Marcus Aurelius Severus Antoninus Caracalla 211 bis 217 n.Chr.

AE Bronze Koinon von Thessalien Marcus Aurelius Severus Antoninus Caracalla 211/217 n.Chr.

Münze:
Provinz Bronze der römischen Kaiserzeit 211/217 n.Chr.
Material: AE
Durchmesser: 22mm
Gewicht: 6,43g
Münzstätte: Koinon von Thessalien, Macedonia
Provenienz: Savoca Numismatik, München, Ex BCD (Basil C. Demetriadi) Sammlung
Referenz: SNG Copenhagen 353, BCD Thessaly II 976, Rare

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte, kürasierte Büste des Caracalla mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: AY K M AY ANTΩNINOC.

Die Inschrift kann wie folgt übersetzt werden:
ΑΥ = AV = Autokrator = Imperator
K = Kaisar = Caesar
Μ = Marcos = Marcus
ΑY = AV = Aurelios = Aurelius
ANTΩNINOC = ANTONINOS = Antoninus
Imperator Caesar Marcus Aurelius Antoninus

Geboren als Lucius Septimius Bassianus, erhielt er von seinem Vater um das Jahr 195/196 n.Chr. den Namen Marcus Aurelius Antoninus. Damit wurde er in das Kaisergeschlecht der Antonine aufgenommen und als fiktiver Enkel des Marcus Aurelius ausgegeben. Zur gleichen Zeit wurde ihm der Titel Caesar verliehen, womit er zum künftigen Kaiser designiert wurde. Im Jahr 197, spätestens jedoch 198 n.Chr. wurde er zum Augustus erhoben und mit den kaiserlichen Vollmachten ausgestattet. 

Nach den erfolgreichen Feldzügen gegen die Parther, erhielt er gegen 199 n.Chr. den Ehrentitel „Parthicus maximus“, welcher dann ab 200 n.Chr. auch auf Münzen erscheint. Im Jahr 208 n.Chr. zog die gesamte Kaiserfamilie unter Septimius Severus nach Britannien, um militärisch gegen die Kaledonier und Mäaten weit im Norden Schottlands vorzugehen. Nach dem siegreichen Feldzug führte Caracalla ab 210 n.Chr. den Siegernamen „Britannicus maximus“, den auch sein Vater und sein Bruder annahmen.

Den Siegernamen „Germanicus maximus“ führte Caracalla seit 208 oder 213 n.Chr. Laut einer Publikation von Dr. Werner Robl, kam es bereits auf dem Weg nach Britannien im Jahr 208 n.Chr. zu einer Expedition nach Germanien. Um die sich gegenseitig verhassten Brüder Caracalla und Geta zu trennen, soll Iulia Domna ihren Sohn zur Visitationsreise an den obergermanischen und rätischen Limes geschickt haben. Es kam allerdings zu keinem Krieg, wohl aber die formale Unterwerfung des einen oder anderen Stammes unter die Herrschaft der Römer, was den jungen Caracalla zur Behauptung eines Sieges über die Germanen und zu jenem frühen Scheintitel „Germanicus maximus“ veranlasste. 

Eine zweite Erklärung bietet das Jahr 213 n.Chr. an. Im Sommer dieses Jahres war er in Germanien über den rätischen Limes gegen die Alemannen zu Felde gezogen und hatte schließlich eine erfolgreiche Schlacht mit ihnen am Mainfluss geschlagen. Sein Verhalten zum Feind war jedoch gekennzeichnet durch Verrat und Brutalität. So hatte er die alemannische Jugend aufgerufen unter seinen Fahnen mitzukämpfen und sie dann grausam ermorden lassen. Anschließende Kämpfe scheinen jedoch weniger günstig verlaufen zu sein, denn er sah sich zu Zahlungen an germanische Gruppen veranlasst. Insgesamt gesehen war sein Vorgehen aber offenbar erfolgreich, denn die Lage an der Nordgrenze blieb für zwei Jahrzehnte stabil. 

Allerdings soll Caracalla von den Arvalbrüdern in Rom, einer Priesterschaft in Staatsdiensten, bereits am 17. Mai 213 n.Chr. als „Germanicus maximus“ öffentlich ausgerufen worden sein. Das wären geschlagene drei Monate vor dem mit seinem Namen verbundenen Kampfereignis im Spätsommer desselben Jahres. Wann er den Titel inoffiziell oder offiziell getragen hatte, wird daher noch kontrovers diskutiert. Auf Münzen erscheint der Ehrentitel erstmals ab dem Jahr 213 n.Chr.

Die Beinamen Pius und Felix erscheinen zum ersten Mal offiziell am 1. April 200 n.Chr. und werden meist zwischen dem Namen Antoninus und dem Titel Augustus gestellt. Dabei fehlt der Titel Felix bis 211/212 n.Chr. öfters, so dass in der ersten Zeit Pius allein in der Titulatur vorkommt. Auf Münzprägungen erscheint Pius seit 201 n.Chr. das erste Mal, während Felix erst seit 213 n.Chr. in der Legende zu lesen ist.

Als „Princeps iuventutis“ wurde er meist nur zu Lebzeiten seines Vaters bezeichnet. Die tribunicia potestas erhielt Caracalla im Jahr 198 n.Chr. erstmalig. Das erste Amt des Consulats begleitete er im Jahr 202 n.Chr. Pater Patriae ist nachweisbar seit dem Jahr 205 n.Chr. Den Titel Imperator II erhielt er gegen 207/208 n.Chr. und dann im Jahr 213 n.Chr. als Imperator III. Den Titel „Pontifex Maximus“ trug er richtigerweise erst nach dem Tod seines Vaters Septimius Severus, aber irrtümlich oder aus Schmeichelei wurde er auch schon früher so genannt. Eigentlich war er vor dem Jahr 211 n.Chr. nur Pontifex.

Als Alleinherrscher und Kaiser führte er den Namen Marcus Aurelius Severus Antoninus. Caracalla (richtig eigentlich Caracallus) war ein Spitzname, den er vermutlich ab 208 oder 213 n.Chr. nach einem langen Kapuzenmantel erhielt und in Rom einführte. Dabei handelte es sich um eine vom Kaiser persönlich entworfene modifizierte Luxusausführung eines germanischen oder keltischen Kleidungsstücks. Ein weiterer Spitzname, den Cassius Dio überliefert, war Tarautas. Unter diesem Namen war ein kleinwüchsiger, hässlicher und brutaler Gladiator bekannt, der offenbar ähnlich wie der Kaiser aussah, zumindest nach der Ansicht von dessen Gegnern.

Von Caracalla sind vier Porträttypen bekannt. Sie unterscheiden sich so deutlich, dass ihr Einsetzen mit Hilfe der datierten Münzen genau bestimmt werden kann. Ein erster Typus entstand 196 n.Chr. Unverkennbar ist das jugendlich-lockenköpfige Porträt dem des jungen Marc Aurel nachgebildet. Der Typus entstand zur gleichen Zeit wie ein Porträttypus des Septimius Severus, dessen Gestaltung sich an den letzten Porträttypus des Marc Aurel anlehnt. Die Porträts von Vater und Sohn sollten die behauptete Abstammung aus dem Hause der Antoninen vor Augen führen, die auch in Caracallas neuem Namen zum Ausdruck kam. Von diesem Typus gab es Neuauflagen mit erwachsener werdenden Proportionen.

Im Jahr 204 n.Chr. wurden für Caracalla und Geta neue Bildnistypen geschaffen. Beide trugen nun das kurzgeschorene Haar, das in der Folge im 3. Jahrhundert n.Chr. zur führenden Frisurenmode wurde. Merkwürdigerweise sind die Typen der beiden Brüder einander so ähnlich, dass man sie nicht zuverlässig auseinanderhalten kann. Für beide gab es verschiedene Neuauflagen, die das Älterwerden durch zunehmenden Bartwuchs anzeigten. Auch die Porträts aus dem Jahr der gemeinsamen Regierung 211/12 n.Chr. entsprechen diesen Typen und zeigen beide mit kurzem Vollbart.

Mit dem Gewinn der Alleinherrschaft 212 n.Chr. gestaltete Caracalla sein Porträt völlig neu. Der Kopf ist scharf zur linken Seite gewendet, und die Stirn des massiven Gesichts so kräftig zusammengezogen, dass der Betrachter schwanken kann, ob er in eine Miene höchster Anstrengung oder höchsten Zornes blickt. Caracalla trägt in diesem Porträt eine kurze Lockenfrisur und einen kurzgelockten Bart. Zu diesem Entwurf gehörte die Erfindung eines neuen kurzen Panzerbüstentypus, in dessen straff zur Seite gezogenem Mantel sich die starke Bewegung des Kopfes spiegelt.

Für die Interpretation dieses merkwürdigen Porträts ist es wichtig zu sehen, dass der Kaiser die extreme Inszenierung seiner selbst schon nach wenigen Jahren wieder zurückgenommen hat. In einem 215 n.Chr. geschaffenen Typus wurden die Haltung des Kopfes und die Mimik des Gesichts beruhigt, und Caracalla trägt wieder das kurze Haar, das nun üblich wurde. In einem vermutlich postumen Typus wurde die heftige Mimik des Typus von 212 n.Chr. wieder aufgenommen − man wüsste gern weshalb.

Die extreme Mimik des Porträttypus von 212 n.Chr. muss auch den Zeitgenossen aufgefallen sein. Das zeigen Bemerkungen in der antiken Literatur, die diese Mimik allerdings der Person zuschreiben. Der Zeitgenosse Dio Cassius berichtet, ein Spaßmacher habe gesagt, Caracalla sehe aus, als sei er wütend, weil er sich leidenschaftlich (thymoeidesteron) zu geben pflegte (Dio 78,11). Und in der spätantiken Historia Augusta heißt es, der Kaiser sei als Kind nett gewesen, später aber sei er ‚restrictior, gravior, vultu etiam truculentior, … im Gesichtsausdruck finster‘ geworden (SHA Caracalla 2,4).

Im Hintergrund der merkwürdigen Stilisierung muss vor allem die offenbar besonders ausgeprägte Neigung Caracallas zum Heer und zum Soldatenleben gestanden haben. Er war angeblich keine gute Führungspersönlichkeit, liebte es aber, das Leben der Soldaten zu teilen und wurde dafür von ihnen geliebt. Auch der schon antike Spitzname Caracalla leitet sich von einem bestimmten Soldatenmantel her, den er gern trug. In diesem Sinne könnte der Bildnistypus Kraft, Energie und Einsatzbereitschaft ausgedrückt haben. Ein Bekenntnis zum Heer wäre 212 n.Chr. sehr passend gewesen, denn nach dem Mord an seinem Bruder soll Caracalla sich dorthin geflüchtet haben, als seine Hauptstütze. Vielfach wird außerdem von Caracallas zunehmender Schwärmerei für Alexander dem Großen berichtet. Er soll sogar Doppelhermen mit seinem Bildnis und dem des legendären Makedonen errichtet haben. Für einen Bezug auf Alexander im Porträt, wie ihn andere römische Kaiser gesucht haben, gibt es jedoch keinen Anhaltspunkt.

Revers:
Zu sehen ist die Siegesgöttin Nike in einer nach rechts galoppierenden Pferdetriga, mit einem Siegeskranz in der rechten und den Zügeln in der linken Hand. Im Feld rechts ein Γ als Nennwertzeichen. Die Inschrift lautet: KOINON ΘΕCCΑΛΩN.

Die Inschrift kann wie folgt übersetzt werden:
Γ = Gamma (dritter Buchstabe) = 3 = Triassarion
KOINON = Koinon = Bund
ΘΕCCΑΛΩN = Thessalon = Thessalien
Bronze Triassarion des Bundes von Thessalien (Thessalischer Bund)

Nike ist die Siegesgöttin in der griechischen Mythologie. Ihre römische Entsprechung ist Victoria. Ihre Entwicklung vollzog sich in Rom und Griechenland vollkommen parallel, sodass eine Gleichsetzung von Victoria und Nike problemlos vollzogen werden konnte. Dennoch unterschied man interessanterweise die beiden Gestalten. In Rom wurde fast ausschließlich Victoria verehrt, die als höhere und universellere göttliche Kraft als Nike aufgefasst wurde. Victoria ist die vergöttlichte Personifikation des Sieges in der römischen Mythologie, Schutzgöttin des römischen Kaisers und jungfräuliche Hüterin des Reiches. Mythologische Aspekte der Victoria bzw. Nike hatten auf das römische Verständnis keinerlei Einfluss, da letztere vor allem die hinter einer Personifikation stehende Kraft verehrten. In Griechenland dachte man sich Nike als Tochter des Titanen Pallas und der Okeanos-Tochter Styx. Ihre Geschwister waren Bia (Stärke), Cratos (Gewalt) und Zelos (Eifer). Auf Münzen erscheinen die Siegesgöttinen meist mit Kranz, oftmals auch mit einem Tropaeum (Trophäenzeichen).

Eine Triga ist ein antiker römischer Streitwagen mit drei nebeneinander gespannten Pferden. Trigae wurden auch für Wagenrennen eingesetzt. Ein Trigarium war eine Trainingsstätte für Wagenrennen. Die Anspannung ist ähnlich wie bei einer Quadriga, nur dass eines der beiden seitlichen Nebenpferde fehlt. Zwei Stangenpferde ziehen über ein Joch die Deichsel. Ein Nebenpferd zieht an Strängen. Es geht links oder rechts vom Jochpferdepaar, es ist also asymmetrisch angespannt. Bei einem Kriegswagen war das Nebenpferd meist links angespannt, bei Rennwagen lief das Nebenpferd dagegen auf der rechten Seite. Die Stangenpferde heißen Iugales nach dem Joch, die Nebenpferde werden nach heißen Funali nach den Zugsträngen. Die Zugstränge bestanden meist aus Hanfseilen, wie sie auch heute noch bei der ländlichen Anspannung verwendet werden. Das Geschirr bestand aus einem Halsriemen zum Ziehen (wie ein Kumt) und einem Bauchgurt, der das Joch trägt. Das Joch war mit einem Ring beweglich an der Deichsel befestigt. Halsriemen und Bauchgurt sind oft noch mit einem Sprungriemen, der vom Bauchgurt zwischen den Vorderbeinen zum Halsriemen verläuft, verbunden. Das Geschirr, insbesondere der Halsriemen der Stangenpferde, war breiter und schwerer gearbeitet als das der Nebenpferde.

Das Assarion war die Nominalbezeichnung einer Kleinmünze aus Bronze in der Antike, die in den griechisch geprägten Provinzen des Römischen Reichs für den lokalen und regionalen Zahlungsverkehr geprägt wurde. Es entsprach vielleicht zeitweise dem römischen As, war aber zumindest nicht immer im Wert gleichsetzbar. Wie das As, nach dessen lateinischer Nebenform des Namens – assarius – das Assarion benannt ist, wurde es auch als Vielfaches, zum Beispiel als Di-Assarion (Doppelassarion) geprägt. Die Ausprägung aller Provinzialnominale endete mit der Münzreform des Kaisers Diokletian, mit der das gesamte römische Münzwesen vereinheitlicht wurde. Die Gestaltung des Assarion unterschied sich wesentlich vom As der lateinisch geprägten Reichsteile. In seiner Schlussphase hatte das Assarion einen erheblich geringeren Durchmesser als das As, aber einen im Vergleich deutlich dickeren Schrötling. Diese Schrötlinge ähneln jenen der sogenannten Tetradrachmen, die in der Schlussphase ihrer Herstellung in der römischen Provinz Ägypten geprägt wurden und im Verhältnis zu den ursprünglichen Tetradrachmen aus Silber in griechischer Zeit in Durchmesser und Wert stark reduziert wurden. Beide Nominale des Assarion zeigten auf der Vorderseite das Porträt des Kaisers. Die Rückseite des Assarion zeigte meistens Motive mit lokalen Traditionen. Das Assarion trägt statt lateinischer griechische Umschriften.

Die Bevölkerung in den römischen Provinzen hatten während der Kaiserzeit einige Schwierigkeiten die Nominale und Bezeichnungen der verschiedensten im Umlauf befindlichen lokalen Münzprägungen unterscheiden zu können. Der Einfachheit halber hat diese Ausgabe nicht nur den Nennwert deutlich im freien Feld unter den Pferden eingraviert (Γ = 3 = 3 Assaria), sondern die Münze zeigt auch Nike, welche eine Triga fährt, anstatt der üblichen Biga oder Quadriga. Was wiederum dazu beigetragen hat, die Ausgabe von den 2 und 4 Assaria Stücken zu unterscheiden, welche eine ähnliche Größe haben.

Hintergrund:
Koinon bedeutet zunächst nur „das Gemeinsame“, die Verengung des Begriffs auf „Bund“ ist modern. So bezeichnete Koinon zum Beispiel manchmal auch ganz grundsätzlich die Gemeinschaft jener, die irgendwie zur Teilnahme am politischen Leben berechtigt waren, und zwar insbesondere dann, wenn es sich nicht um Bürger einer Stadt handelte. So gab es beispielsweise ein Koinon der Makedonen. Es war die Gemeinschaft der persönlich freien Makedonen, die im Staat dem Monarchen gegenüberstanden und, je nach den Machtverhältnissen, mehr oder weniger Einfluss auf die Politik nehmen konnten, zum Beispiel dann, wenn sie vom König zur Volksversammlung zusammengerufen wurden. Bei den griechischen Koina des Hellenismus handelte sich dagegen entweder um den auf Dauer angelegten Zusammenschluss vormals unabhängiger Stadtstaaten (Poleis) oder, seltener, um staatsähnliche Gebilde von Stämmen (Ethnos) in Randgebieten der griechischen Welt, wo die Polis nicht die vorherrschende Form der politischen Herrschaft war.

Zum Zusammenschluss mehrerer Poleis zu einem Bund kam es meist aufgrund äußerer Bedrohung. Das Koinon war also, ähnlich einer zeitlich begrenzten Symmachie, zunächst in erster Linie ein Verteidigungsbündnis. Eine scharfe Abgrenzung zwischen Symmachie und Koinon ist aber nicht immer möglich. Im Koinon waren die Mitglieder im Allgemeinen gleichberechtigt und die Vereinbarung darüber hatte einen multilateralen Charakter, während sich Symmachien meist um eine starke Polis gruppierten und ihre Mitglieder durch einzelne bilaterale Verträge an den Hegemon gebunden waren. In römischer Zeit wurde als Koinon der Zusammenschluss von Städten in den östlichen Provinzen bezeichnet, die in einer Art Provinzialversammlung zusammenkamen (z. B. in Asia unter Leitung der Asiarchen). Hauptaufgabe dieser späten Koina war der Kaiserkult. Sie fungierten aber auch als Vertretung der Provinz gegenüber dem Kaiser und dem Senat.

Der Thessalische Bund war eine Koinon oder lose Konföderation von feudalartigen Poleis und Stämmen im antiken Thessalien, in der thessalischen Ebene in Griechenland. Der Sitz des Thessalischen Bundes war die Stadt Larissa, welche auch heute noch die Hauptstadt der Region ist. Die Geschichte des Thessalischen Bundes lässt sich bis zur Herrschaft von König Aleuas, einem Mitglied des Gens der Aleuadae zurückverfolgen. Eine Quelle gibt an, dass Thessalien unter Aleuas in vier Regionen unterteilt wurde. Einige Zeit nach dem Tod von Aleuas wird angenommen, dass sich die Aleuadae in zwei Familien aufspalteten, die Aleuadae und die Scopadae. Erstere hatten ihren Sitz in der Stadt Larissa, die später die Hauptstadt der Liga wurde. Die beiden Familien bildeten zwei mächtige aristokratische Parteien und hatten beträchtlichen Einfluss auf die Region Thessalien. Ein Mangel an Aufzeichnungen macht es jedoch schwierig weitere Details über das zivile und politische Leben in der Region zu haben. In dieser Zeit erhob sich eine weitere thessalische Familie, die Dynastie der Pherae, welche allmählich an Macht und Einfluss gewannen und die Aleuadae herausforderten. Das späte vierte und frühe dritte Jahrhundert zeugte von einem unruhigen Frieden, der durch das Aufkommen des Bürgerkriegs unterbrochen wurde.

Um 374 v.Chr. wurden die Pherae und die Aleuadae von Iason von Pherae vereint. Hatte sein Vater (oder Schwiegervater) Lykophron vergeblich danach gestrebt, ganz Thessalien unter seiner Herrschaft zu vereinen, so gelang dies seinem Nachfolger Iason, der sich für diesen Zweck unter anderem auf 6.000 auserlesene, von ihm persönlich trainierte Söldner stützen konnte. Nachdem er bis 375 v.Chr. die meisten thessalischen Städte unter seine Kontrolle gebracht hatte, wandte er sich gegen Pharsalos. Die Regierung dieser Stadt war einem ihrer reichen Bürger, Polydamas, anvertraut worden. Iason versuchte nicht sofort eine militärische Eroberung von Pharsalos, sondern trat zunächst mit Polydamas in Verhandlungen ein. Da dieser vom verbündeten Sparta keine Hilfe erhielt, schloss er sich schließlich 374 v.Chr. Jason an. Daraufhin wurde Iason zum Anführer (tagos) des thessalischen Bundes. Er setzte nun Tribute seiner Untertanen fest und befehligte 20.000 schwer bewaffnete Fußsoldaten (Hopliten) sowie 8.000 Kavalleristen, womit er die damals größte Armee in Griechenland zur Verfügung hatte. Iasons militärische Organisation und Vereinigung des Staates stellten damit den macedonischen Einfluss auf Thessalien in Frage. Macedoniens bisherige Politik bestand darin thessalische Städte gegeneinander auszuspielen, um den Aufstieg eines zu mächtigen Nationalstaates zu verhindern.

Im Jahr 370 v.Chr. wollte Iason die Pythischen Spiele leiten und dabei mit seiner gesamten Truppenmacht nach Delphi ziehen, wurde jedoch bei der Inspektion seiner Kavallerie von einer Gruppe thessalischer Adliger ermordet, vermutlich unter Beteiligung Thebens. Zwei der Attentäter wurden von der Leibwache niedergemacht. Die anderen entkamen aber und wurden in den griechischen Städten, durch die sie flüchteten, ehrenvoll begrüßt, weil Iasons ehrgeizige Pläne allgemeine Angst erregt hatten. Er wurde durch seinen Neffen Alexander II. ersetzt, welcher jedoch ein empörendes tyrannisches Verhalten an den Tag gelegt haben soll. Infolgedessen bildeten die traditionellen Adelsfamilien aus verschiedenen Städten ein militärisches Bündnis gegen Alexander II. von Pherae. Einst ein vereinter Staat, verfiel Thessalien nach diesen Entwicklungen in politische Instabilität. Ein Historiker sprach über diese Zeit wie folgt: „Thessalien blieb politisch fragmentiert und daher instabil, und das Chaos des Bürgerkriegs in der Region zog das Interesse einer Reihe von Außenseitern auf sich: Böotien, Athen und schließlich Philipp II. von Macedonien“.

Im Spätsommer 358 v.Chr. öffnete der Tod Alexanders II. von Pherae einen Weg für Philipps diplomatische Eroberung Thessaliens auf Wunsch von Cineas von Larissa. Der Bürgerkrieg in Thessalien dauerte sechs Jahre, bis Philipps Intervention ihn beendete. Philipp II. von Macedonien wurde vom militärischen Potenzial des Thessalischen Bundes angezogen. Thessalien war berühmt für seine Pferdezucht sowie die Fähigkeiten und Effektivität seiner Kavallerie, die als gleichwertig mit Philipps eigenen macedonischen Gefährten angesehen wurde. Als Philipp dem Hilferuf folgte und den Hafen von Pherae eroberte, engagierte er sich voll und ganz auf der thebanischen Seite des Dritten Heiligen Krieges. Seine Interventionen führten schließlich zur Niederlage der Tyrannen von Pherae um 353 v.Chr. und er wurde zum Regierenden (Archon) der Thessalischen Liga gewählt. Als er mit dieser Position auf Lebenszeit betraut wurde, war Philipp in der Lage, die Ressourcen und Arbeitskräfte sowohl Macedoniens als auch Thessaliens zu vereinen, um eine mächtige Allianz zu schaffen, die ihm einen enormen Einfluss auf die griechischen Stadtstaaten verschaffte.

Am Vorabend des zweiten macedonischen Krieges wurde Thessalien zwischen den beiden dominierenden Mächten Aitolien und Macedonien aufgeteilt. Als die Legionen des römischen Feldherrn Titus Quinctius Flamininus 199 v.Chr. das griechische Festland betraten, besiegten er und aitolianische Verbündete die Thessalier unter Philipp V. von Macedonien in der Schlacht bei Cynoscephalae um 197 v.Chr. und brachten eine systematische Veränderung der politischen Grenzen Zentralgriechenlands. Sein Sieg bewies die Überlegenheit der Legion über die Phalanx und der römische Einfluss und die Kontrolle breiteten sich in ganz Thessalien aus. Gegen Ende des zweiten macedonischen Krieges 196 v.Chr. gründete Rom Thessalien als Koinon, Föderale Liga, und förderte seine Entwicklung, um es zu einem Teil der Hegemonialmächte Zentral- und Nordgriechenlands zu machen. Bei der Zeremonie der Isthmischen Spiele im Jahr 196 v.Chr. veröffentlichte Flamininus ein Dekret, das erklärte: „Der Senat von Rom und der Proconsul Titus Quinctius, welcher König Philipp und die Macedonier besiegt hat, lassen die folgenden Völker frei, ohne Garnison, ohne Tribut und geregelt durch die Gesetze ihrer Länder: die Korinther, Phokier, Lokrier, Euböer, phthiotische Achaier, Magnesier, Thessalier und Perrhaebier“.

Flaminius begann als zentrale politische Figur in Thessalien zu agieren und ergriff Initiativen, um lokale Regierungen – und damit die Ordnung – wiederherzustellen. Er beschränkte die Möglichkeiten des Adels Richter und Ratspositionen zu bekleiden, was zu einer beständigeren politischen Lage führte. Nach rund 150 Jahren im Chaos und Aufruhr stabilisierte sich so die Ordnung im thessalischen Bund langsam. Unter römischer Kontrolle nahm der Thessalische Liga als loyaler Verbündeter allmählich an Größe und Macht zu und spielte so zum Beispiel eine bedeutende Rolle während der römischen Bürgerkriege.

Die Existenz des Bundes wurde auch dann nicht angetastet, als sein Territorium 148 v.Chr. der nunmehr römischen Provinz Macedonia zugeschlagen worden war. Als sich ein Jahrhundert später Caesar und Pompeius bekämpften, trugen sie die entscheidende Phase ihrer militärischen Auseinandersetzung (Schlacht von Pharsalos) 48 v.Chr. in Thessalien aus. Dieses kam dann anlässlich der neuen Provinzordnung des Augustus 27 v.Chr. zu Achaea. Der römische Kaiser übte 27/26 v. Chr. das Amt des Strategen des thessalischen Bundes aus. Gegen Ende des 3. Jahrhunderts n.Chr. richtete schließlich Diokletian im Rahmen seiner Verwaltungsreform Thessalien zusammen mit Magnesia als eigene Provinz ein, die zu einer größeren Verwaltungseinheit, der Diözese Moesiae, gehörte.

Quellen:
* Wikipedia: Caracalla
* Wikipedia: Nike
* Wikipedia: Triga
* Wikipedia: Assarion
* Wikipedia: Koinon
* Wikipedia: Thessalischer Bund
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser
* Dr. Werner Robl: Der Ehekamm auf dem Gödenacker bei Berching, Schauplatz der Caracalla-Expedition des Jahres 213 n.Chr.

Obverse:
You can see the draped, cuirassed bust of Caracalla with a laurel wreath facing right. The inscription reads: AY K M AY ANTΩNINOC.

The inscription can be translated as follows:
ΑΥ = AV = Autocrator = Emperor
K = Caesar = Caesar
Μ = Marcos = Marcus
ΑY = AV = Aurelios = Aurelius
ANTΩNINOC = ANTONINOS = Antoninus
Emperor Caesar Marcus Aurelius Antoninus

Born as Lucius Septimius Bassianus, he received from his father around the year 195/196 AD the name of Marcus Aurelius Antoninus. He was thus accepted into the imperial family of the Antonines and issued as the fictitious grandson of Marcus Aurelius. At the same time he was given the title of Caesar, designating him as the future emperor. In the year 197, but no later than 198 AD he was promoted to Augustus and endowed with imperial powers.

After the successful campaigns against the Parthians, he received around 199 AD the honorary title „Parthicus maximus“, which then from 200 AD also appears on coins. In the year 208 AD moved the entire imperial family under Septimius Severus to Britain to take military action against the Caledonians and Maatians in the far north of Scotland. After the victorious campaign, Caracalla led from 210 AD the winning name „Britannicus maximus“, which his father and brother also adopted.

Caracalla used the victor’s name „Germanicus maximus“ from 208 or 213 AD. According to a publication by Dr. Werner Robl, it came on the way to Britain in 208 AD for an expedition to Germania. In order to separate the mutually hated brothers Caracalla and Geta, Iulia Domna is said to have sent her son on a visitation trip to the Upper Germanic and Rhaetian Limes. However, there was no war, but the formal submission of one or the other tribe under Roman rule, which prompted the young Caracalla to claim a victory over the Germans and to that early pseudo-title „Germanicus maximus“.

The year 213 AD offers a second explanation. at. In the summer of that year he campaigned in Germania across the Rhaetian Limes against the Alemanni and finally fought a successful battle with them on the Main River. However, his attitude towards the enemy was marked by treachery and brutality. So he called on the Alemannic youth to fight under his banner and then had them cruelly murdered. Subsequent battles, however, seem to have gone less favorably, for he felt compelled to make payments to Germanic groups. Overall, however, his approach was apparently successful, as the situation on the northern border remained stable for two decades.

Caracalla was probably by the Arvalbrothers in Rome, a priesthood in civil service, as early as May 17, 213 AD publicly proclaimed as „Germanicus maximus“. That would be a full three months before the battle event associated with his name in late summer of the same year. When he had unofficially or officially borne the title is therefore still a matter of controversy. The title first appears on coins from the year 213 AD.

The epithets Pius and Felix appear officially for the first time on April 1, 200 AD and are usually placed between the name Antoninus and the title Augustus. The title Felix is missing until 211/212 AD often, so that initially Pius appears alone in the title. Pius has appeared on coinage since 201 AD the first time, while Felix only since 213 AD can be read in the legend.

He was usually only referred to as „Princeps iuventutis“ during his father’s lifetime. Caracalla received the tribunicia potestas in 198 AD first time. He accompanied the first office of consulship in 202 AD. Pater Patriae is verifiable since the year 205 AD. He received the title Imperator II around 207/208 AD and then in 213 AD as Emperor III. He correctly bore the title „Pontifex Maximus“ only after the death of his father Septimius Severus, but he was also called that earlier, either by mistake or out of flattery. Actually he was before the year 211 AD only pontifex.

As sole ruler and emperor, he bore the name Marcus Aurelius Severus Antoninus. Caracalla (actually Caracallus) was a nickname he probably used from 208 or 213 AD received after a long hooded cloak and introduced in Rome. This was a modified luxury version of a Germanic or Celtic garment personally designed by the emperor. Another nickname given to Dio by Cassius was Tarautas. By this name was known a short, ugly, and brutal gladiator who apparently looked similar to the emperor, at least according to his opponents.

Four types of portraits of Caracalla are known. They differ so clearly that their use can be precisely determined with the help of the dated coins. A first type emerged in 196 AD. The youthful, curly-headed portrait is unmistakably based on that of the young Marc Aurel. The type was created at the same time as a portrait type of Septimius Severus, the design of which is based on the last portrait type of Marc Aurel. The portraits of father and son were intended to demonstrate the alleged descent from the house of the Antonines, which was also reflected in Caracalla’s new name. There were new editions of this type with growing proportions.

In the year 204 AD new types of portraits were created for Caracalla and Geta. Both now wore the short-cropped hair that subsequently became popular in the 3rd century AD became the leading hairstyle fashion. Oddly enough, the types of the two brothers are so similar that one cannot reliably tell them apart. There were various new editions for both, which indicated aging through increasing beard growth. The portraits from the year of the joint government 211/12 AD correspond to these types and both show a short full beard.

With the gain of sole rule in 212 AD Caracalla completely redesigned his portrait. The head is turned sharply to the left, and the forehead of the massive face is drawn together so violently that the viewer can vacillate between looking into an expression of supreme exertion or supreme anger. Caracalla wears a short curly hairstyle and a short-curled beard in this portrait. Part of this design was the invention of a new type of short armored bust, in whose cloak pulled tightly to one side the strong movement of the head is reflected.

For the interpretation of this strange portrait, it is important to see that the emperor took back the extreme staging of himself after just a few years. In a 215 AD in the type created, the pose of the head and the facial expressions were calmed, and Caracalla once again wore the short hair that was now customary. In a presumably posthumous type, the violent facial expressions of the type of 212 AD were used. resumed – one would like to know why.

The extreme facial expressions of the portrait type from 212 AD must also have caught the eye of his contemporaries. This is shown by comments in ancient literature, which, however, attribute these facial expressions to the person. The contemporary Dio Cassius reports that a jester said that Caracalla looked angry because he used to give himself passionately (thymoeidesterone) (Dio 78:11). And in the late antique Historia Augusta it says that the emperor was nice as a child, but later he became ‚restrictior, gravior, vultu etiam truculentior, … in facial expression dark‘ (SHA Caracalla 2,4).

In the background of the strange stylization, above all, must have been Caracalla’s particularly pronounced inclination towards the army and the life of a soldier. He was said not to be a good leader, but loved sharing the lives of the soldiers and was loved by them for it. The ancient nickname Caracalla also derives from a certain soldier’s coat that he liked to wear. In this sense, the portrait type could have expressed strength, energy and commitment. A commitment to the army would be 212 AD very appropriate, since after the murder of his brother, Caracalla is said to have taken refuge there as his mainstay. Caracalla’s growing infatuation with Alexander the Great is also widely reported. He is said to have erected double herms with his portrait and that of the legendary Macedonian. However, there is no evidence of a reference to Alexander in the portrait, as other Roman emperors sought.

Reverse:
The figure shows Nike, the goddess of victory, in a horse triga galloping to the right, holding a victor’s wreath in her right hand and the reins in her left hand. In the field on the right a Γ as a denomination sign. The inscription reads: KOINON ΘΕCCΑΛΩN.

The inscription can be translated as follows:
Γ = Gamma (third letter) = 3 = Triassarion
KOINON = koinon = covenant
ΘΕCCΑΛΩN = Thessalon = Thessaly
Bronze Triassarion of the League of Thessaly (Thessalian League)

Nike is the goddess of victory in Greek mythology. Her Roman equivalent is Victoria. Their development took place completely parallel in Rome and Greece, so that Victoria and Nike could easily be equated. Interestingly, however, the two figures were distinguished. In Rome, almost exclusively, Victoria was worshiped, who was understood to be a higher and more universal divine force than Nike. Victoria is the deified personification of victory in Roman mythology, patron goddess of the Roman emperor and virgin guardian of the empire. Mythological aspects of Victoria or Nike had no influence on the Roman understanding, since the latter primarily worshiped the power behind a personification. In Greece, Nike was thought of as the daughter of the titan Pallas and Styx, daughter of Okeanos. Her siblings were Bia (strength), Cratos (violence) and Zelos (zeal). The goddesses of victory usually appear on coins with a wreath, often also with a tropaeum (trophy symbol).

A triga is an ancient Roman chariot with three horses harnessed side by side. Trigae were also used for chariot racing. A trigarium was a training ground for chariot racing. The tension is similar to that of a quadriga, except that one of the two side horses is missing. Two pole horses pull the drawbar over a yoke. A side horse pulls on strands. It goes to the left or right of the pair of yokes, so it is asymmetrically harnessed. In a war chariot, the secondary horse was usually harnessed to the left, while in racing chariots, the secondary horse ran on the right side. The pole horses are called Iugales after the yoke, the side horses are called Funali after the pull cords. The cords mostly consisted of hemp ropes, which are still used today for rural harnesses. The harness consisted of a neck strap for pulling (like a kumt) and a waist strap supporting the yoke. The yoke was movably attached to the drawbar with a ring. Neck strap and waist belt are often connected with a jump strap that runs from the waist belt between the front legs to the neck strap. The harness, especially the neck strap of the pole horses, was wider and heavier than that of the companion horses.

The assarion was the nominal designation of a small bronze coin in ancient times, which was minted in the Greek-minted provinces of the Roman Empire for local and regional payment transactions. It may have corresponded to the Roman as for a time, but at least it was not always equivalent in value. Like the ace, after whose Latin secondary form of the name – assarius – the Assarion is named, it was also coined as a multiple, for example as Di-Assarion (double Assarion). The issue of all provincial denominations ended with the coin reform of Emperor Diocletian, with which the entire Roman coin system was unified. The design of the assarion differed significantly from the ace of the Latin-style parts of the empire. In its final phase, the Assarion had a considerably smaller diameter than the As, but a comparatively thicker planchet. These blanks resemble those of the so-called tetradrachms, which were minted in the final stages of their production in the Roman province of Egypt and were greatly reduced in diameter and value in relation to the original silver tetradrachms in Greek times. Both denominations of the Assarion showed the portrait of the emperor on the obverse. The back of the assarion mostly showed motifs with local traditions. The Assarion bears Greek inscriptions instead of Latin.

During the imperial period, the population of the Roman provinces had some difficulty distinguishing the denominations and denominations of the local coinage currently in circulation. For the sake of simplicity, this issue not only has the denomination clearly engraved in the free space under the horses (Γ = 3 = 3 Assaria), but the coin also shows Nike riding a triga instead of the usual biga or quadriga. Which helped distinguish the issue from the 2 and 4 Assaria pieces, which are similar in size.

Background:
Koinon initially only means „the common“, the narrowing of the term to „federation“ is modern. For example, koinon sometimes referred to the community of those who were somehow entitled to participate in political life, especially if they were not citizens of a city. For example, there was a koinon of the Macedonians. It was the community of personally free Macedonians who faced the monarch in the state and, depending on the balance of power, could exert more or less influence on politics, for example when the king called them together for a popular assembly. The Greek koina of Hellenism, on the other hand, were either a permanent association of formerly independent city-states (poleis) or, more rarely, state-like structures of tribes (ethnos) in peripheral areas of the Greek world where the polis was not the predominant form of political rule was.

The amalgamation of several poleis into a federation was mostly due to external threats. The Koinon was thus, similar to a temporary symmachy, primarily a defensive alliance. However, a sharp demarcation between symmachy and koinon is not always possible. In the koinon, the members were generally equal and the agreement on this was multilateral in character, while symmachiae mostly grouped around a strong polis and their members were bound to the hegemon by individual bilateral treaties. In Roman times, the amalgamation of cities in the eastern provinces, which came together in a kind of provincial assembly (e.g. in Asia under the leadership of the Asiarchs), was referred to as koinon. The main task of this late koina was the imperial cult. But they also acted as representatives of the province to the emperor and the senate.

The Thessaly League was a koinon, or loose confederation, of feudal poleis and tribes in ancient Thessaly, on the Thessaly plains in Greece. The seat of the Thessalian League was the city of Larissa, which is still the capital of the region today. The history of the Thessalian League can be traced back to the reign of King Aleuas, a member of the Aleuadae genus. One source states that Thessaly was divided into four regions under Aleuas. Some time after the death of Aleuas, it is believed that the Aleuadae split into two families, the Aleuadae and the Scopadae. The former were based in the city of Larissa, which later became the capital of the League. The two families formed two powerful aristocratic parties and had considerable influence in the region of Thessaly. However, a lack of records makes it difficult to have further details about civil and political life in the region. During this period, another Thessalian family, the dynasty of the Pherae, rose and gradually grew in power and influence, challenging the Aleuadae. The late fourth and early third centuries witnessed an uneasy peace, interrupted by the advent of civil war.

Around 374 BC the Pherae and the Aleuadae were united by Iason of Pherae. If his father (or father-in-law) Lycophron had tried in vain to unite all of Thessaly under his rule, his successor Iason succeeded in doing so, who was able to rely on 6,000 selected mercenaries, among others, who he personally trained for this purpose. After he until 375 BC having taken control of most of the Thessalian cities, he turned against Pharsalus. The government of this city had been entrusted to one of its wealthy citizens, Polydamas. Iason did not immediately attempt a military conquest of Pharsalos, but first entered into negotiations with Polydamas. Since this received no help from the ally Sparta, he finally joined 374 BC Iason on. Iason then became the leader (tagos) of the Thessalian League. He now fixed tributes from his subjects and commanded 20,000 heavily armed foot soldiers (hoplites) and 8,000 cavalrymen, giving him the largest army in Greece at the time. Iason’s military organization and unification of the state thus challenged the Macedonian influence on Thessaly. Macedonia’s previous policy was to play off Thessalian cities against each other in order to prevent the rise of an overly powerful nation-state.

In the year 370 BC Iason wanted to lead the Pythian Games and thereby move to Delphi with his entire troop power, but was murdered by a group of Thessalian nobles while inspecting his cavalry, presumably with Thebes‘ participation. Two of the assassins were killed by the bodyguard. The others escaped, however, and were greeted with honor in the Greek cities through which they fled, because Iason’s ambitious plans had aroused general anxiety. He was replaced by his nephew Alexander II, who is said to have displayed outrageous tyrannical behavior. As a result, the traditional noble families from different cities formed a military alliance against Alexander II of Pherae. Once a united state, Thessaly fell into political instability following these developments. One historian spoke of this period as follows: „Thessaly remained politically fragmented and therefore unstable, and the chaos of civil war in the region attracted the interest of a number of outsiders: Boeotia, Athens and finally Philip II of Macedon“.

In the late summer of 358 BC the death of Alexander II of Pherae opened a way for Philip’s diplomatic conquest of Thessaly at the request of Cineas of Larissa. The civil war in Thessaly lasted six years until Philip’s intervention ended it. Philip II of Macedon was attracted to the military potential of the Thessalian League. Thessaly was famous for its horse breeding and the skill and effectiveness of its cavalry, which was considered on par with Philip’s own Macedonian companions. When Philip answered the call for help and captured the port of Pherae, he became fully committed to the Theban side of the Third Holy War. His interventions eventually led to the defeat of the tyrants of Pherae around 353 BC and he was elected Archon of the Thessalian League. Appointed to this position for life, Philip was able to combine the resources and manpower of both Macedonia and Thessaly to create a powerful alliance that gave him enormous influence over the Greek city-states.

On the eve of the Second Macedonian War, Thessaly was partitioned between the two dominant powers, Aetolia and Macedonia. When the legions of the Roman general Titus Quinctius Flamininus 199 BC upon entering mainland Greece, he and Aitolian allies defeated the Thessalians under Philip V of Macedon at the Battle of Cynoscephalae around 197 BC and brought about a systematic change in the political borders of central Greece. His victory proved the legion’s superiority over the phalanx and Roman influence and control spread throughout Thessaly. Towards the end of the second Macedonian war in 196 BC Rome established Thessaly as the Koinon, Federal League, and encouraged its development to make it part of the hegemonic powers of central and northern Greece. At the ceremony of the Isthmian Games in 196 BC Flamininus issued a decree declaring: „The Senate of Rome and the proconsul Titus Quinctius, who defeated King Philip and the Macedonians, release the following peoples, without garrison, without tribute and governed by the laws of their countries: the Corinthians, Phocians, Locrians, Euboeans, Phthiotic Achaeans, Magnesians, Thessalians and Perrhaebians“.

Flaminius began to act as the central political figure in Thessaly, taking initiatives to restore local government—and thus order. It restricted the nobility’s ability to hold judge and council positions, leading to a more stable political situation. After around 150 years of chaos and turmoil, order in the Thessalian League slowly stabilized. Under Roman control, the Thessalian League gradually grew in size and power as a loyal ally, playing a significant role during Roman civil wars, for example.

The existence of the federation was not touched when its territory was ceded in 148 BC the now Roman province of Macedonia had been added. When Caesar and Pompeius fought each other a century later, they carried the decisive phase of their military conflict (Battle of Pharsalos) in 48 BC in Thessaly. This then came on the occasion of the new provincial order of Augustus 27 BC to Achaea. The Roman Emperor practiced 27/26 BC the office of strategist of the Thessalian League. Towards the end of the 3rd century AD finally, as part of his administrative reform, Diocletian established Thessaly together with Magnesia as a separate province, which belonged to a larger administrative unit, the Diocese of Moesiae.

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