Marcus Aurelius Severus Alexander 222 bis 235 n.Chr.

Silber Denar Rom Marcus Aurelius Severus Alexander 231/235 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 231/235 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 19mm
Gewicht: 3,02g
Münzstätte: Rom
Provenienz: V.L. Nummus, Innsbruck
Referenz: RIC IV Severus Alexander 238

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete kürrasierte, drapierte Büste des Severus Alexander mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: IMP ALEXANDER PIVS AVG für Imperator Alexander Pius Augustus.

Severus Alexanders ursprünglicher Name war Bassianus Alexianus. Ab Juni 221 n.Chr. nannte er sich Marcus Aurelius Alexander, als Kaiser trug er den Namen Marcus Aurelius Severus Alexander. Meuternde Soldaten, die von seiner Mutter Iulia Mamaea gesteuert wurden, ermordeten Elagabal am 11. März 222 n.Chr. Der dreizehnjährige Alexander übernahm problemlos die Kaiserwürde. Am 13. März wurde er vom Heer zum Kaiser ausgerufen, am folgenden Tag verlieh ihm der Senat den Titel Augustus. Als Grundlage seiner Zugehörigkeit zum Kaisergeschlecht der Aurelier betrachtete er fortan nicht mehr die Adoption durch Elagabal, sondern seine fiktive Abstammung von Caracalla. Auf Inschriften wurde er als Sohn des „göttlichen Antoninus“ (Caracalla) bezeichnet. Außerdem nahm er den an Septimius Severus erinnernden Namen Severus an.

Die Porträts des Alexander Severus sind vergleichsweise zahlreich überliefert. Sie gehören alle einem Grundtypus an. Für ihn typisch sind ein jugendliches Gesicht ohne Mimik und eine Kurzhaarfrisur aus feinen „Federchen“ (sogenannte a-penna-Technik), die bei den handwerklich anspruchsvollen Exemplaren immer in derselben Form „gekämmt“ ist. Die Federchen teilen sich an der linken Stirnecke, werden an der linken Schläfe zurückgestrichen und laufen über der Stirnmitte mit konvexer Kontur zur rechten Seite. An der rechten Stirnecke machen sie einen kleinen Gegenschwung, biegen nach vorn und werden in der unteren Schläfenzone nach hinten gestrichen. Auffallend sind bei allen Porträts die vollen, schön geschwungenen Lippen.

Die Proportionen der Köpfe variieren und zeichnen damit das Erwachenwerden des Kaisers vom 13jährigen Knaben bis zum 26jährigen jungen Mann nach. Entsprechend nimmt der Bartwuchs zu. Das kindliche Porträt auf einer Togabüste in Rom (Kapitolinische Museen) stellt die früheste Version dar. Der Kopf in Berlin ist deutlich größer und gibt den Heranwachsenden mit einem Bartanflug auf der Oberlippe wieder. Der leicht überlebensgroße Kopf in Paris zeigt den jungen Erwachsenen mit einem Bart, der ganz um das Kinn herumläuft, sowie mit einem Bärtchen auf der Oberlippe. Die Kinderporträts wurden zuweilen auf den 20 Jahre später lebenden Sohn des Philippus Arabs, Philippus Minor bezogen. Doch die feinen Divergenzen in den Physiognomien und die stilistischen Unterschiede in der Haarwiedergabe − die für die zwanziger Jahre typischen „Federchen“ bei Alexander Severus und die einfache Pickung des Haares bei Philipus Minor − bestätigen die Deutung der Kinderbildnisse vom Typus Kapitol als solche des Alexander Severus. Ob dieser Typus anlässlich der Adoption des Alexander Severus durch Elegabal (221 n.Chr.) oder anlässlich seines Regierungsantritts (222 n.Chr.) geschaffen wurde, lässt sich nicht entscheiden.

Lange galten die glatten wohlgeformten Züge des Alexander Severus als klassizistisch und die wirklichkeitsnahen der Soldatenkaiser als realistisch. Deshalb sah man im 3. Jahrhundert n.Chr. unterschiedliche Stilrichtungen mit divergierenden inhaltlichen Hintergründen am Werke. Doch sind die Bildnisse des Alexander Severus einfach solche eines jungen Kaisers. Die zahlreichen Thronfolgerbildnisse der Folgezeit wurden durchaus ähnlich stilisiert. Die Bildnisse junger Männer folgten ganz offensichtlich einem anderen Modell als die Bildnisse altgedienter Militärführer, aus deren Reihen die meisten Kaiser des 3. Jahrhunderts n.Chr. stammten. Ein Bronzekopf unbekannter Herkunft in Bochum gibt den Typus des Alexander Severus so vereinfacht wieder, dass man an der Benennung zweifeln könnte. Doch die deutliche Überlebensgröße spricht in dieser Zeit für ein Kaiserporträt. Die Spuren heftiger willentlicher Zerstörung, die dieses Porträt aufweist, sind sichtbarer Ausdruck von memoria damnata am Bildnis eines gewaltsam gestürzten Kaisers.

Die Münztypen unter Severus Alexander sind weitgehend konservativ. Der Kaiser selbst nannte sich gelegentlich auf Münzen „Restitutor Monetae“. Prägungen von Buntmetallmünzen erlebten eine kleine Renaissance, den unter Caracalla und anfänglich unter Elagabal geprägten Antoninian ließ er gar nicht mehr ausgeben. Auch sonst war Severus Alexander mit seiner Mutter Iulia Mamae reichlich bemüht nach den katastrophalen Jahren unter Elagabal, wieder so etwas wie eine römisch traditionelle Rückbesinnung und dadurch eine Beruhigung der Stimmung beim römischen Volk und dem Adel herbeizuführen.

Revers:
Zu sehen ist der nackte, nur mit einem Umhang versehene Gott Iuppiter. Den Kopf nach rechts gerichtet, den Körper in kriegerischer Stellung mit dem rechten Bein nach links stehend. In der rechten Hand bereit einen Blitz zu schleudern, während er in der linken ausgestreckten Hand einen Adler hält. Die Inschrift lautet: IOVI PROPVGNATORI für Iovi Propugnatori (Iuppiter der Verteidiger, Beschützer).

Iuppiter ist der Name der obersten Gottheit der römischen Religion. Eine ältere Namensform ist Diēspiter. Er wurde oft als Iuppiter Optimus Maximus bezeichnet (bester und größter Iuppiter), in Inschriften meist abgekürzt zu IOM. Iuppiter entspricht dem griechischen Himmelsvater Zeus. Der ältere Name Diēspiter setzt sich aus dieis (lateinisch dies „Tag“) und pater (lateinisch „Vater“) zusammen und bedeutet demnach „Himmelsvater“. Das iu in Iuppiter und der Name Zeus gehen auf dieselbe indoeuropäische Wurzel diu für „hell“ zurück, welche die Haupteigenschaft Iuppiters als alter Himmels- und Wettergott bezeichnet, der auch als Lichtbringer verstanden wurde. Entsprechend ist eine Nebenbedeutung von Iuppiter auch einfach „Himmel“ oder „Luft“.

Wie viele andere antike Götter wurde Iuppiter mit verschiedenen Beinamen verehrt, die jeweils bestimmte Aspekte betonten oder mit einzelnen Örtlichkeiten verbunden waren bzw. örtliche Götter vereinnahmten. Als Iuppiter Latiaris wurde er von den Latinern als Schutzgottheit ihres erst später von Rom dominierten Städtebundes verehrt, sein Tempel befand sich daher außerhalb Roms in den Albaner Bergen. Als Staatsgott war er Iuppiter Optimus Maximus, als oberster Gott in der im Tempel auf dem Kapitol verehrten Kapitolinischen Trias war er Iuppiter Capitolinus.

Weitere Beinamen gehen auf alte Kulte zurück, wie Iuppiter Feretrius (der Edelbeuteträger) oder Iuppiter Stator (der die Feinde zum Stehen bringt). Andere erlangten erst in der Kaiserzeit Bedeutung, so der Kult des Iuppiter Tonans (der Donnerer), der eigentlich eine Übertragung des griechischen Zeus Bronton ist. Als Iuppiter Pluvius (der Regnende) wurde er zur Beendigung sommerlicher Dürren angerufen.

Unter den Eigenschaften, welche man in Rom mit Iuppiter verband, muss man auch an die kriegerischen denken. Iuppiter wurde im ganzen Imperium neben Mars als eigentlicher Entscheider der Schlachten und Gott des Sieges verehrt. 

Iuppiter in seiner kriegerischen Rolle war der Kult des Iuppiter Stator (der Flucht hemmende Iuppiter bzw. Iuppiter der Erhalter) gewidmet. Dieser Gott besaß in Rom zwei Tempel. Der eine befand sich bei der Porta Mugionia an der Nordseite des Palatins. Der Sage nach ging auch er auf Romulus zurück, tatsächlich wurde er 294 v.Chr. von Marcus Atilius Regulus im dritten Samnitenkrieg gelobt und wenig später erbaut. Ein anderer Tempel des Iuppiter Stator wurde von Quintus Caecilius Metellus Macedonicus nach seinem Triumph 146 v.Chr. in der Nähe des Circus Flaminius erbaut.

In der Funktion dem Iuppiter Stator ähnlich ist Iuppiter Victor (der Sieger), dessen Tempel von Quintus Fabius Maximus Rullianus ebenfalls im Samnitenkrieg votiert wurde. Der Tempel befand sich vermutlich auf dem Quirinal. Weitere militärisch orientierte Iuppiter-Kulte waren dem Iuppiter Invictus (unbesiegter Iuppiter) und dem Iuppiter Propugnator (der Streiter) gewidmet.

Das zweifellos bedeutendste Heiligtum des Iuppiter und der Sitz des Staatskultes befand sich auf dem Kapitol. Der nördliche, höhere Gipfel des Kapitols hieß arx („Burg“). Hier endete die Prozessionsstraße Via sacra und hier befand sich die Beobachtungsstätte der Auguren, von der aus sie den Flug der Vögel verfolgten.

Iuppiter wurde auf kaiserlichen Münzen gerne mit dem Beinamen Propugnator benannt. Dies sollte verdeutlichen, dass der Kaiser in einer Schlacht gegen Feinde und Barbaren von Iove selbst verteidigt wurde. Oft wurden daher im Tempel des Gottes Opfer zur eigenen Sicherheit dargebracht.

Hintergrund:
In deutlicher Abkehr von Elagabal, der bekanntlich den emesischen Sonnengott in Rom einführte und ihm, wie Cassius Dio polemisch berichtet, sogar gegenüber Iuppiter den Vorrang einräumte, bekannte sich sein Nachfolger Severus Alexander wieder zu traditionellen römischen Gottheiten. Im berühmten feriale Duranum, einem Festkalender des römischen Heeres aus Dura Europos, ist nicht ohne Grund jedes Jahr zum Regierungsjubiläum des Severus Alexander ein Opfer an die traditionellen Gottheiten Iuppiter, Juno, Minerva und Mars vorgesehen. So ist es nur konsequent, dass zur Regierungszeit des Severus Alexander in der Reichsprägung in hoher Frequenz Iuppiter auf Münzen dargestellt wurde. Damit orientiert sich der junge Kaiser eindeutig an dem Dynastiebegründer Septimius Severus.

Die Iuppiter-Propugnator-Prägung des Severus Alexander rezipiert gleichfall seine bedeutende Prägung des Septimius Severus mit gleicher Revers-Ikonographie. Auf den Münzrückseiten ist Iuppiter in einer kriegerischen Pose dargestellt, wie er einen Blitz schleudert. Bei einigen Münztypen hält er zu dem noch sein Attribut-Tier, den Adler, in der vorgestreckten Linken. Begleitet wird diese Prägung in der Regel von der erläuternden Umschrift IOVIS PROPVGNATOR, gegebenenfalls mit dem Zusatz S C im Feld von Aes-Prägungen. Es ist bezeichnend, dass die Münzen dieser ikonographischen Gruppe in den Zeitraum von 231 bis 232n.Chr. datieren und somit im ereignisgeschichtlichen Kontext des Perserkrieges zu verorten sind. Severus Alexander setzt also auf eine sehr imposante und einschlägige Ikonographie, mit der er die Bedeutungseiner persönlichen Schutzgottheit Iuppiter in einer durchaus kritischen Phase seiner Regierung demonstriert. Doch auch die Ausprägungsform der Schutzbeziehung ist bei diesem Münztyp evident, erhoffte man sich doch offensichtlich Unterstützung vom Göttervater im anstehenden Perserkrieg (Domenic Schäfer).

Quellen:
* Wikipedia: Severus Alexander
* Wikipedia: Iuppiter
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser
* Peter Robert Franke, Ilse Paar: die antiken Münzen der Sammlung Heynen
* Domenic Schäfer: Iuppiter als Schutzgott des Alexander Severus in der Reichsprägung

Obverse:
You can see the cuirassed, draped bust of Severus Alexander facing right, wearing a laurel wreath. The inscription reads: IMP ALEXANDER PIVS AVG for Imperator Alexander Pius Augustus.

Severus Alexander’s original name was Bassianus Alexianus. From June 221 AD he called himself Marcus Aurelius Alexander, and as emperor he bore the name Marcus Aurelius Severus Alexander. Mutinous soldiers, piloted by his mother Iulia Mamaea, murdered Elagabalus on March 11, 222 AD. Thirteen-year-old Alexander easily assumed the imperial dignity. On March 13, he was proclaimed emperor by the army, and the following day the Senate bestowed the title of Augustus on him. From then on, he no longer considered the adoption by Elagabalus to be the basis of his affiliation with the imperial family of the Aurelier, but his fictitious descent from Caracalla. On inscriptions he was referred to as the son of the „divine Antoninus“ (Caracalla). He also took the name Severus, reminiscent of Septimius Severus.

The portraits of Alexander Severus are comparatively numerous. They all belong to one basic type. A youthful face without facial expressions and a short hairstyle made of fine „feathers“ (so-called a-penna technique), which is always „combed“ in the same form in the technically demanding specimens, are typical of him. The feathers divide at the left corner of the forehead, are brushed back at the left temple and run across the middle of the forehead with a convex contour to the right side. At the right corner of the forehead they make a small counter swing, bend forward and are stroked backwards in the lower temple zone. The full, beautifully curved lips are striking in all the portraits.

The proportions of the heads vary and thus depict the emperor’s awakening from a 13-year-old boy to a 26-year-old young man. The beard growth increases accordingly. The childlike portrait on a toga bust in Rome (Capitoline Museums) represents the earliest version. The head in Berlin is significantly larger and shows the adolescent with a touch of beard on the upper lip. The slightly larger-than-life head in Paris shows the young adult with a beard that runs all the way around the chin and a little beard on the upper lip. The children’s portraits were sometimes related to Philippus Arab’s son, Philippus Minor, who lived 20 years later. However, the subtle divergences in the physiognomies and the stylistic differences in the rendering of the hair – the „little feathers“ typical of the twenties in Alexander Severus and the simple plucking of the hair in Philipus Minor – confirm the interpretation of the Capitol-type children’s portraits as those of Alexander Severus . Whether this type was created on the occasion of the adoption of Alexander Severus by Elegabalus (221 AD) or on the occasion of his accession to power (222 AD) cannot be determined.

For a long time, the smooth, well-formed features of Alexander Severus were considered classicistic and the realistic ones of the soldier emperors were considered realistic. Therefore one saw in the 3rd century AD different styles with diverging content backgrounds at work. But the portraits of Alexander Severus are simply those of a young emperor. The numerous portraits of heirs to the throne that followed were stylized in a similar way. The portraits of young men evidently followed a different model from the portraits of veteran military leaders, from whom most emperors of the third century AD were drawn. came from. A bronze head of unknown origin in Bochum reproduces the type of Alexander Severus in such a simplified way that one could doubt the naming. But the clear larger than life size speaks for an imperial portrait at this time. The traces of violent deliberate destruction that this portrait shows are visible expressions of memoria damnata in the portrait of a violently overthrown emperor.

The coin types under Severus Alexander are largely conservative. The emperor himself occasionally called himself „Restitutor Monetae“ on coins. Minting of non-ferrous metal coins experienced a small renaissance, the Antoninianus minted under Caracalla and initially under Elagabalus was no longer issued. After the catastrophic years under Elagabalus, Severus Alexander and his mother Iulia Mamae made every effort to bring about something resembling a traditional Roman return, thereby calming the mood of the Roman people and the nobility.

Reverse:
You can see the naked god Iuppiter, only provided with a cloak. Head turned to the right, body standing in martial stance with right leg to the left. In his right hand ready to hurl a bolt of lightning, while in his outstretched left hand he holds an eagle. The inscription reads: IOVI PROPVGNATORI for Iovi Propugnatori (Iuppiter the defender, protector).

Iuppiter is the name of the supreme deity of the Roman religion. An older form of the name is Diēspiter. He was often referred to as Iuppiter Optimus Maximus (best and greatest Iuppiter), usually abbreviated to IOM in inscriptions. Iuppiter corresponds to the Greek heaven father Zeus. The older name Diēspiter is made up of dieis (Latin this „day“) and pater (Latin „father“) and therefore means „heavenly father“. The iu in Iuppiter and the name Zeus go back to the same Indo-European root diu for „light“, which denotes the main quality of Iuppiter as an ancient god of sky and weather, who was also understood as the bringer of light. Similarly, a connotation of Iuppiter is simply „sky“ or „air.“

Like many other ancient gods, Iuppiter was worshiped by a variety of epithets, each emphasizing particular aspects or associated with particular localities or assimilating local gods. As Iuppiter Latiaris, he was worshiped by the Latins as the tutelary deity of their league of cities, which was only later dominated by Rome, so his temple was outside of Rome in the Alban Hills. As the god of the state he was Iuppiter Optimus Maximus, as the supreme god in the Capitoline triad worshiped in the temple on the Capitol he was Iuppiter Capitolinus.

Other nicknames go back to old cults, such as Iuppiter Feretrius (the bearer of noble booty) or Iuppiter Stator (who brings the enemies to a standstill). Others only gained importance in the imperial period, such as the cult of Iuppiter Tonans (the Thunderer), which is actually a translation of the Greek Zeus Bronton. As Iuppiter Pluvius (the raining one) he was invoked to end summer droughts.

Among the qualities associated with Jupiter in Rome, one must also think of warlike qualities. Iuppiter was worshiped throughout the Empire alongside Mars as the actual decider of battles and the god of victory.

The cult of Iuppiter Stator (Iuppiter preventing the flight or Iuppiter the preserver) was dedicated to Iuppiter in his warlike role. This god had two temples in Rome. One was at the Porta Mugionia on the north side of the Palatine. According to legend, he also went back to Romulus, in fact he was 294 BC praised by Marcus Atilius Regulus in the Third Samnite War and built a little later. Another temple of Iuppiter Stator was built by Quintus Caecilius Metellus Macedonicus after his triumph in 146 BC built near the Circus Flaminius.

Similar in function to Iuppiter Stator is Iuppiter Victor (the victor), whose temple was voted by Quintus Fabius Maximus Rullianus, also in the Samnite War. The temple was probably on the Quirinal. Other military-oriented Iuppiter cults were dedicated to Iuppiter Invictus (undefeated Iuppiter) and Iuppiter Propugnator (the fighter).

Undoubtedly the most important sanctuary of Iuppiter and the seat of the state cult was on the Capitol. The northern, higher peak of the Capitol was called arx („castle“). Here the Via Sacra processional way ended and here was the observatory of the augurs, from which they followed the flight of the birds.

Iuppiter was often referred to with the nickname Propugnator on imperial coins. This should make it clear that in a battle against enemies and barbarians, the Emperor was being defended by Iove himself. Therefore, sacrifices were often made in the temple of the god for their own safety.

Background:
In a clear departure from Elagabalus, who is known to have introduced the Emesian sun god to Rome and, as Cassius Dio polemically reports, even gave him precedence over Jupiter, his successor Severus Alexander once again professed traditional Roman deities. In the famous feriale Duranum, a festival calendar of the Roman army from Dura Europos, it is not without reason that a sacrifice to the traditional deities Iuppiter, Juno, Minerva and Mars is planned every year on the jubilee of Severus Alexander. So it is only logical that during the reign of Severus Alexander in the imperial coinage Jupiter was depicted on coins with high frequency. The young emperor clearly oriented himself towards the founder of the dynasty, Septimius Severus.

The Iuppiter propugnator issue of Severus Alexander also adopts his important issue of Septimius Severus with the same reverse iconography. The reverse of the coin depicts Jupiter in a martial pose, hurling a bolt of lightning. With some coin types he also holds his attribute animal, the eagle, in his outstretched left hand. This coinage is usually accompanied by the explanatory inscription IOVIS PROPVGNATOR, possibly with the addition SC in the field of Aes coinage. It is significant that the coins of this iconographic group date to the period 231-232 AD date and are therefore to be located in the event-historical context of the Persian War. Severus Alexander thus relies on a very impressive and relevant iconography, with which he demonstrates the importance of his personal tutelary deity Jupiter in a thoroughly critical phase of his reign. But the form of the protective relationship is also evident in this type of coin, since support was obviously hoped for from the father of the gods in the forthcoming Persian war (Domenic Schäfer).

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