Marcus Opellius Severus Macrinus 217 bis 218 n.Chr.

AE Bronze Marcianopolis Marcus Opellius Severus Macrinus 217/218 n.Chr.

Münze:
Provinz Bronze der römischen Kaiserzeit 217/218 n.Chr.
Unter dem consularischen Legat Pontius Furius Pontianus
Material: AE
Durchmesser: 27mm
Gewicht: 12,37g
Münzstätte: Marcianopolis, Moesia Inferior
Provenienz: Gorny & Mosch, München, Ex Erwin Link Sammlung
Referenz: Varbanov GIC I 1203

Avers:
Zu sehen ist die drapierte und gepanzerte Büste des Macrinus mit Lorbeerkranz, sowie die drapierte Büste des Diadumenianus – beide gegenseitig zum jeweils anderen gerichtet. Die Inschrift lautet: ΑΥΤ Κ ΟΠΕΛΛΙ ΣΕΥ ΜΑΚΡΕΙΝΟΣ Κ Μ ΟΠΕΛΛΙ ΑΝΤΩΝΕΙΝΟΣ.

Die Inschrift kann wie folgt übersetzt werden:
ΑΥΤ = AVT = Autokrator = Imperator
K = Kaisar = Caesar
ΟΠΕΛΛΙ = OPELLI = OPELLIOS = Opellius
ΣΕΥ = SEV = SEVEROS = Severus
ΜΑΚΡΕΙΝΟΣ = MAKREINOS = Macrinus
K = Kaisar = Caesar
M = MARCOS = Marcus
ΟΠΕΛΛΙ = OPELLI = OPELLIOS = Opellius
ΑΝΤΩΝΕΙΝΟΣ = ANTONEINOS = Antoninus
Imperator Caesar Opellius Severus Macrinus Caesar Marcus Opellius Antoninus

Durch Vergleich mit den verschiedenen Porträttypen auf Münzen wird klar, dass die Unterschiede chronologisch zu verstehen sind. In der kurzen Regierungszeit des Macrinus wurden in Rom und in Münzstätten des Ostens mehrere aufeinanderfolgende Münzemissionen herausgegeben. Sie beginnen mit kurzbärtigen Bildnissen und enden über Zwischenstufen mit langbärtigen. Macrinus hat also in dem Jahr seiner Regierung seinen Bart wachsen lassen und dem so große Bedeutung beigemessen, dass die römischen Porträtwerkstätten mehrmals Auftrag erhielten, jeweils neue Prototypen für das Porträt des Kaisers zu schaffen.

Das hängt offenbar mit den Legitimationsstrategien des Macrinus zusammen, die ihn als legitimen Nachfolger der Severer und indirekt der Antoninen erscheinen lassen wollten. Macrinus nahm deshalb für sich den Namen Severus an und gab seinem Sohn Diadumenianus den renommierten Namen der Antonine. Und durch die Barttracht sollte er auch nach außen als Nachfolger der Antoninen und des Severius erscheinen. Genau dies berichtet als Zeitgenosse der Historiker Herodian (V 2, 3.4): „und (anstatt zu handeln) er vertrödelte seine Zeit in Antiochia, indem er seinen Bart wachsen ließ, mehr als nötig allein einherging und leise sprach, wenn ihm jemand begegnete − und strebte nach all dem offensichtlich als Verhaltensweisen des Marcus.“

Mit dieser Arbeit am Image und den drei Bildnisfassungen, die in nur einem Jahr von Antiochia aus in Rom in Auftrag gegeben wurden, ist das Macrinusporträt eines der interessantesten Beispiele für die antike kaiserliche Bildnispolitik.

Der Vater des Diadumenianus, der Prätorianerpräfekt Macrinus, gehörte dem Ritterstand an. Anfang 217 n.Chr. wurde er von Kaiser Caracalla in den Senatorenstand erhoben und erhielt den Titel clarissimus vir („hochangesehener Mann“). Zugleich wurde der damals noch nicht neunjährige Diadumenianus in den Senatorenstand aufgenommen. Er ist inschriftlich als clarissimus puer („hochangesehener Knabe“) bezeugt. Macrinus organisierte das Mordkomplott, dem Kaiser Caracalla am 8. April 217 n.Chr. zum Opfer fiel, und wurde dann vom Heer zu dessen Nachfolger erhoben. Bald darauf ließ er seinen Sohn in der Stadt Zeugma am Euphrat zum Caesar und damit zu seinem künftigen Nachfolger proklamieren. Diadumenianus erhielt den sehr populären Kaisernamen Antoninus, der an Mark Aurel erinnerte und den auch Caracalla getragen hatte.

Revers:
Zu sehen ist die Göttin Homonoia mit Kalathos (Arbeitskorb) nach links stehend. In der rechten ausgestreckten Hand hält sie eine Patera (Trankopferschale), in der linken Hand ein Cornucopia (Füllhorn). Im Feld ist ein E abgebildet. Die Inschrift lautet: ΥΠ ΠΟΝΤΙΑΝΟΥ ΜΑΡΚΙΑΝΟΠΟΛΕΙΤΩΝ.

Die Inschrift kann wie folgt übersetzt werden:
YΠ = VP = Hypatevontos = als er als consularischer Legat diente
ΠΟΝΤΙΑΝΟΥ = PONTIANOU = Pontianus
ΜΑΡΚΙΑΝΟΠΟΛΕΙΤΩΝ = MARKIANOPOLEITON = (ausgegeben) von den Leuten aus Marcianopolis
(Unter dem) consularischen Legat Pontius Furius Pontianus (und) der Einwohner von Marcianopolis

Pontius Furius Pontianus war von 217 bis 218 n.Chr. konsularischer Legat von Moesia Inferior. Er löste Marcus Statius Longinus ab, der für den neuen Kaiser Macrinus offenbar zu feste Bindungen an den ermordeten Caracalla hatte. Hier handelte es sich um den Statthalter des Kaisers, welcher an der Spitze einer Provinz stand und der Oberbefehlshaber über die dort stationierten Legionen war. Der Titel dieses Statthalters lautete legatus Augusti pro praetore. Dabei gab es allerdings Unterschiede. Standen in der Provinz zwei oder mehr Legionen, musste der Legat das Konsular Amt innegehabt haben. Sein Titel wurde im Griechischen als Hypateuon (von Hypatos = Consul) übersetzt. Dies wäre im Deutschen der consularische Legat. Stand in der Provinz nur eine Legion, konnte als Ausnahme auch jemand zum kaiserlichen Legaten ernannt werden, der noch nicht Konsul gewesen war. sondern nur Praetor. Dessen Titel wurde im Griechischen als Hegemon übersetzt. Im Deutschen wäre es dann der prätorische Legat.

Das E im Feld kennzeichnet die Münze als Pentassarion (griechisch: fünf Assaria). Es handelt sich hierbei um ein Bronzemünzennominal zahlreicher griechischer Städte während der römischen Kaiserzeit. Häufig weisen die Münzen den Buchstaben E (Epsilon) auf, welcher für die Wertzahl 5 steht.

Eine der am häufigsten auf Provinzialmünzen abgebildeten Gottheiten ist Homonoia, was allein schon ihre große Bedeutung belegt. Homonoia, von griechisch „ομος = gleich“ und „νους = Sinn, Vernunft“, war keine Göttin im eigentlichen Sinn, sondern die Personifikation der Eintracht und der Gleichsinnigkeit. Deshalb erscheint ihre Mythologie, wie oft bei Personifikationen, etwas gekünstelt. Unsere Quellen sind die orphischen Hymnen und die Suda, dieses große byzantinische Werk, das alles Wissen der damaligen Zeit ohne große Wertung aufzeichnen wollte. Allerdings finden sich auch noch Spuren bei Aischylos. Hier also die komplizierten Familienverhälnisse der Homonoia.

Demnach war Homonoia die Tochter der Praxidike und des Soter, ihres Bruders. Ihre Geschwister waren Ktesios (Schützer des Eigentums), und Arete, die Tugend.

Ihre Mutter Praxidike, die Vollstreckerin der Gerechtigkeit, war die Tochter des Ogygos. Ogygos war ein uralter König von Boiotien und der Gründer von Theben. Unter ihm trat die erste große Sintflut ein. Ursprünglich war er wohl ein Gott und der Vater der Praxidikai, der boiotischen Eidhelferinnen. Dieser Eid wurde in Haliartos unter freiem Himmel abgehalten (Pausanias). Durch diese Abstammung war Homonoia eng verbunden mit der thebanischen Harmonia, der Gemahlin des Kadmos, die als „Vereinigende“ die Schutzgöttin des Bürgerverbandes war (Plutarch).

Nach Mnaseas wurde alle drei Geschwister zusammen nach ihrer Mutter Praxidikai genannt. In den orphischen Hymnen wurde Praxidike mit Persephone und die Praxidikai mit den Erinyen, den Rachegöttinnen, identifiziert. 

Menelaos hatte nach seiner Rückkehr aus Troja bei Gutheion in Lakonien, dort wo Paris und Helena, bevor sie nach Troja aufbrachen, ihre erste Nacht verbracht hatten, eine Statue der Praxidike errichtet, aber sonst wurde sie nur in der Form eines Kopfes verehrt (Mnaseas, Europa). 

Ihr Vater war Soter, die Personifizierung der Sicherheit und der Rettung, der später von Dionysos und Christus als Heiland übernommen wurde. Nach Aischylos („Sieben gegen Theben“) hatte er von Peitharchia, der Gehorsamkeit, noch eine Tochter Eupraxia, Erfolg, Soter selbst, aber auch Ktesios, sein Sohn, waren Epiklesen des Zeus. Epiklesen sind Kultnamen, unter denen ein Gott ebenfalls angerufen wurde.

Homonoia als politisches Konzept. Der Begriff der Homonoia war ein altgriechisches Konzept, das traditionell nicht über ihre eigene Kultur hinaus angewendet wurde. Das entsprach der Auffassung des Aristoteles. 

Alexander der Große hatte in kurzer Zeit ein Reich erobert, das den größten Teil der damals bekannten Welt umfasste mit einer Unzahl verschiedener Völker. Wenn man sich fragt, welches Verhältnis Alexander zu diesen asiatischen Völkern hatte, muss man sich mit Alexanders Konzept der Einheit der Menschen, der Homonoia, beschäftigen und damit, wie er versuchte, diese durch die Organisation seines Reiches zu verwirklichen.

Die Griechen der klassischen Periode teilten die Menschheit grob gesprochen in zwei Klassen ein: Griechen und Nicht-Griechen; letztere nannten sie Barbaren und betrachteten sie als minderwertige Menschen, obwohl gelegentlich jemand wie Herodot oder Xenophon anmerkte, dass einige Barbaren Qualitäten besaßen, die Beachtung verdienten, wie etwa die Weisheit der Ägypter oder der Mut der Perser. Diese Meinung vertrat auch Aristoteles.

Aber im 3. Jh. kamen neue Ideen auf: Alle Menschen wären gleich und sollten Brüder sein. Das entsprang der Idee der Homonoia. Allerdings bezog die sich zunächst nur auf die politischen Fraktionskämpfe innerhalb der griechischen Städte.

Isokrates erweiterte diesen Begriff auf die gesamte griechische Welt, was Kriege unter den Griechen unmöglich machen sollte. Diese Auffassung stellte er Philipp II. vor, der sie übernahm für einen heiligen Krieg der Griechen gegen die Perser. Nach dem Tod von Philipp wuchs wieder der Einfluss von Aristoteles, der Alexander riet, Griechen als Freunde, Barbaren aber wie Tiere zu behandeln. Alexander aber war klüger als sein Lehrer und zog es vor, die Menschen, ohne auf ihre Rasse zu achten, in gute und schlechte zu unterteilen. Er erkannte wohl, dass es einfacher sein würde, die Probleme der Verwaltung zu bewältigen, wenn er die Bewohner der eroberten Länder nicht als Sklaven, sondern als freie Menschen behandelte. Und er wollte diese Ideen des Griechentums in der ganzen bekannten Welt verbreiten. So unterwarf er sein Handeln vollständig dem Ziel der Homonoia. Dies wurde verstärkt, durch seine Überzeugung, dass Gott ihm den Auftrag erteilt habe, die Menschheit zu harmonisieren.

„Alexander wurde der Große genannt wegen der Dinge, die er tat, aber das Größte an ihm war diese Idee“, so schreibt Tarn am Ende seiner Alexanderbiografie. 

Sein Reich sollte seinem Wesen nach “griechisch-orientalisch” sein, und soweit wie möglich ein gemeinsames Unternehmen. So behielt er die persischen Satrapien bei und besetzte sie mit Irakern. Die neu gebildeten Ämter für Steuern und Finanzen aber besetzte er mit Makedoniern. An der Spitze der Militäreinheiten standen auch Makedonier. Aber Perser und Makedonier dienten zusammen in denselben Einheiten.

Als wichtigen Schritt zur Einheit verstand er seinen Aufruf an die Makedonier, einheimische Frauen zu heiraten. Im Jahr 324 v.Chr. fand in Susa eine Massenhochzeit seiner Offiziere statt, die Perserinnen zur Frau nahmen. Er selbst vermählte sich mit der schönen Roxane, einer baktrischen Prinzessin.

Das alles verstärkte die Unzufriedenheit seiner Makedonen, die nicht einsehen konnten, dass sie einem besiegten Volk gleichgestellt werden sollten. Der Höhepunkt aber war, als Alexander an seinem Hofe, der inzwischen dem Hof des Großkönigs glich, die Proskynese, einführte. Damit ist der persische Brauch gemeint, sich vor dem Herrscher auf den Boden zu werfen, um ihn zu ehren. Nach griechischer Meinung stand dies nur einem Gott zu. 

Im Sinne der Homonoia sollten die Griechen mit den persischen Sitten und die Perser mit den griechischen Sitten bekannt gemacht werden. Tatsächlich aber lief diese “Angleichung” darauf hinaus, dass die Perser von der griechischen Kultur, ihrer Kunst und Literatur und ihrer Wissenschaft, überrollt wurden. Die Wirkung der griechischen Kultur kann noch hunderte von Jahren nach dem Zerfall von Alexanders Reich an der orientalischen Architektur abgelesen werden, die immer noch den griechischen Einfluss widerspiegelt.

Zusammenfassend muss man aber feststellen, dass nicht nur die Makedonen unzufrieden waren, sondern genauso die Perser. Die konnten nicht verstehen, dass sie jetzt auf die gleiche soziale Stufe gestellt wurden wie die Baktrier, die Sogdier, die Syrer und andere, die sie traditionell als minderwertig betrachtet hatten. Und die Makedonen fühlten sich im Stich gelassen, weil Alexander sie mit den Besiegten gleichstellte.

Letzten Endes ist sein Konzept gescheitert. Aber es wurde übernommen und weitergeführt von den großen Weltreligionen des Christentums und des Islams. Letzten Endes ist es eine utopische und – wie ich glaube – auch unmenschliche Idee. Man denke nur an die Versuche des Bolschewismus, der Mao-Zeit oder des Pol-Pot-Regimes, die Menschen zur Gleichheit und zum Glück “zu erziehen”. Freiheit und Gleichheit sind Gegensätze. Diese beide gleichzeitig zu fordern, war der große Fehler der Französischen Revolution, auf die sich alle späteren Revolutionen beriefen und die alle in einem Blutbad endeten.

In Kleinasien unter römischer Herrschaft spielte die Homonoia eine wichtige Rolle als Symbol zur Beilegung innerstädtischer Spannungen und zur Verbindung mit anderen Poleis. Mit der Legende „Homonoia“ wurden Münzen geprägt, die regionale Allianzen verkünden und diese unter den Schutz lokaler Gottheiten sollten. Große politische Bedeutungen hatten sie wohl nicht. 

Eine Rolle spielte die Homonoia in der 38. Rede des Dion Chrystostomos (nach 40 – vor 120 n.Chr.) Zwischen den Städten Nikomedia und Nikaia in Bithynien gab es einen alten Streit, welche von ihnen die Metropolis sei. In seiner Rede versuchte Dion durch die Etablierung der Homonoia den Streit beizulegen. 

In Olympia soll Homonoia einen Tempel gehabt haben (Pausanias).

Der Kalathos war ein lilienförmiger Arbeitskorb der Frauen in der griechischen Antike. Er wurde bei verschiedenen Arbeiten gebraucht und bestand aus Materialien wie Ton, Holz oder in besonderen Fällen auch Edelmetall. Der Kalathos hatte bei den Festen der Athene, besonders aber bei denen der Demeter oder Homonia eine mythologisch symbolische Bedeutung.

Hintergrund:
Marcianopolis liegt im heutigen Bulgarien, in der Stadt Dewnja, am Nordostende des Dewnja-Tales, entlang des südlichen Ausläufers des Dobrudscha-Plateaus, am Westufer des Sees Beloslaw, in den die beiden Flüsse Dewnja und Prowadija fließen. Das römische Marcianopolis wurde vom römischen Kaiser Trajan nach dem zweiten Dakerkrieg (105–106 n.Chr.) gegründet und nach seiner älteren Schwester Ulpia Marciana benannt. In römischen Inschriften wird der Name der Stadt auch mit Trajans Geschlechtsnamen ergänzt – Marcianopolis Ulpia. Auch Civitas Marcianopolitanorum war als Name gebräuchlich. Die in älterer Forschungsliteratur vertretene Annahme einer Identität von Marcianopolis mit Parthenopolis ist irrig. Von 187 bis 193 n.Chr. war Marcianopolis Teil der römischen Provinz Thrakien mit dem Hauptort Philippopolis. Danach gehörte die Stadt zur Provinz Moesia inferior.

Marcianopolis war ein wichtiges strategisches Zentrum. Dort kreuzten sich die militärstrategisch und ökonomisch wichtigen Straßen von Dorostorum und Appiaria an der Donau, und Zaldapa über Aquae Calidae und Debeltus nach Adrianopolis und Constantinopel, die große Ost-West-Verbindung durch Moesia zwischen Ratiaria, Montana, Melta und Nicopolis ad Istrum nach Odessos.

Unter Kaiser Commodus (Regierungszeit 180 bis 192 n.Chr.) erhielt Marcianopolis das Münzrecht und prägte seit dieser Zeit auch Münzen. Die Münzen zeigen neben Gottheiten und Personifikationen auch Abbildungen von Tempeln, Triumphbogen, Stadttore und die gewaltigen Mauern. Da die Amtssprache der Stadt griechisch war, trugen die Münzen, welche in der Stadt geprägt wurden, griechische Inschriften.

Der Wohlstand der Stadt unter der Dynastie der Severer endete mit dem Einfall der Goten (248–249 n.Chr.) und der nachfolgenden Invasionen der Barbaren aus dem Norden. Im Jahr 248 n.Chr. wurde die Stadt von den Goten und anderen Germanen belagert. Die Verteidiger konnten diesen Angriff zurückschlagen und den Angreifern schwere Verluste zufügen. Ein weiterer Angriff der Goten unter Kaiser Claudius II. im Jahr 269 n.Chr. scheiterte ebenfalls.

Quellen:
* Wikipedia: Macrinus
* Wikipedia: Diadumenianus
* Wikipedia: Homonia
* Wikipedia: Kalathos
* Wikipedia: Marcianopolis
* Wikipedia: Liste der Statthalter von Niedermösien
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser
* Numismatikforum.de Peter43 (Jochen): Mythologisch interessante Münzen, Homonia
* Hans-Joachim Hoeft: Münzen und antike Mythologie – Reise in ein fernes Land (ISBN 978-3000348136)

Obverse:
You can see the draped and armored bust of Macrinus with a laurel wreath, as well as the draped bust of Diadumenianus – both facing each other. The inscription reads: ΑΥΤ Κ ΟΠΕΛΛΙ ΣΕΥ ΜΑΚΡΕΙΝΟΣ Κ Μ ΟΠΕΛΛΙ ΑΝΤΩΝΕΙΝΟΣ.

The inscription can be translated as follows:
ΑΥΤ = AVT = Autocrator = Emperor
K = Caesar = Caesar
ΟΠΕΛΛΙ = OPELLI = OPELLIOS = Opellius
ΣΕΥ = SEV = SEVEROS = Severus
ΜΑΚΡΕΙΝΟΣ = MACREINOS = Macrinus
K = Caesar = Caesar
M = MARCOS = Marcus
ΟΠΕΛΛΙ = OPELLI = OPELLIOS = Opellius
ΑΝΤΩΝΕΙΝΟΣ = ANTONEINOS = Antoninus
Emperor Caesar Opellius Severus Macrinus Caesar Marcus Opellius Antoninus

A comparison with the different portrait types on coins makes it clear that the differences are to be understood chronologically. During the short reign of Macrinus, several successive issues of coins were issued in Rome and in the mints of the East. They begin with short-bearded portraits and, through intermediate stages, end with long-bearded ones. Macrinus grew his beard during the year of his reign and attached such importance to it that the Roman portrait workshops were commissioned several times to create new prototypes for the portrait of the emperor.

This obviously has to do with Macrinus‘ strategies of legitimation, which wanted to make him appear as the legitimate successor of the Severi and indirectly the Antonines. Macrinus therefore took the name Severus for himself and gave his son Diadumenianus the prestigious name of Antonine. And because of the beard he was supposed to appear to the outside world as a successor to the Antonines and Severius. This is exactly what the contemporary historian Herodian reports (V 2, 3.4): “and (instead of acting) he frittered away his time in Antioch, growing his beard, walking about alone more than necessary, and speaking softly when anyone met him − and aspired to all of these evidently as Marcuse’s manners.“

With this work on the image and the three versions of the portrait commissioned from Antioch in Rome in just one year, the Macrinus portrait is one of the most interesting examples of ancient imperial portrait politics.

The father of Diadumenianus, the praetorian prefect Macrinus, belonged to the equestrian order. early 217 AD he was elevated to the rank of senator by Emperor Caracalla and received the title clarissimus vir (“highly respected man”). At the same time, Diadumenianus, who was not yet nine years old, was accepted into the ranks of senators. He is attested in inscriptions as clarissimus puer (“highly respected boy”). Macrinus organized the assassination plot against which Emperor Caracalla fell on April 8, 217 AD fell victim and was then raised by the army to be his successor. Soon after, he had his son proclaimed Caesar and thus his future successor in the town of Zeugma on the Euphrates. Diadumenianus received the very popular imperial name Antoninus, reminiscent of Marcus Aurelius and which Caracalla had also borne.

Reverse:
The goddess Homonoia can be seen with Kalathos (work basket) standing to the left. In her outstretched right hand she holds a patera (libation bowl), in her left hand a cornucopia. An E is shown in the field. The inscription reads: ΥΠ ΠΟΝΤΙΑΝΟΥ ΜΑΡΚΙΑΝΟΠΟΛΕΙΤΩΝ.

The inscription can be translated as follows:
YΠ = VP = Hypatevontos = when he served as consular legate
ΠΟΝΤΙΑΝΟΥ = PONTIANOU = Pontianus
ΜΑΡΚΙΑΝΟΠΟΛΕΙΤΩΝ = MARKIANOPOLEITON = (issued) by the people of Marcianopolis
(Under the) consular legate Pontius Furius Pontianus (and) the inhabitants of Marcianopolis

Pontius Furius Pontianus was from 217 to 218 AD consular legate of Moesia Inferior. He replaced Marcus Statius Longinus, who apparently had too strong ties to the murdered Caracalla for the new emperor Macrinus. Here it was about the governor of the emperor, who stood at the head of a province and was the supreme commander over the legions stationed there. The title of this governor was legatus Augusti pro praetore. However, there were differences. If there were two or more legions in the province, the legate must have held the consular office. His title was translated into Greek as Hypateuon (from Hypatos = Consul). In German, this would be the consular legate. As an exception, if there was only one legion in the province, someone who had not yet been a consul could be appointed imperial legate. but only praetor. Its title was translated into Greek as Hegemon. In German it would then be the praetorian legate.

The E in the field designates the coin as Pentassarion (Greek: five Assaria). This is a bronze coin denomination of numerous Greek cities during the Roman Empire. The coins often have the letter E (epsilon), which stands for the value number 5.

One of the most frequently depicted deities on provincial coins is Homonoia, which alone attests to their importance. Homonoia, from the Greek „ομος = equal“ and „νους = sense, reason“, was not a goddess in the proper sense, but the personification of harmony and like-mindedness. Therefore, as is often the case with personifications, their mythology appears somewhat artificial. Our sources are the Orphic hymns and the Suda, that great Byzantine work that wanted to record all the knowledge of the time without much judgement. However, traces can still be found in Aeschylus. So here are the complicated family relationships of homonoia.

Accordingly, Homonoia was the daughter of Praxidike and Soter, her brother. Her siblings were Ktesios (protector of property) and Arete, virtue.

Her mother Praxidike, the enforcer of justice, was the daughter of Ogygos. Ogygos was an ancient king of Boeotia and the founder of Thebes. Under him the first great flood occurred. Originally he was probably a god and the father of the Praxidikai, the Boiotian oath helpers. This oath was taken in the open air at Haliartos (Pausanias). Through this descent, Homonoia was closely connected with the Theban Harmonia, the wife of Cadmus, who as „uniting“ was the patron goddess of the civil association (Plutarch).

According to Mnaseas, all three siblings together were named Praxidikai after their mother. In the Orphic hymns, Praxidike was identified with Persephone and the Praxidikai with the Erinyen, the goddesses of vengeance.

Menelaus, on his return from Troy, had erected a statue of Praxidice at Gutheion in Laconia, where Paris and Helena had spent their first night before leaving for Troy, but otherwise she was worshiped only in the form of a head (Mnaseas, Europe).

Her father was Soter, the personification of safety and salvation, who was later adopted as Savior by Dionysus and Christ. According to Aeschylus (“Seven against Thebes”) he had another daughter Eupraxia by Peitharchia, obedience, success, Soter himself, but also Ktesios, his son, were epicleses of Zeus. Epicleses are cult names by which a god was also invoked.

Homonoia as a political concept. The notion of homonoia was an ancient Greek concept not traditionally applied beyond their own culture. That was Aristotle’s view.

In a short time, Alexander the Great had conquered an empire that covered most of the then known world with a myriad of different peoples. If one wonders what relationship Alexander had to these Asiatic peoples, one has to consider Alexander’s concept of human unity, homonoia, and how he tried to realize it through the organization of his empire.

The Greeks of the classical period roughly divided humanity into two classes: Greeks and non-Greeks; the latter called them barbarians and regarded them as inferior human beings, although occasionally someone like Herodotus or Xenophon would remark that some barbarians possessed qualities worthy of consideration, such as the wisdom of the Egyptians or the courage of the Persians. Aristotle was of the same opinion.

But in the 3rd century, new ideas emerged: all people are equal and should be brothers. This sprang from the idea of ​​homonoia. However, this initially only referred to the political factional struggles within the Greek cities.

Isocrates extended this notion to the entire Greek world, which should make wars among the Greeks impossible. He presented this view to Philip II, who adopted it for a holy war between the Greeks and the Persians. After the death of Philip, the influence of Aristotle again grew, advising Alexander to treat Greeks as friends and barbarians as animals. But Alexander was cleverer than his teacher and preferred to divide people into good and bad regardless of their race. He well realized that it would be easier to deal with administrative problems if he treated the inhabitants of the conquered lands not as slaves but as free people. And he wanted to spread these ideas of Greekness throughout the known world. So he completely subordinated his actions to the goal of homonoia. This was reinforced by his belief that God had commissioned him to harmonize humanity.

„Alexander was called the great because of the things he did, but the greatest thing about him was this idea,“ writes Tarn at the end of his Alexander biography.

His empire was to be „Graeco-Oriental“ in essence, and as far as possible a common enterprise. So he retained the Persian satrapies and staffed them with Iraqis. However, he appointed Macedonians to the newly formed offices for taxes and finances. Macedonians were also at the head of the military units. But Persians and Macedonians served together in the same units.

He saw his appeal to the Macedonians to marry local women as an important step towards unity. In the year 324 BC a mass marriage of his officers took place in Susa, who married Persian women. He himself married the beautiful Roxane, a Bactrian princess.

All this increased the dissatisfaction of his Macedonians, who could not see that they should be put on an equal footing with a conquered people. The high point, however, was when Alexander introduced proskynesis at his court, which by then resembled the court of the great king. This refers to the Persian custom of throwing oneself on the ground in front of the ruler to honor him. According to the Greek opinion, only a god was entitled to do this.

In the spirit of homonoia, the Greeks should be introduced to Persian customs and the Persians to Greek customs. In fact, this „conciliation“ resulted in the Persians being overwhelmed by Greek culture, their art, literature, and science. The impact of Greek culture can still be seen hundreds of years after the collapse of Alexander’s empire in oriental architecture, which still reflects Greek influence.

In summary, however, one must state that not only the Macedonians were dissatisfied, but also the Persians. They could not understand that they were now being placed on the same social level as the Bactrians, the Sogdians, the Syrians and others whom they had traditionally considered inferior. And the Macedonians felt abandoned because Alexander put them on an equal footing with the vanquished.

In the end, his concept failed. But it was adopted and carried on by the major world religions of Christianity and Islam. Ultimately, it is a utopian and, I believe, also an inhumane idea. Just think of the attempts of Bolshevism, the Mao era or the Pol Pot regime to “educate” people to equality and happiness. Freedom and equality are opposites. Demanding both of these at the same time was the great mistake of the French Revolution, to which all later revolutions invoked and which all ended in a bloodbath.

In Asia Minor under Roman rule, the homonoia played an important role as a symbol of resolving inner-city tensions and connecting with other poleis. Coins were minted with the legend „Homonoia“ announcing regional alliances and placing them under the protection of local deities. They probably didn’t have any great political significance.

Homonoia played a role in the 38th speech of Dion Chrysostom (after 40 – before 120 AD). There was an old dispute between the cities of Nicomedia and Nikaia in Bithynia, which of them was the metropolis. In his speech, Dion tried to settle the dispute by establishing homonoia.

In Olympia Homonoia is said to have had a temple (Pausanias).

The kalathos was a lily-shaped basket worn by women in ancient Greece. It was used in various works and was made of materials such as clay, wood or, in special cases, precious metal. The Kalathos had a mythologically symbolic meaning at the festivals of Athena, but especially at those of Demeter or Homonia.

Background:
Marcianopolis is located in present-day Bulgaria, in the city of Devnya, at the north-east end of the Devnya valley, along the southern spur of the Dobrogea Plateau, on the western shore of Lake Beloslav, into which the two rivers Devnya and Provadia flow. Roman Marcianopolis was founded by Roman Emperor Trajan after the Second Dacian War (105-106 AD) and named after his older sister Ulpia Marciana. In Roman inscriptions, the name of the city is also supplemented with Trajan’s family name – Marcianopolis Ulpia. Civitas Marcianopolitanorum was also a common name. The assumption of an identity of Marcianopolis with Parthenopolis represented in older research literature is erroneous. From 187 to 193 AD Marcianopolis was part of the Roman province of Thrace with the capital Philippopolis. After that, the city belonged to the province of Moesia inferior.

Marcianopolis was an important strategic center. There the militarily and economically important roads from Dorostorum and Appiaria on the Danube and Zaldapa via Aquae Calidae and Debeltus to Adrianopolis and Constantinople crossed, the great east-west connection through Moesia between Ratiaria, Montana, Melta and Nicopolis ad Istrum to Odessos.

Under Emperor Commodus (reign 180 to 192 AD), Marcianopolis received the right to mint coins and has been minting coins since that time. In addition to deities and personifications, the coins also show images of temples, triumphal arches, city gates and the mighty walls. Since the official language of the city was Greek, the coins minted in the city bore Greek inscriptions.

The city’s prosperity under the Severan dynasty ended with the invasion of the Goths (248-249 AD) and subsequent barbarian invasions from the north. In the year 248 AD the city was besieged by the Goths and other Germans. The defenders were able to repel this attack, inflicting heavy casualties on the attackers. Another attack by the Goths under Emperor Claudius II in 269 AD also failed.

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