Lucius Septimius Severus Pertinax 193 bis 211 n.Chr.

AE Bronze Marcianopolis Lucius Septimius Severus Pertinax 193/211 n.Chr.

Münze:
Provinz Bronze der römischen Kaiserzeit 193/211 n.Chr.
Material: AE
Durchmesser: 19mm
Gewicht: 4,2g
Münzstätte: Marcianopolis, Moesia Inferior
Provenienz: Aeternitas Numismatics, Spanien
Referenz: Varbanov GIC I 731

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte, kürassierte Büste des Septimius Severus mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: AY K Λ CE CEVHPOC.

Die Inschrift kann wie folgt übersetzt werden:
ΑΥ = AV = Autokrator = Imperator
K = Kaisar = Caesar
Λ = L = Lucius
CE = SE = Septimius
CEVHPOC = SEVROS = Severus
Imperator Caesar Lucius Septimius Severus

Nach der Ermordung von Commodus Nachfolger Pertinax in Rom am 28. März 193 n.Chr. nutzte Lucius Septimius Severus die sich bietende Chance und ließ sich zwischen dem 09. und 15. April 193 n.Chr. von den pannonischen Truppen in Carnuntum zum Kaiser und damit zum Augustus ausrufen. Wahrscheinlich spielte die stationierte Legio XIV gemina eine besondere Rolle, da Severus allein für diese Legion zur Ehre auch Goldmünzen schlagen ließ. Wie bereits erwähnt, soll die Ausrufung zum Kaiser zwischen dem 09. Und 15. April erfolgt sein. Letzteres Datum könnte einen abergläubischen oder auch religiösen Hintergrund haben. So soll er die drei Tage von seinem Geburtstag (11. April) an bis zur Proklamation im Glauben an die glückbringende Wirkung der Dreizahl gewartet haben.

Seit dem Jahr 195 n.Chr. nannte sich Septimius Severus in der offiziellen Titulatur der Militärdiplome, in der Mehrzahl der Inschriften und Münzen, in dem er nicht aus bloßer Eitelkeit, sondern zur Einführung der göttlichen Verehrung des Kaiserhauses im Staate seine Adoption durch Marcus Aurelius offiziell verkündete: imperatoris Caesaris divi Marcus Antonini Pii Sarmatici Germanici filius, divi Commodi frater, divi Antonini Pii nepos, divi Hadriani pronepos, divi Traiani Parthici abnepos, divi Nervae adnepos Lucius Septimius Severus Pius Pertinax Augustus. Vor dem Jahr 195 n.Chr. fehlen die Bezeichnungen Pius und Pertinax ausnahmslos in der Titulatur.

Anfang 194 n.Chr. besiegte Septimius Severus seinen Rivalen Pescennius Niger bei Kyzikos, dann entscheidend am 31. März bei Issos. Anschließend verlor dieser auf der Flucht zu den Parthern seinen Kopf und damit sein Leben. Nun konnte sich Severus weiter dem Osten zuwenden. Im Jahr 195 n.Chr. (vor dem 28. August) erfolgte die dreimalige Annahme des Imperatorentitels durch die Siege über Osroene, Arabien und Adiabene. Der römische Senat zeichnete daraufhin Severus durch die Ehrennamen Adiabenicus, Arabicus und Parthicus aus, welche sich auf zahlreichen Münzen und Inschriften in den verschiedensten Kombinationen, wie PART ARAB und PART ADIAB, finden lassen. Die Verleihung des Titels Parthicus ist jedoch insofern merkwürdig, da doch Severus gar keinen Zug gegen die Parther unternommen hatte, und nur so zu verstehen ist, dass die Adiabener und mesopotamischen Araber Vasallen der Parther gewesen sind.

Im Herbst 197 n.Chr. unternahm der Kaiser seinen zweiten Feldzug gegen die Parther und Mesopotamien. Dabei eroberte er unter anderem Babylon, Seleukeia und Ktesiphon. Mit der Belagerung von Hatra scheiterte Septimius Severus jedoch zweimal, so dass später Friedensbedingungen ausgehandelt werden mussten. Durch den insgesamt erfolgreichen Feldzug nahm Septimius Severus Anfang des Jahres 198 n.Chr. den Beinamen „Parthicus Maximus“ an, welcher auch auf Münzen mit der Titulatur „PART MAX“ geprägt wurde. Diesen Titel hatte vor ihm nur Traian getragen, an dessen militärische Erfolge und Größe Septimius erinnern und somit für sich propagandieren wollte.

Den Titel Pius findet man, wie bei seinem Sohn Caracalla, das erste Mal 201 n.Chr. auf den Münzen des Septimius Severus. Der Titel Felix erscheint zwar offiziell, wie zum Beispiel auf dem berühmten Triumphbogen des Septimius Severus, auf Münzen sucht man ihn jedoch vergebens. Einer seiner letzten Ehrentitel erhielt der Kaiser neben Caracalla und seinem zweiten Sohn Geta im Jahr 210 n.Chr. durch die erfolgreichen Feldzüge in Britannien gegen die Kaledonier und Mäaten. Der vergebene Ehrentitel Britannicus findet sich ab diesem Zeitpunkt bis zum Ende der Münzprägung für Septimius Severus auf einigen Münzen mit der Legendeninschrift BRIT wieder.

Von Septimius Severus sind vier Bildnistypen überliefert. In der Gestaltung der beiden ersten ist eine klare Programmatik zu erkennen, anders als bei den beiden folgenden. Der erste Typus ist bis ins Jahr 196 n.Chr. gültig. Septimius Severus ist hier mit kräftig-gedrungenem Gesicht, leichten Gesichtsfalten und kürzerem, durch Bohrungen aufgelockertem Haar und Bart wiedergegeben. In seinem Erscheinungsbild ist er kaum von dem hier auf Clodius Albinus bezogenen Bildnis zu unterscheiden. Sicher war die Ähnlichkeit beabsichtigt und die Bildaussage dieselbe. Zugleich wurde die allzu enge Anlehnung an die überfeinerte Tradition der Antoninen gemieden, wie sie Didius Julianus vertreten hatte.

Dann aber, in der schwelenden Auseinandersetzung mit Clodius Albinus und den damit einhergehenden Legitimationsproblemen, suchte Severus symbolisch den Rückhalt im antoninischen Kaiserhaus. Seit 195 n.Chr. propagierte er seine Abstammung von den Antoninen bzw. seine Adoption in dieses Kaiserhaus. Haar und Bart sind bei diesem Typus wesentlich üppiger und länger als vorher. Das Haar wölbt sich an den Schläfen in großen Schwüngen nach außen, nur in der Mitte sitzen einige kleine kurze Locken. Alle Falten sind aus dem Gesicht getilgt. Bis auf die kurzen Locken in der Stirnmitte sind damit die charakteristischen Züge des letzten Typus des Marc Aurel wiederholt. Auf den Münzen ist der Typenwandel im Jahr 196/197 n.Chr. zu beobachten.

Ein neuer Bildnistypus des Kaisers, der nur wenige Jahre später entstand, ist aus dem Typus des Jahres 196/197 n.Chr. entwickelt, mit einer auffallenden Veränderung. An die Stelle der kurzen Löckchen in der Stirnmitte treten vier lang herabhängende Locken. Diese können gewellt sein, es können aber auch richtige Korkenzieherlocken sein. Dieser Typus ist seit ca. 200 n.Chr. auf Münzen gut erkennbar. Die Forschung hat in den Stirnlocken lange eine Nachahmung der Stirnlocken des graeco-ägyptischen Gottes Sarapis sehen wollen. Deshalb wird der Typus gern als „Sarapistypus“ bezeichnet. Septimius soll den Gott auf einer Reise nach Ägypten in den Jahren um 200 n.Chr. besonders schätzen gelernt haben, sein Sohn Caracalla hat ihm später in Rom einen aufwendigen Tempel errichtet. Doch ist diese Vermutung inzwischen mit guten Gründen in Frage gestellt und vorgeschlagen worden, in der Frisur eine auch sonst verbreitete Modefrisur zu sehen.

In einem späteren Typus, der auf dem nach 204 n.Chr. zu datierenden Ehrenbogen für Septimius Severus in seiner Heimat Leptis Magna erscheint, hat Septimius Severus einen längeren, aber weniger voluminösen Bart und sehr kurz geschnittenes Haar, das zungenförmig ins Gesicht gekämmt ist und dem Kopf eng anliegt. Nach den retardierenden Rückgriffen auf die antoninische Tradition scheint Severus sich damit der schon lange beliebten und programmatisch von seinen Söhnen getragenen Kurzhaarmode der Zeit anzunähern.

Revers:
Zu sehen ist der nach links stehende griechische Heros Hercules, wie er gerade mit dem Nemeischen Löwen kämpft und erwürgt. Die Inschrift lautet: MAPKIANOΠOΛITΩN.

Die Inschrift kann wie folgt übersetzt werden:
MAPKIANOΠOΛITΩN = MARKIANOPOLEITON = (ausgegeben) von den Leuten aus Marcianopolis

Herakles oder lateinisch Hercules ist ein für seine Stärke berühmter griechischer Heros, dem göttliche Ehren zukamen und der in den Olymp aufgenommen wurde. Seine Attribute sind das Fell des Nemeischen Löwen, Keule, Bogen und Köcher. Gemäß den verschiedenen Sagen, die sich um Herakles ranken, war er der Sohn des Zeus und der Alkmene, Zwillingsbruder des Iphikles, erster Gatte der Megara, zweiter Gatte der Omphale, Gatte der Deïaneira und der Auge und nach seinem Tode Gatte der Göttin Hebe, außerdem Geliebter der Iole und des Abderos und Vater zahlreicher Kinder. Herakles war Vetter und Freund des Oionos, Urgroßvater des Hippotes und des Deiphontes und Vorfahre des Polyphontes. Sein Ziehvater ist Amphitryon. Über die Genealogie seiner Mutter gehört er zum Geschlecht der Perseiden.

Zeus verliebte sich einst in die schöne Alkmene. Ihr Gemahl Amphitryon war aus Mykene geflohen, da er seinen Onkel und Schwiegervater Elektryon erschlagen hatte. Daraufhin kam Zeus zu Alkmene in Gestalt ihres Ehemannes und zeugte mit ihr Herakles. Als Amphitryon von seiner Reise zurückkehrte, kam der Betrug zutage. Er verzieh seiner unwissenden Frau und zeugte mit ihr Iphikles, Herakles’ Zwillingsbruder. Alkmene gebar also zwei Söhne – Herakles, Spross eines Gottes und einer Sterblichen, und Iphikles, Nachkomme zweier Sterblicher. So wurde Herakles in Theben geboren. Hera, die Gemahlin des Zeus, wurde aus Eifersucht zur lebenslangen Verfolgerin des Herakles. Als die Geburt von Herakles und seinem Zwillings-Halbbruder Iphikles bevorstand, verkündete Zeus, dass das erstgeborene Kind aus dem Hause des Perseus, des Großvaters der Alkmene, der Herr über Mykene werden solle. Darum hatte Hera ihn gebeten, um ihn überlisten zu können. Sie verzögerte die Wehen von Alkmene, so dass zuerst Eurystheus, Sohn des Sthenelus, eines Onkels Amphitryons, zur Welt kam und erst dann Herakles, der somit diesem untertan war.

Alkmene setzte den Säugling aus Angst vor Heras Rache aus. Seine Halbschwester Athene, die später als Schutzgöttin eine wichtige Rolle spielte, nahm ihn und brachte ihn zu Hera. Diese erkannte Herakles nicht und säugte ihn aus Mitleid. Dabei sog Herakles jedoch so stark, dass er Hera Schmerzen zufügte und diese ihn von sich stieß. Die Milch spritzte über den Himmel und bildete dort die Milchstraße. Doch mit der göttlichen Milch erhielt Herakles übernatürliche Kräfte. Athene brachte das Kind zu seiner Mutter zurück und Herakles wuchs fortan bei seinen Eltern auf. Er war gerade acht Monate alt, als Hera zwei riesige Schlangen in das Gemach der Kinder schickte. Iphikles weinte vor Angst, doch da ergriff sein Bruder die beiden Schlangen und erwürgte sie. Der Seher Teiresias, den der erstaunte Amphitryon kommen ließ, prophezeite dem Kind eine ungewöhnliche Zukunft. Zahlreiche Ungetüme werde er besiegen.

Herakles wurde in den Künsten des Wagenlenkens, Bogenschießens, Fechtens, im Faustkampf und Ringen unterrichtet. Auch wurde ihm der Gesang und das Spielen auf der Leier beigebracht. Er war zwar sehr gelehrig, doch lebenslang bis zum Wahnsinn jähzornig. So erschlug er seinen Musiklehrer Linos mit der Leier, als dieser ihn zu Unrecht tadelte. Sein Pflegevater König Amphitryon schickte ihn daraufhin, wohl aus Furcht vor seiner ungebändigten Kraft, auf den Kithairon zu seinen Rinderherden. Hier wuchs er unter den Hirten zu einem Jüngling heran.

In diese Zeit verlegt der Sophist Prodikos die sinnreiche Fabel von „Herakles am Scheideweg“. Der junge Herakles begegnet an einer Weggabel zwei Frauen. Die eine trägt kostbare Gewänder und verspricht ihm ein Leben voll Genuss und Reichtum. Die andere, schlicht gekleidet, warnt ihn dagegen: „Von dem Guten und wahrhaft Schönen geben die Götter den Menschen nichts ohne Mühe und Fleiß.“ Im Streitgespräch debattieren die beiden Frauen, die die Glückseligkeit und die Tugend darstellen, die Vorzüge und Nachteile der zwei Lebenswege. Herakles entscheidet sich schließlich, der Tugend zu folgen.

Vom achtzehnjährigen Herakles berichtet Apollodor folgendes Abenteuer: „Auf dem Kithairon, an welchem die Herden des Amphitryon und die des Thespios weideten, hauste ein Löwe, den Herakles zu bekämpfen unternahm. Thespios gab dem jungen Helden währenddessen 50 Tage hindurch jede Nacht je eine seiner 50 Töchter, von denen darauf 50 Söhne geboren wurden. Nach langem Kampf erlegte Herakles den Löwen und trug seitdem dessen Haut statt seines gewöhnlichen Gewandes und dessen Kopf als Helm.“

Später kam noch die aus einem Ölbaum bei Nemea gefertigte Keule hinzu; sein römischer Beiname Claviger lässt sich aus dieser Episode ableiten. Bei seiner Rückkehr nach Theben begegnete Herakles den Gesandten des orchomenischen Königs Erginos, welche einen den Thebanern abgerungenen Tribut von 100 Ochsen holen wollten. Herakles schnitt den Gesandten Nasen und Ohren ab, schickte sie gefesselt nach Hause und zwang in dem darauffolgenden Krieg die Orchomenier, den empfangenen Tribut doppelt zurückzuerstatten. Es kam zur Schlacht zwischen den Minyern und den Thebanern, die Herakles mit außerordentlichen Taten für Theben gewann. Schnell verbreitete sich der Ruhm seiner Taten. Kreon, der König von Theben, gab ihm zum Lohn seine Tochter Megara zur Frau, mit der er drei Söhne zeugte.

Dann rief Eurystheus, dem Herakles als Zweitgeborener untertan war, ihn in seine Dienste, doch Herakles verweigerte die Dienstbarkeit. Da überzog die rachsüchtige Hera ihn mit Wahnsinn. Darin verfangen, tötete Herakles seine mit Megara gezeugten Kinder – laut der Darstellung des Euripides in der Tragödie Herakles zudem Megara selbst. Als der Anfall von ihm gewichen war und er seine schreckliche Tat vor Augen sah, ergriff ihn tiefe Bekümmernis. Schließlich fragte er das Orakel von Delphi um Rat. Da antwortete die Pythia: „Entsühnung für deine schreckliche Mordtat erlangst du nur, wenn du dich zwölf Jahre in den Dienst des Eurystheus stellst und die von ihm geforderten Taten erfüllst.“ In jenem Orakel soll er das erste Mal Herakles genannt worden sein, als der Held, welcher durch die Verfolgungen der Hera Ruhm erlange, während er bisher nach Amphitryons Vater Alkaios Alkeides oder Alcides geheißen hatte. Herakles tat, wie ihn das Orakel geheißen hatte. Bewaffnet mit einer Keule, die er selbst geschnitzt hatte, einem von Hermes geschenkten Schwert sowie Pfeil und Bogen, die er von Apollon erhalten hatte, ging er nach Argos zu König Eurystheus.

Dieser gab ihm insgesamt zwölf Aufgaben – im griechischen „Arbeiten“ genannt. Sie waren Ausfluss und Folge der von der zürnenden Hera veranlassten ponoi: Unterordnung gegenüber Eurystheus, Wahnsinn und weiteres. Die griechische Mythologie kannte mit Ponos einen eigenen Daimon für derlei Erscheinungen. Herakles bewältigte alle Aufgaben, obwohl Hera die ponoi durch das Hervorbringen weiterer Ungeheuer, etwa eines Krebses im Kampf gegen die Hydra, noch verschärfte. Nach ihrer Vollbringung spricht man meist von den Zwölf Taten des Herakles. In der griechischen Literatur ab hellenistischer Zeit wurden die zwölf Taten unter dem in den Fachwissenschaften üblichen Begriff Dodekathlos zusammengefasst. Das deutsche Wort „Herkulesaufgabe“ leitet sich von dem immensen Umfang jeder dieser zwölf Aufgaben ab.

Herakles

  • tötete den Nemeischen Löwen,
  • erlegte die neunköpfige Hydra, eine Tochter der Schlange Echidna, in deren Gift er seine Pfeile tauchte, die danach unheilbare Wunden hervorriefen,
  • fing die Hirschkuh Kerynitis,
  • brachte den erymanthischen Eber lebend nach Mykene,
  • mistete die Ställe des Augias aus,
  • verjagte die Stymphaliden (stymphalische Vögel), die auf einem See bei Stympalos lebend, mit ihren Federn Mensch und Tier töteten,
  • brachte den Stier des Poseidons,
  • holte die Stuten der Thrakers Diomedes nach Mykene,
  • brachte das Wehrgehänge der Amazone Hyppolyta,
  • schaffte die Rinder des Riesen Geryones herbei,
  • holte die Äpfel der Hesperiden und
  • entführte den Höllenhund Kerberos aus der Unterwelt.

Jahre später wandte sich Herakles der erbeuteten schönen Iole zu. Da ließ ihm die eifersüchtige Deïaneira das von ihr blutgetränkte Untergewand (das als „Nessoshemd“ oder „Lichashemd“ zur stehenden Redensart geworden ist) durch den Diener Lichas überbringen, der nicht ahnte, dass er seinem Herrn durch diesen Dienst schaden würde. Nachdem Herakles es übergeworfen hatte, befielen den Helden entsetzliche Schmerzen. Er versuchte, das Hemd abzulegen, doch es hatte sich fest mit seiner Haut verbunden, sodass er zugleich sein Fleisch mit abriss. Deïaneira tötete sich aus Verzweiflung. Um seinen unerträglichen Qualen ein Ende zu bereiten, schichtete Herakles auf dem Berg Oite einen Scheiterhaufen und ließ sich durch Philoktetes darauf lebend verbrennen. Der Berg Oite war durch das Orakel von Delphi einst für das Ende des Herakles verkündet worden. Zudem traf die Prophezeiung ein, dass er durch jemanden sterben sollte, der selbst nicht mehr am Leben war. Doch wurde er aus den Flammen zum Olymp entrückt, dort erlangte er die Unsterblichkeit. Seine Qualen endlich begütigten Hera, und Herakles wurde mit ihrer Tochter Hebe, der Göttin der Jugend, vermählt.

Sein Kult verbreitete sich um das Mittelmeer. Die Römer verehrten Herakles unter dem lateinischen Namen Hercules (der aus dem etruskischen Hercle und dem griechischen Namen per Synkope entstanden ist) wie die Griechen als Gott. Dieser unterscheidet sich jedoch in einer Reihe von Mythen von seinem griechischen Pendant. An seinem Tempel auf dem Forum Boarium gelobten ihm Geschäftsleute bei Antritt ihrer Reisen einen Zehntel ihres Gewinnes.

Der Nemeische Löwe war ein unverwundbarer Löwe der griechischen Mythologie, der in den Wäldern der Argolis auf der Peloponnes zwischen Nemea und Kleonai auf Veranlassung von Hera sein Unwesen trieb, indem er Mensch und Tier anfiel. Er ist nicht zu verwechseln mit dem kithäronischen Löwen. Der Nemeische Löwe war möglicherweise ein Abkömmling von Typhon und Echidna, vielleicht aber auch vom Himmel, vielleicht vom Mond gefallen oder Sohn der Mondgöttin.

Herakles sollte als erste der für Eurystheus zu verrichtenden 12 Arbeiten diesem das Fell des Löwen bringen. Dass der Löwe unverwundbar war, merkte der Held, als er ihn mit Pfeilen beschoss, die aber einfach abprallten. Also schlug er dem Untier, als es auf ihn lossprang, seine riesige Keule (aus einem Olivenbaum gefertigt) über den Schädel. Der Löwe flüchtete sich in seinen Unterschlupf, eine Felsspalte, die den Berg Tretos durchlief. Nachdem Herakles den einen Ausgang des Spalts verschlossen hatte, packte er den Löwen, als der am anderen Ende herauskam, und würgte ihn zu Tode. Er balgte den Löwen mit dessen eigenen Krallen ab, denn nur diese waren in der Lage, die Haut des Tieres zu zerschneiden, nahm das Fell über den Arm und machte sich auf den Rückweg nach Tiryns zu Eurystheus. Später kürschnerte er sich aus dem Fell einen Umhang, der ihn fast unverwundbar machte. Als Eurystheus ihn mit dem Fell kommen sah, erschrak er so sehr über dessen Kraft, dass er sich in einem großen Krug versteckte und sich weigerte, Herakles zu empfangen. Auch später wagte der König nicht mehr, ihn vorzulassen, sondern ließ ihm außerhalb der Stadtmauern seine Befehle von einem gewissen Kopreus übermitteln.

Hintergrund:
Marcianopolis liegt im heutigen Bulgarien, in der Stadt Dewnja, am Nordostende des Dewnja-Tales, entlang des südlichen Ausläufers des Dobrudscha-Plateaus, am Westufer des Sees Beloslaw, in den die beiden Flüsse Dewnja und Prowadija fließen. Das römische Marcianopolis wurde vom römischen Kaiser Trajan nach dem zweiten Dakerkrieg (105–106 n.Chr.) gegründet und nach seiner älteren Schwester Ulpia Marciana benannt. In römischen Inschriften wird der Name der Stadt auch mit Trajans Geschlechtsnamen ergänzt – Marcianopolis Ulpia. Auch Civitas Marcianopolitanorum war als Name gebräuchlich. Die in älterer Forschungsliteratur vertretene Annahme einer Identität von Marcianopolis mit Parthenopolis ist irrig. Von 187 bis 193 n.Chr. war Marcianopolis Teil der römischen Provinz Thrakien mit dem Hauptort Philippopolis. Danach gehörte die Stadt zur Provinz Moesia inferior.

Marcianopolis war ein wichtiges strategisches Zentrum. Dort kreuzten sich die militärstrategisch und ökonomisch wichtigen Straßen von Dorostorum und Appiaria an der Donau, und Zaldapa über Aquae Calidae und Debeltus nach Adrianopolis und Constantinopel, die große Ost-West-Verbindung durch Moesia zwischen Ratiaria, Montana, Melta und Nicopolis ad Istrum nach Odessos.

Unter Kaiser Commodus (Regierungszeit 180 bis 192 n.Chr.) erhielt Marcianopolis das Münzrecht und prägte seit dieser Zeit auch Münzen. Die Münzen zeigen neben Gottheiten und Personifikationen auch Abbildungen von Tempeln, Triumphbogen, Stadttore und die gewaltigen Mauern. Da die Amtssprache der Stadt griechisch war, trugen die Münzen, welche in der Stadt geprägt wurden, griechische Inschriften.

Der Wohlstand der Stadt unter der Dynastie der Severer endete mit dem Einfall der Goten (248–249 n.Chr.) und der nachfolgenden Invasionen der Barbaren aus dem Norden. Im Jahr 248 n.Chr. wurde die Stadt von den Goten und anderen Germanen belagert. Die Verteidiger konnten diesen Angriff zurückschlagen und den Angreifern schwere Verluste zufügen. Ein weiterer Angriff der Goten unter Kaiser Claudius II. im Jahr 269 n.Chr. scheiterte ebenfalls.

Quellen:
* Wikipedia: Septimius Severus
* Wikipedia: Hercules
* Wikipedia: Nemeischer Löwe
* Wikipedia: Marcianopolis
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser

Obverse:
Visible is the draped, cuirassed bust of Septimius Severus with a laurel wreath, facing right. The inscription reads: AY K Λ CE CEVHPOC.

The inscription can be translated as follows:
ΑΥ = AV = Autocrator = Emperor
K = Caesar = Caesar
Λ = L = Lucius
CE = SE = Septimius
CEVHPOC = SEVROS = Severus
Emperor Caesar Lucius Septimius Severus

After the assassination of Commodus‘ successor Pertinax in Rome on March 28, 193 AD Lucius Septimius Severus took advantage of the opportunity and settled between April 9th ​​and 15th, 193 AD proclaimed emperor and thus Augustus by the Pannonian troops in Carnuntum. The stationed Legio XIV gemina probably played a special role, since Severus had gold coins struck for this legion alone in honor of it. As already mentioned, the proclamation as emperor is said to have taken place between April 9th ​​and 15th. The latter date could have a superstitious or religious background. He is said to have waited the three days from his birthday (April 11) until the proclamation, believing in the auspicious effect of the number three.

Since the year 195 AD Septimius Severus called himself in the official title of the military diplomas, in the majority of the inscriptions and coins, in which he officially announced his adoption by Marcus Aurelius not out of mere vanity, but to introduce the divine worship of the imperial house in the state: imperatoris Caesaris divi Marcus Antonini Pii Sarmatici Germanici filius, divi Commodi frater, divi Antonini Pii nepos, divi Hadriani pronepos, divi Traiani Parthici abnepos, divi Nervae adnepos Lucius Septimius Severus Pius Pertinax Augustus. Before the year 195 AD the designations Pius and Pertinax are missing without exception in the title.

Early 194 AD Septimius Severus defeated his rival Pescennius Niger at Cyzicus, then decisively at Issus on March 31. He then lost his head and with it his life while fleeing to the Parthians. Now Severus could turn further east. In the year 195 AD (Before August 28th) the title of Emperor was accepted three times by the victories over Osroene, Arabia and Adiabene. The Roman Senate then awarded Severus the honorary names Adiabenicus, Arabicus and Parthicus, which can be found on numerous coins and inscriptions in various combinations, such as PART ARAB and PART ADIAB. The granting of the title Parthicus is strange, however, since Severus had not taken any action against the Parthians, and the only way to understand it is that the Adiabenians and Mesopotamian Arabs were vassals of the Parthians.

In the fall of 197 AD the emperor undertook his second campaign against the Parthians and Mesopotamia. Among other things, he conquered Babylon, Seleucia and Ctesiphon. However, with the siege of Hatra, Septimius Severus failed twice, so that later peace terms had to be negotiated. Due to the overall successful campaign, Septimius Severus took early 198 AD the nickname „Parthicus Maximus“, which was also embossed on coins with the title „PART MAX“. Only Traian had borne this title before him, whose military successes and greatness Septimius wanted to commemorate and thus propagate for himself.

As with his son Caracalla, the title Pius is found for the first time in 201 AD on the coins of Septimius Severus. Although the title Felix appears officially, for example on the famous triumphal arch of Septimius Severus, one looks in vain for it on coins. The emperor received one of his last honorary titles alongside Caracalla and his second son Geta in 210 AD by the successful campaigns in Britain against the Caledonians and Maatians. From this point in time until the end of coinage for Septimius Severus, the honorary title Britannicus can be found on some coins with the legend inscription BRIT.

Four types of portraits of Septimius Severus have survived. A clear program can be seen in the design of the first two, in contrast to the two following. The first type is up to the year 196 AD valid. Septimius Severus is shown here with a strong, stocky face, slight facial wrinkles and shorter hair and beard loosened up by drilling. In his appearance he can hardly be distinguished from the portrait related here to Clodius Albinus. Surely the resemblance was intentional and the message of the picture was the same. At the same time, the all too close adherence to the overly refined tradition of the Antonines, as advocated by Didius Julianus, was avoided.

But then, in the smoldering dispute with Clodius Albinus and the problems of legitimacy that went with it, Severus symbolically sought support in the Antonine imperial house. Since 195 AD he propagated his descent from the Antonines and his adoption into this imperial house. The hair and beard of this type are much more luxuriant and longer than before. The hair curves outwards at the temples in large curves, only a few small, short curls sit in the middle. All wrinkles are erased from the face. With the exception of the short curls in the middle of the forehead, the characteristic traits of the last type of Marc Aurel are repeated. The type change in the year 196/197 AD is shown on the coins. to observe.

A new type of portrait of the emperor, which was created only a few years later, is derived from the type of the year 196/197 AD developed, with one striking change. The short curls in the middle of the forehead are replaced by four long, hanging curls. These can be wavy, but they can also be real corkscrew curls. This type has been around since about 200 AD easily recognizable on coins. Scholars have long wanted to see the forelocks as an imitation of the forelocks of the Graeco-Egyptian god Sarapis. That is why the type is often referred to as the „Sarapis type“. Septimius is said to have met the god on a trip to Egypt around 200 AD especially appreciated, his son Caracalla later erected an elaborate temple for him in Rome. In the meantime, however, this assumption has been questioned with good reason and it has been suggested that the hairstyle be seen as a fashionable hairstyle that is also widespread elsewhere.

In a later type, based on the after 204 AD when the Arch of Honor for Septimius Severus to be dated appears in his native Leptis Magna, Septimius Severus has a longer but less voluminous beard and hair that is cropped very short and combed over his face in a tongue-like manner, lying close to his head. After the retarding recourse to the Antonine tradition, Severus seems to be approaching the long-popular short-haired fashion worn programmatically by his sons at the time.

Reverse:
The Greek hero Hercules, standing to the left, is shown fighting and strangling the Nemean lion. The inscription reads: MAPKIANOΠOΛITΩN.

The inscription can be translated as follows:
MAPKIANOΠOΛITΩN = MARKIANOPOLEITON = (issued) by the people of Marcianopolis

Heracles, or Hercules in Latin, is a Greek hero famous for his strength, who received divine honors and was included in Olympus. His attributes are the skin of the Nemean lion, club, bow and quiver. According to the various legends surrounding Heracles, he was the son of Zeus and Alcmene, twin brother of Iphicles, first husband of Megara, second husband of Omphale, husband of Deïaneira and Auge, and after his death husband of the goddess Hebe. also lover of Iole and Abderos and father of numerous children. Heracles was cousin and friend of Oionos, great-grandfather of Hippotes and Deiphontes and ancestor of Polyphontes. His foster father is Amphitryon. According to his mother’s genealogy, he belongs to the Perseid family.

Zeus once fell in love with the beautiful Alcmene. Her husband Amphitryon fled Mycenae after killing his uncle and father-in-law Electryon. Zeus then came to Alcmene in the form of her husband and fathered Heracles with her. When Amphitryon returned from his journey, the deceit was exposed. He forgave his ignorant wife and fathered Iphicles, Heracles‘ twin brother, with her. So Alcmene gave birth to two sons – Heracles, offspring of a god and a mortal, and Iphicles, offspring of two mortals. So Heracles was born in Thebes. Hera, the wife of Zeus, became a lifelong pursuer of Heracles out of jealousy. When Herakles and his twin half-brother Iphicles were about to be born, Zeus proclaimed that the firstborn child of the house of Perseus, Alcmene’s grandfather, should become lord of Mycenae. That’s what Hera had asked him to do to outsmart him. She delayed Alcmene’s labor pains, so that first Eurystheus, son of Sthenelus, an uncle of Amphitryon, was born, and only then Heracles, who was thus subject to him.

Alcmene abandoned the infant for fear of Hera’s revenge. His half-sister Athena, who later played an important role as a tutelary goddess, took him and brought him to Hera. This did not recognize Heracles and suckled him out of pity. However, Herakles sucked so hard that he hurt Hera and she pushed him away. The milk splashed across the sky, forming the Milky Way. But with the divine milk, Heracles received supernatural powers. Athena brought the child back to his mother and Heracles grew up with his parents from then on. He was just eight months old when Hera sent two huge snakes into the children’s room. Iphicles wept in fear, but his brother grabbed the two snakes and strangled them. The seer Tiresias, summoned by the astonished Amphitryon, prophesied an unusual future for the child. He will defeat numerous monsters.

Heracles was tutored in the arts of chariot driving, archery, fencing, fistfighting, and wrestling. He was also taught to sing and play the lyre. Although he was very docile, he was hot-tempered to the point of insanity throughout his life. So he killed his music teacher Linos with the lyre when he was unjustly reprimanded. His foster father, King Amphitryon, then sent him, probably out of fear of his unbridled strength, to his herds of cattle on the Kithairon. Here he grew up to be a youth among the shepherds.

The sophist Prodicus relocated the ingenious fable of “Heracles at the Crossroads” to this period. The young Herakles meets two women at a fork in the road. One wears expensive robes and promises him a life full of pleasure and wealth. The other, simply dressed, warns him: „The gods give man nothing of the good and truly beautiful without effort and diligence.“ In the argument, the two women, who represent happiness and virtue, debate the advantages and disadvantages of the two life paths. Heracles finally decides to follow virtue.

Apollodorus reports the following adventure of eighteen-year-old Heracles: “On the Kithairon, where the herds of Amphitryon and Thespios grazed, lived a lion that Heracles undertook to fight. Meanwhile, Thespios gave the young hero one of his 50 daughters every night for 50 days, of whom 50 sons were born. After a long fight, Heracles killed the lion and since then has worn its skin instead of its usual robe and its head as a helmet.”

Later came the club made from an olive tree near Nemea; his Roman epithet Claviger can be derived from this episode. On his return to Thebes, Heracles met the envoys of the Orchomenian king Erginos, who wanted to fetch a tribute of 100 oxen that had been wrested from the Thebans. Heracles cut off the noses and ears of the ambassadors, sent them home bound, and in the ensuing war forced the Orchomenians to pay back double the tribute received. A battle ensued between the Minyans and the Thebans, which Herakles won for Thebes with extraordinary deeds. The fame of his deeds quickly spread. Creon, king of Thebes, gave him his daughter Megara as a wife, with whom he fathered three sons.

Then Eurystheus, to whom Heracles was subject as a second-born, called him into his service, but Heracles refused the servitude. Then the vengeful Hera overwhelmed him with madness. Caught in it, Heracles killed his children begotten by Megara – according to the account of Euripides in the tragedy Heracles also Megara herself. When the fit had passed from him and he saw his terrible deed, deep sorrow seized him. Finally he asked the Oracle of Delphi for advice. The Pythia answered: „You will only obtain expiation for your terrible murder if you place yourself in the service of Eurystheus for twelve years and fulfill the deeds demanded of him.“ Hero who attained fame by pursuing Hera, while hitherto his name was Alkaides or Alcides, after Amphitryon’s father. Heracles did as the oracle bid him. Armed with a club he had carved himself, a sword given by Hermes, and a bow and arrow given to him by Apollo, he went to King Eurystheus in Argos.

He gave him a total of twelve tasks – called “work” in Greek. They were the outcome and consequence of the ponoi prompted by the angry Hera: submission to Eurystheus, madness and more. With Ponos, Greek mythology had its own daimon for such apparitions. Heracles accomplished all the tasks, although Hera exacerbated the ponoi by spawning other monsters, such as a crab to fight Hydra. After their completion one usually speaks of the Twelve Deeds of Heracles. In Greek literature from the Hellenistic period onwards, the twelve deeds were summarized under the term dodekathlos, which is customary in the specialist sciences. The German word „Herculean task“ derives from the immense scope of each of these twelve tasks.

Herakles

  • killed the Nemean lion,
  • killed the nine-headed Hydra, a daughter of the serpent Echidna, in whose venom he dipped his arrows, which afterwards caused incurable wounds,
  • caught the hind Kerynitis,
  • brought the Erymanthian boar alive to Mycenae,
  • mucked out the stables of Augeas,
  • drove out the Stymphalids (Stymphal birds), which lived on a lake near Stympalos and killed man and beast with their feathers,
  • brought the bull of Poseidon,
  • brought the mares of the Thracians Diomedes to Mycenae,
  • brought the battle belt of the Amazon Hyppolyta,
  • brought the cattle of the giant Geryones,
  • fetched the apples of the Hesperides and
  • kidnapped the hellhound Kerberos from the underworld.

Years later, Heracles turned his attention to the captured beautiful Iole. Then the jealous Deïaneira had her blood-soaked undergarment (which has become a popular saying as the “Nessos shirt” or “Lichas shirt”) brought to him by the servant Lichas, who had no idea that he would harm his master by doing this. After Heracles had thrown it on, the heroes felt excruciating pain. He tried to remove the shirt, but it was firmly bonded to his skin, causing him to rip off his flesh at the same time. Deïaneira killed herself in desperation. To put an end to his unbearable torment, Heracles built a pyre on Mount Oite and had Philoctetes burn him alive on it. Mount Oite was once proclaimed by the oracle of Delphi for the end of Heracles. In addition, the prophecy came true that he should die at the hands of someone who was no longer alive himself. But he was caught out of the flames to Olympus, where he attained immortality. His torments finally appeased Hera, and Heracles was married to her daughter Hebe, the goddess of youth.

His cult spread around the Mediterranean. The Romans, under the Latin name Hercules (derived from the Etruscan Hercle and the Greek name per syncopation), worshiped Heracles as a god, as did the Greeks. However, this differs from its Greek counterpart in a number of myths. At his temple on the Forum Boarium, businessmen promised him a tenth of their profits when they set off on their journeys.

The Nemean lion was an invulnerable lion from Greek mythology, who was up to mischief in the forests of Argolis on the Peloponnese between Nemea and Kleonai at the instigation of Hera, attacking humans and animals. Not to be confused with the Kitharonian lion. The Nemean lion may have been descended from Typhon and Echidna, or perhaps from heaven, perhaps fallen from the moon, or son of the moon goddess.

As the first of the 12 labors to be performed for Eurystheus, Heracles was to bring the skin of the lion to him. The hero realized that the lion was invulnerable when he shot arrows at him, which just bounced off. So he smashed his huge club (made out of an olive tree) over the skull of the beast as it lunged at him. The lion took refuge in his lair, a crevice that ran through Mount Tretos. After Herakles had closed one exit of the rift, he grabbed the lion as it came out the other end and choked it to death. He peeled off the lion with its own claws, for only these were able to cut the skin of the animal, took the skin over his arm and made his way back to Tiryns to Eurystheus. Later he furred a cloak from the fur, which made him almost invulnerable. When Eurystheus saw him coming with the skin, he was so terrified by its power that he hid in a large jar and refused to receive Heracles. Even later the king no longer dared to let him in, but had his orders conveyed to him by a certain Kopreus outside the city walls.

Background:
Marcianopolis is located in present-day Bulgaria, in the city of Devnya, at the north-east end of the Devnya valley, along the southern spur of the Dobrogea Plateau, on the western shore of Lake Beloslav, into which the two rivers Devnya and Provadia flow. Roman Marcianopolis was founded by Roman Emperor Trajan after the Second Dacian War (105-106 AD) and named after his older sister Ulpia Marciana. In Roman inscriptions, the name of the city is also supplemented with Trajan’s family name – Marcianopolis Ulpia. Civitas Marcianopolitanorum was also a common name. The assumption of an identity of Marcianopolis with Parthenopolis represented in older research literature is erroneous. From 187 to 193 AD Marcianopolis was part of the Roman province of Thrace with the capital Philippopolis. After that, the city belonged to the province of Moesia inferior.

Marcianopolis was an important strategic center. There the militarily and economically important roads from Dorostorum and Appiaria on the Danube and Zaldapa via Aquae Calidae and Debeltus to Adrianopolis and Constantinople crossed, the great east-west connection through Moesia between Ratiaria, Montana, Melta and Nicopolis ad Istrum to Odessos.

Under Emperor Commodus (reign 180 to 192 AD), Marcianopolis received the right to mint coins and has been minting coins since that time. In addition to deities and personifications, the coins also show images of temples, triumphal arches, city gates and the mighty walls. Since the official language of the city was Greek, the coins minted in the city bore Greek inscriptions.

The city’s prosperity under the Severan dynasty ended with the invasion of the Goths (248-249 AD) and subsequent barbarian invasions from the north. In the year 248 AD the city was besieged by the Goths and other Germans. The defenders were able to repel this attack, inflicting heavy casualties on the attackers. Another attack by the Goths under Emperor Claudius II in 269 AD also failed.

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