Marcus Aurelius Antoninus Elagabal 218 bis 222 n.Chr.

Silber Antoninian Rom Marcus Aurelius Antoninus Elagabal 218/222 n.Chr.

Münze:
Antoninian der römischen Kaiserzeit 218/219 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 23mm
Gewicht: 4,88g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Kölner Münzkabinett, Köln
Referenz: RIC IV Elagabalus 138f

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte, kürrasierte Büste des Elagabal mit Strahlenkrone. Die Inschrift lautet: IMP CAES M AVR ANTONINVS AVG für Imperator Caesar Marcus Aurelius Antoninus Augustus.

Elagabals ursprünglicher Name war Varius Avitus Bassianus. Als Kaiser nannte er sich Marcus Aurelius Antoninus, um wie sein angeblicher Vater Caracalla an die Antonine anzuknüpfen. Der Name Elagabal, den der von ihm verehrte Gott trug, wurde dem Kaiser erst lange nach seinem Tod beigelegt. Direkt nach der Machtübernahme im Jahr 218 n.Chr. erhielt Elagabal den Titel Augustus.

Die Porträts lassen in einzigartiger Weise den programmatischen Charakter der Bildnisstilisierung erkennen. Nachgewiesen sind aus der kurzen Regierungszeit zwei Bildnistypen, die jeweils in mehreren Exemplaren erhalten sind. Sie sind einander so unähnlich, dass unbefangene Betrachter sie nicht als Darstellungen ein und derselben Person erkennen würden. Schon immer bekannt war der charakteristische Typus, der Elagabal als jungen Mann mit vollem ovalem Gesicht, üppigen Lippen, halblangen Haarsträhnen und einem Jugendbart auf der Oberlippe und den Wangen darstellt. Er entspricht der Mehrzahl der Münzbilder Elagabals.

Erst spät erkannte man, dass auch der Typus eines Knaben mit eckigem Gesicht und kurzgeschnittenem, dickflockigem Haar, der in mehreren Exemplaren überliefert ist und deshalb einen Kaiser wiedergeben muss, Elagabal darstellt. Der Typus ist dem letzten Bildnistypus des Caracalla aus den Jahren 215-217 n.Chr. buchstäblich aus dem Gesicht geschnitten, bis hin zu den schmalen langen Augen, den prallen gespannten Gesichtsflächen, dem kurzen, dickflockigen Haar und dem leicht gebogenen Haarabschluss über der Stirn. Der Bezug wird dadurch verstärkt, dass er mit der kurzen Panzerbüste mit schräggezogenem Paludament verbunden ist, den die Werkstätten für Caracallas Bildnisse aus der Zeit seiner Alleinherrschaft erfanden und die auch für den letzten Bildnistypus Caracallas regelmäßig verwendet wurde. Für jeden erkennbar, stellten diese Bildnisse Elagabal als eine verjüngte Version des späten Caracalla, als seinen Sohn dar. Die frühesten Münzen des Elagabal bestätigen diese Deutung.

Die datierten Münzbildnisse zeigen aber auch, dass Elagabal schon kurz nach seiner Ankunft in Rom nichts mehr von dieser Stilisierung wissen wollte und ein neues Bildnis von sich machen ließ, bei dem man zumindest den Jugendbart und die vollen Lippen als persönliche Züge ansehen kann. Vielleicht sind diese Porträts ein Beleg dafür, wie schnell der junge Kaiser sich von der Bevormundung durch die Familie und die Berater frei machte.

Der Antoninian war eine antike römische Silbermünze, die unter Kaiser Caracalla um 214/215 n.Chr. als offizielles Zahlungsmittel eingeführt wurde. Der antike Name der Münze ist nicht überliefert. Die Bezeichnung Antoninian leitet sich vom eigentlichen Namen Caracallas, Marcus Aurelius Antoninus, ab und wurde erst im Mittelalter eingeführt. Nach neueren Forschungen soll der antike Name des Antoninian Bicharactus gewesen sein. Der Antoninian hatte eine Wertigkeit von nominal zwei Denaren und zu Beginn der Prägungen ein Gewicht von etwa 5 Gramm. Nach dem Silberfeingehalt berechnet, entsprach er von Anfang an jedoch nur dem 1,5-fachen Wert eines Denars. Im Lauf der Zeit reduzierten sich Gewicht und Silbergehalt immer weiter, so dass er gegen Ende des Jahrhunderts faktisch nur noch eine winzige Bronzemünze ohne nennenswerten Silbergehalt war. Hatte ein Antoninian um 238 n.Chr. im Schnitt noch einen Silbergehalt von etwa 40 Prozent, so waren es um 270 n.Chr. bereits weniger als 3 Prozent.

Die Ausgabe des Antoninian wurde von Caracalla begonnen, unter Macrinus fortgeführt und unter Elagabal im Frühjahr 219 n.Chr. eingestellt. Sein Nachfolger Severus Alexander verzichtete gar bewusst auf die Prägung von Antoniniani Münzen. Erst unter Balbinus und Pupienus wurde die Ausgabe dieses Nominales wieder aufgenommen – unter Gordianus III. dann gar wieder in größerem Umfang. Es gibt keine historischen Aussagen oder Belege, wieso Caracalla den Antoninian eingeführt hatte, wohl aber historische Indizien und Erklärungsversuche. Bereits zu Beginn der Severer-Dynastie unter der Herrschaft des Septimius Severus hatte der Metallwert des Denars seinen bisherigen Tiefststand erreicht. Geld war jedoch für die vielen Kriege des Severus, den Sold an die Legionen und für die Finanzierung der prächtigen Bauten dringend nötig. Und nichts ist schlimmer als unzufriedene Soldaten, welche ihre Entlohnung in fortschreitend wertloserem Metall erhielten. Dadurch schien die Voraussetzung für eine tiefgreifende Umgestaltung der Silberprägung geschaffen zu sein, womit Caracalla ein doppelter Schachzug gelang.

Der Antoninian hatte zur Ausgabe nominal den doppelten Wert eines Denars. Kostete den römischen Staat in der Herstellung durch sein Gewicht und Silbergehalt aber nur das 1,5-fache eines Denars. Dies bedeutete eine deutliche Steigerung des Prägegewinns. Caracalla soll zudem die Steuern in Denaren eingetrieben und damit dann neues Geld in Form von minderwertigen Antoniniani ausgegeben haben. Durch diesen Mechanismus konnte der Staat einen beträchtlichen Gewinn erzielen, der über die normalen Steuereinnahmen hinausging. Ein letzter wichtiger Punkt war das bereits erwähnte Militär. Der Sold des römischen Militärs wurde in Denaren ausgezahlt. In den ersten Regierungsjahren des Caracalla erhöhte sich zudem der Sold zeitweise um 50%. Eine Lösung wachsende Ausgaben des Militärs zu schmälern ist, dass das Silber mit Buntmetallen gestreckt wird. Der Effekt für das Streckens des Denars – und somit dessen Abwertung – würde dann aber zu einer Inflation führen und den Spareffekt wieder aufheben. Die Lösung lag aus Sicht Caracallas auch hier im „Doppeldenar“ dem Antoninian. Erforderte eine jährliche Soldzahlung in severischen Denaren die Ummünzung von 3,4 Pfund Silber pro Legionär, brauchte man bei einer Auszahlung in Antoniniani nur noch 2,4 Pfund Silber. Die Überbewertung des Antoninian gegenüber dem Denar erlaubte Caracalla, den erhöhten Sold dauerhaft zu garantieren und dabei eine beachtliche Menge an Silber einzusparen.

Mit demselben Silberanteil wie der Denar wog der Antoninian jedoch nur anderthalb Denare und genoss deshalb einen um 25% überbewerteten Nennwert gegenüber dem Denar. Diese Diskrepanz blieb den historischen Zeitgenossen wohl nicht verborgen und nicht nur Cassius Dio allein könnte Caracalla der Geldmanipulation beschuldigt haben. Da der Antoninian mehr Schein als Sein war, dürfte er im Volk und vor allem im Handel recht unbeliebt gewesen sein, vor allem auch außerhalb der stadtrömischen Grenzen in den Provinzen auf wenig Akzeptanz und Gegenliebe gestoßen sein. So endete unter Elagabal im Frühjahr 219 n.Chr. die Prägung von Antoniniani. Allerdings fehlen dazu historische Belege, wieso die Ausgabe beendet wurde – man kann hier nur Vermutungen aufstellen. Aus meiner Sicht kommen mehrere Gründe in Frage. Zum einem verschlechterte sich der reale Kaufwert des Antoninian mangels Akzeptanz weiter und näherte sich dem Denar. War in der Prägung für den Staat aber immer noch teurer als der einfache Denar. Der Antoninian wurde vielleicht schlichtweg zu teuer für den römischen Staat. Zudem bestand die Gefahr bei der Kaufkraft Annäherung an den Denar, dass er diesen „mit runter in die Inflation riss“. So war also nach der Machtübernahme des Elagabal eine weitere dringende Reform des Münzwesens angebracht.

Nun ist aber Elagabal nicht als Reform-Kaiser in die Geschichte eingegangen. Er zog 219 n.Chr. in Rom ein, verwandelte den Palast in einen Tempel und Freudenhaus und konzentrierte sich allein darauf seinen Gott als neue Staatsreligion einzuführen. Elagabal führte keine größeren Feldzüge, erließ keine bedeutenden Gesetze oder Reformen – sein Leben war eine einzige Orgie. Die Regierungsgewalt hatte de facto mehr oder weniger seine Mutter bzw. die Großmutter. Aus meiner Sicht gut möglich, dass verantwortliche Beamte und die severischen Damen die drohende finanzielle Sprengkraft des Antoninian kommen sahen. Vielleicht spielte auch die Unzufriedenheit der Bürger, Händler und Soldaten eine Rolle, die nicht mit einer überbewerteten Münze handeln bzw. bezahlt werden wollten – so dass erst einmal die Prägung dieses Nominales ausgesetzt wurde. Vielleicht baute man auch darauf, dass der Kaiser sich besann und die nötigen Reformen zu einer späteren Zeit würde schon anpacken. Aus diesem Grund gibt es vielleicht auch keine historischen Belege über das vorläufige Ende des Antoninian unter Elagabal, da man davon ausgegangen war, dass es sich hier bis zu den nötigen finanziellen Neuordnungen nur um eine kurzzeitige Unterbrechung handeln würde.

Diese Überlegung wird durch die offizielle Proklamation seines Nachfolgers Severus Alexander aus meiner Sicht unterstützt. Er wiederum verkündete, historisch belegt, offiziell das Aus des Antoninian. Daher gehe ich davon aus, dass der Prägestopp unter Elagabal keine bewusste endgültige Entscheidung war. Severus Alexander kehrte unter dem Einfluss seiner Mutter Iulia Mamaea zu einer konservativen Haltung zurück, die sich parallel zu strengen Sparmaßnahmen finanzpolitisch am augusteischen Münzsystem orientierte. Einmalig im römischen Münzwesen sind der Titel und die Darstellung des Severus Alexander als Restitutor Monetae (Wiederhersteller der Münze). Dies belegt aus meiner Sicht, dass die Reformen dringend notwendig und auch dringend anstanden – und Severus Alexander damit deutlich propagandierte „seht her, im Gegensatz zu meinem Vorgänger, habe ich mich diesem Problem angenommen“. Erst ab 238 n.Chr. wurde unter Balbinus und Pupienus wieder die Prägung des Antoninian aufgenommen.

Denar und Antoninian lassen sich äußerlich recht gut unterscheiden. Während beim Denar die Büsten des Kaisers oder der Kaiserin barhäuptig (bei den männlichen Büsten oft mit Lorbeerkranz, die Damen nur mit Diadem) dargestellt sind, ist beim Antoninian der Herrscher mit einer Strahlenkrone auf dem Kopf und der weibliche Part mit Stephane und einer Mondsichel unterhalb der Büste abgebildet. Dies soll eine von Caracalla gewollte Assoziation zu den Himmelsgöttern Sol und Luna herstellen.

Revers:
Zu sehen ist die nach rechts stehende Personifikation der Salus, welche in der linken ausgestreckten Hand eine Patera (Opferschale) hält, während sie in der rechten Armbeuge eine Schlange zum füttern stützt. Die Inschrift lautet: SALVS ANTONINI AVG für Salus Antonini Augusti (Wohlergehen des Augustus Antoninus).

Salus ist in der römischen Religion die Personifikation des Wohlergehens (lateinisch salus = Wohl, Wohlbefinden, Heil, Sicherheit, Gesundheit). Die weibliche Gottheit wurde meist thronend mit Szepter, Schale, Schlange oder mit Getreideähren dargestellt. Salus wurde vor allem mit dem Wohlergehen und der Sicherheit des römischen Staates, seiner Bewohner und in der Kaiserzeit auch der Herrscher in Verbindung gebracht. Entsprechend wurde die Gottheit auch als Salus publica oder als Salus populi Romani bezeichnet.

In der ältesten römischen Geschichte wurde zunächst jedes Jahr, dann in unregelmäßigen Abständen das Fest der Salus als Augurium Salutis gefeiert. Gaius Iunius Bubulcus Brutus gelobte 311 v.Chr. während des zweiten Samnitenkrieges die Errichtung eines Salus-Tempel, der 307 v.Chr. in Auftrag gegeben und am 5. August 302 v.Chr. auf dem Collis Quirinalis geweiht wurde. Möglicherweise gab es schon zuvor einen älteren Salus-Kult auf diesem Hügel.

Häufig wurde Salus in Verbindung mit Semonia verehrt und kann deshalb wohl auch als Saatgöttin angesehen werden. Beeinflusst durch griechisch-hellenistische Vorbilder und verbunden mit der Einführung des Äskulap-Kultes wurde Salus seit dem 2. Jahrhundert v.Chr. auch mit der griechischen Heilgöttin Hygieia verbunden, verlor damit aber nicht ihren Charakter als allgemeine Schutzgöttin des römischen Staates. Augustus errichtete noch 10 v.Chr. der Salus populi Romani einen Altar.

In augusteischer Zeit wurde das Fest des Augurium Salutatis zu Ehren des Kaisers gefeiert. Ein entsprechendes Fest des Kaisers Claudius ist für das Jahr 49 n.Chr. bezeugt. Die Göttin erfuhr als Salus Augusta große Verehrung als Göttin des staatlichen und kaiserlichen Wohlergehens. Vor allem unter Galba und Vespasian gab es eine erneute Renaissance dieses Kultes, jetzt jedoch als Zeichen der staatlichen Wiederherstellung nach der Herrschaft der Kaiser der julisch-claudischen Dynastie. Bis in die Zeit Hadrians werden auch häufig Darstellungen der Salus im Zusammenhang des Wohlergehens der Provinzen als Teil des Reiches nachgewiesen. Besonders verbreitet waren diese in Lusitanien und in der Baetica.

Hintergrund:
Elagabal war beileibe nicht der erste Kaiser, welche Salus, die Personifikation des Wohlergehens, auf seinen Münzen prägen ließ. Beachtlich jedoch, dass es unter ihm in seiner relativ kurzen Regierungszeit ganze sieben Salus Münztypen gab. Auch bezog sich Elagabal mit der Legendeninschrift „SALVS ANTONINI AVG“ explizit auf das Wohlergehen des Kaisers selbst – im Gegensatz manch anderer Kaiser, welche zum Beispiel mit „SALVS PVBLICA“ das Wohlergehen der römischen Gemeinschaft im Sinne hatten. Eine solchen Typus gibt es unter Elagabal jedoch nicht, Salus bezieht sich in seiner Münzprägung ausschließlich auf den Kaiser selbst. Hierbei handelte es sich auch in der Kernaussage um das physische, körperliche Wohlergehen des Kaisers – dies wird durch die Darstellung der Schlange ausgedrückt.

Eine solche Hoffnung war auch angebracht. Die Machtbasis des Elagabal war dünn und stand allein auf Füßen des Militärs und seiner anfänglichen Beliebtheit, da er sich für den leiblichen Sohn des Caracallas ausgegeben hatte. Im Grunde war er aber ein junger unbekannter fernöstlicher Spross aus dem Hause der Severer, mit denen die römische Oberschicht zwiespältige Erfahrungen gesammelt hatte. Jederzeit konnten aus den Provinzen oder aus dem stadtrömischen Adel sich Usurpatoren erheben und das Leben des jungen Herrschers bedrohen.

Quellen:
* Wikipedia: Elagabal
* Wikipedia: Salus
* Wikipedia: Antoninian
* Erika Manders: Coining Images of Power
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser
* Jérémie Chameroy: Münzprägung und Geldmanipulationen unter der severischen Dynastie
* M. Brunner/S. Rutishauser, Universität Bern, Institut für Archäologische Wissenschaften: Pecunia Olet! Münzgewichte der römischen Kaiserzeit

Obverse:
Visible is the draped, cuirassed bust of Elagabalus, facing right, with a radiant crown. The inscription reads: IMP CAES M AVR ANTONINVS AVG for Imperator Caesar Marcus Aurelius Antoninus Augustus.

Elagabal’s original name was Varius Avitus Bassianus. As emperor, he called himself Marcus Aurelius Antoninus, like his alleged father Caracalla, to tie in with the Antonines. The name Elagabalus, borne by the god he worshiped, was not attributed to the emperor until long after his death. Immediately after the seizure of power in 218 AD Elagabalus received the title of Augustus.

The portraits reveal the programmatic character of portrait stylization in a unique way. There are two types of portraits from the short reign, several of which have survived. They are so dissimilar that an unbiased viewer would not recognize them as depictions of one and the same person. The characteristic type depicting Elagabalus as a young man with a full, oval face, luscious lips, half-length strands of hair and a youthful beard on the upper lip and cheeks has always been known. It corresponds to the majority of the coin images of Elagabalus.

It was only later that it was recognized that the type of a boy with a square face and short, thick, flaky hair, which has survived in several copies and must therefore represent an emperor, also represents Elagabalus. The type is the last portrait type of Caracalla from the years 215-217 AD literally cut from the face, right down to the long, narrow eyes, the plump, tense facial surfaces, the short, thick, fluffy hair and the slightly curved end of the hair over the forehead. The reference is reinforced by the fact that it is linked to the short armored bust with a slanted paludament, which was invented by the workshops for Caracalla’s portraits from the time of his autocracy and which was also regularly used for the last type of portrait of Caracalla. Recognizable to all, these images portrayed Elagabalus as a rejuvenated version of the late Caracalla, as his son. The earliest coins of Elagabalus confirm this interpretation.

However, the dated coin portraits also show that shortly after his arrival in Rome, Elagabalus wanted nothing more to do with this stylization and had a new portrait made of himself, in which at least the youthful beard and the full lips can be seen as personal traits. Perhaps these portraits are evidence of how quickly the young emperor freed himself from the tutelage of his family and advisors.

The Antoninianus was an ancient Roman silver coin minted under Emperor Caracalla around 214/215 AD introduced as official means of payment. The ancient name of the coin is not known. The term Antoninian is derived from Caracalla’s actual name, Marcus Aurelius Antoninus, and was first introduced in the Middle Ages. According to recent research, the ancient name of the Antoninian should have been Bicharactus. The antoninian had a nominal value of two denarii and at the beginning of the coinage a weight of about 5 grams. Calculated according to the silver fineness, however, from the beginning it was only 1.5 times the value of a denarius. Over time, the weight and silver content continued to decrease, so that by the end of the century it was effectively just a tiny bronze coin with no silver content worth mentioning. Had an Antoninianus around 238 AD an average silver content of about 40 percent, it was around 270 AD already less than 3 percent.

The edition of the Antoninianus was begun by Caracalla, continued under Macrinus, and continued under Elagabalus in the spring of 219 AD set. His successor Severus Alexander deliberately avoided minting Antoniniani coins. Only under Balbinus and Pupienus was the issue of this denomination resumed – under Gordianus III. then again on a larger scale. There are no historical statements or evidence as to why Caracalla introduced the Antoninianus, but there are historical indications and attempts at explanation. Already at the beginning of the Severan dynasty under the reign of Septimius Severus, the metal value of the denarius had reached its all-time low. However, money was urgently needed for Severus‘ many wars, to pay the legions and to finance the magnificent buildings. And nothing is worse than disaffected soldiers getting their rewards in progressively worthless metal. This seemed to set the stage for a radical transformation of silver coinage, with Caracalla making a double move.

The nominal value of the antoninianus was twice the value of a denarius when it was issued. Due to its weight and silver content, it only cost the Roman state 1.5 times a denarius to produce. This meant a significant increase in minting profit. Caracalla is also said to have collected taxes in denarii and then spent new money in the form of inferior antoniniani. Through this mechanism, the state was able to make a substantial profit in excess of normal tax revenue. A last important point was the already mentioned military. The Roman military was paid in denarii. In the first years of Caracalla’s reign, the pay increased by 50% at times. One solution to curbing growing military spending is to dilute the silver with non-ferrous metals. However, the effect of stretching the denar – and thus its devaluation – would then lead to inflation and reverse the savings effect. From Caracalla’s point of view, the solution lay in the „double denarius“ of the Antoninianus. If an annual payment in Severan denarii required the conversion of 3.4 pounds of silver per legionnaire, a payment in Antoniniani required only 2.4 pounds of silver. The overvaluation of the antoninianus compared to the denarius allowed Caracalla to permanently guarantee the increased pay while saving a considerable amount of silver.

However, with the same silver content as the denarius, the antoninian weighed only one and a half denarii and therefore enjoyed a 25% overvalued face value compared to the denarius. This discrepancy probably did not go unnoticed by the historical contemporaries and not only Cassius Dio alone could have accused Caracalla of money manipulation. Since the Antoninianus was more appearance than reality, it must have been very unpopular among the people and especially in trade, and above all it met with little acceptance and love in the provinces outside the city-Roman borders. Thus ended under Elagabalus in the spring of 219 AD the minting of Antoniniani. However, there is no historical evidence as to why the edition was ended – one can only make assumptions here. In my view there are several possible reasons. For one, the real purchase value of the antoninian continued to deteriorate due to a lack of acceptance and approached the denarius. However, it was still more expensive than the plain denarius when minted for the state. Perhaps the Antoninianus simply became too expensive for the Roman state. In addition, there was a risk that when the purchasing power was approaching the denarius, it would “tear it down with inflation”. So after the Elagabalus came to power, another urgent reform of coinage was in order.

However, Elagabalus did not go down in history as a reforming emperor. He moved in 219 AD entered Rome, turned the palace into a temple and brothel and concentrated solely on introducing his god as the new state religion. Elagabalus conducted no major campaigns, enacted no significant laws or reforms – his life was one big orgy. In fact, the power to govern was more or less held by his mother or grandmother. From my point of view, it is quite possible that the responsible officials and the Severan ladies saw the imminent financial explosive power of the Antoninianus coming. Perhaps the dissatisfaction of the citizens, traders and soldiers who did not want to trade or be paid with an overvalued coin also played a role – so that the minting of this denomination was suspended for the time being. Perhaps one also counted on the fact that the emperor would remember and tackle the necessary reforms at a later date. For this reason there is perhaps no historical evidence of the provisional end of the Antoninianus under Elagabalus, since it was assumed that this would only be a brief interruption until the necessary financial reorganization.

In my view, this reasoning is supported by the official proclamation of his successor, Severus Alexander. He, in turn, officially announced the end of the Antoninianus, historically documented. Therefore, I assume that the cessation of minting under Elagabalus was not a conscious final decision. Under the influence of his mother Iulia Mamaea, Severus Alexander returned to a conservative attitude, which, in parallel with strict austerity measures, was financially based on the Augustan monetary system. The title and the depiction of Severus Alexander as Restitutor Monetae (restorer of the coin) are unique in Roman coinage. From my point of view, this proves that the reforms are urgently needed and urgently needed – and Severus Alexander clearly propagated „look here, in contrast to my predecessor, I have taken care of this problem“. Only from 238 AD the minting of the Antoninianus was resumed under Balbinus and Pupienus.

Denarius and Antoninianus can be distinguished quite well from the outside. While the denarius shows the busts of the emperor or empress bareheaded (male busts often with a laurel wreath, the ladies only with diadems), the Antoninianus shows the ruler with a radiant crown on his head and the female part with Stephane and a crescent moon below the bust depicted. This is intended to create an association with the sky gods Sol and Luna, intended by Caracalla.

Reverse:
You can see the personification of Salus standing to the right, holding a patera (sacrificial bowl) in the outstretched left hand while supporting a feeding snake in the crook of the right arm. The inscription reads: SALVS ANTONINI AVG for Salus Antonini Augusti (well-being of Augustus Antoninus).

In the Roman religion, Salus is the personification of well-being (Latin salus = well-being, well-being, salvation, security, health). The female deity was usually depicted enthroned with a sceptre, bowl, snake or grain ears. Above all, Salus was associated with the well-being and security of the Roman state, its inhabitants and, in the imperial period, also the rulers. Accordingly, the deity was also referred to as Salus publica or as Salus populi Romani.

In the oldest Roman history, the festival of Salus was celebrated as Augurium Salutis, first every year and then at irregular intervals. Gaius Junius Bubulcus Brutus vowed 311 BC during the second Samnite war the construction of a Salus temple, which 307 BC commissioned and on August 5, 302 BC on the Collis Quirinalis was consecrated. There may have been an earlier Salus cult on this hill.

Salus was often worshiped in connection with Semonia and can therefore probably also be regarded as a seed goddess. Influenced by Greek-Hellenistic models and associated with the introduction of the Aesculapian cult, Salus became a city from the 2nd century BC also associated with the Greek goddess of healing Hygieia, but did not lose her character as the general tutelary goddess of the Roman state. Augustus erected 10 BC the Salus populi Romani an altar.

In Augustan times, the feast of the Augurium Salutatis was celebrated in honor of the emperor. A corresponding festival of Emperor Claudius is for the year 49 AD testifies. As Salus Augusta, the goddess was greatly worshiped as the goddess of state and imperial well-being. There was a renewed renaissance of this cult, especially under Galba and Vespasian, but now as a sign of state restoration after the rule of the emperors of the Julio-Claudian dynasty. Portrayals of the Salus in the context of the prosperity of the provinces as part of the empire are also frequently found up to the time of Hadrian. These were particularly widespread in Lusitania and Baetica.

Background:
Elagabalus was by no means the first emperor to have Salus, the personification of well-being, minted on his coins. It is remarkable, however, that during his relatively short reign there were a total of seven Salus coin types. Elagabalus also referred explicitly to the well-being of the emperor himself with the legend inscription „SALVS ANTONINI AVG“ – in contrast to many other emperors, who, for example, had the well-being of the Roman community in mind with „SALVS PVBLICA“. However, such a type does not exist under Elagabalus, Salus refers exclusively to the emperor himself in his coinage. The core statement was also about the physical well-being of the emperor – this is expressed by the depiction of the snake.

Such a hope was also justified. The power base of the Elagabalus was thin and rested solely on the feet of the military and his initial popularity for posing as Caracalla’s natural son. Basically, however, he was a young, unknown Far Eastern scion from the house of the Severi, with whom the Roman upper class had had mixed experiences. At any time, usurpers could rise up from the provinces or from the city-Roman nobility and threaten the life of the young emperor.

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