Marcus Aurelius Severus Antoninus Caracalla 211 bis 217 n.Chr.

Silber Denar Rom Marcus Aurelius Severus Antoninus Caracalla 201/206 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 201/206 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 20mm
Gewicht: 3,23g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Private Sammlung, Frankreich
Referenz: RIC IV Caracalla 141

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste des Caracalla mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: ANTONINVS PIVS AVG für Antoninus Pius Augustus.

Geboren als Lucius Septimius Bassianus, erhielt er von seinem Vater um das Jahr 195/196 n.Chr. den Namen Marcus Aurelius Antoninus. Damit wurde er in das Kaisergeschlecht der Antonine aufgenommen und als fiktiver Enkel des Marcus Aurelius ausgegeben. Zur gleichen Zeit wurde ihm der Titel Caesar verliehen, womit er zum künftigen Kaiser designiert wurde. Im Jahr 197, spätestens jedoch 198 n.Chr. wurde er zum Augustus erhoben und mit den kaiserlichen Vollmachten ausgestattet. 

Nach den erfolgreichen Feldzügen gegen die Parther, erhielt er gegen 199 n.Chr. den Ehrentitel „Parthicus maximus“, welcher dann ab 200 n.Chr. auch auf Münzen erscheint. Im Jahr 208 n.Chr. zog die gesamte Kaiserfamilie unter Septimius Severus nach Britannien, um militärisch gegen die Kaledonier und Mäaten weit im Norden Schottlands vorzugehen. Nach dem siegreichen Feldzug führte Caracalla ab 210 n.Chr. den Siegernamen „Britannicus maximus“, den auch sein Vater und sein Bruder annahmen.

Den Siegernamen „Germanicus maximus“ führte Caracalla seit 208 oder 213 n.Chr. Laut einer Publikation von Dr. Werner Robl, kam es bereits auf dem Weg nach Britannien im Jahr 208 n.Chr. zu einer Expedition nach Germanien. Um die sich gegenseitig verhassten Brüder Caracalla und Geta zu trennen, soll Iulia Domna ihren Sohn zur Visitationsreise an den obergermanischen und rätischen Limes geschickt haben. Es kam allerdings zu keinem Krieg, wohl aber die formale Unterwerfung des einen oder anderen Stammes unter die Herrschaft der Römer, was den jungen Caracalla zur Behauptung eines Sieges über die Germanen und zu jenem frühen Scheintitel „Germanicus maximus“ veranlasste. 

Eine zweite Erklärung bietet das Jahr 213 n.Chr. an. Im Sommer dieses Jahres war er in Germanien über den rätischen Limes gegen die Alemannen zu Felde gezogen und hatte schließlich eine erfolgreiche Schlacht mit ihnen am Mainfluss geschlagen. Sein Verhalten zum Feind war jedoch gekennzeichnet durch Verrat und Brutalität. So hatte er die alemannische Jugend aufgerufen unter seinen Fahnen mitzukämpfen und sie dann grausam ermorden lassen. Anschließende Kämpfe scheinen jedoch weniger günstig verlaufen zu sein, denn er sah sich zu Zahlungen an germanische Gruppen veranlasst. Insgesamt gesehen war sein Vorgehen aber offenbar erfolgreich, denn die Lage an der Nordgrenze blieb für zwei Jahrzehnte stabil. 

Allerdings soll Caracalla von den Arvalbrüdern in Rom, einer Priesterschaft in Staatsdiensten, bereits am 17. Mai 213 n.Chr. als „Germanicus maximus“ öffentlich ausgerufen worden sein. Das wären geschlagene drei Monate vor dem mit seinem Namen verbundenen Kampfereignis im Spätsommer desselben Jahres. Wann er den Titel inoffiziell oder offiziell getragen hatte, wird daher noch kontrovers diskutiert. Auf Münzen erscheint der Ehrentitel erstmals ab dem Jahr 213 n.Chr.

Die Beinamen Pius und Felix erscheinen zum ersten Mal offiziell am 1. April 200 n.Chr. und werden meist zwischen dem Namen Antoninus und dem Titel Augustus gestellt. Dabei fehlt der Titel Felix bis 211/212 n.Chr. öfters, so dass in der ersten Zeit Pius allein in der Titulatur vorkommt. Auf Münzprägungen erscheint Pius seit 201 n.Chr. das erste Mal, während Felix erst seit 213 n.Chr. in der Legende zu lesen ist.

Als „Princeps iuventutis“ wurde er meist nur zu Lebzeiten seines Vaters bezeichnet. Die tribunicia potestas erhielt Caracalla im Jahr 198 n.Chr. erstmalig. Das erste Amt des Consulats begleitete er im Jahr 202 n.Chr. Pater Patriae ist nachweisbar seit dem Jahr 205 n.Chr. Den Titel Imperator II erhielt er gegen 207/208 n.Chr. und dann im Jahr 213 n.Chr. als Imperator III. Den Titel „Pontifex Maximus“ trug er richtigerweise erst nach dem Tod seines Vaters Septimius Severus, aber irrtümlich oder aus Schmeichelei wurde er auch schon früher so genannt. Eigentlich war er vor dem Jahr 211 n.Chr. nur Pontifex.

Als Alleinherrscher und Kaiser führte er den Namen Marcus Aurelius Severus Antoninus. Caracalla (richtig eigentlich Caracallus) war ein Spitzname, den er vermutlich ab 208 oder 213 n.Chr. nach einem langen Kapuzenmantel erhielt und in Rom einführte. Dabei handelte es sich um eine vom Kaiser persönlich entworfene modifizierte Luxusausführung eines germanischen oder keltischen Kleidungsstücks. Ein weiterer Spitzname, den Cassius Dio überliefert, war Tarautas. Unter diesem Namen war ein kleinwüchsiger, hässlicher und brutaler Gladiator bekannt, der offenbar ähnlich wie der Kaiser aussah, zumindest nach der Ansicht von dessen Gegnern.

Von Caracalla sind vier Porträttypen bekannt. Sie unterscheiden sich so deutlich, dass ihr Einsetzen mit Hilfe der datierten Münzen genau bestimmt werden kann. Ein erster Typus entstand 196 n.Chr. Unverkennbar ist das jugendlich-lockenköpfige Porträt dem des jungen Marc Aurel nachgebildet. Der Typus entstand zur gleichen Zeit wie ein Porträttypus des Septimius Severus, dessen Gestaltung sich an den letzten Porträttypus des Marc Aurel anlehnt. Die Porträts von Vater und Sohn sollten die behauptete Abstammung aus dem Hause der Antoninen vor Augen führen, die auch in Caracallas neuem Namen zum Ausdruck kam. Von diesem Typus gab es Neuauflagen mit erwachsener werdenden Proportionen.

Im Jahr 204 n.Chr. wurden für Caracalla und Geta neue Bildnistypen geschaffen. Beide trugen nun das kurzgeschorene Haar, das in der Folge im 3. Jahrhundert n.Chr. zur führenden Frisurenmode wurde. Merkwürdigerweise sind die Typen der beiden Brüder einander so ähnlich, dass man sie nicht zuverlässig auseinanderhalten kann. Für beide gab es verschiedene Neuauflagen, die das Älterwerden durch zunehmenden Bartwuchs anzeigten. Auch die Porträts aus dem Jahr der gemeinsamen Regierung 211/12 n.Chr. entsprechen diesen Typen und zeigen beide mit kurzem Vollbart.

Mit dem Gewinn der Alleinherrschaft 212 n.Chr. gestaltete Caracalla sein Porträt völlig neu. Der Kopf ist scharf zur linken Seite gewendet, und die Stirn des massiven Gesichts so kräftig zusammengezogen, dass der Betrachter schwanken kann, ob er in eine Miene höchster Anstrengung oder höchsten Zornes blickt. Caracalla trägt in diesem Porträt eine kurze Lockenfrisur und einen kurzgelockten Bart. Zu diesem Entwurf gehörte die Erfindung eines neuen kurzen Panzerbüstentypus, in dessen straff zur Seite gezogenem Mantel sich die starke Bewegung des Kopfes spiegelt.

Für die Interpretation dieses merkwürdigen Porträts ist es wichtig zu sehen, dass der Kaiser die extreme Inszenierung seiner selbst schon nach wenigen Jahren wieder zurückgenommen hat. In einem 215 n.Chr. geschaffenen Typus wurden die Haltung des Kopfes und die Mimik des Gesichts beruhigt, und Caracalla trägt wieder das kurze Haar, das nun üblich wurde. In einem vermutlich postumen Typus wurde die heftige Mimik des Typus von 212 n.Chr. wieder aufgenommen − man wüsste gern weshalb.

Die extreme Mimik des Porträttypus von 212 n.Chr. muss auch den Zeitgenossen aufgefallen sein. Das zeigen Bemerkungen in der antiken Literatur, die diese Mimik allerdings der Person zuschreiben. Der Zeitgenosse Dio Cassius berichtet, ein Spaßmacher habe gesagt, Caracalla sehe aus, als sei er wütend, weil er sich leidenschaftlich (thymoeidesteron) zu geben pflegte (Dio 78,11). Und in der spätantiken Historia Augusta heißt es, der Kaiser sei als Kind nett gewesen, später aber sei er ‚restrictior, gravior, vultu etiam truculentior, … im Gesichtsausdruck finster‘ geworden (SHA Caracalla 2,4).

Im Hintergrund der merkwürdigen Stilisierung muss vor allem die offenbar besonders ausgeprägte Neigung Caracallas zum Heer und zum Soldatenleben gestanden haben. Er war angeblich keine gute Führungspersönlichkeit, liebte es aber, das Leben der Soldaten zu teilen und wurde dafür von ihnen geliebt. Auch der schon antike Spitzname Caracalla leitet sich von einem bestimmten Soldatenmantel her, den er gern trug. In diesem Sinne könnte der Bildnistypus Kraft, Energie und Einsatzbereitschaft ausgedrückt haben. Ein Bekenntnis zum Heer wäre 212 n.Chr. sehr passend gewesen, denn nach dem Mord an seinem Bruder soll Caracalla sich dorthin geflüchtet haben, als seine Hauptstütze. Vielfach wird außerdem von Caracallas zunehmender Schwärmerei für Alexander dem Großen berichtet. Er soll sogar Doppelhermen mit seinem Bildnis und dem des legendären Makedonen errichtet haben. Für einen Bezug auf Alexander im Porträt, wie ihn andere römische Kaiser gesucht haben, gibt es jedoch keinen Anhaltspunkt.

Revers:
Zu sehen ist der Gott Sol von vorne stehend, nackt bis auf einen Mantel, welcher über der linken Schulter hängt. Der Kopf ist nach links gerichtet, in der verlängerten rechten Hand hält er einen Globus, in der linken Hand einen mit der Spitze nach unten gerichteten Speer. Die Inschrift lautet: RECTOR ORBIS für Rector Orbis (Beherrscher der Welt).

Sol (lateinisch Sonne) ist der Sonnengott der antiken römischen Mythologie. Bekannt ist er vor allem in seiner seit dem 2. Jh. n.Chr. gebräuchlichen Erscheinungsform als Sol invictus (lateinisch unbesiegter Sonnengott). Sol entspricht zwar dem griechischen Helios, mit dem er auch ikonographisch Übereinstimmungen zeigt, aber er wurde nicht aus der griechischen Religion übernommen, sondern ist einheimischen Ursprungs.

In Rom bestand schon in republikanischer Zeit ein anscheinend sehr alter Sonnenkult, der angeblich auf die Zeit der Stadtgründung durch Romulus zurückging und von dem sagenhaften Sabinerkönig Titus Tatius eingeführt worden war. Der altrömische Sonnengott wurde Sol Indiges (einheimischer Sol) genannt und zusammen mit der Mondgottheit Luna verehrt. Die beiden waren eng verbunden und hatten im Circus Maximus einen gemeinsamen Tempel, wo ihr gemeinsamer Festtag am 28. August begangen wurde. Daneben hatte Sol Indiges einen eigenen Tempel auf dem Quirinal, wo ihm am 8. und 9. August gehuldigt wurde. Er gehörte seiner Beliebtheit nach zu den Gottheiten geringeren Ranges. In Göttermythen kommt Sol nicht vor. Auch Helios tritt in der griechischen Mythologie nicht als Persönlichkeit hervor. Erst seit der Endphase der römischen Republik nahm die Popularität des Sonnengottes zu. Rainer Albert vermutet, dass Marcus Antonius den Solkult auf einer seiner Münzen propagierte und damit auf den von ihm beherrschten Osten verwies, wo der Solkult im Gegensatz zu Rom bereits verbreitet war.

Die Sonne bringt mit ihrem Licht alles an den Tag, und so bleibt dem Sonnengott nichts verborgen. Helios ist „allerschauend“, daher allwissend und Zeuge von Freveltaten. Diese Eigenschaft zeichnete auch Sol aus, und so erhielt er im 1. Jahrhundert n.Chr. eine neue und sehr wichtige Aufgabe, nämlich den Kaiser vor Gefahren zu schützen. Die Aufdeckung der Pisonischen Verschwörung gegen Kaiser Nero wurde auf die Hilfe des Sol zurückgeführt, der dafür ein besonderes Dankopfer erhielt. Kaiser Vespasian weihte dem Gott 75 n.Chr. eine riesige Statue. So entwickelte sich Sol zum Schutzgott der Herrscher. Unter Trajan und Hadrian erschien er auf Kaisermünzen. Die Bezeichnung Sol invictus ist für ihn inschriftlich erstmals 158 n.Chr. auf einem Altar bezeugt (Soli invicto deo). Ab dem 2. Jahrhundert kam sie als Beiname des Mithras – Sol invictus Mithras – vor.

Unter den Kaisern aus der Dynastie der Severer nahm die Verehrung des Sol invictus zu. Septimius Severus ließ sich und seine Frau auf Münzen mit den Attributen von Sonne (Strahlenkrone) und Mond (Mondsichel) darstellen und verwendete auch für seine beiden Söhne Caracalla und Geta, deren Herrschaftsnachfolge er plante, Sonnensymbolik. Die Assoziation mit der Sonne zielte vor allem auf den Aspekt der Ewigkeit (aeternitas) des Gestirns ab – so dauerhaft wie die Sonne sollte die Herrschaft der Kaiserfamilie sein.

Die Severer betonten mit Sol damit die Programmatik der Dauerhaftigkeit. Durch das dargestellte Motiv der Übergabe des Globus, wird Sol zudem zum Garanten der Weltherrschaft.

Hintergrund:
Münzen mit der Legende RECTOR ORBIS erscheinen das erste Mal auf einem Denar des Didius Iulianis, sowie dann auf einem Dupondius und einem Sesterz. Die auf der Rückseite abgebildete Person stellt den Kaiser, nicht aber den Gott Sol dar. Danach erscheint die Inschrift erst wieder auf einem Denar des Septimius Severus, um dann auf mindestens acht Münztypen des Caracalla Verwendung zu finden. Allein auf drei Münztypen des Elegabal erscheint die Prägung RECTOR ORBIS erneut, um dann nicht wieder in Erscheinung zu treten. Während bei Iulianus, Septimius Severus und Elagabal die Legendeninschrift eher seltener auftritt, findet sie bei den Prägungen des Caracalla mehr Verwendung.

Das Münzbild auf der Rückseite des Kaisers Didius Iulianus stehend oder gar sitzend mit Togatus, Globus und Buchrolle zeigen unzweifelhaft den Kaiser selbst. Die Münzbilder des Septimius Severus, Caracalla und Elagabal zeigen wiederum einen anderen kämpferischen von „virtus“ geprägten Aspekt des Kaisertums. Die jugendliche Nacktheit und der Globus dürften ikonographisch nicht nur an den Kaiser selbst, sondern auch an Sol anklingen. Plinius schreibt über die rector-orbis-Qualität der Sonne: „sol (…) nec temporum modo terrarumque sed siderum etiam ipsorum caelique rector“. Das Motiv des umgedrehten Speers auf den rector-orbis-Prägungen symbolisieren in der römischen Ikonographie auf den durch Krieg errungenen Frieden hin, womit hier ein inhaltlicher Zusammenhang zwischen dem pacator (Friedensstifter) und dem rector (Beherrscher) gegeben ist.

Der auf der Rückseite dargestellte Mann kann daher nicht nur ausschließlich allein auf den Sonnengott Sol bezogen werden, sondern dürfte den Kaiser oder zumindest eine Symbiose aus beiden darstellen. Dies zeigt sich besonders an den Porträtzügen, die auf einem Aureus des Caracalla zu erkennen sind.

Wenn die Münzen einen solgleichen rector-orbis-Kaiser darstellen, stellt sich die Frage, wieso er nicht durch eine Strahlenkrone eindeutig gekennzeichnet wurde, sondern gar mitunter mit einem Lorbeerkranz dargestellt erscheint? Möglicherweise sollte – ähnlich wie mit der einfachen Strahlenkrone ohne weitere Solattribute – nur eine dezente Angleichung vorgenommen werden und zugleich die doppelte Lesbarkeit als Sol und Kaiser erhalten bleiben. Mit einer Strahlenkrone hätte sich die Deutung klar in Richtung Sol verschoben. So verwischen die Grenzen zwischen dem Kaiser und dem Sonnengott.

Quellen:
* Wikipedia: Caracalla
* Wikipedia: Sol
* Achim Lichtenberger: Severus Pius Augustus
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser
* Peter Robert Franke, Ilse Paar: die antiken Münzen der Sammlung Heynen
* Dr. Werner Robl: Der Ehekamm auf dem Gödenacker bei Berching, Schauplatz der Caracalla-Expedition des Jahres 213 n.Chr.

Obverse:
You can see the right-facing draped bust of Caracalla with a laurel wreath. The inscription reads: ANTONINVS PIVS AVG for Antoninus Pius Augustus.

Born as Lucius Septimius Bassianus, he received from his father around the year 195/196 AD the name of Marcus Aurelius Antoninus. He was thus accepted into the imperial family of the Antonines and issued as the fictitious grandson of Marcus Aurelius. At the same time he was given the title of Caesar, designating him as the future emperor. In the year 197, but no later than 198 AD he was promoted to Augustus and endowed with imperial powers.

After the successful campaigns against the Parthians, he received around 199 AD the honorary title „Parthicus maximus“, which then from 200 AD also appears on coins. In the year 208 AD moved the entire imperial family under Septimius Severus to Britain to take military action against the Caledonians and Maatians in the far north of Scotland. After the victorious campaign, Caracalla led from 210 AD the winning name „Britannicus maximus“, which his father and brother also adopted.

Caracalla used the victor’s name „Germanicus maximus“ from 208 or 213 AD. According to a publication by Dr. Werner Robl, it came on the way to Britain in 208 AD for an expedition to Germania. In order to separate the mutually hated brothers Caracalla and Geta, Iulia Domna is said to have sent her son on a visitation trip to the Upper Germanic and Rhaetian Limes. However, there was no war, but the formal submission of one or the other tribe under Roman rule, which prompted the young Caracalla to claim a victory over the Germans and to that early pseudo-title „Germanicus maximus“.

The year 213 AD offers a second explanation. at. In the summer of that year he campaigned in Germania across the Rhaetian Limes against the Alemanni and finally fought a successful battle with them on the Main River. However, his attitude towards the enemy was marked by treachery and brutality. So he called on the Alemannic youth to fight under his banner and then had them cruelly murdered. Subsequent battles, however, seem to have gone less favorably, for he felt compelled to make payments to Germanic groups. Overall, however, his approach was apparently successful, as the situation on the northern border remained stable for two decades.

Caracalla was probably by the Arvalbrothers in Rome, a priesthood in civil service, as early as May 17, 213 AD publicly proclaimed as „Germanicus maximus“. That would be a full three months before the battle event associated with his name in late summer of the same year. When he had unofficially or officially borne the title is therefore still a matter of controversy. The title first appears on coins from the year 213 AD.

The epithets Pius and Felix appear officially for the first time on April 1, 200 AD and are usually placed between the name Antoninus and the title Augustus. The title Felix is missing until 211/212 AD often, so that initially Pius appears alone in the title. Pius has appeared on coinage since 201 AD the first time, while Felix only since 213 AD can be read in the legend.

He was usually only referred to as „Princeps iuventutis“ during his father’s lifetime. Caracalla received the tribunicia potestas in 198 AD first time. He accompanied the first office of consulship in 202 AD. Pater Patriae is verifiable since the year 205 AD. He received the title Imperator II around 207/208 AD and then in 213 AD as Emperor III. He correctly bore the title „Pontifex Maximus“ only after the death of his father Septimius Severus, but he was also called that earlier, either by mistake or out of flattery. Actually he was before the year 211 AD only pontifex.

As sole ruler and emperor, he bore the name Marcus Aurelius Severus Antoninus. Caracalla (actually Caracallus) was a nickname he probably used from 208 or 213 AD received after a long hooded cloak and introduced in Rome. This was a modified luxury version of a Germanic or Celtic garment personally designed by the emperor. Another nickname given to Dio by Cassius was Tarautas. By this name was known a short, ugly, and brutal gladiator who apparently looked similar to the emperor, at least according to his opponents.

Four types of portraits of Caracalla are known. They differ so clearly that their use can be precisely determined with the help of the dated coins. A first type emerged in 196 AD. The youthful, curly-headed portrait is unmistakably based on that of the young Marc Aurel. The type was created at the same time as a portrait type of Septimius Severus, the design of which is based on the last portrait type of Marc Aurel. The portraits of father and son were intended to demonstrate the alleged descent from the house of the Antonines, which was also reflected in Caracalla’s new name. There were new editions of this type with growing proportions.

In the year 204 AD new types of portraits were created for Caracalla and Geta. Both now wore the short-cropped hair that subsequently became popular in the 3rd century AD became the leading hairstyle fashion. Oddly enough, the types of the two brothers are so similar that one cannot reliably tell them apart. There were various new editions for both, which indicated aging through increasing beard growth. The portraits from the year of the joint government 211/12 AD correspond to these types and both show a short full beard.

With the gain of sole rule in 212 AD Caracalla completely redesigned his portrait. The head is turned sharply to the left, and the forehead of the massive face is drawn together so violently that the viewer can vacillate between looking into an expression of supreme exertion or supreme anger. Caracalla wears a short curly hairstyle and a short-curled beard in this portrait. Part of this design was the invention of a new type of short armored bust, in whose cloak pulled tightly to one side the strong movement of the head is reflected.

For the interpretation of this strange portrait, it is important to see that the emperor took back the extreme staging of himself after just a few years. In a 215 AD in the type created, the pose of the head and the facial expressions were calmed, and Caracalla once again wore the short hair that was now customary. In a presumably posthumous type, the violent facial expressions of the type of 212 AD were used. resumed – one would like to know why.

The extreme facial expressions of the portrait type from 212 AD must also have caught the eye of his contemporaries. This is shown by comments in ancient literature, which, however, attribute these facial expressions to the person. The contemporary Dio Cassius reports that a jester said that Caracalla looked angry because he used to give himself passionately (thymoeidesterone) (Dio 78:11). And in the late antique Historia Augusta it says that the emperor was nice as a child, but later he became ‚restrictior, gravior, vultu etiam truculentior, … in facial expression dark‘ (SHA Caracalla 2,4).

In the background of the strange stylization, above all, must have been Caracalla’s particularly pronounced inclination towards the army and the life of a soldier. He was said not to be a good leader, but loved sharing the lives of the soldiers and was loved by them for it. The ancient nickname Caracalla also derives from a certain soldier’s coat that he liked to wear. In this sense, the portrait type could have expressed strength, energy and commitment. A commitment to the army would be 212 AD very appropriate, since after the murder of his brother, Caracalla is said to have taken refuge there as his mainstay. Caracalla’s growing infatuation with Alexander the Great is also widely reported. He is said to have erected double herms with his portrait and that of the legendary Macedonian. However, there is no evidence of a reference to Alexander in the portrait, as other Roman emperors sought.

Reverse:
The god Sol is shown standing in front, naked except for a cloak that hangs over his left shoulder. The head is turned to the left, in the extended right hand he holds a globe, in the left hand a spear pointing downwards. The inscription reads: RECTOR ORBIS for Rector Orbis (ruler of the world).

Sol (Latin sun) is the sun god of ancient Roman mythology. He is best known for his since the 2nd century AD usual manifestation as Sol invictus (Latin undefeated sun god). Although Sol corresponds to the Greek Helios, with which he also shows similarities iconographically, he was not adopted from the Greek religion, but is of native origin.

In Rome there was already an apparently very old sun cult in the republican period, which allegedly went back to the time when the city was founded by Romulus and had been introduced by the legendary Sabine king Titus Tatius. The ancient Roman sun god was called Sol Indiges (native Sol) and worshiped together with the moon deity Luna. The two were closely connected and shared a temple in the Circus Maximus, where their common feast day was celebrated on August 28th. In addition, Sol Indiges had his own temple on the Quirinal, where homage was paid to him on August 8th and 9th. In terms of popularity, he belonged to the lower-ranking deities. Sol does not appear in god myths. Nor does Helios appear as a personality in Greek mythology. Only since the final phase of the Roman Republic did the popularity of the sun god increase. Rainer Albert suspects that Marcus Antonius propagated the cult of the sol on one of his coins, thereby referring to the East he ruled, where, in contrast to Rome, the cult of the sol was already widespread.

The sun brings everything to light with its light, and so nothing remains hidden from the sun god. Helios is „all-seeing“, therefore omniscient and a witness to crimes. Sol was also characterized by this quality, and so he received in the 1st century AD a new and very important task, namely to protect the Emperor from danger. The uncovering of the Pisonian conspiracy against Emperor Nero was attributed to the help of Sol, who received a special thank offering for it. Emperor Vespasian dedicated the god 75 AD a huge statue. So Sol developed into the patron god of rulers. It appeared on imperial coins under Trajan and Hadrian. The term Sol invictus is written for him for the first time in 158 AD witnessed on an altar (Soli invicto deo). From the 2nd century it appeared as the nickname of Mithras – Sol invictus Mithras.

Worship of Sol invictus increased under the emperors of the Severan dynasty. Septimius Severus had himself and his wife depicted on coins with the attributes of the sun (crown of rays) and moon (crescent moon) and also used solar symbolism for his two sons Caracalla and Geta, whose successor he was planning to rule. The association with the sun was primarily aimed at the aspect of eternity (aeternitas) of the celestial body – the reign of the imperial family was to be as permanent as the sun.

With Sol, the Severans emphasized the program of durability. Through the depicted motif of handing over the globe, Sol also becomes the guarantor of world domination.

Background:
Coins with the legend RECTOR ORBIS appear for the first time on a denarius of Didius Iulianis, and then on a dupondius and a sestertius. The person depicted on the reverse represents the emperor, but not the god Sol. After that, the inscription first appears again on a denarius of Septimius Severus, before being used on at least eight coin types of Caracalla. The RECTOR ORBIS embossing appears again on three coin types of the elegabal alone, only to then not appear again. While the inscription of a legend appears less frequently on Julianus, Septimius Severus and Elagabalus, it is used more frequently on the coins of Caracalla.

The coin image on the reverse of the emperor Didius Iulianus standing or even sitting with togatus, globe and book scroll undoubtedly shows the emperor himself. The coin images of Septimius Severus, Caracalla and Elagabalus show another combative aspect of the empire characterized by „virtus“. The youthful nudity and the globe are iconographically reminiscent not only of the emperor himself, but also of Sol. Pliny writes about the rector-orbis quality of the sun: „sol (…) nec temporum modo terrarumque sed siderum etiam ipsorum caelique rector“. The motif of the inverted spear on the rector-orbis embossing symbolizes in Roman iconography the peace achieved through war, which means that there is a substantive connection between the pacator (peacemaker) and the rector (ruler).

The man depicted on the reverse can therefore not only be related exclusively to the sun god Sol, but may represent the emperor or at least a symbiosis of both. This is particularly evident in the portrait features that can be seen on an aureus of Caracalla.

If the coins depict a rector orbis emperor of the same type, the question arises as to why he was not clearly identified by a radiant crown, but sometimes even appears with a laurel wreath? Possibly – similar to the simple radiant crown without further Sol attributes – only a subtle adjustment should be made and at the same time the double readability as Sol and Kaiser should be retained. With a crown of rays, the interpretation would have clearly shifted in the direction of Sol. Thus, the lines between the emperor and the sun god become blurred.

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