Marcus Aurelius Severus Antoninus Caracalla 211 bis 217 n.Chr.

AE Bronze Marcianopolis Marcus Aurelius Severus Antoninus Caracalla 208/210 n.Chr.

Münze:
Provinz Bronze der römischen Kaiserzeit 208/210 n.Chr.
Unter dem consularischen Legat Iulius Faustinianus
Material: AE
Durchmesser: 28mm
Gewicht: 13,53g
Münzstätte: Marcianopolis, Moesia Inferior
Provenienz: Gorny & Mosch, München, Ex Erwin Link Sammlung
Referenz: Varbanov GIC I 939

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte und gepanzerte Büste des Caracalla mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: ΑΥΤ Μ ΑΥΡΗΛΙ ΑΝΤΩΝΙΝΟΣ.

Die Inschrift kann wie folgt übersetzt werden:
ΑΥT = AVT = Autokrator = Imperator
Μ = Marcos = Marcus
ΑΥΡΗΛΙ = AURELI = Aurelius
ΑΝΤΩΝΙΝΟΣ = ANTONINOS = Antoninus
Imperator Marcus Aurelius Antoninus

Geboren als Lucius Septimius Bassianus, erhielt er von seinem Vater um das Jahr 195/196 n.Chr. den Namen Marcus Aurelius Antoninus. Damit wurde er in das Kaisergeschlecht der Antonine aufgenommen und als fiktiver Enkel des Marcus Aurelius ausgegeben. Zur gleichen Zeit wurde ihm der Titel Caesar verliehen, womit er zum künftigen Kaiser designiert wurde. Im Jahr 197, spätestens jedoch 198 n.Chr. wurde er zum Augustus erhoben und mit den kaiserlichen Vollmachten ausgestattet. 

Nach den erfolgreichen Feldzügen gegen die Parther, erhielt er gegen 199 n.Chr. den Ehrentitel „Parthicus maximus“, welcher dann ab 200 n.Chr. auch auf Münzen erscheint. Im Jahr 208 n.Chr. zog die gesamte Kaiserfamilie unter Septimius Severus nach Britannien, um militärisch gegen die Kaledonier und Mäaten weit im Norden Schottlands vorzugehen. Nach dem siegreichen Feldzug führte Caracalla ab 210 n.Chr. den Siegernamen „Britannicus maximus“, den auch sein Vater und sein Bruder annahmen.

Den Siegernamen „Germanicus maximus“ führte Caracalla seit 208 oder 213 n.Chr. Laut einer Publikation von Dr. Werner Robl, kam es bereits auf dem Weg nach Britannien im Jahr 208 n.Chr. zu einer Expedition nach Germanien. Um die sich gegenseitig verhassten Brüder Caracalla und Geta zu trennen, soll Iulia Domna ihren Sohn zur Visitationsreise an den obergermanischen und rätischen Limes geschickt haben. Es kam allerdings zu keinem Krieg, wohl aber die formale Unterwerfung des einen oder anderen Stammes unter die Herrschaft der Römer, was den jungen Caracalla zur Behauptung eines Sieges über die Germanen und zu jenem frühen Scheintitel „Germanicus maximus“ veranlasste. 

Eine zweite Erklärung bietet das Jahr 213 n.Chr. an. Im Sommer dieses Jahres war er in Germanien über den rätischen Limes gegen die Alemannen zu Felde gezogen und hatte schließlich eine erfolgreiche Schlacht mit ihnen am Mainfluss geschlagen. Sein Verhalten zum Feind war jedoch gekennzeichnet durch Verrat und Brutalität. So hatte er die alemannische Jugend aufgerufen unter seinen Fahnen mitzukämpfen und sie dann grausam ermorden lassen. Anschließende Kämpfe scheinen jedoch weniger günstig verlaufen zu sein, denn er sah sich zu Zahlungen an germanische Gruppen veranlasst. Insgesamt gesehen war sein Vorgehen aber offenbar erfolgreich, denn die Lage an der Nordgrenze blieb für zwei Jahrzehnte stabil. 

Allerdings soll Caracalla von den Arvalbrüdern in Rom, einer Priesterschaft in Staatsdiensten, bereits am 17. Mai 213 n.Chr. als „Germanicus maximus“ öffentlich ausgerufen worden sein. Das wären geschlagene drei Monate vor dem mit seinem Namen verbundenen Kampfereignis im Spätsommer desselben Jahres. Wann er den Titel inoffiziell oder offiziell getragen hatte, wird daher noch kontrovers diskutiert. Auf Münzen erscheint der Ehrentitel erstmals ab dem Jahr 213 n.Chr.

Die Beinamen Pius und Felix erscheinen zum ersten Mal offiziell am 1. April 200 n.Chr. und werden meist zwischen dem Namen Antoninus und dem Titel Augustus gestellt. Dabei fehlt der Titel Felix bis 211/212 n.Chr. öfters, so dass in der ersten Zeit Pius allein in der Titulatur vorkommt. Auf Münzprägungen erscheint Pius seit 201 n.Chr. das erste Mal, während Felix erst seit 213 n.Chr. in der Legende zu lesen ist.

Als „Princeps iuventutis“ wurde er meist nur zu Lebzeiten seines Vaters bezeichnet. Die tribunicia potestas erhielt Caracalla im Jahr 198 n.Chr. erstmalig. Das erste Amt des Consulats begleitete er im Jahr 202 n.Chr. Pater Patriae ist nachweisbar seit dem Jahr 205 n.Chr. Den Titel Imperator II erhielt er gegen 207/208 n.Chr. und dann im Jahr 213 n.Chr. als Imperator III. Den Titel „Pontifex Maximus“ trug er richtigerweise erst nach dem Tod seines Vaters Septimius Severus, aber irrtümlich oder aus Schmeichelei wurde er auch schon früher so genannt. Eigentlich war er vor dem Jahr 211 n.Chr. nur Pontifex.

Als Alleinherrscher und Kaiser führte er den Namen Marcus Aurelius Severus Antoninus. Caracalla (richtig eigentlich Caracallus) war ein Spitzname, den er vermutlich ab 208 oder 213 n.Chr. nach einem langen Kapuzenmantel erhielt und in Rom einführte. Dabei handelte es sich um eine vom Kaiser persönlich entworfene modifizierte Luxusausführung eines germanischen oder keltischen Kleidungsstücks. Ein weiterer Spitzname, den Cassius Dio überliefert, war Tarautas. Unter diesem Namen war ein kleinwüchsiger, hässlicher und brutaler Gladiator bekannt, der offenbar ähnlich wie der Kaiser aussah, zumindest nach der Ansicht von dessen Gegnern.

Von Caracalla sind vier Porträttypen bekannt. Sie unterscheiden sich so deutlich, dass ihr Einsetzen mit Hilfe der datierten Münzen genau bestimmt werden kann. Ein erster Typus entstand 196 n.Chr. Unverkennbar ist das jugendlich-lockenköpfige Porträt dem des jungen Marc Aurel nachgebildet. Der Typus entstand zur gleichen Zeit wie ein Porträttypus des Septimius Severus, dessen Gestaltung sich an den letzten Porträttypus des Marc Aurel anlehnt. Die Porträts von Vater und Sohn sollten die behauptete Abstammung aus dem Hause der Antoninen vor Augen führen, die auch in Caracallas neuem Namen zum Ausdruck kam. Von diesem Typus gab es Neuauflagen mit erwachsener werdenden Proportionen.

Im Jahr 204 n.Chr. wurden für Caracalla und Geta neue Bildnistypen geschaffen. Beide trugen nun das kurzgeschorene Haar, das in der Folge im 3. Jahrhundert n.Chr. zur führenden Frisurenmode wurde. Merkwürdigerweise sind die Typen der beiden Brüder einander so ähnlich, dass man sie nicht zuverlässig auseinanderhalten kann. Für beide gab es verschiedene Neuauflagen, die das Älterwerden durch zunehmenden Bartwuchs anzeigten. Auch die Porträts aus dem Jahr der gemeinsamen Regierung 211/12 n.Chr. entsprechen diesen Typen und zeigen beide mit kurzem Vollbart.

Mit dem Gewinn der Alleinherrschaft 212 n.Chr. gestaltete Caracalla sein Porträt völlig neu. Der Kopf ist scharf zur linken Seite gewendet, und die Stirn des massiven Gesichts so kräftig zusammengezogen, dass der Betrachter schwanken kann, ob er in eine Miene höchster Anstrengung oder höchsten Zornes blickt. Caracalla trägt in diesem Porträt eine kurze Lockenfrisur und einen kurzgelockten Bart. Zu diesem Entwurf gehörte die Erfindung eines neuen kurzen Panzerbüstentypus, in dessen straff zur Seite gezogenem Mantel sich die starke Bewegung des Kopfes spiegelt.

Für die Interpretation dieses merkwürdigen Porträts ist es wichtig zu sehen, dass der Kaiser die extreme Inszenierung seiner selbst schon nach wenigen Jahren wieder zurückgenommen hat. In einem 215 n.Chr. geschaffenen Typus wurden die Haltung des Kopfes und die Mimik des Gesichts beruhigt, und Caracalla trägt wieder das kurze Haar, das nun üblich wurde. In einem vermutlich postumen Typus wurde die heftige Mimik des Typus von 212 n.Chr. wieder aufgenommen − man wüsste gern weshalb.

Die extreme Mimik des Porträttypus von 212 n.Chr. muss auch den Zeitgenossen aufgefallen sein. Das zeigen Bemerkungen in der antiken Literatur, die diese Mimik allerdings der Person zuschreiben. Der Zeitgenosse Dio Cassius berichtet, ein Spaßmacher habe gesagt, Caracalla sehe aus, als sei er wütend, weil er sich leidenschaftlich (thymoeidesteron) zu geben pflegte (Dio 78,11). Und in der spätantiken Historia Augusta heißt es, der Kaiser sei als Kind nett gewesen, später aber sei er ‚restrictior, gravior, vultu etiam truculentior, … im Gesichtsausdruck finster‘ geworden (SHA Caracalla 2,4).

Im Hintergrund der merkwürdigen Stilisierung muss vor allem die offenbar besonders ausgeprägte Neigung Caracallas zum Heer und zum Soldatenleben gestanden haben. Er war angeblich keine gute Führungspersönlichkeit, liebte es aber, das Leben der Soldaten zu teilen und wurde dafür von ihnen geliebt. Auch der schon antike Spitzname Caracalla leitet sich von einem bestimmten Soldatenmantel her, den er gern trug. In diesem Sinne könnte der Bildnistypus Kraft, Energie und Einsatzbereitschaft ausgedrückt haben. Ein Bekenntnis zum Heer wäre 212 n.Chr. sehr passend gewesen, denn nach dem Mord an seinem Bruder soll Caracalla sich dorthin geflüchtet haben, als seine Hauptstütze. Vielfach wird außerdem von Caracallas zunehmender Schwärmerei für Alexander dem Großen berichtet. Er soll sogar Doppelhermen mit seinem Bildnis und dem des legendären Makedonen errichtet haben. Für einen Bezug auf Alexander im Porträt, wie ihn andere römische Kaiser gesucht haben, gibt es jedoch keinen Anhaltspunkt.

Revers:
Zu sehen ist die Göttin Homonoia mit Kalathos (Arbeitskorb) nach links stehend. In der rechten ausgestreckten Hand hält sie eine Patera (Trankopferschale), in der linken Hand ein Cornucopia (Füllhorn). Die Inschrift lautet: Ι ΦΑΥΣΤΙΝΙΑΝΟΥ ΜΑΡΚΙΑΝΟΠΟΛΙΤΩΝ.

Die Inschrift kann wie folgt übersetzt werden:
I = IOULIOS = Iulius
ΦΑΥΣΤΙΝΙΑΝΟΥ = FAUSTINIANOU = Faustinianus
ΜΑΡΚΙΑΝΟΠΟΛΙΤΩΝ = MARKIANOPOLEITON = (ausgegeben) von den Leuten aus Marcianopolis
(Unter dem) consularischen Legat Iulius Faustinianus (und) der Einwohner von Marcianopolis

Iulius Faustinianus war von ca. 208 bis 210 n.Chr. konsularischer Legat von Moesia Inferior, so dass die Münze gut in diesem Zeitraum datiert werden kann. Hier handelte es sich um den Statthalter des Kaisers, welcher an der Spitze einer Provinz stand und der Oberbefehlshaber über die dort stationierten Legionen war. Der Titel dieses Statthalters lautete legatus Augusti pro praetore. Dabei gab es allerdings Unterschiede. Standen in der Provinz zwei oder mehr Legionen, musste der Legat das Konsular Amt innegehabt haben. Sein Titel wurde im Griechischen als Hypateuon (von Hypatos = Consul) übersetzt. Dies wäre im Deutschen der consularische Legat. Stand in der Provinz nur eine Legion, konnte als Ausnahme auch jemand zum kaiserlichen Legaten ernannt werden, der noch nicht Konsul gewesen war. sondern nur Praetor. Dessen Titel wurde im Griechischen als Hegemon übersetzt. Im Deutschen wäre es dann der prätorische Legat.

Eine der am häufigsten auf Provinzialmünzen abgebildeten Gottheiten ist Homonoia, was allein schon ihre große Bedeutung belegt. Homonoia, von griechisch „ομος = gleich“ und „νους = Sinn, Vernunft“, war keine Göttin im eigentlichen Sinn, sondern die Personifikation der Eintracht und der Gleichsinnigkeit. Deshalb erscheint ihre Mythologie, wie oft bei Personifikationen, etwas gekünstelt. Unsere Quellen sind die orphischen Hymnen und die Suda, dieses große byzantinische Werk, das alles Wissen der damaligen Zeit ohne große Wertung aufzeichnen wollte. Allerdings finden sich auch noch Spuren bei Aischylos. Hier also die komplizierten Familienverhälnisse der Homonoia.

Demnach war Homonoia die Tochter der Praxidike und des Soter, ihres Bruders. Ihre Geschwister waren Ktesios (Schützer des Eigentums), und Arete, die Tugend.

Ihre Mutter Praxidike, die Vollstreckerin der Gerechtigkeit, war die Tochter des Ogygos. Ogygos war ein uralter König von Boiotien und der Gründer von Theben. Unter ihm trat die erste große Sintflut ein. Ursprünglich war er wohl ein Gott und der Vater der Praxidikai, der boiotischen Eidhelferinnen. Dieser Eid wurde in Haliartos unter freiem Himmel abgehalten (Pausanias). Durch diese Abstammung war Homonoia eng verbunden mit der thebanischen Harmonia, der Gemahlin des Kadmos, die als „Vereinigende“ die Schutzgöttin des Bürgerverbandes war (Plutarch).

Nach Mnaseas wurde alle drei Geschwister zusammen nach ihrer Mutter Praxidikai genannt. In den orphischen Hymnen wurde Praxidike mit Persephone und die Praxidikai mit den Erinyen, den Rachegöttinnen, identifiziert. 

Menelaos hatte nach seiner Rückkehr aus Troja bei Gutheion in Lakonien, dort wo Paris und Helena, bevor sie nach Troja aufbrachen, ihre erste Nacht verbracht hatten, eine Statue der Praxidike errichtet, aber sonst wurde sie nur in der Form eines Kopfes verehrt (Mnaseas, Europa). 

Ihr Vater war Soter, die Personifizierung der Sicherheit und der Rettung, der später von Dionysos und Christus als Heiland übernommen wurde. Nach Aischylos („Sieben gegen Theben“) hatte er von Peitharchia, der Gehorsamkeit, noch eine Tochter Eupraxia, Erfolg, Soter selbst, aber auch Ktesios, sein Sohn, waren Epiklesen des Zeus. Epiklesen sind Kultnamen, unter denen ein Gott ebenfalls angerufen wurde.

Homonoia als politisches Konzept. Der Begriff der Homonoia war ein altgriechisches Konzept, das traditionell nicht über ihre eigene Kultur hinaus angewendet wurde. Das entsprach der Auffassung des Aristoteles. 

Alexander der Große hatte in kurzer Zeit ein Reich erobert, das den größten Teil der damals bekannten Welt umfasste mit einer Unzahl verschiedener Völker. Wenn man sich fragt, welches Verhältnis Alexander zu diesen asiatischen Völkern hatte, muss man sich mit Alexanders Konzept der Einheit der Menschen, der Homonoia, beschäftigen und damit, wie er versuchte, diese durch die Organisation seines Reiches zu verwirklichen.

Die Griechen der klassischen Periode teilten die Menschheit grob gesprochen in zwei Klassen ein: Griechen und Nicht-Griechen; letztere nannten sie Barbaren und betrachteten sie als minderwertige Menschen, obwohl gelegentlich jemand wie Herodot oder Xenophon anmerkte, dass einige Barbaren Qualitäten besaßen, die Beachtung verdienten, wie etwa die Weisheit der Ägypter oder der Mut der Perser. Diese Meinung vertrat auch Aristoteles.

Aber im 3. Jh. kamen neue Ideen auf: Alle Menschen wären gleich und sollten Brüder sein. Das entsprang der Idee der Homonoia. Allerdings bezog die sich zunächst nur auf die politischen Fraktionskämpfe innerhalb der griechischen Städte.

Isokrates erweiterte diesen Begriff auf die gesamte griechische Welt, was Kriege unter den Griechen unmöglich machen sollte. Diese Auffassung stellte er Philipp II. vor, der sie übernahm für einen heiligen Krieg der Griechen gegen die Perser. Nach dem Tod von Philipp wuchs wieder der Einfluss von Aristoteles, der Alexander riet, Griechen als Freunde, Barbaren aber wie Tiere zu behandeln. Alexander aber war klüger als sein Lehrer und zog es vor, die Menschen, ohne auf ihre Rasse zu achten, in gute und schlechte zu unterteilen. Er erkannte wohl, dass es einfacher sein würde, die Probleme der Verwaltung zu bewältigen, wenn er die Bewohner der eroberten Länder nicht als Sklaven, sondern als freie Menschen behandelte. Und er wollte diese Ideen des Griechentums in der ganzen bekannten Welt verbreiten. So unterwarf er sein Handeln vollständig dem Ziel der Homonoia. Dies wurde verstärkt, durch seine Überzeugung, dass Gott ihm den Auftrag erteilt habe, die Menschheit zu harmonisieren.

„Alexander wurde der Große genannt wegen der Dinge, die er tat, aber das Größte an ihm war diese Idee“, so schreibt Tarn am Ende seiner Alexanderbiografie. 

Sein Reich sollte seinem Wesen nach “griechisch-orientalisch” sein, und soweit wie möglich ein gemeinsames Unternehmen. So behielt er die persischen Satrapien bei und besetzte sie mit Irakern. Die neu gebildeten Ämter für Steuern und Finanzen aber besetzte er mit Makedoniern. An der Spitze der Militäreinheiten standen auch Makedonier. Aber Perser und Makedonier dienten zusammen in denselben Einheiten.

Als wichtigen Schritt zur Einheit verstand er seinen Aufruf an die Makedonier, einheimische Frauen zu heiraten. Im Jahr 324 v.Chr. fand in Susa eine Massenhochzeit seiner Offiziere statt, die Perserinnen zur Frau nahmen. Er selbst vermählte sich mit der schönen Roxane, einer baktrischen Prinzessin.

Das alles verstärkte die Unzufriedenheit seiner Makedonen, die nicht einsehen konnten, dass sie einem besiegten Volk gleichgestellt werden sollten. Der Höhepunkt aber war, als Alexander an seinem Hofe, der inzwischen dem Hof des Großkönigs glich, die Proskynese, einführte. Damit ist der persische Brauch gemeint, sich vor dem Herrscher auf den Boden zu werfen, um ihn zu ehren. Nach griechischer Meinung stand dies nur einem Gott zu. 

Im Sinne der Homonoia sollten die Griechen mit den persischen Sitten und die Perser mit den griechischen Sitten bekannt gemacht werden. Tatsächlich aber lief diese “Angleichung” darauf hinaus, dass die Perser von der griechischen Kultur, ihrer Kunst und Literatur und ihrer Wissenschaft, überrollt wurden. Die Wirkung der griechischen Kultur kann noch hunderte von Jahren nach dem Zerfall von Alexanders Reich an der orientalischen Architektur abgelesen werden, die immer noch den griechischen Einfluss widerspiegelt.

Zusammenfassend muss man aber feststellen, dass nicht nur die Makedonen unzufrieden waren, sondern genauso die Perser. Die konnten nicht verstehen, dass sie jetzt auf die gleiche soziale Stufe gestellt wurden wie die Baktrier, die Sogdier, die Syrer und andere, die sie traditionell als minderwertig betrachtet hatten. Und die Makedonen fühlten sich im Stich gelassen, weil Alexander sie mit den Besiegten gleichstellte.

Letzten Endes ist sein Konzept gescheitert. Aber es wurde übernommen und weitergeführt von den großen Weltreligionen des Christentums und des Islams. Letzten Endes ist es eine utopische und – wie ich glaube – auch unmenschliche Idee. Man denke nur an die Versuche des Bolschewismus, der Mao-Zeit oder des Pol-Pot-Regimes, die Menschen zur Gleichheit und zum Glück “zu erziehen”. Freiheit und Gleichheit sind Gegensätze. Diese beide gleichzeitig zu fordern, war der große Fehler der Französischen Revolution, auf die sich alle späteren Revolutionen beriefen und die alle in einem Blutbad endeten.

In Kleinasien unter römischer Herrschaft spielte die Homonoia eine wichtige Rolle als Symbol zur Beilegung innerstädtischer Spannungen und zur Verbindung mit anderen Poleis. Mit der Legende „Homonoia“ wurden Münzen geprägt, die regionale Allianzen verkünden und diese unter den Schutz lokaler Gottheiten sollten. Große politische Bedeutungen hatten sie wohl nicht. 

Eine Rolle spielte die Homonoia in der 38. Rede des Dion Chrystostomos (nach 40 – vor 120 n.Chr.) Zwischen den Städten Nikomedia und Nikaia in Bithynien gab es einen alten Streit, welche von ihnen die Metropolis sei. In seiner Rede versuchte Dion durch die Etablierung der Homonoia den Streit beizulegen. 

In Olympia soll Homonoia einen Tempel gehabt haben (Pausanias).

Der Kalathos war ein lilienförmiger Arbeitskorb der Frauen in der griechischen Antike. Er wurde bei verschiedenen Arbeiten gebraucht und bestand aus Materialien wie Ton, Holz oder in besonderen Fällen auch Edelmetall. Der Kalathos hatte bei den Festen der Athene, besonders aber bei denen der Demeter oder Homonia eine mythologisch symbolische Bedeutung.

Hintergrund:
Marcianopolis liegt im heutigen Bulgarien, in der Stadt Dewnja, am Nordostende des Dewnja-Tales, entlang des südlichen Ausläufers des Dobrudscha-Plateaus, am Westufer des Sees Beloslaw, in den die beiden Flüsse Dewnja und Prowadija fließen. Das römische Marcianopolis wurde vom römischen Kaiser Trajan nach dem zweiten Dakerkrieg (105–106 n.Chr.) gegründet und nach seiner älteren Schwester Ulpia Marciana benannt. In römischen Inschriften wird der Name der Stadt auch mit Trajans Geschlechtsnamen ergänzt – Marcianopolis Ulpia. Auch Civitas Marcianopolitanorum war als Name gebräuchlich. Die in älterer Forschungsliteratur vertretene Annahme einer Identität von Marcianopolis mit Parthenopolis ist irrig. Von 187 bis 193 n.Chr. war Marcianopolis Teil der römischen Provinz Thrakien mit dem Hauptort Philippopolis. Danach gehörte die Stadt zur Provinz Moesia inferior.

Marcianopolis war ein wichtiges strategisches Zentrum. Dort kreuzten sich die militärstrategisch und ökonomisch wichtigen Straßen von Dorostorum und Appiaria an der Donau, und Zaldapa über Aquae Calidae und Debeltus nach Adrianopolis und Constantinopel, die große Ost-West-Verbindung durch Moesia zwischen Ratiaria, Montana, Melta und Nicopolis ad Istrum nach Odessos.

Unter Kaiser Commodus (Regierungszeit 180 bis 192 n.Chr.) erhielt Marcianopolis das Münzrecht und prägte seit dieser Zeit auch Münzen. Die Münzen zeigen neben Gottheiten und Personifikationen auch Abbildungen von Tempeln, Triumphbogen, Stadttore und die gewaltigen Mauern. Da die Amtssprache der Stadt griechisch war, trugen die Münzen, welche in der Stadt geprägt wurden, griechische Inschriften.

Der Wohlstand der Stadt unter der Dynastie der Severer endete mit dem Einfall der Goten (248–249 n.Chr.) und der nachfolgenden Invasionen der Barbaren aus dem Norden. Im Jahr 248 n.Chr. wurde die Stadt von den Goten und anderen Germanen belagert. Die Verteidiger konnten diesen Angriff zurückschlagen und den Angreifern schwere Verluste zufügen. Ein weiterer Angriff der Goten unter Kaiser Claudius II. im Jahr 269 n.Chr. scheiterte ebenfalls.

Quellen:
* Wikipedia: Caracalla
* Wikipedia: Homonoia
* Wikipedia: Kalathos
* Wikipedia: Marcianopolis
* Wikipedia: Liste der Statthalter von Niedermösien
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser
* Numismatikforum.de Peter43 (Jochen): Mythologisch interessante Münzen, Homonia
* Hans-Joachim Hoeft: Münzen und antike Mythologie – Reise in ein fernes Land (ISBN 978-3000348136)
* Dr. Werner Robl: Der Ehekamm auf dem Gödenacker bei Berching, Schauplatz der Caracalla-Expedition des Jahres 213 n.Chr.

Obverse:
The draped and cuirassed bust of Caracalla with a laurel wreath is facing right. The inscription reads: ΑΥΤ Μ ΑΥΡΗΛΙ ΑΝΤΩΝΙΝΟΣ.

The inscription can be translated as follows:
ΑΥT = AVT = Autocrator = Emperor
Μ = Marcos = Marcus
ΑΥΡΗΛΙ = AURELI = Aurelius
ΑΝΤΩΝΙΝΟΣ = ANTONINOS = Antoninus
Emperor Marcus Aurelius Antoninus

Born as Lucius Septimius Bassianus, he received from his father around the year 195/196 AD the name of Marcus Aurelius Antoninus. He was thus accepted into the imperial family of the Antonines and issued as the fictitious grandson of Marcus Aurelius. At the same time he was given the title of Caesar, designating him as the future emperor. In the year 197, but no later than 198 AD he was promoted to Augustus and endowed with imperial powers.

After the successful campaigns against the Parthians, he received around 199 AD the honorary title „Parthicus maximus“, which then from 200 AD also appears on coins. In the year 208 AD moved the entire imperial family under Septimius Severus to Britain to take military action against the Caledonians and Maatians in the far north of Scotland. After the victorious campaign, Caracalla led from 210 AD the winning name „Britannicus maximus“, which his father and brother also adopted.

Caracalla used the victor’s name „Germanicus maximus“ from 208 or 213 AD. According to a publication by Dr. Werner Robl, it came on the way to Britain in 208 AD for an expedition to Germania. In order to separate the mutually hated brothers Caracalla and Geta, Iulia Domna is said to have sent her son on a visitation trip to the Upper Germanic and Rhaetian Limes. However, there was no war, but the formal submission of one or the other tribe under Roman rule, which prompted the young Caracalla to claim a victory over the Germans and to that early pseudo-title „Germanicus maximus“.

The year 213 AD offers a second explanation. at. In the summer of that year he campaigned in Germania across the Rhaetian Limes against the Alemanni and finally fought a successful battle with them on the Main River. However, his attitude towards the enemy was marked by treachery and brutality. So he called on the Alemannic youth to fight under his banner and then had them cruelly murdered. Subsequent battles, however, seem to have gone less favorably, for he felt compelled to make payments to Germanic groups. Overall, however, his approach was apparently successful, as the situation on the northern border remained stable for two decades.

Caracalla was probably by the Arvalbrothers in Rome, a priesthood in civil service, as early as May 17, 213 AD publicly proclaimed as „Germanicus maximus“. That would be a full three months before the battle event associated with his name in late summer of the same year. When he had unofficially or officially borne the title is therefore still a matter of controversy. The title first appears on coins from the year 213 AD.

The epithets Pius and Felix appear officially for the first time on April 1, 200 AD and are usually placed between the name Antoninus and the title Augustus. The title Felix is missing until 211/212 AD often, so that initially Pius appears alone in the title. Pius has appeared on coinage since 201 AD the first time, while Felix only since 213 AD can be read in the legend.

He was usually only referred to as „Princeps iuventutis“ during his father’s lifetime. Caracalla received the tribunicia potestas in 198 AD first time. He accompanied the first office of consulship in 202 AD. Pater Patriae is verifiable since the year 205 AD. He received the title Imperator II around 207/208 AD and then in 213 AD as Emperor III. He correctly bore the title „Pontifex Maximus“ only after the death of his father Septimius Severus, but he was also called that earlier, either by mistake or out of flattery. Actually he was before the year 211 AD only pontifex.

As sole ruler and emperor, he bore the name Marcus Aurelius Severus Antoninus. Caracalla (actually Caracallus) was a nickname he probably used from 208 or 213 AD received after a long hooded cloak and introduced in Rome. This was a modified luxury version of a Germanic or Celtic garment personally designed by the emperor. Another nickname given to Dio by Cassius was Tarautas. By this name was known a short, ugly, and brutal gladiator who apparently looked similar to the emperor, at least according to his opponents.

Four types of portraits of Caracalla are known. They differ so clearly that their use can be precisely determined with the help of the dated coins. A first type emerged in 196 AD. The youthful, curly-headed portrait is unmistakably based on that of the young Marc Aurel. The type was created at the same time as a portrait type of Septimius Severus, the design of which is based on the last portrait type of Marc Aurel. The portraits of father and son were intended to demonstrate the alleged descent from the house of the Antonines, which was also reflected in Caracalla’s new name. There were new editions of this type with growing proportions.

In the year 204 AD new types of portraits were created for Caracalla and Geta. Both now wore the short-cropped hair that subsequently became popular in the 3rd century AD became the leading hairstyle fashion. Oddly enough, the types of the two brothers are so similar that one cannot reliably tell them apart. There were various new editions for both, which indicated aging through increasing beard growth. The portraits from the year of the joint government 211/12 AD correspond to these types and both show a short full beard.

With the gain of sole rule in 212 AD Caracalla completely redesigned his portrait. The head is turned sharply to the left, and the forehead of the massive face is drawn together so violently that the viewer can vacillate between looking into an expression of supreme exertion or supreme anger. Caracalla wears a short curly hairstyle and a short-curled beard in this portrait. Part of this design was the invention of a new type of short armored bust, in whose cloak pulled tightly to one side the strong movement of the head is reflected.

For the interpretation of this strange portrait, it is important to see that the emperor took back the extreme staging of himself after just a few years. In a 215 AD in the type created, the pose of the head and the facial expressions were calmed, and Caracalla once again wore the short hair that was now customary. In a presumably posthumous type, the violent facial expressions of the type of 212 AD were used. resumed – one would like to know why.

The extreme facial expressions of the portrait type from 212 AD must also have caught the eye of his contemporaries. This is shown by comments in ancient literature, which, however, attribute these facial expressions to the person. The contemporary Dio Cassius reports that a jester said that Caracalla looked angry because he used to give himself passionately (thymoeidesterone) (Dio 78:11). And in the late antique Historia Augusta it says that the emperor was nice as a child, but later he became ‚restrictior, gravior, vultu etiam truculentior, … in facial expression dark‘ (SHA Caracalla 2,4).

In the background of the strange stylization, above all, must have been Caracalla’s particularly pronounced inclination towards the army and the life of a soldier. He was said not to be a good leader, but loved sharing the lives of the soldiers and was loved by them for it. The ancient nickname Caracalla also derives from a certain soldier’s coat that he liked to wear. In this sense, the portrait type could have expressed strength, energy and commitment. A commitment to the army would be 212 AD very appropriate, since after the murder of his brother, Caracalla is said to have taken refuge there as his mainstay. Caracalla’s growing infatuation with Alexander the Great is also widely reported. He is said to have erected double herms with his portrait and that of the legendary Macedonian. However, there is no evidence of a reference to Alexander in the portrait, as other Roman emperors sought.

Reverse:
The goddess Homonoia can be seen with Kalathos (basket) standing to the left. In her outstretched right hand she holds a patera (libation bowl), in her left hand a cornucopia. The inscription reads: Ι ΦΑΥΣΤΙΝΙΑΝΟΥ ΜΑΡΚΙΑΝΟΠΟΛΙΤΩΝ.

The inscription can be translated as follows:
I = IOULIOS = Iulius
ΦΑΥΣΤΙΝΙΑΝΟΥ = FAUSTINIANOU = Faustinianus
ΜΑΡΚΙΑΝΟΠΟΛΙΤΩΝ = MARKIANOPOLEITON = (issued) by the people of Marcianopolis
(Under the) consular legate Iulius Faustinianus (and) the inhabitants of Marcianopolis

Iulius Faustinianus was from about 208 to 210 AD consular legate of Moesia Inferior, so the coin can be well dated in this period. Here it was about the governor of the emperor, who stood at the head of a province and was the supreme commander over the legions stationed there. The title of this governor was legatus Augusti pro praetore. However, there were differences. If there were two or more legions in the province, the legate must have held the consular office. His title was translated into Greek as Hypateuon (from Hypatos = Consul). In German, this would be the consular legate. As an exception, if there was only one legion in the province, someone who had not yet been a consul could be appointed imperial legate. but only praetor. Its title was translated into Greek as Hegemon. In German it would then be the praetorian legate.

One of the most frequently depicted deities on provincial coins is Homonoia, which alone attests to their importance. Homonoia, from the Greek „ομος = equal“ and „νους = sense, reason“, was not a goddess in the proper sense, but the personification of harmony and like-mindedness. Therefore, as is often the case with personifications, their mythology appears somewhat artificial. Our sources are the Orphic hymns and the Suda, that great Byzantine work that wanted to record all the knowledge of the time without much judgement. However, traces can still be found in Aeschylus. So here are the complicated family relationships of homonoia.

Accordingly, Homonoia was the daughter of Praxidike and Soter, her brother. Her siblings were Ktesios (protector of property) and Arete, virtue.

Her mother Praxidike, the enforcer of justice, was the daughter of Ogygos. Ogygos was an ancient king of Boeotia and the founder of Thebes. Under him the first great flood occurred. Originally he was probably a god and the father of the Praxidikai, the Boiotian oath helpers. This oath was taken in the open air at Haliartos (Pausanias). Through this descent, Homonoia was closely connected with the Theban Harmonia, the wife of Cadmus, who as „uniting“ was the patron goddess of the civil association (Plutarch).

According to Mnaseas, all three siblings together were named Praxidikai after their mother. In the Orphic hymns, Praxidike was identified with Persephone and the Praxidikai with the Erinyen, the goddesses of vengeance.

Menelaus, on his return from Troy, had erected a statue of Praxidice at Gutheion in Laconia, where Paris and Helena had spent their first night before leaving for Troy, but otherwise she was worshiped only in the form of a head (Mnaseas, Europe).

Her father was Soter, the personification of safety and salvation, who was later adopted as Savior by Dionysus and Christ. According to Aeschylus (“Seven against Thebes”) he had another daughter Eupraxia by Peitharchia, obedience, success, Soter himself, but also Ktesios, his son, were epicleses of Zeus. Epicleses are cult names by which a god was also invoked.

Homonoia as a political concept. The notion of homonoia was an ancient Greek concept not traditionally applied beyond their own culture. That was Aristotle’s view.

In a short time, Alexander the Great had conquered an empire that covered most of the then known world with a myriad of different peoples. If one wonders what relationship Alexander had to these Asiatic peoples, one has to consider Alexander’s concept of human unity, homonoia, and how he tried to realize it through the organization of his empire.

The Greeks of the classical period roughly divided humanity into two classes: Greeks and non-Greeks; the latter called them barbarians and regarded them as inferior human beings, although occasionally someone like Herodotus or Xenophon would remark that some barbarians possessed qualities worthy of consideration, such as the wisdom of the Egyptians or the courage of the Persians. Aristotle was of the same opinion.

But in the 3rd century, new ideas emerged: all people are equal and should be brothers. This sprang from the idea of ​​homonoia. However, this initially only referred to the political factional struggles within the Greek cities.

Isocrates extended this notion to the entire Greek world, which should make wars among the Greeks impossible. He presented this view to Philip II, who adopted it for a holy war between the Greeks and the Persians. After the death of Philip, the influence of Aristotle again grew, advising Alexander to treat Greeks as friends and barbarians as animals. But Alexander was cleverer than his teacher and preferred to divide people into good and bad regardless of their race. He well realized that it would be easier to deal with administrative problems if he treated the inhabitants of the conquered lands not as slaves but as free people. And he wanted to spread these ideas of Greekness throughout the known world. So he completely subordinated his actions to the goal of homonoia. This was reinforced by his belief that God had commissioned him to harmonize humanity.

„Alexander was called the great because of the things he did, but the greatest thing about him was this idea,“ writes Tarn at the end of his Alexander biography.

His empire was to be „Graeco-Oriental“ in essence, and as far as possible a common enterprise. So he retained the Persian satrapies and staffed them with Iraqis. However, he appointed Macedonians to the newly formed offices for taxes and finances. Macedonians were also at the head of the military units. But Persians and Macedonians served together in the same units.

He saw his appeal to the Macedonians to marry local women as an important step towards unity. In the year 324 BC a mass marriage of his officers took place in Susa, who married Persian women. He himself married the beautiful Roxane, a Bactrian princess.

All this increased the dissatisfaction of his Macedonians, who could not see that they should be put on an equal footing with a conquered people. The high point, however, was when Alexander introduced proskynesis at his court, which by then resembled the court of the great king. This refers to the Persian custom of throwing oneself on the ground in front of the ruler to honor him. According to the Greek opinion, only a god was entitled to do this.

In the spirit of homonoia, the Greeks should be introduced to Persian customs and the Persians to Greek customs. In fact, this „conciliation“ resulted in the Persians being overwhelmed by Greek culture, their art, literature, and science. The impact of Greek culture can still be seen hundreds of years after the collapse of Alexander’s empire in oriental architecture, which still reflects Greek influence.

In summary, however, one must state that not only the Macedonians were dissatisfied, but also the Persians. They could not understand that they were now being placed on the same social level as the Bactrians, the Sogdians, the Syrians and others whom they had traditionally considered inferior. And the Macedonians felt abandoned because Alexander put them on an equal footing with the vanquished.

In the end, his concept failed. But it was adopted and carried on by the major world religions of Christianity and Islam. Ultimately, it is a utopian and, I believe, also an inhumane idea. Just think of the attempts of Bolshevism, the Mao era or the Pol Pot regime to “educate” people to equality and happiness. Freedom and equality are opposites. Demanding both of these at the same time was the great mistake of the French Revolution, to which all later revolutions invoked and which all ended in a bloodbath.

In Asia Minor under Roman rule, the homonoia played an important role as a symbol of resolving inner-city tensions and connecting with other poleis. Coins were minted with the legend „Homonoia“ announcing regional alliances and placing them under the protection of local deities. They probably didn’t have any great political significance.

Homonoia played a role in the 38th speech of Dion Chrysostom (after 40 – before 120 AD). There was an old dispute between the cities of Nicomedia and Nikaia in Bithynia, which of them was the metropolis. In his speech, Dion tried to settle the dispute by establishing homonoia.

In Olympia Homonoia is said to have had a temple (Pausanias).

The kalathos was a lily-shaped basket worn by women in ancient Greece. It was used in various works and was made of materials such as clay, wood or, in special cases, precious metal. The Kalathos had a mythologically symbolic meaning at the festivals of Athena, but especially at those of Demeter or Homonia.

Background:
Marcianopolis is located in present-day Bulgaria, in the city of Devnya, at the north-east end of the Devnya valley, along the southern spur of the Dobrogea Plateau, on the western shore of Lake Beloslav, into which the two rivers Devnya and Provadia flow. Roman Marcianopolis was founded by Roman Emperor Trajan after the Second Dacian War (105-106 AD) and named after his older sister Ulpia Marciana. In Roman inscriptions, the name of the city is also supplemented with Trajan’s family name – Marcianopolis Ulpia. Civitas Marcianopolitanorum was also a common name. The assumption of an identity of Marcianopolis with Parthenopolis represented in older research literature is erroneous. From 187 to 193 AD Marcianopolis was part of the Roman province of Thrace with the capital Philippopolis. After that, the city belonged to the province of Moesia inferior.

Marcianopolis was an important strategic center. There the militarily and economically important roads from Dorostorum and Appiaria on the Danube and Zaldapa via Aquae Calidae and Debeltus to Adrianopolis and Constantinople crossed, the great east-west connection through Moesia between Ratiaria, Montana, Melta and Nicopolis ad Istrum to Odessos.

Under Emperor Commodus (reign 180 to 192 AD), Marcianopolis received the right to mint coins and has been minting coins since that time. In addition to deities and personifications, the coins also show images of temples, triumphal arches, city gates and the mighty walls. Since the official language of the city was Greek, the coins minted in the city bore Greek inscriptions.

The city’s prosperity under the Severan dynasty ended with the invasion of the Goths (248-249 AD) and subsequent barbarian invasions from the north. In the year 248 AD the city was besieged by the Goths and other Germans. The defenders were able to repel this attack, inflicting heavy casualties on the attackers. Another attack by the Goths under Emperor Claudius II in 269 AD also failed.

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