Lucius Septimius Severus Pertinax 193 bis 211 n.Chr.

Silber Denar Laodicea Lucius Septimius Severus Pertinax 198/202 n.Chr.

Münze:
Denar der römischen Kaiserzeit 198/202 n.Chr.
Material: Silber
Durchmesser: 18mm
Gewicht: 3,14g
Münzstätte: Laodicea ad Mare, Syria
Provenienz: Roma Numismatic, London, Ex Roma Sammlung
Referenz: RIC IV Septimius Severus 500

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete Büste des Septimius Severus mit Lorbeerkranz. Die Inschrift lautet: L SEPT SEV AVG IMP XI PART MAX für Lucius Septimius Severus Augustus Imperator (zum elften Male) Parthicus Maximus.

Nach der Ermordung von Commodus Nachfolger Pertinax in Rom am 28. März 193 n.Chr. nutzte Lucius Septimius Severus die sich bietende Chance und ließ sich zwischen dem 09. und 15. April 193 n.Chr. von den pannonischen Truppen in Carnuntum zum Kaiser und damit zum Augustus ausrufen. Wahrscheinlich spielte die stationierte Legio XIV gemina eine besondere Rolle, da Severus allein für diese Legion zur Ehre auch Goldmünzen schlagen ließ. Wie bereits erwähnt, soll die Ausrufung zum Kaiser zwischen dem 09. Und 15. April erfolgt sein. Letzteres Datum könnte einen abergläubischen oder auch religiösen Hintergrund haben. So soll er die drei Tage von seinem Geburtstag (11. April) an bis zur Proklamation im Glauben an die glückbringende Wirkung der Dreizahl gewartet haben.

Seit dem Jahr 195 n.Chr. nannte sich Septimius Severus in der offiziellen Titulatur der Militärdiplome, in der Mehrzahl der Inschriften und Münzen, in dem er nicht aus bloßer Eitelkeit, sondern zur Einführung der göttlichen Verehrung des Kaiserhauses im Staate seine Adoption durch Marcus Aurelius offiziell verkündete: imperatoris Caesaris divi Marcus Antonini Pii Sarmatici Germanici filius, divi Commodi frater, divi Antonini Pii nepos, divi Hadriani pronepos, divi Traiani Parthici abnepos, divi Nervae adnepos Lucius Septimius Severus Pius Pertinax Augustus. Vor dem Jahr 195 n.Chr. fehlen die Bezeichnungen Pius und Pertinax ausnahmslos in der Titulatur.

Anfang 194 n.Chr. besiegte Septimius Severus seinen Rivalen Pescennius Niger bei Kyzikos, dann entscheidend am 31. März bei Issos. Anschließend verlor dieser auf der Flucht zu den Parthern seinen Kopf und damit sein Leben. Nun konnte sich Severus weiter dem Osten zuwenden. Im Jahr 195 n.Chr. (vor dem 28. August) erfolgte die dreimalige Annahme des Imperatorentitels durch die Siege über Osroene, Arabien und Adiabene. Der römische Senat zeichnete daraufhin Severus durch die Ehrennamen Adiabenicus, Arabicus und Parthicus aus, welche sich auf zahlreichen Münzen und Inschriften in den verschiedensten Kombinationen, wie PART ARAB und PART ADIAB, finden lassen. Die Verleihung des Titels Parthicus ist jedoch insofern merkwürdig, da doch Severus gar keinen Zug gegen die Parther unternommen hatte, und nur so zu verstehen ist, dass die Adiabener und mesopotamischen Araber Vasallen der Parther gewesen sind.

Im Herbst 197 n.Chr. unternahm der Kaiser seinen zweiten Feldzug gegen die Parther und Mesopotamien. Dabei eroberte er unter anderem Babylon, Seleukeia und Ktesiphon. Mit der Belagerung von Hatra scheiterte Septimius Severus jedoch zweimal, so dass später Friedensbedingungen ausgehandelt werden mussten. Durch den insgesamt erfolgreichen Feldzug nahm Septimius Severus Anfang des Jahres 198 n.Chr. den Beinamen „Parthicus Maximus“ an, welcher auch auf Münzen mit der Titulatur „PART MAX“ geprägt wurde. Diesen Titel hatte vor ihm nur Traian getragen, an dessen militärische Erfolge und Größe Septimius erinnern und somit für sich propagandieren wollte.

Im selben Jahr erhielt Septimius die elfte Akklamation zum Imperator durch den siegreichen Abschluss des Parther Feldzuges. Als Imperator bezeichnete man in der Römischen Republik ursprünglich den Träger einer militärischen Gewalt (imperium). Ab dem späten 3. Jahrhundert v.Chr. (Scipio Africanus) aber wurde die Bezeichnung zunehmend speziell für einen militärischen Kommandeur verwendet, den seine Soldaten nach einem Sieg zum Imperator ausgerufen hatten (Akklamation). Bei einem militärischen Erfolg ihrer Legionen erhielten die Kaiser, auch wenn sie persönlich nicht beteiligt waren, weiterhin die imperatorische Akklamation, die mit ihrer Zählung ebenfalls in der Titulatur erschien.

Den Titel Pius findet man, wie bei seinem Sohn Caracalla, das erste Mal 201 n.Chr. auf den Münzen des Septimius Severus. Der Titel Felix erscheint zwar offiziell, wie zum Beispiel auf dem berühmten Triumphbogen des Septimius Severus, auf Münzen sucht man ihn jedoch vergebens. Einer seiner letzten Ehrentitel erhielt der Kaiser neben Caracalla und seinem zweiten Sohn Geta im Jahr 210 n.Chr. durch die erfolgreichen Feldzüge in Britannien gegen die Kaledonier und Mäaten. Der vergebene Ehrentitel Britannicus findet sich ab diesem Zeitpunkt bis zum Ende der Münzprägung für Septimius Severus auf einigen Münzen mit der Legendeninschrift BRIT wieder.

Von Septimius Severus sind vier Bildnistypen überliefert. In der Gestaltung der beiden ersten ist eine klare Programmatik zu erkennen, anders als bei den beiden folgenden. Der erste Typus ist bis ins Jahr 196 n.Chr. gültig. Septimius Severus ist hier mit kräftig-gedrungenem Gesicht, leichten Gesichtsfalten und kürzerem, durch Bohrungen aufgelockertem Haar und Bart wiedergegeben. In seinem Erscheinungsbild ist er kaum von dem hier auf Clodius Albinus bezogenen Bildnis zu unterscheiden. Sicher war die Ähnlichkeit beabsichtigt und die Bildaussage dieselbe. Zugleich wurde die allzu enge Anlehnung an die überfeinerte Tradition der Antoninen gemieden, wie sie Didius Julianus vertreten hatte.

Dann aber, in der schwelenden Auseinandersetzung mit Clodius Albinus und den damit einhergehenden Legitimationsproblemen, suchte Severus symbolisch den Rückhalt im antoninischen Kaiserhaus. Seit 195 n.Chr. propagierte er seine Abstammung von den Antoninen bzw. seine Adoption in dieses Kaiserhaus. Haar und Bart sind bei diesem Typus wesentlich üppiger und länger als vorher. Das Haar wölbt sich an den Schläfen in großen Schwüngen nach außen, nur in der Mitte sitzen einige kleine kurze Locken. Alle Falten sind aus dem Gesicht getilgt. Bis auf die kurzen Locken in der Stirnmitte sind damit die charakteristischen Züge des letzten Typus des Marc Aurel wiederholt. Auf den Münzen ist der Typenwandel im Jahr 196/197 n.Chr. zu beobachten.

Ein neuer Bildnistypus des Kaisers, der nur wenige Jahre später entstand, ist aus dem Typus des Jahres 196/197 n.Chr. entwickelt, mit einer auffallenden Veränderung. An die Stelle der kurzen Löckchen in der Stirnmitte treten vier lang herabhängende Locken. Diese können gewellt sein, es können aber auch richtige Korkenzieherlocken sein. Dieser Typus ist seit ca. 200 n.Chr. auf Münzen gut erkennbar. Die Forschung hat in den Stirnlocken lange eine Nachahmung der Stirnlocken des graeco-ägyptischen Gottes Sarapis sehen wollen. Deshalb wird der Typus gern als „Sarapistypus“ bezeichnet. Septimius soll den Gott auf einer Reise nach Ägypten in den Jahren um 200 n.Chr. besonders schätzen gelernt haben, sein Sohn Caracalla hat ihm später in Rom einen aufwendigen Tempel errichtet. Doch ist diese Vermutung inzwischen mit guten Gründen in Frage gestellt und vorgeschlagen worden, in der Frisur eine auch sonst verbreitete Modefrisur zu sehen.

In einem späteren Typus, der auf dem nach 204 n.Chr. zu datierenden Ehrenbogen für Septimius Severus in seiner Heimat Leptis Magna erscheint, hat Septimius Severus einen längeren, aber weniger voluminösen Bart und sehr kurz geschnittenes Haar, das zungenförmig ins Gesicht gekämmt ist und dem Kopf eng anliegt. Nach den retardierenden Rückgriffen auf die antoninische Tradition scheint Severus sich damit der schon lange beliebten und programmatisch von seinen Söhnen getragenen Kurzhaarmode der Zeit anzunähern.

Revers:
Zu sehen ist die nach links stehende Personifikation der Aequitas mit einer Scalae (Waage) in der rechten und Cornucopia (Füllhorn) in der linken Hand haltend. Die Inschrift lautet: AEQVITATI AVGG für Aequitati Augustorum (Gleichheit und Gerechtigkeit der Kaiser).

Aequitas stellte keine aus der religiösen Sphäre entsprungene Figur dar, sondern war schlichtweg ein Begriff, dem – wie so vielen anderen auch – Verehrung zuteilwurde. Als Attribute gab man der weiblichen Figur meist die Waage und das Füllhorn. Beides Elemente, welche auch bei anderen Personifikationen und Gottheiten in Erscheinung traten. Speziell bezeichnete man mit Aequitas im römischen Rechtsdenken eine konkrete Vorgangsweise in Bezug auf Gerechtigkeit. Schon die Herleitung des Namens von aequus für gleich, billig, unparteiisch oder gleichartig legt diesen Sinn nahe. Konkret ging es um die Gleichartigkeit von juristischen Entscheidungen auf der Basis gleichartiger vorangegangener Fälle. Eine Gleichheit vor dem Gesetz war damit nicht gemeint.

Natürlich versteckt sich hinter Aequitas auch der Wunsch nach einer berechenbaren Rechtsauslegung, doch geht der Begriff weiter und will die Manifestierung der Gerechtigkeit im Recht selbst erreichen. Dass dies ein schwieriges Unterfangen ist, war natürlich bekannt. Der Jurist Celsus aus der hohen Kaiserzeit bezeichnete folglich das Recht als ars boni et aequi (Kunst des Guten und Gleichen). Damit sollte jeder schon allein aus dem Gesetz heraus erkennen, warum es dieses gab. Die logische Schlussfolgerung daraus war, dass der Begriff in die philosophisch-religiöse Sphäre des Rechts Eingang fand. In diesem Sinne als Idealbild der Gesetzgebung und Rechtsprechung erschien Aequitas auf diversen Münzen mit ihren erwähnten Attributen.

Ließ sich das hehre Ziel der Aequitas in einem Stadtstaat noch einigermaßen verwirklichen, kam es mit der Ausdehnung des Imperiums immer mehr zu einer Differenz zwischen Vorgabe und Realität. Auch die Juristen der Kaiserzeit waren sich dieses Problems bewusst und sogar Ulpian, der große Jurist der 1.Hälfte des 3.Jh.n.Chr., anerkennt die Problematik. Seit Caracalla wurde diese Diskrepanz immer grösser und auch bizarrer. Der Kaiser als oberster Rechtsschöpfer und sich schon halb in religiöser Sphäre befindlich stand automatisch für den Begriff der Aequitas, obwohl die Politik eine völlig andere sein konnte. Entweder wurde der Begriff bewusst missachtet, um mit Gegnern besser fertig werden zu können oder es kam mit tiefster Verklärung des Rechts zu nicht exekutierbaren Gesetzen. So etwa, wenn Konstantin sagt: „Placuit in omnibus rebus praecipuam esse iustitiae aequitatisque quam stricti iuris rationem“ (Es ist allen Sachen von Gerechtigkeit und Gleichheit besser im Einzelnen zu urteilen, als das strenge Recht auszulegen).

Speziell seit Theodosius I. wurde dann deutlich, dass Aequitas nun kein hehrer Begriff mehr war, sondern nach Gutdünken von der kaiserlichen Kanzlei bestimmt wurde. Da bis in die Spätantike Aequitas und Recht in einem Konglomerat aufgefasst wurden, kam es erst danach der Aequitas zu, moralischer Wertmaßstab des Rechts zu sein. Deshalb lebte die Figur auch unter dem Christentum weiter, da sie keine Gottheit im engeren Sinn war und lediglich einen herbeiführungswürdigen Umstand verdeutlichte.

Als persönliche Tugend bezeichnete Aequitas auch den Gleichmut, vermöge dessen ein Römer auch in äußerst kritische oder aufwühlende Situation die Würde (Dignitas) zu bewahren wusste.

Hintergrund:
Keine andere römische Tugend findet sich so häufig auf Münzen der römischen Kaiserzeit wie Aequitas, die Personifikation der Gerechtigkeit und Gleichheit. Ihre Waage symbolisiert Ausgewogenheit, das Füllhorn Reichtum, von dem jeder seinen gerechten, ihm zugemessenen Anteil bekommen soll. Durch die Umschrift AQVITATI AVGG (Aequitas Augustorum) auf diesem Denar gibt sich der Kaiser (mit seinen Söhnen) selbst als Garant und Urheber dieser Gerechtigkeit aus. Als Bildmotiv auf Münzen bezieht sich diese Botschaft weniger auf römische Politik und Rechtsprechung als vielmehr ganz konkret auf das Gleichmaß der kaiserlichen Emissionen in Gewicht und Metallgehalt und ihre Zuverlässigkeit als Zahlungsmittel. Interessanterweise waren zum Zeitpunkt der Prägung dieses Exemplars, am Ende des 2. Jahrhunderts, Silberanteil und Kaufkraft der Denare im Vergleich zu früheren Jahrzehnten deutlich gesunken (Sonja Hommen). Septimius Severus ließ parallel zu diesen Aequitas Ausgaben auch Münzen mit der Personifikation der Moneta auf Rückseiten schlagen. Dies macht den Zusammenhang zwischen den Aequitas Attributen Gerechtigkeit und Gleichheit in Bezug auf die kaiserlichen Geldemissionen ein Stück weit noch wahrscheinlicher.

Die Prägungen Laodiceas sind oft schwer zuweisbar, da es mehrere Städte dieses Namens gab. Im 2. Jahrtausend v.Chr. gab es an der Stelle von Laodicea ad Mare die kleine Siedlung Ramatha, die zum Einflussbereich von Ugarit gehörte. Alexander der Große zog nach seinem Sieg über die Perser in der Schlacht bei Issos 333 v.Chr. durch den Ort. Erst nach seinem Tod 323 v.Chr. als Syrien an die Seleukiden gefallen war, gründete Seleukos I. um 300 v.Chr. eine Stadt, die er nach seiner Mutter Laodike benannte. Zusammen mit Antiochia, Apameia und Seleukia bildete Laodicea eine Tetrapolis. Diese Stadtanlagen besaßen eine ähnliche Gliederung in rechtwinklige, etwa 120 mal 57 Meter große Häuserblocks (insulae) und bildeten die Grundlage für die Hellenisierung des syrischen Kleinasiens. Der Hafen wurde seit der frührömischen Kaiserzeit benutzt. Im heutigen Latakia stehen als einzige antike Baureste noch ein vom römischen Kaiser Septimius Severus an einer Straßenkreuzung errichteter Tetrapylon und vier Säulen eines Bacchustempels. Das Gerüst der antiken Stadt bildete der von Norden nach Süden verlaufende Cardo, eine seiner drei kreuzenden Querachsen führte zum Tetrapylon, eine andere verband den Hafen mit der Zitadelle.

Laodicea ad Mare leistete Im Kampf des Septimius Severus gegen seinen Rivalen Pescennius Niger ersterem bereits früh die Gefolgschaft. Dies führte dazu, dass Niger erbost maurische Reiterschwadronen gegen Laodicea und Tyrus, welches dem Severus ebenso treu ergeben war, schickte, in denen sie ein großes Blutbad anrichteten (Herod. III 3, 3-6). Nach seinem Sieg über Niger unterstützte Severus die treu ergebenen Städte, so auch Laodicea. In der Stadt wurden umfangreiche Baumaßnahmen für den Wiederaufbau durchgeführt und Geldmittel zur Verfügung gestellt. Laodicea erhielt außerdem das Ius Italicum und den ehrenden Beinamen „Septimia“. 

Das Ius Italicum war ein Gesetz im Römischen Imperium, dass es den Kaisern erlaubte, Städten außerhalb Italiens die gesetzliche Fiktion zu gewähren, dass diese sich auf italienischem Boden befanden. Dies bedeutete, dass die Stadt nach römischem anstatt nach lokalem Recht regiert wurde und damit ein höheres Maß an Autonomie in ihren Beziehungen zu Provinzgouverneuren genoss. Zudem erhielten die in der Stadt geborenen Menschen automatisch die römische Staatsbürgerschaft. Als Bürger Roms konnten die Menschen Immobilien kaufen und verkaufen, waren von der Grundsteuer und der Wahlsteuer befreit und hatten nach römischem Recht Anspruch auf Schutz. Das Ius Italicum war die höchste Freiheit, welche eine Gemeinde oder Provinz erhalten konnte, und galt als sehr günstig.

Der Beginn der Ausmünzung in Laodicea beginnt wohl im Jahre 195 n.Chr. mit Prägungen für Septimius Severus und Julia Domna. Später folgten dann solche für Caracalla, Plautilla und Geta, bis schließlich im Jahre 202 n.Chr. die Denarprägung endete. Laodicea-Münzen werden traditionell in zwei Gruppen unterteilt. Der „Old Style“ und „New Style“ Typus. Die Old Style-Münzen ähneln denen, welche der Münzstätte Emesa zugeschrieben werden, und verwenden eine Reihe von umgekehrten Typen, welche sich von denen unterscheiden, die in Rom verwendet wurden. Old Style Münztypen sind nur auf IMP II und IMP VIII datiert. Während der Herstellung von Münzen aus der IMP VIII Serie fand eine Änderung statt, bei der in Laodicea die New Style-Münzen mit dem gleichen Typus produziert wurden wie in Rom. Die häufigsten Münzen sind vom New-Style Typus mit der IMP XI Datierung. Selten sind vor allem Exemplare, bei denen das Porträt nach links zeigt.

Quellen:
* Wikipedia: Septimius Severus
* Wikipedia: Laodikeia, Latakia
* Wikipedia: Aequitas
* Imperium-romanum.info: Aequitas
* Sonja Hommen: Denar, Septimius Severus, Aequitas
* Archäologisches Institut Göttingen: Porträttypen römischer Kaiser

Obverse:
You can see the right-facing bust of Septimius Severus with a laurel wreath. The inscription reads: L SEPT SEV AVG IMP XI PART MAX for Lucius Septimius Severus Augustus Imperator (for the eleventh time) Parthicus Maximus.

After the assassination of Commodus‘ successor Pertinax in Rome on March 28, 193 AD Lucius Septimius Severus took advantage of the opportunity and settled between April 9th ​​and 15th, 193 AD proclaimed emperor and thus Augustus by the Pannonian troops in Carnuntum. The stationed Legio XIV gemina probably played a special role, since Severus had gold coins struck for this legion alone in honor of it. As already mentioned, the proclamation as emperor is said to have taken place between April 9th ​​and 15th. The latter date could have a superstitious or religious background. He is said to have waited the three days from his birthday (April 11) until the proclamation, believing in the auspicious effect of the number three.

Since the year 195 AD Septimius Severus called himself in the official title of the military diplomas, in the majority of the inscriptions and coins, in which he officially announced his adoption by Marcus Aurelius not out of mere vanity, but to introduce the divine worship of the imperial house in the state: imperatoris Caesaris divi Marcus Antonini Pii Sarmatici Germanici filius, divi Commodi frater, divi Antonini Pii nepos, divi Hadriani pronepos, divi Traiani Parthici abnepos, divi Nervae adnepos Lucius Septimius Severus Pius Pertinax Augustus. Before the year 195 AD the designations Pius and Pertinax are missing without exception in the title.

Early 194 AD Septimius Severus defeated his rival Pescennius Niger at Cyzicus, then decisively at Issus on March 31. He then lost his head and with it his life while fleeing to the Parthians. Now Severus could turn further east. In the year 195 AD (Before August 28th) the title of Emperor was accepted three times by the victories over Osroene, Arabia and Adiabene. The Roman Senate then awarded Severus the honorary names Adiabenicus, Arabicus and Parthicus, which can be found on numerous coins and inscriptions in various combinations, such as PART ARAB and PART ADIAB. The granting of the title Parthicus is strange, however, since Severus had not taken any action against the Parthians, and the only way to understand it is that the Adiabenians and Mesopotamian Arabs were vassals of the Parthians.

In the fall of 197 AD the emperor undertook his second campaign against the Parthians and Mesopotamia. Among other things, he conquered Babylon, Seleucia and Ctesiphon. However, with the siege of Hatra, Septimius Severus failed twice, so that later peace terms had to be negotiated. Due to the overall successful campaign, Septimius Severus took early 198 AD the nickname „Parthicus Maximus“, which was also embossed on coins with the title „PART MAX“. Only Traian had borne this title before him, whose military successes and greatness Septimius wanted to commemorate and thus propagate for himself.

In the same year, Septimius received his eleventh acclamation as emperor by victoriously completing the Parthian campaign. In the Roman Republic, the term imperator originally referred to the bearer of military power (imperium). From the late 3rd century BC. (Scipio Africanus) but the term was increasingly used specifically for a military commander whom his soldiers had proclaimed imperator (acclamation) after victory. In the case of a military success of their legions, the emperors, even if they were not personally involved, continued to receive the imperial acclamation, which also appeared with their count in the titulature.

As with his son Caracalla, the title Pius is found for the first time in 201 AD on the coins of Septimius Severus. Although the title Felix appears officially, for example on the famous triumphal arch of Septimius Severus, one looks in vain for it on coins. The emperor received one of his last honorary titles alongside Caracalla and his second son Geta in 210 AD by the successful campaigns in Britain against the Caledonians and Maatians. From this point in time until the end of coinage for Septimius Severus, the honorary title Britannicus can be found on some coins with the legend inscription BRIT.

Four types of portraits of Septimius Severus have survived. A clear program can be seen in the design of the first two, in contrast to the two following. The first type is up to the year 196 AD valid. Septimius Severus is shown here with a strong, stocky face, slight facial wrinkles and shorter hair and beard loosened up by drilling. In his appearance he can hardly be distinguished from the portrait related here to Clodius Albinus. Surely the resemblance was intentional and the message of the picture was the same. At the same time, the all too close adherence to the overly refined tradition of the Antonines, as advocated by Didius Julianus, was avoided.

But then, in the smoldering dispute with Clodius Albinus and the problems of legitimacy that went with it, Severus symbolically sought support in the Antonine imperial house. Since 195 AD he propagated his descent from the Antonines and his adoption into this imperial house. The hair and beard of this type are much more luxuriant and longer than before. The hair curves outwards at the temples in large curves, only a few small, short curls sit in the middle. All wrinkles are erased from the face. With the exception of the short curls in the middle of the forehead, the characteristic traits of the last type of Marc Aurel are repeated. The type change in the year 196/197 AD is shown on the coins. to observe.

A new type of portrait of the emperor, which was created only a few years later, is derived from the type of the year 196/197 AD developed, with one striking change. The short curls in the middle of the forehead are replaced by four long, hanging curls. These can be wavy, but they can also be real corkscrew curls. This type has been around since about 200 AD easily recognizable on coins. Scholars have long wanted to see the forelocks as an imitation of the forelocks of the Graeco-Egyptian god Sarapis. That is why the type is often referred to as the „Sarapis type“. Septimius is said to have met the god on a trip to Egypt around 200 AD especially appreciated, his son Caracalla later erected an elaborate temple for him in Rome. In the meantime, however, this assumption has been questioned with good reason and it has been suggested that the hairstyle be seen as a fashionable hairstyle that is also widespread elsewhere.

In a later type, based on the after 204 AD when the Arch of Honor for Septimius Severus to be dated appears in his native Leptis Magna, Septimius Severus has a longer but less voluminous beard and hair that is cropped very short and combed over his face in a tongue-like manner, lying close to his head. After the retarding recourse to the Antonine tradition, Severus seems to be approaching the long-popular short-haired fashion worn programmatically by his sons at the time.

Reverse:
You can see the personification of Aequitas standing to the left with a scale in the right hand and cornucopia in the left hand. The inscription reads: AEQVITATI AVGG for Aequitati Augustorum (Equality and Justice of Emperors).

Aequitas did not represent a figure who had sprung from the religious sphere, but was simply a concept that – like so many others – was given reverence. The female figure was usually given the scales and the cornucopia as attributes. Both elements, which also appeared in other personifications and deities. In particular, Aequitas in Roman legal thinking referred to a concrete procedure in relation to justice. Already the derivation of the name from aequus for equal, equitable, impartial or similar suggests this meaning. Specifically, it was about the similarity of legal decisions on the basis of similar previous cases. This did not mean equality before the law.

Of course, behind Aequitas there is also the desire for a predictable interpretation of the law, but the term goes further and wants to achieve the manifestation of justice in the law itself. It was of course known that this was a difficult undertaking. The jurist Celsus of the high imperial period consequently referred to the law as ars boni et aequi (art of the good and the same). So everyone should be able to see from the law alone why this existed. The logical conclusion from this was that the term found its way into the philosophical-religious sphere of law. In this sense, as an ideal image of legislation and jurisdiction, Aequitas appeared on various coins with the attributes mentioned.

While the lofty goal of the Aequitas could still be realized to some extent in a city-state, as the empire expanded, there was an ever-increasing difference between the target and reality. The jurists of the imperial period were also aware of this problem and even Ulpian, the great jurist of the 1st half of the 3rd century AD, recognized the problem. Since Caracalla, this discrepancy has become ever greater and more bizarre. The emperor, as the supreme creator of law and already halfway into the religious sphere, automatically stood for the concept of aequitas, although the politics could be completely different. Either the term was deliberately disregarded in order to be able to deal better with opponents, or non-executable laws were created with the deepest transfiguration of the law. For example, when Constantine says: „Placuit in omnibus rebus praecipuam esse iustitiae aequitatisque quam stricti iuris rationem“ (It is better to judge all matters of justice and equality in detail than to interpret strict law).

Especially since Theodosius I. it became clear that Aequitas was no longer a noble term, but was determined at will by the imperial chancellery. Since Aequitas and law were understood in a conglomerate up until late antiquity, it was only afterwards that Aequitas became the moral standard of law. That is why the figure lived on under Christianity, since it was not a deity in the narrower sense and merely illustrated a circumstance worthy of being brought about.

Aequitas also described equanimity as a personal virtue, thanks to which a Roman knew how to preserve dignity (dignitas) even in extremely critical or turbulent situations.

Background:
No other Roman virtue is as common on Imperial Roman coins as Aequitas, the personification of justice and equality. Her scales symbolize balance, the cornucopia wealth, from which everyone should get their fair, measured share. With the inscription AQVITATI AVGG (Aequitas Augustorum) on this denarius, the emperor (with his sons) claims to be the guarantor and originator of this justice. As a motif on coins, this message refers less to Roman politics and jurisprudence and more specifically to the uniformity of imperial emissions in terms of weight and metal content and their reliability as a means of payment. Interestingly, at the time this specimen was minted, at the end of the 2nd century, the silver content and purchasing power of the denarii had fallen significantly compared to previous decades (Sonja Hommen). Parallel to these Aequitas editions, Septimius Severus also had coins with the personification of Moneta struck on the reverse. This makes the connection between the Aequitas attributes of justice and equality in relation to imperial monetary issues a little more likely.

The coins of Laodicea are often difficult to assign, as there were several cities with that name. In the 2nd millennium BC on the place of Laodicea ad Mare there was the small settlement of Ramatha, which belonged to the Ugarit sphere of influence. Alexander the Great, after defeating the Persians at the Battle of Issus in 333 BC through the place. Only after his death in 323 BC when Syria fell to the Seleucids, Seleukos I founded around 300 BC a city he named Laodice after his mother. Together with Antioch, Apamea and Seleucia, Laodicea formed a tetrapolis. These towns were similarly structured into rectangular blocks (insulae) measuring approximately 120 by 57 meters and formed the basis for the Hellenization of Syrian Asia Minor. The port has been in use since the early Roman Empire. The only ancient building remains in today’s Latakia are a tetrapylon erected by the Roman Emperor Septimius Severus at a crossroads and four columns of a Bacchus temple. The skeleton of the ancient city was formed by the Cardo, running from north to south. One of its three crossing transverse axes led to the tetrapylon, another connected the port with the citadel.

Laodicea ad Mare made early allegiance to the former in the battle of Septimius Severus against his rival Pescennius Niger. This led to Niger sending angry squadrons of Moorish cavalry against Laodicea and Tyre, which was just as loyal to Severus, in which they caused a great bloodbath (Herod. III 3, 3-6). After his victory over Niger, Severus supported the loyal cities, including Laodicea. Extensive reconstruction work was carried out in the city and funds were made available. Laodicea also received the Ius Italicum and the honorific nickname „Septimia“.

The Ius Italicum was a law of the Roman Empire that allowed emperors to grant cities outside Italy the legal fiction that they were on Italian soil. This meant that the city was governed under Roman rather than local law, and thus enjoyed a greater degree of autonomy in its relations with provincial governors. In addition, people born in the city automatically received Roman citizenship. As citizens of Rome, people could buy and sell property, were exempt from property taxes and poll taxes, and were entitled to protections under Roman law. The Ius Italicum was the highest liberty a municipality or province could obtain and was considered very favorable.

The beginning of the coinage in Laodicea begins probably in the year 195 AD with embossing for Septimius Severus and Julia Domna. Later such followed for Caracalla, Plautilla and Geta, until finally in the year 202 AD denarius coinage ended. Laodicean coins are traditionally divided into two groups. The „Old Style“ and „New Style“ types. The Old Style coins are similar to those attributed to the Emesa mint and use a number of reverse types that differ from those used in Rome. Old Style coin types are only dated to IMP II and IMP VIII. During the production of coins from the IMP VIII series, a change took place where in Laodicea the New Style coins were produced with the same type as in Rome. The most common coins are of the New-Style type with the IMP XI dating. Specimens in which the portrait points to the left are particularly rare.

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