Lucius Septimius Severus Pertinax 193 bis 211 n.Chr.

Silber Antoninian Mediolanum Lucius Septimius Severus Pertinax 250/251 n.Chr.

Münze:
Antoninian der römischen Kaiserzeit 250/251 n.Chr.
Consecratio Prägung unter Gaius Messius Quintus Traianus Decius
Material: Silber
Durchmesser: 21mm
Gewicht: 3,65g
Münzstätte: Mediolanum, Gallia cisalpina
Provenienz: Palaio Dr. Gernot Heinrich, Bad Reichenhall
Referenz: RIC IV Trajan Decius 95, Rare

Avers:
Zu sehen ist die nach rechts gerichtete drapierte Büste des Septimius Severus mit Strahlenkrone. Die Inschrift lautet: DIVO SEVERO für Divo Severo (für den göttlichen Severus).

Divus (lateinisch für „der Göttliche“ bzw. „göttlich“ im Gegensatz zu deus „Gott“) ist ein Beiname der antiken römischen Kaiser und ihrer Angehörigen, der ihnen nach dem Tod verliehen werden konnte. Ausnahmsweise konnten auch Angehörige von Kaisern divinisiert werden, die zuvor nicht den Titel eines Augustus oder einer Augusta geführt hatten. So wurde zum Beispiel Egnatia Mariniana, die bereits vor dem Regierungsantritt ihres Mannes Valerian verstarb und deshalb den Titel einer Augusta nicht mehr führen konnte, nach seinem Regierungsantritt divinisiert. Im römischen Kaiserkult bedeutete eine Divinisierung, dass der Verstorbene in den antiken Götterhimmel aufgenommen wurde. Der hierfür erforderliche Senatsbeschluss wurde durch den öffentlichen Akt der Weihe (lateinisch consecratio) im Staatsbegräbnis bekräftigt. Die Umschrift CONSECRATIO erscheint auch am häufigsten als Umschrift der Rückseiten der Konsekrationsmünzen.

Dieser Divinisierung lag der Glauben an die Himmelfahrt des Kaisers zugrunde. Hierbei fuhr der Kaiser entweder auf einem geflügelten Viergespann gen Himmel oder wurde durch den Herrn des Zeitalters in Gestalt eines geflügelten Götterjungen geleitet. Römische Münzen, die an eine consecratio erinnern, führen auf der Portraitseite den Beinamen „Divus“ (DIVVS) bzw. für die Kaiserinnen „Diva“. Auf den Rückseiten dieser Konsekrationsmünzen werden für den Divus häufig Adler oder vierstufige Scheiterhaufen abgebildet. Konsekrationsmünzen mit einer Diva zeigen auf der Rückseite auch andere Motive wie zum Beispiel einen Pfau. Sich um die Divinisierung eines verdienten verstorbenen Vorgängers zu kümmern, gehörte zu den Pietas seines Nachfolgers und diente dabei auch seinem eigenen Ansehen. Als (Adoptiv-)Sohn eines Divus stärkte der Nachfolger seine Legitimation darüber hinaus nun auch durch den Hinweis auf eine göttliche Abstammung.

Die auch Apotheose genannte Zeremonie fand erstmals bei Gaius Iulius Caesar statt, welcher zu Divus Iulius wurde. Sein Adoptivsohn Octavianus, der spätere Augustus, wurde bereits zu Lebzeiten als Divi filius (deutsch „Sohn des Vergöttlichten“) und nach seinem Tode als Divus Augustus verehrt. Jeder divus erhielt mindestens bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts ein eigenes Priesterkollegium, das für seinen Kult zuständig war. Im Laufe der Zeit wurde es üblich, divus dem Namen jedes verstorbenen Kaisers beizufügen, der im Nachhinein als rechtmäßiger Herrscher anerkannt wurde. (Den übrigen drohte die damnatio memoriae.) Dieser Brauch blieb auch dann noch bestehen, als man aufgrund der Christianisierung des Imperiums im späteren 4. Jahrhundert damit aufhörte, verstorbene Kaiser formal zu divinisieren. Der letzte Augustus, für den nach seinem Tod die Bezeichnung als divus bezeugt ist, war der 518 n.Chr. verstorbene Anastasius.

Revers:
Zu sehen ist ein Adler mit ausgebreiteten Schwingen und einem nach links gerichtetem Kopf. Die Inschrift lautet: CONSECRATIO für Consecratio (öffentlicher Akt der Weihe).

Konsekration (von lateinisch consecrare: weihen, heiligen) ist in der römischen Antike die Übertragung einer Person oder Sache in den sakralen Bereich. Die Staatsreligion im antiken Rom kannte den Vorgang der Konsekration insbesondere, wenn es um die Apotheose der römischen Kaiser ging. Apotheose bezeichnet ursprünglich die Vergöttlichung, das heißt die Erhebung eines Menschen zu einem Gott oder Halbgott, wird aber auch nur zur Beschreibung einer Verherrlichung oder Verklärung verwendet. Seit Kaiser Augustus seinen Adoptivvater postum unter die Götter erheben ließ, wurde es im Römischen Reich bald gängiger Brauch, dass Kaiser ihre Vorgänger, sofern sie diese für legitim hielten, vom Senat zum divus erheben ließen.

Apotheose bezeichnet ursprünglich die Vergöttlichung, das heißt die Erhebung eines Menschen zu einem Gott oder Halbgott, wird aber auch nur zur Beschreibung einer Verherrlichung oder Verklärung verwendet. Der Gedanke einer Apotheose hat seinen Ursprung im ägyptischen und griechischen Altertum in einer Zeit, als teils geglaubt wurde, dass „große Persönlichkeiten“ zu Göttern würden und wie diese verehrt wurden. Hinter der Divinisierung zu Lebzeiten steckte mitunter der Gedanke, dass sich eine lebende Gottheit stärker um das Wohlergehen eines Volkes oder einer Gemeinschaft kümmert als ein einfacher Herrscher. Teils waren die Zusammenhänge aber auch sehr viel komplexer. Seit Kaiser Augustus seinen Adoptivvater postum unter die Götter erheben ließ, wurde es im Römischen Reich bald gängiger Brauch, dass Kaiser ihre Vorgänger, sofern sie diese für legitim hielten, vom Senat zum divus erheben ließen. Selbst nach der Christianisierung des Reiches blieb es bis ins frühe 6. Jahrhundert üblich, einen als rechtmäßig geltenden verstorbenen Herrscher als divus zu bezeichnen, auch wenn eine formale Apotheose seit dem späten 4. Jahrhundert nicht mehr vorkam.

Der Adler war als „König der Vögel“, bald auch „König der Lüfte“ und Bote der höchsten Götter, schon im Alten Orient das Symbol der Könige, besonders der Achaimeniden, deren Stammvater von einem Adler aufgezogen worden sein soll. Als Sinnbild der Herrschaftsmacht löste der Adler dabei den im ägyptischen und persischen Kulturraum verbreiteten Geier als herrschaftliches Symbol und Wappentier ab. Nach Aristoteles ließ der Adler seine Jungen ins Sonnenlicht blicken, um ihre Legitimität zu prüfen. Der Greifvogel, so lag nahe, konnte folglich auch dem Menschen unzugängliche Himmelsregionen durchmessen. So war der erste sumerische König Etana gemäß dem Gilgamesch-Epos vielfach mit dem Adlermotiv und insbesondere mit jenem der Himmelfahrt auf einem Adler verbunden. Diese Sagenmotive wurden später auf andere Herrscherhäuser übertragen. Der Adler wurde folglich zum Sinnbild für den Aufstieg in den Himmel und speziell die Apotheose großer Menschen und Herrscher (vgl. der römische Divus-Titel), wobei er für die Überwindung des Irdischen sowie die Unsterblichkeit und Erlösung der Seele stehen konnte.

In Europa wurde der Adler als königliches Münz- und Wappenzeichen durch Alexander den Großen eingeführt und ging dann auf die Reiche seiner Diadochen über. Octavian brachte ihn aus Ägypten als kaiserliches Wappen nach Rom. Bei der Verbrennung der Leiche eines Kaisers auf dem Marsfeld im Rahmen seiner Konsekration ließ man einen Adler gen Himmel steigen. Dieser Brauch soll auf eine Beobachtung bei der Einäscherung des Augustus zurückgehen. Angeblich habe man einen Adler aus der Flamme des Scheiterhaufens gen Himmel fliegen sehen. Ein Beispiel der römischen Ikonographie findet sich auf der Antoninus-Pius-Säule aus dem Jahr 106 n.Chr. In seiner Traumdeutung aus dem zweiten Jahrhundert berichtet Artemidor von Daldis vom Symbolgehalt des Adlers, der sich wiederum auf die Begriffsfelder Macht, Reichtum und Ruhm bezieht:

dddAuf einem Adler zu reiten, weissagt Kaisern, Reichen und Mächtigen den Tod; denn nach einem alten Brauch stellen Maler und bildende Künstler solche Persönlichkeiten nach ihrem Ableben auf Adlern reitend dar und verherrlichen sie durch solche Bildwerke. Armen dagegen bedeutet es Segen; sie werden durch reiche Gönner einen starken Auftrieb und keine geringe Unterstützung erhalten, und zwar meist durch Reisen ins Ausland. […] Träumt eine Frau, sie gebäre einen Adler, so wird sie einem Sohn das Leben schenken, der, wenn er arm ist, Soldat werden und es bis zum Heerführer bringen wird; denn jedem Heer geht ein Adler voran; gehört er dem Mittelstand an, wird er Athlet werden und sich einen Namen machen; ist er reich, wird er über viele herrschen oder gar Kaiser werden.

Artemidor von Daldis, Oneirokritika II, 20

Hintergrund:
Gaius Messius Quintus Decius wurde um 200 n.Chr. bei Sirmium in der römischen Provinz Pannonia Inferior geboren. Die Jahre nach seiner Geburt waren turbulente Zeiten für das römische Imperium. In den vier Jahrzehnten nach der Herrschaft des Septimius Severus kamen nicht weniger als vierzehn Kaiser und mehrere Usurpatoren an die Macht. Viele von ihnen traf ein schnelles vorzeitiges Ende, die Grenzen des römischen Imperiums waren einer ständigen Bedrohung ausgesetzt, die Inflation hoch und die Wirtschaft befand sich in einem Allzeittief. Als Decius im Jahr 249 n.Chr. an die Macht kam, befand sich das Reich in einem desaströsen Zustand. Der neue Kaiser stand von Anfang unter Druck, wollte er nicht das Schicksal seiner Vorgänger teilen. Decius war ein Römer des alten Stils. Er hatte den Wunsch Roms Stärke und Ruhm aus vergangenen Zeiten wiederherzustellen. Die größte Bedrohung für das römische Reich sah Decius im Rückgang der öffentlichen Frömmigkeit und der traditionellen römischen Werte. Für den neuen Kaiser war der Zustand des Reiches nicht verwunderlich. Die Ursache lag in der Vernachlässigung der traditionellen römischen Gottheiten – oder gar in deren Ablehnung durch die Bürger – insbesondere den Christen.

Direkt nach der Thronbesteigung übernahm er den Beinahmen Traianus, nach dem erfolgreichsten römischen Kaiser Marcus Ulpius Traianus (98-116 n.Chr.), dem Rom eine militärische und finanzielle Blütezeit zu verdanken hatte. Danach widmete sich Decius der „Götter-Frage“. Er erließ Anfang des Jahres 250 n.Chr. ein allgemeines Opfergebot, das vielleicht die Wiederherstellung der mos maiorum und damit der altrömischen Religion zum Ziel hatte. Jeder Einwohner des Imperium Romanum musste vor einer Kommission erscheinen, um zu opfern. Über das vollzogene Opfer wurde eine Bescheinigung (libellus) ausgestellt. Wer sich weigerte, dem Kaiser und den römischen Göttern zu opfern, konnte als Staatsfeind verhaftet und gefoltert, zu Zwangsarbeit, Vermögensentzug, Verbannung oder zum Tode verurteilt werden. Für die Christen war eine Opferung allerdings problematisch, da eine solche nicht mit ihrem Glauben vereinbar war. Dies änderte freilich nichts daran, dass auch christliche Soldaten dem Kaiser treu ergeben sein konnten. Aber erst durch die demonstrative Weigerung einiger (bei weitem nicht aller) Christen dürfte die römische Obrigkeit auf die problematische Haltung der Anhänger dieser Religion aufmerksam geworden sein. Es kam bald zu einer allgemeinen und teils sehr blutigen Christenverfolgung.

Das Gabe wurde an einem bestimmten Tag angesetzt und bestand wohl aus einem Trank- und Tieropfer, welche jeder Bürger darbringen musste. Dies geschah in Gedenken an die traditionellen römischen Götter, dem Kaiser selbst, aber auch dem Genius vieler zuvor ruhmreicher und vergötterter Kaiser. Davon zeugen die sogenannten CONSECRATIO Prägungen des Decius, mit den Büsten von elf Kaisern aus Roms „Ruhmeszeiten“: Augustus, Vespasianus, Titus, Nerva, Traianus, Hadrianus, Antoninus Pius, Marcus Aurelius, Commodus, Septimius Severus und Severus Alexander. Die Rückseiten zeigen einen Adler oder einen Altar. Die Ausgaben mit einem abgebildeten Altar und Feuer stehen allerdings nicht für die Verbrennung bzw. Feuerbestattung, sondern sind eher als Opferritus zu sehen. Sonst wäre ein Scheiterhaufen abgebildet, wie es bei anderen Konsekrationsmünzen der Fall ist.

Bald nach 400 v.Chr. wurde die Gegend um Mailand durch die keltischen Insubrer besiedelt. 222 v.Chr. eroberten die Römer diese Siedlung und verwendeten den lateinischen Namen Mediolanum. Nach mehreren Jahrhunderten römischer Herrschaft wurde Mailand 286 n.Chr. unter Kaiser Diokletian zu einer der Residenzstädte des Reiches gemacht. Im 4. Jahrhundert hielten sich hier daher regelmäßig römische Herrscher auf, zuletzt Honorius. 313 n.Chr. wurde hier das sog. Mailänder Toleranzedikt verkündet, in dem die Kaiser Konstantin und Licinius den Christen Glaubensfreiheit zusicherten. Im Jahr 402 n.Chr. wurde die Stadt von Westgoten belagert, worauf die Kaiserresidenz nach Ravenna verlegt wurde. Ganze 50 Jahre später plünderten die Hunnen unter Attila die Stadt. Im Jahr 539 n.Chr. eroberten und zerstörten die Ostgoten Mailand im Verlauf des Gotenkrieges gegen Kaiser Justinian.

Die Münzstätte Mediolanum war Mitte des dritten Jahrhunderts für knapp ca. 20 Jahre aktiv, bevor sie geschlossen wurde. Dies inmitten einer unruhigen und bewegten Zeit des römischen Imperiums – was sich wiederum auf einen oft geringen Silbergehalt und oft nachlässigen Produktionsmethoden aus dieser Münzstätte bemerkbar machte. Mailand war eine wichtige militärische Basis, die den Rest Italiens gegen das Eindringen der Barbaren aus dem Norden schützte. Eine große Anzahl an Soldaten wurde in der Region stationiert, so dass man eine Münzstätte brauchte, welche die Münzen für die Soldzahlungen prägte.

Allerdings ist es nach aktuellem Stand der Forschung unsicher, ob als Münzstätte nicht Rom statt Mediolanum für die Consecratio Prägungen des Traianus Decius angenommen werden muss. So schreibt K. J. J. Elks in einer Publikation: “Mit der Rückführung dieser Münzen des Decius nach Rom wurde auch die „Divi“-Serie dorthin verlegt. In diesen letzten Ausgaben gab es zwei Officinae, die ausschließlich für Decius arbeiteten, eine gemeinsam mit Etruscilla oder Etruscus, eine für Etruscilla allein, eine für Etruscus und Hostilian und eine, die übrig blieb. Daraus entstanden, glaube ich, die „Divi“-Münzen.” (Reattribution of the Milan Coins of Trajan Decius to the Rome Mint, The Numismatic Chronicle, Vol. 12, 1972)

Quellen:
* Wikipedia: Traianus Decius
* Wikipedia: Divus
* Wikipedia: Konsekration
* Wikipedia: Apotheose
* Wikipedia: Adler Wappentier
* Wikipedia: Mediolanum
* K. J. J. Elks: Reattribution of the Milan Coins of Trajan Decius to the Rome Mint

Obverse:
Visible is the draped bust of Septimius Severus, facing right, with a radiant crown. The inscription reads: DIVO SEVERO for Divo Severo (for the divine Severus).

Divus (Latin for „the divine“ or „divine“ as opposed to deus „god“) is an epithet of the ancient Roman emperors and their families, which could be bestowed on them after death. As an exception, relatives of emperors who had not previously held the title of Augustus or Augusta could also be divinized. For example, Egnatia Mariniana, who died before her husband Valerian took office and was therefore no longer able to bear the title of Augusta, was divinized after he took office. In the Roman imperial cult, divinization meant that the deceased was accepted into the ancient heaven of gods. The Senate resolution required for this was confirmed by the public act of consecration (Latin consecratio) at the state funeral. The inscription CONSECRATIO also appears most frequently as an inscription on the reverse of the consecration coins.

This divinization was based on the belief in the ascension of the emperor. The emperor either rode up to heaven on a winged four-horse chariot or was led by the lord of the age in the form of a winged god boy. Roman coins reminiscent of a consecratio bear the nickname „Divus“ (DIVVS) on the portrait side or „Diva“ for the empresses. Eagles or four-tiered pyres are often depicted on the reverse of these consecration coins for the Divus. Consecration coins with a diva also show other motifs such as a peacock on the reverse. Taking care of the divinization of a deserving deceased predecessor was part of the pietas of his successor and also served his own reputation. As the (adoptive) son of a Divus, the successor also strengthened his legitimacy by pointing to divine descent.

The ceremony, also called apotheosis, first took place with Gaius Iulius Caesar, who became Divus Iulius. His adoptive son Octavianus, later Augustus, was worshiped as Divi filius (German „son of the deified“) during his lifetime and as Divus Augustus after his death. At least until the middle of the 3rd century, each divus had its own college of priests responsible for its cult. Over time, it became customary to add divus to the name of any deceased emperor who was subsequently recognized as the rightful ruler. (The rest were threatened with damnatio memoriae.) This custom continued even after the Christianization of the empire ended the formal divinization of deceased emperors in the later fourth century. The last Augustus for whom the designation divus is attested after his death was 518 AD late Anastasius.

For me, there are one or two inconsistencies with the coin itself and the portrait. Firstly, this is a very strongly idealized portrait of Severus Alexander that does not come close to the representations of his lifetime. The Severus Alexander pictured here also seems to me to be much too old – in other words, Severus Alexander had already lost his life violently at a young age – so he never reached the age shown. From my point of view, the biggest contradiction is that there is even an coinage with Severus Alexander from the series of eleven emperors. Consecratio coinage of the supposedly „good emperors“, such as Augustus, Traianus, Hadrianus, Marcus Aurelius and even Septimius Severus, appear logical and justifiable. But why Severus Alexander, who was not even deified after his death, made it into the Traianus Decius coin series – I do not quite understand it. A possible theory would be – after Elagabalus, Severus Alexander caused far-reaching restorations in the monetary system, but above all in the traditional Roman sense in relation to the state gods. Traianus Decius was also anxious to give more weight to the ancient gods of Rome. Perhaps Severus Alexander served him as a model here.

Reverse:
An eagle can be seen with outstretched wings and a head turned to the left. The inscription reads: CONSECRATIO for Consecratio (public act of consecration).

In Roman antiquity, consecration (from the Latin consecrare: to consecrate, sanctify) is the transfer of a person or thing to the sacred area. The state religion in ancient Rome was particularly familiar with the process of consecration when it came to the apotheosis of the Roman emperors. Apotheosis originally referred to the deification, that is, the elevation of a person to a god or demigod, but is also only used to describe a glorification or transfiguration. Ever since Emperor Augustus had his adoptive father posthumously raised to the ranks of the gods, it soon became common practice in the Roman Empire for emperors to have their predecessors elevated to divus by the Senate, provided they considered them legitimate.

Apotheosis originally referred to the deification, that is, the elevation of a person to a god or demigod, but is also only used to describe a glorification or transfiguration. The idea of ​​an apotheosis has its origins in Egyptian and Greek antiquity, at a time when it was believed that „great persons“ became gods and were worshiped as such. Sometimes the idea behind divinization during one’s lifetime was that a living deity cared more about the well-being of a people or a community than a simple ruler. In some cases, however, the connections were also much more complex. Ever since Emperor Augustus had his adoptive father posthumously elevated to the ranks of the gods, it soon became common practice in the Roman Empire for emperors to have their predecessors elevated to divus by the Senate, provided they considered them legitimate. Even after the Christianization of the empire, it remained customary to refer to a legitimately deceased ruler as a divus until the early sixth century, although a formal apotheosis did not occur since the late fourth century.

The eagle, as the „king of birds“, soon also „king of the air“ and messenger of the highest gods, was already the symbol of kings in the ancient Near East, especially of the Achaemenids, whose progenitor is said to have been raised by an eagle. As a symbol of sovereign power, the eagle replaced the vulture, which was widespread in Egyptian and Persian cultures, as a sovereign symbol and heraldic animal. According to Aristotle, the eagle made its cubs look into the sunlight to test their legitimacy. The bird of prey, so it was obvious, could also measure regions of the sky inaccessible to humans. According to the Epic of Gilgamesh, the first Sumerian king Etana was often associated with the eagle motif and in particular with that of the ascension on an eagle. These legendary motifs were later transferred to other ruling houses. The eagle consequently became a symbol for the ascent into heaven and especially the apotheosis of great people and rulers (cf. the Roman divus title), whereby it could stand for the overcoming of the earthly as well as the immortality and redemption of the soul.

In Europe, the eagle was introduced as a royal mint and heraldic symbol by Alexander the Great and then passed to the kingdoms of his Diadochi. Octavian brought it to Rome from Egypt as the imperial coat of arms. During the cremation of an emperor’s corpse on the Field of Mars as part of his consecration, an eagle was soared into the sky. This custom is said to go back to an observation made at the cremation of Augustus. It is said that an eagle was seen flying out of the flames of the pyre into the sky. An example of Roman iconography can be found on the Antoninus Pius column from 106 AD. In his dream interpretation from the second century, Artemidor von Daldis reports on the symbolic content of the eagle, which in turn refers to the conceptual fields of power, wealth and fame:

Riding an eagle foretells death to emperors, the rich and powerful; for according to an old custom painters and visual artists depict such personalities after their death riding on eagles and glorify them through such pictorial works. Poor people, on the other hand, are blessed; they will receive a strong boost and no small support from wealthy patrons, mostly through travel abroad. […] Dreaming a woman, she gives birth to an eagle, she will give life to a son, who, if he is poor, will become a soldier and bring it up to the commander; for every army is preceded by an eagle; if he is middle class, he will become an athlete and make a name for himself; if he is rich, he will rule over many or even become emperor.

Artemidor of Daldis, Oneirokritika II, 20

Background:
Gaius Messius Quintus Decius was born around 200 AD near Sirmium in the Roman province of Pannonia Inferior. The years following his birth were turbulent times for the Roman Empire. In the four decades following the reign of Septimius Severus, no fewer than fourteen emperors and several usurpers came to power. Many of them met a swift premature end, the borders of the Roman Empire were under constant threat, inflation was high and the economy was at an all-time low. When Decius in 249 AD came to power, the empire was in a disastrous state. The new emperor was under pressure from the start if he did not want to share the fate of his predecessors. Decius was an old-style Roman. He wished to restore Rome’s strength and glory to a bygone age. Decius saw the greatest threat to the Roman Empire in the decline of public piety and traditional Roman values. For the new emperor, the state of the empire was not surprising. The cause lay in the neglect of the traditional Roman deities – or even in their rejection by the citizens – especially the Christians.

Immediately after ascending the throne, he adopted the nickname Traianus, after the most successful Roman emperor Marcus Ulpius Traianus (98-116 AD), to whom Rome owed a military and financial heyday. Then Decius devoted himself to the „god question“. He decreed early in the year 250 AD. a general sacrificial commandment that perhaps aimed to restore the mos maiorum and thus the ancient Roman religion. Every inhabitant of the Roman Empire had to appear before a commission to sacrifice. A certificate (libellus) was issued about the performed sacrifice. Anyone who refused to sacrifice to the emperor and the Roman gods could be arrested and tortured as an enemy of the state, sentenced to forced labour, confiscation of property, banishment or death. For the Christians, however, a sacrifice was problematic because it was not compatible with their faith. Of course, this did not change the fact that Christian soldiers could also be loyal to the emperor. But it was only through the demonstrative refusal of some (by far not all) Christians that the Roman authorities became aware of the problematic attitude of the followers of this religion. A general and sometimes very bloody persecution of Christians soon ensued.

The gift was set on a certain day and probably consisted of a drink and animal sacrifice, which every citizen had to offer. This was done in memory of the traditional Roman gods, the emperor himself, but also the genius of many previously glorious and deified emperors. The so-called CONSECRATIO coins of Decius bear witness to this, with the busts of eleven emperors from Rome’s „times of glory“: Augustus, Vespasianus, Titus, Nerva, Traianus, Hadrianus, Antoninus Pius, Marcus Aurelius, Commodus, Septimius Severus and Severus Alexander. The backs show an eagle or an altar. However, the editions with an illustrated altar and fire do not stand for the burning or cremation, but are to be seen more as a sacrificial rite. Otherwise a pyre would be depicted, as is the case with other consecration coins.

Soon after 400 BC the area around Milan was settled by the Celtic Insubres. 222 BC the Romans conquered this settlement and used the Latin name Mediolanum. After several centuries of Roman rule, Milan was conquered in 286 AD made one of the residence cities of the empire under Emperor Diocletian. Roman rulers stayed here regularly in the 4th century, most recently Honorius. 313 AD the so-called Edict of Tolerance in Milan was promulgated here, in which Emperors Constantine and Licinius assured Christians freedom of belief. In the year 402 AD the city was besieged by Visigoths, after which the imperial residence was moved to Ravenna. A full 50 years later, the Huns under Attila plundered the city. In the year 539 AD the Ostrogoths conquered and destroyed Milan during the Gothic War against Emperor Justinian.

The Mediolanum mint was active for almost 20 years in the middle of the third century before it was closed. This was in the midst of a turbulent and turbulent period of the Roman Empire – which in turn was reflected in the often low silver content and often negligent production methods from this mint. Milan was an important military base protecting the rest of Italy against barbarian incursions from the north. A large number of soldiers were stationed in the region, so a mint was needed to mint coins for payroll payments.

However, according to the current state of research, it is uncertain whether Rome should be assumed to be the mint instead of Mediolanum for the Consecratio coins of Traianus Decius. As K. J. J. Elks writes in a publication: „With the return of these coins of Decius to Rome, the „Divi“ series was also transferred there. In these last editions there were two Officinae working exclusively for Decius, one jointly with Etruscilla or Etruscus, one for Etruscilla alone, one for Etruscus and Hostilian, and one that remained. I think that’s where the „Divi“ coins came from.“ (Reattribution of the Milan Coins of Trajan Decius to the Rome Mint, The Numismatic Chronicle, Vol. 12, 1972)

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