Lucius Septimius Severus Pertinax 193 bis 211 n.Chr.

AE Bronze Nicopolis Lucius Septimius Severus Pertinax 209/211 n.Chr.

Münze:
Provinz Bronze der römischen Kaiserzeit 209/211 n.Chr.
Unter dem consularischen Legat Flavius Ulpianus
Material: AE
Durchmesser: 27mm
Gewicht: 11,48g
Münzstätte: Ulpia Nicopolis ad Istrum, Moesia Inferior
Provenienz: Germania Inferior Numismatics, Delft
Referenz: Varbanov GIC I 2797

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete kürassierte Büste des Septimius Severus mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: ΑΥΤ Λ ΣΕΠΤΙ ΣΕΥΗΡΟΣ Π.

Die Inschrift kann wie folgt übersetzt werden:
ΑΥΤ = AVT = Autokrator = Imperator
Λ = L = Lucius
ΣΕΠΤΙ = SEPTI = Septimius
ΣΕΥΗΡΟΣ = SEVROS = Severus
Π = P = Pertinax
Imperator Lucius Septimius Severus Pertinax

Nach der Ermordung von Commodus Nachfolger Pertinax in Rom am 28. März 193 n.Chr. nutzte Lucius Septimius Severus die sich bietende Chance und ließ sich zwischen dem 09. und 15. April 193 n.Chr. von den pannonischen Truppen in Carnuntum zum Kaiser und damit zum Augustus ausrufen. Wahrscheinlich spielte die stationierte Legio XIV gemina eine besondere Rolle, da Severus allein für diese Legion zur Ehre auch Goldmünzen schlagen ließ. Wie bereits erwähnt, soll die Ausrufung zum Kaiser zwischen dem 09. Und 15. April erfolgt sein. Letzteres Datum könnte einen abergläubischen oder auch religiösen Hintergrund haben. So soll er die drei Tage von seinem Geburtstag (11. April) an bis zur Proklamation im Glauben an die glückbringende Wirkung der Dreizahl gewartet haben.

Seit dem Jahr 195 n.Chr. nannte sich Septimius Severus in der offiziellen Titulatur der Militärdiplome, in der Mehrzahl der Inschriften und Münzen, in dem er nicht aus bloßer Eitelkeit, sondern zur Einführung der göttlichen Verehrung des Kaiserhauses im Staate seine Adoption durch Marcus Aurelius offiziell verkündete: imperatoris Caesaris divi Marcus Antonini Pii Sarmatici Germanici filius, divi Commodi frater, divi Antonini Pii nepos, divi Hadriani pronepos, divi Traiani Parthici abnepos, divi Nervae adnepos Lucius Septimius Severus Pius Pertinax Augustus. Vor dem Jahr 195 n.Chr. fehlen die Bezeichnungen Pius und Pertinax ausnahmslos in der Titulatur.

Anfang 194 n.Chr. besiegte Septimius Severus seinen Rivalen Pescennius Niger bei Kyzikos, dann entscheidend am 31. März bei Issos. Anschließend verlor dieser auf der Flucht zu den Parthern seinen Kopf und damit sein Leben. Nun konnte sich Severus weiter dem Osten zuwenden. Im Jahr 195 n.Chr. (vor dem 28. August) erfolgte die dreimalige Annahme des Imperatorentitels durch die Siege über Osroene, Arabien und Adiabene. Der römische Senat zeichnete daraufhin Severus durch die Ehrennamen Adiabenicus, Arabicus und Parthicus aus, welche sich auf zahlreichen Münzen und Inschriften in den verschiedensten Kombinationen, wie PART ARAB und PART ADIAB, finden lassen. Die Verleihung des Titels Parthicus ist jedoch insofern merkwürdig, da doch Severus gar keinen Zug gegen die Parther unternommen hatte, und nur so zu verstehen ist, dass die Adiabener und mesopotamischen Araber Vasallen der Parther gewesen sind.

Im Herbst 197 n.Chr. unternahm der Kaiser seinen zweiten Feldzug gegen die Parther und Mesopotamien. Dabei eroberte er unter anderem Babylon, Seleukeia und Ktesiphon. Mit der Belagerung von Hatra scheiterte Septimius Severus jedoch zweimal, so dass später Friedensbedingungen ausgehandelt werden mussten. Durch den insgesamt erfolgreichen Feldzug nahm Septimius Severus Anfang des Jahres 198 n.Chr. den Beinamen „Parthicus Maximus“ an, welcher auch auf Münzen mit der Titulatur „PART MAX“ geprägt wurde. Diesen Titel hatte vor ihm nur Traian getragen, an dessen militärische Erfolge und Größe Septimius erinnern und somit für sich propagandieren wollte.

Den Titel Pius findet man, wie bei seinem Sohn Caracalla, das erste Mal 201 n.Chr. auf den Münzen des Septimius Severus. Der Titel Felix erscheint zwar offiziell, wie zum Beispiel auf dem berühmten Triumphbogen des Septimius Severus, auf Münzen sucht man ihn jedoch vergebens. Einer seiner letzten Ehrentitel erhielt der Kaiser neben Caracalla und seinem zweiten Sohn Geta im Jahr 210 n.Chr. durch die erfolgreichen Feldzüge in Britannien gegen die Kaledonier und Mäaten. Der vergebene Ehrentitel Britannicus findet sich ab diesem Zeitpunkt bis zum Ende der Münzprägung für Septimius Severus auf einigen Münzen mit der Legendeninschrift BRIT wieder.

Von Septimius Severus sind vier Bildnistypen überliefert. In der Gestaltung der beiden ersten ist eine klare Programmatik zu erkennen, anders als bei den beiden folgenden. Der erste Typus ist bis ins Jahr 196 n.Chr. gültig. Septimius Severus ist hier mit kräftig-gedrungenem Gesicht, leichten Gesichtsfalten und kürzerem, durch Bohrungen aufgelockertem Haar und Bart wiedergegeben. In seinem Erscheinungsbild ist er kaum von dem hier auf Clodius Albinus bezogenen Bildnis zu unterscheiden. Sicher war die Ähnlichkeit beabsichtigt und die Bildaussage dieselbe. Zugleich wurde die allzu enge Anlehnung an die überfeinerte Tradition der Antoninen gemieden, wie sie Didius Julianus vertreten hatte.

Dann aber, in der schwelenden Auseinandersetzung mit Clodius Albinus und den damit einhergehenden Legitimationsproblemen, suchte Severus symbolisch den Rückhalt im antoninischen Kaiserhaus. Seit 195 n.Chr. propagierte er seine Abstammung von den Antoninen bzw. seine Adoption in dieses Kaiserhaus. Haar und Bart sind bei diesem Typus wesentlich üppiger und länger als vorher. Das Haar wölbt sich an den Schläfen in großen Schwüngen nach außen, nur in der Mitte sitzen einige kleine kurze Locken. Alle Falten sind aus dem Gesicht getilgt. Bis auf die kurzen Locken in der Stirnmitte sind damit die charakteristischen Züge des letzten Typus des Marc Aurel wiederholt. Auf den Münzen ist der Typenwandel im Jahr 196/197 n.Chr. zu beobachten.

Ein neuer Bildnistypus des Kaisers, der nur wenige Jahre später entstand, ist aus dem Typus des Jahres 196/197 n.Chr. entwickelt, mit einer auffallenden Veränderung. An die Stelle der kurzen Löckchen in der Stirnmitte treten vier lang herabhängende Locken. Diese können gewellt sein, es können aber auch richtige Korkenzieherlocken sein. Dieser Typus ist seit ca. 200 n.Chr. auf Münzen gut erkennbar. Die Forschung hat in den Stirnlocken lange eine Nachahmung der Stirnlocken des graeco-ägyptischen Gottes Sarapis sehen wollen. Deshalb wird der Typus gern als „Sarapistypus“ bezeichnet. Septimius soll den Gott auf einer Reise nach Ägypten in den Jahren um 200 n.Chr. besonders schätzen gelernt haben, sein Sohn Caracalla hat ihm später in Rom einen aufwendigen Tempel errichtet. Doch ist diese Vermutung inzwischen mit guten Gründen in Frage gestellt und vorgeschlagen worden, in der Frisur eine auch sonst verbreitete Modefrisur zu sehen.

In einem späteren Typus, der auf dem nach 204 n.Chr. zu datierenden Ehrenbogen für Septimius Severus in seiner Heimat Leptis Magna erscheint, hat Septimius Severus einen längeren, aber weniger voluminösen Bart und sehr kurz geschnittenes Haar, das zungenförmig ins Gesicht gekämmt ist und dem Kopf eng anliegt. Nach den retardierenden Rückgriffen auf die antoninische Tradition scheint Severus sich damit der schon lange beliebten und programmatisch von seinen Söhnen getragenen Kurzhaarmode der Zeit anzunähern.

Revers:
Zu sehen ist der Gott Dionysos stehend, nach links gewandt. In seiner rechten Hand hält er ein Kantharos (Trinkgefäß), in der linken Hand einen Thyrsosstab (Bacchusstab). Die Inschrift lautet: ΥΠ ΨΦΛ ΟΥΛΠΙΑΝ ΝΙΚΟΠΟΛΙΤ ΠΡΟΣ Ι.

Die Inschrift kann wie folgt übersetzt werden:
YΠ = VP = Hypatevontos = als er als consularischer Legat diente
ΨΦΛ = FL = Flavius
ΟΥΛΠΙΑΝ = ULPIAN = Ulpianus
ΝΙΚΟΠΟΛΙΤ = NIKOPOLIT[ON] = der Einwohner von Nikopolis
ΠΡΟΣ Ι = ΠΡΟC Ι[CΤΡΟΝ] = PROS ISTRON = ad Istrum
(Unter dem) consularischen Legat Flavius Ulpianus (und) der Einwohner von Nikopolis ad Istrum

Flavius Ulpianus war von 209 bis 212 n.Chr. konsularischer Legat von Moesia Inferior. Die Münze kann daher gut zwischen 209 und 211 n.Chr. datiert werden. Hier handelte es sich um den Statthalter des Kaisers, welcher an der Spitze einer Provinz stand und der Oberbefehlshaber über die dort stationierten Legionen war. Der Titel dieses Statthalters lautete legatus Augusti pro praetore. Dabei gab es allerdings Unterschiede. Standen in der Provinz zwei oder mehr Legionen, musste der Legat das Konsular Amt innegehabt haben. Sein Titel wurde im Griechischen als Hypateuon (von Hypatos = Consul) übersetzt. Dies wäre im Deutschen der consularische Legat. Stand in der Provinz nur eine Legion, konnte als Ausnahme auch jemand zum kaiserlichen Legaten ernannt werden, der noch nicht Konsul gewesen war. sondern nur Praetor. Dessen Titel wurde im Griechischen als Hegemon übersetzt. Im Deutschen wäre es dann der prätorische Legat.

Dionysos (latinisiert Dionysus) ist in der griechischen Götterwelt der Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit, des Wahnsinns und der Ekstase. Er wurde von den Griechen und Römern wegen des Lärms, den sein Gefolge veranstaltete, zusätzlich Bromios („Lärmer“), Bacchus („Rufer“) oder Bakchos genannt. Dionysos wurde oft mit Iakchos gleichgesetzt und ist der jüngste der großen griechischen Götter.

Dionysos Vater ist Zeus. Als dessen Sohn trug Dionysos auch den Namen Sabazios (saba-zios: Sohn des Zeus). Als Mutter werden Demeter, Io (beide Korngöttinnen), Persephone (eine Unterwelt- und Erntegöttin) sowie Lethe (Vergessen, ein Fluss im Hades, der Unterwelt) und eine Sterbliche namens Semele genannt. Nach der bekanntesten Darstellung ist Dionysos der Sohn des Zeus und der Semele. In menschlicher Gestalt hatte Zeus eine geheime Liebschaft mit Semele, der Tochter des Königs Kadmos von Theben. Es heißt, die eifersüchtige Hera habe Semele in der Gestalt einer alten Frau – nämlich Semeles Amme Beroe – überredet, sie möge sich von Zeus als Liebesbeweis erbitten, sich ihr in seiner wahren Gestalt zu zeigen. Zeus habe sich ihr daraufhin als Blitz gezeigt und sie verbrannt. Da sie bereits mit Dionysos schwanger gewesen sei, habe Zeus ihr Kind zu sich genommen. Er brachte sich eine tiefe Wunde bei und nähte sich die unreife Leibesfrucht in seinen eigenen Schenkel. Nach drei Monaten öffnete er ihn wieder und brachte Dionysos hervor. Er wird deshalb „der zweimal Geborene“ genannt. Mit dieser zweiten Geburt durch Zeus wird seine Göttlichkeit und Unsterblichkeit begründet. Nach diesem Mythos ist Dionysos wie Asklepios einer der wenigen unsterblichen Götter (bzw. Halbgötter) mit einer menschlichen Mutter.

Gewöhnlich war er in triumphaler Begleitung der Silene und Satyrn, die die Fruchtbarkeit der ungebändigten Natur verkörpern. Er wurde vor allem von Frauen verehrt, den Mänaden. Sie waren bekränzt mit Efeu, hüllten sich in Hirsch, Reh- oder Fuchsfelle und trugen Fackeln und Thyrsoi. Von den Fuchsfellen rührt die Bezeichnung Bassariden her, denn bassaros heißt Fuchs. Andere auf den Fuchs bezogene Eigennamen sind Dionysos Bassaros, fuchshafter Dionysos oder Bassareus, der Fuchsgott, ein thrakisches Allonym und Epitheton für Dionysos, zugleich der Name, unter dem er in Lydien verehrt wurde. Bei ihren orgiastischen Riten wurden wilde Tiere zerrissen und gegessen und „freie Liebe“ zwischen den Geschlechtern genossen. Sie tanzten begleitet von Flöten, Pauken und Tamburinen. Die frühesten Mänaden trugen zahme Schlangen um den Arm gewunden und der Gott erschien ihnen als Stier. Es gibt zahlreiche antike Darstellungen von Dionysos und seinem Gefolge, beispielsweise auf den römischen Campanareliefs.

In seiner Eigenschaft als Gott der Freude wurde in Athen durch die Dionysien das Theater erfunden und der Prototyp des Theaters gebaut, das Dionysostheater in Athen. Als Löser (Lysios, Lyaios) entfesselte er die Menschen, befreite sie von Sorgen und ließ Mauern einstürzen. Seine Tiergestalt war der Stier, was ihn mit seinem Vater Zeus verbindet. In menschlicher Form wurde Dionysos rituell als bärtige Maske dargestellt, diese hängt an einem Pfahl oder einer Säule, darunter ein langes Gewand. Oft wird er dem in den Eleusinischen Mysterien gerufenen Iakchos gleichgestellt, dem göttlichen Kind. Während der winterlichen Abwesenheit des Apollon überwachte Dionysos das Orakel von Delphi. Später in Rom wurden die Dionysien als die Bacchanalien gefeiert, da Dionysos auf lateinisch Bacchus heißt.

Der antike Gott Dionysos hat eine exoterische und eine esoterische Erscheinungsform. Der exoterische Dionysos ist ein lustiger, harmloser Gott des Weines, der esoterische Dionysos dagegen ist ein Gott fundamental ernster Dimension. Er ist das Gegenstück zum Gott der Unterwelt: Denn wäre es nicht Dionysos, dem sie den Umzug machen und das Lied singen vom Phallos, sonst ist es ganz schamloses Treiben. Ein und derselbe aber sind Hades und Dionysos, dem sie toben und feiern, sagt Heraklit. Offenbar, weil Dionysos ein Gott der Unterwelt ist, wurde er von den Griechen auch mit dem ägyptischen Osiris gleichgesetzt. Allerdings scheint Dionysos ähnlich wie die Unterweltsgöttin Persephone periodisch auf- und abzusteigen und so ist Dionysos letzten Endes ein typischer sterbender und auferstehender Gott an der Seite einer Großen Mutter, wie er auch im Mittelpunkt anderer Mysterienkulte steht. Da es verschiedene lokale Formen des Dionysoskultes gab, so hat auch die Partnerin des Dionysos verschiedene Namen und heißt mal Semele, mal Europa, mal Demeter, mal Rhea usw. Deshalb gibt es auch verschiedene, jeweils nur bruchstückhaft überlieferte, mehr oder weniger widersprüchliche heilige Geschichten. Die Einheit in der Vielfalt der Kulte war aber jedermann klar.

Meist wird Dionysos mit Efeu- bzw. Weinranken und Weintrauben dargestellt. Seine Attribute sind der mit Efeu und Reben umkränzte Thyrsos und der Kantharos (Trinkgefäß für Wein). Außerdem wird er oft mit Panther- oder Tigerfellen dargestellt.

Als Kantharos bezeichnet man ein antikes griechisches, becherartiges Trinkgefäß mit zwei meist an der Lippe ansetzenden, hochgezogenen, vertikalen und weit ausgeschweiften Schlaufenhenkeln. Das Gefäß ist eng mit dem Kult des Gottes Dionysos verbunden, als dessen Attribut der Kantharos auch gilt. Es wurde später auch von den Etruskern und Römern übernommen und variiert.

Der Thyrsos, seltener Thyrsosstab oder Bacchusstab, ist in der griechischen Mythologie ein Stab, der als Attribut von Dionysos und seinen Begleitern, den Mänaden und den Satyrn, getragen wird. Der Thyrsos war ein Stab, der aus einem Stängel des Riesenfenchel bestanden haben soll, jedenfalls wird die Bezeichnung Narthex (Fenchelstängel) von Euripides als Synonym für Thyrsos gebraucht. Er wird meist mit Binden oder mit Weinlaub umwunden dargestellt. An der Spitze befand sich eine Bekrönung aus Efeu oder Weinlaub, in späterer Zeit oft auch ein Pinienzapfen. Die Darstellungen der Bekrönung sind sehr unterschiedlich. Manchmal besteht sie aus einem Zweig mit einigen Blättern, manchmal ist es eine Fencheldolde, ein andermal ein kunstvolles, buschiges Gebinde mit in regelmäßigen Reihen angeordneten Efeublättern, manchmal sind die Blätter naturalistisch ausgeführt, manchmal nur durch Punkte angedeutet.

Ebenso ist der Schaft in den Darstellungen manchmal eindeutig als Fenchelstängel zu identifizieren, manchmal offenbar ein Holzstab, manchmal ein roher Stecken, ein andermal ein sorgfältig geglätteter, mit Bändern umwundener Stab. Letztlich werden die pflanzlichen Attribute des Dionysoskultes (Efeu, Wein und Fenchel) in allen Abstufungen zwischen völlig roh und ganz künstlich fast beliebig miteinander kombiniert. Allein die Tanne und der Tannenzweig erscheinen nur in vereinzelten, frühen Belegstücken und verschwinden später ganz aus der dionysischen Ikonographie. Und schließlich schwankt auch die Länge des Thyrsos beträchtlich zwischen mannshoch und ellenlang.

Der Thyrsos wird von den Mänaden auch als Waffe verwendet, bzw. sie gebrauchen als Thyrsoi getarnte Lanzen, so auf dem Indienzug des Dionysos oder sie werden bei der Tötung des Pentheus verwendet. Diese Kombination von Thyrsos und Lanze wird erstmals von Kallixeinos von Rhodos bei der Beschreibung der Festprozession des Ptolemaios II. erwähnt, wo die Darsteller des Gottes und der Mänaden solche Thyrsoslanzen trugen. Die Unterscheidung zwischen Thyrsos und Thyrsoslanze scheint später verwischt worden zu sein. Macrobius fragt z. B. was denn der Unterschied sei, und Nonnos spricht in den Dionysiaka nur von Thyrsoi, auch da, wo sie offenbar als Waffe verwendet werden.

Sogar in die politische Symbolik des römischen Imperiums konnte der Thyrsos eindringen: Als Marcus Antonius Anfang 41 v.Chr. in Ephesos einzog, wurde er als Neuer Dionysos verehrt. Als Bacchantinnen gekleidete Frauen und als Pane und Satyrn kostümierte Männer trugen Thyrsosstäbe in der feierlichen Prozession vor dem Triumvirn her. Auf einer silbernen Tetradrachme aus Ephesos erscheinen auf der Vorderseite die Bildnisse von Marcus Antonius und Octavia, der Schwester des Oktavian und seit Herbst 40 v.Chr. Ehefrau des Marcus Antonius, die Rückseite zeigt Dionysos mit Thyrsos und Kantharos, auf der Cista mystica stehend und eingerahmt von zwei Schlangen.

Hintergrund:
Nicopolis ad Istrum (vollständig Ulpia Nicopolis ad Istrum) war eine antike römische und frühbyzantinische Stadt in der römischen Provinz Thracia, später Moesia inferior (Niedermösien), die von Kaiser Trajan im Jahr 102 n.Chr. gegründet wurde. Die Stadt erreichte ihre Blütezeit während der Herrschaft der Kaiser Trajan, Hadrian, während der Herrschaft der Antoninischen Dynastie und der Dynastie der Severer.

In der Antike gab es mehrere Städte mit dem Namen Nikopolis (Nike = Sieg und Polis = Stadt). Der Name Nicopolis ad Istrum bedeutet „Stadt des Sieges an der Donau“. Ister ist der alte Name für den Unterlauf der Donau. Allerdings liegt die Stadt nur an einem Nebenfluss der Donau (Jantra), etwa 30 km südlich der Donau. Es ist aber möglich, dass zum Zeitpunkt ihrer Gründung ihr ausgedehntes Territorium bis zur Donau reichte.

Offiziell hatte der Name der Stadt den Vorsatz Ulpia, der von Trajans Gentilnamen Ulpius abgeleitet ist. Anfangs hieß die Stadt Nicopolis ad H(a)emum, wie Claudius Ptolemäus in seiner Geographike Hyphegesis aus dem Jahr 150 n.Chr. schrieb. Hemus oder Haemus war der lateinische Name für das Balkangebirge. Später wurde dann aber der Zusatz ad Istrum populärer. Ein weiters Synonym ist Nicopolis ad Iatrum (Nikopilis an der Jantra), wovon auch der Name des Titularbistums Nicopolis ad Iaterum abgeleitet ist. Auch unter dem Namen Nicopolis ad Danubium urbs wurde die Stadt erwähnt.

Die Stadt wurde vom Rat der Archonten verwaltet. Die beiden wichtigsten Verwaltungsorgane waren die Ratsversammlung (Bule) und die Volksversammlung (Demos). Es gab auch einen Ältestenrat (Gerusia). Eine Gruppe von Priestern war für den Kult des jeweils herrschenden römischen Kaisers und der Hauptgötter zuständig: Zeus, Hera, Athene, Herakles, Apollonias, Mithras, Kybele, Asklepios und Andere. Bekannt ist die Statue des Äskulaps. Sie wurde 1985 gestohlen, konnte jedoch beim Versuch, sie zu verkaufen, sichergestellt werden. Die Statue des Äskulaps steht heute im historischen Museum in Weliko Tarnowo. Für die Verehrung des Thrakischen Reiters (ein thrakischer Gott) gibt es fast überall in der Stadt und der Umgebung Belege.

Nicopolis ad Istrum war eine der größten Handelsplätze in Moesia inferior. Auf den dort geprägten Bronzemünzen sind Götter, Festungsmauern, öffentliche und religiöse Gebäude abgebildet. Die Beschriftung auf den Münzen ist griechisch, da die Amtssprache in der Stadt Griechisch war.

Quellen:
* Wikipedia: Septimius Severus
* Wikipedia: Nicopolis ad Istrum
* Wikipedia: Dionysos
* Wikipedia: Kantharos
* Wikipedia: Thyrsos
* Wikipedia: Liste der Statthalter von Niedermösien
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser

Obverse:
You can see the right-facing cuirassed bust of Septimius Severus with a laurel wreath. The inscription reads: ΑΥΤ Λ ΣΕΠΤΙ ΣΕΥΗΡΟΣ Π.

The inscription can be translated as follows:
ΑΥΤ = AVT = Autocrator = Emperor
Λ = L = Lucius
ΣΕΠΤΙ = SEPTI = Septimius
ΣΕΥΗΡΟΣ = SEVROS = Severus
Π = P = Pertinax
Emperor Lucius Septimius Severus Pertinax

After the assassination of Commodus‘ successor Pertinax in Rome on March 28, 193 AD Lucius Septimius Severus took advantage of the opportunity and settled between April 9th ​​and 15th, 193 AD proclaimed emperor and thus Augustus by the Pannonian troops in Carnuntum. The stationed Legio XIV gemina probably played a special role, since Severus had gold coins struck for this legion alone in honor of it. As already mentioned, the proclamation as emperor is said to have taken place between April 9th ​​and 15th. The latter date could have a superstitious or religious background. He is said to have waited the three days from his birthday (April 11) until the proclamation, believing in the auspicious effect of the number three.

Since the year 195 AD Septimius Severus called himself in the official title of the military diplomas, in the majority of the inscriptions and coins, in which he officially announced his adoption by Marcus Aurelius not out of mere vanity, but to introduce the divine worship of the imperial house in the state: imperatoris Caesaris divi Marcus Antonini Pii Sarmatici Germanici filius, divi Commodi frater, divi Antonini Pii nepos, divi Hadriani pronepos, divi Traiani Parthici abnepos, divi Nervae adnepos Lucius Septimius Severus Pius Pertinax Augustus. Before the year 195 AD the designations Pius and Pertinax are missing without exception in the title.

Early 194 AD Septimius Severus defeated his rival Pescennius Niger at Cyzicus, then decisively at Issus on March 31. He then lost his head and with it his life while fleeing to the Parthians. Now Severus could turn further east. In the year 195 AD (Before August 28th) the title of Emperor was accepted three times by the victories over Osroene, Arabia and Adiabene. The Roman Senate then awarded Severus the honorary names Adiabenicus, Arabicus and Parthicus, which can be found on numerous coins and inscriptions in various combinations, such as PART ARAB and PART ADIAB. The granting of the title Parthicus is strange, however, since Severus had not taken any action against the Parthians, and the only way to understand it is that the Adiabenians and Mesopotamian Arabs were vassals of the Parthians.

In the fall of 197 AD the emperor undertook his second campaign against the Parthians and Mesopotamia. Among other things, he conquered Babylon, Seleucia and Ctesiphon. However, with the siege of Hatra, Septimius Severus failed twice, so that later peace terms had to be negotiated. Due to the overall successful campaign, Septimius Severus took early 198 AD the nickname „Parthicus Maximus“, which was also embossed on coins with the title „PART MAX“. Only Traian had borne this title before him, whose military successes and greatness Septimius wanted to commemorate and thus propagate for himself.

As with his son Caracalla, the title Pius is found for the first time in 201 AD on the coins of Septimius Severus. Although the title Felix appears officially, for example on the famous triumphal arch of Septimius Severus, one looks in vain for it on coins. The emperor received one of his last honorary titles alongside Caracalla and his second son Geta in 210 AD by the successful campaigns in Britain against the Caledonians and Maatians. From this point in time until the end of coinage for Septimius Severus, the honorary title Britannicus can be found on some coins with the legend inscription BRIT.

Four types of portraits of Septimius Severus have survived. A clear program can be seen in the design of the first two, in contrast to the two following. The first type is up to the year 196 AD valid. Septimius Severus is shown here with a strong, stocky face, slight facial wrinkles and shorter hair and beard loosened up by drilling. In his appearance he can hardly be distinguished from the portrait related here to Clodius Albinus. Surely the resemblance was intentional and the message of the picture was the same. At the same time, the all too close adherence to the overly refined tradition of the Antonines, as advocated by Didius Julianus, was avoided.

But then, in the smoldering dispute with Clodius Albinus and the problems of legitimacy that went with it, Severus symbolically sought support in the Antonine imperial house. Since 195 AD he propagated his descent from the Antonines and his adoption into this imperial house. The hair and beard of this type are much more luxuriant and longer than before. The hair curves outwards at the temples in large curves, only a few small, short curls sit in the middle. All wrinkles are erased from the face. With the exception of the short curls in the middle of the forehead, the characteristic traits of the last type of Marc Aurel are repeated. The type change in the year 196/197 AD is shown on the coins. to observe.

A new type of portrait of the emperor, which was created only a few years later, is derived from the type of the year 196/197 AD developed, with one striking change. The short curls in the middle of the forehead are replaced by four long, hanging curls. These can be wavy, but they can also be real corkscrew curls. This type has been around since about 200 AD easily recognizable on coins. Scholars have long wanted to see the forelocks as an imitation of the forelocks of the Graeco-Egyptian god Sarapis. That is why the type is often referred to as the „Sarapis type“. Septimius is said to have met the god on a trip to Egypt around 200 AD especially appreciated, his son Caracalla later erected an elaborate temple for him in Rome. In the meantime, however, this assumption has been questioned with good reason and it has been suggested that the hairstyle be seen as a fashionable hairstyle that is also widespread elsewhere.

In a later type, based on the after 204 AD when the Arch of Honor for Septimius Severus to be dated appears in his native Leptis Magna, Septimius Severus has a longer but less voluminous beard and hair that is cropped very short and combed over his face in a tongue-like manner, lying close to his head. After the retarding recourse to the Antonine tradition, Severus seems to be approaching the long-popular short-haired fashion worn programmatically by his sons at the time.

Reverse:
You can see the god Dionysus standing, turned to the left. In his right hand he holds a kantharos (drinking vessel) and in his left hand a thyrsus (rod of Bacchus). The inscription reads: ΥΠ ΨΦΛ ΟΥΛΠΙΑΝ ΝΙΚΟΠΟΛΙΤ ΠΡΟΣ Ι.

The inscription can be translated as follows:
YΠ = VP = Hypatevontos = when he served as consular legate
ΨΦΛ = FL = Flavius
ΟΥΛΠΙΑΝ = ULPIAN = Ulpianus
ΝΙΚΟΠΟΛΙΤ = NIKOPOLIT[ON] = the inhabitant of Nicopolis
ΠΡΟΣ Ι = ΠΡΟC Ι[CΤΡΟΝ] = PROS ISTRON = ad Istrum
(Under the) consular legate Flavius ​​Ulpianus (and) the inhabitants of Nicopolis ad Istrum

Flavius ​​Ulpianus was from 209 to 212 AD consular legate of Moesia Inferior. The coin can therefore well be dated between 209 and 211 AD to be dated. Here it was about the governor of the emperor, who stood at the head of a province and was the supreme commander over the legions stationed there. The title of this governor was legatus Augusti pro praetore. However, there were differences. If there were two or more legions in the province, the legate must have held the consular office. His title was translated into Greek as Hypateuon (from Hypatos = Consul). In German, this would be the consular legate. As an exception, if there was only one legion in the province, someone who had not yet been a consul could be appointed imperial legate. but only praetor. Its title was translated into Greek as Hegemon. In German it would then be the praetorian legate.

Dionysus (Latinized Dionysus) is the Greek god of wine, joy, grapes, fertility, madness and ecstasy. He was also called Bromios („noise“), Bacchus („caller“) or Bacchus by the Greeks and Romans because of the noise that his entourage made. Often equated with Iakchus, Dionysus is the youngest of the great Greek gods.

Dionysus father is Zeus. As his son, Dionysus also bore the name Sabazios (saba-zios: son of Zeus). Demeter, Io (both grain goddesses), Persephone (an underworld and harvest goddess) and Lethe (forgetting, a river in Hades, the underworld) and a mortal named Semele are named as the mother. According to the most famous depiction, Dionysus is the son of Zeus and Semele. In human form, Zeus had a secret love affair with Semele, daughter of King Cadmus of Thebes. It is said that the jealous Hera, in the form of an old woman – namely Semele’s nurse Beroe – persuaded Semele to ask Zeus to show himself to her in his true form as a token of love. Zeus then showed himself to her as lightning and burned her. Since she was already pregnant with Dionysus, Zeus took her child. He made a deep wound and sewed the immature fetus into his own thigh. After three months he opened it again and brought forth Dionysus. He is therefore called „the twice-born“. This second birth by Zeus establishes his divinity and immortality. According to this myth, Dionysus, like Asklepios, is one of the few immortal gods (or demigods) with a human mother.

He was usually accompanied in triumph by the Silene and Satyrs, who embody the fertility of untamed nature. He was worshiped primarily by women, the maenads. They were wreathed with ivy, wrapped themselves in deer, deer or fox skins and carried torches and thyrsoi. The name Bassarids comes from the fox furs, because bassaros means fox. Other proper names related to the fox are Dionysos Bassaros, foxlike Dionysus or Bassareus, the fox god, a Thracian allonym and epithet for Dionysus, at the same time the name by which he was worshiped in Lydia. In their orgiastic rites, wild animals were torn up and eaten, and „free love“ between the sexes was enjoyed. They danced to the accompaniment of flutes, drums and tambourines. The earliest maenads wore tame snakes coiled around their arms and the god appeared to them as a bull. There are numerous ancient depictions of Dionysus and his entourage, for example on the Roman campan reliefs.

In his capacity as the god of joy, the theater was invented in Athens by Dionysia and the prototype of the theater was built, the Theater of Dionysus in Athens. As the Redeemer (Lysios, Lyaios), he unchained people, freed them from worries and caused walls to collapse. His animal form was the bull, which connects him to his father Zeus. In human form, Dionysus was ritually represented as a bearded mask hanging from a pole or pillar, with a long robe underneath. He is often equated with Iakchus, the divine child, called in the Eleusinian mysteries. During Apollo’s winter absence, Dionysus oversaw the oracle at Delphi. Later in Rome, the Dionysia were celebrated as the Bacchanalia, since Dionysus is Latin for Bacchus.

The ancient god Dionysus has an exoteric and an esoteric manifestation. The exoteric Dionysus is a jolly, harmless god of wine, while the esoteric Dionysus is a god of a fundamentally serious dimension. He is the counterpart to the god of the underworld: for if it weren’t for Dionysus, whom they are making the parade for and singing the song about the phallos, otherwise it would be quite shameless hustle and bustle. But Hades and Dionysos are one and the same, whom they rage and celebrate, says Heraclitus. Apparently because Dionysus is a god of the underworld, the Greeks also equated him with the Egyptian Osiris. However, similar to the underworld goddess Persephone, Dionysus seems to rise and fall periodically and so Dionysus is ultimately a typical dying and rising god at the side of a Great Mother, as he is also the focus of other mystery cults. Since there were different local forms of the Dionysus cult, the partner of Dionysus also has different names and is sometimes called Semele, sometimes Europa, sometimes Demeter, sometimes Rhea, etc. That is why there are also different, more or less contradictory sacred stories that have been handed down only in fragments . But the unity in the variety of cults was clear to everyone.

Dionysus is usually depicted with ivy or vine tendrils and grapes. His attributes are the thyrsos wreathed with ivy and vines and the kantharos (drinking vessel for wine). He is also often depicted wearing panther or tiger skins.

A kantharos is an ancient Greek, cup-like drinking vessel with two looped handles that are usually attached to the lip, are raised, vertical and wide. The vessel is closely connected with the cult of the god Dionysus, as whose attribute the kantharos is also considered. It was later adopted and varied by the Etruscans and Romans as well.

In Greek mythology, the Thyrsos, more rarely the Rod of Thyrsos or Rod of Bacchus, is a staff carried as an attribute of Dionysus and his companions, the Maenads and the Satyrs. The thyrsos was a staff that is said to have consisted of a stalk of giant fennel, at least the term narthex (fennel stalk) is used by Euripides as a synonym for thyrsos. He is usually depicted with bandages or vine leaves wrapped around him. At the top was a crown of ivy or vine leaves, and later often a pine cone. The representations of the crowning are very different. Sometimes it consists of a twig with a few leaves, sometimes it is an umbel of fennel, sometimes an elaborate, bushy bunch with ivy leaves arranged in regular rows, sometimes the leaves are executed naturalistically, sometimes only indicated by dots.

Likewise, the shaft can sometimes be clearly identified in the depictions as a stalk of fennel, sometimes apparently a wooden stick, sometimes a raw stick, sometimes a carefully smoothed stick wound with ribbons. Ultimately, the herbal attributes of the Dionysus cult (ivy, wine and fennel) are combined with each other in all gradations between completely raw and completely artificial. The fir tree and the fir branch only appear in a few early examples and later disappear entirely from Dionysian iconography. And finally, the length of the thyrsos varies considerably between the height of a man and the length of a cubit.

The thyrsos is also used as a weapon by the maenads, or they use lances camouflaged as thyrsos, for example on Dionysus‘ expedition to India, or they are used to kill Pentheus. This combination of thyrsos and lance is first mentioned by Callixeinos of Rhodes in the description of the festival procession of Ptolemy II, where the performers of the god and the maenads carried such thyrsos lances. The distinction between thyrsos and thyrsoslance seems to have been blurred later. Macrobius asks e.g. B. What is the difference, and in the Dionysiac Nonnus speaks only of Thyrsoi, even where they are apparently used as a weapon.

The Thyrsos was even able to penetrate the political symbolism of the Roman Empire: When Marcus Antonius at the beginning of 41 BC entered Ephesus, he was worshiped as the New Dionysus. Women dressed as bacchantes and men dressed as panes and satyrs carried thyrsos in the solemn procession before the triumvirs. On the front of a silver tetradrachm from Ephesos, the portraits of Mark Antony and Octavia, Octavian’s sister and since autumn 40 BC wife of Marcus Antonius, the reverse shows Dionysos with Thyrsos and Kantharos, standing on the Cista mystica and framed by two snakes.

Background:
Nicopolis ad Istrum (fully Ulpia Nicopolis ad Istrum) was an ancient Roman and early Byzantine city in the Roman province of Thracia, later Moesia inferior (Lower Moesia), conquered by Emperor Trajan in 102 AD founded. The city reached its heyday during the reigns of Emperors Trajan, Hadrian, during the reigns of the Antonine dynasty and the Severan dynasty.

In ancient times there were several cities with the name Nicopolis (Nike = victory and Polis = city). The name Nicopolis ad Istrum means „City of Victory on the Danube“. Ister is the old name for the lower reaches of the Danube. However, the city is only on a tributary of the Danube (Jantra), about 30 km south of the Danube. However, it is possible that at the time of its founding, its extensive territory reached as far as the Danube.

Officially, the city’s name had the prefix Ulpia, derived from Trajan’s gentile name Ulpius. Initially the city was called Nicopolis ad H(a)emum, as Claudius Ptolemy wrote in his Geographical Hyphegesis of 150 AD wrote. Hemus or Haemus was the Latin name for the Balkan mountains. Later, however, the addition ad istrum became more popular. Another synonym is Nicopolis ad Iatrum (Nikopilis on the Jantra), from which the name of the titular diocese of Nicopolis ad Iaterum is derived. The city was also mentioned under the name Nicopolis ad Danubium urbs.

The city was administered by the Council of Archons. The two most important administrative organs were the Council (Bule) and the People’s Assembly (Demos). There was also a Council of Elders (Gerusia). A group of priests was responsible for the cult of the reigning Roman emperor and the main gods: Zeus, Hera, Athena, Herakles, Apollonias, Mithras, Cybele, Asklepios and others. The statue of Aesculapius is well known. It was stolen in 1985 but was recovered when trying to sell it. The statue of Aesculapius is now in the historical museum in Veliko Tarnovo. Evidence of the worship of the Thracian Horseman (a Thracian god) can be found almost everywhere in and around the city.

Nicopolis ad Istrum was one of the largest trading centers in Moesia inferior. The bronze coins minted there depict gods, fortress walls, public and religious buildings. The inscription on the coins is Greek since the official language in the city was Greek.

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