Marcus Aurelius Antoninus Elagabal 218 bis 222 n.Chr.

Silber Denar Rom Marcus Aurelius Antoninus Elagabal 221 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 221 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 19mm
Gewicht: 3,11g
Münzstätte: Rom
Provenienz: Frühwald Numismatik, Wien
Referenz: RIC IV Elagabalus 42b

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste des Elagabal mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: IMP ANTONINVS PIVS AVG für Imperator Antoninus Pius Augustus.

Elagabals ursprünglicher Name war Varius Avitus Bassianus. Als Kaiser nannte er sich Marcus Aurelius Antoninus, um wie sein angeblicher Vater Caracalla an die Antonine anzuknüpfen. Der Name Elagabal, den der von ihm verehrte Gott trug, wurde dem Kaiser erst lange nach seinem Tod beigelegt. Direkt nach der Machtübernahme im Jahr 218 n.Chr. erhielt Elagabal den Titel Augustus.

Die Porträts lassen in einzigartiger Weise den programmatischen Charakter der Bildnisstilisierung erkennen. Nachgewiesen sind aus der kurzen Regierungszeit zwei Bildnistypen, die jeweils in mehreren Exemplaren erhalten sind. Sie sind einander so unähnlich, dass unbefangene Betrachter sie nicht als Darstellungen ein und derselben Person erkennen würden. Schon immer bekannt war der charakteristische Typus, der Elagabal als jungen Mann mit vollem ovalem Gesicht, üppigen Lippen, halblangen Haarsträhnen und einem Jugendbart auf der Oberlippe und den Wangen darstellt. Er entspricht der Mehrzahl der Münzbilder Elagabals.

Erst spät erkannte man, dass auch der Typus eines Knaben mit eckigem Gesicht und kurzgeschnittenem, dickflockigem Haar, der in mehreren Exemplaren überliefert ist und deshalb einen Kaiser wiedergeben muss, Elagabal darstellt. Der Typus ist dem letzten Bildnistypus des Caracalla aus den Jahren 215-217 n.Chr. buchstäblich aus dem Gesicht geschnitten, bis hin zu den schmalen langen Augen, den prallen gespannten Gesichtsflächen, dem kurzen, dickflockigen Haar und dem leicht gebogenen Haarabschluss über der Stirn. Der Bezug wird dadurch verstärkt, dass er mit der kurzen Panzerbüste mit schräggezogenem Paludament verbunden ist, den die Werkstätten für Caracallas Bildnisse aus der Zeit seiner Alleinherrschaft erfanden und die auch für den letzten Bildnistypus Caracallas regelmäßig verwendet wurde. Für jeden erkennbar, stellten diese Bildnisse Elagabal als eine verjüngte Version des späten Caracalla, als seinen Sohn dar. Die frühesten Münzen des Elagabal bestätigen diese Deutung.

Die datierten Münzbildnisse zeigen aber auch, dass Elagabal schon kurz nach seiner Ankunft in Rom nichts mehr von dieser Stilisierung wissen wollte und ein neues Bildnis von sich machen ließ, bei dem man zumindest den Jugendbart und die vollen Lippen als persönliche Züge ansehen kann. Vielleicht sind diese Porträts ein Beleg dafür, wie schnell der junge Kaiser sich von der Bevormundung durch die Familie und die Berater frei machte.

Revers:
Zu sehen ist die nach links stehende Göttin Providentia mit einem kurzen Stab in der rechten Hand und einem Cornucopia (Füllhorn) in der linken Hand. Auf dem Boden ist ein Globus, über der rechten Hand ein Stern im Feld abgebildet. Die Inschrift lautet: P M TR P IIII COS III P P für Pontifex Maximus Tribunitia Potestas (zum vierten Male) Consul (zum dritten Male) Pater Patriae.

Providentia war eine römische Göttin, die nur aus Inschriften oder von Münzen her in zweifacher Bedeutung bekannt ist. Sie ist die Verkörperung der über dem Kaiser waltenden göttlichen Vorsehung und der Fürsorge des Herrschers bzw. des Kaisers für Rom und für die Römer. Als Frauengestalt wurde sie auf der Rückseite römischer Münzen mit Ähren, Cornucopia (Füllhorn), Szepter oder zur Erde richtungsweisendem kurzem Stab dargestellt.

[…]Providentia durch welches Wort bald die göttliche Vorsehung bald die menschliche Vorsicht und Fürsorge bezeichnet wird, beides zum Lobe der Kaiser. Bald ist nehmlich von der Providentia Deorum in dem Sinne der Vorsehung die Rede, welche den Kaisern die Herrschaft verliehen, indem sie ihnen das Scepter oder die Weltkugel überreicht oder durch einen Adler aus der Höhe sendet, so dass man diese Idee etwa in die Kaiser von Gottes Gnaden nach unserm Sprachgebrauch übersetzen könnte. Bald ist es die Providentia Augusta oder Augustorum oder auch die einzelner Kaiser z. B. Divi Caesaris, Ti. Caesaris, Divi Titi u. A., welche durch Münzen, Inschriften und andre Denkmäler gefeiert wird, in welchen Fällen also die Fürsorge, der noch regierenden oder schon consecrirten Kaiser für Rom und die Römer durch ein weises oder strenges Regiment oder auch ganz materiell durch Zufuhr von Getreide u. dgl. zu verstehen ist.

Ludwig Preller, Römische Mythologie, Providentia

Der Pontifex maximus war der Ranghöchste im Priesterkollegium der pontifices im Römischen Reich. Seit dem 3. Jahrhundert v.Chr. wurde sein Amt durch die Wahl in einer speziellen Volksversammlung vergeben. Der Pontifex maximus hatte offenbar die Oberaufsicht über alle sakralen Angelegenheiten in Rom, insbesondere über die Priesterinnen der Vesta. Laut Cicero führte der Pontifex maximus einst auch die annales maximi, in denen wichtige religiöse und politische Ereignisse nach Jahren geordnet gelistet worden seien.

Die letzten Pontifices maximi zur Zeit der Römischen Republik waren Gaius Iulius Caesar und Marcus Aemilius Lepidus. Nach Lepidus Tod wurde 12 v.Chr. Caesars Adoptivsohn Augustus neuer Pontifex maximus, und fortan hatten alle römischen Kaiser diese Funktion inne. Im Falle eines Mehrkaisertums kennzeichnete sie den ranghöchsten Herrscher, bis das Oberpontifikat 238 n.Chr. unter Pupienus und Balbinus erstmals geteilt wurde. Laut Alan Cameron war der Pontifex maximus vor Augustus zwar einer der angesehensten Priester Roms, aber erst in der Kaiserzeit sei er zum obersten Aufseher der römischen Kulte geworden, da der Inhaber des Amtes als Kaiser zugleich stets auch der mächtigste Mann im Reich war.

Die Tribunizische Gewalt (lateinisch tribunicia potestas) bezeichnet die Amts- und Gewaltbefugnisse der Volkstribunen im antiken Rom. Im Zuge der Gründung des Prinzipats durch den ersten römischen Kaiser Augustus kam es zu einer Trennung von Amt und Amtsgewalt des Volkstribunen. Die Verleihung der tribunicia potestas an Augustus ist aufgrund der Quellenlage unklar und umstritten. Im Jahr 36 v.Chr. erhielt er die tribunizische Gewalt, so die sacrosanctitas, das ius subselli und das ius auxilii. Im Jahr 30 v.Chr. wurde letzteres über das Stadtgebiet Roms bis zum ersten Meilenstein ausgeweitet. Ab dem Jahr 23 v.Chr. konnte der princeps über die tribunicia potestas annua et perpetua verfügen und damit im gesamten Reichsgebiet des römischen Imperiums ständig ausüben. Seitdem war die Amtsgewalt der Tribunen Bestandteil der kaiserlichen Macht, was sich auch an der Zählung der Kaiserjahre nach der tribunicia potestas zeigte. Das Amt selbst und den Titel übernahm der Patrizier Augustus nicht, desgleichen seine Nachfolger. Der princeps genoss mithin die Rechte des Volkstribuns, ohne auch den Pflichten und Beschränkungen des Amtes unterworfen zu sein.

Auch für Augustus Nachfolger gehörte die tribunicia potestas fortan über Jahrhunderte zum Kernbereich ihrer kaiserlichen Macht. Die tribunizische Amtsgewalt stattete sie formal mit den Mitteln aus, die römische Innenpolitik scheinbar im Einklang mit den Gesetzen zu kontrollieren. Um die Fiktion der Annuität zu wahren, wurde die Vollmacht jährlich (allerdings automatisch) erneuert – oft wie beim regulären Tribunat am 10. Dezember, so dass man die Angaben TRI POT, TR P o. ä. auf Münzen und in Inschriften zur Datierung verwenden kann. Im Laufe des 4. Jahrhunderts hörten die Kaiser auf, sich auf die tribunicia potestas zu beziehen, da generell die Anknüpfung an Regeln der alten res publica in der Spätantike stark an Bedeutung verloren hatte.

Der Titel pater patriae wurde vom Senat verliehen. Bereits Marcus Furius Camillus und Quintus Fabius Maximus Cunctator wurden aufgrund ihrer Verdienste als parentes bezeichnet. Marius und Sulla erhielten ebenfalls den Titel parens bzw. pater ob cives servatos („Vater aufgrund der Rettung der Bürgerschaft“). Der Redner und Politiker Marcus Tullius Cicero wurde für die Aufdeckung der Verschwörung des Catilina während seines Konsulats im Jahr 63 v.Chr. mit diesem Titel geehrt.

Die nächsten Titelträger waren Gaius Iulius Caesar und Augustus, dem der Titel vom Senat, den Equites und dem römischen Volk verliehen wurde. Da der Titel pater patriae für die Legitimität des Herrschers nicht wesentlich war – anders als die Titel Imperator, Caesar, Augustus, Pontifex maximus oder die Tribunicia potestas – wurde er nicht Bestandteil der kaiserlichen Ehren. Erst seit der Verleihung an Pertinax 193 n.Chr. zählte er zur festen kaiserlichen Titulatur. Ebenso resultierte aus dem Titel keinerlei juristische Macht, vielmehr war die Verleihung ein Zeichen der Würde wie auch eine Verdeutlichung der Pflichten des Trägers gegenüber der Bürgerschaft. Wie der Pater familias einer Familie vorstand, war auch der Geehrte mit dem Schutz des Staates betraut. Dasselbe gilt für die weibliche Form. Der Titel einer mater patriae ist, nach Ansätzen bei Livia, zum ersten Mal bei Julia Domna belegt.

Der Senat verlieh den Titel zahlreichen römischen Kaisern, oft erst nach vielen Jahren der Herrschaft, manchmal aber auch bald nach Regierungsantritt, wenn der neue Kaiser die besondere Achtung des Senats genoss (wie etwa Nerva). Folglich trugen viele der kurzlebigen Herrscher diesen Titel nicht. Die Verleihung war an die Zustimmung des zu Ehrenden gebunden, der den Titel auch ablehnen konnte. So ließ sich Kaiser Tiberius den Ehrentitel nicht verleihen; auch Nero schlug das erste Angebot im ersten Jahr seiner Herrschaft aufgrund seiner Jugend aus. Als letzter Kaiser bezeichnete sich Anastasius I. in einem Brief aus dem Jahr 516 n.Chr. an den römischen Senat als pater patriae.

Hintergrund:
Providentia, die vorausschauende Fürsorge gehörte, wie zum Beispiel concordia oder fides, zu den Qualitätsbegriffen eines Staatsmannes der römischen Republik (Cicero ad Q. fr. 1,1,31; rep. 6,1 2,5). Erst später jedoch in der Kaiserzeit wurde sie in Verbindung mit der Person des Kaisers als Kaisertugend im Sinne des Herrscherkultes als göttlich empfunden, personifiziert und verehrt. Frühestes Zeugnis des Providentia Kults ist der Altar der Providentiae Augusta in der Nähe der Ara Pacis Augustae. Dieser bestand sicher 19 n.Chr. evtl. schon 14 n.Chr. in Rom. Sie galt einerseits als vorausschauende Fürsorge des Kaisers über Rom und die Römer (Providentiae Augusta), andererseits als die Vorsehung der Götter über den Kaiser (Providentiae deorum).

Ein Generations- und Zeitenwechsel kündigte sich an oder war bereits vollzogen. Mit dem jungen Kaiser Elagabal sollte sich, nach seinen Ansichten, der römische Staat und das römische Gemeinwesen radikal ändern. Dies bedurfte einer göttlichen Legitimation und Vorhersehung. Mit dieser Prägung wird daher die göttliche Vorhersehung für den neuen Kaiser Elagabal propagandiert. Die Symbolik der Providentia, welche mit dem Stab auf die Weltkugel zeigt, soll zudem die Macht und Weisheit des Kaisers markieren, welcher von nun an die römische Welt regierte. Das Füllhorn steht für Wohlstand und Fürsorge durch die Geschicke des Kaisers.

Quellen:
* Wikipedia: Elagabal
* Wikipedia: Providentia
* Wikipedia: Pontifex Maximus
* Wikipedia: Tribunizische Gewalt
* Wikipedia: Pater Patriae
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser

Obverse:
The right-facing draped bust of Elagabalus with a laurel wreath can be seen. The inscription reads: IMP ANTONINVS PIVS AVG for Imperator Antoninus Pius Augustus.

Elagabal’s original name was Varius Avitus Bassianus. As emperor, he called himself Marcus Aurelius Antoninus, like his alleged father Caracalla, to tie in with the Antonines. The name Elagabalus, borne by the god he worshiped, was not attributed to the emperor until long after his death. Immediately after the seizure of power in 218 AD Elagabalus received the title of Augustus.

The portraits reveal the programmatic character of portrait stylization in a unique way. There are two types of portraits from the short reign, several of which have survived. They are so dissimilar that an unbiased viewer would not recognize them as depictions of one and the same person. The characteristic type depicting Elagabalus as a young man with a full, oval face, luscious lips, half-length strands of hair and a youthful beard on the upper lip and cheeks has always been known. It corresponds to the majority of the coin images of Elagabalus.

It was only later that it was recognized that the type of a boy with a square face and short, thick, flaky hair, which has survived in several copies and must therefore represent an emperor, also represents Elagabalus. The type is the last portrait type of Caracalla from the years 215-217 AD literally cut from the face, right down to the long, narrow eyes, the plump, tense facial surfaces, the short, thick, fluffy hair and the slightly curved end of the hair over the forehead. The reference is reinforced by the fact that it is linked to the short armored bust with a slanted paludament, which was invented by the workshops for Caracalla’s portraits from the time of his autocracy and which was also regularly used for the last type of portrait of Caracalla. Recognizable to all, these images portrayed Elagabalus as a rejuvenated version of the late Caracalla, as his son. The earliest coins of Elagabalus confirm this interpretation.

However, the dated coin portraits also show that shortly after his arrival in Rome, Elagabalus wanted nothing more to do with this stylization and had a new portrait made of himself, in which at least the youthful beard and the full lips can be seen as personal traits. Perhaps these portraits are evidence of how quickly the young emperor freed himself from the tutelage of his family and advisors.

Reverse:
Depicted is the goddess Providentia, standing left, holding a short staff in her right hand and a cornucopia in her left hand. A globe is depicted on the floor, and a star in a field above the right hand. The inscription reads: P M TR P IIII COS III P P for Pontifex Maximus Tribunitia Potestas (for the fourth time) Consul (for the third time) Pater Patriae.

Providentia was a Roman goddess whose double meaning is known only from inscriptions or from coins. She is the embodiment of divine providence over the emperor and of the ruler’s or emperor’s care for Rome and for the Romans. As a female figure, she was depicted on the reverse of Roman coins with ears of corn, cornucopia, scepter or a short staff pointing towards the earth.

[…]Providentia, by which word now divine providence is now signified, now human prudence and care, both in praise of the emperors. Soon there is talk of the Providentia Deorum in the sense of Providence, which gave the emperors rule by handing them the scepter or the globe or by sending them an eagle from on high, so that this idea can be found in the emperors of could translate God’s Grace into our language. Soon it is the Providentia Augusta or Augustorum or also that of individual emperors, e.g. B. Divi Caesaris, Ti. Caesaris, Divi Titi, etc., which is celebrated by coins, inscriptions and other monuments, in which cases the care of the still reigning or already consecrated emperors for Rome and the Romans by a wise or strict rule or also to be understood quite materially through the supply of grain and the like.

Ludwig Preller, Roman Mythology, Providentia

The pontifex maximus was the highest-ranking priest in the college of pontifices in the Roman Empire. Since the 3rd century BC his office was assigned by election in a special popular assembly. The pontifex maximus apparently had supreme authority over all sacred affairs in Rome, especially the priestesses of Vesta. According to Cicero, the pontifex maximus once also kept the annales maximi, in which important religious and political events were listed by year.

The last pontifices maximi at the time of the Roman Republic were Gaius Iulius Caesar and Marcus Aemilius Lepidus. After Lepidus‘ death in 12 BC Caesar’s adopted son Augustus was the new pontifex maximus, and all Roman emperors henceforth held this position. In the case of multiple empires, it marked the highest-ranking ruler until the supreme pontificate in 238 AD was first divided under Pupienus and Balbinus. According to Alan Cameron, the pontifex maximus was one of the most respected priests in Rome before Augustus, but it was not until the imperial period that he became the chief overseer of Roman cults, since the holder of the office of emperor was always the most powerful man in the empire.

The tribunician power (Latin tribunicia potestas) refers to the official and violent powers of the tribunes in ancient Rome. In the course of the founding of the principate by the first Roman emperor Augustus, the office and official powers of the tribune were separated. The award of the tribunicia potestas to Augustus is unclear and controversial due to the sources. In the year 36 BC he received the tribunician power, so the sacrosanctitas, the ius subselli and the ius auxilii. In the year 30 BC the latter was extended over the urban area of ​​Rome to the first milestone. From the year 23 BC the princeps could dispose of the tribunicia potestas annua et perpetua and thus constantly exercise it throughout the entire territory of the Roman Empire. Since then, the official power of the tribunes was part of the imperial power, which was also reflected in the counting of the imperial years after the tribunicia potestas. The patrician Augustus did not take over the office itself and the title, neither did his successors. The princeps thus enjoyed the rights of the tribune of the people without being subject to the duties and restrictions of the office.

For the successors of Augustus, too, the tribunicia potestas was part of the core of their imperial power for centuries to come. The tribunician authority formally endowed them with the means to control Roman domestic politics, seemingly in accordance with the law. In order to preserve the fiction of the annuity, the power of attorney was renewed annually (albeit automatically) – often as with the regular tribunate on December 10th, so that the indications TRI POT, TR P or similar on coins and in inscriptions are used for dating can. In the course of the 4th century, the emperors ceased to refer to the tribunicia potestas, since in general the connection to the rules of the old res publica had lost much of its importance in late antiquity.

The title of pater patriae was conferred by the Senate. Already Marcus Furius Camillus and Quintus Fabius Maximus Cunctator were called parentes because of their merits. Marius and Sulla also received the title parens or pater ob cives servatos (‚Father due to the salvation of the citizenry‘). The orator and politician Marcus Tullius Cicero was credited with exposing the conspiracy of Catiline during his consulship in 63 BC honored with this title.

The next title holders were Gaius Iulius Caesar and Augustus, to whom the title was bestowed by the Senate, the Equites and the Roman people. Because the title pater patriae was not essential to the ruler’s legitimacy—unlike the titles imperator, caesar, augustus, pontifex maximus, or the tribunicia potestas—it did not become part of the imperial honors. It was only after it was awarded to Pertinax in 193 AD that it became part of the permanent imperial title. Likewise, no legal power resulted from the title, rather the award was a sign of dignity as well as a clarification of the duties of the bearer towards the citizenry. Just as the pater familias presided over a family, the honoree was entrusted with the protection of the state. The same applies to the feminine form. The title of a mater patriae, after beginnings with Livia, is documented for the first time by Julia Domna.

The Senate bestowed the title on numerous Roman emperors, often only after many years of rule, but sometimes soon after assuming power if the new emperor enjoyed the special respect of the Senate (such as Nerva). Consequently, many of the short-lived rulers did not hold that title. The award was subject to the consent of the honoree, who could also refuse the title. Emperor Tiberius did not allow himself to be given the honorary title; Nero also rejected the first offer in the first year of his rule because of his youth. Anastasius I described himself as the last emperor in a letter from the year 516 AD to the Roman Senate as pater patriae.

Background:
Providentia, the foresighted care, belonged, like for example concordia or fides, to the quality concepts of a statesman of the Roman Republic (Cicero ad Q. fr. 1,1,31; rep. 6,1 2,5). Only later, however, in the imperial period, was it perceived as divine, personified and worshiped in connection with the person of the emperor as an imperial virtue in the sense of the ruler cult. The earliest evidence of the Providentia cult is the altar of the Providentiae Augusta near the Ara Pacis Augustae. This certainly existed in 19 AD possibly as early as 14 AD in Rome. On the one hand, it was seen as the anticipatory care of the emperor over Rome and the Romans (Providentiae Augusta), on the other hand as the providence of the gods over the emperor (Providentiae deorum).

A change of generations and times was announced or had already taken place. In his opinion, the young emperor Elagabalus was to radically change the Roman state and the Roman community. This required divine legitimation and providence. With this coinage, therefore, the divine providence for the new emperor Elagabalus is propagated. The symbolism of the Providentia, which points to the globe with the staff, is also intended to mark the power and wisdom of the emperor, who ruled the Roman world from now on. The cornucopia represents prosperity and care through the fortunes of the emperor.

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