Drusilla, die langjährige dritte Ehefrau des ersten Kaisers Augustus, durch testamentarische Verfügung des verstorbenen Princeps im Jahr 14 n.Chr. den Namen Augusta verliehen. Aus dem ehrenhalber verliehenen Cognomen Augusta entwickelte sich zunehmend ein Titel der Kaisergattin oder anderer weiblicher Verwandter, der jedoch – wie auch der Augustus-Titel – keinerlei bestimmte rechtliche Kompetenzen verlieh. Auch fortan war der Augusta-Titel bedeutsam, da er in Gestalt der Augusta als Kaiserinmutter (mater principis) eine dynastische Herrschaft legitimieren konnte. Die Verleihung erfolgte durch einen Senatsbeschluss mit Zustimmung des Kaisers, häufig auch auf dessen Betreiben. Anlässe dafür waren vor allem der Herrschaftsantritt des Kaisers, die Eheschließung oder die Geburt eines Nachkommen. Die Augusta war die erste Frau im Staat, was ihr vor allem zeremonielle Würden und Aufgaben einbrachte. Jedoch waren nicht alle Kaisergattinnen Trägerinnen des Titels. Auch konnte die Verleihung abgelehnt werden (recusatio). Ob kaiserliche Frauen diese Ehre erfuhren oder nicht, gibt aber nicht zwingend Aufschluss über ihre politische Bedeutung. Unabhängig von der Verleihung des Titels Augusta wurden im griechischsprachigen Osten des Imperium Romanum Gattinnen oder weibliche Angehörige der Kaiser häufig mit dem ins Griechische übersetzten Namen Sebaste geehrt.

Iulia Domna führte den Augusta-Titel seit Herrschaftsbeginn ihres Gatten Septimius Severus im Jahr 193 n.Chr. Zudem trug sie als zweite Kaiserin nach Faustina Minor ab 195 n.Chr. den Titel einer mater castrorum, der ihr anlässlich ihrer Anwesenheit im Militärlager verliehen und der später zu mater castrorum et senatus et patriae erweitert wurde. Beide Titel wurden fortan parallel zueinander verwendet. Bei Iulia Mamaea, der Mutter des Severus Alexander, wurde die inoffizielle Titulatur einer spanischen Inschrift zufolge zu einer „Mutter des Heerlagers, des Senats, des Vaterlands und des ganzen Menschengeschlechts“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani) gesteigert.

Septimius Severus Sohn Caracalla machte seine Frau Fulvia Plautilla zur Augusta. Nachdem ihr Vater Plautianus von Caracalla des geplanten Mordes an Septimius Severus bezichtigt und getötet worden war, verlor Plautilla jedoch ihren Titel, wurde verbannt und 211 n.Chr. schließlich ermordet. Ihr Name verfiel der damnatio memoriae. Unter den Severern kam zeitweise vor allem der Großmutter und Mutter des Kaisers die Augusta-Würde und außerordentliche politische Bedeutung zu. So führte Iulia Maesa, die Großmutter Kaiser Elagabals, den Augusta-Titel und widmete sich anstelle ihres unmündigen Enkels den Regierungsgeschäften. Elagabals Mutter und die Tochter Maesas, Iulia Soaemias, erlangte den Titel ebenso wie alle drei bezeugten Ehefrauen des Princeps, Iulia Paula, Aquilia Severa und Annia Faustina. Als Kaiserinmutter des Severus Alexander und Augusta übte Iulia Mamaea über die Volljährigkeit ihres Sohnes hinaus großen Einfluss auf die Regentschaft aus. Auch Severus Alexanders Frau Orbiana trug den Augusta-Titel. In severischer Zeit wurde außerdem der Titel sanctissima Augusta geschaffen, den Inschriften etwa für Iulia Maesa, Iulia Mamaea und Orbiana bezeugen und der sich bis zum Ende des 3. Jahrhunderts häufig findet. Zudem dokumentierten die meisten der machtbewussten Augustae des 3. Jahrhunderts ihre außerordentliche Stellung in eigenen Münzen.

Die Haarpracht und Haarmode der Severer Dynastie. Im Vergleich zu den schrillen Frisuren der flavischen und trajanischen Zeit, die keine hundert Jahre zurücklagen, wirkte das Arrangement der gebildeten syrischen Aristokratentochter Iulia Domna an der Seite des Kaisers Septimius Severus kompliziert, jedoch ein wenig statisch. Wie bei vielen ihrer Vorgängerinnen war die Art und Weise, wie die Haare getragen wurden, Teil des programmatischen kaiserlichen Gesamtkonzepts. Ging es doch darum, eine neue, dauerhafte Dynastie zu etablieren, deren Grundsatz der geregelten Verhältnisse sowohl auf familiärer als auf staatlicher Ebene gelten sollte. 

Iulia Domnas vertikal oder horizontal onduliertes Seitenhaar wurde im Bereich des Hinterkopfes von einem überdimensionalen, vertikalen Chignon überdeckt. Gelegentlich trug die Kaiserin auch einen kleineren Haarknoten im Genick, womit sie eine gewisse Solidarität mit ihrer Schwiegertochter Publia Fulvia Plautilla, ihrer Schwester sowie ihren Nichten Iulia Avita Mamaea und Iulia Soaemias Bassiana an den Tag legte. Auch die drei Schwiegertöchter eben jener Iulia Soaemias Bassiana und Gattinnen des Elagabal – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina und Iulia Cornelia Paula – bildeten dabei keine Ausnahme. Dies galt in gleicherweise für Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana als Schwiegertochter der Iulia Avita Mamaea und als Gattin an der Seite des Kaisers Severus Alexander. Allerdings zeigte sich das severische Kaiserhaus auch Experimenten gegenüber aufgeschlossen, was die Entwicklung des Scheitelzopfes enorm vorantrieb.

Bei Plautilla sind vor allem zwei Frisurentypen zu erkennen. Einmal die sogenannte Melonenfrisur, wahrscheinlich eine für die Göttin Artemis erfundene Mode, welche von Mädchen und jungen Frauen bis ins 3. Jahrhundert n.Chr. getragen wurde. Dieser Frisuren Typus stand als Sinnbild für Unschuld, Unberührtheit und Liebreiz. Hierzu würde auch die Assoziation zum Aspekt der Jungfräulichkeit der Artemis passen, welche sie mit größter Hartnäckigkeit bewahrt und verteidigt. Bei Plautilla waren die Haare dabei zentral gescheitelt und die sogenannten Melonenrippen wurden am Hinterkopf zusammengezogen und zu einem Brötchen gedreht. Ein späterer Typus ist die sogenannte Nestfrisur, bei der das Haar gewellt in den Nacken fällt, bedeckt und die Pietas einer Matrone zum Ausdruck bringen soll. Der freie weibliche Nacken war durchaus erotisch besetzt und hatte daher bei einer erwachsenen und vor allem verheirateten Frau bedeckt zu sein. Plautilla soll auch eine spätere Mode eingeführt haben, den sogenannten Totenkopfzopf, bei dem einzelne Zöpfe zu einem breiten Haarband zusammengezogen werden, das über ihren Nacken gefaltet und dann bis zum Nacken gezogen wird – dieser Stil ist auch auf Münzen der Kaiserinnen Otacilia und Etruscilla zu sehen.

Revers:
Zu sehen ist die nach rechts stehende Personifikation der Pietas mit einem langem Szepter in der rechten Hand und einem Kind im linken Arm haltend. Die Inschrift lautet: PIETAS AVGG für Pietas Augustorum (Frömmigkeit der Augusti).

Unter Pietas verstand man in der Antike das pflichtgerechte Verhalten gegenüber den Göttern und den Menschen. Bereits in republikanischer Zeit wurde der religiöse Begriff durch religio (Frömmigkeit, Verehrung, Religion) ergänzt bzw. ersetzt, sodass er vor allem im menschlichen Zusammenleben zunehmend an Bedeutung gewann. Dabei sind hervorzuheben die Pflichterfüllung gegenüber Eltern, Geschwistern und Verwandte, sowie Verstorbene, aber auch für das Vaterland. Derart als urrömische Tugend angesehen erfolgte rasch ihrer kultischen Personifikation ähnlich der Fides oder des Virtus und auch als Argument der politischen Rhetorik trat sie immer mehr hervor. Besonders hervorgehoben wurde die Pietas des Aeneas bei seiner Flucht aus dem brennenden Troja, da er seinen lahmen Vater auf den Schultern forttrug.

Die Weihe eines eigenen Tempels am forum holitorium (Gemüsemarkt) in Rom erfolgte 181/180 v.Chr. durch Manius Acilius Glabrio auf Basis einer Legende, wonach dort eine Tochter ihren eingekerkerten Vater (oder Mutter) mit ihrer eigenen Milch am Leben erhalten hätte. Als diese Tat bekannt wurde, ließ man den Gefangenen frei und gab beiden lebenslänglichen Unterhalt auf Staatskosten.

Eng verknüpft mit der Pietas ist das Wort pius (fromm, gütig, gerecht, liebevoll), das seit dieser Zeit vermehrt als cognomen (Sippenname) auftritt. Bekanntestes Beispiel hierfür ist der Kaiser Antoninus Pius. Ergänzend häufig finden sich deshalb auch Münzen mit einer Darstellung der Pietas oder des ihr zugeordneten Storches, der seine Eltern im Alter ernährt. Mit Augustus nahmen sich auch die römischen Kaiser des Begriffs als Pietas Augusta im Sinne einer kaiserlichen Grundtugend an, wo hierbei wieder beide Aspekte, das Menschliche und die Religion bedeutend waren.

Hintergrund:
Eine der wichtigsten römischen Tugenden, die Pietas, verpflichtete zum gewissenhaften Verhalten gegenüber Göttern und Menschen, zur Fürsorge für die eigenen Eltern und Kinder ebenso wie zur Ausübung religiöser Handlungen. Dementsprechend wurde ihre Personifikation häufig mit verschleiertem Haar beim Opfer oder in Gebetshaltung an einem Altar dargestellt, wie auf diesem Denar der Fulvia Plautilla. Interessant ist hier die Umschrift PIETAS AVGG, welche nicht nur auf die Kaiserin alleine, sondern auf das Kaiserhaus der Severer verweist. Wahrscheinlich sollte die vorbildliche Pflichterfüllung der Kaiserin und des Kaisers in den Diensten des Staates zum Ausdruck gebracht werden.

Plautillas Münztypen haben einen Schwerpunkt auf Venus und Pietas, ähnlich den Münzen von Iulia Domna, unterstreichen aber auch die Idee der Concordia und der Fortsetzung der Dynastie. Der Pietas-Typ der Plautilla unterscheidet sich subtil von dem ihrer Schwiegermutter. Obwohl die Legende auf der Münze, PIETAS AVGG, auch auf der Münzprägung von Domna zu sehen ist, wird sie von einem Bild von Pietas begleitet, dass ein Zepter und ein Kind hält, ein Hinweis auf Plautillas Rolle als Mutter zukünftiger Kaiser und vielleicht ein Hinweis auf eine Tochter, die sie Caracalla geboren haben könnte.

Quellen:
* Wikipedia: Fulvia Plautilla
* Wikipedia: Caracalla
* Wikipedia: Augusta
* Wikipedia: Pietas
* Wikipedia: Gaius Fulvius Plautianus
* Clare Rowan: The public image of the severan woman
* Feminae: römische Frisuren der römischen Frauen
* Peter Robert Franke, Ilse Paar: die antiken Münzen der Sammlung Heyne

Obverse:
Visible is the draped bust of Fulvia Plautilla facing right. The inscription reads: PLAVTILLA AVGVSTA for Plautilla Augusta.

In April 202 AD the reigning emperor had his son Caracalla, probably against his will, married to Fulvia Plautilla, the daughter of the ambitious Gaius Fulvius Plautianus. Plautilla received the title of Augusta.

Augusta (the sublime) is a title of honor that Roman emperors could bestow on their wives or close female relatives – such as their mothers, sisters, grandmothers or daughters. Until late antiquity it represented the female counterpart to the title Augustus, which was part of the imperial title in the Roman and early Byzantine Empires. Although not endowed with specific legal or political powers, the Augustan dignity was of great ideological importance. The Augustae often held a special, sometimes very powerful position at the imperial court.

For the first time, Livia Drusilla, the longtime third wife of the first Emperor Augustus, was granted a will by the deceased Princeps in 14 AD given the name Augusta. From the honorary cognomen Augusta, a title of the emperor’s wife or other female relatives increasingly developed, which, however – like the Augustus title – did not confer any specific legal powers. The Augusta title was also significant from then on, since it could legitimize dynastic rule in the form of Augusta as Empress Mother (mater principis). The award was made by a Senate decision with the consent of the emperor, often at his instigation. The main reasons for this were the emperor’s accession to power, marriage or the birth of a descendant. The Augusta was the first woman in the state, which above all brought her ceremonial dignities and duties. However, not all imperial wives were holders of the title. The award could also be rejected (recusatio). Whether imperial women received this honor or not does not necessarily provide information about their political importance. Irrespective of the granting of the title Augusta, in the Greek-speaking east of the Roman Empire, wives or female relatives of the emperors were often honored with the name Sebaste, translated into Greek.

Iulia Domna held the Augusta title from the beginning of her husband Septimius Severus‘ reign in 193 AD. In addition, she was the second empress after Faustina Minor from 195 AD the title of mater castrorum, given to her on the occasion of her presence in the military camp and later extended to mater castrorum et senatus et patriae. From then on, both titles were used in parallel. In the case of Iulia Mamaea, the mother of Severus Alexander, the unofficial title was increased according to a Spanish inscription to a „mother of the army camp, the senate, the fatherland and the entire human race“ (mater castrorum et senatus et patriae et universi generis humani).

Septimius Severus son Caracalla made his wife Fulvia Plautilla Augusta. However, after her father Plautianus was accused by Caracalla of planning the murder of Septimius Severus and killed, Plautilla lost her title, was banished and in 211 AD eventually murdered. Her name fell into damnatio memoriae. At times, under the Severans, the grandmother and mother of the emperor in particular held the Augusta dignity and extraordinary political importance. Iulia Maesa, the grandmother of Emperor Elagabalus, held the Augusta title and devoted herself to government affairs in place of her underage grandson. Elagabalus’s mother and Maesa’s daughter, Iulia Soaemias, attained the title, as did all three of the princeps‘ attested wives, Iulia Paula, Aquilia Severa, and Annia Faustina. As Empress Dowager of Severus Alexander and Augusta, Iulia Mamaea exercised great influence on the regency after her son had come of age. Severus Alexander’s wife Orbiana also held the Augusta title. In the Severan period, the title sanctissima Augusta was also created, which inscriptions attest to for example for Iulia Maesa, Iulia Mamaea and Orbiana and which is frequently found up to the end of the 3rd century. In addition, most of the power-conscious Augustae of the 3rd century documented their extraordinary position in their own coins.

The head of hair and hair fashion of the Severan dynasty. Compared to the flamboyant hairstyles of the Flavian and Trajanic periods, less than a hundred years ago, the arrangement of the educated Syrian aristocrat’s daughter Iulia Domna at the side of Emperor Septimius Severus seemed complicated, if a little static. As with many of her predecessors, the manner in which the hair was worn was part of the overall imperial programmatic concept. After all, it was about establishing a new, permanent dynasty, whose principle of regulated relationships should apply both to the family and to the state level.

Iulia Domna’s vertically or horizontally undulated side hair was covered by an oversized, vertical chignon at the back of the head. Occasionally, the empress also wore a smaller bun at the nape of her neck, showing a certain solidarity with her daughter-in-law Publia Fulvia Plautilla, her sister and her nieces Iulia Avita Mamaea and Iulia Soaemias Bassiana. The three daughters-in-law of the same Iulia Soaemias Bassiana and wives of Elagabalus – Iulia Aquilia Severa, Annia Aurelia Faustina and Iulia Cornelia Paula – were no exception. The same applied to Gnaea Seia Herennia Sallustia Barbia Orbiana as daughter-in-law of Iulia Avita Mamaea and as wife at the side of Emperor Severus Alexander. However, the Severan imperial family was also open to experiments, which gave enormous impetus to the development of the crown braid.

At Plautilla, two hairstyle types can be recognized in particular. First the so-called melon hairstyle, probably a fashion invented for the goddess Artemis, which was worn by girls and young women up to the 3rd century AD was carried. This hairstyle type was a symbol of innocence, virginity and charm. The association with the aspect of Artemis‘ virginity, which she preserves and defends with the greatest stubbornness, would also fit in with this. Plautilla’s hair was parted centrally and the so-called melon ribs were pulled together at the back of the head and twisted into a bun. A later type is the so-called nest hairstyle, in which the wavy hair falls on the nape of the neck, covered and intended to express the pietas of a matron. The free female neck was definitely erotically occupied and therefore had to be covered in a grown-up and, above all, married woman. Plautilla is also said to have introduced a later fashion, the so-called skull braid, in which individual braids are gathered into a wide band of hair that is folded over her nape and then pulled down to the nape of her neck – this style is also seen on coins of Empresses Otacilia and Etruscilla.

Reverse:
You can see the personification of Pietas standing to the right with a long scepter in his right hand and a child in his left arm. The inscription reads: PIETAS AVGG for Pietas Augustorum (Piety of the Augusti).

In ancient times, Pietas was understood as the dutiful behavior towards the gods and the people. Already in the Republican period, the religious term was supplemented or replaced by religio (piety, worship, religion), so that it became increasingly important, especially in human coexistence. The fulfillment of duties towards parents, siblings and relatives, as well as the deceased, but also for the fatherland should be emphasized. Viewed as a primeval Roman virtue, it quickly became a cultic personification similar to Fides or Virtus, and it also increasingly emerged as an argument in political rhetoric. The Pietas of Aeneas was particularly emphasized during his escape from burning Troy, as he carried away his lame father on his shoulders.

The consecration of a separate temple at the forum holitorium (vegetable market) in Rome took place in 181/180 BC by Manius Acilius Glabrio on the basis of a legend according to which a daughter there kept her imprisoned father (or mother) alive with her own milk. When this act became known, the prisoner was released and both were given lifelong maintenance at state expense.

Closely linked to the Pietas is the word pius (pious, kind, just, loving), which since then has increasingly appeared as a cognomen (family name). The best-known example of this is the Emperor Antoninus Pius. Coins with a depiction of the Pietas or the stork assigned to her, who feeds his parents in old age, are therefore also frequently found. With Augustus, the Roman emperors also adopted the term as Pietas Augusta in the sense of a basic imperial virtue, where both aspects, the human and the religious, were important.

Background:
One of the most important Roman virtues, the pietas, required conscientious behavior towards gods and humans, caring for one’s parents and children as well as practicing religious rites. Accordingly, her personification was often depicted with veiled hair at the sacrifice or in prayer at an altar, as on this denarius of Fulvia Plautilla. The inscription PIETAS AVGG is interesting here, which not only refers to the empress alone, but also to the imperial house of the Severi. It was probably intended to express the exemplary fulfillment of duty of the empress and emperor in the service of the state.

Plautelli’s coin types have an emphasis on Venus and Pietas, similar to the coins of Iulia Domna, but also emphasize the idea of Concordia and the continuation of the dynasty. Plautilla’s pietas type differs subtly from that of her mother-in-law. Although the legend on the coin, PIETAS AVGG, is also present on the Domna coinage, it is accompanied by an image of Pietas holding a scepter and a child, a reference to Plautelli’s role as the mother of future emperors and perhaps a clue to a daughter she might have borne to Caracalla.

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