Marcus Aurelius Severus Antoninus Caracalla 211 bis 217 n.Chr.

Silber Denar Rom Marcus Aurelius Severus Antoninus Caracalla 199/200 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 199/200 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 20mm
Gewicht: 3,53g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Numidas Numismatic, Wien
Referenz: RIC IV Caracalla 33

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste des Caracalla mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: ANTONINVS AVGVSTVS für Antoninus Augustus.

Geboren als Lucius Septimius Bassianus, erhielt er von seinem Vater um das Jahr 195/196 n.Chr. den Namen Marcus Aurelius Antoninus. Damit wurde er in das Kaisergeschlecht der Antonine aufgenommen und als fiktiver Enkel des Marcus Aurelius ausgegeben. Zur gleichen Zeit wurde ihm der Titel Caesar verliehen, womit er zum künftigen Kaiser designiert wurde. Im Jahr 197, spätestens jedoch 198 n.Chr. wurde er zum Augustus erhoben und mit den kaiserlichen Vollmachten ausgestattet. 

Nach den erfolgreichen Feldzügen gegen die Parther, erhielt er gegen 199 n.Chr. den Ehrentitel „Parthicus maximus“, welcher dann ab 200 n.Chr. auch auf Münzen erscheint. Im Jahr 208 n.Chr. zog die gesamte Kaiserfamilie unter Septimius Severus nach Britannien, um militärisch gegen die Kaledonier und Mäaten weit im Norden Schottlands vorzugehen. Nach dem siegreichen Feldzug führte Caracalla ab 210 n.Chr. den Siegernamen „Britannicus maximus“, den auch sein Vater und sein Bruder annahmen.

Den Siegernamen „Germanicus maximus“ führte Caracalla seit 208 oder 213 n.Chr. Laut einer Publikation von Dr. Werner Robl, kam es bereits auf dem Weg nach Britannien im Jahr 208 n.Chr. zu einer Expedition nach Germanien. Um die sich gegenseitig verhassten Brüder Caracalla und Geta zu trennen, soll Iulia Domna ihren Sohn zur Visitationsreise an den obergermanischen und rätischen Limes geschickt haben. Es kam allerdings zu keinem Krieg, wohl aber die formale Unterwerfung des einen oder anderen Stammes unter die Herrschaft der Römer, was den jungen Caracalla zur Behauptung eines Sieges über die Germanen und zu jenem frühen Scheintitel „Germanicus maximus“ veranlasste. 

Eine zweite Erklärung bietet das Jahr 213 n.Chr. an. Im Sommer dieses Jahres war er in Germanien über den rätischen Limes gegen die Alemannen zu Felde gezogen und hatte schließlich eine erfolgreiche Schlacht mit ihnen am Mainfluss geschlagen. Sein Verhalten zum Feind war jedoch gekennzeichnet durch Verrat und Brutalität. So hatte er die alemannische Jugend aufgerufen unter seinen Fahnen mitzukämpfen und sie dann grausam ermorden lassen. Anschließende Kämpfe scheinen jedoch weniger günstig verlaufen zu sein, denn er sah sich zu Zahlungen an germanische Gruppen veranlasst. Insgesamt gesehen war sein Vorgehen aber offenbar erfolgreich, denn die Lage an der Nordgrenze blieb für zwei Jahrzehnte stabil. 

Allerdings soll Caracalla von den Arvalbrüdern in Rom, einer Priesterschaft in Staatsdiensten, bereits am 17. Mai 213 n.Chr. als „Germanicus maximus“ öffentlich ausgerufen worden sein. Das wären geschlagene drei Monate vor dem mit seinem Namen verbundenen Kampfereignis im Spätsommer desselben Jahres. Wann er den Titel inoffiziell oder offiziell getragen hatte, wird daher noch kontrovers diskutiert. Auf Münzen erscheint der Ehrentitel erstmals ab dem Jahr 213 n.Chr.

Die Beinamen Pius und Felix erscheinen zum ersten Mal offiziell am 1. April 200 n.Chr. und werden meist zwischen dem Namen Antoninus und dem Titel Augustus gestellt. Dabei fehlt der Titel Felix bis 211/212 n.Chr. öfters, so dass in der ersten Zeit Pius allein in der Titulatur vorkommt. Auf Münzprägungen erscheint Pius seit 201 n.Chr. das erste Mal, während Felix erst seit 213 n.Chr. in der Legende zu lesen ist.

Als „Princeps iuventutis“ wurde er meist nur zu Lebzeiten seines Vaters bezeichnet. Die tribunicia potestas erhielt Caracalla im Jahr 198 n.Chr. erstmalig. Das erste Amt des Consulats begleitete er im Jahr 202 n.Chr. Pater Patriae ist nachweisbar seit dem Jahr 205 n.Chr. Den Titel Imperator II erhielt er gegen 207/208 n.Chr. und dann im Jahr 213 n.Chr. als Imperator III. Den Titel „Pontifex Maximus“ trug er richtigerweise erst nach dem Tod seines Vaters Septimius Severus, aber irrtümlich oder aus Schmeichelei wurde er auch schon früher so genannt. Eigentlich war er vor dem Jahr 211 n.Chr. nur Pontifex.

Als Alleinherrscher und Kaiser führte er den Namen Marcus Aurelius Severus Antoninus. Caracalla (richtig eigentlich Caracallus) war ein Spitzname, den er vermutlich ab 208 oder 213 n.Chr. nach einem langen Kapuzenmantel erhielt und in Rom einführte. Dabei handelte es sich um eine vom Kaiser persönlich entworfene modifizierte Luxusausführung eines germanischen oder keltischen Kleidungsstücks. Ein weiterer Spitzname, den Cassius Dio überliefert, war Tarautas. Unter diesem Namen war ein kleinwüchsiger, hässlicher und brutaler Gladiator bekannt, der offenbar ähnlich wie der Kaiser aussah, zumindest nach der Ansicht von dessen Gegnern.

Von Caracalla sind vier Porträttypen bekannt. Sie unterscheiden sich so deutlich, dass ihr Einsetzen mit Hilfe der datierten Münzen genau bestimmt werden kann. Ein erster Typus entstand 196 n.Chr. Unverkennbar ist das jugendlich-lockenköpfige Porträt dem des jungen Marc Aurel nachgebildet. Der Typus entstand zur gleichen Zeit wie ein Porträttypus des Septimius Severus, dessen Gestaltung sich an den letzten Porträttypus des Marc Aurel anlehnt. Die Porträts von Vater und Sohn sollten die behauptete Abstammung aus dem Hause der Antoninen vor Augen führen, die auch in Caracallas neuem Namen zum Ausdruck kam. Von diesem Typus gab es Neuauflagen mit erwachsener werdenden Proportionen.

Im Jahr 204 n.Chr. wurden für Caracalla und Geta neue Bildnistypen geschaffen. Beide trugen nun das kurzgeschorene Haar, das in der Folge im 3. Jahrhundert n.Chr. zur führenden Frisurenmode wurde. Merkwürdigerweise sind die Typen der beiden Brüder einander so ähnlich, dass man sie nicht zuverlässig auseinanderhalten kann. Für beide gab es verschiedene Neuauflagen, die das Älterwerden durch zunehmenden Bartwuchs anzeigten. Auch die Porträts aus dem Jahr der gemeinsamen Regierung 211/12 n.Chr. entsprechen diesen Typen und zeigen beide mit kurzem Vollbart.

Mit dem Gewinn der Alleinherrschaft 212 n.Chr. gestaltete Caracalla sein Porträt völlig neu. Der Kopf ist scharf zur linken Seite gewendet, und die Stirn des massiven Gesichts so kräftig zusammengezogen, dass der Betrachter schwanken kann, ob er in eine Miene höchster Anstrengung oder höchsten Zornes blickt. Caracalla trägt in diesem Porträt eine kurze Lockenfrisur und einen kurzgelockten Bart. Zu diesem Entwurf gehörte die Erfindung eines neuen kurzen Panzerbüstentypus, in dessen straff zur Seite gezogenem Mantel sich die starke Bewegung des Kopfes spiegelt.

Für die Interpretation dieses merkwürdigen Porträts ist es wichtig zu sehen, dass der Kaiser die extreme Inszenierung seiner selbst schon nach wenigen Jahren wieder zurückgenommen hat. In einem 215 n.Chr. geschaffenen Typus wurden die Haltung des Kopfes und die Mimik des Gesichts beruhigt, und Caracalla trägt wieder das kurze Haar, das nun üblich wurde. In einem vermutlich postumen Typus wurde die heftige Mimik des Typus von 212 n.Chr. wieder aufgenommen − man wüsste gern weshalb.

Die extreme Mimik des Porträttypus von 212 n.Chr. muss auch den Zeitgenossen aufgefallen sein. Das zeigen Bemerkungen in der antiken Literatur, die diese Mimik allerdings der Person zuschreiben. Der Zeitgenosse Dio Cassius berichtet, ein Spaßmacher habe gesagt, Caracalla sehe aus, als sei er wütend, weil er sich leidenschaftlich (thymoeidesteron) zu geben pflegte (Dio 78,11). Und in der spätantiken Historia Augusta heißt es, der Kaiser sei als Kind nett gewesen, später aber sei er ‚restrictior, gravior, vultu etiam truculentior, … im Gesichtsausdruck finster‘ geworden (SHA Caracalla 2,4).

Im Hintergrund der merkwürdigen Stilisierung muss vor allem die offenbar besonders ausgeprägte Neigung Caracallas zum Heer und zum Soldatenleben gestanden haben. Er war angeblich keine gute Führungspersönlichkeit, liebte es aber, das Leben der Soldaten zu teilen und wurde dafür von ihnen geliebt. Auch der schon antike Spitzname Caracalla leitet sich von einem bestimmten Soldatenmantel her, den er gern trug. In diesem Sinne könnte der Bildnistypus Kraft, Energie und Einsatzbereitschaft ausgedrückt haben. Ein Bekenntnis zum Heer wäre 212 n.Chr. sehr passend gewesen, denn nach dem Mord an seinem Bruder soll Caracalla sich dorthin geflüchtet haben, als seine Hauptstütze. Vielfach wird außerdem von Caracallas zunehmender Schwärmerei für Alexander dem Großen berichtet. Er soll sogar Doppelhermen mit seinem Bildnis und dem des legendären Makedonen errichtet haben. Für einen Bezug auf Alexander im Porträt, wie ihn andere römische Kaiser gesucht haben, gibt es jedoch keinen Anhaltspunkt.

Revers:
Zu sehen ist der Gott Bonus Eventus, nackt, nach links stehend. In der rechten Hand hält er eine Patera (Trankopferschale) opfernd über einen Altar, in der linken Hand hält er ein Bündel Kornähren. Die Inschrift lautet: BONVS EVENTVS für Bonus Eventus.

Bonus Eventus (glücklicher Ausgang oder auch glückliches Gedeihen) war ein ursprünglich ländlicher Gott der römischen Religion, der wahrscheinlich dem griechischen Triptolemos bzw. dem griechischen Agathos Daimon entsprach und wie dieser dargestellt wurde. Der römische Gelehrte Marcus Terentius Varro nennt ihn als einen der zwölf Götter für den Bereich der Landwirtschaft. Neben seiner Hauptaufgabe, das erfolgreiche Gedeihen in der Landwirtschaft zu garantieren, wurde Bonus Eventus in der Kaiserzeit immer mehr zu einem allgemeinen Symbol für das gute Gelingen schlechthin.

Häufige Darstellungen der Gottheit finden sich auf Münzen mit Blumen, Kornähren, Weintrauben in der Hand, vor einem Altar, auf welchem Opferfeuer brennt, oder als schöner, nackter Jüngling auf einem geflügelten Drachenwagen, in der Rechten eine Opferschale, in der Linken Kornähren und ein Füllhorn. Eine angeblich vom bekannten Bildhauer Praxiteles gefertigte, ursprünglich eine griechische Gottheit darstellende Statue, die später in Bonus Eventus umbenannt wurde, befand sich gemeinsam mit einer Statue der Bona Fortuna auf dem Kapitol.

Ein von seiner Entstehungszeit nicht mehr einzuordnender Tempel der Gottheit befand sich auf dem Campus Martius in Rom bei den Agrippa-Thermen. Auch in römischen Provinzen, so etwa bei Mogontiacum, dem heutigen Mainz, wurde Bonus Eventus verehrt.

In Mainz wurden auch zwei geweihte Altäre gefunden, einer davon im Jahr 1921 bei Kanalarbeiten in der „Acker“ genannten Straße in 3 Meter Tiefe. Der Fundort war nahe dem Legionslagerort (Cästrich). Die Rückwand des Altarsteines ist unbearbeitet, er stand wohl an der Wand eines sacellums fanums. Die Inschrift lautet aufgelöst: „Genio loci Eventu Bono Fortunae Conservatrici Titus Vindelicius Tertinus miles legionis XXII primigeniae piae fidelis strator consularis sacerdos fani libens solvit cum liberto primipili legionis eius Imp Antonino II et Geta Caesare (cos)“ – damit kann der Altar zudem auf das Jahr 205 n.Chr. datiert werden. Der zweite Altarstein wurde ebenso in der Nähe des Legionslagergebietes neben der äußeren Gaupforte (ehemals Pulverturm) gefunden. Auch er wurde Bonus Eventus zu Ehren der Kaiser Septimius Severus und Caracalla geweiht.

Hintergrund:
Bonus Eventus war die Personifikation des glücklichen Ausgangs, der sich vor allem auf das Gedeihen und Wohlergehen des Staates bezog. Ein konkreter Bedeutungsbezug zeigte sich im Verhältnis zum Ackerbau, da mit den Verben evenire und eventus das Aufgehen der Saat verbunden wurde. Arias betont vor allem den vorausschauenden Aspekt der Zukunft in Zusammenhang mit Bonus Eventus, denn sie wird eng mit positiven Auspizien verbunden.

Mit Bonus Eventus verwies Septimius Severus als Restitutionsmaßnahme auf die positiven Aspekte seiner Herrschaft nach seiner Herrschaftsübernahme. Mit seinen beiden Söhnen Caracalla und Geta wollte Septimius eine eigene Dynastie begründen. Die Fortführung und Beständigkeit der Severischen Regierung durch seinen Sohn und Nachfolger Caracalla steht dabei, mit Bonus Eventus, als zukunftsbezogene Garantie für das Gedeihen und Wohlergehen des Staates und dem römischen Volk. 

Quellen:
* Wikipedia: Caracalla
* Wikipedia: Bonus Eventus
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser
* Peter Robert Franke, Ilse Paar: die antiken Münzen der Sammlung Heynen
* Dr. Werner Robl: Der Ehekamm auf dem Gödenacker bei Berching, Schauplatz der Caracalla-Expedition des Jahres 213 n.Chr.

Obverse:
You can see the right-facing draped bust of Caracalla with a laurel wreath. The inscription reads: ANTONINVS AVGVSTVS for Antoninus Augustus.

Born as Lucius Septimius Bassianus, he received from his father around the year 195/196 AD the name of Marcus Aurelius Antoninus. He was thus accepted into the imperial family of the Antonines and issued as the fictitious grandson of Marcus Aurelius. At the same time he was given the title of Caesar, designating him as the future emperor. In the year 197, but no later than 198 AD he was promoted to Augustus and endowed with imperial powers.

After the successful campaigns against the Parthians, he received around 199 AD the honorary title „Parthicus maximus“, which then from 200 AD also appears on coins. In the year 208 AD moved the entire imperial family under Septimius Severus to Britain to take military action against the Caledonians and Maatians in the far north of Scotland. After the victorious campaign, Caracalla led from 210 AD the winning name „Britannicus maximus“, which his father and brother also adopted.

Caracalla used the victor’s name „Germanicus maximus“ from 208 or 213 AD. According to a publication by Dr. Werner Robl, it came on the way to Britain in 208 AD for an expedition to Germania. In order to separate the mutually hated brothers Caracalla and Geta, Iulia Domna is said to have sent her son on a visitation trip to the Upper Germanic and Rhaetian Limes. However, there was no war, but the formal submission of one or the other tribe under Roman rule, which prompted the young Caracalla to claim a victory over the Germans and to that early pseudo-title „Germanicus maximus“.

The year 213 AD offers a second explanation. at. In the summer of that year he campaigned in Germania across the Rhaetian Limes against the Alemanni and finally fought a successful battle with them on the Main River. However, his attitude towards the enemy was marked by treachery and brutality. So he called on the Alemannic youth to fight under his banner and then had them cruelly murdered. Subsequent battles, however, seem to have gone less favorably, for he felt compelled to make payments to Germanic groups. Overall, however, his approach was apparently successful, as the situation on the northern border remained stable for two decades.

Caracalla was probably by the Arvalbrothers in Rome, a priesthood in civil service, as early as May 17, 213 AD publicly proclaimed as „Germanicus maximus“. That would be a full three months before the battle event associated with his name in late summer of the same year. When he had unofficially or officially borne the title is therefore still a matter of controversy. The title first appears on coins from the year 213 AD.

The epithets Pius and Felix appear officially for the first time on April 1, 200 AD and are usually placed between the name Antoninus and the title Augustus. The title Felix is missing until 211/212 AD often, so that initially Pius appears alone in the title. Pius has appeared on coinage since 201 AD the first time, while Felix only since 213 AD can be read in the legend.

He was usually only referred to as „Princeps iuventutis“ during his father’s lifetime. Caracalla received the tribunicia potestas in 198 AD first time. He accompanied the first office of consulship in 202 AD. Pater Patriae is verifiable since the year 205 AD. He received the title Imperator II around 207/208 AD and then in 213 AD as Emperor III. He correctly bore the title „Pontifex Maximus“ only after the death of his father Septimius Severus, but he was also called that earlier, either by mistake or out of flattery. Actually he was before the year 211 AD only pontifex.

As sole ruler and emperor, he bore the name Marcus Aurelius Severus Antoninus. Caracalla (actually Caracallus) was a nickname he probably used from 208 or 213 AD received after a long hooded cloak and introduced in Rome. This was a modified luxury version of a Germanic or Celtic garment personally designed by the emperor. Another nickname given to Dio by Cassius was Tarautas. By this name was known a short, ugly, and brutal gladiator who apparently looked similar to the emperor, at least according to his opponents.

Four types of portraits of Caracalla are known. They differ so clearly that their use can be precisely determined with the help of the dated coins. A first type emerged in 196 AD. The youthful, curly-headed portrait is unmistakably based on that of the young Marc Aurel. The type was created at the same time as a portrait type of Septimius Severus, the design of which is based on the last portrait type of Marc Aurel. The portraits of father and son were intended to demonstrate the alleged descent from the house of the Antonines, which was also reflected in Caracalla’s new name. There were new editions of this type with growing proportions.

In the year 204 AD new types of portraits were created for Caracalla and Geta. Both now wore the short-cropped hair that subsequently became popular in the 3rd century AD became the leading hairstyle fashion. Oddly enough, the types of the two brothers are so similar that one cannot reliably tell them apart. There were various new editions for both, which indicated aging through increasing beard growth. The portraits from the year of the joint government 211/12 AD correspond to these types and both show a short full beard.

With the gain of sole rule in 212 AD Caracalla completely redesigned his portrait. The head is turned sharply to the left, and the forehead of the massive face is drawn together so violently that the viewer can vacillate between looking into an expression of supreme exertion or supreme anger. Caracalla wears a short curly hairstyle and a short-curled beard in this portrait. Part of this design was the invention of a new type of short armored bust, in whose cloak pulled tightly to one side the strong movement of the head is reflected.

For the interpretation of this strange portrait, it is important to see that the emperor took back the extreme staging of himself after just a few years. In a 215 AD in the type created, the pose of the head and the facial expressions were calmed, and Caracalla once again wore the short hair that was now customary. In a presumably posthumous type, the violent facial expressions of the type of 212 AD were used. resumed – one would like to know why.

The extreme facial expressions of the portrait type from 212 AD must also have caught the eye of his contemporaries. This is shown by comments in ancient literature, which, however, attribute these facial expressions to the person. The contemporary Dio Cassius reports that a jester said that Caracalla looked angry because he used to give himself passionately (thymoeidesterone) (Dio 78:11). And in the late antique Historia Augusta it says that the emperor was nice as a child, but later he became ‚restrictior, gravior, vultu etiam truculentior, … in facial expression dark‘ (SHA Caracalla 2,4).

In the background of the strange stylization, above all, must have been Caracalla’s particularly pronounced inclination towards the army and the life of a soldier. He was said not to be a good leader, but loved sharing the lives of the soldiers and was loved by them for it. The ancient nickname Caracalla also derives from a certain soldier’s coat that he liked to wear. In this sense, the portrait type could have expressed strength, energy and commitment. A commitment to the army would be 212 AD very appropriate, since after the murder of his brother, Caracalla is said to have taken refuge there as his mainstay. Caracalla’s growing infatuation with Alexander the Great is also widely reported. He is said to have erected double herms with his portrait and that of the legendary Macedonian. However, there is no evidence of a reference to Alexander in the portrait, as other Roman emperors sought.

Reverse:
Shown is the god Bonus Eventus, naked, standing to the left. In his right hand he holds a patera (libation bowl) offering offerings over an altar, in his left hand he holds a bundle of ears of corn. The inscription reads: BONVS EVENTVS for Bonus Eventus.

Bonus Eventus (happy outcome or happy prosperity) was an originally rural god of the Roman religion, who probably corresponded to the Greek Triptolemos or the Greek Agathos Daimon and was represented like this. The Roman scholar Marcus Terentius Varro names him as one of the twelve gods for the field of agriculture. In addition to its main task of guaranteeing successful prosperity in agriculture, Bonus Eventus became more and more a general symbol for good success in the imperial era.

Frequent depictions of the deity are found on coins with flowers, ears of corn, grapes in hand, in front of an altar on which sacrificial fire burns, or as a handsome, naked youth on a winged dragon chariot, in the right hand a sacrificial bowl, in the left ears of corn and a Cornucopia. A statue originally of a Greek deity, later renamed Bonus Eventus, said to have been made by the well-known sculptor Praxiteles, was placed on the Capitol together with a statue of Bona Fortuna.

A temple of the deity that can no longer be classified from its date of origin was located on the Campus Martius in Rome near the Agrippa thermal baths. Bonus Eventus was also worshiped in Roman provinces, such as near Mogontiacum, today’s Mainz.

Two consecrated altars were also found in Mainz, one of them in 1921 during sewer works in the street called „Acker“ at a depth of 3 meters. The find spot was near the legionary camp (Cästrich). The back wall of the altar stone is unworked, it probably stood on the wall of a sacellums fanum. The inscription reads: „Genio loci Eventu Bono Fortunae Conservatrici Titus Vindelicius Tertinus miles legionis XXII primigeniae piae fidelis strator consularis sacerdos fani libens solvit cum liberto primipili legionis eius Imp Antonino II et Geta Caesare (cos)“ – so the altar can also be on the Year 205 AD to be dated. The second altar stone was also found near the legionary camp area next to the outer Gau gate (formerly the powder tower). It too was dedicated to Bonus Eventus in honor of Emperors Septimius Severus and Caracalla.

Background:
Bonus Eventus was the personification of happy endings, related primarily to the prosperity and well-being of the state. A concrete reference to the meaning was shown in relation to agriculture, since the sprout of the seed was connected with the verbs evenire and eventus. Arias particularly emphasizes the prescient aspect of the future in connection with Bonus Eventus, because it is closely associated with positive auspices.

With Bonus Eventus, Septimius Severus referred to the positive aspects of his rule after his assumption of power as a measure of restitution. Septimius wanted to found his own dynasty with his two sons Caracalla and Geta. The continuation and stability of the Severan government by his son and successor Caracalla stands, with bonus eventus, as a future-oriented guarantee for the prosperity and well-being of the state and the Roman people.

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